Legislator Rechtsprechung & Gesetzgebung
VPB 93-3154 KI-generiert

Agricultural Law Amendment for Competitiveness and Quality Product Protection

Geschäftsnummer VPB 93-3154
Gericht / Behörde
Rechtsordnung Schweiz · Verwaltungspraxis der Bundesbehörden (VPB) (CH)
Entscheiddatum
Ausgang Abgewiesen (Dismissed)

Legislator-Zusammenfassung

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The court considered a motion proposing to improve the competitiveness of Swiss agricultural production by optimizing the market positioning of domestic products, aiming to maintain and increase their market share to secure agricultural income. The motion requested an amendment to the Agricultural Law to protect quality products. The court reasoned that the agricultural sector's competitiveness is significantly influenced by upstream and downstream sectors, and that regulations and subsidies in these areas should be reduced to align the agricultural industry more closely with market conditions and lower production costs.

Legislator-Regeste

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Art. 18 halten, Art. 18 L'A; Agricultural Law Amendment for Competitiveness and Quality Product Protection: The motion requested an amendment to the Agricultural Law to protect quality products. The court reasoned that the agricultural sector's competitiveness is significantly influenced by upstream and downstream sectors, and that regulations and subsidies in these areas should be reduced to align the agricultural industry more closely with market conditions and lower production costs.

Schlagwörter

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Landwirtschaftsrecht Subvention Gemeinsame Organisation der Agrarmärkte Agrar- und Ernährungwirtschaft Beihilfen im Agrarsektor Antitrustgesetzgebung

Zitierte Gesetzesbestimmungen

KI-generiert
Art. 18 halten
Vorweg sei festge- Le Conseil fédéral est invité à élaborer un manuel à l'article 18
Art. 18 L'A
The motion requests an addition to Article 18 of the Agricultural Law to ensure the protection of quality products.
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Art. 18 L'A

The motion requests an addition to Article 18 of the Agricultural Law to ensure the protection of quality products.

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Volltext

21. September 1993 609 Landwirtschaftliche Produkte. Motionen

#ST# 93.113 #ST# 93.3153

Folgeprogramm Motion Beerli

nach der Ablehnung Schutz einheimischer Qualitätsprodukte

des EWR-Abkommens

(Swisslex) Protection des labels de qualité

Arbeitsgesetz. Aenderung

Programme consécutif

au rejet de l'Accord EEE

(Swisslex) Wortlaut der Motion vom 18. März 1993

Loi sur le travail. Modification Die Wettbewerbsfähigkeit der schweizerischen landwirtschaft-

lichen Produktion muss verbessert werden, indem die Land-

Differenzen-Divergences wirtschaftsprodukte und Nahrungsmittel auf dem Markt opti-

mal positioniert werden. Das Ziel ist, den Marktanteil der ein-

Siehe Seite 258 hiervor-Voir page 258 ci-devant heimischen Nahrungsmittel zu halten und zu steigern, um das

Beschluss des Nationalrates vom 17. Juni 1993 landwirtschaftliche Einkommen zu sichern; um dies zu errei-

Décision du Conseil national du 17 juin 1993

chen, soll der Verkauf von Produkten, die im Vergleich mit Vor-

teilen aufwarten können, gefördert und die qualitative Unter-

scheidung gegenüber Konkurrenzprodukten herausgearbei-

tet werden.

Antrag der Kommission Wir ersuchen den Bundesrat, eine Ergänzung zum Artikel 18

Festhalten des Landwirtschaftsgesetzes auszuarbeiten, die den Schutz

Proposition de la commission der Qualitätsprodukte gewährleisten soll.

Maintenir

Texte de la motion du 18 mars 1993

Gemperli, Berichterstatter: Die vorliegende Revision des Ar- II faut améliorer la compétitivité de la production agricole

beitsgesetzes ist ebenfalls ein Relikt aus dem Eurolex-Paket, suisse par le positionnement optimal des produits agricoles et

es wurde ins Swisslex-Paket übernommen. Der Ständerat hat alimentaires. L'objectif est de maintenir et améliorer la part du

die Vorlage bereits beraten und in der Aprilsession dieses marché pour les produits alimentaires d'origine indigène par

Jahres gutgeheissen. Der Nationalrat hat aber mit 49 la promotion de produits avec un avantage comparatif et en re-

zu 29 Stimmen Nichteintreten auf diese Vorlage beschlossen. cherchant la distinction qualitative par rapport aux produits

Für den Ständerat stellt sich daher die Frage, ob er an seinem concurrents, dans le but de maintenir le revenu agricole.

