Social Year as Alternative to Medical Study Numerus Clausus
Legislator-Zusammenfassung
KI-generiertThe court considered a motion proposing a social year as an alternative to a numerus clausus for medical studies. The proponent argued that a numerus clausus has negative consequences like elitism and prolonged studies, and a social year would be a more suitable and apt way to assess interest and aptitude. The Federal Council, however, recommended transforming the motion into a postulat, explaining that while they oppose a numerus clausus, they are not convinced a social year is the only or best solution due to opposition from the Swiss University Conference and concerns from paramedical professions regarding potential overwork and endangerment of their own roles.
Legislator-Regeste
KI-generiertSocial Year as Alternative to Medical Study Numerus Clausus: The proponent argued that a numerus clausus has negative consequences like elitism and prolonged studies, and a social year would be a more suitable and apt way to assess interest and aptitude. The Federal Council, however, recommended transforming the motion into a postulat, explaining that while they oppose a numerus clausus, they are not convinced a social year is the only or best solution due to opposition from the Swiss University Conference and concerns from paramedical professions regarding potential overwork and endangerment of their own roles.
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7. März 1994 103 Motion Plattner
Es ist selbstverständlich erfreulich, von einem Fonds berich- Dreifuss Ruth, conseillère fédérale: J'aimerais remercier
ten zu können, der stetig zunimmt - in einer Zeit, wo andere M. Seiler Bernhard de la précision de sa motion et des argu-
Sozialfonds abgebaut oder aufgebraucht werden, wie zum ments qu'il a apportés à la révision de la loi sur le régime des
Beispiel bei der Arbeitslosenversicherung, oder zumindest ab- APG. Je partage son point de vue, en ce sens qu'il ne s'agit
nehmen, wie bei der AHV/IV, so dass diese Kassen schliess- pas de modifier le financement de cette assurance, qui est
lich - bevor ein Kollaps eintritt - mit höheren Beitragsleistun- saine et qui le sera même de plus en plus si l'on considère la
gen gerettet werden müssen. réduction du nombre de personnes qui seront soumises au
Bei diesem Fonds, der EO, sieht es also anders aus. Es ist des- service militaire dans le cadre de la révision «Armée 95». Il
halb nicht erstaunlich, dass der Bundesrat den Beitragssatz s'agit effectivement d'une révision qui doit toucher le type de
der EO schon auf den 1. Januar 1995 von 0,5 auf 0,3 senken prestations, et éventuellement le montant des prestations, et
will, bei gleichzeitiger Erhöhung des IV-Anteiles um 0,2 Pro- vous avez mis avec raison le doigt sur le problème numéro un,
zent. Aus verschiedenen Gründen ist das verantwortbar, be- à savoir celui de la prise en compte des charges familiales, en
sonders aber, weil der Armeebestand auf 1995 um einen Drit- fait, dans le système. C'est également sur ce point-là que la
tel reduziert wird. première analyse a été faite dans le cadre de l'Office fédéral
Mir geht es aber nicht in erster Linie um den Beitragssatz, son- des assurances sociales.
dern mehr um die Anpassungen der Entschädigungsarten Le Conseil fédéral vous propose malgré tout de transformer
und die Entschädigungshöhen. Das noch gültige Gesetz votre motion en postulat. J'hésite un tout petit peu dans ma ré-
nimmt überhaupt nicht Rücksicht auf die heute üblichen Ge- ponse parce que, dans la passion que je voue à l'assurance-
wohnheiten und Familienformen. Insbesondere bei jungen maladie, j'ai oublié les textes qui concernent votre motion. N'y
Leuten und Leuten, die längerdauernde Dienstleistungen wie voyez certainement pas un manque de respect pour votre pro-
Rekrutenschule und Beförderungsdienste leisten, stellt man position, mais voyez-y la volonté de tenir compte du calendrier
fest, dass der eine oder andere in Schwierigkeiten gerät. Oft tel que l'a fixé le Conseil fédéral. Ce calendrier consiste à ras-
äussert sich das auch in der Richtung, dass junge, fähige sembler dans le courant de l'année 1994 des éléments pour
Wehrmänner sich weigern, weiterzumachen, um Unteroffizier une révision et d'entreprendre cette révision dans le courant
oder Offizier zu werden. de 1995, conformément donc au calendrier que le Conseil fé-
Die noch gültige EO-Gesetzgebung basiert zum Teil auf anti- déral avait lui-même fixé.
