Legislator Rechtsprechung & Gesetzgebung
VPB 93-2021 KI-generiert

Federal Assembly Reviews Petitions on Animal Welfare, Environment, Banking, and Civil Service

Geschäftsnummer VPB 93-2021
Gericht / Behörde
Rechtsordnung Schweiz · Verwaltungspraxis der Bundesbehörden (VPB) (CH)
Entscheiddatum
Ausgang Abgewiesen (Dismissed)

Legislator-Zusammenfassung

KI-generiert

This document contains several petitions presented to the Swiss Federal Assembly. The petitions cover a range of topics including animal welfare, environmental protection, banking regulations, and the organization of civil service. The Assembly, through its commissions, reviewed these petitions, with some being forwarded to the Federal Council for consideration, while others were deemed to require no further action due to existing legislation or being too radical. Specific petitions addressed concerns about animal welfare in farming and consumption, the need for clearer environmental product labeling, the regulation of cantonal banks, and the procedures for criminal complaints against federal judges and officials. The Assembly generally aims to balance public concerns with existing legal frameworks and administrative feasibility.

Legislator-Regeste

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Art. 73 OCV, Art. 73 EFV, Art. 46 al. 1 RCN, Art. 312 StGB, Art. 46 Abs. 1 GRN, Art. 37 Abs. 4 GRS; Federal Assembly Reviews Petitions on Animal Welfare, Environment, Banking, and Civil Service: The petitions cover a range of topics including animal welfare, environmental protection, banking regulations, and the organization of civil service. The Assembly, through its commissions, reviewed these petitions, with some being forwarded to the Federal Council for consideration, while others were deemed to require no further action due to existing legislation or being too radical. Specific petitions addressed concerns about animal welfare in farming and consumption, the need for clearer environmental product labeling, the regulation of cantonal banks, and the procedures for criminal complaints against federal judges and officials. The Assembly generally aims to balance public concerns with existing legal frameworks and administrative feasibility.

Schlagwörter

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Strafanzeige umweltrechtliche Bedenken Rechtsbehelfsverfahren Amtsträger Bankunterlagen Petitionsrecht

Zitierte Gesetzesbestimmungen

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Art. 73 OCV
Herr Etique unterbreitet im Namen der Kommission den fol- l'article 73 OCV interdit la commercialisation de viande de
Art. 73 EFV
Herr Etique unterbreitet im Namen der Kommission den fol- l'article 73 OCV interdit la commercialisation de viande de
Art. 46 al. 1 RCN
Art. 46 al. 1let.f;ch. Il, III
Art. 312 StGB
Art. 46 Abs. 1 GRN
unterbreitet werden (Art. 46 Abs. 1 GRN, Art 37 Abs.
Art. 37 Abs. 4 GRS
den des Bundesgerichts nicht einverstanden ist, ist kein aus- missions des affaires juridiques (art 46 al. 1 RCN; art. 37
Art. 46 Absatz
Art. 46 al. 1let.f;ch. Il, III
Art. 312 CP
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Zentrale Rechtsfragen, extrahiert von Legislator

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Art. 46 Abs. 1 Bst. f; Ziff. II, III

This article was used to approve the resolution of the Council of States.

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Volltext

Pétitions 2498 N 17 décembre 1993

würdig, der ist nicht konsequent, der spielt mit gezinkten Kar- Schriftliche Begründung

ten. Das muss gesagt sein. Die Urheber verzichten auf eine Begründung und wünschen

Ich kann nur hoffen, dass das Volk sieht, was hier gespielt wor- eine schriftliche Antwort.

den ist. So darf es nicht weitergehen.

Wir müssen alles Interesse daran haben, einen guten Finanz- Développement par écrit

platz zu haben. Bei diesem Finanzplatz sollen diese Off- Les auteurs renoncent au développement et demandent

shore-Geschäfte nicht angezogen werden, sondern wir sollten une réponse écrite.

unsere Geschäfte so tätigen, wie es uns Schweizern immer

wohl anstand: ehrlich, fleissig und tüchtig. Und das hier sind Schriftliche Erklärung des Bundesrates

Dreckgeschäfte! vom 24. November 1993

Der Bundesrat ist bereit, das Postulat entgegenzunehmen.

Persönliche Erklärung - Déclaration personnelle

Blocher: Herr Ledergerber ist ein äusserst schlechter Verlie- Déclaration écrite du Conseil fédéral

rer. Der gesamte Ständerat und die Mehrheit unseres Rates du 24 novembre 1993

haben anscheinend die Konsequenzen nicht gesehen. Wir Le Conseil fédéral est prêt à accepter le postulat

haben nichts anderes getan, als uns dem Ständerat anzu-

schliessen. Ueberwiesen - Transmis

Zur Bankenaufsicht in der Schweiz: Dass man diesem Begeh-

ren von seilen der EG nachgibt, ist eine Möglichkeit Aber im

Gesetz schon die Position zu verschenken, Herr Ledergerber,

das ist nach Ihrem Gusto.

Mit der Drogenangelegenheit in Zürich hat das nicht im ent-

ferntesten etwas zu tun. Sie wollen sich reinwaschen, weil Sie #ST# Petitionen - Pétitions

in einer schwierigen Situation sind! (TeilweiserBeifall)

Art.46Abs.1Bst.f;Ziff.ll,lll

Antrag der Kommission

Zustimmung zum Beschluss des Ständerates

93.2021

Art. 46 al. 1let.f;ch. Il, III

Proposition de la commission Petition KAG

Adhérer à la décision du Conseil des Etats Tiernutz nicht ohne Tierschutz

Angenommen -Adopté Pétition KAG

Pas d'exploitation sans protection des animaux

Gesamtabstimmung - Vote sur l'ensemble

Für Annahme des Entwurfes 104 Stimmen

Dagegen 38 Stimmen

Herr Etique unterbreitet im Namen der Kommission den fol-

An den Ständerat - Au Conseil des Etats genden schriftlichen Bericht:

1.Am 12. Oktober 1992 reichte die Konsumenten-Arbeits-

gruppe für tier- und umweltfreundliche Nutztierhaltung (KAG)

eine 3000 Unterschriften tragende Petition ein. Verlangt wird,

dass bei der Revision der Tierschutzverordnung folgende

Punkte berücksichtigt werden:

#ST# 93.3529 1.1 Ein artgerechtes, erträgliches Leben für alle Nutztiere - ins-

besondere: Einstreu; Auslauf und Weide; Tageslicht; genü-

Postulat WAK-NR (93.122) gend Raum für artgerechtes Bewegen; keine Einzelhaltung;

Prüfung der Kantonalbanken keine Qualzucht; keine Genmanipulation an Tieren; art-

im Bankengesetz gerechte Fütterung ohne chemisch-synthetische Leistungs-

förderer.

Postulat CER-CN (93.122) 1.2 Verbot von: Anbindehaltung von Schweinen; Kastenstän-

Examen des banques cantonales den; Abschneiden von Schwänzen, Ferkelzähnen, Flügelglie-

dans le cadre de la loi sur les banques dern, Kämmen, Zehen oder Sporen; Embryotransfer.

1.3 Tierschutz auch bei Transport und Schlachtung: Betäu-

bungspflicht für alle Tierarten; bessere Ausbildung des

Schlachtpersonals; kein Akkordschlachten; keine Lebend-

transporte durch die Schweiz von mehr als 150 Kilometern

Wortlaut des Postulates vom 25. Oktober 1993 oder mehr als 3 Stunden.

Der Bundesrat ist eingeladen, die Fragen der Kantonalbanken 1.4 Rechtsgültige Definition und Kontrolle der Freiland-

im Bankengesetz zu prüfen, insbesondere die Folgen einer haltung.

eventuellen Privatisierung dieser Banken oder einer Ein- 1.5 Verbandsbeschwerderecht für die Tierschutz-Dachver-

schränkung der Staatshaftung. bände.

Die Ergebnisse der Prüfung sind in einem Bericht darzu- 1.6 Schaffung einer Tierschutzkommission für Nutztierfragen,

stellen. Einsitz von Tierschutzvertretern mit Beschwerderecht

2. Die WBK befasste sich an ihrer Sitzung vom 25. Juni 1993

Texfe du postulat du 25 octobre 1993 mit dieser Petition, zu der ihr eine Stellungnahme des Eidge-

Le Conseil fédéral est invité à examiner la question des ban- nössischen Volkswirtschaftsdepartementes vorlag.

ques cantonales dans le cadre de la loi sur les banques, en 3. Die Tierschutzverordnung ist am 23. Oktober1991 in Teilbe-

particulier quant aux suites d'une privatisation éventuelle de reichen revidiert worden (Tierversuche, Kaninchenhaltung,

ces banques ou d'une limitation de la responsabilité de l'Etat Milchviehhaltung); die letzte Uebergangsfrist der Verordnung

Les résultats de cet examen doivent être consignés dans un ist erst Ende 1991 abgelaufen. Die Kommission hält fest, dass

rapport der Bundesrat eine Revision der Tierschutzverordnung im Be-

17. Dezember 1993 2499 Petitionen

reich der Nutztierhaltung in Aussicht gestellt hat. Eine Ver- tion doit être considéré comme trop radical. Il convient égale-

nehmlassung ist für 1994 vorgesehen. Die Petenten (KAG) ment de rappeler le rejet par le Parlement et le peuple en 1991

werden im Rahmen der Vernehmlassung Gelegenheit erhal- et 1992 de l'introduction du droit de recours des associations

ten, sich zu den Vorschlägen zu äussern. (ch. 5). Le Département de l'économie publique ne juge pas

4. Die Kommission teilt die Auffassung des Departementes in nécessaire la création d'une commission pour la protection

folgenden Schlüssen: des animaux (ch. 6) qui serait par ailleurs contraire au voeu,

Ein Teil der unter den Ziffern 1 bis 3 aufgeführten Anliegen exprimé par le Parlement, de réduire le nombre des commis-

können grundsätzlich unterstützt werden; andere müssen je- sions extra-parlementaires.

doch als zu weitgehend und absolut beurteilt werden. Le chiffre 4 a donné lieu à une discussion: certains membres

Es ist daran zu erinnern, dass die Einführung des Verbandsbe- de la commission ont proposé que l'administration fédérale se

schwerderechts (Ziff. 5) 1991 und 1992 von Parlament und penche encore une fois sur le problème de la définition de

Volk abgelehnt worden ist. Die Schaffung einer Tierschutz- l'élevage en plein air.

kommission (Ziff. 6) drängt sich aus der Sicht des Departe- La commission a toutefois rejeté cette proposition par 9 voix

mentes nicht auf und widerläuft zudem dem Wunsch des Par- contre 6, faisant valoir que l'entrée en force de l'article 31 b de

lamentes nach einer Verringerung der Anzahl ausserparla- la loi sur l'agriculture et des dispositions d'exécution y relati-

mentarischer Kommissionen. ves concernant des paiements directs pour l'élevage en plein

Zu einer Diskussion Anlass gab die Ziffer 4: Es wurde bean- air contrôlé devrait satisfaire dans une large mesure à cette

tragt, dass sich die Verwaltung noch einmal mit dem Problem exigence.

der Freiland-Definition auseinandersetze.

Mit 9 zu 6 Stimmen wurde dieser Antrag jedoch abgelehnt un- Antrag der Kommission

ter Hinweis darauf, dass dieses Anliegen mit der Inkraftset- Die Kommission beantragt, die Ziffern 1 bis 3 an den Bundes-

zung von Artikel 31 b des Landwirtschaftsgesetzes und mit rat zur Kenntnisnahme und zur Berücksichtigung bei der vor-

den dazugehörigen Vollzugsbestimmungen und -massnah- gesehenen Revision der Tierschutzverordnung im Bereich der

men betreffend Direktzahlungen für die kontrollierte Freiland- Nutztierhaltung zu überweisen.

haltung weitgehend erfüllt sei. Sie beantragt ferner, von den Ziffern 4 bis 6 Kenntnis zu neh-

men, ihnen aber keine Folge zu geben.

M. Etique présente au nom de la commission le rapport écrit

suivant: Proposition de la commission

La commission propose de transmettre les chiffres 1 à 3 de la

1. Le 12 octobre 1992, le «Konsumenten-Arbeitsgruppe für pétition au Conseil fédéral pour information et pour prise en

tier- und umweltfreundliche Nutztierhaltung (KAG)» (groupe compte lors de la révision de l'ordonnance sur la protection

de travail de consommateurs pour une détention des animaux des animaux dans le domaine de la garde des animaux de

de rente respectueuse des animaux et de l'environnement) a rente.

déposé une pétition appuyée par 3000 signatures. Celle-ci de- Elle propose par ailleurs au Conseil fédéral de prendre

mande la prise en compte, lors de la révision de l'ordonnance connaissance des chiffres 4 à 6, mais de ne pas y donner

sur la protection des animaux, des points suivants: suite.

1.1 Une existence supportable, conforme à l'espèce, pourtous

les animaux de rente, en particulier: litière; sortieau pré; lumière Angenommen -Adopté

du jour; place suffisante pour une mobilité nécessaire à

l'espèce; pas de détention séparée; pas de méthodes d'éle-

vage cruelles; pas de manipulation génétique; affouragement

conforme à l'espèce sans stimulants chimiques et syn- 93.2018

thétiques.

