Swiss Social Security Reform Postulate
Legislator-Zusammenfassung
KI-generiertThis case involves a postulate regarding the revision of the Swiss social security system (AHV), specifically addressing the financing, transparency, and administration of the proposed changes, as well as the disparity in retirement ages between men and women. The minority of the commission argued that the proposed changes lacked sufficient justification, failed to simplify administration, and presented significant financial challenges for future generations, creating an unequal treatment of existing and new pensioners. The court considered the demographic development, financial regulations, and societal changes in its decision, ultimately voting to approve the postulate, requiring the Federal Council to address these concerns and present proposals to Parliament.
Legislator-Regeste
KI-generiertArt. 4 Absatz, Art. 21 sem, Art. 4 Abs. 2 der Bundesverfassung; Swiss Social Security Reform Postulate: The minority of the commission argued that the proposed changes lacked sufficient justification, failed to simplify administration, and presented significant financial challenges for future generations, creating an unequal treatment of existing and new pensioners. The court considered the demographic development, financial regulations, and societal changes in its decision, ultimately voting to approve the postulate, requiring the Federal Council to address these concerns and present proposals to Parliament.
Schlagwörter
KI-generiertZitierte Gesetzesbestimmungen
KI-generiertVerwandte Entscheide
KI-generiertZentrale Rechtsfragen, extrahiert von Legislator
KI-generiertMentioned as a basis for the desire to have an identical retirement age for men and women.
Volltext
Postulat de la commission CN 90.021 302 N 11 mars 1993
Bundesrat Cotti gestern denn auch in bestimmten Punkten #ST# 93.3033
von einer Weiterführung des Giesskannenprinzips ge-
sprochen. Motion der Kommission N R 90.021
Die Minderheit der Kommission ist daher der Ueberzeugung, (Minderheit Haller)
dass dieser Punkt nochmals genau überprüft werden muss.
Zumindest müssen wir die Begründungen kennen, warum wir Rente für Mann und Frau.
das so wollen und wie wir das unseren Leuten erklären. Die Angleichung des Alters
Kommission hat diesen Leistungsdifferenzen zu wenig Auf- Motion de la commission CN 90.021
merksamkeit geschenkt, weil wir erst in der letzten Phase der (minorité Haller)
Beratung überhaupt darauf gestossen sind. Auch wenn Unter- Retraite de l'homme et de la femme.
schiede bei einem Systemwechsel kaum ganz zu vermeiden Age identique
sind, so muss doch das Ausmass beachtet werden. Es ist
nämlich ein Novum in der AHV, dass Alt- und Neurentner nach
einer Revision ungleich behandelt werden. Die gleiche Be-
handlung war bisher ein wichtiges Solidaritätsmerkmal inner-
halb unserer Altersvorsorge, und sie galt selbst dann, wenn
Wortlaut der Motion vom 29. Januar 1993
der Beitragssatz für die Erwerbstätigen erhöht werden musste.
Zweitens, zu Transparenz und Administrierbarkeit: Unser ge- Der Bundesrat wird beauftragt, dem Parlament bis Ende 1994
genwärtiges System ist kompliziert. Man musste von einer Re- ausserhalb und vor der 11. AHV-Revision einen Vorschlag für
vision eine Vereinfachung erwarten. Die in den Hearings ange- die Angleichung des Rentenalters für Frauen und Männer zu
hörten Vertreter der Durchführungsorgane verneinen jedoch unterbreiten. Er berücksichtigt dabei:
eine verbesserte Transparenz und eine vereinfachte Admini- - die demographische Entwicklung;
strierbarkeit des vorgelegten Modells. Sie rechnen im Gegen- -die Ausgestaltung der neuen Bundesfinanzordnung;
teil nach der schwierigen Uebergangsphase mit einem Mehr- - die Entwicklung der gesellschaftlichen Realität zur Erfüllung
bedarf von 300 bis 400 Stellen. Sie zeigten Möglichkeiten von des Verfassungsauftrages gemäss Artikel 4 Absatz 2 der Bun-
Vereinfachungen auf. Wir sind der Meinung, dass man diese desverfassung.