quierten Vorstellungen. Dazu möchte ich drei Beispiele an- Si vous pouviez vous rallier à ce point de vue, il est clair que
führen: votre motion et en particulier les explications que vous venez
1. Drei verschiedene Dienstleistende haben alle das gleiche de donner à son appui seraient autant de matériaux bienvenus
vordienstliche Erwerbseinkommen. Alle drei haben eine Woh- pour la révision que nous entendons entreprendre.
nung. Einer ist verheiratet, der zweite lebt mit seiner Freundin
zusammen und der dritte lebt allein in seiner Wohnung. Wie Seiler Bernhard (V, SH): Ich bin einverstanden, dass mein Vor-
funktioniert nun hier diese Erwerbsersatzordnung? stoss als Postulat überwiesen wird. Ich habe festgestellt, dass
Der Verheiratete erhält die Haushaltentschädigung. Die beiden bereits Vorarbeiten geleistet worden sind und dass diese in
anderen werden als Alleinstehende entschädigt. Beim Verhei- jene Richtung gehen, die ich postuliert habe. Es ist mir klar,
rateten macht das 75 Prozent des vordienstlichen Erwerbsein- dass eine Realisierung auf den 1. Januar 1995 nicht möglich
kommensaus, bei den beiden anderen nur45 Prozent. Die Ent- ist.
schädigung wird also nach dem Zivilstand ausgerichtet und Deshalb bin ich bereit, den Vorstoss als Postulat überweisen
nicht nach den tatsächlichen Verhältnissen und Belastungen. zu lassen.
2. Ein geschiedener Dienstleistender lebt weiterhin in seiner
bisherigen Wohnung. Seine Kinder leben im Haushalt der Überwiesen als Postulat - Transmis comme postulat
Mutter. Er aber ist genötigt, den Haushalt weiterzuführen,
wenn er seine Kinder im Rahmen des Besuchsrechts und wäh-
rend den Ferien zu sich nehmen will. Bei der EO wird er aber
als alleinstehender Zimmerherr entschädigt und erhält keine #ST# 93.3414
Haushaltentschädigung. Das gleiche passiert einem geschie-
denen Arzt ohne Kinder. Er wird als Zimmerherr entschädigt, Motion Plattner
obwohl schon seine Fachbibliothek wahrscheinlich mehr als
Sozialjahr statt Numerus clausus
ein ganzes Zimmer füllen dürfte.
3. Ein Hausmann erhält für seine Dienstleistung nur die Mini- Pour une période de travail social
malentschädigung, das heisst, es wird kein Erwerbseinkom- en lieu et place du numerus clausus
men entschädigt, obschon während seiner Abwesenheit die
Frau für die Kinderbetreuung unbezahlten Urlaub nehmen
muss.
Man könnte sehr wohl weitere solche Beispiele aufzählen, die
deutlich machen, dass das Bundesgesetz über die Erwerbser- Wortlaut der Motion vom 22. September 1993
satzordnung so rasch wie möglich auf den heutigen Stand ge- Im Medizinstudium droht der Numerus clausus: Die meisten
bracht werden muss. Dabei sollen meiner Meinung nach zwei Universitätskantone haben dafür die gesetzlichen Grundlagen
Ziele anvisiert werden: geschaffen, die Ausbildungsmöglichkeiten sind schon in den
1. Die jetzt erwähnten oder weitere Ungerechtigkeiten sind zu ersten Semestern übernutzt, und die Studentenzahlen steigen
eliminieren; weiter.
