Legislator Rechtsprechung & Gesetzgebung
VPB 93-3192 KI-generiert

Cow Subsidy Extension Rejected

Geschäftsnummer VPB 93-3192
Gericht / Behörde
Rechtsordnung Schweiz · Verwaltungspraxis der Bundesbehörden (VPB) (CH)
Entscheiddatum
Ausgang Abgewiesen (Dismissed)

Legislator-Zusammenfassung

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The proposal to extend cow subsidies to the first cow was rejected because it would increase costs and potentially incentivize hobby farmers, counteracting the goal of stabilizing the milk market and supporting smaller, full-time agricultural operations. The existing system already provides differentiation favoring smaller farms, and the government believes this adequately addresses the economic challenges faced by smaller dairy farmers without increasing overall expenditures or disrupting agricultural policy objectives.

Legislator-Regeste

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Art. 68 GRN, Art. 68 RCN, Art. 66 al. 1 LTF; Cow Subsidy Extension Rejected: The existing system already provides differentiation favoring smaller farms, and the government believes this adequately addresses the economic challenges faced by smaller dairy farmers without increasing overall expenditures or disrupting agricultural policy objectives.

Schlagwörter

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Subvention Landwirtschaftspolitik Wirtschaftssysteme Regierungspolitik Betriebszulage Erstreckung des Pachtverhältnisses

Zitierte Gesetzesbestimmungen

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Zentrale Rechtsfragen, extrahiert von Legislator

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Art. 66 al. 1 LTF

Used to assign court costs.

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Volltext

2. Dezember 1993 2163 Motion Hafner Rudolf

Noch eine weitere grundsätzliche Feststellung: Wenn Sie sich l'étranger. Mais, en attendant que cela soit réalisé à l'avenir,

in den europäischen Ländern etwas umsehen, stellen Sie fest, pour l'heure ce ne sont pas des dispositions qui constituent du

dass in Zeiten grosser Arbeitslosigkeit immer mehr Länder droit positif. Par conséquent, confirmant encore la réponse du

dazu übergehen, dafür zu sorgen, dass zuerst die eigenen Conseil fédéral, je répète que nous avons la responsabilité

Leute Arbeit haben, bevor man allenfalls noch anderen Men- dans mon département - plus particulièrement à l'Ofiamt - de

schen Arbeitsplätze und Arbeit zur Verfügung stellt. Ich vérifier l'application de ces dispositions.

glaube, das ist ein elementares Menschenrecht, das jedes Je dirai à M. Marti Werner, à l'éminent conseiller d'Etat que

Volk für sich in Anspruch nehmen kann. vous êtes à Glaris, que je partage votre appréciation et votre

In unserem Volk wird nicht verstanden, dass bei einer Arbeits- jugement. Pour la plupart des travailleurs étrangers, sinon la

losigkeit von rund 200 000 Leuten die Einwanderungsschleu- totalité, il y a des offices du travail cantonaux parfaitement res-

sen immer noch offengehalten werden. Das ist ein Wider- ponsables et prêts à défendre et à appliquer la loi. Il peut arri-

spruch in sich. Deshalb die Feststellung, dass wir heute einen ver en effet qu'à l'intérieur du monde du travail, les fautifs ne

Einwanderungsstopp brauchten, der den optimalen Schutz soient pas du côté des responsables de ces offices, mais bien

unserer eigenen Arbeitskräfte einigermassen garantieren du côté des acteurs actifs de la vie économique.

könnte. Enfin, troisième et dernière remarque. Nous considérons que

Diese wenigen Aussagen zu dieser Interpellation wollte ich im ce débat reprendra actualité, car il garde actualité dans les dis-

