Swiss Tariff Adjustments for Trade Competitiveness
Legislator-Zusammenfassung
KI-generiertThe Federal Council implemented tariff measures in 1992 to address trade disadvantages for Swiss producers, including suspending duties on a specific plastic granule to match duty-free EU imports and adjusting tariffs for agricultural products and non-ferrous metal waste based on free trade agreements. Additionally, tariff preferences were updated to reflect changes in international relations and UN resolutions. These measures, reported to Parliament twice annually, were designed to align Swiss trade policy with international agreements and competitive realities.
Legislator-Regeste
KI-generiertArt. 68 GRN, Art. 68 RCN, Art. 9 Absatz, Art. 9 al. 1 du Zolltarifgesetz, Art. 4 al. 2 des Zollpräferenzenbeschlusses; Swiss Tariff Adjustments for Trade Competitiveness: Additionally, tariff preferences were updated to reflect changes in international relations and UN resolutions. These measures, reported to Parliament twice annually, were designed to align Swiss trade policy with international agreements and competitive realities.
Schlagwörter
KI-generiertVerwandte Entscheide
KI-generiertZentrale Rechtsfragen, extrahiert von Legislator
KI-generiertBasis for the Federal Council's obligation to report on customs measures.
Basis for the Federal Council's obligation to report on tariff preference measures.
Volltext
Tarif des douanes. Mesures 1992/11 382 N 16 mars 1993
die Belange im Rahmen des EWR regeln wird. Wieweit unsere rat dem Parlament halbjährlich über die Zollmassnahmen be-
Teilnahme in den verschiedenen entsprechenden Efta-Kom- richten, die er in Ausübung der in den vorerwähnten Erlassen
missionen möglich ist, wird sich erst noch erweisen. enthaltenen Befugnisse getroffen hat Das Parlament ent-
2. Eine weitere Ebene betrifft den parlamentarischen EWR- scheidet über das weitere Inkraftbleiben der Massnahmen.
Ausschuss. Die Efta-Delegationen haben auch die Absicht be- Der vorliegende Bericht bezieht sich auf Massnahmen ge-
kundet, sich dafür einzusetzen, dass die Schweiz im gemein- stützt auf das Zolltarifgesetz und auf den Präferenzenbe-
samen parlamentarischen Ausschuss einen Beobachtersta- schluss.
tus erhält A. Massnahmen gestützt auf das Zolltarifgesetz
Lieber diese Frage wird jedoch das Europäische Parlament Im August 1992 beschloss der Bundesrat, den Zollansatz für
entscheiden. Dank der Freundlichkeit der Efta-Partner und ein nur in den USA und Japan erzeugtes Kunststoffgranulatfür
des Europäischen Parlamentes können wir also eventuell die Dauer von zwei Jahren auszusetzen. Bisher unterlag die-
künftig auch in diesem wichtigen EWR-Gremium auf den Hin- ses Produkt bei der Einfuhr in die Schweiz einem Zollansatz
terbänken sitzen und zuhören. von 6 Franken je 100 Kilogramm brutto, während die Einfuhr
3. Der Bereich der bilateralen Beziehungen schweizerisches in die EG zollfrei ist. Durch diese Massnahme soll der Wett-
Parlament/Europäisches Parlament: Diese Beziehungen er- bewerbsnachteil für die Schweizer Produzenten beseitigt
fahren grundsätzlich keine Aenderungen gegenüber dem bis- werden.
herigen Stand. Allerdings bleiben die Kontakte mit lediglich ei- Im Dezember 1992 beschloss der Bundesrat die vorläufige In-
nem gemeinsamen Treffen pro Jahr auf einer minimalen Kom- kraftsetzung der Zollansätze auf den 1. Januar 1993, die sich
munikationsstufe stehen. aus dem Freihandelsabkommen zwischen den Efta-Staaten
Trotz der Enttäuschung über das EWR-Nein der Schweiz ist und Israel sowie dem Briefwechsel zwischen der Schweiz und
die Delegation des Europäischen Parlamentes gewillt, die Israel betreffend die bilaterale Vereinbarung über den Handel
freundschaftlichen Beziehungen mit uns weiterzuführen und mit landwirtschaftlichen Erzeugnissen ergeben. Damit wird
wenn möglich zu vertiefen. Dieser Wille geht eindeutig aus ei- die Diskriminierung schweizerischer Ausfuhren im Vergleich
nem Brief des Präsidenten der EP-Delegation, Giacomo Por- zu Lieferungen aus der EG oder den USA aufgehoben.