2. die Erwerbsersatzordnungsbeiträge sollen so festgesetzt Aus den Erfahrungen anderer Länder ist bekannt, welches die
werden, dass sich junge, militärdienstmotivierte Dienstlei- unsinnigen und unerwünschten Konsequenzen eines sektori-
stende nicht aus rein finanziellen Überlegungen oder Schwie- ellen Numerus clausus wären: Elitarisierung der von Zulas-
rigkeiten weigern, allenfalls Beförderungsdienste zu leisten. sungsbeschränkungen betroffenen Ausbildung, entspre-
Geldmangel ist bei der Erwerbsersatzordnung nicht da, auch chende Selektion nach eignungsfernen Kriterien, Verlänge-
bei einer Reduktion des Satzes nicht. Probleme stehen aber rung der Gesamtstudiendauer und Belastung anderer Fächer
bei den Entschädigungsarten an, vielleicht auch bei den Ent- durch universitäre «Warteschlaufen» usw.
schädigungshöhen. Deshalb meine ich, es sei notwendig, Noch ist Zeit, den Numerus clausus im Medizinstudium zu ver-
diese rasch zu beheben, was an und für sich nicht schwierig hindern. Die Einführung eines Sozialjahres als Voraussetzung
und auch nicht allzu zeitaufwendig sein sollte. für die Zulassung zu diesem Studium wäre eine gerechte und
Ich bitte Sie, Frau Bundesrätin Dreifuss, die Motion entgegen- vor allem eignungsbezogene Massnahme, welche alle ge-
zunehmen und die Revision des Bundesgesetzes über die Er- nannten Nachteile vermeidet und - allenfalls nur während der
werbsersatzordnung für Dienstleistende in Armee und Zivil- Zeit bis zur Gesamtrevision der Ausbildungsvorschriften - in-
schutz so rasch wie möglich zu verwirklichen. nert kurzer Zeit flexibel und gezielt eingesetzt werden kann.
Motion Plattner 104 7 mars 1994
Ich bitte deshalb den Bundesrat, den Räten rasch eine ent- tion exactement comparable à celle que nous avons connue
sprechende Änderung der Allgemeinen Medizinalprüfungs- au cours des vingt dernières années.
verordnung zur Genehmigung vorzulegen. Ce n'est d'ailleurs pas un hasard si la discussion sur le nume-
rus clausus revient sans arrêt, et est revenue très souvent au
Texfe de la motion du 22 septembre 1993 cours de ces vingt dernières années, pour être ensuite de nou-
Les études de médecine sont menacées de numerus clausus: veau abandonnée dès que l'on constatait que ce problème
la plupart des cantons universitaires ont créé les bases légales qui, dans le pire des cas, est peut-être un taux d'inscriptions
d'un tel numerus clausus, les possibilités d'accueil sont épui- qui dépasserait à peu près de 100 étudiants les possibilités of-
sées au premier semestre déjà et le nombre des étudiants ne fertes. Cela ne peut pas justifier la mise en place d'un système
cesse de croître. lourd comme celui du numerus clausus tel qu'il a été examiné
L'expérience d'autres pays montre quelles seraient les consé- tant de fois dans la Conférence universitaire suisse.
quences insensées et peu souhaitables d'un numerus clau- La deuxième raison pour laquelle cette question revient au-
sus sectoriel: élitisme de l'enseignement dispensé au sein des jourd'hui sur le tapis est tout simplement que le nombre de pa-
filières touchées, sélection des étudiants en fonction de critè- tients qui restent longtemps dans les hôpitaux «à disposition»
res étrangers aux aptitudes, prolongation de la durée des étu- de la formation médicale, y restent aujourd'hui moins long-
des, encombrement d'autres facultés par des candidats en at- temps. Il nous faut donc trouver des formules pour élargir le
tente, etc. «capital de patients» à disposition des étudiants en médecine.
