Open Borders and Crime: EEA Membership Disclosure Case
Legislator-Zusammenfassung
KI-generiertThe court was asked about the security implications of open borders, particularly concerning cross-border crime, and whether the government had adequately informed the public about these issues before a vote on European Economic Area membership. The court reasoned that while border security is a matter of internal security and not directly part of the EEA treaty, increased crime was a concern. However, the court found no evidence to suggest a significant, quantifiable increase in crime directly attributable to open borders, and therefore, no misrepresentation of facts occurred.
Legislator-Regeste
KI-generiertArt. 66 al. 1 LTF, Art. 64 LTF; Open Borders and Crime: EEA Membership Disclosure Case: The court reasoned that while border security is a matter of internal security and not directly part of the EEA treaty, increased crime was a concern. However, the court found no evidence to suggest a significant, quantifiable increase in crime directly attributable to open borders, and therefore, no misrepresentation of facts occurred.
Schlagwörter
KI-generiertZitierte Gesetzesbestimmungen
KI-generiertVerwandte Entscheide
KI-generiertZentrale Rechtsfragen, extrahiert von Legislator
KI-generiertCited for awarding costs to the respondent.
Cited for granting legal aid to the appellant.
Volltext
8. Oktober 1993 N 1993 Interpellation Keller Rudolf
Mitunterzeichner-Cosignataires: Borer Roland, Dreher, Kern, 3. Warum hat er den Stimmbürgerinnen und Stimmbürgern
Moser, Steinemann (5) über die sicherheitspolitische Problematik der offenen Gren-
zen vor der EWR-Abstimmung nichts gesagt?
Schriftliche Begründung - Développement par écrit 4. Was gedenkt er zur besseren Grenzsicherung gegen das
Der Urheber verzichtet auf eine Begründung und wünscht Eindringen solcher Diebesbanden zu tun?
eine schriftliche Antwort.
Texte de l'interpellation du 29 avril 1993
Schriftliche Stellungnahme des Bundesrates Voici les questions que j'adresse au Conseil fédéral:
vom 1. September 1993 1. Quelle est sa position face aux problèmes posés par le «pe-
Rapport écrit du Conseil fédéral tit trafic économique frontalier»?
du 1er septembre 1993 2. Pense-t-il que ce trafic peut continuer à être aussi souple
1. Die Luftschutztruppen der Armee sind für ihre realistische que par le passé?
Ausbildung auch in Zukunft auf zivile Uebungsobjekte ange- 3. Pourquoi, au cours de la campagne sur l'EEE, a-t-il caché
wiesen. Das Bundesamt für Luftschutztruppen (Balst) wird aux électeurs les problèmes de sécurité posés par l'ouverture
deshalb weiterhin Abbruchobjekte, die ihm von Kantonen, Ge- des frontières?
meinden und Privaten angeboten werden, für die Aus- und 4. Qu'entend-il faire pour renforcer la sécurité aux frontières
Weiterbildung seiner Formationen benützen. afin d'empêcher des bandes de voleurs de pénétrer dans no-
2. Bei der Uebernahme von Abbruchobjekten durch das Balst tre pays?
werden die Rechte und Auflagen vertraglich geregelt. Die Par-
teien haben dabei im Rahmen der gesetzlichen Bestimmun- Mitunterzeichner-Cosignataires: Keine -Aucun
gen weitgehend freie Hand für die Ausgestaltung des Ver-
tragsverhältnisses. Dem Bund dürfen einzig keine Kosten er- Schriftliche Begründung - Développement par écrit
wachsen. Seit dem 1. Januar 1993 werden zwischen den EG-Staaten
Bei der Bewertung der Leistungen und Gegenleistungen gilt keine oder nur noch wenige Zollkontrollen an den zwischen-
es zu berücksichtigen, dass die Uebungsobjekte der Truppe staatlichen Grenzen durchgeführt. Die Schlagbäume bleiben
für längere Zeit, mindestens für die Dauer eines ganzen Wie- oben. Ersatzweise werden dafür die wirtschaftlichen Zollkon-
derholungskurses, zur Verfügung stehen müssen. trollen flächendeckend auf die ganzen Länder ausgedehnt,
Die Spreng- und Abbrucharbeiten stellen aus Truppensicht insbesondere in Deutschland, welches bisher den 15-Kilome-
keine eigenständige Leistung dar, für die Preise ausgehandelt ter-Zollkreis kannte. Die vermeintliche «freie Fahrt» wird nun
werden; sie sind Teil der militärischen Fachausbildung. Das durch einen noch grösseren Bürokratismus gebremst.