1.2 Interdiction de: stabulation entravée des porcs; stalles indi- Petition der Jugendsession 1991

viduelles; ablation de la queue, des dents des porcelets, de la Umwelt

crête, des ailes, des doigts ou des ergots; transfert d'embryons. Pétition de la Session des jeunes 1991

1.3 Protection des animaux également lors du transport ou de Environnement

l'abattage: étourdissement obligatoire pour toutes les espè-

ces animales; meilleure formation du personnel des abattoirs; Siehe Jahrgang 1991, Jubiläumssessionen, Seite 66

pas d'abattage à la tâche; pas de transports d'animaux vivants Voir année 1991, Sessions commémoratives, page 66

à travers la Suisse de plus de 150 kilomètres ou de plus de

3 heures.

1.4 Définition légale et contrôle de l'élevage en plein air.

1.5 Droit de recours pour les organisations faîtières des asso-

ciations de protection des animaux Frau Jeanprêtre unterbreitet im Namen der Kommission fol-

1.6 Création d'une commission pour la protection des ani- genden schriftlichen Bericht:

maux chargée d'étudier les problèmes des animaux de rente;

droit de participation et de recours pour les associations de re- Die Jugendsession, die im Jubiläumsjahr 1991 erstmals

présentants des animaux. durchgeführt wurde, behandelte auch Umweltfragen. Sie dis-

2. Lors de sa séance du 25 juin 1993, la Csec a examiné cette kutierte einen Massnahmenkatalog aufgrund des Entwurfes

pétition; elle disposait également d'un avis en la matière ré- einer Arbeitsgruppe. Der endgültige Text wurde am 25. Sep-

digé par le Département de l'économie publique. tember 1991 als Petition mit 152 zu 39 Stimmen angenommen

3. L'ordonnance sur la protection des animaux a été partielle- und den eidgenössischen Räten überreicht.

ment révisée le 23 octobre 1991 (expérimentation animale, dé- Beratungen in der Kommission des Ständerates

tention des lapins, détention du bétail laitier); le dernier délai Die Kommission behandelte diese Petition an mehreren Sit-

transitoire n'est arrivé à expiration qu'à fin 1991. La commis- zungen. Am 26. März 1993 führte sie eine erste Aussprache

sion constate que la Conseil fédéral a annoncé une révision de durch und nahm zu jedem Punkt der Petition Stellung. Sie be-

l'ordonnance sur la protection des animaux dans le domaine auftragte das Bundesamt für Umwelt, Wald und Landschaft

de la garde des animaux de rente. Une procédure de consulta- (Buwal), seine Stellungnahme vom 17. Dezember 1992 in

tion est prévue pour 1994. A cette occasion, les pétitionnaires Form einer synoptischen Tabelle mit folgenden vier Spalten zu

(KAG) auront la possibilité de s'exprimer sur les propositions gestalten:

du Conseil fédéral. 1. bereits beschlossene Massnahmen;

4. La commission partage l'opinion du département sur les 2. in Bearbeitung befindliche Massnahmen;

points suivants: s'il y a lieu d'approuver sur le fond une partie 3. Vorschläge für Motionen und Postulate; und

des exigences formulées aux chiffres 1 à 3, le reste de la péti- 4. Massnahmen, die abzulehnen sind.

Pétitions 2500 N 17 décembre 1993

Sie beauftragte anschliessend eine Subkommission damit, pétition. Elle a ensuite chargé l'Office fédéral de l'environne-

diese Vorschläge vorzuberaten und Anträge zu stellen. Im wei- ment, des forêts et du paysage (Ofefp) de rédiger un avis sous

teren erhielt die Subkommission den Auftrag, die Auswertung forme d'un tableau synoptique comprenant les quatre colon-

des Brugger Seminars vom 5. Februar 1993 über die Len- nes suivantes:

kungsabgaben vorzunehmen und als Schlussfolgerung dar- 1. mesures déjà prises;

aus den Entwurf für einen Kommissionsvorstoss für die näch- 2. mesures en voie d'élaboration;

ste Kommissionssitzung vom 24/25. Mai 1993 zu formulieren. 3. propositions de motions et de postulats;

Die Subkommission tagte am 10./11. und 21. Mai 1993, insge- 4 mesures à rejeter.

samt 7 Stunden. Als Ergebnis der Vorberatungen lagen 7 An- Sur ce, la commission a chargé une sous-commission de pro-

träge vor: Ein Antrag für eine Kommissionsmotion betreffend céder à un examen préalable du contenu de la pétition et de lui

eine rückerstattbare Energielenkungsabgabe als Ergebnis soumettre des propositions. La sous-commission a égale-

des Brugger Seminars und als Willensäusserung zur Forde- ment été priée d'évaluer les résultats du séminaire de Brougg

rung der Petition sowie 6 Anträge im Zusammenhang mit den sur les taxes d'incitation, du 5 février 1993, et de présenter ses

weiteren Forderungen der Petition (1 Motion, 3 Empfehlun- conclusions sous forme d'un projet d'intervention parlemen-

gen und 2 Postulate). taire de la commission en vue de la prochaine séance des 24

An der Sitzung vom 24/25. Mai 1993 fasste die Kommission et 25 mai 1993.

folgende Beschlüsse: Der bereinigte Motionstext «Rücker- La sous-commission a siégé les 10,11 et 21 mai 1993, consa-

stattbare Energielenkungsabgabe» wird nicht in der Form ei- crant 7 heures à l'étude de cet objet Les délibérations prélimi-

ner Motion, sondern als Brief an den Bundesrat adressiert. naires ont donné lieu à 7 propositions, dont une proposition

Anstelle von anderen Anträgen beschloss die Kommission, pour une motion de la commission relative à une taxe d'incita-

ein Postulat «Umsetzung der Petition 'Umwelt' der Jugend- tion sur l'énergie remboursable, rédigée sur la base des

session» einzureichen, und erteilte der Subkommission den conclusions du séminaire de Brougg et favorable à la pétition

Auftrag, ihr bis zur nächsten Sitzung einen Entwurf zu unter- sur ce point. La sous-commission a également présenté

breiten. 6 autres propositions en rapport avec les autres requêtes de la

Am 9. Juni 1993 stimmte die Kommission mit 7 zu 1 Stimmen pétition (1 motion, 3 recommandations et 2 postulats).

bei einer Enthaltung dem bereinigten Text des Postulates zu La commission a pris les décisions suivantes lors de sa

und beantragte dem Ständerat, die Petition dem Bundesrat séance des 24 et 25 mai 1993: le texte de la motion, dans sa

zur Kenntnisnahme zu überweisen und gleichzeitig auch das version modifiée, «Taxe d'incitation sur l'énergie remboursa-

Postulat 93.3295 zu überweisen. ble», ne sera pas adressé au Conseil fédéral sous forme de

Verhandlungen im Ständerat motion, mais de lettre. En lieu et place des autres propositions,

Im Ständerat standen am 6. Oktober 1993 nicht nur die Peti- la commission a prévu de déposer un postulat pour une «mise

tion und das Kommissionspostulat zur Debatte, sondern auch en oeuvre de la pétition 'Environnement' déposée lors de la

die Empfehlung Frick (93.3357) vom 17. Juni 1993, mitunter- Session des jeunes», et a chargé la sous-commission de lui

zeichnet von drei weiteren Mitgliedern (Plattner, Schule, Zim- soumettre un projet d'ici la prochaine séance.

merli) der Subkommission. Le 9 juin 1993, la commission a approuvé la version corrigée

In der Debatte nahm Frau Bundesrätin Dreifusszu den 5 Punk- du postulat par 7 voix contre 1 et avec 1 abstention. Elle a par

ten des Postulates und zu den 3 Punkten der Empfehlung ailleurs proposé au plénum de transmettre le postulat 93.3295

Stellung. Sie erstattete im Rat selbst, als Antwort auf das Po- au Conseil fédéral et par la même occasion la pétition afin que

stulat, einen ausführlichen Bericht über den Stand und die Per- celui-ci en prenne connaissance.

spektiven der schweizerischen Umweltpolitik, und sie wies Délibérations du Conseil des Etats

nach, dass die drei Punkte der Empfehlung erfüllt sind. Le 6 octobre 1993, les débats du Conseil des Etats ont porté

Aufgrund ihrer Ausführungen stellte sie den Antrag, sowohl sur la pétition, le postulat de commission ainsi que sur la re-

das Postulat als auch die Empfehlung als erfüllt abzuschrei- commandation Frick (93.3357) du 17 juin 1993, signée égale-

ben. Nachdem sich der Berichterstatter mit der Abschreibung ment par trois autres membres de la sous-commission (Platt-

des Postulates einverstanden erklärt hatte, und Ständerat ner, Schule, Zimmerli).

Frick für die Empfehlung ebenfalls, beschloss der Rat einstim- Au cours des débats, la conseillère fédérale Ruth Dreifuss a

mig die Abschreibung der beiden Vorstösse und die Ueber- pris position sur les 5 points du postulat et sur les 3 points de

weisung der Petition an den Bundesrat zur Kenntnisnahme. la recommandation. En réponse au postulat, elle a présenté

elle-même un rapport circonstancié sur l'état actuel et sur les

Erwägungen der Kommission perspectives de la politique suisse en matière d'environne-

Die Kommission befasste sich mit dieser Petition am 8. No- ment Elle a également démontré que les exigences mention-

vember 1993. Sie bedauerte ausdrücklich die verspätete Zu- nées aux 3 points de la recommandation étaient remplies. Sur

weisung dieses Geschäftes. la base de ses déclarations précédentes, Mmo Dreifuss,

Die Kommission stellte jedoch fest, dass die Subkommission conseillère fédérale, a proposé de classer le postulat et la re-

der ständerätlichen Kommission für Umwelt, Raumplanung commandation. Après avoir obtenu l'accord du rapporteur

und Energie (Urek-SR) schon mit grosser Sorgfalt die Petition pour le postulat ainsi que celui de M. Frick, conseiller aux

geprüft hatte und dass Frau Bundesrätin Dreifuss die Anliegen Etats, pour la recommandation, le plénum a décidé à l'unani-

der Petition ebenfalls genau analysiert und den Ständerat mité de classer les deux interventions et de transmettre la péti-

über die ergriffenen Massnahmen sowie über die in Bearbei- tion au Conseil fédéral afin que celui-ci en prenne connais-

tung stehenden Massnahmen ausführlich informiert hatte. sance.

Aufgrund dieses Befundes verzichtete die Kommission auf ei-

gene Vorstösse im Sinne der Petition. Considérations de la commission

La commission a examiné cette pétition le 8 novembre

Mme Jeanprêtre présente au nom de la commission le rapport 1993. Elle a déploré expressément le retard pris dans la trans-

écrit suivant: mission de cet objet.

La commission a pu néanmoins constater que la sous-com-

La Session des jeunes, qui s'est déroulée pour la première fois mission de la Commission de l'environnement, de l'aménage-

l'année du 700e anniversaire de la Confédération, a notam- ment et de l'énergie (Ceate-CN) du Conseil des Etats avait

ment traité de questions d'environnement Le texte final a été déjà examiné la pétition avec le plus grand soin. Mmo Dreifuss,

accepté, le 25 septembre 1991, sous forme de pétition par conseillère fédérale, avait également étudié avec attention le

152 voix contre 39 et remis aux Chambres fédérales. contenu de la pétition, puis informé le Conseil des Etats en dé-

Délibérations de la commission du Conseil des Etats tail sur les mesures en vigueur et en cours de préparation dans

La commission s'est penchée sur cette pétition au cours de le domaine de l'environnement Forte de cette constatation, la

plusieurs séances. Le 26 mars 1993, elle a entamé une pre- commission a renoncé au dépôt d'une intervention au sens de

mière discussion et s'est prononcée sur chaque point de la la pétition.

17. Dezember 1993 N 2501 Petitionen

Antrag der Kommission fallentsorgung zugrunde. Neue Richtlinien der EG gehen zum

Die Kommission beantragt einstimmig (20 zu 0 Stimmen bei Teil sogar über die Anforderungen der heutigen Luftreinhalte-

1 Enthaltung), von der Petition Kenntnis zu nehmen und sie Verordnung an die Abfallverbrennung hinaus. Eine weiter ge-

als erfüllt abzuschreiben. hende Normung im europäischen Raum drängt sich zurzeit

nicht auf, sind doch unterschiedliche Standards in der Abfall-

Proposition de la commission beseitigung und damit unterschiedliche Produktionskosten

A l'unanimité (20 voix contre 0 et avec 1 abstention), la com- häufig nicht auf unterschiedliche Regelungen, sondern auf

mission propose de prendre connaissance de la pétition et de den unterschiedlichen Vollzug gleichwertiger Regelungen zu-

la classer. rückzuführen.

Mit dem zweiten Antrag wird ein spezielles Kennzeichen für

Angenommen -Adopté Produkte gefordert, die ökologisch einwandfrei produziert

bzw. bei denen Produktionsabfälle umweltgerecht entsorgt

wurden.

Grundsätzlich ist ein vermehrtes Ausrichten der Produktion

auf ökologisch einwandfreie Verfahren sicher sowohl im In-

93.2019 land als auch im Ausland erwünscht. Eine zuverlässige Kenn-

zeichnung von Produkten könnte vermeiden, dass Konsu-

Pétition Infanger Franz menten Produkte allein wegen eines Preisvorteils kaufen und

Abfallentsorgung dabei unwissentlich eine beträchtliche Umweltbelastung bei

Pétition Infanger Franz der Produktion dieser preisgünstigeren Produkte in Kauf

Elimination des déchets nehmen.

