Swiss Federal Assembly Rejects UN Membership Initiative
Legislator-Zusammenfassung
KI-generiertThe Swiss Federal Assembly rejected a parliamentary initiative calling for Switzerland's accession to the United Nations. The majority of the committee argued that while UN membership was an important foreign policy goal, the timing was not opportune, citing concerns about potential confusion with the debate on Swiss "blue helmet" troops and the need for the Federal Council to adequately prepare public opinion. They proposed deferring the decision to a later legislative period to ensure a more favorable outcome, contrasting with the minority who advocated for immediate action to prevent Switzerland's marginalization.
Legislator-Regeste
KI-generiertArt. 1 aus, Art. 2 Punkte, Art. 3 Aus, Art. 68 GRN, Art. 68 RCN, Art. 3 Dieser; Swiss Federal Assembly Rejects UN Membership Initiative: The majority of the committee argued that while UN membership was an important foreign policy goal, the timing was not opportune, citing concerns about potential confusion with the debate on Swiss "blue helmet" troops and the need for the Federal Council to adequately prepare public opinion. They proposed deferring the decision to a later legislative period to ensure a more favorable outcome, contrasting with the minority who advocated for immediate action to prevent Switzerland's marginalization.
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Volltext
7. Juni 1993 N 1055 Parlamentarische Initiative. Uno-Beitritt
noch während dieser Legislatur in den Räten behandelt wer- Arrêté fédéral sur l'adhésion de la Suisse à l'Organisation des
den könne. Nations Unies
Die Aussage von Herrn David, das sei über das Jahr 2000 hin- Art. 1
aus verschoben, stimmt so nicht Sein wichtiges Begehren, L'adhésion de la Suisse à l'Organisation des Nations Unies est
das gemeinsame Sorgerecht der Kinder, war in der Vernehm- approuvée.
lassung zum Scheidungsrecht einer der umstrittensten Art. 2
Punkte. Deshalb - nur deshalb - hat die Kommission befun- Le Conseil fédéral est habilité à adresser au secrétaire général
den, man könne diesen Punkt nicht aus der Totalrevision her- une demande d'adhésion dans laquelle il déclare que la
ausbrechen; er stehe im Zusammenhang mit ganz anderen, Suisse est prête à assumer les engagements contenus dans la
wesentlichen Punkten der Totalrevision des Scheidungs- Charte.
rechtes. Art. 3
Aus diesem Grunde kam die Kommission zum Schluss, im jet- Le présent arrêté est soumis au référendum obligatoire sur les
zigen Zeitpunkt die parlamentarische Initiative David zur Ab- traités internationaux.
lehnung zu empfehlen.
Herr Rychen unterbreitet im Namen der Kommission den fol-
M™ Sandoz, rapporteur: On avait assisté en commission à genden schriftlichen Bericht:
une sorte de petit miracle, c'est-à-dire à une entente de la
droite à la gauche quant à l'attitude à suivre sur le problème
Wir unterbreiten Ihnen gemäss Artikel 21 ter des Geschäftsver-
soulevé par M. David. Il est incontestable que la question de
kehrsgesetzes den Bericht der Aussenpolitischen Kommis-
l'attribution de l'autorité parentale aux deux parents divorcés
sion über die von der sozialdemokratischen Fraktion am
est une question importante et délicate, mais elle ne peut pas
3. September 1992 eingereichte Parlamentarische Initiative.
être traitée en dehors de l'étude complète de la révision du
Diese wurde in der Form eines ausgearbeiteten Bundesbe-
droit du divorce. Dès lors, je rejoins tout à fait l'intervention de
schlussentwurfes, welcher den Beitritt der Schweiz zur Organi-
Mme Bär. Notre commission a insisté sur l'urgence de la révi-
sation der Vereinten Nationen zum Inhalt hat, eingereicht
sion du droit du divorce. Nous reviendrons à la charge si nous
Die Kommission setzte sich an insgesamt drei Sitzungen mit
devions nous rendre compte que l'on traînait un peu en lon-
gueur. dem Vorstoss auseinander: Am 11. Januar 1993 hörte sie den
Vertreter der Initianten an und beschloss einstimmig die Aus-
C'est pourquoi, dans cet état d'esprit et dans l'idée absolu-
setzung der Vorprüfung der Parlamentarischen Initiative, um
ment ferme que la meilleure manière de régler le problème
ausnahmsweise den Bundesrat vor der Beschlussfassung
c'est de le faire avec la révision du droit du divorce, je vous in-
noch anzuhören. Diese Anhörung - gefolgt von einer Diskus-
vite à suivre la proposition de la commission et à ne pas don-
sion-fand am 16. Februar 1993 statt Am 22. März 1993 fasste
ner suite maintenant à l'initiative de M. David.
