PTT Telephone Operator Job Cuts and Apprenticeship Reduction
Legislator-Zusammenfassung
KI-generiertThis interpellation addresses job cuts within the PTT telephone operators and the potential reduction of apprenticeship positions. The Federal Councillor explains that the reduction in the information service is a consequence of the new Telecommunications Act, which classified it as a competitive service requiring cost-covering operations. While acknowledging staff reductions, he clarifies that these are achieved through not replacing departing employees and offering early retirement packages. He states that approximately half of the vacated positions will be filled by younger personnel, aiming to reduce youth unemployment and achieve a planned 10% staff reduction by 1996, while assuring that no layoffs are planned and that the PTT cannot forgo profit transfers to the federal government due to its precarious financial situation.
Legislator-Regeste
KI-generiertArt. 66 al. 1 LTF; PTT Telephone Operator Job Cuts and Apprenticeship Reduction: The Federal Councillor explains that the reduction in the information service is a consequence of the new Telecommunications Act, which classified it as a competitive service requiring cost-covering operations. While acknowledging staff reductions, he clarifies that these are achieved through not replacing departing employees and offering early retirement packages. He states that approximately half of the vacated positions will be filled by younger personnel, aiming to reduce youth unemployment and achieve a planned 10% staff reduction by 1996, while assuring that no layoffs are planned and that the PTT cannot forgo profit transfers to the federal government due to its precarious financial situation.
Schlagwörter
KI-generiertZitierte Gesetzesbestimmungen
KI-generiertVerwandte Entscheide
KI-generiertZentrale Rechtsfragen, extrahiert von Legislator
KI-generiertUsed to determine the allocation of costs in the event of an appeal.
Volltext
Interpellation Grossenbacher 2144 N 5 décembre 1994
jetzt bei der Liberalisierung mitmachen, sonst gehen den PTT #ST# 93.3421
diese grossen Gewinnanteile aus dem internationalen Verkehr
verloren. Nicht mit der Liberalisierung verlieren die PTT Geld, Interpellation Gonseth
sondern ohne Liberalisierung. Die PTT leiden heute unter der
Fessel, die ihr die Politik auferlegt hat. Drahtlose Telefonnetze.
Der Bundesrat schreibt in seiner Stellungnahme zur Motion, Auswirkungen für Hörbehinderte
die Überprüfung des Fernmeldegesetzes in der durch die Mo- Réseaux de téléphones sans fil.
tion angegebenen Richtung sei im Gang. Dass bei dieser
Effets sur les malentendants
Überprüfung auch die Neuregelung des Netzmonopols über-
prüft werden muss, liegt wohl auf der Hand; besonders ange- Diskussion - Discussion
sichts der Tatsache, dass bis 1998 die Netze in der EU liberali-
siert werden. Die PTT müssen dann mitziehen, wollen sie nicht Siehe Jahrgang 1993, Seite 2575 - Voir année 1993, page 2575
vollends zur Hochpreisinsel werden und ihrer Bevölkerung
keine vernünftige Infrastruktur mehr anbieten können.
Deshalb bitte ich Sie, der Umwandlung der Motion in ein Po-
stulatzuzustimmen und dieses Postulat zu überweisen - im In-
teresse der Handlungsfähigkeit der PTT und im Interesse einer Le président: M™ Gonseth renonce à prendre la parole.
wirtschaftlichen und flächendeckenden Versorgung mit Fern- L'interpellation est ainsi liquidée.
meldeinfrastruktur.
Ogi Adolf, Bundesrat: Ich weiss nicht, ob Herr Eggenberger
die Angelegenheit in aller Konsequenz durchgedacht hat.
Wenn ich gut zugehört habe, muss ich antworten, dass wir nur #ST# 93.3425
im Rahmen der Entgegennahme der Motion als Postulat den
Bedenken von Herrn Eggenberger auf den Grund gehen, die Interpellation Grossenbacher
Angelegenheit in Detail prüfen können. Bei dieser Prüfung
Stellenabbau
wird es darum gehen zu ventilieren, wie die PTT und Private die
bestehenden Netze am besten nutzen können. Von Herrn Cor- bei den Telefonistinnen der PTT
naz wurde zu recht gesagt, dass es Netze gibt, die den PTT Téléphonistes des PTT.
