Parliamentary Initiative for Nationwide Radio Reception of All Official Languages Rejected
Legislator-Zusammenfassung
KI-generiertA parliamentary initiative proposed that at least one radio program in each official language be receivable throughout Switzerland to improve understanding between linguistic communities. While the court acknowledged the initiative's goal of fostering national cohesion, it decided against adopting the initiative directly. The court reasoned that existing law already provided for nationwide coverage in three languages, prioritizing local and regional programs, and that technological advancements and existing cable networks already offered substantial access to programs from other linguistic regions, making the initiative potentially disruptive to local radio and frequency planning. Instead, the court proposed a postulate to explore technical solutions for maintaining such radio access.
Legislator-Regeste
KI-generiertArt. 68 GRN, Art. 68 RCN, Art. 28 Absatz, Art. 28 Ab, Art. 28 Abs. 2 des Bundesgesetzes über Radio und Fernsehen; Parliamentary Initiative for Nationwide Radio Reception of All Official Languages Rejected: While the court acknowledged the initiative's goal of fostering national cohesion, it decided against adopting the initiative directly. The court reasoned that existing law already provided for nationwide coverage in three languages, prioritizing local and regional programs, and that technological advancements and existing cable networks already offered substantial access to programs from other linguistic regions, making the initiative potentially disruptive to local radio and frequency planning. Instead, the court proposed a postulate to explore technical solutions for maintaining such radio access.
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KI-generiertZitierte Gesetzesbestimmungen
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KI-generiertThis provision was cited as the existing legal basis for nationwide coverage with programs in three languages, which the initiative would have superseded.
Volltext
16. März 1994 N 395 Sprachliche Verständigung
Schweiz als Willensnation in Frage stellen könnte, muss alles #ST# 92.451
darangesetzt werden, damit die gegenseitige Verständigung
verbessert wird und die Idee der Schweiz, das fruchtbare Zu- Parlamentarische Initiative
sammenleben verschiedener Kultur- und Sprachgemein-
(Borei François)
schaften, erhalten bleibt
Dementsprechend beauftragt der Motionär den Bundesrat, Drei Landessprachen im Radio für alle
Massnahmen zu treffen sowie allfällige Änderungen auf dem Initiative parlementaire
Wege der Rechtsetzung vorzulegen, um die Verständigung (Borei François)
zwischen den Sprachgemeinschaften, namentlich zwischen La radio en trois langues pour tous
der Deutschschweiz und der französischsprachigen Schweiz,
im Interesse des nationalen Zusammenhalts nachhaltig zu för- Kategorie V, Art. 68 GRN - Catégorie V, art 68 RCN
dern. Dabei soll die Zusammenarbeit mit gesellschaftlichen
und kulturellen Organisationen gesucht und sollen die ent-
sprechenden Bemühungen dieser Organisationen unterstützt
werden.
Die Kommission des Nationalrates befasste sich am 18. No- Wortlaut der Initiative vom 17. Dezember 1992
vember 1993 mit diesem Geschäft. Sie stellte dabei u. a. fest, Auf dem Weg der parlamentarischen Initiative verlange ich
dass die Ziele dieser Motion die gleiche Stossrichtung wie die eine Änderung des Bundesgesetzes über Radio und Fernse-
von den Verständigungskommissionen des National- und des hen, die gewährleistet, dass mindestens ein Radioprogramm
Ständerates abgegebenen 23 Empfehlungen und Anträge ha- in jeder der drei Amtssprachen in der ganzen Schweiz emp-
ben (Bericht 92.083 vom 22. Oktober 1993). Wir müssen uns fangen werden kann.
bemühen, die verschiedenen Sprachgemeinschaften der
Schweiz einander näherzubringen. Texfe de l'initiative du 17 décembre 1992
Nach Auffassung der Kommission ist die Bedeutung dieses Par voie d'initiative parlementaire, je demande la modification
Problems unbestritten und die Motion vollauf gerechtfertigt de la loi fédérale sur la radio et la télévision de manière à garan-
Sie hat deshalb beschlossen, dem Ständerat zu folgen, der tir la réception sur l'ensemble du territoire suisse d'au moins
diese Motion einstimmig unterstützt hat. un programme de radio dans chaque langue officielle.