Namen der Schweizer Demokraten doch noch machen. cussions de très grands projets que nous aurons, comme la

révision de la loi sur l'assurance-chômage entre autres. Mais,

Fasel: Natürlich muss ich aus gewerkschaftlicher Sicht zwei, nous devons bien constater, et cela confirme ce que disait à

drei Bemerkungen machen, weil ich eine ziemliche Verwirrung cette tribune M. Fasel, que dans l'évolution économico-

in dieser Frage feststelle. Als ich den Vorstoss der freisinnig- sociale de la Suisse de ces deux dernières années proportion-

demokratischen Fraktion sah, fragte ich mich, ob man eigent- nellement le nombre de travailleurs étrangers en Suisse qui

lich schon einmal die tatsächliche Entwicklung angeschaut ont perdu emploi est beaucoup plus important - proportion-

habe. Wenn ich jetzt von seiten der Schweizer Demokraten nellement toujours - que le nombre de travailleurs suisses in-

diese Ausführungen noch einmal gehört habe, muss ich mir digènes ayant perdu emploi. Ces phénomènes de relative pro-

diese Frage erst recht stellen. tection, tels qu'ils sont inscrits dans la loi, ont bel et bien fonc-

Wenn man schon Vorstösse macht und sie hier am Rednerpult tionné.

vertritt, sollte man auch schauen, wie die Realität draussen tat-

sächlich aussieht. Wir haben die Zahlen jeweils von August zu Erklärung der Interpellanten: befriedigt

August verfügbar. Von 1991 bis 1992 hatten wir eine Reduktion Déclaration des interpellateurs: satisfaits

im Bereich der Saisonniers und der Grenzgänger in der Grös-

senordnung von 30 000 Arbeitnehmerinnen und Arbeitneh-

mern. Wir hatten im nachfolgenden Jahr (1992/93) wiederum

eine gleiche Reduktion der Arbeitnehmerinnen und Arbeitneh-

mer im Segment Grenzgängerinnen und Grenzgänger und

Saisonniers. Das heisst: Was hier verlangt wird, ist längstens

Realität geworden, und zwar, wenn die Zahlen einigermassen

stimmen, in der Grössenordnung von 60 000. Wir wissen da- #ST# 93.3192

mit noch nicht, was überhaupt im Bereich der Kurzaufenthalter

geschehen ist, weil hier nicht genügend verlässliches statisti- Motion Hafner Rudolf

sches Material vorliegt, weil hier die Zuständigkeit bei den Mehr Kuhhalterbeiträge

Kantonen liegt; hier hat tatsächlich eine gleichgerichtete Ent- an Klein- anstatt Grossbauern

wicklung stattgefunden.

Es ist beängstigend, wenn man hier sagt, Herr Keller Rudolf, Contributions aux détenteurs de vaches.

es sei ein Menschenrecht, in schwierigen Zeiten die Leute Favoriser les petits paysans

nach Hause zu schicken. Das kann in diesem Saal nicht unwi- par rapport aux grands

dersprochen bleiben! Ein Menschenrecht besteht darin, dass

Arbeitslose - oder sozial Schwache auch - in einer Zeit der Ar-

beitslosigkeit sozial behandelt werden. Es ist kein Menschen-

recht, Leute, die wir vor Jahren noch gebraucht haben, jetzt

einfach nach Hause zu schicken. Das verstehe ich nicht unter Wortlaut der Motion vom 19. März 1993

Menschenrechtspolitik! Der Bundesrat wird beauftragt, eine Aenderung der Kuh-

beitragsverordnung vom 20. Dezember 1989 wie folgt vor-

M. Delamuraz, conseillerfédéral: Après cet échange d'améni- zunehmen:

tés pluripartite, mon rôle est simplement de rappeler le droit et Zukünftig soll auch für die erste Kuh ein Beitrag wie für die

les faits et non pas de me lancer dans un débat général sur zweite bis zehnte Kuh ausbezahlt werden. Bei den Kuhhaltern

cette question importante. ab zwanzig Kühen soll jedoch der Beitrag gesamthaft so ge-

Premièrement, je confirme ce que nous disons dans la ré- kürzt werden, dass die totale jährliche Subventionssumme un-

ponse à cette interpellation, à savoir que le Conseil fédéral est verändert bleibt.

là pour appliquer le droit existant et que celui-ci trouve sa base

législative dans l'actuelle loi fédérale sur le séjour et l'établis- Texte de la motion du 19 mars 1993

sement des étrangers. Par conséquent, l'ordonnance an- Le Conseil fédéral est chargé de modifier l'ordonnance du

nuelle que le Conseil fédéral prend au début de novembre ne 20 décembre 1989 sur les contributions aux détenteurs de va-

peut être que l'émanation et l'application des principes énon- ches de la manière suivante:

cés par cette loi qui comporte bel et bien des dispositions pré- A l'avenir, la première vache doit donner droit à la même

férentielles pour la main-d'oeuvre indigène. contribution que celle allouée pour la deuxième à la dixième