razzini, vom 27. Dezember 1992 an unsere Delegation hervor. Ebenfalls im Dezember 1992 wurden folgende Aenderungen
Darin macht Giacomo Porrazzini auch die Anregung, unseren der Freihandelsverordnung beschlossen:
beiden bilateralen Delegationen den Status eines parlamenta- 1. Angleichung der Zollansätze für bestimmte portugiesische
rischen EG-Ausschusses zu geben. Dieses Vorhaben kann Agrarprodukte an diejenigen für Waren aus der EG (in der
aber erst nach einer allfälligen Erteilung des Avis von seilen Folge des Austritts von Portugal aus der Efta) ;
der EG-Kommission für die Aufnahme von Beitrittsverhandlun- 2. Aufhebung der verbleibenden Ausfuhrzölle auf Buntmetall-
gen realisiert werden, was noch eine Weile auf sich warten las- abfällen (aluminium- und kupferhaltige Abfälle) gemäss dem
sen dürfte. Zusatzprotokoll zum Freihandelsabkommen;
Ich stelle fest, dass wir in bezug auf die Kontakte mit den EWR- 3. Beschluss über die zollfreie Einfuhr von bis anhin einem Fis-
relevanten Gremien von Efta und EG zufrieden sein müssen, kalzoll unterliegenden belichteten und entwickelten kinemato-
wenn wir als Beobachter dabeisein können. Es bleibt uns graphischen Filmen.
nichts anderes übrig, als - wie in der Uno - Zaungäste zu sein. B. Massnahmen gestützt auf den Präferenzenbeschluss
Doch auch diese Randpräsenz wird wichtig sein, weil wir da- In Uebereinstimmung mit dem Beschluss der Uno-Vollver-
durch direkt an die Quelle von Informationen gelangen, auf die sammlung wurde die Liste der am wenigsten fortgeschrittenen
wir unbedingt angewiesen sind, um unsere Gesetzgebung au- Länder mit Kambodscha, Madagaskar, den Salomon-lnseln,
tonom mit derjenigen des EWR kompatibel zu machen. Sambia und Zaire ergänzt
Unser Parlament muss sich Gedanken machen, wie wir un- Nach der Anerkennung von Kroatien, Slowenien und Bos-
sere Präsenz in den einschlägigen Organen von Efta und EG nien-Herzegowina im Frühjahr 1992 galt es, diesem Umstand
ausbauen und verstärken können, und zwar auch in direkten in der Länderliste zum Präferenzenbeschluss zu berücksichti-
Begegnungen zwischen den Fraktionen. Es liegt an uns, dafür gen. Die Verordnung wurde entsprechend ergänzt und die Be-
zu sorgen, dass die gegenseitigen Beziehungen nicht erstar- zeichnung «Jugoslawien» für den Rest des bisherigen Jugo-
ren, sondern dass wir nach wie vor tatkräftig Oeffnung und Be- slawien verwendet
reitschaftfür eine enge Zusammenarbeit bekunden.
In diesem Sinne meine ich, dass das Parlament seine aussen- M. Rychen présente au nom de la commission le rapport écrit
politische Verantwortung auch in der Europapolitik an den Tag suivant:
legen muss, d. h., dass es nach wie vor gefordert ist.
Conformément à l'article 9 alinéa premier de la loi sur le tarif
Angenommen -Adopté des douanes et à l'article 4 alinéa 2 de l'arrêté sur les préféren-
ces tarifaires, le Conseil fédéral doit présenter deux fois l'an un
rapport sur les mesures douanières qui ont été prises en appli-
An den Ständerat-Au Conseil des Etats cation des dispositions contenues dans les textes légaux sus-
mentionnés. Le Parlement décide si ces mesures doivent être
maintenues.
Le présent rapport porte sur les mesures prises en vertu de la
loi sur le tarif des douanes et en vertu de l'arrêté concernant les
#93.007
ST#
préférences tarifaires.
A. Mesures prises en vertu de la loi sur le tarif des douanes
Zolltarifarische Massnahmen 1992/11 En août 1992, le Conseil fédéral a décidé de suspendre pour
Tarif des douanes. Mesures 1992/11 une durée de deux ans les taxes douanières dont était frappé
un granulé de matière plastique fabriqué uniquement aux
Botschaft und Beschlussentwurf vom 20. Januar 1993 (BBI1601 ) Etats-Unis et au Japon. Une taxe de 6 francs par 100 kilos brut
Message et projet d'arrêté du 20 janvier 1993 (FF 1576) était prélevée jusque-là lors de l'importation de ce produit en
Kategorie V, Art 68 GRN - Catégorie V, art. 68 RCN Suisse, alors qu'il est admis en franchise de douane dans la
CE. Cette mesure a pour but d'éliminer le désavantage doua-
nier causé à la compétitivité des producteurs suisses.