Haering Binder Barbara (S, ZH) présente au nom de la Com- Mitunterzeichner - Cosignataires: Aguet, Bäumlin, Béguelin,
mission de la science, de l'éducation et de la culture (Csec) le Berger, Blatter, Bodenmann, Brügger Cyrill, Brunner Chris-
rapport écrit suivant: tiane, Bundi, Caccia, Carobbio, Caspar-Mutter, Cavadini
Adriano, Comby, Cotti, Danuser, Darbellay, de Dardel, Deiss,
Le 27 avril 1993, à l'unanimité, le Conseil des Etats a voté la Duvoisin, Eggly, Epiney, Etique, Fankhauser, Frey Claude,
transmission de la motion Rhinow. Déposée le 7 décembre Hafner Ursula, Hämmerle, Herczog, Jeanprêtre, Jöri, Lee-
1992, au lendemain du refus de l'Accord EEE par le peuple et mann, Leuenberger Ernst, Matthey, Meyer Theo, Perey, Phili-
les cantons suisses, cette motion vise à enrayer l'élargisse- pona, Pini, Ruffy, Savary, Scheurer Rémy, Schmied Walter,
ment du fossé qui sépare les communautés linguistiques. Ce Spielmann, Steiger Hans, Strahm Rudolf, Theubet, Tschopp,
fossé étant susceptible de remettre en question l'identité de la Zwahlen (47)
Suisse, nation issue de la volonté politique de ses citoyens,
tout doit être mis en oeuvre sans délai en vue d'améliorer la Leuba Jean-François (L, VD) unterbreitet im Namen der Spezi-
compréhension réciproque et la coexistence fructueuse des alkommission zur Verbesserung der Verständigung zwischen
communautés culturelles et linguistiques qui forment l'es- den verschiedenen Sprachgebieten (92.083 «Verständigungs-
sence de la Suisse. kommission») den folgenden schriftlichen Bericht:
En conséquence, le motionnaire charge le Conseil fédéral de
prendre des mesures et, le cas échéant, de proposer aux 1. Am 17. Dezember 1992 reichte Herr Borei François eine par-
Chambres des projets de modifications législatives afin de lamentarische Initiative in der Form einer allgemeinen Anre-
rapprocher de façon durable - et ce dans l'intérêt de la cohé- gung ein.
sion nationale - les communautés linguistiques, et notam- Der Initiant begründet seinen Vorstoss damit, dass diese
ment la Suisse alémanique et la Romandie. Dans cette entre- Problematik, obschon vom Parlament im Rahmen der im
prise, il faudra rechercher la coopération avec des organisa- Juni 1991 angenommenen Revision des Bundesgesetzes
tions à vocation sociale ou culturelle et soutenir les efforts de über Radio und Fernsehen behandelt, offensichtlich ein Hin-
ces organisations. dernis für die Verständigung zwischen den verschiedenen
La commission du Conseil national a pris position sur cet objet Sprachgebieten darstellt. Er hält es für ungewöhnlich, dass
lors de sa séance du 18 novembre 1993. Elle a notamment man sich in der Schweiz als Radiohörer ausserhalb seines ei-
souligné que cette motion poursuit les buts des vingt-trois re- genen Sprachgebietes als Ausländer fühlen muss, weil die
commandations et propositions énoncées par les Commis- Verbindungen zur Herkunftsregion abgeschnitten sind. Er hält
sions de la compréhension du Conseil national et du Conseil diese Situation für um so bedenklicher, als die PTT den Tele-
des Etats (rapport 92.083 du 22 octobre 1993). Il faut faire les fonrundspruch - das einzige Medium, auf dem heute in der
efforts susceptibles de rapprocher les différentes communau- ganzen Schweiz Radioprogramme aller Landesteile empfan-
tés linguistiques qui forment la Suisse. gen werden können - einzustellen gedenken. Aus diesem
Pour la commission, l'importance de ce problème et le bien- Grund erachtet er es als notwendig, dass Verantwortliche aus
fondé de la motion sont évidents. Elle a décidé de suivre le Politik und Technik die Frage gemeinsam angehen und prü-
Conseil des Etats qui avait soutenu cette motion à l'unanimité. fen, ob in der Schweiz die Kriterien auf dem Gebiet der Fre-
quenzzuweisungen nicht zu streng angesetzt sind und ob sie
Antrag der Kommission es nicht zulassen, in der ganzen Schweiz für ein Radiopro-
Die Kommission beantragt mit 14 zu 1 Stimmen bei 2 Enthal- gramm in jeder Amtssprache Wellenbereiche freizugeben.
tungen, die Motion zu überweisen. 2. Die mit der Prüfung dieses Geschäftes beauftragte Verstän-
digungskommission hörte sich am 23. Februar 1994 den In-
Proposition de la commission itianten an.