ursprünglichen Beschluss festhalten will. Vorweg sei festge- Le Conseil fédéral est invité à élaborer un manuel à l'article 18

halten, dass das Ganze kaum eine weltbewegende Sache ist de la loi sur l'agriculture, visant à garantir une protection des

Vor allem besteht kein Grund, über eine negative Uebung an labels de qualité.

diesem Gesetz ein Exempel statuieren zu wollen und die

Grundsatzfrage nach Sinn und Zweck von Swisslex an diesem Mitunterzeichner - Cosignataires: Bisig, Bühler Robert, Bütti-

Gesetz durchzuspielen. ker, Flückiger, Loretan, Martin Jacques, Petitpierre, Rhinow,

Diese Vorlage beinhaltet, wenn man sie auf ihren materiellen Rhyner, Salvioni, Schiesser, Schoch (12)

Gehalt hin prüft, lediglich eine Ausweitung des Anwendungs-

bereichs. Einerseits werden die Vorschriften über die Gesund-

heitsvorsorge auf die Verwaltung des Bundes anwendbar er-

klärt, und andererseits sollen bestimmte Arbeitnehmerkatego- #ST# 93.3154

rien, Kader und Assistenten beispielsweise, die bisher nicht

eingeschlossen waren, neu den Schutzvorschriften des Ge- Motion Beerli

setzes unterstellt werden. Ich glaube, das Ganze ist sehr un-

problematisch. Das wurde auch anlässlich des Hearings vom Abbau von Vorschriften in

1. April 1993 mit Vertretern der Arbeitgeber und der Arbeitneh- vorgelagerten Bereichen der

mer festgestellt. landwirtschaftlichen Produktion

Geltend gemacht wurde im Nationalrat beim Nichteintretens- Production agricole. Abrogation

antrag vor allem, dass das Arbeitsgesetz ohnehin revidiert des dispositions portant sur les secteurs

werde. Es läuft zurzeit tatsächlich eine entsprechende Ver-

nehmlassung. Wichtigste Punkte der Revision sind die Gleich-

situés en amont

stellung von Mann und Frau in den Bereichen Ruhezeit und

Arbeitszeit, die Verbesserung des Schutzes der in der Nacht

beschäftigten Arbeitnehmer und die Flexibilisierung der Ar-

beitszeitvorschrift. Die Vernehmlassungsfrist sollte am

Wortlaut der Motion vom 18. März 1993

24. September 1993 abgelaufen sein. Es wurde aber noch

Unsere Landwirtschaft weist gegenüber ihrer ausländischen

eine Verlängerung beantragt. Das Departement hofft, bis Ende

Konkurrenz erhebliche Wettbewerbsnachteile auf. Im Lichte

Jahr den Gesetzentwurf ausgearbeitet zu haben. der heutigen und kommenden Entwicklungen ist alles daran-

Wir müssen aber bedenken, dass hier wesentliche Probleme

zusetzen, um die Produktionskosten zu senken. Wir fordern

vorhanden sind, deren Beratung Zeit beansprucht. Die Revi-

deshalb den Bundesrat auf, in folgendem Bereich Massnah-

sion des Arbeitsgesetzes kann angesichts der schwierigen

men einzuleiten:

Fragen, die diskutiert werden müssen, somit nicht in kürzester

- Abbau von Vorschriften im Bereich landwirtschaftlicher Hilfs-

Zeit bewerkstelligt werden.

stoffe, soweit diese eine kostensteigernde Wirkung haben;

In Nachachtung des Grundsatzes «Verschiebe nicht auf mor- - Ueberprüfen der Zulassungsvorschriften für landwirtschaftli-

gen, was du heute kannst besorgen» beantragt Ihnen daher

che Maschinen und Traktoren im Sinne eines Verzichtes auf

die Kommission für Wirtschaft und Abgaben (WAK) mit 9

Vorschriften, die ausschliesslich für unser Land gültig sind;

zu 2 Stimmen Festhalten am Beschluss des Ständerates.

- Revision des Milchwirtschaftsbeschlusses im Sinne ver-

Angenommen -Adopté mehrten Spielraumes für die Produzenten, soweit dies nicht

bereits eingeleitet ist;

- Beseitigung kartellähnlicher Voraussetzungen im Bereich

An den Nationalrat-Au Conseil national landwirtschaftlicher Produktionsmittel.

