Legislator Rechtsprechung & Gesetzgebung
VPB 93-3095 KI-generiert

Mountain Agriculture Subsidies and Livestock Unit Requirements

Geschäftsnummer VPB 93-3095
Gericht / Behörde
Rechtsordnung Schweiz · Verwaltungspraxis der Bundesbehörden (VPB) (CH)
Entscheiddatum
Ausgang Abgewiesen (Dismissed)

Legislator-Zusammenfassung

KI-generiert

This interpellation addressed the need for financial support for mountain agriculture, particularly for part-time farmers, and proposed lowering the minimum land requirement for subsidies and increasing supplementary payments for animal keepers. The government responded that while it supports mountain agriculture through existing and new direct payment systems, it would not lower the minimum livestock unit requirement, citing concerns about supporting hobby farms and maintaining future-oriented structures. The interpellator expressed satisfaction with the measures for income equalization and land area but remained dissatisfied with the livestock unit requirement, requesting further evaluation of part-time farmers' contributions.

Legislator-Regeste

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Art. 31 a LwG, Art. 31 b LwG; Mountain Agriculture Subsidies and Livestock Unit Requirements: The government responded that while it supports mountain agriculture through existing and new direct payment systems, it would not lower the minimum livestock unit requirement, citing concerns about supporting hobby farms and maintaining future-oriented structures. The interpellator expressed satisfaction with the measures for income equalization and land area but remained dissatisfied with the livestock unit requirement, requesting further evaluation of part-time farmers' contributions.

Schlagwörter

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Subvention Mindesteinkommen Einkommenserhöhung Beihilfen im Agrarsektor Betriebszulage Pachtzins

Zitierte Gesetzesbestimmungen

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Zentrale Rechtsfragen, extrahiert von Legislator

KI-generiert
Art. 31 a LwG

Used as the basis for implementing new direct payments to support mountain agriculture.

Art. 31 b LwG

Used as the basis for implementing new direct payments to support mountain agriculture.

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Volltext

Interpellation Bloetzer 258 28 avril 1993

#ST# Zweite Sitzung - Deuxième séance #ST# 93.3095

Mittwoch, 28. April 1993, Vormittag Interpellation Bloetzer

Mercredi 28 avril 1993, matin Massnahmen zugunsten

der Berglandwirtschaft

08.00 h

Mesures en faveur

Vorsitz - Présidence: Herr Piller de l'agriculture de montagne

Wortlaut der Interpellation vom 10. März 1993

Anlässlich der Beratungen zum 7. Landwirtschaftsbericht und

93.113 zur Revision des Landwirtschaftsgesetzes hat sowohl der Bun-

desrat wie auch das Parlament den Willen bekundet, im Rah-

Folgeprogramm men der neuen Landwirtschaftspolitik mit zweckmässigen

nach der Ablehnung Massnahmen zur Förderung der Berglandwirtschaft die land-

des EWR-Abkommens wirtschaftliche Bewirtschaftung der Agrarflächen und die Er-

(Swisslex) haltung der Landwirtschaft im Berggebiet sicherzustellen.

Eine lebensfähige Bauernschaft ist Voraussetzung für die Ge-

Arbeitsgesetz. Aenderung währleistung der ländlichen Besiedlung und für die Pflege und

Programme consécutif Erhaltung unserer Kulturlandschaft in den Randregionen und

au rejet de l'Accord EEE im Berggebiet Es braucht dazu nicht nur die bäuerliche Fami-

(Swisslex) lie, sondern insbesondere auch den Nebenerwerbsbauern;

Loi sur le travail. Modification ohne diesen ist es nicht möglich, das gesetzte Ziel zu er-

reichen.

Botschaft und Gesetzentwurf vom 24. Februar 1993 (BBI1805) Ich lade deshalb den Bundesrat ein, Auskunft zu geben, ob er

Message et projet de loi du 24 février 1993 (FF 1757) bereit ist, im Rahmen der Verordnungen über die Direktzah-

lungen gemäss Artikel 31 a und Artikel 31 b LwG:

1. den Rückstand beim Einkommen des Bergbauern gegen-

über dem Flachlandbauern wettzumachen und auf den Aus-

gleich der Einkommensgefälle zwischen Berggebiet und Tal-

Antrag der Kommission gebiet ein Schwergewicht zu legen;

Eintreten 2. die Mindestfläche für unterstützenswerte Landwirtschafts-

Proposition de la commission betriebe von 10 Hektaren auf mindestens 8 Hektaren zu

Entrer en matière senken;