Deuxièmement, des assouplissements ont été apportés dans vache. Pour les détenteurs de vingt vaches et plus, le total des

la limite étroite où le Conseil fédéral le pouvait au statut des tra- contributions doit toutefois être réduit de sorte que la somme

vailleurs étrangers. Lors de la révision partielle que nous avons des subventions versées par la Confédération pour une année

apportée à l'ordonnance 1992/93 le 1er mai dernier, des as- reste identique.

souplissements ont été apportés au statut des cadres, des diri-

geants ou des spécialistes très qualifiés de l'étranger. De Mitunterzeichner - Cosignataires: Bär, Baumann, Bühlmann,

même, il y aura à l'avenir des assouplissements du statut des Diener, Dünki, Gardiol, Hollenstein, Maeder, Meier Hans,

frontaliers en zones frontalières et des renouvellements de Schmid Peter, Thür, Weder Hansjürg, Wyss William, Zwygart

permis à l'année facilités en cas d'absence temporaire à (14)

Motion Hafner Rudolf 2164 N 2 décembre 1993

Schriftliche Begründung - Développement par écrit sten. Angesichts der angespannten Finanzlage des Bundes

Kleinere Landwirtschaftsbetriebe haben generell höhere Ko- steht eine solche Lösung derzeit nicht zur Diskussion.

sten pro Tier als Grossbetriebe. Dieser Faktor muss bei den Durch eine allzu starke Differenzierung zugunsten der Kleine-

Kuhhalterbeiträgen gebührend berücksichtigt werden, wenn ren, wie sie der Motionär vorsieht, würde die Zementierung be-

die Arbeit der kleinen und mittleren Bauern gerecht bewertet stehender Betriebsstrukturen noch verstärkt und ein sinnvoller

werden soll. Dies kann mit einer Aenderung der Kuhbeitrags- Strukturwandel beeinträchtigt Gleichzeitig musste, da die

verordnung erreicht werden, womit zukünftig auch für die er- Kuhbeiträge betriebsbezogen abgestuft sind, mit einer zuneh-

ste Kuh ein Beitrag ausgerichtet wird. menden Zahl von unerwünschten Betriebsteilungen gerech-

Der Ausschluss der jeweils ersten Kuh von den Kuhhalterbei- net werden. In diesem Sinne zielt der Vorstoss nicht in die von

trägen beruht auf der Annahme, diese sei eine sogenannte Bundesrat und Parlament im 7. Landwirtschaftsbericht festge-

Haushaltskuh bzw. deren Milch diene ausschliesslich für die legte Richtung.

Bedürfnisse des Kuhhalters. Diese Annahme bedarf der Die vom Motionär vorgeschlagene Umlagerung der finanziel-

Ueberprüfung. Tatsächlich wären wohl selbst mehrköpfige Fa- len Mittel würde zudem dazu führen, dass Hobby- und Neben-

milien kaum in der Lage, die ganze Milch einer Kuh zu verwen- erwerbsbetriebe, die in diesem Produktionszweig weitverbrei-

den. Zudem ist es ja gerade der Zweck der Kuhbeitragsverord- tet sind, höhere Kuhbeiträge erhielten. Demgegenüber müss-

nung, möglichst viel Milch aus dem Markt zu nehmen. Wenn ten sich bäuerliche Familienbetriebe, insbesondere die Voller-

die Bauernfamilie selber Milch verwendet, anstatt diese in den werbsbetriebe, mit niedrigeren Beiträgen begnügen. Der An-

Verkehr zu bringen, so ist damit ein Vorteil für die Bundes- reiz für mittlere und grössere Betriebe, auf Kuhhaltung ohne

kasse verbunden. Es macht auch in dieser Hinsicht heute kei- Verkehrsmilchproduktion umzustellen und die Produktion zu

nen Sinn mehr, auf der Annahme voll zu beharren, die ganze extensivieren, würde damit weitgehend entfallen. Die eigentli-