En décembre 1992, le Conseil fédéral a décidé de mettre en vi-
gueur provisoirement, au 1 er janvier 1993, les tarifs douaniers
Herr Rychen unterbreitet im Namen der Kommission den fol- découlant de l'accord de libre-échange conclu entre les pays
genden schriftlichen Bericht: de l'AELE et Israël et de l'échange de lettres entre la Suisse et
Gemäss Artikel 9 Absatz 1 des Zolltarifgesetzes und Artikel 4 Israël concernant la convention bilatérale sur le commerce
Absatz 2 des Zollpräferenzenbeschlusses muss der Bundes- des produits agricoles. Ainsi, la discrimination dont souffraient
16. März 1993 N 383 Internationale Arbeitskonferenz. 78. Tagung
les exportations suisses par rapport aux marchandises prove- #ST# 92.045
nant de la CE ou des Etats-Unis est supprimée.
En décembre 1992 également, le Conseil fédéral a décidé de Internationale Arbeitskonferenz.
porter à l'ordonnance sur le libre-échange les modifications 78. Tagung
suivantes:
1. harmonisation des droits de douane appliqués à certains Conférence internationale du Travail.
produits agricoles portugais avec ceux fixés pour les marchan- 78e session
dises provenant de la CE (suite à la sortie du Portugal de
l'AELE); Botschaft und Beschlussentwurf vom 29. April 1992 (BBIIII741 )
Message et projet d'arrêté du 29 avril 1992 (FF III 737)
2. abrogation des droits de douane à l'exportation qui gre-
vaient encore certains déchets de métaux non ferreux (dé- Beschluss des Ständerates vom 2. Dezember 1992
Décision du Conseil des Etats du 2 décembre 1992
chets d'aluminium et de cuivre) conformément au protocole
Kategorie V, Art. 68 GRN - Catégorie V, art. 68 RCN
additionnel à l'Accord sur le libre-échange;
3. exemption de droits de douane sur l'importation de films ci-
nématographiques impressionnés et développés, soumis
jusqu'alors à une taxe fiscale.
B. Mesures prises en vertu de l'arrêté concernant les préféren-
ces tarifaires Frau Segmüller unterbreitet im Namen der Kommission den
Conformément à la résolution de l'Assemblée plénière de folgenden schriftlichen Bericht:
l'ONU, la liste des pays en développement les moins avancés
a été complétée par l'adjonction du Cambodge, de Madagas- Die Schweiz kennt keine besondere Gesetzgebung für die Hô-
car, des Iles Salomon, de la Zambie et du Zaïre. tellerie und das Gastgewerbe. Die mit dem Uebereinkommen
Il a dû être tenu compte également de la reconnaissance de la (Nr. 172) über die Arbeitsbedingungen in Hotels, Gaststätten
Croatie, de la Slovénie et de la Bosnie-Herzégovine, interve- und ähnlichen Betrieben zu vergleichenden Bestimmungen
nue au printemps 1992, dans la liste des pays ayant droit aux finden sich daher verteilt auf verschiedene Gesetzestexte, so
préférences tarifaires. L'ordonnance y relative a donc dû être etwa im Obligationenrecht und im Arbeitsgesetz Weiter be-
modifiée dans ce sens et la désignation «Yougoslavie» ne re- steht ein Landesgesamtarbeitsvertrag (GAV), der durch Be-
couvre plus que le territoire restant de l'ex-Yougoslavie. schluss des Bundesrates allgemeinverbindlich erklärt wurde
und somit auf die ganze Branche anwendbar ist.
Antrag der Kommission Das Uebereinkommen verlangt, dass die betroffenen Arbeit-
Die Kommission beantragt einstimmig, auf die Vorlage einzu- nehmer in der Hôtellerie und im Gastgewerbe nicht vom An-
treten und dem Bundesbeschluss über die Genehmigung von wendungsbereich irgendwelcher Mindestnormen ausgenom-
zolltarifarischen Massnahmen zuzustimmen. men werden, die für die Arbeitnehmer allgemein gelten. Dies
betrifft sowohl Ansprüche im Bereich der sozialen Sicherheit
Proposition de la commission als auch Normen in bezug auf Arbeitszeit, Mindestruhezeiten
La commission propose à l'unanimité d'entrer en matière et und Ferienanspruch. Weiter wird der Begriff «Trinkgeld» defi-
d'approuver l'arrêté fédéral portant approbation de mesures niert, und es wird vorgeschrieben, dass die Arbeitnehmer un-
touchant le tarif des douanes. geachtet der Trinkgelder ein Grundentgelt erhalten müssen,
das in regelmässigen Zeitabständen bezahlt wird.