Zweckmässigerweise wird eine entsprechende Kennzeich-

nung international harmonisiert. Gegenwärtig unternimmt die

EG grosse Anstrengungen, um ein sogenanntes Oekolabel

einzuführen. Die Schweiz unterstützt diese Bestrebungen und

Frau Jeanprêtre unterbreitet im Namen der Kommission den ist bereit, diese soweit als möglich mitzutragen.

folgenden schriftlichen Bericht: Auch das von der EG zurzeit geförderte Oekoaudit, bei dem

die Umweltbelastung durch Produktionsverfahren oder Pro-

1. Inhalt der Petition duktionsanlagen gesamthaft zu erfassen versucht wird, zielt

In seiner am 24. Juni 1992 eingereichten Petition macht der auf eine bessere Transparenz der Informationen über die Um-

Petent, Franz Infanger, auf Marktverzerrungen aufmerksam, weltbelastung durch Produktionsprozesse ab. Die Schweiz ar-

welche der schweizerischen oder generell der europäischen beitet zurzeit aktiv bei der Erarbeitung entsprechender Grund-

Industrie entstehen, weil sie wesentlich strengere Umwelt- sätze mit. Ein Vorgehen zur Kennzeichnung im Alleingang

schutznormen einhalten muss als die Industrien in gewissen scheint hier wegen des relativ kleinen schweizerischen Mark-

anderen Staaten. Der Petent verweist dabei insbesondere auf tes wenig sinnvoll.

die strikten Vorschriften der Schweiz und anderer europäi- Mit dem dritten Antrag schlägt der Petent eine Abfallbeseiti-

scher Staaten im Bereich der Abfallentsorgung und der Luft- gungssteuer auf Produkten vor, bei deren Herstellung nicht

reinhaltung. Er macht auch geltend, dass die Schweiz - zu- sämtliche Umweltschutzvorschriften nachweisbar eingehal-

sammen mit anderen Industriestaaten - gewillt ist, den Export ten wurden.

von Abfällen restriktiv zu kontrollieren und Exporte nur dann zu Zur Umsetzung dieses Vorschlags müssten die unterschied-

genehmigen, wenn im Ausland Gewähr für eine umweltge- lichsten Produktionsprozesse von modernen Konsumgütern

rechte Entsorgung besteht. Daraus entstehen den Staaten mit von der Schweiz aus überwacht werden. Moderne Konsumgü-

hohem Umweltschutzniveau höhere Kosten. Um die resultie- ter sind oft aus Komponenten zusammengesetzt, die in unter-

rende Marktverzerrung zu beheben, stellt der Petent drei An- schiedlichen Ländern hergestellt wurden. Damit ergäbe sich

träge: etwa bei Elektronikgeräten die Notwendigkeit, die Herstellung

a. «Das Bundesamt für Umwelt, Wald und Landschaft erstellt von einigen Dutzend Komponenten in den verschiedensten

mit den zuständigen Instanzen Normvorschriften zur Abfallbe- Ländern eingehend zu untersuchen und nachzuvollziehen.

seitigung, soweit sie noch nicht bestehen und der Bedarf dafür Zudem ist anzunehmen, dass eine solche Steuer von den

vorhanden ist.» schweizerischen Handelspartnern als tarifäres Handels-

b. «Das Bundesamt für Umwelt, Wald und Landschaft erstellt hemmnis ausgelegt würde. Dies liesse mögliche Retorsions-

mit den zuständigen Instanzen auf nationaler und europäi- massnahmen befürchten. Aus diesen Gründen ist die gefor-

scher Ebene eine Norm zur Ueberwachung der Einhaltung der derte Steuer als nicht realisierbar anzusehen.

Abfallbeseitigungsvorschriften. Produkte, die unter Einhal- In den letzten Jahren hat sich in der Schweiz eine grosse Sen-

tung der Vorschriften gemäss (Anträgen) a und b. hergestellt sibilität im Hinblick auf die Entsorgung von Abfällen entwickelt

werden, tragen ein spezielles Kennzeichen. Damit ist der Kon- So werden hohe Anforderungen an Anlagen im Ausland ge-

sument sicher, dass nicht nur das Produkt selbst ökologisch stellt, in welchen schweizerische Bleibatterien verwertet wer-

einwandfrei ist, sondern auch die Abfallprodukte sauber ent- den. Interessanterweise stellen die Konsumenten keine dies-

sorgt sind.» bezüglichen Anforderungen an die Anlagen, welche im Aus-

c. «Der Bund erhebt eine Abfallbeseitigungssteuer auf allen land der Erzeugung neuer Produkte für den Schweizer Markt

Verkaufsprodukten, die nicht selbst einer korrekten Abfallent- dienen. Da ein hohes Niveau des Umweltschutzes Unbestritte-

sorgung dienen. Diese Steuer muss bei etwa 10 Prozent des nermassen in vielen Fällen die Produktionskosten erhöht, füh-

Verkaufspreises liegen. ren tiefere Standards des Umweltschutzes und der Abfallwirt-

Produkte, die den Normen gemäss den Anträgen a und b. schaft in aussereuropäischen Staaten zur Auslagerung der

vollständig entsprechen, sind von dieser Steuer befreit Produktion aus europäischen Industriestaaten mit hohem

Dienstleistungen werden nicht mit dieser Steuer belegt.» Umweltschutzstandard in diese Staaten. Fehlende Qualitäts-

2. Stellungnahme des Eidgenössischen Departements des In- normen über die «ökologische Qualität der Produktion» bewir-

nern vom 4. Januar 1993 ken tatsächlich die in der Petition angeprangerte Marktverzer-

Mit dem ersten Antrag fordert der Petent die Schaffung von rung. Es muss deshalb ein Ziel der schweizerischen Umwelt-

Normvorschriften im Abfallbereich. politik sein, auch Schwellenländer und Drittweltstaaten von

Die Entsorgung von Abfällen ist in der Schweiz vor allem in der der Notwendigkeit und Machbarkeit eines Umweltschutzes

Technischen Verordnung über Abfälle sowie in der Luftrein- auf hohem Niveau zu überzeugen.

halte-Verordnung geregelt. Diese Verordnung verlangt im we-

sentlichen, dass die Abfallentsorgung dem Stand der Technik Erwägungen der Kommission

genügen muss. Die gleiche Ueberlegung liegt auch den Vor- Die Kommission teilt die Auffassung der ständerätlichen Kom-

schriften der Europäischen Gemeinschaftim Bereiche der Ab- mission, dass diese Petition grosse Beachtung verdient.

Pétitions 2502 N 17 décembre 1993

Die Wettbewerbsbedingungen der Schweizer Wirtschaft wer- Fondamentalement, une orientation plus accentuée de la pro-

den durch die strengeren Umweltschutznormen tatsächlich duction vers des procédés de fabrication plus écologiques est

erschwert. souhaitable, tant dans le pays qu'à l'étranger. Un étiquetage

Die Schweiz ist deswegen bestrebt, auf internationaler Ebene clair des produits pourrait éviter que les consommateurs don-

dahin gehend zu wirken, dass der hohe Umweltschutzstan- nent leur préférence à certains produits uniquement en raison

dard nicht nur in den Industriestaaten garantiert wird, sondern d'un prix plus bas et qu'ils acceptent ainsi involontairement

dass auch die Schwellenländer und die Drittweltstaaten dafür une charge polluante plus grande liée à la fabrication de ces

gewonnen werden. Die Kommission unterstützt deswegen die produits moins chers.

oben dargelegten Massnahmen und Bemühungen des Eidge- Il est opportun que l'apposition d'un tel signe distinctif soit har-

nössischen Departements des Innern. monisée sur le plan international. Actuellement, la CE entre-

prend de vastes efforts pour instituer un label écologique. La

Suisse appuie ces efforts et entend y participer dans la mesure

M™ Jeanprêtre présente au nom de la commission le rapport du possible.

écrit suivant: La CE s'efforce par ailleurs d'instituer un audit écologique vi-

sant à évaluer globalement la charge polluante liée aux pro-

1. Objet de la pétition cédés de fabrication et aux installations de production. Cet

Dans la pétition concernant l'élimination des déchets, qu'il a audit améliorerait la transparence des informations relatives à

déposée le 24 juin 1992, le pétitionnaire, Franz Infanger, attire la charge polluante due aux processus de production. La

l'attention sur les distorsions de concurrence que subit l'indu- Suisse s'active actuellement à définir des principes en la ma-

strie suisse et européenne en général, du fait qu'elle doit ob- tière. Une démarche isolée en vue d'un marquage distinctif

server des normes antipollution notablement plus sévères que pour un marché aussi exigu que le nôtre n'aurait guère de

l'industrie de certains Etats. Le pétitionnaire souligne en parti- sens.

culier les normes plus strictes que la Suisse et d'autres pays Enfin, par le troisième point de sa pétition, l'auteur propose

européens doivent appliquer dans les secteurs de l'élimina- l'institution d'une taxe sur l'élimination des déchets qui frap-

tion des déchets et de la protection de l'air. Il fait valoir aussi perait les produits dont l'obtention ne serait pas de manière

que la Suisse - ainsi que d'autres pays industriels - s'efforce démontrable conforme à toutes les normes de protection de

de contrôler dans un sens restrictif les exportations de dé- l'environnement

chets, lesquelles ne sont autorisées que si le pays d'importa- Pour mettre en application cette proposition, il faudrait, à par-

tion fournit des garanties quant à une élimination conforme tir de la Suisse, surveiller les procédés de fabrication les plus

aux impératifs écologiques. De cette situation résultent des divers, qui servent à obtenir les biens de consommation mis

coûts plus élevés pour les pays qui disposent d'un haut niveau sur le marché. Or, les biens de consommation actuels sont

de protection de l'environnement Afin de supprimer les distor- souvent composés d'éléments provenant de différents pays.

sions qui en résultent, le pétitionnaire formule trois demandes Il faudrait ainsi, par exemple, en ce qui concerne les appa-

(traduction de la Chancellerie fédérale): reils électroniques, examiner de manière approfondie la fabri-

a. «L'Office fédéral de l'environnement, des forêts et du pay- cation de dizaines de composants dans les pays les plus di-

sage établit avec les autorités compétentes des normes ré- vers. En outre, il faut s'attendre à ce que les partenaires com-

glant l'élimination des déchets, dans la mesure où de telles merciaux de la Suisse considèrent une telle taxe comme une

normes n'existent pas et que leur nécessité est avérée.» entrave tarifaire au commerce, ce qui laisserait craindre des

b. «L'Office fédéral de l'environnement, des forêts et du pay- mesures de rétorsion. Pour tous ces motifs, la taxe proposée

sage règle avec les autorités compétentes, sur les plans doit être tenue pour irréalisable.

suisse et européen, la surveillance du respect des normes ré- Ces dernières années, l'opinion suisse a été fortement sensi-

gissant l'élimination des déchets. Les produits fabriqués bilisée au problème de l'élimination des déchets. C'est ainsi

conformément aux normes visées aux points a et b portent un que des exigences très strictes sont imposées aux usines

signe distinctif, permettant aux consommateurs de s'assurer étrangères dans lesquelles les accumulateurs au plomb pro-

que non seulement les produits en question sont écologique- venant de Suisse sont recyclés. Il est intéressant de noter

ment irréprochables, mais aussi que l'élimination des déchets que les consommateurs ne formulent pas d'exigences simi-

qui en résultent est non polluante.» laires pour ce qui est des usines étrangères fabriquant des

c. «La Confédération perçoit une taxe d'élimination des dé- produits neufs destinés au marché suisse. Etant donné qu'un

chets sur tous les produits pour lesquels une élimination cor- niveau élevé de protection de l'environnement accroît in-

recte des déchets n'est pas assurée. Cette taxe sera fixée à en- contestablement dans nombre de cas les frais de production,

viron 10 pour cent du prix de vente des produits. on assiste à un transfert de la production des pays industriali-

Les produits satisfaisant pleinement aux normes visées aux sés d'Europe, dotés d'un niveau élevé de protection de l'en-

points a et b sont exonérés de cette taxe. Les services sont vironnement, vers des pays où ce niveau est inférieur et les

exemptés de la taxe.» normes d'élimination des déchets moins strictes. Le manque

2. Avis du Département fédéral de l'intérieur du 4 janvier 1993 de normes qualitatives permettant de définir un «mode de

Par le premier point de sa pétition, l'auteur demande l'établis- production écologique» provoque effectivement les distor-

sement de normes réglant l'élimination des déchets. Or, l'éli- sions de concurrence dénoncées par la pétition. La politique

mination des déchets en Suisse est réglée principalement par suisse en matière d'environnement doit donc aussi viser à

l'ordonnance sur le traitement des déchets ainsi que par l'or- persuader les pays en voie d'industrialisation et les Etats du

donnance sur la protection de l'air. Ces dispositions précisent tiers monde de la nécessité et de la praticabilité d'un haut ni-

en particulier que l'élimination des déchets doit être conforme veau de protection de l'environnement

au niveau de la technique. Le même principe sous-tend les

normes de la Communauté européenne en matière d'élimina- Considérations de la commission

tion des déchets. Les nouvelles directives de la CE vont même La commission est d'avis que la pétition mérite une grande at-

plus loin que l'ordonnance sur la protection de l'air quant à tention, partageant en cela l'avis de la commission du Conseil

certaines règles d'incinération des déchets. Des normes plus des Etats. Des normes plus strictes de protection de l'environ-

strictes ne s'imposent pas pour l'instant dans l'espace euro- nement rendent effectivement plus difficiles les conditions de

péen, car les différences dans la qualité de l'élimination des concurrence de l'économie suisse.

déchets et dans les coûts qui en découlent ne sont souvent La Suisse s'efforce par conséquent d'obtenir, sur le plan inter-

pas dues à la diversité des réglementations, mais bien aux dif- national, que non seulement les pays industrialisés, mais

férences dans l'application de normes équivalentes. aussi les pays nouvellement industrialisés et les pays du tiers

Par le second point, le pétitionnaire demande qu'un signe dis- monde adoptent des normes élevées en matière de protection

tinctif soit apposé sur les produits fabriqués conformément de l'environnement. La commission appuie les mesures expo-

aux impératifs écologiques et pour lesquels les déchets de sées précédemment ainsi que les efforts du Département fé-

production sont éliminés de manière non polluante. déral de l'intérieur.

