Legislator Rechtsprechung & Gesetzgebung
VPB 92-452 KI-generiert

Constitutional Amendment on Strict Drug Policy Rejected

Geschäftsnummer VPB 92-452
Gericht / Behörde
Rechtsordnung Schweiz · Verwaltungspraxis der Bundesbehörden (VPB) (CH)
Entscheiddatum
Ausgang Abgewiesen (Dismissed)

Legislator-Zusammenfassung

KI-generiert

The parliamentary initiative proposed a constitutional amendment to establish a strict drug policy focused on abstinence, encompassing demand reduction, treatment, harm reduction, and combating illicit trafficking, with specific prohibitions on the distribution of most drugs, excluding strictly medical uses. The committee largely rejected the initiative, arguing that it was not the appropriate instrument for policy change, was overly repressive, and that similar popular initiatives were already in progress, suggesting a broader parliamentary debate would occur regardless. A minority supported the initiative, emphasizing the need to combat drug trafficking and improve prevention and therapeutic approaches.

Legislator-Regeste

KI-generiert

Art. 68 GRN, Art. 68 RCN, Art. 68bis dans; Constitutional Amendment on Strict Drug Policy Rejected: informe que MM. Duri Bezzola et Gerald Bührer fêtent de stupéfiants et à combattre effectivement tout trafic illicite.

Schlagwörter

KI-generiert
Verfassungsinitiative Betäubungsmittelhandel Gesetzesänderung medizinische Behandlung Beschränkungen unterliegende Stoffe Zwangsmedikation

Zitierte Gesetzesbestimmungen

KI-generiert
KI-generiert

Fragen Sie sich, wie dieser Entscheid auf Ihren Fall anwendbar ist?

Prüfen Sie diesen Entscheid zusammen mit Bundesrecht, kantonalen Erlassen, Kommentaren und Folgeentscheiden in Legislator AI.

Fall in Legislator öffnen →

Volltext

Initiative parlementaire. Stupéfiants 1564 N 23 juin 1995

#ST# Sechzehnte Sitzung - Seizième séance Texte de l'initiative du 18 décembre 1992

Me fondant sur l'article 21 bis de la loi sur les rapports entre

les Conseils, je dépose l'initiative parlementaire suivante,

Freitag, 23. Juni 1995, Vormittag

présentée sous la forme d'un projet rédigé de toutes pièces:

Vendredi 23 juin 1995, matin La Constitution fédérale est complétée comme il suit:

Article 68bis (nouveau)

08.00 h Al. 1

En matière de lutte contre la toxicomanie, la Confédération

Vorsitz - Présidence: Frey Claude (R, NE) mène une politique stricte, visant directement à l'abstinence.

Al. 2

Elle prend, par voie législative, toutes les mesures propres à

resteindre la demande de stupéfiants et le nombre de con-

sommateurs, à soigner la toxicodépendance, à réduire les

Le président: Avant de passer à l'ordre du jour, je vous dommages sociaux et économiques dus à la consommation

informe que MM. Duri Bezzola et Gerald Bührer fêtent de stupéfiants et à combattre effectivement tout trafic illicite.

aujourd'hui leur anniversaire. Heureux anniversaire, chers Al. 3

collègues! (Applaudissements) Pour protéger la jeunesse de la toxicomanie, la Confédéra-

tion s'oppose à toute consommation de stupéfiants et mène

une politique de prévention active qui renforce la personna-

lité de l'individu.

Al. 4

#ST# 92.452 La Confédération encourage et soutient l'application des

mesures propres à assurer le sevrage physique, la désin-

toxication durable et la réinsertion sociale des toxicomanes.

Parlamentarische Initiative Al. 5

(Bischof) La distribution de stupéfiants est interdite. Sont réservées

Bekämpfung les applications strictement médicales, à l'exclusion de l'utili-

des Drogenkonsums. sation d'héroïne, d'opium à fumer, de cocaïne, de cannabis,

Verfassungsgrundlage d'hallucinogènes et de substances analogues.

Initiative parlementaire Mitunterzeichner - Cosignataires: Keller Rudolf, Ruf (2)

(Bischof)

Lutte contre la consommation Segmüller Eva (C, SG) unterbreitet im Namen der Kommis-

de stupéfiants. sion für soziale Sicherheit und Gesundheit (SGK) den fol-

Base constitutionnelle genden schriftlichen Bericht:

Kategorie V, Art. 68 GRN - Catégorie V, art. 68 RCN Wir unterbreiten Ihnen gemäss Artikel 21terdes Geschäfts-

verkehrsgesetzes den Bericht der vorprüfenden Kommis-

sion über die von Herrn Bischof am 18. Dezember 1992

eingereichte parlamentarische Initiative.