Eintreten wird ohne Gegenantrag beschlossen Das Uebereinkommen hat programmatischen Charakter. Es
L'entrée en matière est décidée sans opposition sieht keine detaillierten Bestimmungen vor und lässt den ratifi-
zierenden Staaten grossen Freiraum bei der Umsetzung.
Detailberatung - Discussion par articles Die Schweiz erfüllt mit den geltenden gesetzlichen Bestim-
mungen - unter Einbezug der Praxis auf dem Gebiet der Ge-
Bundesbeschluss über die Genehmigung von zolltarifa- samtarbeitsverträge - bereits heute die Anforderungen des
rischen Massnahmen Uebereinkommens. Eine Ratifizierung erfordert somit keine
Arrêté fédéral portant approbation de mesures touchant le zusätzlichen Regelungen in diesem Bereich.
tarif des douanes Die Schweizer Hôtellerie geniesst weltweit einen guten Ruf. Es
ist sinnvoll, wenn sich die Schweiz für attraktive Arbeitsbedin-
Titel und Ingress, Art. 1,2 gungen im Gastgewerbe einsetzt, die dazu beitragen, das An-
Antrag der Kommission sehen dieser Berufsgattung zu heben und die Rekrutierung
Zustimmung zum Entwurf des Bundesrates von qualifiziertem Nachwuchs zu erleichtern.
Die Arbeitsbedingungen im Gastgewerbe sind in vielen Ent-
Titre et préambule, art. 1,2 wicklungsländern oft besonders schlecht. Die Ratifizierung
Proposition de la commission des Uebereinkommens durch die Schweiz ist damit auch ein
Adhérer au projet du Conseil fédéral Zeichen der Solidarität mit den anderen Mitgliedstaaten der In-
ternationalen Arbeitsorganisation.
Angenommen -Adopté Die Empfehlung Nr. 179 enthält keine rechtlich zwingenden
Vorschriften. Sie präzisiert die Bestimmungen des Ueberein-
Gesamtabstimmung - Vote sur l'ensemble kommens betreffend Arbeitszeit und Ruhezeit und gibt Anre-
Für Annahme des Entwurfes 81 Stimmen gungen für die berufliche Aus- und Weiterbildung. Die Frage
Dagegen (Einstimmigkeit) der Ratifizierung stellt sich hier nicht.
Der Ständerat hat dem Entwurf zum Bundesbeschluss betref-
fend das Uebereinkommen (Nr. 172) über die Arbeitsbedin-
An den Ständerat-Au Conseil des Etats gungen in Hotels, Gaststätten und ähnlichen Betrieben am
2. Dezember 1992 mit einem Stimmenverhältnis von 39 zu 1
zugestimmt.
M™ Segmüller présente au nom de la commission le rapport
écrit suivant:
II n'y a pas en Suisse de législation propre à l'hôtellerie et à la
restauration. Les normes comparables à la Convention
No 172 concernant les conditions de travail dans les hôtels,
restaurants et établissements similaires figurent chez nous
Schweizerisches Bundesarchiv, Digitale Amtsdruckschriften
Archives fédérales suisses, Publications officielles numérisées
Archivio federale svizzero, Pubblicazioni ufficiali digitali
Zolltarifarische Massnahmen 1992/II
Tarif des douanes. Mesures 1992/II
In Amtliches Bulletin der Bundesversammlung
Dans Bulletin officiel de l'Assemblée fédérale
In Bollettino ufficiale dell'Assemblea federale
Jahr 1993
Année
Anno
Band I
Volume
Volume
Session Frühjahrssession
Session Session de printemps
Sessione Sessione primaverile
Rat Nationalrat
Conseil Conseil national
Consiglio Consiglio nazionale
Sitzung 11
Séance
Seduta
Geschäftsnummer 93.007
Numéro d'objet
Numero dell'oggetto
Datum 16.03.1993 - 08:00
Date
Data
Seite 382-383
Page
Pagina
Ref. No 20 022 383
Dieses Dokument wurde digitalisiert durch den Dienst für das Amtliche Bulletin der Bundesversammlung.
Ce document a été numérisé par le Service du Bulletin officiel de l'Assemblée fédérale.
Questo documento è stato digitalizzato dal Servizio del Bollettino ufficiale dell'Assemblea federale.