Lex Friedrich: Federal Council Rejects Full Repeal, Proposes Partial Revision
Legislator-Zusammenfassung
KI-generiertThe Swiss Federal Council considered an initiative from the Canton of Geneva to repeal the "Lex Friedrich," a law regulating the acquisition of real estate by foreigners. While acknowledging economic concerns and a desire to ease foreign investment, the Council ultimately decided against immediate repeal, citing the need for careful consideration of property, spatial planning, and housing policies, as well as international developments. Instead, they proposed a partial revision of the law, limiting the permit requirement to pure capital investments and vacation homes, and commissioned a study on potential alternative measures by early 1995.
Legislator-Regeste
KI-generiertArt. 36 Absatz, Art. 114bis al. 4 Cst, Art. 36 al. 2 RReg-SR; Lex Friedrich: Federal Council Rejects Full Repeal, Proposes Partial Revision: While acknowledging economic concerns and a desire to ease foreign investment, the Council ultimately decided against immediate repeal, citing the need for careful consideration of property, spatial planning, and housing policies, as well as international developments. Instead, they proposed a partial revision of the law, limiting the permit requirement to pure capital investments and vacation homes, and commissioned a study on potential alternative measures by early 1995.
Schlagwörter
KI-generiertZitierte Gesetzesbestimmungen
KI-generiertVerwandte Entscheide
KI-generiertZentrale Rechtsfragen, extrahiert von Legislator
KI-generiertCited as a basis for cantons attributing administrative disputes to the Federal Court, subject to Federal Assembly approval.
Cited by the commission to invite the Federal Council to submit a report and proposal on the modalities of abrogating the law.
Volltext
Lex Friedrich. Interventions 708 29 septembre 1993
Dans la mesure où les paragraphes 53 et 58 de la nouvelle loi Lex Friedrich verlangt Er begründet diese Initiative u. a mit
soleuroise sur le personnel de l'Etat élargissent le cercle des dem negativen Ausgang der EWR-Abstimmung vom 6. De-
personnes habilitées à recourir au Tribunal fédéral contre cer- zember 1992. Bei einem Beitritt hätte die Schweiz ebenfalls
taines décisions du Grand Conseil - outre les membres du eine erhebliche Vereinfachung vornehmen müssen. Das Ge-
Conseil d'Etat et des juridictions cantonales de dernière ins- setz sei anachronistisch und unnötig geworden.
tance, le secrétaire du Grand Conseil de même que le chance- Die Kommission für Rechtsfragen des Ständerates, welcher
lier d'Etat devraient avoir désormais la possibilité de recourir dieses Geschäft zur Beratung zugewiesen wurde, beschloss
au Tribunal fédéral -, cette nouvelle délégation de compé- am 25. Juni 1993 der Initiative des Kantons Genf zur Aufhe-
tence doit être approuvée par l'Assemblée fédérale. bung der Lex Friedrich grundsätzlich zuzustimmen. Sie Hess
Par lettre du 30 octobre 1992, le canton de Soleure a demandé sich dabei insbesondere von folgenden Erwägungen leiten:
l'approbation des paragraphes 53 et 58 de cette loi, dans la
mesure où ils concernent le secrétaire du Grand Conseil ainsi Erwägungen der Kommission
que le chancelier d'Etat Die Eurolex-Vorlage enthielt u. a einen Bundesbeschluss
2. L'article 114bis alinéa 4 de la Constitution fédérale prévoit zur Aenderung der Lex Friedrich, mit welchem die Voraus-
que les cantons ont le droit, sous réserve d'approbation par setzungen für den Grundstückerwerb für EWR-Bürgerinnen
l'Assemblée fédérale, d'attribuer à la Cour administrative fédé- und -Bürger erleichtert werden sollten. Milder Ablehnung des
rale la connaissance de différends administratifs en matière EWR entfiel auch die vorgesehene Oeffnung in diesem Be-
cantonale. reich.