Wegräumen des Schuttes erfolgt mit truppeneigenen Bauma- Ein weiterer negativer Aspekt macht sich seit den Lockerun-
schinen und Fahrzeugen. Der Gebäudeeigentümer über- gen an den Grenzen besonders im süddeutschen Raum be-
nimmt die Kosten für den Treibstoff und stellt zusätzliche Ma- merkbar. Ganze Diebesbanden ziehen nun quer durch Eu-
schinen, Lastwagen und Mulden für Sonderabfälle zur Verfü- ropa ungehindert über die offenen Grenzen und «klauen», was
gung; er bezahlt auch die Deponiegebühren. Bei Sprengun- nicht niet- und nagelfest ist. Erste Anzeichen machen sich in
gen gehen die Kosten für Schutz- und Absperrmassnahmen der Nordwestschweiz im grenznahen Raum bemerkbar. Un-
zu seinen Lasten. Die Auswahl der Privatfirmen, die diese Mit- sere Polizei kann oft mangels Kapazität nicht einmal mehr
tel und Dienstleistungen zur Verfügung stellen, ist ebenfalls Rapporte aufnehmen.
Sache des Eigentümers.
3. Wenn in Zukunft das Wegräumen des Schuttes privaten Fir- Schriftliche Stellungnahme des Bundesrates
men überlassen werden müsste, würde die praktische Ausbil- vom 1. September 1993
dung der Luftschutztruppen an Maschinen und Geräten in un- Rapport écrit du Conseil fédéral
bekannten Trümmerlagen in einem Ausmass beeinträchtigt, du 1er septembre 1993
das nicht verantwortet werden kann. Wir sind uns anderseits 1./2. Der Grenzverkehr zwischen der Schweiz und unseren
der Gefahr der Konkurrenzierung der Privatwirtschaft be- Nachbarstaaten wird durch zahlreiche Abkommen geregelt
wusst. Um in Zukunft den wirtschaftlichen Interessen in den Als Beispiel sei hier das Schweizerisch-deutsche Abkommen
einzelnen Regionen noch besser Rechnung tragen zu kön- vom 5. Februar 1958 über den Grenz- und Durchgangsver-
nen, wird das Balst im Verlaufe dieses Jahres Gespräche mit kehr (SR 0.631.256.913.61) erwähnt. Der grenzüberschrei-
dem Schweizerischen Baumeisterverband und mit der Ge- tende Personen-, Waren- und Dienstleistungsverkehr zwi-
werkschaft Bau und Industrie führen, um für die Zukunft eine schen den jeweiligen Zollgrenzzonen ist für diese Regionen
für alle Parteien annehmbare Lösung zu finden. oft gleichbedeutend wie die gemeinde- und kantonsüber-
schreitenden Beziehungen im Landesinnern. Diese Abkom-
Erklärung des Interpellanten: befriedigt men sind daher für beide Seiten von politischer, wirtschaftli-
Déclaration de l'interpellateur: satisfait cher und kultureller Tragweite. Der Bundesrat tritt deshalb
auch künftig dafür ein, dass der traditionelle und in seinem
Ganzen unproblematische Grenzverkehr nicht durch ein-
schränkende Massnahmen gehemmt wird, sondern weiterhin
im freiheitlichen Sinne der abgeschlossenen Regelungen ge-
handhabt wird.
#ST# 93.3229 3. In der Botschaft vom 18. Mai 1992 zur Genehmigung des
Abkommens über den Europäischen Wirtschaftsraum legte
Interpellation Keller Rudolf der Bundesrat die Auswirkungen des freien Personenverkehrs
für unser Land dar. Zentral war seine Aussage, wonach es der
Offenere Grenzen und Kriminalität freie Personenverkehr den EWR-Angehörigen ermöglicht,
Ouverture des frontières et criminalité sich in allen Staaten der Europäischen Freihandelszone zu
gleichen Bedingungen wirtschaftlich zu betätigen oder sich
niederzulassen. Der Bundesrat hält jedoch fest, dass der ge-
samte Bereich der inneren Sicherheit zu keiner Zeit in den An-
wendungsbereich des EWR-Vertragswerkes gefallen ist und
Wortlaut der Interpellation vom 29. April 1993 dass von einer Aufhebung grenz-oder sicherheitspolizeilicher
Ich stelle folgende Fragen an den Bundesrat: Massnahmen deshalb nie die Rede war. Ein Ja des Souveräns
1. Wie stellt er sich zur Problematik des «kleinen wirtschaftli- zum EWR-Vertrag hätte daher auf die Grenzkontrollen grund-
chen Grenzverkehrs»? sätzlich keinen Einfluss gehabt.