und solche, die Dritten gehören. Man will die PTT zu nichts ver- Suppression d'emplois
pflichten, sondern man will prüfen, wie die Netze besser ge-
nutzt werden können. Diskussion - Discussion
Was Sie vor einer guten halben Stunde bei der Behandlung
der Motion der CVP-Fraktion beschlossen haben - diese Mo- Siehe Jahrgang 1993, Seite 2577 - Voir année 1993, page 2577
tion wurde ebenfalls als Postulat überwiesen -, bitte ich Sie zur
Kenntnis zu nehmen: Es ist eine ähnliche Stossrichtung. Die
CVP-Fraktion will ein neues PTT-Organisationsgesetz, mit der
Motion (Wyss Paul-)Cornaz wird die Lockerung des Netzmo-
nopols der PTT-Betriebe angestrebt. Grossenbacher Ruth (C, SO): In Ihrer Stellungnahme, Herr
Nachdem die EU-Minister beschlossen haben, auf Anfang Bundesrat, erwähnen Sie, dass im Auskunftsdienst der Num-
1998 die Telekommunikation zu liberalisieren - das Sprach- mer 111 die sehr grosse Personalfluktuation zu Ende sei und
und Netzmonopol wird damit aufgehoben -, müssen wir im In- deshalb praktisch kein Lehrpersonal mehr benötigt werde. Ist
teresse einer guten Weiterentwicklung alle diese Fragen prü- das Ihre langfristige Strategie im Personalbereich? Sollte nicht
fen können. vielmehr die Telecom als Bundesinstanz in Zeiten der Jugend-
Ich bitte Sie, dem Bundesrat zu folgen und den Vorstoss als arbeitslosigkeit und des Lehrstellenabbaus Verantwortung
Postulat zu überweisen. Die Mitte ist das richtige: Herr Wyss übernehmen und alles daransetzen, um Lehrstellen anzubie-
Paul hat eine Motion eingereicht und Herr Eggenberger ten, statt kurzfristig Einsparungen zu machen?
möchte den Vorstoss weder als Motion noch als Postulat über-
weisen. Ogi Adolf, Bundesrat: Es ist selbstverständlich nicht meine
Der Bundesrat beantragt Ihnen, die Motion (Wyss Paul-)Cor- langfristige Personalstrategie, sondern die Konsequenz des
naz als Postulat zu überweisen. neuen Fernmeldegesetzes, und es ist dadurch bedingt, dass
im Rahmen dieses neuen Fernmeldegesetzes der Auskunfts-
Eggenberger Georges (S, BE): Aufgrund der Ausführungen dienst zu den Wettbewerbsdiensten gezählt wurde. Die PTT
von Herrn Bundesrat Ogi ziehe ich meinen Antrag zurück, das haben deshalb den heute unrentablen Dienst kostendeckend
Postulat ebenfalls abzulehnen. Ich bin einverstanden, dass zu gestalten. Auch das ist wiederum etwas, was Sie immer wie-
der Vorstoss als Postulat überwiesen wird. der - bei jeder Rechnung, bei jedem Budget - von uns, und
damit von den PTT, verlangen. Dank verschiedenen Massnah-
Überwiesen als Postulat-Transmis comme postulat men konnte die Produktivität des Dienstes bereits verbessert
werden. Dazu kommt ein rezessionsbedingter Nachfragerück-
gang.
Beim Auskunftsdienst, Frau Grossenbacher, konnten somit
tatsächlich Stellen abgebaut werden, indem Abgänge - das ist
wichtig - nicht mehr ersetzt wurden. Entlassungen wurden
keine vorgenommen und sind grundsätzlich auch nicht vorge-
sehen.