3. Les Chambres fédérales ont aprouvé de telles délégations Angesichts der schwierigen Situation im Immobilienbereich
de compétences pour plusieurs cantons: Soleure (1980), könnte mit der Aufhebung der Lex Friedrich ein positives Zei-
Zoug, Thurgovie et Valais (1981), Schaffhouse (1986), Fri- chen gesetzt werden. Da die kantonalen Kontingente bei wei-
bourg (1987), Tessin, Neuchâtel et Soleure (1990), Claris tem nicht ausgeschöpft werden, besteht zudem auch kaum
(1992). Ils ont subordonné cette approbation à l'existence die Gefahr einer übermässigen «Invasion» von Ausländern,
d'un motif suffisant de la part du canton pour ne pas attribuer um so mehr als die Schweiz heute aus verschiedenen Grün-
certains cas aune autorité cantonale, par exemple lorsque des den für Anlagen im Immobilienbereich nicht mehr so attraktiv
magistrats cantonaux sont mêlés aune affaire, si bien que l'au- wie früher ist. Die Kantone bleiben im übrigen frei, falls nötig
torité cantonale serait en quelque sorte juge et partie. La né- Massnahmen zur Beschränkung des Grundstückverkaufs an
cessité de soumettre à la Cour fédérale des litiges touchant la Ausländer zu ergreifen.
responsabilité, dans lesquels les plus hautes instances canto- Für eine Oeffnung gegenüber Europa einerseits sowie eine
nales pourraient être impliquées, a en pratique été jugée suffi- Ankurbelung der Investitionen im Bausektor und somit die Er-
sante pour une telle attribution de compétence. haltung und Sicherung von Arbeitsplätzen andererseits stellt
die Aufhebung der Lex Friedrich nach Auffassung der Kom-
Antrag der Kommission mission für Rechtsfragen einen Schritt in die richtige Richtung
Die Kommission beantragt, dem Bundesbeschluss über die dar.
Genehmigung einer Kompetenzzuweisung des Kantons Solo- Im Sinne von Artikel 36 Absatz 2 des Geschäftsreglementes
thurn an das Bundesgericht zuzustimmen. des Ständerates lud die Kommission sodann den Bundesrat
ein, ihr einen entsprechenden Bericht und Antrag über die Mo-
Proposition de la commission dalitäten der Aufhebung des Gesetzes - unter Berücksichti-
La commission propose d'approuver l'arrêté fédéral portant gung der weiteren hängigen Vorstösse, insbesondere der par-
approbation d'une attribution de compétence au Tribunal fé- lamentarischen Initiative «93.426 (Salvioni) Vorübergehende
déral par le canton de Soleure. Aufhebung der Bewilligungspflicht beim Erwerb von Grund-
stücken durch Personen im Ausland»-zuzustellen.
Angenommen -Adopté Der Bundesrat beschloss am 25. August 1993, der Kommis-
sion Antrag zu stellen, der Standesinitiative Genf keine Folge
zu leisten. Er begründet dies wie folgt (Zusammenfassung):
An den Nationalrat-Au Conseil national «Genaue Voraussagen über wirtschaftliche Auswirkungen ei-
ner Oeffnung des Immobilienmarktes sind äusserst schwierig,
da die massgebenden Faktoren, wie vor allem die Hypothe-
karzinsen, die Baukosten und die Immobilienpreise, stark vari-
ieren und rasch umschlagen können. Aber auch die Geldent-
wertung und, damit verbunden, die Flucht in Sachwerte, politi-
#ST# 93.304 sche und wirtschaftliche Krisen sowie Gesetzesänderungen
im Ausland können eine Rolle spielen.