Die Initiative verlangt einen neuen Artikel 68bis in der Bun-

Wortlaut der Initiative vom 18. Dezember 1992 desverfassung. Der Wortlaut der parlamentarischen Initiative

Gestützt auf Artikel 2Ibis des Geschäftsverkehrsgesetzes entspricht der am 22. Juli 1993 eingereichten Volksinitiative

reiche ich die folgende parlamentarische Initiative in Form «Jugend ohne Drogen».

des ausgearbeiteten Entwurfes ein: Die Kommission hat am 21. Oktober 1993 den Initianten

Die Bundesverfassung wird wie folgt ergänzt: angehört und die Initiative vorberaten.

Artikel 68bis (neu)

Abs. 1 Schriftliche Begründung des Initianten

Der Bund bekämpft das Rauschgiftproblem mit einer restrik- Die bisherige Drogenpolitik ist gekennzeichnet durch eine

tiven, direkt auf Abstinenz ausgerichteten Drogenpolitik. schleichende Liberalisierung. Das Betäubungsmittelgesetz

Abs. 2 wurde in den letzten Jahren nicht mehr nach dem Wortlaut

Er trifft auf dem Wege der Gesetzgebung alle geeigneten angewandt.

Massnahmen, um die Nachfrage nach Rauschgiften und die Um in Zukunft eine restriktive Drogenpolitik weiterzuführen,

Anzahl der Rauschgiftkonsumenten zu verringern, die ist die Bundesverfassung mit einem Artikel 68bis (neu) zu

Rauschgiftabhängigkeit zu heilen, die sozialen und wirt- ergänzen (gleichlautend wie die am 15. Dezember 1992 lan-

schaftlichen Folgeschäden des Rauschgiftkonsums zu ver- cierte Volksinitiative «Jugend ohne Drogen»).

mindern sowie den illegalen Rauschgifthandel effektiv zu

bekämpfen. Erwägungen der Kommission

Abs. 3 - Die Kommissionsmehrheit erachtet die parlamentarische

Um die Jugend vor Drogen zu schützen, nimmt der Bund Initiative nicht als geeignetes Instrument, um die schweizeri-

gegen Rauschgiftkonsum Stellung und verfolgt eine aktive sche Drogenpolitik in eine neue Richtung zu lenken. Sie

Drogenprävention, die die Persönlichkeit des einzelnen bemängelt, dass schon allein aufgrund der verschiedenen,

stärkt. nicht gegeneinander abgegrenzten Begriffe Verwirrung

Abs. 4 geschaffen werde. So ist die Rede von «Rauschgiftproble-

Der Bund fördert und unterstützt die Durchführung der men», von «Drogenpolitik» und von «Betäubungsmitteln».

Massnahmen, die geeignet sind, den körperlichen Entzug, Die Kommissionsmehrheit lehnt den repressiven Charakter

die dauerhafte Entwöhnung und die Wiedereingliederung der Initiative ab und weist auf Untersuchungen hin, die bele-

der Rauschgiftabhängigen sicherzustellen. gen, dass Drogenabhängige durchschnittlich zehn Jahre

Abs. 5 süchtig sind, wobei meist das Klima in ihrer Umgebung ent-

Die Abgabe von Betäubungsmitteln ist verboten. Vorbehal- scheidend ist, ob sie aus ihrer Sucht herausfinden. Druck

ten ist die Verwendung zu rein medizinischen Zwecken. hilft ihnen dabei nicht, im Gegenteil. Die Süchtigen müssen

Davon ausgeschlossen ist jedoch die Verwendung von einen neuen Sinn im Leben finden, und das erfordert Zeit.