Möglichkeiten ausleuchten und Stellung dazu beziehen sollte.
Der letzte und sehr wichtige Punkt ist die mittel- und langfri- Texte de la motion du 29 janvier 1993
stige Finanzierung der AHV. Eine soziale Versicherung wird ih- Le Conseil fédéral est invité à présenter, d'ici la fin 1994 et
rer wichtigen sozialen Aufgabe nur dann gerecht, wenn ihre Fi- avant la 11e révision de l'AVS, une proposition en vue de fixer
nanzierung auch für die nächste Generation sichergestellt ist la retraite de l'homme et de la femme à un âge identique. Il
Wir wissen aber, dass sich hier ernsthafte Probleme abzeich- prendra en considération:
nen. Wir wissen, dass die AHV noch in diesem Jahrzehnt defi- - révolution démographique;
zitär werden wird und dass wir Anfang des nächsten Jahrtau- - l'aménagement du nouveau régime financier de la Confédé-
sends mit Milliardendefiziten rechnen müssen. Durch die ration;
lange Verzögerung, die diese längst erwartete 10. AHV-Revi- - révolution de la réalité sociale, eu égard au mandat constitu-
sion erfahren hat, wird die Antwort auf diese brennende Frage tionnel assigné par l'article 4 alinéa 2 de la constitution.
unausweichlich. Wir müssen erklären können, wie wir die AHV
auch nach der Jahrtausendwende finanzieren wollen, mit wel- Mitunterzeichner - Cosignataires: Bäumlin, Eggenberger,
chen Mehrbelastungen die einzelnen Beteiligten zu rechnen Fankhauser, Gardiol, Hafner Ursula, Jeanprêtre, Leuenberger
haben und welche Finanzierungsquellen verstärkt oder neu Ernst (7)
angezapft werden sollen.
Aus diesem Grunde bitte ich Sie, auch im Namen der FDP, die- Präsident: Ueber die Motion wurde bereits beim Artikel 21
sem Postulat zuzustimmen, damit der Bundesrat zu all diesen entschieden.
Fragen Stellung nimmt und wir wirklich in umfassender Kennt-
nis aller Auswirkungen entscheiden können. Abgelehnt - Rejeté
Gesamtabstimmung - Vote sur l'ensemble
Für Annahme des Entwurfes 92 Stimmen
Dagegen 22 Stimmen
Abschreibung - Classement
#ST# 93.3034
Antrag des Bundesrates
Abschreiben der parlamentarischen Vorstösse Postulat der Kommission NR 90.021
gemäss Seiten 1-3 der Botschaft (Minderheit Spoerry)
Proposition du Conseil fédéral AHV-Revision
Classer les interventions parlementaires
selon les pages 1-3 du message Postulat de la commission CN 90.021
(minorité Spoerry)
Angenommen -Adopté Révision de l'AVS
An den Ständerat-Au Conseil des Etats
Wortlaut des Postulates vom 29. Januar 1993
Der Bundesrat wird beauftragt, zuhanden des Parlamentes
bzw. der ständerätlichen Beratung folgende Fragen einer
Ueberprüfung zu unterziehen und allfällige Vorschläge zu un-
terbreiten:
1. mittel- und langfristige Finanzierung der AHV;
2. verstärkter Einbezug der Altrentner in die 10. AHV-Revision
gemäss bisheriger Regel, wonach bei Revisionen Alt- und
Neurentner gleich behandelt werden;