die Kommission ihren Beschluss.
Abstimmung - Vote
Für den Antrag der Kommission Begründung der Initianten
(keine Folge geben) 63 Stimmen Was spricht heute dafür, den Uno-Beitritt nach der Abstim-
Für den Antrag Keller Rudolf mungsniederlage von 1986 dem Volk erneut vorzulegen?
(Folge geben) 37 Stimmen 1. Vor Jahresfrist ist der Beitritt zur Weltbank und zum IWF von
den Stimmbürgerinnen und Stimmbürgern gutgeheissen wor-
den. Es spricht vieles dafür, dass die Stimmberechtigten heute
92.439 auch einem Beitritt zur politischen Weltorganisation, der Uno,
zustimmen würden.
#ST#
2. Trotz der Reformbedürftigkeit verschiedener Uno-Institutio-
Parlamentarische Initiative nen existiert angesichts der gewaltigen weltweiten Probleme
(sozialdemokratische Fraktion) und der aufbrechenden Nationalitätenkonflikte je länger, de-
Uno-Beitritt sto weniger eine Alternative zu den Vereinten Nationen. Die
Initiative parlementaire Schweiz betont seit langem die Notwendigkeit einer universell
(groupe socialiste) ausgerichteten Aussenpolitik. Eine solche ist ohne Uno-Mit-
gliedschaft letztlich nicht denkbar.
Adhésion à l'ONU
3. Die Schweiz gehört praktisch allen Organisationen der Uno
Kategorie IV, Art. 68 GRN - Catégorie IV, art 68 RCN an und beteiligt sich - auch finanziell - an vielen ihrer Aktio-
nen. Mit Genf beherbergt sie den europäischen Sitz der Uno.
Im Dezember 1991 ist der Beitritt zu den Uno-Menschen-
rechtspakten beschlossen worden, ohne dass dagegen ein
Referendum ergriffen worden wäre.
Wortlaut der Initiative vom 3. September 1992 4. Das Hauptargument der Gegner im Abstimmungskampf
Gestützt auf Artikel 93 der Bundesverfassung reichen wir fol- von 1986, die angebliche Gefährdung der Neutralität, ist defini-
gende parlamentarische Initiative ein: tiv obsolet geworden, seit die Schweiz die Irak-Sanktionen der
Bundesbeschluss über den Beitritt der Schweiz zur Organisa- Uno übernommen hat. An militärischen Massnahmen müsste
tion der Vereinten Nationen sich die Schweiz ja ohnehin nicht beteiligen, da dazu kein
M. 1 Staat gezwungen werden kann.
Dem Beitritt der Schweiz zur Organisation der Vereinten Natio- 5. Die Ablehnung des EWR ist schliesslich kein Argument ge-
nen wird zugestimmt. gen des Uno-Beitritt. Die Hauptgründe für das Nein zum EWR
Art. 2 sprechen nicht gleichzeitig gegen den Uno-Beitritt. Tangiert
Der Bundesrat wird ermächtigt, an den Generalsekretär ein werden dabei weder die direkte Demokratie noch die Institutio-
Beitrittsgesuch zu richten, in dem erklärt wird, dass die nen. Ebensowenig sind damit wirtschaftliche Konsequenzen
Schweiz gewillt ist, die in der Charta enthaltenen Verpflichtun- verbunden. Meinungsumfragen zur Frage des Uno-Beitritts er-
gen auf sich zu nehmen. geben denn auch ein günstiges Resultat.