3. die Betriebe in den Bergzonen l bis IV mit einem Zusatz-

Gemperli, Berichterstatter: Es geht im Arbeitsgesetz darum, beitrag für Tierhalter zu stützen;

dass die Massnahmen bezüglich des Schutzes der Gesund- 4. die Mindestzahl der Grossviehdüngereinheiten von 5 auf 3

heit auch auf die öffentliche Verwaltung ausgedehnt werden, zu senken.

insbesondere auf die Bundesverwaltung. Die Kantone sind

nicht einbezogen, sie sind aber ihrerseits verpflichtet, im Rah-

Texte de l'interpellation du 10 mars 1993

men ihrer Gesetzgebung diese Ausdehnung auch zu machen.

Au cours des délibérations concernant la révision de la loi sur

In diesem Sinne hat die Kommission ohne Gegenstimme Ein-

l'agriculture et le 7e rapport relatif à ce domaine, le Conseil fé-

treten beschlossen und beantragt Ihnen Zustimmung.

déral aussi bien que le Parlement ont déclaré vouloir, dans le

cadre de la nouvelle politique agricole, assurer par des mesu-

Eintreten wird ohne Gegenantrag beschlossen

res d'encouragement en faveur de l'agriculture de montagne

L'entrée en matière est décidée sans opposition

l'exploitation agricole des terrains réservés à cet effet et le

maintien de l'agriculture dans les régions de montagne.

Gesamtberatung - Traitement global

Il est indispensable d'avoir une paysannerie viable pour assu-

rer le peuplement des régions agricoles, ainsi que l'entretien

Titel und Ingress, Ziff. l, II

et le maintien de notre paysage rural dans les régions périphé-

Titre et préambule, ch. I, II

riques et celles de montagne. A cet effet, on doit pouvoir

compter non seulement sur les familles des paysans, mais

Gesamtabstimmung - Vote sur l'ensemble

aussi sur ceux pour lesquels l'agriculture est une activité se-

Für Annahme des Entwurfes 35 Stimmen

condaire; sans ces derniers, il ne sera pas possible d'atteindre

(Einstimmigkeit)

les objectifs fixés.

C'est pourquoi j'invite le Conseil fédéral à dire s'il est prêt,

An den Nationalrat-Au Conseil national

dans le cadre des ordonnances sur les paiements directs et

conformément aux articles 31 a et 31 b de la loi sur l'agriculture:

1. à faire en sorte que les revenus des paysans de montagne

soient augmentés de façon à être comparables à ceux des

paysans des plaines et à mettre l'accent sur la nécessité de

combler le fossé entre les revenus des régions de montagne

et ceux des plaines;

2. à abaisser à 8 hectares la superficie minimum, actuellement

de 10 hectares, des exploitations agricoles auxquelles il

convient d'accorder une aide;

3. à accorder un soutien aux exploitations des zones de

montagne I à IV par le versement d'une subvention complé-

mentaire aux détenteurs d'animaux;

4. à abaisser à 3 le nombre minimal, actuellement de 5, des

unités des gros bétail-fumure.

28. April 1993 259 Interpellation Bloetzer

Mitunterzeichner - Cosignataires: Cavelty, Cottier, Danioth, landwirtschaft gegen die übrige Landwirtschaft auszuspielen.

Delalay, Frick, Gadient, Küchler, Rhyner, Roth, Salvioni, Es sei an dieser Stelle erneut unterstrichen, welch eminent

Schallberger, Schmid Carlo, Seiler Bernhard, Ziegler Oswald wichtige soziale, kulturelle und staatspolitische Bedeutung

(14) unserem Bauernstand als Ganzem zukommt Unsere ge-

samte Bauernschaft ist Trägerin von Kultur und Tradition und

Schriftliche Stellungnahme des Bundesrates damit von Werten, welche ein bedeutendes Element der Iden-

vom 26. April 1993 tität und der Einheit von Land und Volk darstellen. Gerade in

Rapport écrit du Conseil fédéral Zeiten der Oeffnung und des Aufbruchs kommt der nationalen

du26avril1993 Identität und der Einheit - vor allem auch deren Trägern wie

1. Es ist die Politik des Bundesrates, die Berglandwirtschaft der Bauernschaft-eine besondere Bedeutung zu. Neben die-

mittels spezifischer Massnahmen zu unterstützen. Bereits die ser allgemeingültigen Aussage kommt aber der Berglandwirt-

bestehenden Instrumente und insbesondere die Kosten- und schaft eine besondere Bedeutung zu: Eine lebensfähige Bau-

Bewirtschaftungsbeiträge zielen in diese Richtung. Sie sollen ernschaft ist Voraussetzung für die Gewährleistung der ländli-

auch in Zukunft für die Abgeltung der Nachteile des Bergge- chen Besiedlung, der Pflege und Erhaltung unserer Kultur-

bietes eingesetzt werden. landschaft im Berggebiet. Es braucht hierzu nicht nur die bäu-

Im Sinne des Interpellanten bekundet der Bundesrat mit der erliche Familie, sondern insbesondere auch den Nebener-

Staffelung der Betriebsbeiträge gemäss Artikel 31 a LwG seine werbsbauern.