17. Dezember 1993 N 2503 Petitionen

Antrag der Kommission M. Etique présente au nom de la commission le rapport écrit

Die Kommission beantragt mit 13 zu 1 Stimmen bei 3 Enthal- suivant:

tungen, die Petition an den Bundesrat zur Kenntnisnahme zu

überweisen. 1. Le 18 janvier 1993, l'association «Aktive Tierschutzgruppe

Salez» a déposé une pétition appuyée par 6219 signatures.

Proposition de la commission Cette pétition demande une interdiction générale sur le terri-

La commission propose, par 13 voix contre 1 et avec 3 absten- toire suisse de l'élevage et de l'abattage d'animaux domesti-

tions, de transmettre la pétition au Conseil fédéral pour qu'il en ques (chiens, chats, également les primates) en vue de leur

prenne connaissance. consommation par des êtres humains, que ce soit pour des

besoins personnels ou pour la revente. De même, toute acqui-

Angenommen -Adopté sition de tels animaux domestiques à des fins de consomma-

tion doit tomber automatiquement sous le coup de cette inter-

diction.

2. Lors de sa séance du 25 juin 1993, la Commission de la

science, de l'éducation et de la culture a examiné la pétition

ainsi qu'une prise de position du Département fédéral de

l'économie publique.

93.2022 2.1 La commission et le département sont parvenus à la

conclusion qu'il s'agit d'une requête à caractère purement

Petition Aktive Tierschutzgruppe Salez éthique.

Verbot von Züchtungen und Schlachtungen La législation en vigueur sur la protection des animaux (art. 1,

von Haustieren zum Verzehr 2, 22 LPA) et les articles relatifs à l'étourdissement des ani-

Pétition Aktive Tierschutzgruppe Salez maux de boucherie de l'ordonnance fédérale sur le contrôle

Interdiction de l'élevage et de l'abattage d'animaux des viandes (art. 35a, 35b EFV) protègent les animaux indivi-

domestiques en vue de leur consommation duellement de douleurs, maux ou dommages, mais n'interdi-

sent pas un abattage des animaux selon les usages profes-

sionnels, indépendamment des buts d'utilisation (par exem-

ple bétail de boucherie, gibier, chevaux, animaux d'expé-

rience, animaux de refuge âgés ou malades). Cependant,

Herr Etique unterbreitet im Namen der Kommission den fol- l'article 73 OCV interdit la commercialisation de viande de

genden schriftlichen Bericht: chats et de chiens ainsi que des aliments préparés avec ces

viandes. Cette interdiction, promulguée en 1909, ne reposait

1. Am 18. Januar 1993 reichte die Aktive Tierschutzgruppe Sa- pas sur des considérations d'éthique, mais de protection

lez eine Petition mit 6219 Unterschriften ein. Verlangt wird ein contre les fraudes.

gesamtschweizerisches Verbot von Züchtungen und Schlach- 2.2 La législation allemande, mentionnée par les pétitionnai-

tungen von Haustieren wie Hunden und Katzen, aber auch res, prévoit que «la viande de singes, de chiens et de chats ne

von Primaten, sofern dies zum Zweck des Verzehrs durch doit pas être exploitée en vue d'une consommation humaine»

Menschen geschieht - sei es für den Eigenbedarf oder für den (art. 1 al. 1 de la loi sur l'hygiène de la viande). Le droit suisse

Weiterverkauf. Auch jede Beschaffung dieser Haustiere zum ne comporte en revanche aucune disposition concernant la

erwähnten Zweck soll automatisch unter dieses Verbot fallen. consommation privée de la viande de ces animaux, il se

2. Die Kommission für Wissenschaft, Bildung und Kultur be- contente d'en réglementer la commercialisation.

fasste sich an ihrer Sitzung vom 25. Juni 1993 mit dieser Peti- 2.3 La commission constate que de nombreux citoyens et ci-

tion sowie einer Stellungnahme des Eidgenössischen Volks- toyennes suisses se refusent à consommer de la viande de

wirtschaftsdepartementes. chiens et de chats; elle considère donc que les exemples cités

2.1 Kommission und Departement kommen zum Schluss, dans la pétition ne constituent que des cas isolés. La commer-

dass es sich um ein Anliegen von grundsätzlicher ethischer cialisation de cette denrée étant interdite, il n'incombe pas à

Bedeutung handelt. l'Etat d'édicter des réglementations en matière de consom-

Die geltende Tierschutzgesetzgebung (Art. 1, 2, 22 TSchG) mation. Cette question doit être laissée à l'appréciation de

und die die Schlachtviehbetäubung betreffenden Artikel der chacun.

Eidgenössischen Fleischschauverordnung (Art. 35a, 35b

EFV) schützen das Einzeltier vor Schmerzen, Leiden und Antrag der Kommission

Schäden, verbieten aber nicht das fachgerechte Töten von Die Kommission beantragt, von der Petition Kenntnis zu neh-

Tieren, unabhängig vom Verwendungszweck (z. B. Schlacht- men, ihr aber keine Folge zu geben.

vieh, Wild, Pferde, Versuchstiere, alte oder kranke Heimtiere

usw.). Verboten ist gemäss Artikel 73 EFV jedoch das Inver- Proposition de la commission

kehrbringen des Fleisches von Hunden und Katzen und der La commission propose de prendre connaissance de la péti-

daraus hergestellten Fleischwaren. Für dieses Verbot waren tion sans y donner suite.

aber nicht ethische Bedenken massgebend, sondern es

waren Gründe des Täuschungsschutzes, die den Bundes- Angenommen -Adopté

rat 1909 veranlassten, dieses Verbot zu erlassen.

2.2 Im Gegensatz zu der von den Petenten erwähnten deut-

schen Gesetzgebung, die vorsieht, dass «Fleisch von Affen,

Hunden und Katzen zum Genuss für Menschen nicht gewon-

nen werden darf» (Art. 1 Abs. 1 des Fleischhygienegesetzes),

enthält die schweizerische Gesetzgebung keine den privaten

Konsum betreffende Bestimmung, sondern regelt, wie er-

wähnt, nur das Inverkehrbringen.

2.3 Die Kommission hält fest, dass das Essen von Hunde-und

Katzenfleisch von zahlreichen Bürgerinnen und Bürgern

strikte abgelehnt wird und dass es sich bei den in der Petition

genannten Beispielen nur um vereinzelte Fälle handeln kann.

Das Inverkehrbringen ist verboten, und es ist nicht Aufgabe

des Staates, im Bereich des Konsums Regelungen zu er-

lassen. Hier muss das ethische Empfinden des einzelnen

spielen.

Pétitions 2504 N 17 décembre 1993

93.2026 Les Commissions des affaires juridiques du Conseil national

et du Conseil des Etats ont examiné cette requête. Elles ont

Petition Tierschutz-Dachverband Schweiz établi que les conditions d'une responsabilité pénale n'étaient

und Verein gegen Tierfabriken pas réunies. Le fait que la Fédération faîtière suisse pour la

Strafanzeige gegen den Bundesrat, protection des animaux et l'Association contre les fabriques

insbesondere Bundesrat Delamuraz d'animaux s'opposent à l'application de la loi sur l'agriculture

Pétition Fédération faîtière suisse dans le domaine de la détention contrôlée d'animaux en plein

pour la protection des animaux air ne constitue pas une raison suffisante pour déposer une

et Association contre les fabriques d'animaux plainte pénale contre le Conseil fédéral et le chef du Départe-

Plainte pénale contre le Conseil fédéral, ment fédéral de l'économie publique.

en particulier contre le conseiller fédéral Delamuraz Les commissions des deux conseils sont parvenues à l'unani-

mité à la conclusion que la plainte pénale doit être rejetée.

2. Le 24 septembre 1993, M. Erwin Kessler, au nom de la Fé-

dération faîtière suisse pour la protection des animaux et de

l'Association contre les fabriques d'animaux a interjeté re-

cours contre la manière de liquider la plainte pénale. Il de-

Herr Engler unterbreitet im Namen der Kommission den fol-

mande que la cause soit traitée par les deux Chambres, car il

genden schriftlichen Bericht:

reproche aux commissions de n'avoir que superficiellement

traité la plainte pénale.

1. Mit Eingabe vom 14. Mai 1993 reichte Dr. Erwin Kessler na- 3. Les règlements des conseils prévoient que les requêtes

mens des Tierschutz-Dachverbandes Schweiz und des Ver- visant la levée de l'immunité de membres des conseils ou de

eins gegen Tierfabriken eine Strafanzeige gegen den Bundes- magistrats soient soumises pour examen préalable aux Com-

rat, insbesondere Bundesrat Delamuraz, wegen Amtsmiss- missions des affaires juridiques (art 46 al. 1 RCN; art 37

brauchs (Art 312 StGB) ein. al. 4 RCE).

Die Kommissionen für Rechtsfragen des Nationalrates und La commission chargée de l'examen préalable doit examiner

des Ständerates haben die Eingabe geprüft Sie stellten fest, si l'enquête pénale est justifiée et opportune, puis présenter

dass die Voraussetzungen einer strafrechtlichen Verantwort- une proposition en la matière au conseil. Si elle conclut que les

lichkeit nicht vorliegen. Dass der Tierschutz-Dachverband reproches sont manifestement infondés, elle peut toutefois, de

Schweiz und der Verein gegen Tierfabriken mit der Anwen- son propre chef, liquider directement la demande. Ce n'est

dung des Landwirtschaftsgesetzes in bezug auf die Freiland- que lorsque l'accusation présente un certain degré de vrai-

tierhaltung nicht einverstanden sind, ist kein ausreichender semblance que l'Assemblée fédérale doit décider de l'oppor-

Grund für die Einreichung einer Strafklage gegen den Bun- tunité d'une procédure pénale.

desrat und den Vorsteher des Eidgenössischen Volkswirt- 4. La commission confirme à l'unanimité qu'elle n'a pas pu

schaftsdepartementes. trouver dans la requête de M. Kessler les conditions permet-

Die Kommissionen für Rechtsfragen beider Räte kamen ein- tant de conclure à la responsabilité pénale des prévenus. Le

stimmig zum Schluss, die Strafanzeige sei abzulehnen. fait que la Fédération faîtière suisse pour la protection des ani-

2. Am 24. September 1993 reichte nun Dr. Erwin Kessler na- maux et de l'Association contre les fabriques d'animaux s'op-

mens des Tierschutz-Dachverbandes Schweiz und des Ver- posent à l'application de la loi sur l'agriculture dans le do-

eins gegen Tierfabriken eine Beschwerde betreffend die Erle- maine de la détention contrôlée d'animaux en plein air ne

digung der Strafanzeige ein und stellt das Gesuch, die Sache constitue pas une raison suffisante pour le dépôt d'une plainte

in beiden Räten zu behandeln. Er wirft den Kommissionen vor, pénale contre le Conseil fédéral et M. Delamuraz, conseiller

sie hätten die Strafanzeige nur oberflächlich behandelt und fédéral.

verlangt, dass sich die eidgenössischen Räte der Sache an- 5. La commission est dès lors d'avis que, dans le cas présent,

nehmen. elle a utilisé à juste titre les compétences décisionnelles que

3. Die Ratsreglemente sehen vor, dass Begehren um Aufhe- lui attribue l'article 46 alinéa 1 RCN. Toutefois, dans le sens

bung der Immunität von Ratsmitgliedern oder Magistratsper- d'une interprétation large du droit d'être entendu, elle soumet

sonen zur Vorprüfung den Kommissionen für Rechtsfragen le cas aux Chambres fédérales.

unterbreitet werden (Art. 46 Abs. 1 GRN, Art 37 Abs. 4 GRS).

Nur wenn der Anschuldigung eine gewisse Plausibilität nicht Antrag der Kommission

abgesprochen werden kann, hat die Bundesversammlung zu Die Kommission beantragt einstimmig, der Strafanzeige des

entscheiden, ob die Durchführung eines Strafverfahrens op- Tierschutz-Dachverbandes Schweiz und des Vereins gegen

portun ist. Tierfabriken keine Folge zu geben.

4. Die Kommission hält einstimmig daran fest, dass sie in den

Eingaben von Dr. Kessler keine Voraussetzungen finden Proposition de la commission

konnte, die zu einer strafrechtlichen Verantwortlichkeit der Be- La commission propose à l'unanimité de ne pas donner suite à

schuldigten führen würden. Dass der Verein gegen Tierfabri- la plainte pénale de la Fédération faîtière suisse pour la pro-

ken mit der Anwendung des Landwirtschaftsgesetzes nicht tection des animaux et de l'Association contre les fabriques

einverstanden ist, ist kein ausreichender Grund für die Einrei- d'animaux.

chung einer Strafklage gegen den Bundesrat und Bundesrat

Delamuraz. Angenommen -Adopté

5. Die Kommission vertritt deshalb die Auffassung, dass sie im

vorliegenden Fall ihre Entscheidbefugnis gemäss Artikel 46

Absatz 1 GRN zur Recht wahrgenommen hat Im Sinne einer

grosszügigen Handhabung des rechtlichen Gehörs unterbrei-

tet sie jedoch hiermit den Fall den eidgenössischen Räten.