Art. 3
Dieser Beschluss untersteht dem obligatorischen Staatsver- Erwägungen der Kommission
tragsreferendum Kommissionsmehrheit
1. Die Beratungen der Kommission drehten sich hauptsäch-
Texfe de l'initiative du 3 septembre 1992 lich darum, ob es zweckmässig sei, sich im heutigen Zeitpunkt
Nous fondant sur l'article 93 de la Constitution fédérale, nous mit der Frage des Uno-Beitritts auseinanderzusetzen und wel-
déposons l'initiative parlementaire suivante: cher Weg eingeschlagen werden sollte.
Initiative parlementaire. Adhésion à l'ONU 1056 N 7 juin 1993
2. Die Motion wäre das geeignetere Instrument als die parla- Développement des auteurs de l'initiative
mentarische Initiative gewesen. Entsprechende Motionen Quels éléments parlent aujourd'hui en faveur d'une adhésion
sind aber früher schon entweder abgeschrieben oder als Po- à l'ONU qui pourrait être proposée à nouveau au peuple après
stulate überwiesen worden. Der Beitritt zur Uno ist eines der la défaite de la votation de 1986?
Hauptziele der schweizerischen Aussenpolitik, und es ist von 1. Il y a moins d'une année, l'adhésion à la Banque mondiale
grösster Wichtigkeit, in diesem Bereich nicht noch einmal et au Fonds monétaire international a été approuvée par les ci-
Schiffbruch zu erleiden. Es ist daher der Sache dienlicher, toyennes et les citoyens. Beaucoup d'indices révèlent un pro-
wenn dem Bundesrat genügend Zeit und Mittel eingeräumt bable accord des votants à adhérer aussi à l'organisation poli-
würden, damit er die öffentliche Meinung vorbereiten und den tique universelle que représente l'ONU.
für eine Volksabstimmung günstigsten Zeitpunkt, d. h. im Ver- 2. Malgré la nécessité de réformer diverses institutions de
lauf der nächsten Legislaturperiode, bestimmen kann. Das l'ONU, plus le temps s'écoulera, moins il existera d'alternative
Parlament hat übrigens in diesem Sinne am 3. März 1992 ent- à celle-ci en raison des énormes problèmes existant à l'échelle
schieden. Demzufolge wäre jetzt nicht der günstigste Moment, mondiale et des conflits de nationalités qui ont éclaté. La
eine Motion einzureichen oder der am 3. September 1992 ein- Suisse ne cesse depuis longtemps déjà d'insister sur la néces-
gereichten parlamentarischen Initiative Folge zu geben. Sollte sité d'établir une politique étrangère universelle. Une telle poli-
der Bundesrat dem Parlament die Frage des Uno-Beitritts wie tique n'est en fin de compte pas concevable sans une apparte-
vorgesehen innert nützlicher Frist vorlegen, erübrigt sich die nance à l'ONU.
Einsetzung des Instruments der parlamentarischen Initiative. 3. La Suisse est pratiquement membre de toutes les organisa-
3. Zu den obenerwähnten Gründen kommt ferner noch hinzu, tions de l'ONU et participe à leurs nombreuses actions, sur le
dass eine Volksabstimmung im Jahre 1994 verfrüht und ris- plan financier également En outre, Genève est le siège euro-
kant erscheinen würde, vor allem auch im Zusammenhang mit péen de l'ONU. En décembre 1991, l'adhésion aux pactes de
dem umstrittenen Projekt der Schaffung eines schweizeri- l'ONU en matière des droits de l'homme a été décidée sans
schen Blauhelmtruppen-Kontingents. Eine Vermischung der qu'un référendum n'ait été lancé à son encontre.
