Switzerland's Child Protection Action Plan and Federalism Challenges
Legislator-Zusammenfassung
KI-generiertThe Swiss Federal Council is committed to developing a national action plan for child protection, aligning with international conventions. However, due to the decentralized nature of child welfare responsibilities in Switzerland, with cantons holding primary jurisdiction in areas like education and childcare, creating a unified federal plan presents challenges. To address this, the government is prioritizing the ratification of the UN Convention on the Rights of the Child, believing it will provide a clearer framework for implementing national and international obligations, with a formal message to parliament expected in early 1994. The Council also supports existing international and Swiss non-governmental organizations' efforts in child development and welfare through its development aid programs.
Legislator-Regeste
KI-generiertSwitzerland's Child Protection Action Plan and Federalism Challenges: - Wie und in welchem Zeitraum möchte der Bundesrat der ein- Die Schweiz hat die «Kinderkonvention» 1991 unterzeichnet.
Schlagwörter
KI-generiertVerwandte Entscheide
KI-generiertVolltext
16. Dezember 1994 N 2483 Interpellation Rychen
Déclaration écrite du Conseil fédéral cef, annoncer que notre pays a, lui aussi, commencé à prépa-
du 28 novembre 1994 rer son plan d'action, ce qui donnerait plus de poids à sa si-
Le Conseil fédéral est prêt à accepter le postulat gnature.
- Que pense faire le Conseil fédéral dans cette affaire? A-t-il
Le président: M. Berger combat cette intervention. La discus- déjà commencé à élaborer un plan d'action national?
sion est renvoyée. - Comment et à quelle date le Conseil fédéral souhaite-t-il
donner suite à l'engagement qu'il a pris?
Verschoben - Renvoyé
Mitunterzeichner - Cosignataires: Binder, Bühler Simeon,
Couchepin, Daepp, Dünki, Fischer-Hägglingen, Grendel-
meier, Hess Peter, Mauch Ursula, Maurer, Mühlemann, Rutis-
hauser, Seiler Hanspeter, Wyss William (14)
#ST# 93.3190
Schriftliche Begründung - Développement par écrit
Interpellation Rychen Der Urheber verzichtet auf eine Begründung und wünscht
Unicef. Aktionsplan eine schriftliche Antwort.
zum Schutz der Kinder
Schriftliche Stellungnahme des Bundesrates
Unicef. Plan d'action vom 20. September 1993
pour protéger l'enfance Rapport écrit du Conseil fédéral
du 20 septembre 1993
Die Welterklärung zugunsten des Überlebens, des Schutzes
und der Entwicklung des Kindes sowie ein entsprechender
Aktionsplan für die neunziger Jahre wurden am 30. Septem-
Wortlaut der Interpellation vom 19. März 1993 ber 1990 an der Weltgipfelkonferenz für Kinder in New York
Die Schweiz hat im Rahmen der Weltgipfelkonferenz für Kin- verabschiedet. Auch die Schweiz unterzeichnete die Doku-
der die Konvention und den Aktionsplan zum Schutz, zur Ent- mente, die den Willen der Staaten zum Ausdruck bringen, dem
wicklung und zum Überleben der Kinder in den neunziger Wohl des Kindes in ihrer nationalen und internationalen Politik
Jahren unterschrieben. Unser Land hat sich damit verpflich- Priorität einzuräumen. Hauptziele von Erklärung und Aktions-
tet, einen nationalen Aktionsplan zu erarbeiten und der Uno plan sind die Ratifizierung des Übereinkommens über die
vorzulegen. Einerseits sind für die in der Konvention genann- Rechte des Kindes, die Senkung der Kindersterblichkeit, die
ten Bereiche «Familie», «Gesundheit», «Kinder in schwierigen Bekämpfung der Unterernährung, die Sicherung der Trink-
Lebensumständen», «Kind und Medien» sowie «Bildung» Ak- wasserversorgung und die Bekämpfung des Analphabetis-
tionsprogramme zu definieren. Andrerseits ist der Anteil der mus. Diese Dokumente sind politische Absichtserklärungen,
auf «human development» ausgerichteten, vom Bund finan- die völkerrechtlich nicht verbindlich sind.