Standesinitiative Genf Zudem ist es schwierig, die potentielle Nachfrage einzuschät-
zen, da statistisch lediglich bekannt ist, was die Lex Friedrich
Aufhebung der Lex Friedrich an Grundstückerwerb durch Ausländer zugelassen, nicht
Initiative du canton de Genève aber, was sie verhindert hat. So war zwar die Anzahl der erteil-
Abrogation de la lex Friedrich ten Bewilligungen schon vor dem Inkrafttreten der Lex Fried-
rich am 1. Januar 1985 auf weniger als die Hälfte der Boom-
Jahre 1980 und 1981 gesunken. Im Jahre 1980 wurden
5950 Bewilligungen erteilt, im Jahre 1991 noch 1113. Die letzte
Zahl entspricht ungefähr dem jährlichen Durchschnitt der seit
Wortlaut der Initiative vom 8. April 1993 1985 erteilten Bewilligungen. 1992 stiegen die Bewilligungen
Der Grosse Rat von Republik und Kanton Genf schlägt der hingegen auf 1833. Dies ist in erster Linie einer Verdoppelung
Bundesversammlung vor, die Lex Friedrich aufzuheben. der Bewilligungen für Ferienwohnungen zuzuschreiben
(608 Bewilligungen im Jahr 1991,1203 Bewilligungen im Jahr
Texte de l'initiative du 8 avril 1993 1992). Die Statistik 1993 zeigt, dass bis zum 30. Juni 650 Be-
Le Grand Conseil de la République et Canton de Genève pro- willigungen für Ferienwohnungen erteilt wurden, was dem
pose à l'Assemblée fédérale d'abroger la lex Friedrich. Ganzjahresdurchschnitt von 1985 bis 1991 entspricht. Es ist
demnach auch für das laufende Jahr mit einem erheblichen
Herr Zimmerli unterbreitet im Namen der Kommission den fol- Anstieg der Bewilligungen im Bereich der Ferienwohnungen
genden schriftlichen Bericht: zu rechnen.
Die Lex Friedrich ist von ihrer Zielsetzung her kein raumplane-
Am 8. April 1993 reichte der Grosse Rat von Republik und Kan- risches Instrument. Durch die Begrenzung der Nachfrage hat
ton Genf eine Standesinitiative ein, welche die Aufhebung der sie jedoch Druck vom Bodenmarkt weggenommen und da-
29. September 1993 709 Lex Friedrich. Vorstösse
durch die Raumplanung indirekt erleichtert. Man wird dem- M. Zimmerli présente au nom de la commission le rapport
nach prüfen müssen, ob interne Ersatzmassnahmen zu schaf- écrit suivant:
fen sind, um unerwünschte Auswirkungen eines liberalisierten
Bodenmarktes in zumutbaren Grenzen halten zu können. Le 8 avril 1993, le Grand Conseil de la République et Canton
Obwohl sich der Bundesrat der momentan schlechten Wirt- de Genève déposait une initiative par laquelle il demande
schaftslage bewusst ist, rechtfertigt das seiner Ansicht nach l'abrogation de la lex Friedrich. Cette initiative est notamment
die sofortige Aufhebung der Lex Friedrich noch nicht Ein Ver- motivée par le résultat négatif de la votation sur l'EEE du
zicht müsste auf die Bodenrechts-, Raumplanungs- und 6 décembre 1992. En cas d'adhésion, la Suisse aurait dû tout
Wohnungspolitik abgestimmt sein und auch der politischen autant procéder à une simplification considérable de cette loi
Entwicklung im Ausland Rechnung tragen. Zu diesem Zweck devenue anachronique et inutile.
wird das EJPD eine Expertenkommission einsetzen, die bis La Commission des affaires juridiques du Conseil des Etats,
Anfang 1995 die Konsequenzen einer Aufhebung der Lex qui a été chargée de traiter cet objet, a décidé, le 25 juin 1993,
Friedrich oder gegebenenfalls eines neuen Konzepts zu prü- d'approuver en principe l'initiative du canton de Genève en fa-
fen hat. veur de l'abrogation de la lex Friedrich. Les considérants sui-
Angesichts der angespannten Wirtschaftssituation anerkennt vants ont guidé la commission dans ses réflexions.