Heroin, Rauchopium, Kokain, Cannabis, Halluzinogenen Gemäss Erfahrungen, die man in Liverpool gemacht hat, ist

und analogen Substanzen. das Wichtigste, dass Personen in der Suchtphase gesund

23. Juni 1995 1565 Parlamentarische Initiative. Drogenkonsum

bleiben und in der Legalität leben können. Die Initiative rejette le caractère répressif de l'initiative et renvoie à des

widerspricht auch dem Konzept und den Empfehlungen der études selon lesquelles l'état de dépendance des toxicoma-

Arbeitsgruppe der Drogenfachleute. Diese fordern, dass nes s'étend en moyenne sur une durée de dix ans. Ces étu-

man Drogenabhängige nicht kriminalisiert, sondern ver- des soulignent également le rôle déterminant joué par

sucht, ihnen zu helfen. l'entourage dans la lutte contre la dépendance. Exercer des

Die Kommissionsmehrheit lehnt die Initiative auch aus for- pressions sur les toxicomanes ne les aide pas, bien au con-

mellen Gründen ab, da am 22. Juli 1993 eine Volksinitiative, traire. Ils doivent donner un nouveau sens à leur vie, ce qui

die Volksinitiative «Jugend ohne Drogen», mit demselben exige du temps. Selon les expériences conduites à Liverpool,

Wortlaut eingereicht wurde. Sie wird im Parlament ohnehin il importe avant tout de préserver la santé des personnes

eine Diskussion zu diesem Thema bringen. toxicodépendantes et de leur permettre de rester dans la

- Die Kommissionsminderheit weist darauf hin, dass mit der légalité. L'initiative va aussi à rencontre du programme ainsi

Initiative nicht allein der Drogenkonsum, sondern auch der que des recommandations du groupe de travail des spécia-

Drogenhandel bekämpft werden soll. Sie unterstreicht, dass listes de la drogue. En effet, ceux-ci demandent que l'on aide

bei der Prävention ein grosses Defizit herrscht. Es geht um les toxicomanes au lieu de les traiter comme des criminels.

die Früherfassung des Problems, Arbeit in den Schulen, in La majorité de la commission rejette cette initiative parle-

der Öffentlichkeit und im Elternhaus. Wer in der Drogenab- mentaire également pour des raisons formelles, une initia-

gabe an Süchtige, in einer verstärkten Liberalisierung das tive populaire «Jeunesse sans drogue» de teneur identique

Rezept sieht, macht es sich zu einfach. Umfassende Arbeits- ayant été déposée le 22 juillet 1993, ce qui donnera néces-

therapien sollen den Süchtigen einen Lebenssinn vermitteln. sairement lieu à un débat sur ce thème au Parlement.

Vielseitige Arbeits- und Weiterbildungs-, aber auch Ver- - La minorité de la commission fait valoir que l'initiative ne

dienstmöglichkeiten gehören zu einem solchen Programm. vise pas uniquement à combattre la consommation, mais

Therapie, zumindest in einer ersten Phase, muss dabei in aussi le trafic de drogue. Elle souligne les carences considé-

einem geschlossenen Rahmen stattfinden. Die in Kliniken, rables que présente actuellement la prévention. Il faut abor-

Heime und anderweitige Therapiegemeinschaften Eingewie- der ce problème assez tôt, dans les écoles, dans les lieux

senen, haben sich über produktive Tätigkeit an ihren Lebens- publics ainsi que dans le milieu familial. Quiconque consi-

unterhalts- und Therapiekosten zu beteiligen. dère la remise de drogue aux toxicomanes comme une

Weiteres Vorgehen: panacée choisit la voie de la facilité. Des thérapies par le

Es wurden bereits verschiedene Vorstösse an den Bundes- travail complètes doivent permettre aux toxicomanes de

rat überwiesen, die eine Revision des Betäubungsmittelge- trouver un but existentiel. Un tel programme devra compren-

setzes und eine neue Drogenpolitik des Bundes fordern. dre des possibilités variées de travail, également salarié, de

Wie erwähnt, ist die Volksinitiative «Jugend ohne Drogen» même que de recyclage. La thérapie, quant à elle, devrait se

bereits eingereicht worden. Eine weitere Volksinitiative, die dérouler dans un cadre fermé, du moins au premier stade.

Volksinitiative «für eine vernünftige Drogenpolitik», ist ange- Les toxicomanes en traitement dans des cliniques, des

meldet. Eine Standesinitiative des Kantons Solothurn homes ou d'autres communautés thérapeutiques devront

(«Legalisierung des Drogenkonsums und Betäubungsmittel- participer à leur frais d'entretien et de thérapie en exerçant

monopol») steht noch in beiden Räten zur Behandlung an. une activité lucrative.