zierten und unterstützten Entwicklungshilfeprogramme zu Das Eidgenössische Departement für auswärtige Angelegen-
überprüfen. heiten führte im Anschluss an die Weltgipfelkonferenz für Kin-
121 Länder haben ihren nationalen Aktionsplan in Vorberei- der eine breitangelegte Umfrage innerhalb der Bundesverwal-
tung oder bereits vorgelegt (Stand Januar 1993). Bis zum Jahr tung zur Umsetzung des Aktionsplans auf nationaler Ebene
2000 soll der Generalsekretär der Uno der Generalversamm- durch. Das Echo zeigte, dass die Erarbeitung konkreter Mass-
lung jährlich über den Fortschritt der an der Weltgipfelkonfe- nahmenpläne in der Schweiz auf besondere Schwierigkeiten
renzfür Kinder beschlossenen Programme Bericht erstatten. stösst, da für das Kind wichtige Bereiche wie Erziehung, Bil-
Es wäre wünschenswert, wenn die Vertretung der Schweiz an dung und Fürsorge hauptsächlich in die Kompetenz der Kan-
der Tagung des Unicef-Verwaltungsrates Ende April 1993 si- tone fallen. Dazu kommt, dass die Bundesverwaltung über
gnalisieren könnte, dassauch unser Land die Vorbereitungen keine Instanz verfügt, die sich allgemein mit den Bedürfnissen
ihres nationalen Aktionsplanes an die Hand genommen hat des Kindes befasst Das Eidgenössische Departement für aus-
und somit ihrer Unterschrift Nachachtung verschaffen wird. wärtige Angelegenheiten hat sich deshalb auf die Vorarbeiten
- Was gedenkt der Bundesrat in dieser Sache zu tun? Hat der für den Beitritt zum Uno-Übereinkommen von 1989 über die
Bundesrat die Erarbeitung eines nationalen Aktionsplanes be- Rechte des Kindes - eines der zentralen Anliegen der Welter-
reits an die Hand genommen? klärung wie des Aktionsplanes - konzentriert.
- Wie und in welchem Zeitraum möchte der Bundesrat der ein- Die Schweiz hat die «Kinderkonvention» 1991 unterzeichnet.
gegangenen Verpflichtung nachkommen? Nachdem das Vernehmlassungsverfahren zum Beitritt der
Schweiz zur «Kinderkonvention» ein sehr positives Resultat er-
Texte de l'interpellation du 19 mars 1993 geben hat, erteilte der Bundesrat am 5. Mai 1993 dem Eidge-
Dans le cadre du Sommet mondial pour l'enfance, la Suisse a nössischen Departement fürauswärtige Angelegenheiten den
signé la Convention sur les droits de l'enfant et la Déclaration Auftrag, eine Botschaft zum Beitritt der Schweiz auszuarbei-
mondiale en faveur de la survie, de la protection et du dévelop- ten. Diese wird zur praktischen Umsetzung der völkerrechtli-
pement de l'enfant ainsi qu'un plan d'action pour l'application chen Verpflichtungen aus der «Kinderkonvention» in der
de la déclaration mondiale dans les années 90. Notre pays Schweiz Stellung nehmen und darauf hinweisen, was auf-
s'est ainsi engagé à élaborer un plan d'action national et à le grund der verfassungsmässigen Kompetenzausscheidung in
soumettre à l'ONU. Il convient d'une part de définir des pro- die Zuständigkeit des Bundes bzw. der Kantone fällt. Die «Kin-
grammes d'action pour les domaines cités dans la conven- derkonvention» konkretisiert auf völkerrechtlich verbindliche
tion, à savoir, la famille, la santé, les enfants dans des condi- Art in einem gewissen Sinne die Anliegen von Erklärung und
tions de vie difficiles, les enfants et les médias ainsi que la for- Aktionsplan. Die Botschaft ist Anfang 1994 zu erwarten. Sie
mation. D'autre part, il importe de revoir la part des program- wird erst im Moment unterbreitet, wo die Kompetenzen für die
mes d'aide au développement axés sur le développement hu- Einhaltung der Verpflichtungen von Konvention und Aktions-
main, qui sont financés et soutenus par la Confédération. plan klar geregelt sind.
121 pays sont en train de préparer leur plan d'action national Der Aktionsplan sieht auch Massnahmen auf internationaler
ou l'ont déjà soumis à l'ONU (état janvier 1993). D'ici à Ebene vor. Bezüglich der Entwicklungszusammenarbeit hat
l'an 2000, le Secrétaire général de l'ONU adressera chaque die Direktion für Entwicklungszusammenarbeit und humani-
année à l'Assemblée générale un rapport indiquant les pro- täre Hilfe (DEH) schon seit mehreren Jahren Massnahmen für
grès réalisés s'agissant des programmes arrêtés au Sommet eine verbesserte Gesundheit, Ernährung und Schulung der
mondial pour l'enfance. Kinder in ihre Strategien und Aktionen integriert. Zu diesem
Il serait souhaitable que la représentation suisse puisse, fin Zweck unterstützt sie die Anstrengungen der entsprechenden
avril 1993, lorsque siégera le Conseil d'administration de l'Uni- internationalen Organisationen wie der Unicef (Kinderhilfs-
Interpellation Sieber 2484 N 16 décembre 1994
fonds der Vereinten Nationen), der Weltgesundheitsorganisa- 3. Ne pense-t-il pas qu'un taux d'alcoolémie limité à 0 pour
tion (WHO) sowie schweizerischer Nichtregierungsorganisa- mille au volant est la mesure la plus efficace contre les acci-
tionen (Pestalozzi-Stiftung/Hilfe für die Kinder in der Dritten dents dus à l'alcool?