der Bundesrat die Dringlichkeit von Aenderungen im Bereich
des Grundstückerwerbs durch Personen im Ausland, wie ver- Considérations de la commission
schiedene parlamentarische Interventionen sie fordern. Er hat Le projet Eurolex contenait, entre autres choses, un arrêté fé-
deshalb das EJPD beauftragt, umgehend einen Revisionsent- déral portant modification de la lex Friedrich par laquelle les
wurf auszuarbeiten. Dieser soll die bereits in der Eurolex-Vor- conditions d'acquisition d'immeubles devaient être assou-
lage vorgesehenen erheblichen Erleichterungen umfassen, plies pour les ressortissants de l'EEE. L'ouverture prévue dans
diese aber auf alle Ausländer ausdehnen. Er soll überdies der ce domaine n'aura pas lieu, toujours en raison du rejet de
wirtschaftlichen Situation der Bergregionen und den Bedürf- l'EEE.
nissen des Industrie- und Finanzsektors wie auch den interna- En considération de la situation difficile dans le domaine de
tionalen Verpflichtungen der Schweiz (Niederlassungsver- l'immobilier, l'abrogation de la lex Friedrich serait de nature à
träge) Rechnung tragen. Der Revisionsentwurf wird bereits donner des signes positifs. En outre, du moment que les
Ende 1993 in die Vernehmlassung geschickt contingents des cantons ne sont de loin pas épuisés, le dan-
Die Bodenpolitik kann schliesslich nicht allein unter wirtschaft- ger d'une «invasion» d'étrangers est pratiquement inexistant,
lichen Aspekten angegangen werden; ideelle, gesellschaftli- d'autant plus que les investissements immobiliers en Suisse
che und politische Faktoren spielten angesichts der Irreversi- n'ont plus l'attrait qu'ils avaient auparavant Du reste, les can-
bilität und Vielfalt der Bodennutzung ebenfalls eine wichtige tons gardent toute liberté, si nécessaire, de prendre des mesu-
Rolle. Der Bundesrat stellt daher der Kommission den Antrag, res de limitation de la vente d'immeubles aux étrangers.
der Genfer Initiative, welche die Abschaffung der Lex Friedrich La Commission des affaires juridiques est de l'avis que l'abro-
verlangt, keine Folge zu leisten.» gation de la lex Friedrich constitue une initiative opportune en
Die Kommission für Rechtsfragen befasste sich am 1. und faveur d'une ouverture à l'égard de l'Europe d'une part, pour
2. September 1993 erneut mit der Standesinitiative Genf sowie stimuler les investissements dans le secteur de la construction
der diesbezüglichen Stellungnahme des Bundesrates. Nach et garantir des places de travail d'autre part.
einer eingehenden Diskussion kam sie in Ergänzung zu den Conformément à l'article 36 alinéa 2 du Règlement du Conseil
obigen Erwägungen zu folgenden Schlüssen: des Etats, la commission a ensuite invité le Conseil fédéral à
Die Lex Friedrich ist mit Blick auf den gedrückten Immobilien- présenter son rapport et ses propositions concernant les mo-
markt rasch zu lockern. Angesichts der innenpolitischen Situa- dalités d'abrogation de la loi - en tenant compte des autres
tion kann jedoch nicht auf alle Zugangsschranken verzichtet interventions en suspens, en particulier l'initiative parlemen-
werden. Die Kommission vertritt deshalb einstimmig die Auf- taire «93.426 (Salvioni) Acquisition d'immeubles par des per-
fassung, dass in einem ersten Schritt der Standesinitiative sonnes domiciliées à l'étranger. Levée temporaire du régime
Genf insoweit teilweise Folge gegeben werden soll, als der de l'autorisation».