Frage des Uno-Beitritts mit jener der schweizerischen Blau- 4. Le principal argument que les opposants ont fait valoir dans
helme, wozu es im Volk unweigerlich kommen würde, könnte la campagne précédant la votation de 1986, à savoir la préten-
zu einem Misserfolg in beiden Bereichen führen. due mise en danger de la neutralité, est définitivement dé-
4. Die sozialdemokratische Fraktion wurde aufgefordert, ihre passé, depuis que la Suisse s'est ralliée à la prise de sanctions
Initiative aus den obenerwähnten Ueberlegungen heraus zu- par l'ONU à rencontre de l'Irak. La Suisse ne devrait d'ailleurs
rückzuziehen. Diese war jedoch nicht bereit, diesem Begeh- pas prendre part à des opérations militaires, car aucun Etat ne
ren stattzugeben. peut y être contraint
5. Mit 9 gegen 4 Stimmen (bei 2 Enthaltungen) beantragt die 5. Le rejet de l'EEE n'est en fin de compte pas un argument
Kommission, der parlamentarischen Initiative keine Folge zu contre l'adhésion à l'ONU. Les principaux motifs du non à
geben. l'EEE n'impliquent pas dans le même temps un rejet de l'adhé-
Kommissionsminderheit sion à l'ONU. Ni la démocratie directe, ni nos institutions ne se-
Die Kommissionsminderheit beantragt Ihnen aus den folgen- ront touchées. Des conséquences économiques y sont tout
den Gründen, der Initiative Folge zu geben: aussi peu liées. Des sondages d'opinion concernant l'adhé-
1. Der Initiative nicht Folge zu geben bedeutet eine immer sion à l'ONU donnent aussi un résultat favorable.
grössere Marginalisierung der Schweiz und macht es ihr im-
mer schwieriger, weiterhin ihre Rolle als Beobachter bei den Considérations de la commission
Vereinten Nationen zu spielen. Majorité de la commission
2. Auch wenn das Schweizervolk den EWR-Vertrag abgelehnt 1. Les débats de la commission ont porté essentiellement sur
hat, darf diese Tatsache nicht als Argument für die Vertagung la question de l'opportunité de débattre déjà actuellement de
der Prüfung der Uno-Beitrittsfrage ins Felde geführt werden. l'adhésion à l'ONU ainsi que sur la voie à suivre.
Dies um so mehr nicht, als zahlreiche Indizien auf eine wahr- 2. La voie à suivre aurait pu être plutôt celle de la motion que
scheinliche Befürwortung des Uno-Beitritts durch das Schwei- celle de l'initiative parlementaire. Mais antérieurement déjà,
zervolk hinweisen. d'autres motions ont été soit classées, soit transformées en
3. Der Initiative Folge geben würde es erlauben, mit der Sensi- postulats. L'adhésion à l'ONU est un des objectifs principaux
bilisierung der Bevölkerung zu beginnen und das Beitrittsver- de la politique étrangère de la Suisse et il est de première im-
fahren zu eröffnen, wobei das Volk frühestens 1994 darüber portance de ne pas essuyer un nouvel échec dans ce do-
abzustimmen hätte. Damit würde der Uno-Beitrittsfrage auch maine. Il convient donc de laisser au Conseil fédéral le temps
die notwendige Priorität eingeräumt und dem Bundesrat ein et les moyens de préparer l'opinion publique et de déterminer
Zeichen des Willens des Parlaments für eine neue politische le moment le plus favorable à une décision populaire, à savoir
Option in Richtung einer Oeffnung und gegen die Isolierung au cours de la prochaine législature. Du reste, le Parlement en
der Schweiz gegeben. a décidé ainsi le 3 mars 1992. Dès lors, il ne serait pas judi-
4. Die Frage der Schaffung eines schweizerischen Blauhelm- cieux de déposer maintenant une motion, ni de donner suite à
Kontingents steht nicht im Widerspruch zur Frage eines Uno- cette initiative déposée le 3 septembre 1992. De plus, si le
Beitritts. Conseil fédéral prévoit de présenter la question de l'adhésion
dans un délai utile, l'instrument de l'initiative parlementaire
M. Rychen présente au nom de la commission le rapport écrit n'est plus nécessaire.
suivant: 3. En plus des motifs invoqués plus haut, une votation popu-
laire en 1994 apparaîtrait prématurée et risquée, surtout dans
Conformément à l'article 21 ter de la loi sur les rapports entre le contexte de la question controversée de la constitution de
les conseils, nous vous soumettons le rapport de la Commis- troupes de casques bleus suisses. L'amalgame de la question
sion de politique extérieure sur l'initiative parlementaire du de l'adhésion à l'ONU et de celle des casques bleus suisses -
groupe socialiste déposée le 3 septembre 1992. Celle-ci a été qui serait fait inévitablement dans le peuple - risquerait de faire
présentée sous la forme d'un projet d'arrêté fédéral rédigé de capoter les deux objets.