La commission, par 14 voix contre 1 et avec 2 abstentions, de-
mande de transmettre la motion. Erwägungen der Kommission
Die Kommission ist mit der Grundidee des Initianten einver-
Überwiesen - Transmis standen und ist ebenfalls der Meinung, dass die Möglichkeit,
in jedem Landesteil Radioprogramme aus den anderen
Sprachgebieten zu empfangen, zur Verbesserung der Ver-
Compréhension linguistique 396 N 16 mars 1994
ständigung beitragen würde. Sie stellte jedoch verschiedene Antrag der Kommission
Schwierigkeiten fest, die sich im Falle einer Annahme der In- Die Kommission beantragt mit 5 zu 1 Stimmen, der Initiative
itiative stellen würden. Zum einen ist in Artikel 28 Absatz 2 des keine Folge zu geben, reicht aber ein Postulat ein, in dem die
Bundesgesetzes über Radio und Fernsehen bereits die ge- Grundidee des Initianten aufgenommen wird.
samtschweizerische Abdeckung mit Programmen in drei
Sprachen vorgesehen, wobei allerdings den Lokal- und Re- Proposition de la commission
gionalprogrammen bei den Frequenzzuweisungen Priorität La commission propose, par 5 voix contre 1, de ne pas donner
eingeräumt wird. Die Initiative hätte demnach die Verdrän- suite à l'initiative, mais en accord avec l'idée prônée par l'au-
gung gewisser Lokalradios zur Folge, was im Widerspruch teur de l'initiative, elle dépose un postulat de la commission.
zum Entscheid des Parlamentes im Rahmen der Revision des
Radio- und Fernsehgesetzes vom Juni 1991 stünde. Ausser- Abstimmung - Vote
dem haben 80 Prozent der Schweizer Bevölkerung heute Zu- Für den Antrag der Kommission
gang zu Netzen, über die Kabelprogramme der anderen (keine Folge geben) 79 Stimmen
Sprachgebiete empfangen werden können; auch wird an Sy- Für den Antrag Borei François
stemen gearbeitet - beispielsweise dem Digitalradio -, mit de- (Folge geben) 66 Stimmen
nen sich die heutigen Schwierigkeiten, die sich bei einer ge-
samtschweizerischen Ausstrahlung von Programmen stellen,
lösen lassen. Die Annahme der Initiative würde zudem die Pla-
nungsarbeiten im Bereich der Frequenzzuweisungen des
Bundesamtes für Kommunikation in Frage stellen. #ST# 94.3021
Leuba Jean-François (L, VD) présente au nom de la Commis- Postulat
sion spéciale pour l'amélioration de la compréhension entre der Verständigungskommission
les différentes régions linguistiques (92.083 «Commission de (92.451)
la compréhension») le rapport écrit suivant: Radio. Drei Sprachen für alle
1. En date du 17 décembre 1992, M. Borei François a déposé Postulat
une initiative parlementaire rédigée sous forme de demande de la Commission de la compréhension
conçue en termes généraux (92.451)
L'initiant motive son initiative en affirmant que même si cette Radio. Trois langues pour tous
question a été discutée par le Parlement lors de la dernière ré-
vision de la loi fédérale sur la radio et la télévision adoptée en
juin 1991, elle représente manifestement un obstacle à la com-
préhension entre les différentes régions linguistiques. En effet,
il estime anormal qu'un citoyen se rendant ou habitant dans Wortlaut des Postulates vom 23. Februar 1994
une autre région linguistique que celle dont il est originaire se Der Bundesrat wird eingeladen, im Rahmen von Artikel 28 Ab-
sente à l'étranger et ne puisse plus continuer à avoir des satz 2 des Bundesgesetzes über Radio und Fernsehen alle
contacts avec la région dont il est issu. Il juge cette situation Möglichkeiten, insbesondere jene im technischen Bereich, zu
d'autant plus préoccupante que les PTT projettent de suppri- prüfen, wie in der ganzen Schweiz mindestens ein Radiopro-
mer la télédiffusion, actuellement unique moyen d'entendre gramm in jeder der drei Amtssprachen Deutsch, Französisch
des programmes radio dans toute la Suisse. C'est pourquoi il und Italienisch aufrechterhalten werden kann.