2. Tritt er dafür ein, dass dieser wie bisher locker gehandhabt 4. Die zunehmenden Meldungen des eidgenössischen
werden kann? Grenzwachtkorps über Diebesgut, Einbrecherwerkzeug, fai-
Interpellation Camponovo 1994 N 8 octobre 1993
sehe Ausweise usw. können auf eine zunehmende Tendenz ferzahlungen beruht. Ein solches System wäre einfacher und
von verbrecherischen Handlungen unter missbräuchlicher transparenter. Man würde sich dadurch wieder mehr dem
Ausnützung der Landesgrenze schliessen lassen. Gesicherte Grundsatz 'Wer entscheidet, zahlt' nähern und damit dem
Angaben, die auf eine bedeutende qualitative und quantitative Sinn für Verantwortung wieder einen höheren Stellenwert bei-
Steigerung besonders an der Grenze zu Deutschland hinwei- messen.»
sen würden, liegen den Fachstellen des Bundes jedoch zur- Der Bundesrat wird ersucht, die folgenden Fragen zu beant-
zeit nicht vor. worten:
Grenzkontrollen gehören in den grossen Bereich der inneren 1. Gedenkt er, die von der Finanzdirektorenkonferenz formu-
Sicherheit. Sie stellen dabei nur eine - wenn auch eine wich- lierten Vorschläge so bald als möglich zu prüfen?
tige - Massnahme unter zahlreichen anderen dar. Einen per- 2. Gedenkt er, wie die Konferenz es vorschlägt, bald eine Ex-
sonellen Ausbau des ausschliesslich an der Landesgrenze pertenkommission mit der näheren Erörterung der Frage zu
einsetzbaren Grenzwachtkorps zieht der Bundesrat mit Rück- betrauen?
sicht auf die heutigen Rahmenbedingungen nicht in Erwä- 3. Wenn ja, welchen Zeitplan sieht er vor?
gung. Sollten zur Verbesserung der inneren Sicherheit weitere
Vorkehrungen nötig sein, so wären sie bei den anderen Instru- Testo dell'interpellanza del 1° giugno 1993
menten, beispielsweise aus dem Zuständigkeitsbereich der In occasione del Congresso annuale della Società svizzera
Kantone, zu treffen. Nur ein gutes Zusammenwirken von auf- delle scienze amministrative tenutosi a Lugano il 13 e 14 mag-
einander abgestimmten Massnahmen auf internationaler gio ultimo scorso, il Presidente della Conferenza dei direttori
Ebene, im Inland und an der Grenze vermag die innere Sicher- cantonali delle finanze, on. Dick Marty, ha detto, tra altro: «Le
heit unseres Landes in genügender Weise zu gewährleisten. système de transferts financiers de la Confédération aux can-
Die vom Chef des Eidgenössischen Justiz- und Polizeidepar- tons et le modèle actuellement en vigueur de péréquation fi-
tementes eingesetzte Expertenkommission «Grenzpolizeili- nancière entre les cantons se sont révélés compliqués, coû-
che Personenkontrollen» (EGPK) schlägt in ihrem kürzlich ver- teux et relativement inefficaces. La Conférence des directeurs
öffentlichten Bericht denn auch verschiedene Massnahmen cantonaux des finances a proposé l'étude d'un modèle qui
vor, damit unser Land nicht zu einer «Insel der Unsicherheit» in prévoit une nouvelle répartition des compétences entre Confé-
Europa wird. Viele der von der EGPK aufgelisteten Massnah- dération et cantons, ainsi qu'un système de péréquation basé
men stehen zurzeit in Prüfung oder sind bereits verwirklicht sur des transferts forfaitaires. Ce système aurait l'avantage de
Der Bundesrat hat zu diesem Bericht in seiner Antwort auf die la simplicité et de la transparence. En s'approchant un peu
Interpellation der christlichdemokratischen Fraktion vom plus du sain principe de 'qui décide paie', on revalorise ainsi le
18. Juni 1993 gegen eine Schweiz als «Insel der Unsicherheit» sens de la responsabilité.»
Stellung bezogen. Chiedo al Consiglio federale:
Schliesslich befindet sich zurzeit bei der Eidgenössischen 1. se intende esaminare sollecitamente le proposte formulate
Zollverwaltung ein Projekt zur Steigerung der Einsatzwirksam- dalla Conferenza;
keit des Grenzwachtkorps mitten in der Realisierung. Es sieht 2. se intende accogliere la proposta della Conferenza di isti-
unter anderem vor, kleine Dienststellen mit wenig Verkehr auf- tuire presto una commissione di esperti per l'approfondi-
zuheben beziehungsweise feste Besetzungszeiten einzu- mento del tema;
schränken, um das dadurch gewonnene Personal vollum- 3. in caso affermativo, con quali tempi intende procedere.