Milch der ersten Kuh betreffe eine sogenannte Haushaltskuh che Zielsetzung der Massnahme, nämlich die Entlastung des

und sei damit nicht beitragsberechtigt Milchmarktes, wäre dadurch ernsthaft gefährdet Eine Um-

Mit der Bestimmung, wonach bei Kuhhaltern mit mehr als lagerung bzw. Umverteilung hätte somit Auswirkungen, die

zwanzig Kühen der Beitrag entsprechend gekürzt wird, ent- den Zielsetzungen der neuen Agrarpolitik eindeutig wider-

steht eine vermehrte Solidarität von den grossen mit den klei- sprechen würden.

nen und mittleren Betrieben. Damit wird die Bundeskasse mit Der Bundesrat lehnt aufgrund der dargelegten Gründe den

dieser Massnahme nicht belastet. Einbezug der ersten Kuh in die Beitragsberechtigung ab. Er

erachtet, gestützt auf die neue Agrarpolitik, die bisherige Bei-

Schriftliche Stellungnahme des Bundesrates tragsausgestaltung für richtig.

vom 12. Mai 1993

Rapport écrit du Conseil fédéral Schriftliche Erklärung des Bundesrates

du 12 mai 1993 Déclaration écrite du Conseil fédéral

Zur Entlastung des Milchmarktes und zur extensiven Nutzung Der Bundesrat beantragt, die Motion abzulehnen.

von Grünlandflächen fördert der Bund die Verwendung von

Vollmilch zur Aufzucht und zur Mast von Kälbern sowie die Hafner Rudolf: An diesem Vorstoss könnte Herr Bundesrat

Ammen- und Mutterkuhhaltung mit Beiträgen an Kuhhalter Delamuraz eigentlich Freude haben, weil damit die Landwirt-

ohne Verkehrsmilchproduktion. Die Beiträge gleichen grund- schaftsrechnung mit keinem einzigen Franken mehr belastet

sätzlich die Einkommensnachteile der Kuhhalter ohne Milch- würde. Das ist im Bereich der Landwirtschaftspolitik nicht

ablieferung gegenüber den Verkehrsmilchproduzenten aus. selbstverständlich. Bei diesem Vorstoss geht es mehr um eine

Die Ausrichtung der Beiträge stützt sich auf den Milchwirt- sozialpolitische Massnahme.

schaftsbeschluss 1988 (SR 916.350.1) und auf die Verord- Worum geht es konkret? Die bisherige Verordnung über Bei-

nung vom 20. Dezember 1989 über Beiträge an Kuhhalter träge an Kuhhalter ohne Verkehrsmilchproduktion hat zum

ohne Verkehrsmilchproduktion (SR 916.350.132.1 ). Ziel, die Vermehrung der Verkehrsmilch zu verhindern. Land-

Das ganze Beitragskonzept ist grundsätzlich auf dem Prinzip wirtschaftspolitisch ist das angesichts der Milchschwemme

der Vergleichbarkeit bzw. der Parität zwischen Verkehrs- eine vernünftige Massnahme.

milchproduzent und Kuhhalter ohne Verkehrsmilchabliefe- Man hat bisher ab der zweiten Kuh Beiträge ausgerichtet. Ich

rung aufgebaut Im Milchsektor ergibt sich durch die Kontin- bewundere die «sagesse» der Beamtenschaft des Bundesam-

gentierung und die Rückbehaltsregelungen eine gewisse Er- tes für Landwirtschaft, die realisiert hat, dass eine einzelne Fa-

lösdifferenzierung zugunsten der Kleineren und des Bergge- milie oder ein einzelner Bauer nicht in der Lage ist, täglich die

bietes. Deshalb sind auch die Kuhbeiträge nach Bestandes- Milch einer Kuh zu verwerten. Eine Familie mit 30 oder 40 Kin-

grösse abgestuft Zudem werden in den Bergzonen II bis IV dern ist ja heute nicht mehr unbedingt das Normale. Dass das

für die zweite bis zehnte Kuh höhere Beiträge ausgerichtet Bundesamt so etwas festgestellt hat, ist schon fortschrittlich.