Die PTT haben indessen zur Förderung des vorzeitigen Alters-
rücktritts Anfang dieses Jahres die Aktion «Solidarität» durch-
geführt Wir haben heute schon darüber gesprochen. Es war
eine Aktion, die - so glaube ich - als sehr positiv bewertet wer-
den kann. Auf alle Fälle war ihr Erfolg beschieden. Ich möchte
Ihnen die Zahlen geben: Von 3451 Berechtigten machten
2932, also 85 Prozent, vom Angebot Gebrauch und traten
frühzeitig in den Ruhestand. Ungefähr die Hälfte der frei wer-
denden Stellen sollen, Frau Grossenbacher, mit jüngeren
Nachwuchsleuten wieder besetzt werden. Damit wollen die
5. Dezember 1994 2145 Interpellation Kühne
PTT den geplanten Stellenabbau von insgesamt 10 Prozent Kleingütertransport einzusetzen. Dabei beschränken sie sich
bis 1996 erreichen und gleichzeitig einen Beitrag zur Minde- in der Regel auf ausgewählte Kunden, denen sie massge-
rung der Jugendarbeitslosigkeit leisten. Ich glaube, es ist ein schneiderte Angebote zu äusserst günstigen Bedingungen
wichtiger Beitrag, und dieser Beitrag darf zur Kenntnis genom- unterbreiten können. Den Postdiensten gehen dadurch Ver-
men werden. Aber angesichts der prekären Finanzlage kann kehrsanteile und Einnahmen verloren, auf die sie im Interesse
der Bund nicht, wie von Ihnen angeregt, auf eine Gewinnablie- der flächendeckenden Landesversorgung angewiesen sind.
ferung der PTT verzichten. Die Postdienste sind vielfach gegenüber der privaten Konkur-
Ich möchte Sie einfach bitten, die Gratwanderung zu sehen, renz, vor allem durch die lange Transportdauer auf der
auf der sich die PTT befinden: Einerseits die Forderung, die Schiene, benachteiligt Das ist auch ein Grund, weshalb wir
vom Parlament immer wieder kommt: zu rationalisieren, zu rasch «Bahn 2000» und rasch die Neat realisieren müssen.
modernisieren, anzupassen, modern zu sein; und auf der än- Jetzt oder nie!
dern Seite die Bedenken in bezug auf den Personalabbau, die Wenn es uns nicht gelingt, diese grossen Projekte zu realisie-
wir ernst nehmen. ren, wird uns die Strasse den Verkehr von der Schiene abzie-
In diesem Sinne hoffe ich, dass Sie von der Stellungnahme zu hen. Dann haben wir keine Chance mehr. Dann wird sich auch
Ihrer Interpellation doch befriedigt sein können. der Postverkehr auf der Strasse abspielen. Deshalb ist es ent-
scheidend, dass wir diese Projekte gegen alle Widerstände
Grossenbacher Ruth (C, SO): Danke, Herr Bundesrat, ich bin jetzt durchsetzen und damit den öffentlichen Verkehr moderni-
teilweise befriedigt. Sie haben mir nicht genau auf meinen Vor- sieren.
wurf betreffend den Lehrstellenabbau antworten können. Ich Das neue Verarbeitungskonzept «Paketpost 2000» der Post-
bitte Sie, diesem Problem besonders Beachtung zu schen- dienste - damit komme ich wieder zur Post zurück - geht von
ken, denn die Telecom sollte als Bundesbetrieb bei diesem der Zustellung der Pakete im dicht bewohnten Siedlungsge-
Abbau nicht mitmachen, sondern alles daransetzen, Lehrstel- biet der Schweiz am Tag nach der Aufgabe aus. Auch mit dem
len anzubieten. neuen Konzept ist der Schienentransport vorgesehen, dies al-
lerdings nur dort, wo die Bahnen den Bedürfnissen der Post
nach schnellen Verbindungen gerecht werden können. Das ist
wiederum die Gratwanderung, auf der sich die PTT befinden.
#ST# 93.3471 Wenn sie garantieren wollen, dass die A-Post und auch die Pa-
ketpost, bei der sie in einem harten Konkurrenzkampf stehen,
Interpellation Béguelin am anderen Tag ankommen, sind sie vielfach auf den Trans-
port auf der Strasse angewiesen, jedenfalls solange wir nicht
Postbeförderung durch die Bahn die Bahn modernisieren.
Transports postaux par chemin de fer Ich weiss, Sie werden uns helfen, die Bahn zu modernisieren.
Und dann werden wir Ihr Problem auch besser lösen können.