Il est temps d'éviter le numerus clausus en médecine. L'intro- Encore une fois, il ne s'agit pas de plus de médecins, mais de
duction d'une année de travail social, qui deviendrait une moins de patients, et là des solutions vont certainement dans
condition d'accès à cette filière, serait une mesure justifiée et le sens d'une meilleure intégration des hôpitaux, régionaux
surtout adéquate, susceptible de pallier les inconvénients ci- aussi, dans la formation des médecins.
tés. En outre, elle peut être appliquée rapidement, de manière Vous voyez par ces deux exemples que le Conseil fédéral n'a
souple et ciblée - éventuellement jusqu'à la révision totale pas de doute quant à l'opportunité de combattre la solution
des prescriptions régissant la formation. excessive et difficile à mettre en place que représenterait le nu-
Je prie dès lors le Conseil fédéral de soumettre rapidement merus clausus. En ce sens, le Conseil fédéral est intéressé par
aux Chambres une modification dans ce sens de l'ordon- votre proposition, Monsieur Plattner, d'une période de travail
nance générale concernant les examens fédéraux des profes- social qui remplacerait la mesure du numerus clausus, mais il
sions médicales. n'est pas convaincu que ce soit la seule mesure possible,
qu'elle s'impose, et cela pour deux raisons.
Mitunterzeichner - Cosignataires: Beerli, Onken, Petitpierre, La première, c'est l'opposition de la Conférence universitaire
Rhinow, Schiesser, Simmen (6) suisse à cette mesure. Elle a de nouveau été réaffirmée récem-
ment, et il y a encore le fait qu'il s'agit d'une compétence can-
Plattner Gian-Peto (S, BS): Ich will mich kurz halten. Mir geht tonale. Nous avons parlé cet après-midi de la souveraineté
es darum, Anregungen zu geben, wie im Medizinstudium der cantonale, et l'accès aux études médicales reste de la souve-
Numerus clausus vermieden werden könnte. Ich habe wäh- raineté cantonale. Sans raisons, nous n'aimerions pas interve-
rend etwa zehn Jahren in der Grundausbildung der Medizin- nir dans ce domaine.
studenten der Universität Basel gewirkt, und das Problem ist La deuxième, ce sont les craintes qu'une telle proposition sus-
mir deshalb einigermassen ans Herz gewachsen. cite dans les professions paramédicales. En l'occurrence, en
Es ist bekannt, dass der Numerus clausus, wie er in anderen particulier les infirmiers et les infirmières ont l'impression qu'ils
Ländern durchgeführt wird, vollkommen unsinnige Auswir- seraient sollicités par des tâches d'encadrement, pour rendre
kungen hat Für den einen Vorteil, die Studentenzahl zu be- service à une notion de «sélection» de médecins, et qu'ils se
schränken, handelt man sich unzählige gravierende Nachteile mettraient donc en danger par la surcharge que cela représen-
ein; ich bin deshalb ein strikter Gegner dieser Massnahme. terait, mais qu'ils mettraient aussi leur profession en danger,
Dennoch müssen Massnahmen getroffen werden, um dem dans la mesure où l'on remplacerait du personnel qualifié par
Überfluss an Studentinnen und Studenten, den die Universitä- de tels stagiaires.
ten nicht mehr handhaben können, einigermassen vorzubeu- Ce sont les réticences de la Conférence universitaire suisse et
gen. Ich nehme einen alten Vorschlag auf, nämlich die Idee ei- des professions paramédicales qui font que nous aimerions
nes Sozialjahres im Sinne eines Tatbeweisesfür das Interesse examiner cette solution sans nous lier aujourd'hui par une
am Studium. motion.