toutes pièces et porte sur l'adhésion de la Suisse à l'Organisa- 4. Pour les raisons susmentionnées, le groupe socialiste a été
tion des Nations Unies. invité à retirer son initiative. Celui-ci n'a pas donné suite à cette
Au cours de trois séances, la commission a examiné cet objet: demande.
le 11 janvier 1993, elle a entendu le représentant des auteurs 5. Par 9 voix contre 4 et avec 2 abstentions, la commission
de l'initiative et a décidé, à l'unanimité, de reporter l'examen vous propose de ne pas donner suite à l'initiative parlemen-
préalable de l'initiative parlementaire pour entendre excep- taire.
tionnellement le Conseil fédéral avant de prendre sa décision. Minorité de la commission
Cette audition, suivie d'une discussion, eut lieu le 16 février La minorité de la commission vous propose de donner suite à
1993. La commission a pris sa décision le 22 mars 1993. l'initiative pour les motifs suivants:
7. Juni 1993 1057 Parlamentarische Initiative. Uno-Beitritt
1. Ne pas donner suite à l'initiative signifie une marginalisation Jahre vor der negativen Volksabstimmung im Jahre 1986 hat
toujours plus grande de la Suisse et rend encore plus difficile man ja dieses Geschäft des Uno-Beitritts wie eine heisse Kar-
la tenue par la Suisse de son rôle d'observateur auprès des toffel behandelt
Nations Unies. Es war der damalige freisinnige Nationalrat Gerhart Schürch,
2. La question de l'adhésion à l'Espace économique euro- der die berühmt-berüchtigte Formel geprägt hat, man müsse
péen ayant été tranchée négativement par le peuple, celle-ci im Zusammenhang mit der Uno-Abstimmung auf den nächst-
ne peut plus être invoquée pour reporter encore l'examen de möglichen geeigneten Zeitpunkt warten. Man hat dann immer
la question de l'adhésion à l'ONU, surtout si de nombreux indi- Gründe gefunden, um diesen Zeitpunkt wieder hinauszu-
ces font apparaître un probable accord des votants à l'adhé- schieben. Dieses Spiel geht jetzt seit einigen Jahren munter
sion de la Suisse à l'ONU. weiter. Noch im letzten Jahr hat der Bundesrat erklärt, die
3. Donner suite à l'initiative permettrait de commencer le pro- Frage des Uno-Beitritts sei im Moment nicht spruchreif, wir
cessus de sensibilisation du peuple et d'entamer la procédure müssten jetzt zuerst über den EWR-Vertrag abstimmen, erst
d'adhésion qui ne pourrait aboutir à la votation populaire nachher könnten wir wieder die Uno-Frage aufnehmen.
qu'en 1994 au plus tôt. Ceci permettrait en outre de donner un In der Aussenpolitischen Kommission hat man bereits eine
caractère prioritaire à la question et de faire signe au Conseil neue Begründung, um den geeigneten Zeitpunkt hinauszu-
fédéral de la volonté parlementaire d'une nouvelle option poli- schieben. Man spricht nämlich jetzt davon, wir hätten eine Vor-
tique allant dans le sens d'une ouverture et du refus d'un repli lage über die Blauhelme vor uns, und es wäre unter Umstän-
sur soi. den ein bisschen konkurrenzierend, wenn wir jetzt auch über
4. La question de la constitution de troupes de casques bleus die Grundsatzfrage des Uno-Beitritts diskutieren und abstim-
suisses pour le maintien de la paix n'est pas en opposition men würden.
avec celle de l'adhésion à l'ONU. Die parlamentarische Initiative - das ist die Auffassung der
Kommissionsminderheit-will nichts übers Knie brechen. Sie
Antrag der Kommission zieht lediglich die Konsequenzen aus einer neuen Situation.