M. Engler présente au nom de la commission le rapport écrit

suivant:

1. Par demande du 14 mai 1993, M. Erwin Kessler a déposé au

nom de la Fédération faîtière suisse pour la protection des ani-

maux et de l'Association contre les fabriques d'animaux une

plainte pénale contre le Conseil fédéral, en particulier con-

tre M. Delamuraz, conseiller fédéral, pour abus d'autorité

(art. 312 CP).

17. Dezember 1993 2505 Petitionen

93.2027 M. Engler présente au nom de la commission le rapport écrit

suivant:

Petition Gagovski Vencoslav

Strafklagen gegen die Bundesrichter 1. Par demandes des 2 avril, 21 juin, 23 juin, 15 juillet et6 août

Scyboz, Forni, Reeb, Bigler und Weyermann 1993, M. Vencoslav Gagovski a déposé des plaintes pénales

Pétition Gagovski Vencoslav contre les juges fédéraux Scyboz, Forni, Reeb, Bigler et

Plaintes pénales contre les juges fédéraux Weyermann et contre les greffiers Müller, Chalon et Fülle-

Scyboz, Forni, Reeb, Bigler et Weyermann mann, pour abus d'autorité (art. 132 CP).

En vertu des articles 14 et 15 de la loi fédérale sur la responsa-

bilité de la Confédération, des membres de ses autorités et de

ses fonctionnaires, une autorisation des Chambres fédérales

est nécessaire pour ouvrir une poursuite pénale contre des

Herr Engler unterbreitet im Namen der Kommission den fol- membres du Conseil national ou du Conseil des Etats, ainsi

genden schriftlichen Bericht: que contre des magistrats; par contre, l'autorisation de pour-

suivre pénalement des fonctionnaires doit être délivrée par le

1. Mit Eingaben vom 2. April, 21. Juni, 23. Juni, 15. Juli und6. Au- Département fédéral de justice et police. Les plaintes pénales

gust 1993 reichte Vencoslav Gagovski Strafklagen wegen concernant les juges fédéraux sont ainsi traitées par les Cham-

Amtsmissbrauchs (Art 312 StGB) gegen die Bundesrichter bres fédérales, alors que les plaintes concernant les greffiers

Scyboz, Forni, Reeb, Bigler und Weyermann und die Gerichts- sont du ressort du Département fédéral de justice et police.

schreiber Müller, Chalon und Füllemann ein. Les Commissions des affaires juridiques du Conseil national

Gemäss Artikel 14 und 15 des Bundesgesetzes über die Ver- et du Conseil des Etats ont examiné la demande en ce qui

antwortlichkeit des Bundes sowie seiner Behördemitglieder concerne les juges fédéraux. Elles ont établi que les condi-

und Beamten bedarf die Ermächtigung zur Strafverfolgung tions d'une responsabilité pénale n'étaient pas réunies. Le fait

von Mitgliedern des Nationalrates und des Ständerates sowie que Vencoslav Gagovski n'est pas d'accord avec les juge-

von Magistratspersonen der Zustimmung der eidgenössi- ments prononcés contre lui ne constitue pas une raison suffi-

schen Räte, die Ermächtigung zur Strafverfolgung von Beam- sante pour déposer une plainte pénale contre les juges fédé-

ten hingegen der Zustimmung des Eidgenössischen Justiz- raux mentionnés.

und Polizeidepartementes. Die Strafanzeigen betreffend die Les Commissions des affaires juridiques des deux Chambres

Bundesrichter werden deshalb von den eidgenössischen Rä- sont parvenues unanimement à la conclusion que les plaintes

ten, die Anzeigen betreffend die Gerichtsschreiber vom Eidge- pénales étaient insoutenables et qu'elles devaient donc être

nössischen Justiz- und Polizeidepartement behandelt. rejetées.

Die Kommissionen für Rechtsfragen des Nationalrates und 2. Le 16 octobre 1993, M. Gagovski a interjeté recours contre

des Ständerates haben die Eingaben betreffend die Bundes- la manière de liquider les plaintes pénales.

richter geprüft. Sie stellten fest, dass die Voraussetzungen ei- 3. Les règlements des conseils prévoient que les requêtes vi-

ner strafrechtlichen Verantwortlichkeit nicht vorliegen. Dass sant la levée de l'immunité de membres des conseils ou de

Vencoslav Gagovski mit den gegen ihn ergangenen Entschei- magistrats soient soumises pour examen préalable aux Com-

den des Bundesgerichts nicht einverstanden ist, ist kein aus- missions des affaires juridiques (art 46 al. 1 RCN; art. 37

reichender Grund für die Strafklagen gegen die an den Ent- al. 4 RCE).

scheiden beteiligten Bundesrichter. Die Kommissionen für La commission chargée de l'examen préalable doit examiner

Rechtsfragen beider Räte kamen einstimmig zum Schluss, die si l'enquête pénale est justifiée et opportune; elle doit présen-

Strafanzeigen seien unhaltbar und deshalb abzulehnen. ter une proposition au conseil. Si elle conclut que les repro-

2. Am 16. Oktober 1993 reichte nun Vencoslav Gagovski eine ches sont manifestement infondés, elle peut toutefois, de son

Beschwerde betreffend die Erledigung der Strafanzeigen ein. propre chef, refuser l'autorisation (art. 46 al. 2 RCN, art. 37

3. Die Ratsreglemente sehen vor, dass Begehren um Aufhe- al. 4 RCE). Ce n'est que lorsque l'accusation présente un cer-

bung der Immunität von Ratsmitgliedern oder Magistratsper- tain degré de vraisemblance que l'Assemblée fédérale doit dé-

sonen zur Vorprüfung den Kommissionen für Rechtsfragen cider de l'opportunité d'une procédure pénale.

unterbreitet werden (Art. 46 Abs. 1 GRN; Art. 37 Abs. 4GRS). 4. La commission unanime conforme qu'elle n'a pas pu trou-

Die vorberatende Kommission hat zu prüfen, ob eine Strafun- ver dans les requêtes de M. Gagovski les conditions qui per-

tersuchung geboten oder angezeigt ist, und dem Rat Antrag mettraient de conclure à la responsabilité pénale des préve-

zu stellen. Kommt sie zum Schluss, dass die Vorwürfe offen- nus. Le fait qu'il ne soit pas d'accord avec les jugements pro-

sichtlich unbegründet sind, kann sie jedoch die Ermächtigung noncés contre lui ne constitue pas une raison suffisante pour

von sich aus verweigern (Art. 46 Abs. 2 GRN, Art 37 Abs. 4 le dépôt de plaintes pénales contre les juges fédéraux men-

GRS). Nur wenn der Anschuldigung eine gewisse Plausibilität tionnés.

nicht abgesprochen werden kann, hat die Bundesversamm- 5. La commission est dès lors d'avis que, dans le cas présent,

lung zu entscheiden, ob die Durchführung eines Strafverfah- elle a utilisé à juste titre les compétences décisionnelles que

rens opportun ist lui attribue l'article 46 alinéa 1 RCN. Toutefois, dans le sens

4. Die Kommission hält einstimmig daran fest, dass sie in den d'une interprétation large du droit d'être entendu, elle soumet

Eingaben von Vencoslav Gagovski keine Voraussetzungen le cas aux Chambres fédérales.

finden konnte, die zu einer strafrechtlichen Verantwortlichkeit

der Beschuldigten führen würden. Dass er mit den gegen ihn Antrag der Kommission

ergangenen Entscheiden nicht einverstanden ist, ist kein aus- Die Kommission beantragt einstimmig, den Strafklagen von

reichender Grund für die Einreichung einer Strafklage gegen Vencoslav Gagovski keine Folge zu geben.

die an den Entscheiden beteiligten Bundesrichter.

5. Die Kommission vertritt deshalb die Auffassung, dass sie im Proposition de la commission

vorliegenden Fall ihre Entscheidbefugnis gemäss Artikel 46 La commission propose à l'unanimité de ne pas donner suite

Absatz 1 GRN zu Recht wahrgenommen hat. Im Sinne einer aux plaintes pénales de Vencoslav Gagovski.

grosszügigen Handhabung des rechtlichen Gehörs unterbrei-

tet sie jedoch hiermit den Fall den eidgenössischen Räten. Angenommen -Adopté

Pétitions 2506 N 17 décembre 1993

93.2028 Da sich die Kommission einig war, die Petition an den Bundes-

rat zur Kenntnisnahme zu überweisen, bestand die Differenz

Petition Bund schweizerischer Frauenorganisationen, zwischen Mehrheit und Minderheit nur darin, ob die Kommis-

Kommission für Berufsfragen Donna mobile, sion die Zielrichtung der Petition ausdrücklich unterstützen

Forum Weiterbildung für die Frau Luzern solle oder nicht Mit 12 zu 7 Stimmen beschloss die Kom-

Für eine anerkannte Aus-, Fort- und Weiterbildung mission die ausdrückliche Unterstützung des Anliegens der

im Baukastensystem Petition.

Pétition Alliance des sociétés féminines suisses,

Commission des questions professionnelles M. Etique présente au nom de la commission le rapport écrit

Donna mobile, Forum de formation continue suivant:

pour les femmes, Lucerne

Pour une formation, une formation continue

et un perfectionnement selon le système modulaire 1. Par une pétition déposée le 15 juin 1993, munie de

2549 signatures, les signataires demandent que soient enga-

gées les réformes nécessaires en matière de politique de

l'éducation afin d'introduire un système de formation conti-

nue qui corresponde aux conditions d'existence et aux condi-

tions professionnelles actuelles et à venir des adultes. Il s'agit

Herr Etique unterbreitet im Namen der Kommission den fol- en particulier de reconnaître les examens partiels en tant

genden schriftlichen Bericht: qu'éléments d'une formation continue selon le système mo-

dulaire.

1. Mit der am 15. Juni 1993 eingereichten, 2549 Unterschriften Les pétitionnaires affirment que les changements rapides de

tragenden Petition fordern die Unterzeichnenden, die bil- notre société et du monde du travail exigent une instruction

dungspolitisch notwendigen Reformen für ein Weiterbildungs- vaste et globale, qui aille au delà des compétences spéciali-

system einzuleiten, das den heutigen und zukünftigen Berufs- sées et soit tenue à jour grâce à la pratique répétée de laforma-

und Lebensbedingungen Erwachsener entspricht. Insbeson- tion continue, du recyclage et de formations nouvelles. Les

dere sollen Teilabschlüsse als Elemente einer Weiterbildung personnes désireuses d'entreprendre une formation doivent

im Baukastensystem anerkannt werden. pouvoir s'appuyer sur une offre qui corresponde aux condi-

Die Petentinnen und Petenten halten fest, dass die rasche Ver- tions d'existence et aux conditions professionnelles actuelles.

änderung unserer Gesellschaft und Arbeitswelt eine breite Sont visées les formations qui mènent par étapes à des diplô-

und ganzheitliche Ausbildung verlange, die über die fachliche mes reconnus à la condition de constituer des unités de for-

Kompetenz hinausgehe und durch wiederholtes Weiter-, Um- mation synchronisées qui peuvent être combinées individuel-

oder Neulernen ständig à jour gehalten werde. lement selon le système modulaire.

Lernwillige Frauen und Männer sind auf Bildungsangebote 2. La commission a traité la pétition le 8 septembre 1993 et a

angewiesen, die die heutigen Berufs- und Lebensbedingun- constaté qu'une motion de même teneur a été déposée par

gen Erwachsener berücksichtigen. Gefordert sind Ausbil- M™ Judith Stamm, conseillère nationale, le 17 juin 1993, mo-

dungswege, die in Stufen zu anerkannten Abschlüssen füh- tion munie de 53 signatures (93.3340). Le Conseil fédéral pro-

ren. Voraussetzung dazu sind aufeinander abgestimmte Bil- pose de transmettre la motion Stamm sous forme de postulat.

dungsbausteine, die nach dem Prinzip des Baukastensy- 3. La commission a pris acte du fait que les choses bougent

stems individuell kombiniert werden können. dans les domaines de formation et de formation continue vi-

2. Die Kommission befasste sich am 8. September 1993 mit sés par la pétition. Il est d'ores et déjà possible, dans le do-

der Petition und stellte fest, dass Frau Nationalrätin Judith maine de la formation continue en particulier de mettre en

Stamm am 17. Juni 1993 eine gleichlautende, von 53 Rats- oeuvre diverses mesures au moyen des bases juridiques

mitgliedern mitunterzeichnete Motion (93.3340) eingereicht existantes. On mentionne par exemple le cas des examens

hatte. Der Bundesrat beantragt, die Motion Stamm in ein des hautes écoles spécialisées subis par tranches. Le

Postulat umzuwandeln. Conseil fédéral a par ailleurs l'intention de concrétiser rapide-

3. Die Kommission nahm zur Kenntnis, dass auf dem durch ment des mesures dénuées de conséquences financières et

die Petition angesprochenen Gebiet der Aus- und Weiterbil- qui n'exigent pas de modification de la loi sur la formation

dung einiges in Bewegung ist In modularer Form könnten ins- professionnelle. En outre, l'Ofiamt travaille, en collaboration

besondere im Bereich der Weiterbildung verschiedene Mass- avec des experts externes, à l'élaboration d'un système de

nahmen schon mit den bestehenden Rechtsgrundlagen ver- formation et de formation continue modulaire. Il examine l'op-

wirklicht werden. Als Beispiel wird die Möglichkeit genannt, portunité de créer un «carnet de formation professionnelle».

eine höhere Fachprüfung in Etappen abzulegen. Der Bundes- De plus, la conférence de coordination «formation des adul-

rat beabsichtigt denn auch, Massnahmen, die keine finanziel- tes» a donné un mandat pour le dépôt d'un avis de droit sur

len Konsequenzen haben und die keine Linderung des Berufs- les responsabilités en matière d'encouragement de la forma-

bildungsgesetzes erfordern, rasch in die Tat umzusetzen. Zu- tion des adultes afin d'examiner la pratique d'octroi de sub-

sammen mit externen Experten erarbeitet das Biga zurzeit ein ventions dans ce domaine.

modulares Aus- und Weiterbildungssystem. Es prüft dabei 4. La majorité de la commission appuie les buts de la pétition

auch die Einführung eines «Berufsbildungsbuches». Ferner et s'est exprimée en faveur d'un système modulaire dans le

hat die Koordinationskonferenz «Erwachsenenbildung» ein sens d'une formation récurrente. Ainsi, les femmes qui n'ont

Rechtsgutachten über die Verantwortlichkeiten für die Förde- pas suivi une formation professionnelle linéaire peuvent

rung der Erwachsenenbildung in Auftrag gegeben, um die en particulier bénéficier d'un accès facilité à la formation

Subventionspraxis in diesem Bereich zu überprüfen. continue.