Welt, Kinder der Welt, Fondation Terre des hommes). In
Bangladesch unterstützt sie beispielsweise das «Bangladesh Mitunterzeichner - Cosignataires: Bischof, Daepp, Gross An-
Rural Advancement Committee» (Brac), eine Nichtregierungs- dreas, Maeder, Meier Samuel, Scherrer Werner, Stalder, Stef-
organisation, welche sich der Arbeit auf den Gebieten der fen, Steiger Hans, Weder Hansjürg, Zwygart (11)
Schulung, der Gesundheit von Mutter und Kind, der Impfkam-
pagnen und der Achtung der Rechte von Minderjährigen wid- Schriftliche Begründung-Développement par écrit
met Brac ist zum Vorbild für viele ähnliche Organisationen in Der Urheber verzichtet auf eine Begründung und wünscht
zahlreichen Entwicklungsländern geworden. eine schriftliche Antwort
Im Rahmen ihrer multilateralen Entwicklungszusammenarbeit
leistet die DEH einen gewichtigen Beitrag an Unicef (1991:18 Schriftliche Stellungnahme des Bundesrates
Millionen Schweizerfranken). Der Kinderhilfsfonds der Verein- vom 26. September 1994
ten Nationen bezweckt, die Gesundheit von Müttern und Kin- Rapport écrit du Conseil fédéral
dern durch eine Reihe von Massnahmen zu verbessern: Impf- du 26 septembre 1994
programme, verbesserte Ernährung, Trinkwasserzugang, Alkoholmissbrauch und Tabakkonsum gehören für den Bun-
Grundschulung, günstigere RahmenbedingungenfürStadtkin- desrat zu den wichtigsten aktuellen Gesundheitsproblemen
der, bessere gesundheitliche Voraussetzungen für die Mütter. (siehe Bericht über die Legislaturplanung 1991-1995,
S. 11 Off.), vor allem wegen deren gesundheitsschädigenden
Erklärung des Interpellanten: befriedigt Wirkung und der damit verbundenen Sterblichkeit In der
Déclaration de l'interpellateur: satisfait Schweiz sind jährlich mehr als 13 000 Todesfälle darauf zu-
rückzuführen (10000 allein auf das Rauchen, die wichtigste
vermeidbare Todesursache). Die Gesamtzahl der Todesfälle
durch illegale Drogen, Aids, Suizid und Verkehrsunfälle wird
damit überstiegen.
#ST# 94.3276 1. Im Zusammenhang mit der Prävention des Tabakkonsums
und der alkoholbedingten Probleme bereitet das Bundesamt
Interpellation Sieber für Gesundheitswesen (BAG) - es ist auf nationaler Ebene für
Tabak- und Alkoholmissbrauch. diese Probleme verantwortlich - zurzeit einen Massnahmen-
Prävention katalogvor, der auf den Empfehlungen internationaler Organi-
sationen (Weltgesundheitsorganisation, Europarat, Europäi-
Prévention de la tabagie sche Union) und nationaler Organisationen (Eidgenössische
et de l'alcoolisme Expertenkommissionen für Alkohol- und Tabakfragen) ba-
siert.
Bei der Prävention der alkoholbedingten Probleme sollten
sich die Massnahmen grundsätzlich auf die Herabsetzung des
problematischen Konsums, insbesondere auf die Verminde-
Wortlaut der Interpellation vom 17. Juni 1994 rung des chronischen und unangemessenen Alkoholgenus-
Im Vorfeld der eidgenössischen Volksabstimmung vom ses, ausrichten (z. B. am Steuer oder am Arbeitsplatz).
28. November 1993 über die Volksinitiative zur Verminderung Bei der Prävention des Tabakkonsums sollten die Massnah-
der Alkoholprobleme und die Volksinitiative zur Verminderung men bezwecken, dass die Anzahl neuer Raucherinnen und
der Tabakprobleme (Zwillings-lnitiativen) wurde von Geg- Raucher gesenkt und die Nichtraucher und Nichtraucherin-
nern - zu denen auch der Bundesrat gehörte - erklärt, dass nen vor unfreiwilliger Beeinträchtigung geschützt werden. Fer-
Präventionsmassnahmen zur Verminderung der in diesen Vor- ner sollte die Zahl der Raucherinnen und Raucher, die das
lagen aufgeworfenen Probleme unbestritten und notwendig Rauchen aufgeben, erhöht werden.