Ich glaube, das reicht als Begründung. Der Text der Motion
spricht für sich selber. Ich bin gespannt, was Frau Bundesrätin Plattner Gian-Reto (S, BS): Ich bin einverstanden, dass die
Dreifuss dazu sagen wird. Motion in ein Postulat umgewandelt wird. Ich möchte noch
drei Sätze zu der Antwort sagen, die Frau Bundesrätin Dreifuss
Dreifuss Ruth, conseillère fédérale: Dans ce cas également, mir gegeben hat:
j'aimerais demander au motionnaire de bien vouloir accepter 1. Ich bin sehr glücklich zu hören, dass der Bundesrat offenbar
la transformation de sa motion en postulat einen NC, einen Numerus clausus, ablehnt, besonders nach-
II s'agit là très clairement d'une solution possible qui doit être dem die Hochschulkonferenz im Dezember eher für einen Nu-
examinée, et non pas d'une approche suffisamment large. La merus clausus eingetreten ist und ihn quasi schon beschlos-
motion Plattner doit être mise dans un cadre qui a été délimité sen hat Zum Glück hat der Berner Grosse Rat die gesetzli-
de façon beaucoup plus complète par la motion Simmen chen Grundlagen nicht geschaffen, so dass hier etwas Sand
(93.3121 ) transformée en postulat, qui abordait l'ensemble des im Getriebe ist
modifications qui devraient pouvoir être également apportées 2. Ich nehme auch die Bedenken ernst, die die Hochschulkon-
aux plans d'études, de manière à maîtriser ce phénomène de ferenz gegen das Sozialjahr hat Natürlich ist das nicht unpro-
l'intérêt que suscitent les études de médecine dans ce pays. blematisch, aber der Numerus clausus ist auch nicht unpro-
J'aimerais cependant dire très clairement que le Conseil fédé- blematisch, und man muss das geringere Übel wählen. Ich bin
ral s'est exprimé contre le numerus clausus, non pas pour überzeugt, dass der Numerus clausus im Lichte der notwendi-
s'opposer à des décisions qui pourraient être prises dans les gen Bildung der Jugend das schlimmere Übel wäre.
cantons à bon escient, mais tout simplement parce que l'on 3. Es ist schon wahr, dass wir heute an den Universitäten Ein-
part d'un certain nombre de présupposés qui ne se révèlent schreibezahlen haben, die nicht wesentlich höher sind als An-
pas fondés, et d'un certain nombre de problèmes qui doivent fang der achtziger Jahre. Aber die Universitäten haben insge-
être résolus autrement samt wesentlich mehr Studenten, und die Last, die man in an-
Présupposé: celui d'imaginer qu'il s'agit d'un phénomène deren Fachgebieten zusätzlich tragen muss, hindert einen
nouveau de pléthore d'étudiants en médecine. On constate en nun daran, mit dieser Überbelastung an Medizinstudenten auf
fait, si l'on considère les statistiques des étudiants, que c'est gleich lockere Art und Weise umzugehen, wie man das vor
un mouvement fluctuant, et que nous sommes dans une situa- zwölf Jahren noch konnte.
7. März 1994 105 Motion Bisig
Meine Universität ist im Bereiche der Grundausbildung am tera notamment que cet indice soit aussi utilisé dans le cas des
Rande des Möglichen, und es ist ganz klar, dass nun die Quali- bâtiments dont l'évolution des coûts n'a pratiquement rien à
tät am Sinken ist - das muss man offen sagen. Die Universitä- voir avec l'évolution des coûts des logements, cas des bâti-
ten in der Schweiz werden schlechter; es gilt deshalb, im Medi- ments administratifs, des bâtiments scolaires, des bâtiments
zinstudium, wie im übrigen auch in anderen Studienrichtun- commerciaux, des bâtiments industriels ou des autres infra-
gen, Massnahmen zu ergreifen. structures. Ajouter automatiquement le renchérissement à
In diesem Sinne bin ich froh um die Entgegennahme als compter de la date d'établissement d'un devis crée des réser-
Postulat und schliesse mich dem an. ves qui ne sont pas toujours justifiées, mais qui sont le plus
souvent épuisées.
Überwiesen als Postulat-Transmis comme postulat Je charge donc le Conseil fédéral de faire calculer un indice
des coûts pour chacun des principaux types de construction,
indice qui tiendra compte de l'évolution des prix de chacun
d'eux. Il considérera aussi et surtout les constructions des col-
lectivités publiques.