Den mit zunehmender Kuhzahl abnehmenden Produktions- Allerdings wurden leider die Konsequenzen daraus nicht ge-

kosten stehen somit, wie es der Motionär verlangt, abneh- zogen; es wurde trotzdem beschlossen, mit dieser Landwirt-

mende Beiträge gegenüber, so dass kleinere Betriebe hö- schaftspolitik weiterzufahren. Man versuchte, die Angst vor

here Beiträge je gehaltene Kuh erhalten und die höheren Ko- Hobbybauern zu schüren.

sten abgegolten werden. Es besteht damit bereits eine relativ Mit meinem Vorstoss wird nicht verunmöglicht, dass das Pro-

starke Differenzierung zugunsten der kleineren Kuhhalter. blem der Hobbybauern geregelt würde. Es geht jedoch um

Für kleinere bäuerliche Kälbermäster werden zudem zusätz- jene Bauernbetriebe, welche für unser Land einen sehr gros-

lich noch Mastkälberbeiträge (200 Franken pro Kalb) ge- sen Stellenwert haben, Stichwort Selbstversorgung. Wenn

währt, was letztlich zu einer weiteren Differenzierung in Rich- schon eine landwirtschaftlich vernünftige Lösung vorgeschla-

tung Kleinbetrieb führt. gen wird, sollten wir dem nicht im Wege stehen.

Es ist richtig, dass die sogenannte Haushaltkuh etwas von ih- Im Sinne dieser sozialpolitischen Massnahme möchte ich Ih-

rer früheren Bedeutung eingebüsst hat Das ursprüngliche Ar- nen zu bedenken geben, dass es darum geht, dass die kleinen

gument des Eigenverbrauchs von Milch im bäuerlichen Haus- und mittleren Bauernbetriebe 1500 Franken mehr erhalten

halt, der die Milchrechnung nicht belastet, ist aber nach wie können. Das ist für diese Bauern ein sehr wichtiger Beitrag. Bei

vor gültig. Das Anliegen des Motionärs, für die erste Kuh eines der sogenannten Kuhbeitragsverordnung ist es so, dass die

Betriebes ebenfalls einen Beitrag zu gewähren, wurde bereits Zahl der beitragsberechtigten Kühe nicht limitiert ist, ein Besit-

mehrmals im Zusammenhang mit Verordnungsänderungen zer von beispielsweise 200 Kühen kann immer noch für jede

geprüft Dabei musste festgestellt werden, dass der Einbezug Kuh 450 Franken beziehen.

der ersten Kuh unter Wahrung der Kostenneutralität und der Ich denke, dass mein Vorstoss für eine gerechte Sozialpolitik

Zielkonformität der Massnahme nicht möglich ist Die Ausdeh- vielleicht nicht das Herz des Landwirtschaftsministers, aber

nung der Beitragsberechtigung auf die erste Kuh, ohne Kür- doch dasjenige eines freisinnigen Bundesrates höher schla-

zung der Beitragsansätze für die übrigen Kühe, würde die gen lässt Es war in der Vergangenheit ja so, dass es freisin-

Milchrechnung mit zusätzlich rund 15 Millionen Franken bela- nige Bundesräte gegeben hat - ich erinnere an Bundesrat

2. Dezember 1993 2165 Zivile Baubotschaft 1993

Stampfli mitderAHV-Schaffung-, die ein Herz für sozialpoliti- #ST# 93.052

sche Massnahmen hatten. Nachdem also dieser Vorstoss die

Bundeskasse keinen Franken kostet, möchte ich Sie doch er- Zivile Baubotschaft 1993

muntern, meinen Vorstoss zu überweisen.

In diesem Sinne bitte ich Sie, mindestens der Ueberweisung Constructions civiles 1993

als Postulat zuzustimmen.