seien. Ich stelle dem Bundesrat darum folgende Fragen: Zudem hat der Bundesrat mit Beschluss vom 27. April 1994
1. Welche Massnahmen hat der Bundesrat seit der Volksab- entschieden, die Revision von Artikel 32bis der Bundesverfas-
stimmung über die Zwillings-lnitiativen zur Unterstützung von sung sowie aller anderen Bestimmungen der Bundesverfas-
Massnahmen gegen den Alkohol- und Tabakmissbrauch er- sung, bei denen Suchtmittel betroffen sind, an die Hand zu
griffen? nehmen (Absinthverbot, Kleinhandelsbeschränkungen durch
2. Ist der Bundesrat bereit, in Zusammenarbeit mit den ent- die Kantone, Verteilung des Reinertrages der Eidgenössi-
sprechenden Fachorganisationen eine umfassende Kampa- schen Alkoholverwaltung usw.). Ziel dieser Revision ist es,
gne zu starten, welche sich in ihrer Breitenwirkung an die Kam- eine auf die Zukunft gerichtete Verfassungsgrundlage im
pagne gegen die Immunschwächekrankheit Aids anlehnt? Suchtmittelbereich zu erarbeiten.
Falls ja, wann ist mit einer solchen Kampagne zu rechnen? 2. Der Bund hat für die Aidsprävention eine ganze Reihe von
3. Teilt der Bundesrat die Ansicht, dass eine Null-Promille- Massnahmen eingeleitet, darunter eine breitangelegte natio-
Grenze eine der wirksamsten Massnahmen gegen Verkehrs- nale Medienkampagne, budgetiert mit jährlich 4,5 Millionen
unfälle unter Alkoholeinfluss darstellt? Franken.
Heute verfügt das BAG zur Prävention von Alkoholmissbrauch
Texte ote l'interpellation du 17 juin 1994 und Tabakkonsum über einen jährlichen Budgetbetrag von
Durant la campagne précédant la votation populaire du rund einer Million Franken (alle Massnahmen eingeschlos-
28 novembre 1993 sur l'initiative populaire pour la prévention sen: primäre, sekundäre und tertiäre Prävention sowie Kam-
des problèmes liés à l'alcool et l'initiative populaire pour la pré- pagnen). Infolge dieser sehr knapp bemessenen Finanzen
vention des problèmes liés au tabac (initiatives jumelles), les und des zu geringen Personalbestandes in den Bereichen Al-
opposants, dont le Conseil fédéral faisait partie, ont déclaré kohol und Tabak, ist es derzeit nicht möglich, gegen Alkohol-
que nul ne contestait la nécessité de prendre des mesures pré- missbrauch und Tabakkonsum eine ähnliche nationale Medi-
ventives afin d'atténuer les problèmes évoqués dans ces deux enkampagne wie diejenige gegen Aids durchzuführen.
initiatives. Medienkampagnen sind auch nur Teil der Prävention; sie ge-
1. Quelles mesures le Conseil fédéral a-t-il prises depuis la vo- nügen allein noch keinesfalls. Trotz seines bescheidenen
tation populaire pour lutter contre l'abus de tabac et d'alcool? Handlungsspielraumes hat der Bundesrat bereits heute ver-
2. Est-il prêt à lancer, en association avec les organisations schiedene Massnahmen (Finanzierungsbeiträge) zur Präven-
spécialisées, une vaste campagne, d'une aussi grande portée tion des Tabakkonsums und der alkoholbedingten Probleme
que la campagne contre le Sida? Si oui, quand compte-t-il le getroffen. Diese Massnahmen wurden in enger Zusammen-
faire? arbeit mit zahlreichen Partnern entwickelt, um so die be-
Schweizerisches Bundesarchiv, Digitale Amtsdruckschriften
Archives fédérales suisses, Publications officielles numérisées
Archivio federale svizzero, Pubblicazioni ufficiali digitali
Interpellation Rychen Unicef. Aktionsplan zum Schutz der Kinder
Interpellation Rychen Unicef. Plan d'action pour protéger l'enfance
In Amtliches Bulletin der Bundesversammlung
Dans Bulletin officiel de l'Assemblée fédérale
In Bollettino ufficiale dell'Assemblea federale
Jahr 1994
Année
Anno
Band IV
Volume
Volume
Session Wintersession
Session Session d'hiver
Sessione Sessione invernale
Rat Nationalrat
Conseil Conseil national
Consiglio Consiglio nazionale
Sitzung 15
Séance
Seduta
Geschäftsnummer 93.3190
Numéro d'objet
Numero dell'oggetto
Datum 16.12.1994 - 08:00
Date
Data
Seite 2483-2484
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