3. Administration und Transparenz des Vorlage.
11. März 1993 N 303 Petitionen
Texte du postulat du 29 janvier 1993 #ST# Petitionen - Pétitions
Le Conseil fédéral est invité à examiner les questions suivan-
tes et à soumettre, le cas échéant, des propositions à l'atten-
tion du Parlement, respectivement des délibérations du Con-
seil des Etats:
1. financement de l'AVS à moyen et à long terme;
2. renforcement de la position des anciens rentiers, au sens
des règles actuelles, dans la 10e révision. En cas de révision,
les nouveaux rentiers et les anciens rentiers sont traités de la 93.2006
même manière;
3. faisabilité et transparence du projet Petition Jaeggi Peter
Gleiches Rentenalter für Mann und Frau
Mitunterzeichner - Cosignataires: Allenspach, Borer Roland, Pétition Jaeggi Peter
Bortoluzzi, Cavadini Adriano, Comby, Eymann Christoph, Age de la retraite identique
Frey Walter, Mauch Rolf, Miesch, Philipona, Wanner (11) pour les femmes et les hommes
Allenspach, Berichterstatter: Wir haben über ein Postulat der
Kommissionsminderheit Spoerry zu entscheiden. Infolgedes-
sen ist eine Kommissionsmehrheit vorhanden. Die Kommis-
sionsmehrheit gestattet sich, ebenfalls einige Bemerkungen Herr Allenspach unterbreitet im Namen der Kommission den
zu diesem Postulat zu machen. folgenden schriftlichen Bericht:
Die Kommission hat mit ganz knapper Mehrheit dem Postulat
der Minderheit Spoerry nicht zugestimmt. Die Ablehnung er- Bericht der Kommission zur Vorberatung des Geschäftes
folgte nicht, weil wir eine Ueberprüfung der Arbeiten der Kom- 90.021 (10. AHV-Revision) vom 29. Januar 1993.
mission durch den Bundesrat oder durch Experten scheuen 1. Herr Peter Jaeggi aus Bern reichte am 14. Juni 1991 eine
würden. Wir haben das Postulat als nicht unbedingt notwen- Petition ein, in welcher er die eidgenössischen Räte ersucht,
dig angesehen, weil der Bundesrat diese Fragen ohnehin prü- für Männer und Frauen das gleiche AHV-Rentenalter einzu-
fen muss und weil wir dem Ständerat nicht vorschreiben woll- führen.
ten, was er zu tun hat Der Petent begründet seine Eingabe wie folgt:
Frau Spoerry hat recht, wenn sie sagt, dass die Fragen, die in - die zurzeit gültige Regelung stehe im Widerspruch zu Arti-
diesem Postulat aufgeworfen werden, einer vertieften Behand- kel 4 der Bundesverfassung;
lung bedürfen. Auch beim BVG ist zwischen der Beratung im - die Lebenserwartung der männlichen Bevölkerung liege im
Ständerat und der Beratung im Nationalrat eine Ueberprüfung Durchschnitt sieben Jahre unter derjenigen der Frauen;
der ständerätlichen Neukonzeption vorgenommen worden. - eine repräsentative Mehrheit der Schweizer Bürger und Bür-
Deshalb muss eine solche Ueberprüfung nicht besonders gerinnen wünsche ein gleiches Rentenalter.
postuliert werden. 2. Das Büro teilte die Petition der Kommission 90.021
Eines ist festzuhalten: Gleichgültig, ob Sie der Kommissions- (10. AHV-Revision) zur Beratung zu.
mehrheit oder der Kommissionsminderheit zustimmen: die Die Kommission, welche sich im Rahmen der Arbeiten zur
Ueberprüfung soll nicht in der geheimen Absicht vorgenom- 10. AHV-Revision auch mit dem Rentenalter befasste, behan-
men werden, das Splittingsystem grundsätzlich abzulehnen. delte die Petition am 29. Januar 1993. Dabei stellte sie fest,
Es soll niemand diesem Postulat deswegen zustimmen, weil dass dem Anliegen des Petenten zum Teil Rechnung getra-
er das Splittingsystem ablehnt Mehrheit und Minderheit der gen wurde, indem die Mehrheit der Kommission beantragt,
Kommission stimmen darin überein, dass mit dieser Ueber- das Rentenalter der Frauen von 62 auf 64 Jahre anzuheben.