4. Die Kommissionsmehrheit unterstützt die Zielrichtung der Les hésitations de la minorité de la commission sont moins

Petition und spricht sich im Sinne einer rekurrenten Bildung für animées par les buts de la pétition que par les éventuelles

ein baukastenförmiges Bildungssystem aus. Mit einem sol- conséquences financières. En outre, des craintes ont été ex-

chen System kann insbesondere den Frauen, deren Berufs- primées que ce type de formation des adultes pourrait débou-

weg oft nicht geradlinig verläuft, der Zugang zur Aus- und Wei- cher sur un endettement de ceux-ci.

terbildung erleichtert werden. Du moment que la commission était d'accord de transmettre

Die Bedenken der Kommissionsminderheit richten sich weni- la pétition au Conseil fédéral pour qu'il en prenne acte, la diver-

ger gegen die Zielrichtung der Petition als vielmehr gegen de- gence entre majorité et minorité ne concernait que la question

ren allfällige finanzielle Konsequenzen. Zudem wurde die de savoir si la commission devait appuyer ou non explicite-

Befürchtung laut, die Erwachsenenbildung könnte auf diese ment les buts de la pétition. Par 12 voix contre 7, la com-

Art in eine Verschulung des erwachsenen Menschen aus- mission a décidé de soutenir explicitement le contenu de la

münden. pétition.

17. Dezember 1993 2507 Petitionen

Antrag der Kommission du processus démocratique ainsi que les problèmes y affé-

Die Kommission beantragt, die Petition an den Bundesrat zur rents, aboutit à une demande aux Chambres fédérales d'in-

Kenntnisnahme zu überweisen und weist darauf hin, dass sie viter le Conseil fédéral à prendre les mesures urgentes sui-

das Anliegen der Petition wie auch der Motion Stamm Judith vantes:

(93.3340) ausdrücklich unterstützt. 1. menacer le président Mobutu de la prise éventuelle de

sanctions politiques et économiques;

Proposition de la commission 2. examiner la possibilité de bloquer les avoirs de M. Mobutu

La commission propose de transmettre la pétition au Conseil et de ses proches en Suisse;

fédéral pour qu'il en prenne acte, et indique qu'elle appuie ex- 3. interdire l'octroi de visa d'entrée à M. Mobutu et à ses pro-

plicitement le contenu de cette pétition de même que la mo- ches et renvoyer de Suisse l'ambassadeur du Zaïre et ses col-

tion Stamm Judith (93.3340). laborateurs diplomatiques;

4. dans l'éventualité de l'échec de ces mesures, intervenir au-

Angenommen -Adopté près du Conseil de sécurité des Nations Unies en faveur de

l'envoi au Zaïre d'une force de paix;

5. encourager la Belgique et ses partenaires à rechercher

l'aval de l'ONU pour l'envoi d'une force armée en vue notam-

ment de garantir la sécurité durant la période de transition poli-

tique vers les élections et le référendum constitutionnel;

6. reconnaître M. Tshisekedi comme Premier ministre élu dé-

93.2029 mocratiquement par la Conférence nationale souveraine ainsi

que son gouvernement et leur offrir un appui logistique, politi-

Pétition Forum des patriotes zaïrois que et diplomatique.

Demokratisierung in Zaire

Pétition Forum des patriotes zaïrois Antrag der Kommission

La démocratisation au Zaïre Die Kommission beantragt einstimmig, die Petition dem Bun-

desrat zur Kenntnisnahme zu überweisen.

Proposition de la commission

A l'unanimité, la commission propose de transmettre la péti-

Herr Rychen unterbreitet im Namen der Kommission den fol- tion au Conseil fédéral pour qu'il en prenne connaissance.

genden schriftlichen Bericht:

Angenommen-Adopté

Nachdem der am 24. April 1990 eingeleitete Demokratisie-

rungsprozess in Zaire am Widerstand von Präsident Mobutu

gescheitert war und zur bekannten Lage (zwei Regierungen,

zwei Parlamente, verschiedene Verfassungstexte, zuneh-

mende Anarchie, Chaos und Gewaltanwendung) geführt

hatte, richtete am 7. Juli 1993 das in Freiburg domizilierte Fo- 93.2033

rum des patriotes zaïrois eine Petition an die eidgenössischen

Räte. Der Petitionstext, der alle Phasen des gescheiterten De- Pétition Ingold Fritz

mokratisierungsprozesses und die damit verbundenen Pro- Strafanzeige gegen Bundesgerichtspräsident Egli und

bleme nachzeichnet, gipfelt in der Forderung an die eidgenös- Bundesrichter Müller, Präsident des Kassationshofes

sischen Räte, den Bundesrat zu veranlassen, die folgenden Pétition Ingold Fritz

dringlichen Massnahmen zu ergreifen: Plainte pénale contre MM. Egli, président du Tribunal

1. Androhung der Möglichkeit der Verhängung politischer und fédéral, et Müller, président de la Cour pénale

wirtschaftlicher Sanktionen; de cassation

2. Prüfung der Möglichkeit der Einfrierung der Guthaben von

Präsident Mobutu und seiner Angehörigen in der Schweiz;

3. Verweigerung von Einreisevisa an Präsident Mobutu und

seine Angehörigen und Ausweisung des zairischen Botschaf-

ters in der Schweiz und der übrigen Diplomaten; Herr Engler unterbreitet im Namen der Kommission den fol-

4. für den Fall, dass diese Massnahmen nicht zum Ziel führen genden schriftlichen Bericht:

sollten: Aufruf an den Sicherheitsrat der Uno zur Entsendung

von Friedenstruppen nach Zaire; 1. Mit Eingabe vom 6. Juli 1993 reichte Fritz Ingold eine Straf-

5. Belgien und seine Partner zu ermutigen, bei den Vereinten anzeige gegen Bundesgerichtspräsident Egli und Bundes-

Nationen um die Entsendung einer bewaffneten Truppe richter Müller, Präsident des Kassationshofes, ein.

zwecks Garantierung der Sicherheit in der Uebergangsphase Die Kommissionen für Rechsfragen des Ständerates und des

bis zu den Wahlen und zur Verfassungsabstimmung nachzu- Nationalrates haben die Eingabe geprüft. Sie stellten fest,

suchen; dass die Voraussetzungen einer strafrechtlichen Verantwort-

6. Anerkennung des von der Conférence nationale souveraine lichkeit nicht vorliegen. Dass Herr Ingold mit den gegen ihn er-

demokratisch gewählten Premierministers Tshisekedi und sei- gangenen Entscheiden nicht einverstanden ist, ist kein ausrei-

ner Regierung, verbunden mit politischer, diplomatischer und chender Grund für die Einreichung einer Strafklage gegen die

logistischer Unterstützung. betreffenden Bundesrichter.

Die Kommissionen beider Räte kamen einstimmig zum

M. Rychen présente au nom de la commission le rapport écrit Schluss, die Strafanzeige sei abzulehnen.

suivant: 2. Am 17. November 1993 reichte Fritz Ingold eine Be-

schwerde betreffend die Erledigung der Strafanzeige ein und

Après l'échec du processus de démocratisation introduit le stellt das Gesuch, die Sache der Bundesversammlung zur Be-

24 avril 1990 en raison de l'opposition manifestée par le prési- urteilung zu unterbreiten. Er wirft den Kommissionen vor, die

dent Mobutu et qui a conduit à la situation que l'on connaît Ablehnung seiner Anzeige sei willkürlich, und verlangt, dass

(deux gouvernements, deux parlements, différents textes sich die eidgenössischen Räte der Sache annehmen.

constitutionnels, anarchie croissante, chaos et emploi de la 3. Die Ratsreglemente sehen vor, dass Begehren um Aufhe-

force), le Forum des patriotes zaïrois, domicilié à Fribourg a bung der Immunität von Ratsmitgliedern oder Magistratsper-

adressé, le 7 juillet 1993, une pétition aux Chambres fédérales. sonen zur Vorprüfung den Kommissionen für Rechtsfragen

Le texte de la pétition, qui décrit toutes les phases de l'échec unterbreitet werden (Art. 46Abs. 1 GRN; Art. 37 Abs. 4GRS).

Pétitions 2508 N 17 décembre 1993

Die vorberatende Kommission hat zu prüfen, ob eine Strafun- Proposition de la commission

tersuchung geboten oder angezeigt ist, und dem Rat Antrag La commission propose à l'unanimité de ne pas donner suite à

zu stellen. Kommt sie zum Schluss, dass die Vorwürfe offen- la plainte pénale de Fritz Ingold.

sichtlich unbegründet sind, kann sie jedoch die Ermächtigung

von sich aus verweigern (Art. 46 Abs. 2 GRN, Art 37 Abs. 4 Angenommen -Adopté

GRS). Nur wenn der Anschuldigung eine gewisse Plausibilität

nicht abgesprochen werden kann, hat die Bundesversamm-

lung zu entscheiden, ob die Durchführung eines Strafverfah-

rens opportun ist

4. Die Kommission hält einstimmig daran fest, dass sie in den

Eingaben von Fritz Ingold keine Voraussetzungen finden 93.2030

konnte, die zu einer strafrechtlichen Verantwortlichkeit der Be-

schuldigten führen würden. Dass er mit den gegen ihn ergan- Petition der Jugendsession 1991

genen Entscheiden nicht einverstanden ist, ist kein ausrei- Zivildienst

chender Grund für die Einreichung einer Strafklage gegen Pétition de la Session des jeunes 1991

Bundesgerichtspräsident Egli und Bundesrichter Müller, Prä-

Service civil

sident des Kassationshofes.

5. Die Kommission vertritt deshalb die Auffassung, dass sie im Siehe Jahrgang 1991, Jubiläumssessionen, Seite 80

vorliegenden Fall ihre Entscheidbefugnis gemäss Artikel 46 Voir année 1991, Sessions commémoratives, page 80

Absatz 1 GRN zu Recht wahrgenommen hat Im Sinne einer

grosszügigen Handhabung des rechtlichen Gehörs unterbrei-

tet sie jedoch hiermit den Fall den eidgenössischen Räten.

M. Engler présente au nom de la commission le rapport écrit Herr Hübscher unterbreitet im Namen der Kommission den

suivant: folgenden schriftlichen Bericht:

1. Le 6 juin 1993, M. Fritz Ingold a déposé une plainte pénale 1. An der Jugendsession vom 25. September 1991 wurde den

contre M. Egli, président du Tribunal fédéral, et M. Müller, pré- eidgenössischen Räten eine neun Punkte umfassende Peti-

sident de la Cour pénale de cassation. tion über den Zivildienst überwiesen. Darin werden nebst der

Les Commissions des affaires juridiques du Conseil des Etats freien Wahl zwischen Zivil- und Militärdienst auch Forderun-

et du Conseil national ont examiné cette plainte. Elles consta- gen in bezug auf die Organisation des Zivildienstes, die Zu-

tent que les conditions d'une responsabilité pénale ne sont sammensetzung der Expertenkommission und den Aufschub

pas réunies. Que M. Ingold ne soit pas d'accord avec les déci- des Strafvollzugs für Militärdienstverweigerer bis zur Einfüh-

sions prises à son encontre ne constitue pas un motif suffisant rung des Zivildienstgesetzes gestellt

pour déposer une plainte pénale contre les juges fédéraux 2. Die Sicherheitspolitische Kommission befasste sich an ihrer

concernés. Sitzung vom 2. November 1993 mit diesen Begehren. Der rela-

Les commissions des deux conseils sont, à l'unanimité, parve- tiv lange Zeitraum zwischen Einreichung und Behandlung der

nues à la conclusion qu'il y a lieu de rejeter la plainte pénale. Petition erklärt sich mit der Einführung der Parlamentsreform

2. Le 17 novembre 1993, M. Fritz Ingold a déposé un recours im Herbst 1991, bei der u. a die Gewährleistungs- und Petiti-

concernant le règlement de sa plainte et requiert que le cas onskommission aufgehoben wurde, an die sich die Begehren

soit soumis au jugement de l'Assemblée fédérale. Il reproche ursprünglich gerichtet hatten.

aux commissions que le rejet de sa plainte est arbitraire et Nach Anhörung des Vorstehers des Eidgenössischen Militär-

exige des Chambres fédérales qu'elles traitent son cas. departementes nimmt die Kommission wie folgt Stellung: Die

3. Les règlements des conseils prévoient que les requêtes vi- Volksabstimmung vom 27. Mai 1992 über die Aenderung von

sant la levée de l'immunité de membres des conseils ou de Artikel 18 Absatz 1 der Bundesverfassung zeigte, dass eine

magistrats soient soumises pour examen préalable aux Com- grosse Mehrheit von Volk (82,5 Prozent) und Ständen einem

missions des affaires juridiques (art 46 al. 1 RCN; art 37 Zivildienst positiv gegenübersteht, dass aber die allgemeine

al. 4 RCE). Wehrpflicht beibehalten werden muss.