Absicht, über die neuen ergänzenden Direktzahlungen ein Zu- Es muss das Hauptziel der neuen Landwirtschaftspolitik sein,

sätzliches in dieser Hinsicht zu tun. In der Ackerbauzone und der Landwirtschaft im heutigen und vor allem im zukünftigen

in der erweiterten Uebergangszone werden 1000 Franken, in gesamtwirtschaftlichen Umfeld eine gesunde wirtschaftliche

der Uebergangszone und der voralpinen Hügelzone Grundlage zu verschaffen. Dabei müssen bestehende Mängel

1500 Franken und in den Bergzonen gar 2000 Franken und Ungerechtigkeiten ausgemerzt werden; sie dürfen nicht

Grundbeitrag je Betrieb bezahlt. noch zementiert und verfestigt werden.

Darüber hinaus zeigen Berechnungen, dass diese neuen Di- Aus dem 7. Landwirtschaftsbericht geht klar hervor, dass das

rektzahlungen in Verbindung mit Preisreduktionen zu einer Einkommen der Bauern im Berggebiet hinter demjenigen der

beachtlichen Umverteilung zugunsten des Berggebietes füh- Bauern im Talgebiet zurückliegt Das Ziel dieser Interpellation

ren. Dies ist so, weil mit den produktionsunabhängigen Flä- ist es, vom Bundesrat die Zusicherung zu erhalten, dass er be-

chenbeiträgen die Gebiete mit tieferer Intensität, wie das Berg- reit ist, ein Schwergewicht auf den Ausgleich des bäuerlichen

gebiet, gegenüber Gebieten mit höherer Intensität besserge- Einkommensgefälles zwischen Berg- und Talgebiet zu legen.

stellt werden! Die erste der vier in der Interpellation gestellten Fragen ist des-

2. Die Mindestfläche für die Beitragsberechtigung be- halb die Kernfrage; die übrigen drei Fragen stellen Teilaspekte

trägt 3 Hektaren, wobei je gesömmerte GVE und Tag 0,3 Aren dieser Hauptfrage dar.

angerechnet werden. Der volle Betriebsbeitrag wird ab Eine besondere Bedeutung kommt aberauch der Mindestzahl

9 Hektaren gewährt. Für Betriebe mit 3 bis 9 Hektaren an- der Grossviehdüngereinheiten zu. Bei fünf Grossviehdünger-

rechenbarer Nutzfläche werden nach folgender Abstufung einheiten kommen viele Nebenerwerbsbauern nicht mehr in

Betriebsbeiträge bezahlt: den Genuss des vorgesehenen Zusatzbeitrages. Die struktur-

3,00-4 Hektaren: 40 Prozent; politische Zielsetzung dieser Limite ist verständlich; es kann

4,01-6 Hektaren: 60 Prozent; jedoch nicht darum gehen, dass für weite Teile der Nebener-

6,01-8 Hektaren: 80 Prozent; werbslandwirtschaft die Beitragsberechtigung reduziert und

8,01-9 Hektaren: 90 Prozent damit das eigentliche Ziel verfehlt wird.

3. Unter dem Titel Betriebsbeitrag wird an alle Tierhalter ein Ich ersuche den Bundesrat aus diesem Grunde, seine land-

Zusatzbeitrag von 2500 Franken ausgerichtet Die Tierhal- wirtschaftspolitischen Ziele im Sinne der Interpellation erneut

tungsbetriebe haben generell höhere Fixkosten und sind ar- zu bestätigen und diese Interpellation im positiven Sinne zu

beitsmässig stärker gebunden, was die ausserbetrieblichen beantworten.