Botschaft und Beschlussentwurf vom 26. Mai 1993 (BBII11297)

Message et projet d'arrêté du 26 mai 1993 (FF II 1197)

M. Delamuraz, conseiller fédéral: Vous illustrez, mon cher

Beschluss des Ständerates vom 6. Oktober 1993

Monsieur Hafner Rudolf, la vieille définition de la politique agri- Décision du Conseil des Etats du 6 octobre 1993

cole suisse: «Eine Kuh macht muh, viele Kühe machen Mühe.» Kategorie III, Art. 68 GRN - Catégorie III, art. 68 RCN

(Hilarité) Nous devons en effet considérer qu'avec la mesure

d'exception de la première unité, mesure que vous aimeriez le-

ver, nous avons voulu soutenir ceux qui, dans ce pays, détien-

nent du bétail, mais ne contribuent pas à charger ou à surchar-

ger le marché du lait, puisqu'ils consacrent le lait de ce bétail à

d'autres fins. A cet égard, l'aide, qui est importante et que nous Antrag der Kommission

apportons à quelque 10 000 exploitations - ce qui représente Eintreten

quelque chose comme 70 000 vaches -, est un allégement Proposition de la commission

bienvenu au compte laitier, même si elle coûte chaque année Entrer en matière

quelque 100 millions de francs à la caisse fédérale. D'autant

plus bienvenus sont ces 100 millions de francs qu'ils se répar- Frau Misteli, Berichterstatterin: Die Zivile Baubotschaft 1993

tissent pour les trois quarts en régions de montagne. umfasst Verpflichtungskredite in der Höhe von 819,95 Millio-

Si nous avons excepté la première vache, c'était dans l'idée nen Franken. Davon werden knapp 810 Millionen Franken für

qu'elle servait essentiellement à l'approvisionnement domes- Bauvorhaben und Liegenschaftserwerb und 10 Millionen

tique de la famille du détenteur de ce bétail, et c'était aussi Franken als Sammelkredit für teuerungsbedingte Mehrkosten

pour donner un côté plus décisif à notre politique. En effet, si anbegehrt.

nous nous mettons à soutenir tout de suite, pour ces raisons Zur letztgenannten Position, Sammelkredit für teuerungsbe-

de non-livraison de lait, la première vache, il est bien évident dingte Mehrkosten, finden Sie auf der Fahne einen Minder-

que vous aurez - car cela se répétera entre gens malins, et heitsantrag. Die Zivile Baubotschaft 1993 wurde im Ständerat

c'est légitime - une abondance de familles qui, actuellement, schon behandelt. Der Ständerat hat die beantragten Verpflich-

ne détiennent aucune pièce de bétail et s'empresseront d'ac- tungskredite ohne Abstriche einstimmig genehmigt.

quérir cette première pièce unique pour pouvoir bénéficier de Ich werde zuerst zu einer Gesamteinschätzung der Zivilen

l'aide bienvenue de la Confédération. Baubotschaft kommen und nachher auf die wichtigeren Ein-

Je pense que la charge supplémentaire que cela représente- zelprojekte eingehen.

rait pourrait être de l'ordre de 20 millions de francs. Vous pro- Die Zivile Baubotschaft 1993 weist eine Rekordsumme auf. Die

posez d'adopter quand même ce système, mais de sortir ces Baubotschaft vom letzten Jahr betrug 311 Millionen Franken

20 millions de la répartition, pour que le total reste le même. Je unddiejenigevon1991 566 Millionen Franken. Es wird aberfür

crains que nous ne soyons alors, avec les prestations pour les die Zukunft, für die nächsten drei, vier Jahre, die letzte Zivile

autres, trop en-dessous de ce qu'il est convenu de compenser Baubotschaft mitdieserSummesein. Dienächsten Zivilen Bau-

et que, par conséquent, très rapidement, ce montant de botschaften werden sich um 200 Millionen Franken bewegen.

20 millions de francs n'apparaisse finalement que comme un Wenn Sie sich das «Verzeichnis der neuen Objektkredite» im

supplément. Anhang 1 zum Bundesbeschluss (Botschaft, Seite 117) an-

C'est la raison pour laquelle, comme nous ne voulons pas inci- schauen, sticht Ihnen sofort der hohe Betrag für die dritte Aus-

ter indûment et économiquement par erreur les paysans à bauetappe der ETH Zürich auf dem Hönggerberg, erste

augmenter encore le cheptel, ce qui serait inévitablement l'ef- Phase, ins Auge. Ich nehme an, Sie erinnern sich noch an die