estime nécessaire que politiciens et techniciens discutent en-
semble de ce problème pour examiner si les critères suisses Texte du postulat du 23 février 1994
en matière de fréquence ne sont pas trop stricts et ne permet- Le Conseil fédéral est invité à examiner, dans le cadre de
traient pas de libérer des espaces sur les ondes pour une radio l'article 28 alinéa 2 de la loi fédérale sur la radio et la télévision,
dans chaque langue officielle dans tout le pays. toutes les possibilités, notamment sur le plan technique, de
2. La Commission de la compréhension chargée de l'examen maintenir au moins un programme radio dans chacune des
de cet objet a entendu l'initiant le 23 février 1994. langues officielles, l'allemand, le français et l'italien, sur l'en-
semble du territoire helvétique.
Considérations de la commission
La commission est en accord avec l'idée proposée par l'initia- Überwiesen - Transmis
tive et pense effectivement que la possibilité pour un habitant
d'une région de recevoir un programme de radio d'une autre
région linguistique contribue à l'amélioration de la compré-
hension. Cependant, elle a relevé plusieurs difficultés en cas
d'acceptation de l'initiative. Tout d'abord, l'article 28 alinéa 2 #ST# 92.455
de la loi fédérale sur la radio et la télévision prévoit déjà cette
couverture dans les trois langues sur l'ensemble du territoire, Parlamentarische Initiative
tout en donnant la priorité aux programmes locaux et régio- (Robert)
naux L'initiative aurait donc pour conséquence de faire dispa- Förderung
raître certaines radios locales, ce qui irait à rencontre de ce
que le Parlement a décidé en juin 1991 dans le cadre de la révi-
der zweisprachigen Erziehung
sion de la loi sur la radio et la télévision. En outre, 80 pour cent Initiative parlementaire
de la population du pays a accès aujourd'hui aux réseaux qui (Robert)
permettent d'entendre les programmes câblés des autres ré- Encouragement
gions et des systèmes sont en cours d'élaboration - par exem- de l'éducation bilingue
ple, la radio numérique - qui permettront de surmonter tous
les problèmes qui se posent aujourd'hui concernant la récep- Kategorie V, Art 68 GRN - Catégorie V, art. 68 RCN
tion de programmes sur tout le territoire suisse. L'acceptation
de l'initiative aurait en outre pour conséquence de remettre en
cause la planification des fréquences qui est en cours à l'Office
fédéral de la communication.
Wortlaut der Initiative vom 18. Dezember 1992
Artikel 27 der Bundesverfassung ist im folgenden Sinne zu er-
gänzen:
Schweizerisches Bundesarchiv, Digitale Amtsdruckschriften
Archives fédérales suisses, Publications officielles numérisées
Archivio federale svizzero, Pubblicazioni ufficiali digitali
Parlamentarische Initiative (Borel François) Drei Landessprachen im Radio für alle
Initiative parlementaire (Borel François) La radio en trois langues pour tous
In Amtliches Bulletin der Bundesversammlung
Dans Bulletin officiel de l'Assemblée fédérale
In Bollettino ufficiale dell'Assemblea federale
Jahr 1994
Année
Anno
Band I
Volume
Volume
Session Frühjahrssession
Session Session de printemps
Sessione Sessione primaverile
Rat Nationalrat
Conseil Conseil national
Consiglio Consiglio nazionale
Sitzung 13
Séance
Seduta
Geschäftsnummer 92.451
Numéro d'objet
Numero dell'oggetto
Datum 16.03.1994 - 08:10
Date
Data
Seite 395-396
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Ref. No 20 023 790
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