Bundesrat im Sinne einer Kommissionsmotion beauftragt wer- Le 25 août 1993, le Conseil fédéral a décidé de proposer à la
den soll, den eidgenössischen Räten bis spätestens im Mai commission de ne pas donner suite à l'initiative du canton de
1994 eine Vorlage zur raschen Teilrevision des Bundesgeset- Genève. Il motive sa proposition comme suit (condensé):
zes über den Erwerb von Grundstücken durch Personen im «De l'avis du Conseil fédéral, il est extrêmement difficile de pré-
Ausland (Lex Friedrich) zu unterbreiten: Die Bewilligungs- voir avec exactitude les effets économiques qu'entraînerait
pflicht soll unter Beachtung der staatsvertraglichen Verpflich- une ouverture du marché de l'immobilier. Cela parce que les
tungen der Schweiz grundsätzlich auf reine Kapitalanlagen facteurs déterminants que sont en particulier les taux hypothé-
sowie auf den Erwerb von Ferien- und Zweitwohnungen und caires, les coûts de construction et les prix de l'immobilier sont
diesen Objekten gleichzustellenden Gegenständen be- soumis à de fortes variations et peuvent connaître de rapides
schränkt werden. Auf die Bedürfnisse und Anliegen der Wirt- inversions de tendances. Par ailleurs, les dépréciations moné-
schaft sowie der Tourismus- und Bergregionen soll bei der taires et la précipitation sur les valeurs réelles qui les accompa-
Neuumschreibung der Bewilligungsgründe Rücksicht ge- gne, les crises politiques et économiques ainsi que les révi-
nommen werden. Weiter hat die neue Regelung der Bewilli- sions législatives à l'étranger exercent aussi une influence. Il
gungspflicht analoge ausländische Gesetzgebungen zu be- n'est pas non plus aisé d'évaluer la demande potentielle, car
rücksichtigen, die mit dem Recht der EG und des Gatt verein- l'on connaît seulement le nombre des acquisitions d'immeu-
bar sind. bles par des étrangers que la lex Friedrich a consenti, mais pas
Mit einem Postulat, gestützt auf die Stellungnahme des Bun- celui qu'elle a empêché. Ainsi, le nombre des autorisations ac-
desrates vom 25. August 1993 zur Standesinitiative Genf, soll cordées n'atteignait déjà plus, au moment de l'entrée en vi-
sodann der Bundesrat eingeladen werden, den eidgenössi- gueur de la lex Friedrich le 1er janvier 1985, que la moitié du
schen Räten spätestens zusammen mit der für den Mai 1994 niveau des années fortes, en 1980 et 1981. 5950 autorisations
zu unterbreitenden Vorlage zur Revision des Bundesgesetzes avaient été concédées en 1980 contre 1113 en 1991. Ce der-
über den Erwerb von Grundstücken durch Personen im Aus- nier chiffre correspond approximativement à la moyenne an-
land (Lex Friedrich) konkret Bericht darüber zu erstatten, auf nuelle des autorisations accordées depuis 1985. En revanche,
welche Weise und bis wann er diesen Erlass durch andere ge- 1833 autorisations ont été accordées en 1992. Cette évolution
setzgeberische Massnahmen, namentlich auf dem Gebiet des est essentiellement imputable aux autorisations concernant
Boden- und Raumplanungsrechts, abzulösen gedenkt. Dabei les appartements de vacances. Elles ont doublé entre 1991 et
soll insbesondere den Interessen der Bergregionen und den 1992, passant de 608 à 1203. La statistique 1993 indique que
wirtschaftlichen Bedürfnissen des Industrie- und Finanzsek- 650 autorisations concernant les appartements de vacances
tors sowie den internationalen Verpflichtungen der Schweiz ont été accordées jusqu'au 30 juin, ce qui correspond à la
Rechnung getragen werden. moyenne annuelle des années 1985 à 1991. Il faut donc aussi
Lex Friedrich. Interventions 710 29 septembre 1993
s'attendre à une forte augmentation de ce genre d'autorisa- par des personnes à l'étranger, un rapport qui indiquera de
tions pour l'année en cours. manière concrète comment et jusqu'à quand il entend rempla-
Compte tenu de son but, la lex Friedrich n'est pas un instru- cer cette législation par d'autres réglementations relevant du
ment d'aménagement du territoire. En limitant la demande, droit foncier et de l'aménagement du territoire. Dans ce
elle a toutefois permis de réduire la pression exercée sur le contexte, on tiendra compte, en particulier, des intérêts des ré-
marché foncier; d'où, indirectement, une détente sur le front gions de montagne, des besoins de l'économie, de l'industrie
de l'aménagement du territoire. Il s'agira par conséquent et du secteur financier ainsi que des obligations internationa-
d'examiner la nécessité d'introduire des mesures internes de les de la Suisse.