Erwerbsmöglichkeiten einschränkt Diese Gegebenheiten be-

schränken sich nicht auf Tierhalterbetriebe der Bergzonen. M. Delamuraz, conseiller fédéral: La réponse à chacune des

FürTierhalterbetriebe in den Bergzonen stehen, wie in Frage 1 questions de M. Bloetzer doit être précédée d'une brève

erwähnt, die spezifischen Instrumente zur Verfügung. considération générale qui rejoint l'introduction du dévelop-

Die Verordnung vom 14. März 1988 über Beiträge an Tierhalter pement de son interpellation.

war befristet und lief Ende 1992 aus. Um sicherzustellen, dass Cette considération générale consiste à remarquer que l'agri-

beim Uebergang von Tierhalterbeiträgen zu den ergänzenden culture de montagne a, plus encore que l'agriculture de

Direktzahlungen nach Artikel 31 a LwG keine Einkommensein- plaine, des composantes de son activité qui sont extranutri-

bussen entstehen können, wurde als Uebergangsbestim- tionnelles et qui concernent, en particulier, l'aménagement du

mung aufgenommen, dass während höchstens 5 Jahren territoire, la conservation des sols et des cours d'eau. Tout

nach Inkrafttreten der Verordnung über ergänzende Direkt- cela, naturellement, l'agriculture de plaine l'accomplit égale-

zahlungen mindestens Direktzahlungen in der Höhe der ment, mais la part et la signification de ce que doit faire l'agri-

1992 ausbezahlten Tierhalterbeiträge mit einem Zuschlag culture de montagne dans ces domaines sont encore plus

von 10 Prozent ausbezahlt werden. Ohne diese Bestimmung marquées.

würden in der Umstellungsphase kleinere Tierhaltungsbe- D'autre part, l'agriculture de montagne aune tâche de peuple-

triebe weniger Direktzahlungen erhalten als vor dem ment, une tâche économique et sociale qui est essentielle si

Systemwechsel. l'on veut bien considérer que pour une part considérable des

4. Die Mindestzahl der Grossviehdüngereinheiten wurde régions de montagne en Suisse, il n'y a d'activités économi-

bei 5 Stück belassen, da keine falschen strukturpolitischen ques possibles que celles de l'agriculture et du tourisme. C'est

Ziele gesetzt werden sollen. Das Parlament hat sich mit der dire que nous devons considérer l'agriculture de montagne

Genehmigung des 7. Landwirtschaftsberichts für zukunftsge- comme présentant une palette de multifonctionnalités plus

richtete Strukturen ausgesprochen. Ueberdies ist zu vermei- large que l'agriculture de plaine et, qu'à ce titre-là, elle mérite

den, dass Hobbybetriebe (z. B. 3 Pferde) in den Genuss der d'être honorée, d'être honorée en particulier par toute forme

ergänzenden Direktzahlungen kommen. Zudem bestehen für de paiements directs, proportionnellement plus élevés que

alle übrigen spezifischen Massnahmen im Berggebiet keine dans l'agriculture de plaine. Et c'est bien la politique qui a été

Mindestanforderungen bezüglich Tierbestand. suivie.

S'il n'a pas été possible de parvenir à une égalité de rémunéra-

Bloetzer: Am 10. März 1993 habe ich gemeinsam mit 14 Mit- tion entre la plaine et la montagne, la politique que nous avons

unterzeichnern eine Interpellation eingereicht Bevor ich de- à conduire doit y tendre et nous devons mettre en place de-

ren Begründung kurz ergänze, möchte ich klar festhalten, main, comme nous l'avons fait par le passé, des institutions

dass es mit dieser Interpellation nicht darum geht, die Berg- performantes qui accordent à cette agriculture de montagne

Interpellation Bloetzer 260 28 avril 1993

les moyens nécessaires à l'accomplissement de ses activités sur les paiements directs complémentaires, c'est-à-dire 5 ans

utiles à l'ensemble du pays et en particulier utiles au peuple- à partir du 1 er janvier 1993 puisque les deux ordonnances que

ment de régions qui sans ces activités se trouveraient aban- le Conseil fédéral a prises avant-hier ont effet au 1er janvier. Eh

données et désertées. La politique née du 7e rapport sur bien, pendant ces 5 ans, on versera au moins des paiements

l'agriculture, et dont le Conseil fédéral a formellement décidé directs équivalant à la contribution allouée en 1992 aux déten-

dans sa séance d'avant-hier en finalisant les ordonnances teurs d'animaux, majorée de 10 pour cent. Car si on n'avait

d'application des deux nouveaux articles 31 a et 31 b de la loi pas pris cette mesure, il est bien clair que les petits exploitants

sur l'agriculture, va exactement dans ce sens et elle signifie auraient reçu des paiements directs d'une valeur inférieure

même un renforcement, proportionnellement, du soutien que lors du changement de régime et rien ne justifiait cela Nous

le pays doit apporter à son agriculture de montagne. devons sans doute vouloir tendre à la modification des structu-