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Mitunterzeichner - Cosignataires: Beerli, Bloetzer, Büttiker,
Motion Bisig Frick, Gemperli, Iten Andréas, Rhinow, Ruesch, Schiesser,
Einführung von nationalen Kostenindizes Uhlmann, Weber Monika, Zimmerli (12)
für die wichtigsten Bauwerksarten
Bisig Hans (R, SZ): Es ist mir bewusst, dass ich dem Bundes-
Pour l'adoption d'indices nationaux rat mit meiner Motion eine harte NUSS zum Knacken gebe.
des coûts des principaux types Wäre die Problemlösung einfach, hätte er zweifellos schon
de construction lange eine Lösung angeboten und nicht auf meine Aufforde-
rung dazu gewartet.
Die landesweiten jährlichen Bauinvestitionen bewegen sich in
der Grössenordnung von 55 Milliarden Franken. Gut 30 Pro-
zent davon oder eben rund 18 Milliarden Franken werden von
Wortlaut der Motion vom 17. März 1993 der öffentlichen Hand, also von Bund, Kantonen, Bezirken und
Der Zürcher Wohnbaukostenindex, den das Statistische Amt Gemeinden, in Auftrag gegeben. Die Kredite dafür werden auf-
der Stadt Zürich jeweils auf den 1. April und den 1. Oktober grund von Kostenvoranschlägen erteilt, die der Teuerung an-
berechnet, ist eine Richtzahl für die Erstellungskosten von gepasst werden. Erst nach Vorliegen der Offerten ist die Teue-
Mehrfamilienhäusern, die nach Bauart, Ausstattung und Lage rung ausgewiesen. Vorher muss der Baukostenindex, also ein
den jeweiligen Indexhäusern entsprechen. Als reine Preisin- Schätzwert, zu Hilfe gezogen werden.
dexziffer gibt er die preislichen Veränderungen der beim Bau Baukostenindizes existieren aber nur für die Wohnbauten. Am
von Indexhäusern verwendeten Materialien und erbrachten meisten angewendet wird wohl der Zürcher Baukostenindex.
Leistungen wieder. Bekannt sind auch die Wohnbaukostenin- Dieser ist eine Richtzahl, die nach Bauart, Ausstattung und
dizes von Bern, Genf und Luzern. Für die Indexberechnung Lage aufgrund von festgelegten Indexhäusern ermittelt wird.
existieren keine allgemeingültigen Regeln, die Berechnungs- Die Indexhäuser sind bekannt Die dafür eingeholten Offerten
basis ist daher unterschiedlich. unterstehen also kaum dem sonst üblichen Konkurrenzdruck.
Ausgehend von der Feststellung, dass der Wohnbaukostenin- Es muss angenommen werden, dass die so ermittelten Ko-
dex volkswirtschaftlich sehr bedeutungsvoll ist und dass für sten in der Regel tendenziell zu hoch ausfallen.
die Aktualisierung von Erfahrungswerten keine anderen Zah- Die öffentliche Hand tritt nur in den allerseltensten Fällen im
len zur Verfügung stehen, ist ein Handlungsbedarf des Bun- Wohnungsbau auf. Selbst im Hochbau beträgt der Anteil der
des gegeben. Vor allem kann nicht befriedigen, dass der Öffentlichkeit lediglich einen Siebentel der totalen Bauinvesti-
Wohnbaukostenindex auch für Bauwerksarten angewendet tionen.
wird, die mit der Kostenentwicklung im Wohnungsbau wenig Ganz anders sieht es im Tiefbau aus. Dieser lebt weitgehend
zu tun haben, wie Verwaltungsbauten, Schulbauten, Ge- von den Staatsaufträgen. Einen Tiefbaukostenindex gibt es
werbe- und Industriebauten oder Infrastrukturanlagen. Allein aber nicht. Es ist nicht einzusehen, warum eine Strasse,
die automatische Aufrechnung der Teuerung ab dem Datum warum Kunstbauten wie z. B. Brücken, aber auch Verwal-
des Kostenvoranschlages schafft Reserven, die nicht zwin- tungs- und Bildungsbauten teurer gebaut werden sollen,
gend gerechtfertigt sind, die aber in den allermeisten Fällen wenn beispielsweise die Kosten für Küchen, für Badezimmer
ausgeschöpft werden. oder für Cheminées anziehen. Es ist wohl wenig realistisch,
Der Bundesrat wird deshalb beauftragt, Kostenindizes für die anzunehmen, dass ein bewilligter Kostenrahmen nicht ausge-
wichtigsten Bauwerksarten zu ermitteln, die der jeweiligen Ko- schöpft würde. Es gibt auch keinen objektiven Grund, dies
stenentwicklung gerecht werden. Vor allem sind dabei Bauten nicht zu tun. Bei jedem Bauvorhaben gibt es nachträgliche
und Anlagen der öffentlichen Hand zu berücksichtigen. Wünsche und Verbesserungen, für die dann eine solche Re-
serveposition herhalten muss.