Diskussion - Discussion
Siehe Jahrgang 1993, Seite 2579 - Voir année 1993, page 2579
#ST# 93.3499
Interpellation Kühne
Postverteilzentrum Ostschweiz
Béguelin Michel (S, VD): Le Conseil fédéral a accepté le in St. Gallen
19 février 1992 le postulat 91.3411 «Transports postaux par
chemin de fer» du 12 décembre 1991 (BO 1992 N 636) selon Centre de distribution postal
lequel le trafic postal doit être transféré de la route au rail, et pour la Suisse orientale à Saint-Gall
non du rail à la route, ceci en bonne logique du fait des inves-
tissements consentis pour développer les transports publics,
et également dans un souci de protéger l'environnement. Or,
dans les faits, sur le terrain, c'est le contraire qui se passe: les
PTT transfèrent à un rythme accéléré sur la route le trafic postal Wortlaut der Interpellation vom 8. Oktober 1993
qui se déroule actuellement sur le rail, en particulier le trafic Nach neuesten Meldungen beabsichtigen die PTT-Betriebe,
postal des petites lignes régionales, privées ou CFF. nicht wie vorgesehen mit dem Neubau des Postverteilzen-
En ce qui concerne les compagnies concessionnaires, la sup- trums in St Gallen zu beginnen. Ich bitte den Bundesrat um
pression du trafic postal signifie, selon les cas, la disparition de die Beantwortung der folgenden Fragen:
100 000 ou 150 000 francs de recettes annuelles, ce qui occa- 1. Erachtet der Bundesrat den Baubeginn in Anbetracht der
sionne bien sûr une augmentation automatique du déficit, unbefriedigenden betrieblichen Verhältnisse nicht als dring-
donc un report de charges sur les cantons. Ceux-ci ne sont lich?
évidemment pas consultés, ils ne sont là que pour subir l'aug- 2. MUSS nun nicht gehandelt werden, nachdem endlich die
mentation. C'est ainsi que l'on entretient la mauvaise humeur Koordination mit der Stadt St. Gallen und den SBB erreicht
des cantons. Dans les circonstances actuelles, il y aurait sans wurde und grünes Licht für den Bau vorhanden ist?
doute mieux à faire. 3. Wie gewichtet der Bundesrat die Nachteile, die entstehen,
D'autre part, dans la réponse du 10 novembre 1993 à mon wenn grosse Vorinvestitionen in Landerwerb und Planung
interpellation, le Conseil fédéral prétend que la politique com- brach liegen?
merciale des PTT est conforme au postulat accepté le 4. Ist der Bundesrat nicht auch der Meinung, dass die gegen-
19 février 1992. C'est parfaitement inexact. La politique suivie wärtige Beschäftigungslage und die günstigen Preise auf dem
sur le terrain va tout à fait en sens contraire de celle proclamée Baumarkt für eine sofortige Realisierung des Postverteilzen-
par le Conseil fédéral. trums sprechen?
Monsieur le Conseiller fédéral, il faut faire attention: le grand
écart est un exercice dangereux, même pour de petites Texte de l'interpellation du 8 octobre 1993
choses! On a appris récemment que l'Entreprise des PTT avait l'inten-
tion de ne pas entamer la construction du nouveau centre de
Ogi Adolf, Bundesrat: Was Herr Béguelin, Präsident der Kom- distribution postal de Saint-Gall comme prévu. Je prie le
mission für Verkehr und Fernmeldewesen (KVF), zum Aus- Conseil fédéral de répondre aux questions suivantes:
druck gebracht hat, ist richtig. In letzter Zeit versuchen immer 1. Compte tenu de la médiocrité des conditions d'exploitation,
mehr private Spediteure, ihre überschüssigen Transportkapa- le Conseil fédéral ne pense-t-il pas que les travaux doivent être
zitäten für den bisher weitgehend der Post vorbehaltenen entamés d'urgence?
Schweizerisches Bundesarchiv, Digitale Amtsdruckschriften
Archives fédérales suisses, Publications officielles numérisées
Archivio federale svizzero, Pubblicazioni ufficiali digitali
Interpellation Grossenbacher Stellenabbau bei den Telefonistinnen der PTT
Interpellation Grossenbacher Téléphonistes des PTT. Suppression d'emplois
In Amtliches Bulletin der Bundesversammlung
Dans Bulletin officiel de l'Assemblée fédérale
In Bollettino ufficiale dell'Assemblea federale
Jahr 1994
Année
Anno
Band IV
Volume
Volume
Session Wintersession
Session Session d'hiver
Sessione Sessione invernale
Rat Nationalrat
Conseil Conseil national
Consiglio Consiglio nazionale
Sitzung 05
Séance
Seduta
Geschäftsnummer 93.3425
Numéro d'objet
Numero dell'oggetto
Datum 05.12.1994 - 14:30
Date
Data
Seite 2144-2145
Page
Pagina
Ref. No 20 024 854
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