J'y vois de plus près maintenant en répondant concrètement res de l'agriculture, c'est cela le but que nous voulons attein-

aux quatre questions de M. Bloetzer. dre à long terme, mais il serait inconcevable de réaliser cela

Première question: les mesures spécifiques destinées à ap- d'une manière brutale, dans des délais trop courts. Il était

puyer l'agriculture de montagne faisant partie intégrante de la donc indispensable de ménager un temps de transition, de

politique du Conseil fédéral. Il a été possible, et il doit être pos- prendre des mesures transitoires qui permettent de tenir le

sible à l'avenir par le montant des contributions aux frais et à coup et qui n'exposent pas les petites exploitations - c'est es-

l'exploitation agricole du sol, de maintenir cet objectif capital sentiellement de celles-ci dont je veux parler - de la zone de

pour notre pays. Compenser les désavantages de la région de montagne à une cassure brutale qui aurait créé des problè-

montagne reste donc un objectif prioritaire. Le Conseil fédéral mes économiques impossibles.

a échelonné les contributions à l'exploitation, au sens de J'en viens à la quatrième question, et c'est peut-être la ré-

l'article 31 a tout d'abord, en manifestant sa volonté d'utiliser ponse à cette question qui sera un peu moins satisfaisante

ces nouveaux paiements directs pour apporter un soutien pour M. Bloetzer. Car en effet, afin de fixer des objectifs appro-

supplémentaire aux paysans de montagne. Ainsi, la contribu- priés du point de vue de la politique des structures, on a dû

tion de base s'élève à 1000 francs par exploitation en zone de passer au nombre minimal de 5 unités de gros bétail, ce qui

grande culture et en zone intermédiaire élargie; elle s'élève à permet d'éviter d'avoir à entretenir des institutions agricoles et

1500 francs en zone intermédiaire et dans la zone préalpine des structures qui ne sont pas porteuses d'avenir. A plusieurs

des collines; et à 2000 francs dans les zones de montagne. reprises dans le 7e rapport sur l'agriculture, nous avions fixé

Ces nouveaux paiements directs, combinés avec les réduc- cet objectif d'encourager, de maintenir, d'encadrer des entre-

tions des prix, entraînent une redistribution qui favorise la ré- prises paysannes qui soient véritablement équipées pour

gion de montagne par rapport à la répartition actuelle. Si on ar- l'avenir et nous en sommes venus à traduire ce principe

rive à ce résultat - dans un esprit que je qualifierais d'oecumé- comme devant signifier que 5 unités de gros bétail constituait

nique, qui n'est pas au détriment de la plaine, car vous avez le seuil de nos prestations. Il importe d'éviter que les exploita-

parfaitement raison, Monsieur Bloetzer, ça n'est pas un match tions gérées à titre de loisir, comme par exemple trois chevaux,

entre la plaine et la montagne qu'il faut jouer - favorable à la bénéficient de paiements directs complémentaires. C'est

région de montagne, c'est que les contributions à la surface, dans cet esprit que nous avons fixé ce seuil minimum, obser-

qui sont indépendantes de la production, avantagent les ré- vant, par ailleurs, que les autres mesures favorables à l'agri-

gions à faible intensité de production: c'est le cas des régions culture de montagne ne sont pas munies d'exigences de

de montagne par rapport aux régions à plus forte intensité de seuils et de normes minimales en ce qui concerne l'effectif de

production, comme c'est essentiellement le cas en plaine. bétail et que, par conséquent, elles jouent quelles que soient

Voilà, pour la première question. la dimension et l'occupation du domaine. Ici, s'agissant de

La seconde question est celle de la surface minimale donnant ces nouveaux paiements directs, il convenait de leur donner

droit à la contribution. Nous l'avons fixée à 3 hectares. Quanta cette limite, et cette limite de 5 unités de gros bétail nous paraît

l'unité de gros bétail en estivage - en vacances d'été -, elle la cote bien taillée.