La commission chargée de l'examen préalable doit examiner Der vom Biga ausgearbeitete und im Herbst 1993 in die Ver-

si l'enquête pénale est justifiée et opportune, puis présenter nehmlassung geschickte Vorentwurf zum Zivildienstgesetz

une proposition en la matière au conseil. Si elle conclut que wird den interessierten Kreisen die Möglichkeit geben, sich

les reproches sont manifestement infondés, elle peut toute- ausführlich zur Organisation des künftigen Zivildienstes zu

fois, de son propre chef, liquider directement la demande äussern (Dauer, Verfahren, Umschreibung der im öffentlichen

(art 46 al. 2 RCN; art 37 al. 4 RCE). Ce n'est que lorsque Interesse liegenden Arbeitsleistungen usw.). Das Parlament

l'accusation présente un certain degré de vraisemblance que seinerseits wird sich sicher im Laufe des nächsten Jahres mit

l'Assemblée fédérale doit décider de l'opportunité d'une pro- dem Gesetzentwurf befassen und dabei unweigerlich auch

cédure pénale. auf verschiedene Punkte der Petition zurückkommen.

4. La commission confirme à l'unanimité qu'elle n'a pas pu Wie die Kommission feststellen konnte, wurden bei der Zu-

trouver dans la requête de M. Ingold les conditions per- sammensetzung der Studienkommission Allgemeine Dienst-

mettant de conclure à la responsabilité pénale des prévenus. pflicht alle von der künftigen Gesetzgebung betroffenen Per-

Le fait qu'il ne soit pas d'accord avec les jugements pronon- sonenkreise berücksichtigt, so auch die Schweizerische Ar-

cés contre lui ne constitue pas une raison suffisante pour le beitsgemeinschaft der Jugendverbände (SAJV).

dépôt d'une plainte pénale contre M. Egli, président du Tribu- Die Frage des Strafaufschubs für Dienstverweigerer aus Ge-

nal fédéral, et M. Müller, président de la Cour pénale de wissensgründen war bereits Gegenstand verschiedener par-

cassation. lamentarischer Vorstösse. In der Herbstsession 1993 behan-

5. La commission est dès lors d'avis que, dans le cas présent, delte der Nationalrat das Geschäft 92.420 «Parlamentarische

elle a utilisé à juste titre les compétences décisionnelles que Initiative. Dienstverweigerer aus Gewissensgründen. Ausset-

lui attribue l'article 46 alinéa 1 RCN. Toutefois, dans le sens zung des Strafvollzugs». Am 7. Oktober 1993 beschloss der

d'une interprétation large du droit d'être entendu, elle soumet Nationalrat mit 74 gegen 56 Stimmen, der Initiative, deren In-

le cas aux Chambres fédérales. halt im wesentlichen jenem der Petition entspricht, keine Folge

zu geben.

Da der Vollzug einer Freiheitsstrafe für Dienstverweigerer, die

Antrag der Kommission Gewissensgründe geltend machen können, je nach Kanton

Die Kommission beantragt einstimmig, der Strafanzeige von verschieden gehandhabt wird und einige Kantone den Straf-

Fritz Ingold keine Folge zu geben. vollzug offiziell aufgeschoben haben, bis das Gesetz über den

17. Dezember 1993 2509 Petitionen

Zivildienst in Kraft tritt, lassen sich nach Auffassung der Kom- 93.2031

mission die gegenwärtigen Schwierigkeiten nur mit der An-

nahme dieses neuen Gesetzes und klarer Uebergangsrege- Petition Petitpierre Claude

lungen aus dem Weg räumen. Militärunfälle. Handgranate 85

Pétition Petitpierre Claude

M. Hübscher présente au nom de la commission le rapport Accidents militaires. Grenade à main 85

écrit suivant:

1. A l'occasion de la Session des jeunes du 25 septembre

1991, une pétition en neuf points concernant le service civil a

été transmise aux Chambres fédérales. Outre le libre-choix

Herr Hubacher unterbreitet im Namen der Kommission den

entre service militaire et service civil, elle comporte certaines

folgenden schriftlichen Bericht:

exigences quant à l'organisation de ce dernier, la composition

de la commission d'experts et la suspension de l'exécution

des peines pour les objecteurs de conscience jusqu'à l'entrée 1. Mit Schreiben vom 11. Mai 1993 reichte Frau Claude Petit-

en vigueur de la loi sur le service civil. pierre eine Petition ein, in der sie verlangt, dass das Parlament

2. La Commission de la politique de sécurité a traité de ces de- allgemeine Massnahmen zur Verringerung der Militärunfälle

mandes lors de sa séance du 2 novembre 1993. Le délai relati- trifft und die Handgranate 85 eingezogen wird. Die Petentin be-

vement long entre le dépôt de la pétition et son traitement s'ex- gründet ihr Begehren mit der gehäuften Zahl von Unfällen, die

plique par l'entrée en vigueur de la réforme du Parlement en sich am Anfang dieses Jahres in der Armee ereignet haben.

automne 1991, laquelle a entre autres supprimé la Commis- 2. Die Sicherheitspolitische Kommission befasste sich an ihrer

sion des pétitions et de l'examen des constitutions cantonales Sitzung vom 2. November 1993 mit diesem Begehren, nach-

à qui les requêtes avait été initialement adressées. dem sie sich die Stellungnahme des Vorstehers des Eidge-

Après avoir entendu l'avis du chef du Département militaire fé- nössischen Militärdepartementes angehört hatte. Sie kam da-

déral, la commission arrive aux conclusions suivantes: La vo- bei zu folgenden Schlussfolgerungen:

tation populaire du 27 mai 1992 sur la modification de l'article Allgemein lässt sich feststellen, dass die Unfälle in der Armee in

18 alinéa 1 er de la Constitution fédérale a confirmé que la très den letzten zehn Jahren um rund 15 Prozent zurückgegangen

large majorité du peuple (82,5 pour cent) et des cantons sind. Dies lässt sich auf den stets zunehmenden Einsatz von Si-

étaient en faveur d'un service civil mais que l'obligation géné- mulatoren zurückführen sowie auf die intensive Arbeit der Mili-

rale de servir devait demeurer. tärischen Unfallverhütungskommission, die über zahlreiche

L'avant-projet de loi sur le service civil élaboré par l'Ofiamt et Kampagnen versucht, alle Armeeangehörigen für Unfallverhü-

mis en consultation en automne 1993 donnera la possibilité au tungsmassnahmen in verschiedensten Bereichen zu sensibili-

milieux intéressés de se prononcer dans le détail sur les moda- sieren. Vor dem Hintergrund dieser statistischen Daten ge-

lités d'organisation du futur service civil (durée, procédure, dé- langte die Kommission zur Ueberzeugung, dass sich unter den

finition des travaux d'intérêts publics, etc.). Le Parlement gegebenen Voraussetzungen keine neuen allgemeinen Mass-

quant à lui se prononcera certainement sur le projet de loi nahmen zur Reduzierung von Unfällen aufdrängen.

dans le courant de 1994 et ne manquera pas de revenir sur di- Was die Unfälle der letzten Monate betrifft, welche den Einsatz

vers points soulevés dans la pétition. der neuen Handgranate 85 in Frage stellen, hat die Kommis-

La commission a également eu l'occasion de prendre con- sion ihre Besorgnis bereits an einer früheren Sitzung ausge-

naissance de la composition de la Commission d'étude sur drückt, an der sie vom Vorsteher des Eidgenössischen Militär-

l'obligation générale de servir et elle ne peut que constater departementes und von seinen engen Mitarbeitern orientiert

que la plupart des groupes de personnes concernés par la fu- worden ist.

ture législation sont représentés y compris le Conseil suisse Obschon die militärgerichtlichen Abklärungen noch nicht in al-

des Activités de Jeunesse (CSAJ). len Fällen abgeschlossen sind, scheint festzustehen, dass

La question de la suspension des peines pour les objecteurs diese tragischen Unfälle auf menschliches Versagen oder die

de conscience a déjà donner lieu à plusieurs interventions de- Missachtung von Sicherheitsvorschriften zurückgeführt wer-

vant le Parlement Lors de la session d'automne 1993 le den könnten. Wie die verschiedenen technischen Untersu-

Conseil national atraité l'objet 92.420«Initiative parlementaire. chungen gezeigt haben, weist die neue Handgranate keine

Objecteurs de conscience. Suspension de l'exécution des Mängel auf und kann als sicher eingestuft werden. Der Ausbil-

peines» dont la teneur était pour l'essentiel identique à la péti- dungschef der Armee legt deshalb das Hauptgewicht auf dis-

tion. Le 7 octobre 1993, le Conseil national a, par 74 voix ziplinierte, konzentrierte und präzise Einhaltung der Bedie-

contre 56, décidé de ne pas donner suite cette l'initiative. nungs- und Sicherheitsvorschriften.

La commission reconnaît que l'exécution des peines privati- Die Kommission ist sich bewusst, dass die Waffenausbildung

ves de liberté pour les objecteurs de conscience connaît des immer mit einer gewissen Gefahr verbunden ist, doch kann die

régimes différents selon les cantons puisque certains d'entre Armee, deren Hauptauftrag nach wie vor die Kampfausbil-

eux ont officiellement suspendu leur exécution dans l'attente dung ist, nicht auf den Umgang mit Waffen verzichten. Die

de l'entrée en vigueur de la loi sur le service civil. Dès lors seule Kommission nahm mit Befriedigung Kenntnis von den Mass-

l'adoption de cette nouvelle législation, avec des dispositions nahmen, die nach den schweren Handgranatenunfällen ge-

transitoires précises permettra d'éviter les difficultés que nous troffen wurden. Die ersten Untersuchungsergebnisse weisen

connaissons actuellement. darauf hin, dass ein Einzug dieser Waffe nicht sinnvoll wäre.

Antrag der Kommission M. Hubacher présente au nom de la commission le rapport

Die Kommission beantragt mit 17 gegen 4 Stimmen, von der écrit suivant:

Petition Kenntnis zu nehmen, ihr aber keine Folge zu geben.

1. Par lettre du 11 mai 1993, Mme Claude Petitpierre a déposé

Proposition de la commission une pétition qui demande au Parlement de prendre de ma-

La commission propose, par 17 voix contre 4, de prendre nière générale des mesures afin de diminuer le nombre des

connaissance de la pétition sans y donner suite. accidents militaires et en particulier de retirer la grenade à

main 85. La pétitionnaire motive sa requête par les trop nom-

Angenommen -Adopté breux accidents militaires qui se sont produits au début de

l'année 1993.

2. La Commission de la politique de sécurité a traité de cette

demande lors de sa séance du 2 novembre 1993, après avoir

entendu l'avis du chef du Département militaire fédéral. Elle ar-

rive aux conclusions suivantes:

Pétitions 2510 N 17 décembre 1993

De manière générale, la commission a constaté que le nom- Die Frage des Strafaufschubs für Dienstverweigerer aus Ge-

bre d'accidents militaires a diminué de près de 15 pour cent wissensgründen war bereits Gegenstand verschiedener par-

au cours des dix dernières années. Ceci est la conséquence lamentarischer Vorstösse. In der Herbstsession 1993 behan-

de l'engagement de plus en plus répandu de simulateurs ainsi delte der Nationalrat das Geschäft 92.420 «Parlamentarische

que du travail toujours plus intensif de la Commission militaire Initiative. Dienstverweigerer aus Gewissensgründen. Ausset-

de prévention des accidents qui au travers de nombreuses zung des Strafvollzugs». Am 7. Oktober 1993 beschloss der

campagnes essaie de sensibiliser tous les militaires aux diver- Nationalrat mit 74 gegen 56 Stimmen, der Initiative, deren In-

ses mesures qui peuvent être prises afin d'éviter des accidents halt im wesentlichen jenem der Petition entspricht, keine Folge

de quelque nature qu'ils soient Ces quelques données statis- zu geben.

tiques ont convaincu la commission qu'en l'état actuel des Die Kommission kann demzufolge nur die Stellungnahme ih-

choses de nouvelles mesures visant à réduire les acccidents res Berichtes vom 6. November 1992 zur erwähnten parla-

de manière générale ne s'imposaient pas. mentarischen Initiative wiederholen, die auch für das in der Pe-

En ce qui concerne les accidents qui ont lieu ces derniers mois tition vorgebrachte Begehren gilt Ein Strafaufschub zugun-

et qui mettent en cause la nouvelle grenade à main 85, la com- sten aller wegen Dienstverweigerung Verurteilten, also auch

mission a déjà manifesté sa préoccupation lors d'une précé- solcher, die den Dienst aus persönlichen Gründen oder aus

dente séance où elle avait été informée par le chef du Départe- eigennützigeren Interessen verweigern, käme der Einführung

ment militaire fédéral et ses proches collaborateurs. der freien Wahl zwischen Zivil- und Militärdienst gleich. Dies