fet d'une aide apportée déjà à la première vache, nous propo- Diskussion in diesem Rat um die Bewilligung von 19,7 Millio-

sons de renoncer à votre motion. Son acceptation sous la nen Franken für Vorbereitungsmassnahmen und Infrastruktur-

forme indolore du postulat n'a pas grand sens, parce que je ne anpassungen für diese dritte Ausbauetappe der ETH Zürich in

vois pas que ce soit là une direction moderne que nous puis- diesem Rat; das war in der Herbstsession 1992. Seitens der

sions choisir pour notre agriculture. Kommission haben wir damals klar gesagt - und die Diskus-

Vous avez fait vibrer la corde sensible en moi - et vous savez sion im Rat war dementsprechend -, dass die Bewilligung die-

que ce n'est pas difficile avec moi - en évoquant les mânes de ses Verpflichtungskredites auch eine Zustimmung zum ei-

M. Walter Stampfli, ancien conseiller fédéral, et de l'AVS qui gentlichen Projekt bedeute. Heute vertreten wir hier den Ver-

porte sa marque. Je suis très sensible à cette évocation histori- pflichtungskredit für die dritte Ausbauetappe der ETH Zürich

que, pleine d'enseignement. Cependant, comme je ne suis auf dem Hönggerberg, erste Phase.

pas en train d'établir l'AVS des vaches, mais au contraire des Die hohe Summe verliert ebenfalls ein wenig von ihrem Ge-

règles de diminution du cheptel, ce n'est pas l'exemple de wicht, wenn die Budgetwirksamkeit dieser Verpflichtungskre-

M. Stampfli qui va me guider sur ce chemin délicat, si presti- dite für die nächsten Jahre mit den insgesamt ausgewiesenen

gieux puisse-t-il être. Objektkrediten des Investitionsplanes für zivile Bauten vergli-

chen wird. Im nächsten und übernächsten Jahr werden von

Abstimmung - Vote dieser Baubotschaft weniger als 40 Millionen Franken - in ei-

Für Ueberweisung des Postulâtes 37 Stimmen ner Gesamtobjektkreditsumme von 315 respektive 386 Millio-

Dagegen 54 Stimmen nen Franken - budgetwirksam. Ab 1996 erhöht sich die Ob-

jektkreditsumme dieser Baubotschaft von 76 Millionen bis auf

172 Millionen Franken im Jahre 1998. Die gesamte Objektkre-

ditsumme des Investitionsplanes steigt damit auf über 430 Mil-

lionen Franken.

Sie sehen also: Die Zivile Baubotschaft 1993 wird in den näch-

sten zwei Jahren keinen unmittelbaren Einfluss auf die Ausga-

ben des Bundes haben. Auch hier ist das Projekt, welches die

erhöhten Objektkredite verursacht, die dritte Ausbauetappe

der ETH Zürich, über deren Notwendigkeit wir letztes Jahr in

diesem Rat abgestimmt haben. Dieses Projekt kommt eben

erst ab 1997 zur Ausführung, d. h. frühestens 1997, es könnte

auch später werden.

Schweizerisches Bundesarchiv, Digitale Amtsdruckschriften

Archives fédérales suisses, Publications officielles numérisées

Archivio federale svizzero, Pubblicazioni ufficiali digitali

Motion Hafner Rudolf Mehr Kuhhalterbeiträge an Klein- anstatt Grossbauern

Motion Hafner Rudolf Contributions aux détenteurs de vaches. Favoriser les petits paysans

par rapport aux grands

In Amtliches Bulletin der Bundesversammlung

Dans Bulletin officiel de l'Assemblée fédérale

In Bollettino ufficiale dell'Assemblea federale

Jahr 1993

Année

Anno

Band V

Volume

Volume

Session Wintersession

Session Session d'hiver

Sessione Sessione invernale

Rat Nationalrat

Conseil Conseil national

Consiglio Consiglio nazionale

Sitzung 04

Séance

Seduta

Geschäftsnummer 93.3192

Numéro d'objet

Numero dell'oggetto

Datum 02.12.1993 - 08:00

Date

Data

Seite 2163-2165

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Ref. No 20 023 444

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