équivaut formellement à 0,3 ares. La contribution à l'exploita- Voici ce que je pouvais répondre à l'interpellation de

tion est entièrement versée à partir de 9 hectares, c'est bien M. Bloetzer. llaété évidemment indispensable que je mette au

vrai. Seulement, entre 3 et 9 hectares on a un échelonnement point cette réponse après les décisions de détail qui ont été

graduel qui me paraît, lui encore, être intéressant pour le type prises par le Conseil fédéral lundi. Ce travail a été opéré hier.

d'exploitation agricole que l'on rencontre en montagne, le

voici: pour une surface comprise entre 3 et 4 hectares, c'est un Bloetzer: Herr Bundesrat, ich danke Ihnen für Ihre sehr detail-

montant de 40 pour cent du total maximum qui est alloué au lierte und alles in allem positive Antwort Es freut mich insbe-

producteur; à partir de 4 hectares et jusqu'à 6 hectares, sondere zu hören, dass der Bundesrat mit seiner Verordnung

60 pour cent; entre 6 et 8 hectares, 80 pour cent; entre 8 et nun klare Bedingungen geschaffen hat, damit eine Umvertei-

9 hectares, 90 pour cent; et au-delà, c'est la somme maximale. lung zugunsten des Berggebietes vorgenommen werden

A la troisième question, je puis répondre qu'il sera alloué une kann und die Voraussetzungen gegeben sind, um das er-

contribution complémentaire de 2500 francs à tous les déten- wähnte Einkommensgefälle zwischen Berg- und Talbauern et-

teurs de bétail, au titre de contribution à l'exploitation. Les ex- was auszugleichen. In diesem Sinne bin ich von der Antwort

ploitants qui détiennent des animaux ont en général des frais befriedigt

fixes fort élevés et doivent fournir un important volume de tra- Ich muss aber klar sagen, dass ich bezüglich Punkt 4 von der

vail. Ils ont donc des possibilités limitées d'exercer, en dehors Antwort nicht befriedigt bin. Ich bin der Auffassung, dass es

de leur activité strictement agricole, une autre activité lucrative dabei nicht um Hobbybauern geht, die drei oder fünf Pferde

et cette situation, qui n'est pas seulement réservée aux déten- haben, sondern es geht um unsere Kleinviehhalter, die Ne-

teurs d'animaux en région de montagne, mais dans l'ensem- benerwerbsbauern, die im Sinne der landwirtschaftspoliti-

ble, doit être prise en compte dans les barèmes distributeurs. schen Ziele eine wichtige Aufgabe übernehmen.

Or, comme je viens de le dire à propos de la première question Ich ersuche den Bundesrat, mittels Erhebungen die Bedeu-

de M. Bloetzer, les détenteurs d'animaux qui sont établis en tung der Nebenerwerbsbauern mit weniger als 25 Schafen zu

région de montagne ont droit à des mesures spécifiques. L'or- überprüfen. Im weiteren ersuche ich den Bundesrat, durch

donnance de 1988, instituant des contributions aux déten- fortlaufende Evaluationen zu überprüfen, ob sich die Berech-

teurs d'animaux, avait une durée d'application limitée. Elle est nungen, die anhand von Musterbetrieben gemacht wurden, in

arrivée à échéance à la fin de l'année précédente. Pour éviter Tat und Wahrheit auch bestätigen.

que les exploitants ne subissent des pertes de revenu lors du

passage du régime des contributions aux détenteurs d'ani- Präsident: Der Interpellant erklärt sich in den Punkten 1 bis 3

maux au régime des paiements directs complémentaires se- befriedigt und in Punkt 4 nicht befriedigt

lon l'article 31 a, donc la phase où nous nous trouvons mainte-

nant, une disposition transitoire d'une durée maximale de M. Delamuraz, conseiller fédéral: Je veux donner une ré-

5 ans a été édictée suivant l'entrée en vigueur de l'ordonnance ponse à propos de la quatrième question. Je peux vous dire

28. April 1993 261 Strassenbenützungsabgaben

que j'ai moi-même longuement discuté cet aspect avec les Güterverkehr auf der Strasse sowie die eindeutig attraktiveren

responsables de l'Office fédéral de l'agriculture, car il n'était ausländischen Bahnen zulegten, während die Schweizer Bah-

pas aisé de fixer une limite; comme nous le savons bien, c'est nen deutlich an Terrain einbüssten.

toujours un peu arbitraire à un moment donné. Wollen wir aber die Konkurrenzfähigkeit unserer Bahnen ge-

Je peux donc prendre l'engagement que nous allons observer genüber der Strasse verbessern und die Bewältigung dieses

d'une manière extrêmement attentive, dans les zones proches ständigen Mehrverkehrs nach unserer schweizerischen Fa-

des frontières, les limites de part et d'autre et comment les çon ermöglichen, d. h. so, dass er von einem Alpenland wie

choses se déroulent dans la réalité. L'instrument ordonnance der Schweiz überhaupt verkraftet werden kann, dann benöti-

est tout de même un instrument souple. Il est en main du gen wir nicht nur die Weiterführung der rechtlichen Grundla-