remplacement capables de contenir, dans des limites accep-
tables, les conséquences d'une libéralisation du marché fon- Antrag der Kommission
cier. Une commission d'experts examinera les répercussions Die Kommission beantragt einstimmig, der Standesinitiative
d'une suppression. Genf durch Ueberweisung der Kommissionsmotion und des
Bien que conscient de la situation économique précaire du Kommissionspostulates teilweise Folge zu geben.
moment, le Conseil fédéral estime néanmoins qu'une abroga-
tion immédiate de la lex Friedrich ne se justifie pas pour autant Proposition de la commission
Une suppression devrait s'inscrire en concordance avec la po- La commission propose à l'unanimité, par le dépôt d'une mo-
litique en matière de droit foncier, d'aménagement du territoire tion de la commission et d'un postulat de la commission, de
et de logements, tout en tenant compte des développements donner partiellement suite à l'initiative du canton de Genève.
politiques à l'étranger. Aussi, le Département fédéral de justice
et police entend instituer une commission d'experts qui sera
chargée d'examiner, d'ici au début 1995, les conséquences
d'une abrogation de la lex Friedrich ou, le cas échéant, d'un #ST# 93.3378
nouveau concept.
Au vu de la situation économique tendue que l'on traverse, le Motion RK-SR (93.304)
Conseil fédéral admet la nécessité, postulée dans diverses Teilrevision der Lex Friedrich
interventions parlementaires, de procéder à des changements
urgents dans le domaine de l'acquisition d'immeubles par des Motion CAJ-CE (93.304)
personnes domiciliées à l'étranger. C'est pourquoi il a chargé Révision partielle de la lex Friedrich
le DFJP d'élaborer sans délai un projet de révision. Ce dernier
comprendra les importants assouplissements qui étaient déjà
prévus dans le projet Eurolex, mais les étendra à tous les
étrangers. En outre, il prendra en considération la situation
économique des régions de montagne ainsi que les besoins Wortlaut der Motion vom 2. September 1993
des secteurs industriels et financiers de même que les enga- Der Bundesrat wird beauftragt, den eidgenössischen Räten
gements internationaux de la Suisse (traités sur l'établisse- bis spätestens im Mai 1994 eine Vorlage zur raschen Teilrevi-
ment). Le projet de révision sera déjà mis en consultation à la sion des Bundesgesetzes über den Erwerb von Grundstücken
fin 1993. durch Personen im Ausland (Lex Friedrich) zu unterbreiten.
Le Conseil fédéral observe notamment que les aspects écono- Die Bewilligungspflichtsoll unter Beachtung der staatsvertrag-
miques ne sauraient être les seuls critères présidant à la politi- lichen Verpflichtungen der Schweiz grundsätzlich auf reine Ka-
que foncière. Des facteurs d'ordre moral, social ou politique pitalanlagen sowie auf den Erwerb von Ferien- und Zweitwoh-
jouent également un rôle important compte tenu de l'irréversi- nungen und diesen Objekten gleichzustellenden Gegenstän-
bilité et de la diversité de l'utilisation du sol. C'est pourquoi il den beschränkt werden. Auf die Bedürfnisse und Anliegen der
propose à la commission de ne pas donner suite à l'initiative Wirtschaft sowie derTourismus- und Bergregionen soll bei der
genevoise préconisant l'abrogation de la lex Friedrich.» Neuumschreibung der Bewilligungsgründe Rücksicht ge-
La Commission des affaires juridiques s'est à nouveau occu- nommen werden. Weiter hat die neue Regelung der Bewilli-
pée les 1 er et 2 septembre 1993 de l'initiative du canton de Ge- gungspflicht analoge ausländische Gesetzgebungen zu be-
nève ainsi que de la prise de position du Conseil fédéral y rela- rücksichtigen, die mit dem Recht der EG und des Gatt verein-
tive. A l'issue d'un débat approfondi, elle est parvenue, en bar sind.