Produits agricoles. Motions 610 21 septembre 1993

Texte de la motion du 18 mars 1993 Nous demandons donc au Conseil fédéral:

Notre agriculture subit des inconvénients majeurs sur le plan 1. de prendre les mesures nécessaires pour que les agri-

de la concurrence par rapport aux agricultures étrangères. culteurs puissent se conformer aux lois du marché et mainte-

Etant donné ce qui se passe aujourd'hui et ce qui va se passer nir ce cap;

demain, il faut tout faire pour abaisser les coûts de production. 2. dans ce but, de démanteler systématiquement, selon un ca-

Nous demandons donc au Conseil fédéral: lendrier qui sera annoncé à l'avance, les réglementations et

- d'abroger les prescriptions qui régissent le secteur des ma- les subventions qui touchent le secteur de la transformation et

tières auxiliaires de l'agriculture qui font monter les prix; de l'utilisation des produits agricoles;

- de réexaminer les prescriptions qui régissent l'homologa- 3. sachant que le secteur laitier est celui qui crée le plus de va-

tion des tracteurs et des machines agricoles en abrogeant leur ajoutée, de revoir la réglementation du marché du fro-

celles qui ne sont valables que pour notre pays; mage en:

- de réviser l'arrêté sur l'économie laitière en donnant une a. limitant les tâches de la Confédération à la réglementation

plus grande marge de manoeuvre aux producteurs, si cela et à la surveillance;

n'est déjà fait; b. redonnant aux entreprises de transformation du lait la totale

- d'éliminer les conditions qui ouvrent la porte aux ententes de compétence et l'entière responsabilité de produire aux condi-

type cartellaire dans le secteur des moyens de production tions du marché;

agricoles. c. redonnant aux fabricants et aux vendeurs de fromage leur

indépendance par rapport au marché, et ce, en supprimant

Mitunterzeichner - Cosignataires: Bisig, Bühler Robert, Bütti- progressivement les réglementations et les subventions, se-

ker, Flückiger, Loretan, Martin Jacques, Petitpierre, Rhinow, lon un échéancier qui sera fixé jusqu'en 1998.

Rhyner, Salvioni, Schiesser, Schoch (12)

Mitunterzeichner - Cosignataires: Bisig, Bühler Robert, Bütti-

ker, Flückiger, Iten Andreas, Loretan, Martin Jacques, Petit-

pierre, Rhinow, Rhyner, Salvioni, Schiesser, Schoch (13)

Frau Beerli: Ich erlaube mir, zu den drei Motionen gemeinsam

93.3155 Stellung zu beziehen, da sie einen sehr starken inneren Zu-

sammenhang aufweisen. Wurden in der vorindustriellen Land-

#ST#

wirtschaft beinahe alle Produktionsmittel, wie Saatgut, Futter-

Motion Beerli mittel oder Arbeitsgeräte, im Agrarsektor respektive in den Be-

Abbau von Vorschriften in trieben selbst hergestellt, so haben die Spezialisierung und

nachgelagerten Bereichen der die Arbeitsteilung der modernen Wirtschaft dazu geführt, dass

landwirtschaftlichen Produktion die meisten Produktionsmittel der Landwirtschaftsbetriebe

heute von ausserlandwirtschaftlichen Lieferanten, von soge-

Production agricole. Abrogation des nannten vorgelagerten Bereichen, bezogen werden. Trafen

dispositions portant sur les secteurs sich in der vorindustriellen Landwirtschaft Endverbraucher

situés en aval und Produzenten häufig direkt am Markt, so stehen heute zwi-

schen den Produzenten auf dem Bauernhof und dem Konsu-

menten mehrere Verarbeitungs-, Vertriebs- und Dienstlei-

stungsstufen, eben die nachgelagerten Bereiche. Der Land-

wirtschaftssektor im weiteren Sinne ist damit in eine umfas-

Wortlaut der Motion vom 18. März 1993 sende Kette vertikaler Aktivitäten vor-und nachgelagerter Wirt-

Mit den Bundesausgaben für die schweizerische Landwirt- schaftszweige integriert

schaft soll primär eine leistungsfähige und nachhaltige Land- Die preisliche Wettbewerbsfähigkeit der schweizerischen

wirtschaft gefördert werden. Die der landwirtschaftlichen Pro- Agrarprodukte wird zu einem erheblichen Teil durch diese ver-

duktion vor- und nachgelagerten Bereiche gilt es möglichst tikale Einbettung der Landwirtschaft in vor- und nachgelagerte

marktnah zu gestalten und von Regulierungen und Subventio- Bereiche mitbestimmt. Die Markt- und Wettbewerbsbedingun-

nen auszunehmen. gen vorgelagerter Bereiche bestimmen Niveau und Entwick-

Der Bundesrat wird deshalb aufgefordert: lung der Produktions- und Beschaffungskosten der landwirt-