Weiter wird eine Botschaft des Bundesrates zur Ratifizie- Suite de la procédure:

rung der Uno-Betäubungsmittelübereinkommen erwartet. In Diverses interventions demandant une révision de la loi

den Räten dürfte somit in nächster Zeit - auch ohne dass fédérale sur les stupéfiants ainsi qu'une nouvelle politique

dieser Initiative Folge gegeben wird - eine umfassende Dro- de la Confédération en matière de drogue ont déjà été trans-

gendiskussion geführt werden. mises au Conseil fédéral. Comme il a été mentionné plus

haut, l'initiative populaire «Jeunesse sans drogue» a déjà

Segmüller Eva (C, SG) présente au nom de la Commission été déposée. Une autre initiative populaire «Pour une politi-

de la sécurité sociale et de la santé publique (CSSS) le rap- que raisonnable en matière de drogue » est annoncée. Une

port écrit suivant: initiative du canton de Soleure «Légalisation de la consom-

mation de drogue et monopole des stupéfiants» n'a pas

Conformément à l'article 21 ter de la loi sur les rapports entre encore été traitée par les Conseils. On attend enfin un mes-

les Conseils, nous vous soumettons le rapport de la commis- sage du Conseil fédéral concernant la ratification de la Con-

sion chargée de l'examen préalable de l'initiative parlemen- vention de l'ONU sur les stupéfiants. C'est ainsi que les

taire déposée le 18 décembre 1992 par M. Bischof. Chambres fédérales devraient prochainement débattre en

Cette initiative demande l'introduction d'un nouvel détail du problème de la drogue même en cas de refus de

article 68bis dans la Constitution fédérale. Sa teneur cor- donner suite à l'initiative.

respond à celle de l'initiative populaire «Jeunesse sans

drogue» déposée le 22 juillet 1993. Antrag der Kommission

La commission a entendu l'auteur de l'initiative puis a pro- Die Kommission beantragt mit 15 zu 2 Stimmen bei

cédé à l'examen préalable de celle-ci le 21 octobre 1993. 1 Enthaltung:

Mehrheit

Développement par écrit de l'auteur de l'initiative Der Initiative keine Folge geben

La politique actuelle en matière de stupéfiants se caracté- Minderheit

rise par une libéralisation sournoise. La loi fédérale sur les (Borer Roland, Keller Rudolf)

stupéfiants n'a plus été appliquée à la lettre au cours des

Der Initiative Folge geben

dernières années.

Pour pouvoir mener à l'avenir une politique restrictive en

matière de stupéfiants, il convient de compléter la constitu- Proposition de la commission

tion par un article 68bis (nouveau) (dont la teneur est la La commission propose, par 15 voix contre 2 et avec

même que celle de l'initiative populaire «Jeunesse sans dro- 1 abstention:

gue», lancée le 15 décembre 1992). Majorité

Ne pas donner suite à l'initiative

Considérations de la commission Minorité

- La majorité de la commission ne considère pas l'initiative (Borer Roland, Keller Rudolf)

parlementaire comme un instrument apte à modifier l'orien- Donner suite à l'initiative

tation de la politique suisse en matière de drogue. Elle

déplore en premier lieu la confusion créée par l'absence de Abstimmung - Vote

distinction entre les différents termes employés dans le texte Für den Antrag der Mehrheit 71 Stimmen

original allemand de l'initiative. La majorité de la commission Für den Antrag der Minderheit 28 Stimmen

Schweizerisches Bundesarchiv, Digitale Amtsdruckschriften

Archives fédérales suisses, Publications officielles numérisées

Archivio federale svizzero, Pubblicazioni ufficiali digitali

Parlamentarische Initiative (Bischof) Bekämpfung des Drogenkonsums.

Verfassungsgrundlage

Initiative parlementaire (Bischof) Lutte contre la consommation de stupéfiants. Base

constitutionnelle

In Amtliches Bulletin der Bundesversammlung

Dans Bulletin officiel de l'Assemblée fédérale

In Bollettino ufficiale dell'Assemblea federale

Jahr 1995

Année

Anno

Band III

Volume

Volume

Session Sommersession

Session Session d'été

Sessione Sessione estiva

Rat Nationalrat

Conseil Conseil national

Consiglio Consiglio nazionale

Sitzung 16

Séance

Seduta

Geschäftsnummer 92.452

Numéro d'objet

Numero dell'oggetto

Datum 23.06.1995 - 08:00

Date

Data

Seite 1564-1565

Page

Pagina

Ref. No 20 025 789

Dieses Dokument wurde digitalisiert durch den Dienst für das Amtliche Bulletin der Bundesversammlung.

Ce document a été numérisé par le Service du Bulletin officiel de l'Assemblée fédérale.

Questo documento è stato digitalizzato dal Servizio del Bollettino ufficiale dell'Assemblea federale.