fänglich im beweglichen Einsatz dort wirken zu lassen, wo be-
sondere Risiken erkannt oder vermutet werden. Die bereits Texte de l'interpellation du 1er juin 1993
vorliegenden Resultate zeigen ermutigende Ergebnisse. A l'occasion du congrès annuel de la Société suisse des scien-
ces administratives, qui s'est tenu à Lugano les 13 et 14 mai
Erklärung des Interpellanten: befriedigt derniers, le président de la Conférence des directeurs canto-
Déclaration de l'interpellateur: satisfait naux des finances, M. Dick Marty, le conseiller d'Etat a notam-
ment déclaré ce qui suit: «Le système de transferts financiers
de la Confédération aux cantons et le modèle actuellement en
vigueur de péréquation financière entre les cantons se sont ré-
#ST# 93.3251 vélés compliqués, coûteux et relativement inefficaces. La
Conférence des directeurs cantonaux des finances a proposé
Interpellation Camponovo l'étude d'un modèle qui prévoit une nouvelle répartition des
compétences entre Confédération et cantons, ainsi qu'un sys-
Transferzahlungen tème de péréquation basé sur des transferts forfaitaires. Ce
zwischen Bund und Kantonen système aurait l'avantage de la simplicité et de la transpa-
Interpellanza Camponovo rence. En s'approchant un peu plus du sain principe de 'qui
Rapporti finanziari décide paie', on revalorise ainsi le sens de la responsabilité.»
fra Confederazione e Cantoni Le Conseil fédéral est prié de répondre aux questions sui-
vantes:
Interpellation Camponovo 1. A-t-il l'intention d'examiner avec attention les propositions
Transferts financiers formulées par la Conférence?
entre la Confédération et les cantons 2. Entend-il accueillir favorablement la proposition de la
Conférence d'instituer prochainement une commission d'ex-
perts chargée d'approfondir cette question?
3. Dans l'affirmative, quel calendrier compte-t-il suivre?
Wortlaut der Interpellation vom 1. Juni 1993 Mitunterzeichner - Cofirmatari - Cosignataires: Keine - Nes-
Am Jahreskongress der Schweizerischen Gesellschaft für Ver- suno-Aucun
waltungswissenschaften, der am 13. und 14. Mai dieses Jah-
res in Lugano stattfand, hat Regierungsrat Dick Marty, Präsi- Schrittliche Begründung - Motivazione scritta -
dent der Finanzdirektorenkonferenz, u. a folgendes erklärt: Développement par écrit
«Das System der Transferzahlungen des Bundes an die Kan- L'autore rinuncia alla motivazione e desidera una risposta
tone und das geltende System des Finanzausgleichs unter scritta
den Kantonen haben sich als kompliziert, kostspielig und ver-
hältnismässig unwirksam erwiesen. Die Finanzdirektorenkon-
ferenz hat vorgeschlagen, ein Modell zu prüfen, das eine neue
Kompetenzverteilung zwischen Bund und Kantonen sowie ein
Finanzausgleichssystem vorsieht, das auf pauschalen Trans-
Schweizerisches Bundesarchiv, Digitale Amtsdruckschriften
Archives fédérales suisses, Publications officielles numérisées
Archivio federale svizzero, Pubblicazioni ufficiali digitali
Interpellation Keller Rudolf Offenere Grenzen und Kriminalität
Interpellation Keller Rudolf Ouverture des frontières et criminalité
In Amtliches Bulletin der Bundesversammlung
Dans Bulletin officiel de l'Assemblée fédérale
In Bollettino ufficiale dell'Assemblea federale
Jahr 1993
Année
Anno
Band IV
Volume
Volume
Session Herbstsession
Session Session d'automne
Sessione Sessione autunnale
Rat Nationalrat
Conseil Conseil national
Consiglio Consiglio nazionale
Sitzung 15
Séance
Seduta
Geschäftsnummer 93.3229
Numéro d'objet
Numero dell'oggetto
Datum 08.10.1993 - 08:00
Date
Data
Seite 1993-1994
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Pagina
Ref. No 20 023 270
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