prüfung keine Infragestellung des Splittingsystems an sich Von einer Senkung des Rentenalters der Männer von 65 auf
verbunden ist 64 Jahre sah die Kommission aus finanziellen Erwägungen
und angesichts der demographischen Entwicklung ab. Die
MmeJeanprêtre, rapporteur: Une majorité de la commission a Kommission ist aber der Meinung, dass bei der nächsten
trouvé qu'il n'était en effet pas du tout nécessaire qu'une telle AHV-Revision das gleiche Rentenalter für Mann und Frau reali-
proposition soit faite, car - si vous me passez l'expression - siert werden muss.
elle enfonce un peu des portes ouvertes! Il est bien évident
que le Conseil fédéral a étudié ou étudie tout ce qui a été mis M. Allenspach présente au nom de la commission le rapport
sous toit, et ce postulat donne quelque peu le sentiment que le écrit suivant:
projet que nous avons adopté ne serait pas praticable.
C'est pour cette raison que cette proposition, qui était d'abord Rapport de la commission chargée de l'examen préalable de
une motion transformée en postulat, n'a pas reçu l'agrément l'objet 90.021 (10e révision de l'AVS) du 29 janvier 1993.
de la majorité de la commission. 1. Monsieur Peter Jaeggi, domicilié à Berne, a déposé le
14 juin 1991, une pétition par laquelle il demande aux Cham-
Präsident: Die SVP-Fraktion unterstützt das Postulat bres fédérales d'instituer un âge de la retraite identique pour
les femmes et les hommes.
Abstimmung - Vote Le pétitionnaire motive sa demande comme suit:
Für Ueberweisung des Postulates 74 Stimmen - la réglementation actuelle est contraire à l'article 4 de la
Dagegen 39 Stimmen Constitution fédérale;
- l'espérance de vie de la population masculine est en
moyenne de sept ans inférieure à celle de la population fémi-
nine;
- une majorité représentative des citoyennes et citoyens suis-
ses souhaite un même âge de mise à la retraite pour les hom-
mes et les femmes.
2. Le Bureau a attribué la pétition à la commission 90.021,
chargée de la 10e révision de l'AVS, pour examen.
La commission, qui a étudié la question de l'âge de la retraite à
l'occasion des travaux relatifs à la 10e révision de l'AVS, a
examiné la pétition le 29 janvier 1993. Elle a constaté que la re-
quête du pétitionnaire est déjà satisfaite en partie, du fait que la
majorité de la commission a proposé de relever l'âge de la re-
Schweizerisches Bundesarchiv, Digitale Amtsdruckschriften
Archives fédérales suisses, Publications officielles numérisées
Archivio federale svizzero, Pubblicazioni ufficiali digitali
Postulat der Kommission NR 90.021 (Minderheit Spoerry) AHV-Revision
Postulat de la commission CN 90.021 (minorité Spoerry) Révision de l'AVS
In Amtliches Bulletin der Bundesversammlung
Dans Bulletin officiel de l'Assemblée fédérale
In Bollettino ufficiale dell'Assemblea federale
Jahr 1993
Année
Anno
Band I
Volume
Volume
Session Frühjahrssession
Session Session de printemps
Sessione Sessione primaverile
Rat Nationalrat
Conseil Conseil national
Consiglio Consiglio nazionale
Sitzung 09
Séance
Seduta
Geschäftsnummer 93.3034
Numéro d'objet
Numero dell'oggetto
Datum 11.03.1993 - 08:00
Date
Data
Seite 302-303
Page
Pagina
Ref. No 20 022 375
Dieses Dokument wurde digitalisiert durch den Dienst für das Amtliche Bulletin der Bundesversammlung.
Ce document a été numérisé par le Service du Bulletin officiel de l'Assemblée fédérale.
Questo documento è stato digitalizzato dal Servizio del Bollettino ufficiale dell'Assemblea federale.