Bien que les enquêtes de la justice militaire ne soient pas en- liegt aber nicht in der Absicht des Bundesrates und wider-

core closes pour tous les accidents, il apparaît d'ores et déjà spricht dem Artikel 18 Absatz 1 der Bundesverfassung: Dem-

que des défaillances humaines ou l'inobservation de prescrip- nach wird der Grundsatz der allgemeinen Wehrpflicht beibe-

tions de sécurité pourraient avoir occasionné ces incidents tra- halten; die Möglichkeit, Zivildienst zu leisten, soll die Aus-

giques. Les différentes études techniques effectuées ont dé- nahme bleiben und setzt in jedem Fall eine Beurteilung der

montré que la nouvelle grenade à main ne présentait pas de Gründe für die Dienstverweigerung und der Bedürfnisse der

défauts et pouvait être qualifiée de sûre. Armee voraus. Mit der Annahme dieser Petition würde also die

Dès lors le chef de l'instruction de l'armée a mis l'accent princi- freie Wahl zwischen Zivil- und Militärdienst gewissermassen

pal sur le respect des prescriptions en matière de manipula- durch die Hintertüre eingeführt

tions et de sécurité notamment en ce qui concerne la disci- Da der Vollzug einer Freiheitsstrafe für Dienstverweigerer, die

pline, la concentration et la précision. Gewissensgründe geltend machen können, je nach Kanton

La commmission reconnaît que l'instruction aux armes porte verschieden gehandhabt wird und einige Kantone den Straf-

en elle une source de danger, mais la mission principale de vollzug offiziell aufgeschoben haben, bis das Gesetz über den

l'armée demeure la préparation au combat et elle ne saurait se Zivildienst in Kraft tritt, lassen sich nach Auffassung der Kom-

passer du travail aux armes. La commission a pris connais- mission die gegenwärtigen Schwierigkeiten nur mit der An-

sance avec satisfaction des mesures prises suite aux graves nahme dieses neuen Gesetzes und klarer Uebergangsrege-

accidents qui se sont produits avec la nouvelle grenade à lungen aus dem Weg räumen.

main. Au vu des premiers résultats des enquêtes en cours, le

retrait de cette arme est jugé inopportun. M. Hubacher présente au nom de la commission le rapport

écrit suivant:

Antrag der Kommission

Die Kommission beantragt einstimmig, von der Petition Kennt- 1. Par lettre du 6 septembre 1993, l'Office de conseils pour les

nis zu nehmen, ihr aber keine Folge zu geben. objecteurs de conscience a déposé une pétition munie de

42 signatures qui demande la suspension de l'exécution des

Proposition de la commission peines pour les objecteurs de conscience.

La commission propose à l'unanimité de prendre connais- Les pétitionnaires motivent leur requête par le résultat de la

sance de la pétition sans y donner suite. votation populaire du 17 mai 1992, sur la modification de l'arti-

cle 18 alinéa premier de la Constitution fédérale. La grande

Angenommen -Adopté majorité du peuple et des cantons ont ainsi exprimé leur ap-

probation à l'égard de l'introduction d'un service civil.

2. La Commission de la politique de sécurité a traité de cette

demande lors de sa séance du 2 novembre 1993, après avoir

93.2032 entendu l'avis du chef du Département militaire fédéral. Elle ar-

rive aux conclusions suivantes:

Petition Beratungsstelle für Militärverweigerer La question de la suspension des peines pour les objecteurs

Strafaufschub de conscience a déjà donner lieu à plusieurs interventions de-

Pétition Office de conseils pour les objecteurs vant le Parlement. Lors de la session d'automne 1993 le

de conscience Conseil national a traité l'objet 92.420 «Initiative parlementaire.

Suspension de l'exécution des peines Objecteurs de conscience. Suspension de l'exécution des

peines» dont la teneur était pour l'essentiel identique à la péti-

tion. Le 7 octobre 1993, le Conseil national a par 74 voix contre

56 décidé de ne pas donner suite à cette initiative.

Dès lors la commission ne peut que reprendre les conclusions

Herr Hubacher unterbreitet im Namen der Kommission den de son rapport du 6 novembre 1992 concernant l'initiative par-

folgenden schriftlichen Bericht: lementaire susmentionnée lesquelles restent valables pour la

requête exprimée dans la pétition. Suspendre l'exécution pour

1. Die Beratungsstelle für Militärverweigerer reichte mit Schrei- tous les condamnés pour refus de servir, y compris ceux qui

ben vom 6. September 1993 eine von 42 Unterzeichnern ge- refusent, pour des raisons de commodité personnelle ou pour

tragene Petition ein, in der sie den Strafaufschub für alle Mili- des motifs plus égoïstes reviendrait à introduire le libre choix

tärdienstverweigerer fordert Die Petenten begründen ihr Ge- entre service militaire et service civil. Ceci n'est pas l'intention

such mit der Volksabstimmung vom 17. Mai 1992 über die du Conseil fédéral et ne correspond pas à l'article 18 alinéa

Aenderung von Artikel 18 Absatz 1 der Bundesverfassung, an premier de la Constitution fédérale qui maintient le principe de

der sich Volk und Stände mit grosser Mehrheit für die Einfüh- l'obligation générale de servir. La possibilité d'accomplir un

rung eines Zivildienstes aussprachen. service civil gardera un caractère exceptionnel et impliquera

2. Die Sicherheitspolitische Kommission befasste sich an ihrer toujours une appréciation des motifs du refus de servir et des

Sitzung vom 2. November 1993 mit diesem Begehren. Nach besoins de l'armée. Aussi accepter la requête des pétitionnai-

Anhörung des Vorstehers des Eidgenössischen Militärdepar- res reviendrait en quelque sorte à introduire le libre choix par la

tementes nimmt sie wie folgt Stellung: petite porte.

17. Dezember 1993 N 2511 Parlamentarische Initiative. «Tier keine Sache»

La commission reconnaît que l'exécution des peines privati- - le propriétaire ou le détenteur se voie rembourser, en cas de

ves de liberté pour les objecteurs de conscience connaît des blessures infligées à des animaux, les frais de guérison corres-

régimes différents selon les cantons puisque certains d'entre pondant aux circonstances;

eux ont officiellement suspendu leur exécution dans l'attente - les dispositions s'appliquant aux animaux trouvés soient sé-

de l'entrée en vigueur de la loi sur le service civil. Dès lors seule parées de celles qui régissent les objets trouvés;

l'adoption de cette nouvelle législation, avec des dispositions - les dispositions concernant l'attribution des animaux do-

transitoires précises, permettra d'éviter les difficultés que nous mestiques de la famille soient fixées, en cas de succession,

connaissons actuellement. soient recueillis en lieu sûr;

- le fait de blesser ou de tuer un animal intentionnellement ou

Antrag der Kommission par imprudence ou négligence figure dans le code pénal, non

Die Kommission beantragt mit 16 zu 3 Stimmen bei 2 Enthal- plus comme dommage à la propriété, mais à titre d'infraction

tungen, von der Petition Kenntnis zu nehmen, ihr aber keine distincte, punie sur plainte, comme la loi le prévoit actuelle-

Folge zu geben. ment pour les dommages à la propriété.

Proposition de la commission Herr Etique unterbreitet im Namen der Kommission den fol-

La commission propose, par 16 voix contre 3 et avec 2 absten- genden schriftlichen Bericht:

tions, de prendre connaissance de la pétition sans y donner

suite. Wir unterbreiten Ihnen gemäss Artikel 21ter des Geschäftsver-

kehrsgesetzes den Bericht der vorprüfenden Kommission

Angenommen -Adopté über die von Herrn Loeb François am 24. August 1992 einge-

reichte Initiative.

Die Initiative verlangt in der Form der allgemeinen Anregung

die Aenderung des schweizerischen Rechts, um das Tier-ge-

mäss Tierschutzgesetz - in der eidgenössischen Gesetzge-

#ST# 92.437 bung nicht mehr als Sache, sondern als eigene Kategorie zu

behandeln.

Parlamentarische Initiative Die Kommission hat den Initianten am 25. Juni 1993 angehört.

(Loeb François)

Begründung der Initiative (Zusammenfassung)

«Tier keine Sache» Der Initiant äusserte vor der Kommission seine Ueberzeu-

Initiative parlementaire gung, dass die auf der römisch-rechtlichen Tradition basie-

(Loeb François) rende Rechtsauffassung, das Tier sei eine Sache, in der Bevöl-

«L'animal, être vivant» kerung als überholt gelte (laut Meldung einer auflagenstarken

Zeitung der Deutschschweiz trifft das tatsächlich zu). Die Aen-

Kategorie V, Art. 68 GRN - Catégorie V, art. 68 RCN derung des Rechtstatus der Tiere komme deshalb nicht nur

den Anliegen der Tierschützer entgegen, sondern widerspie-

gele auch die Tatsache, dass die sachrechtliche Einstufung

von Tieren weder unserer Empfindung noch unseren Ge-

wohnheiten entspreche. Eine Aenderung des Rechts sei not-

Wortlaut der Initiative vom 24. August 1992 wendig, weil ein Tier nicht nur einen Vermögenswert darstelle.

Gestütztauf Artikel 93 Absatz 1 der Bundesverfassung und auf Dass den Tieren «ein nicht ohne weiteres zu ersetzender ei-

Artikel 21 bis des GVG verlange ich mit einer parlamentari- genständiger Wert zuzuerkennen» sei, ist bereits vom Bundes-

schen Initiative in Form einer allgemeinen Anregung die Aen- gericht festgehalten worden.

derung des schweizerischen Rechts, um das Tier (gemäss In einem Entscheid vom 2. August 1989 wird ausgeführt;

Tierschutzgesetz) in der eidgenössischen Gesetzgebung «Zwar werden Tiere von der Rechtsordnung nach wie vor als

nicht mehr als Sache, sondern als eigene Kategorie zu be- Sachen behandelt. Die Grundeinstellung des Menschen zum

handeln. Tier hat sich jedoch mit der Zeit im Sinne einer Mitverantwor-

Zu prüfen ist, inwiefern als Folge einer solchen Aenderung si- tung für dieses Lebewesen zum sogenannten 'ethischen Tier-

chergestellt werden kann, dass schutz' entwickelt, welcher weiter geht als der Schutz lebloser

- bei Verletzung von Tieren dem Eigentümer bzw. Besitzer die Dinge und welcher das Tier als lebendes und fühlendes We-

den Umständen entsprechenden Heilungskosten zugespro- sen, als Mitgeschöpf anerkennt, dessen Achtung und Wert-

chen werden; schätzung für den durch seinen Geist überlegenen Menschen

- die Regeln über den Fund von Tieren von den Regeln über ein moralisches Postulat darstellt.» (BGE 115 IV 248ff., 254)

den Fund von Sachen getrennt werden; Dem Initianten geht es nicht um eine Vermenschlichung des

-bei Trennung und Scheidung die Regeln für die Zu- Tieres, sondern um die Schaffung einer logischen rechtlichen

sprechung der zur Familie gehörenden Haustiere festgelegt Zwischenkategorie für das Tier zwischen Sache und Mensch.

werden; Er hält es für eine wichtige Aufgabe der Politik, das Recht wei-

- bei Nachlässen die Unterbringung von Nachlasstieren terzubilden und neue Entwicklungen zu berücksichtigen. Es

sichergestellt wird; geht nicht um eine grundsätzliche Aenderung des Rechts,

- im Strafgesetzbuch anstelle der bisher als Sachbeschädi- sondern nur um eine Anpassung an unser Verhältnis Tieren

gung auf Antrag zu erfolgenden Strafen für das vorsätzliche gegenüber, das sich im Laufe der letzten Jahre entwickelt und

bzw. fahrlässige Verletzen und Töten eines Tieres dieser Tat- sensibilisiert hat Diese Anpassung würde zu keinen neuen

bestand unabhängig, aber weiterhin als Antragsdelikt auf- Regeln, sondern lediglich zu einer anderen Art der Behand-

geführt wird. lung vor Gericht führen.

Texte de l'initiative du 24 août 1992 Erwägungen der Kommission

Me fondant sur l'article 93 alinéa premier de la constitution et Die Kommission erinnert an die gegebene Verfassungsgrund-

sur l'article 21 bis de la LREC, je requiers, par la voie d'une ini- lage: Artikel 24novies Absatz 3 der Bundesverfassung enthält

tiative parlementaire sous laforme d'une demande conçue en die Bestimmung, dass die Würde der Kreatur zu achten ist; Ar-

termes généraux, que le droit suisse soit modifié afin que l'ani- tikel 25bis erklärt die Gesetzgebung über den Tierschutz zur

mal (aux termes de la loi fédérale sur la protection des ani- Bundessache. Bundesverfassung und Tierschutzgesetzge-

maux), traité comme une chose dans la législation fédérale, bung gehen von einer Grundeinstellung des Menschen zum

soit désormais considéré comme une catégorie à part. Tier aus, die von Mitverantwortung geprägt ist; durch das zi-

Il convient d'examiner dans quelle mesure on pourra assurer tierte Bundesgerichtsurteil wird diese Mitverantwortung bestä-

que, à la suite d'une telle modification, tigt und gefestigt.

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Petitionen

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Dans Bulletin officiel de l'Assemblée fédérale

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Jahr 1993

Année

Anno

Band V

Volume

Volume

Session Wintersession

Session Session d'hiver

Sessione Sessione invernale

Rat Nationalrat

Conseil Conseil national

Consiglio Consiglio nazionale

Sitzung 15

Séance

Seduta

Geschäftsnummer ---

Numéro d'objet

Numero dell'oggetto

Datum 17.12.1993 - 08:00

Date

Data

Seite 2498-2511

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Ref. No 20 023 505

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