Conseil fédéral qui peut le changer à tout moment, et s'il n'est gen für die Strassenbenützungsabgaben: Wir benötigen viel-

pas opportun d'avoir des barèmes qui changent constam- mehr die Weiterführung in einer korrigierten Fassung, die es

ment sans doute, un minimum de continuité est en effet néces- uns gleichzeitig erlaubt, künftigen europäischen Entwicklun-

saire. Je n'exclus nullement qu'à l'observation des premiers gen rechtzeitig Rechnung zu tragen.

mois d'application de cette disposition jusqu'à la fin de cette Daraus ersehen Sie, dass wir uns mit den heutigen Vorlagen

année nous puissions apporter l'année prochaine sur ce point an einer wichtigen, sehr heiklen und brisanten Schnittstelle

et éventuellement sur d'autres des modifications et des adap- von Finanz-, Verkehrs- und Europapolitik befinden. So ist es

tations. J'examinerai ça d'une manière très attentive et nous auch nicht verwunderlich, dass im Erstrat bei der Diskussion

tiendrons au courant le Parlement. C'est quand même une dé- die Emotionen hochgingen, dass ellenlange Diskussionen

cision du Conseil fédéral. Je pense qu'elle a, pour la politique stattfanden und zahlreiche Abänderungsanträge eingebracht

agricole en général que nous avons à conduire ensemble, une wurden. Dennoch folgte der Erstrat schliesslich in grossen Zü-

certaine signification. Voilà la mise au point et la réponse com- gen dem Entwurf des Bundesrates.

plémentaire que je voulais donner. Die Kommission für Verkehr und Fernmeldewesen Ihres Rates

hat sich an ihrer zweitägigen Sitzung vom 2S./26. März 1993

eingehend mit dem brisanten Thema befasst Und auch sie

stimmt den bundesrätlichen Vorlagen weitgehend zu.

Im Unterschied zu Bundesrat und Nationalrat ergänzte die

Kommission jedoch den Beschlussentwurf A über die Weiter-

#ST# 92.012 führung der Schwerverkehrsabgabe mit einem Absatz, der

künftig eine Anpassung der Gewichtskategorieneinteilung an

Strassenbenützungsabgaben. allfällige SVG-Aenderungen erlaubt (Art. 20 Abs. 3bis [neu]).

Verlängerung und Neugestaltung Ferner will die Kommissionsmehrheit die Laufzeit des Be-

Redevances sur l'utilisation des routes. schlussentwurfes A befristen (Abs. 8), und sie schafft schliess-

lich eine Differenz zum Nationalrat bezüglich der Teuerungs-

Prorogation et refonte anpassung (Abs. 3). Auf all diese Anträge werden wir in der

Botschaft und Beschlussentwürfe vom 27. Januar 1992 (BBIII729) Detailberatung zurückkommen.

Message et projets d'arrêtés du 27 Janvier 1992 (FF II725) Nun kurz ein Wort zur kurzfristigen, speditiven Behandlung

Beschluss des Natipnalrates vom 17. März 1993 dieses Geschäftes. Die beiden ersten Vorlagen, die Be-

Décision du Conseil national du 17 mars 1993 schlussentwürfe A und B, laufen bekanntlich aufgrund der sei-

nerzeitigen Befristung Ende 1994 aus. Ohne neue Verfas-

sungsgrundlage würden diese Abgaben anschliessend nicht

mehr erhoben werden können. Dies kann sicher nicht die Ab-

sicht des Parlamentes sein. Deshalb drängt sich eine zügige,

Küchler, Berichterstatter: Obwohl wir es beim heutigen Ge- abschliessende parlamentarische Behandlung dieser Vorla-

schäft über die Strassenbenützungsabgaben grundsätzlich gen auf, damit das Geschäft dem Volk rechtzeitig zur Abstim-

mit drei verschiedenen, separaten Vorlagen zu tun haben, ste- mung unterbreitet werden kann.

hen diese doch in einem engen sachlichen Zusammenhang Gestatten Sie mir einige allgemeine Bemerkungen zu den bei-

miteinander, weshalb es sich rechtfertigt, die Eintretensde- den Beschlussentwürfen A und B. Bei der Einführung dieser

batte über die Beschlussentwürfe A, B und C gemeinsam zu beiden Beschlüsse auf den 1. Januar 1985 wurden die heute

führen. geltenden Verfassungsartikel über die Erhebung einer

Der Beschlussentwurf A möchte die Erhebung der bisherigen Schwerverkehrsabgabe bzw. einer Nationalstrassenabgabe