Texte de la motion du 17 mars 1993 Wenn nun der Kostenindex nur um ein Prozent von der Realität
L'indice du coût de la construction de logements que le Ser- abweicht, werden vom Bund, den Kantonen und Gemeinden
vice de la statistique de la Ville de Zurich calcule pour le jährlich 180 Millionen Franken zuviel ausgegeben. In Wirklich-
1 er avril et pour le 1 er octobre de chaque année sert à calculer keit dürfte es aber einiges mehr sein. Diese Voraussetzungen
le coût de la construction d'immeubles d'habitation, pour au- sind in einer Zeit des knappen Geldes der öffentlichen Hand
tant qu'ils aient été construits et aménagés de la même ma- kaum länger tragbar. Sie schaden auch einer seriösen Auf-
nière que les immeubles ayant servi de référence et qu'ils tragsabwicklung. Den Verantwortlichen ist diese unbefriedi-
soient situés à des endroits comparables. Pur indice de prix, il gende Situation schon lange bekannt. Aus für mich nicht klar
reflète les fluctuations auxquelles sont soumis les prix des ma- erkennbaren Gründen geschah aber bis heute nichts.
tériaux utilisés et le coût du travail fourni. A côté de l'indice de Bereits 1978 wurde im Zusammenhang mit der Nachfinanzie-
Zurich, on trouve encore l'indice de la Ville de Berne, celui de rung des Furkatunnels von der zuständigen Kommission des
la Ville de Genève, enfin celui de la Ville de Lucerne, mais en Nationalrates ein Postulat eingereicht und in der Folge über-
l'absence de règles valant pour tous, aucun d'eux n'est cal- wiesen, mit dem die Einführung eines Instrumentes zur ein-
culé de la même façon. heitlichen Berechnung der Teuerung im Tiefbau verlangt
La Confédération doit agir, car il faut bien constater que l'in- wurde, die in der Zeit zwischen Verabschiedung der Botschaft
dice du coût de la construction de logements a une impor- und Vergebung der Bauarbeiten entsteht. Mit der Prüfung die-
tance économique de premier ordre et qu'on ne dispose d'au- ser Forderung hat das Amt für Bundesbauten (AFB) die Konfe-
cun autre chiffre pour actualiser ceux qu'on connaît. On regret- renz der Bauorgane des Bundes beauftragt, die ihrerseits un-
Schweizerisches Bundesarchiv, Digitale Amtsdruckschriften
Archives fédérales suisses, Publications officielles numérisées
Archivio federale svizzero, Pubblicazioni ufficiali digitali
Motion Plattner Sozialjahr statt Numerus clausus
Motion Plattner Pour une période de travail social en lieu et place du numerus clausus
In Amtliches Bulletin der Bundesversammlung
Dans Bulletin officiel de l'Assemblée fédérale
In Bollettino ufficiale dell'Assemblea federale
Jahr 1994
Année
Anno
Band I
Volume
Volume
Session Frühjahrssession
Session Session de printemps
Sessione Sessione primaverile
Rat Ständerat
Conseil Conseil des Etats
Consiglio Consiglio degli Stati
Sitzung 05
Séance
Seduta
Geschäftsnummer 93.3414
Numéro d'objet
Numero dell'oggetto
Datum 07.03.1994 - 17:15
Date
Data
Seite 103-105
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Pagina
Ref. No 20 024 006
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