1. Massnahmen zu ergreifen, welche ein marktgerechtes Ver- schaftlichen Herstellung pflanzlicher und tierischer Pro-

halten der Landwirte ermöglichen und fordern. duktion. Die Wettbewerbsverhältnisse auf nachgelagerter

2. Dazu sind die auf den Verwertungsbereich bezogenen Re- Ebene - im Verwertungsbereich - beeinflussen zu einem

gulierungen und Subventionen systematisch und nach vorzu- ebenso erheblichen Teil Niveau und Entwicklung der End-

gebendem Zeitplan abzubauen. preise der Agrarprodukte oder der verarbeiteten Agrargüter.

3. Da die landwirtschaftliche Wertschöpfung schwergewichtig Produzentenpreise und Endpreise der Agrargüter können

im Milchbereich erfolgt, ist die bestehende Käsemarktord- deshalb nicht gleichgesetzt werden. Der Preis pro Liter Milch,

nung nach folgenden Kriterien neu zu gestalten: den beispielsweise ein Milchbauer erzielt, entspricht nicht

a Beschränkung der Bundesaufgaben auf die Ordnungs- und dem Verkaufspreis, den der Konsument im Milchladen be-

Aufsichtsfunktion; zahlt Zwischen den Produzenten pflanzlicher oder tierischer

b. Wiederherstellung der vollen Verantwortlichkeit und Kom- Produkte und dem Detailhandel sind je nach Agrargütern ver-

petenz der Milchverwertungsunternehmen, marktgerechte schiedene Vertriebsstufen eingeschaltet, welche zum Teil für

Produkte zu erstellen; die hohen Schweizer Agrarpreise mitverantwortlich sind.

c. Wiederherstellung der marktwirtschaftlichen Eigenständig- Die Bundesausgaben für Landwirtschaft und Ernährung belie-

keit von Käseherstellung und -Vermarktung durch schrittwei- fen sich im Jahre 1990 auf 2,675 Milliarden Franken. 1,2 Milliar-

sen Abbau von Regulierungen und Subventionen gemäss ei- den Franken werden allein für die Verwertung landwirtschaftli-

nem zu erstellenden Terminplan bis 1998. cher Produkte - vorwiegend für die Verwertung von Milch und

Milchprodukten - eingesetzt Der hohe Anteil für Verwertungs-

Texte de la motion du 18 mars 1993 massnahmen widerspiegelt die hohe Dichte staatlicher Rege-

Les dépenses auxquelles la Confédération consent en faveur lung bei der Verwertung landwirtschaftlicher Produkte. Diese

de l'agriculture doivent servir au premier chef à Bundesgeldersollten statt füreine Finanzierungder staatlichen

promouvoir cette dernière afin qu'elle devienne durablement Marktsteuerung nachgelagerter Bereiche zur Förderung einer

performante. Il faut, pour qu'il en soit ainsi, que les secteurs si- leistungsfähigen und nachhaltigen Landwirtschaft eingesetzt

tués en amont et en aval de la production agricole soient plus werden. Damit die Landwirte als Produzenten landwirtschaftli-

proches des conditions du marché et qu'ils ne soient plus ni cher Produkte marktgerecht produzieren können, müssen im

réglementés ni subventionnés. wesentlichen folgende drei Bedingungen erfüllt sein:

Schweizerisches Bundesarchiv, Digitale Amtsdruckschriften

Archives fédérales suisses, Publications officielles numérisées

Archivio federale svizzero, Pubblicazioni ufficiali digitali

Motion Beerli Abbau von Vorschriften in vorgelagerten Bereichen der landwirtschaftlichen

Produktion

Motion Beerli Production agricole. Abrogation des dispositions portant sur les secteurs

situés en amont

In Amtliches Bulletin der Bundesversammlung

Dans Bulletin officiel de l'Assemblée fédérale

In Bollettino ufficiale dell'Assemblea federale

Jahr 1993

Année

Anno

Band IV

Volume

Volume

Session Herbstsession

Session Session d'automne

Sessione Sessione autunnale

Rat Ständerat

Conseil Conseil des Etats

Consiglio Consiglio degli Stati

Sitzung 02

Séance

Seduta

Geschäftsnummer 93.3154

Numéro d'objet

Numero dell'oggetto

Datum 21.09.1993 - 08:00

Date

Data

Seite 609-610

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Ref. No 20 023 347

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