Schwerverkehrsabgabe verlängern; der Beschlussentwurf B befristet. Mit der Einführung dieser Abgaben betrat die

will die bisherige Autobahnvignette weiterführen, und Be- Schweiz damals Neuland. Die Befristung sollte ermöglichen,

schlussentwurf C will die Verfassungsgrundlage für die spä- nach einer Erfahrungszeit von zehn Jahren eine Standortbe-

tere Einführung einer leistungs- oder verbrauchsabhängigen stimmung vorzunehmen. Dieser Zeitpunkt ist inzwischen ge-

Schwerverkehrsabgabe schaffen. kommen.

Gleichzeitig weise ich darauf hin, dass die Vorlagen nicht nur Wir können feststellen, dass sich das Abgabesystem nach an-

verkehrspolitischer, sondern ebensosehr finanzpolitischer fänglichen Schwierigkeiten eingespielt und grundsätzlich be-

Natur sind. Gerade in letzterem Zusammenhang mussten wir währt hat. Obwohl die Abgaben bei ihrer Einführung im In- und

ja vor wenigen Tagen erfahren, dass sich die Staatsrech- Ausland sehr umstritten waren, ist deren Akzeptanz heute

nung 1992 noch trister als erwartet präsentiert, schliesst sie zweifellos vorhanden. Wir alle erinnern uns noch gut daran,

doch mit einem Defizit von etwa 4 Milliarden Franken ab. Auch dass sich das Ausland damals gegen unsere Abgaben ge-

in den kommenden Jahren drohen uns weitere jährliche Defi- sträubt und Retorsionsmassnahmen ergriffen hat Heute hat

zite in Milliardenhöhe. sich das Klima in Europa zugunsten von Strassenbenützungs-

Als Parlament sind wir aufgerufen, jede sich bietende Gele- abgaben wesentlich verbessert. So wird heute auch in der EG

genheitwahrzunehmen, um dem Bund nicht nurseine bisheri- über die Einführung von Strassenbenützungsabgaben disku-

gen Einnahmenquellen zu garantieren, sondern diese wenn tiert Ein neuer Richtlinienentwurf der EG-Kommission vom

immer möglich sogar zu verbessern. Vor diesem finanzpoliti- September 1992 will im ganzen EG-Raum Benützungsgebüh-

schen Hintergrund sind also die heutigen drei Vorlagen über ren zulassen. Erhoben werden sollen sie entweder in der Form

die Verkehrsabgaben zu betrachten. von Autobahngebühren wie in Frankreich oder aber als Vi-

Sodann haben neueste verkehrspolitische Veröffentlichungen gnette wie in der Schweiz Später soll ein harmonisiertes Sy-

ergeben, dass der Strassengüterverkehr - trotz Rezession - stem angestrebt werden.

im Jahre 1991 neue Rekordwerte aufweist. Die Gütertrans- Auch die Regierung der Bundesrepublik Deutschland hat

porte zwischen Nordeuropa und Italien beispielsweise sind kürzlich beschlossen, zusätzlich zu einer Anhebung der Mine-

auf den Rekordstand von rund 94 Millionen Tonnen angestie- ralölsteuer ab 1994 eine Autobahnvignette einzuführen, und

gen, wobei bemerkenswert ist, dass der in- und ausländische zwar sowohl für Lastwagen als auch für Personenwagen.

Schweizerisches Bundesarchiv, Digitale Amtsdruckschriften

Archives fédérales suisses, Publications officielles numérisées

Archivio federale svizzero, Pubblicazioni ufficiali digitali

Interpellation Bloetzer Massnahmen zugunsten der Berglandwirtschaft

Interpellation Bloetzer Mesures en faveur de l'agriculture de montagne

In Amtliches Bulletin der Bundesversammlung

Dans Bulletin officiel de l'Assemblée fédérale

In Bollettino ufficiale dell'Assemblea federale

Jahr 1993

Année

Anno

Band II

Volume

Volume

Session Aprilsession

Session Session d'avril

Sessione Sessione di aprile

Rat Ständerat

Conseil Conseil des Etats

Consiglio Consiglio degli Stati

Sitzung 02

Séance

Seduta

Geschäftsnummer 93.3095

Numéro d'objet

Numero dell'oggetto

Datum 28.04.1993 - 08:00

Date

Data

Seite 258-261

Page

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Ref. No 20 022 725

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