complément aux considérations ci-dessus, aux conclusions
suivantes: Texte de la motion du 2 septembre 1993
II y a lieu d'assouplir rapidement la lex Friedrich en considéra- Le Conseil fédéral est chargé de soumettre au Parlement, au
tion de la situation du marché immobilier. Compte tenu cepen- plus tard jusqu'en mai 1994, un projet de révision partielle ac-
dant des conditions actuelles de politique intérieure, on ne célérée de la loi fédérale sur l'acquisition d'immeubles par des
saurait renoncer à toutes les restrictions d'accès. C'est pour- personnes à l'étranger (lex Friedrich). L'assujettissement au
quoi la commission, à l'unanimité, est d'avis qu'il y a lieu, dans régime de l'autorisation devra en principe être limité au pur
une première phase, de donner partiellement suite à l'initiative placement de capitaux ainsi qu'à l'acquisition de résidences
du canton de Genève dans la mesure où le Conseil fédéral secondaires, de logements de vacances ou d'objets analo-
sera chargé, par la voie d'une motion de la commission, de gues, compte tenu des obligations contractées par la Suisse
soumettre au Parlement, jusqu'en mai 1994 au plus tard, un dans des traités internationaux On tiendra compte aussi des
projet pour une révision rapide de la loi fédérale sur l'acqui- besoins et des demandes de l'économie ainsi que des régions
sition d'immeubles par des personnes à l'étranger (lex touristiques et de montagne pour élaborer une définition nou-
Friedrich): l'assujettissement au régime de l'autorisation devra velle des motifs d'autorisation. De plus, la nouvelle réglemen-
en principe être limité au pur placement de capitaux ainsi qu'à tation concernant l'assujettissement au régime de l'autorisa-
l'acquisition de résidences secondaires, de logements de va- tion devra considérer les législations étrangères analogues
cances ou d'objets analogues, compte tenu des obligations qui sont compatibles avec le droit de la CE et du Gatt
contractées par la Suisse dans des traités internationaux La
nouvelle réglementation sur l'assujettissement au régime de
l'autorisation devra également prendre en considération les
législations étrangères analogues qui sont compatibles avec
le droit de la CE et du Gatt
Ensuite, il y a lieu, sur la base de l'avis du Conseil fédéral relatif
à l'initiative du canton de Genève, du 25 août 1993, d'inviter ce
même Conseil fédéral, par un postulat, à présenter au Parle-
ment, jusqu'en mai 1994, et ce, conjointement au projet de ré-
vision partielle de la loi fédérale sur l'acquisition d'immeubles
Schweizerisches Bundesarchiv, Digitale Amtsdruckschriften
Archives fédérales suisses, Publications officielles numérisées
Archivio federale svizzero, Pubblicazioni ufficiali digitali
Standesinitiative Genf Aufhebung der Lex Friedrich
Initiative du canton de Genève Abrogation de la lex Friedrich
In Amtliches Bulletin der Bundesversammlung
Dans Bulletin officiel de l'Assemblée fédérale
In Bollettino ufficiale dell'Assemblea federale
Jahr 1993
Année
Anno
Band IV
Volume
Volume
Session Herbstsession
Session Session d'automne
Sessione Sessione autunnale
Rat Ständerat
Conseil Conseil des Etats
Consiglio Consiglio degli Stati
Sitzung 06
Séance
Seduta
Geschäftsnummer 93.304
Numéro d'objet
Numero dell'oggetto
Datum 29.09.1993 - 08:00
Date
Data
Seite 708-710
Page
Pagina
Ref. No 20 023 378
Dieses Dokument wurde digitalisiert durch den Dienst für das Amtliche Bulletin der Bundesversammlung.
Ce document a été numérisé par le Service du Bulletin officiel de l'Assemblée fédérale.
Questo documento è stato digitalizzato dal Servizio del Bollettino ufficiale dell'Assemblea federale.