Die Kommission beantragt mit 9 zu 4 Stimmen bei 2 Ent- Wenn wir die Verlautbarungen nach der EWR-Abstimmung
haltungen: analysieren, stellen wir fest, dass eigentlich quer durch alle po-
Mehrheit litischen Lager die Auffassung vertreten wird, dass wir uns jetzt
Der Initiative keine Folge geben um so stärker auch aussenpolitisch engagieren und nach aus-
Minderheit sen zeigen müssen, dass dieses EWR-Nein nun nicht in eine
(Vollmer, Bäumlin, Bircher Silvio, Ruffy, Ziegler Jean) aussenpolitische Isolation führen darf. Der Uno-Beitritt ist des-
Der Initiative Folge geben halb ein wichtiger Schritt auf diesem Weg, uns aussenpolitisch
zu öffnen. Auch die Akzeptanz in der Bevölkerung ist wahr-
Proposition de la commission scheinlich besser denn je.
La commission a décidé, par 9 voix contre 4 et avec 2 abs- Wir haben gespürt, dass offenbar sehr viele Vertreter der Kom-
tentions: missionsmehrheit sich vor der Volksmehrheit fürchten. Wir
Majorité meinen, dass gerade die Analysen der Abstimmungen sowohl
Ne pas donner suite à l'initiative über den Beitritt zur Weltbank als auch über den EWR am
Minorité 6. Dezember letzten Jahres deutlich gezeigt haben, dass es
(Vollmer, Bäumlin, Bircher Silvio, Ruffy, Ziegler Jean) durchaus eine Mehrheit in der Bevölkerung gibt, die bereit ist,
Donner suite à l'initiative sich aussenpolitisch zu öffnen.
Warum wartet die Minderheit der Kommission nicht einfach
Ordnungsantrag Rechsteiner auf eine Vorlage des Bundesrates? Wir wissen, dass für den
Behandlung des Geschäftes in Kategorie III Bundesrat dieses Geschäft besonders schwierig ist Sein Ver-
such, mit einem Uno-Beitritt vorwärts zu machen, ist vor sie-
Motion d'ordre Rechsteiner ben Jahren gescheitert Der Bundesrat - wir wissen das -
Traiter l'objet en catégorie III zeichnet sich in diesen Fragen nicht gerade durch besonde-
ren Mut aus. Seine Haltung ist auch widersprüchlich: Wenn
Rechsteiner: Ich möchte Ihnen vorschlagen, dieses Geschäft Sie den Bericht unserer schweizerischen Uno-Delegation - er
in Kategorie III statt in Kategorie IV zu behandeln, und zwar wird vom Bundesrat auch an uns Parlamentarier verschickt -
deshalb, weil es sich ja beim Uno-Beitritt zweifellos um ein lesen, stellen Sie fest, dass der Uno-Frage dort eine sehr hohe
schwergewichtiges Thema der schweizerischen Aussenpolitik Priorität eingeräumt wird. Man spricht in diesem Bericht Klar-
handelt, das diese parlamentarische Initiative aufnimmt text und meint, es sei jetzt eigentlich der Zeitpunkt gekommen,
Die Behandlung in der Kategorie III gäbe den Aussenpoliti- um diese Frage zu aktualisieren und in einen politischen Pro-
kern der bürgerlichen Fraktionen Gelegenheit zu erklären, zess zu bringen. Trotzdem -das ist der Widerspruch -wissen
weshalb dieser Vorstoss nicht unterstützt wird, weshalb - ent- wir, dass in der Legislaturplanung des Bundesrates diese
gegen den Parteiprogrammen - der Uno-Beitritt in der Form Frage einmal mehr hinausgeschoben wird.
der parlamentarischen Initiative nicht unterstützt wird. Der Initiative Folge geben bedeutet nicht, dass wir morgen
Ich möchte deshalb vorschlagen - damit diese Gelegenheit eine Volksabstimmung über den Uno-Beitritt haben. Es be-
geschaffen wird -, dieses Geschäft in Kategorie III zu be- deutet einzig und allein, dass wir jetzt einen Prozess auslösen
handeln. würden, der dann dazu führte, dass wir zu einem späteren Zeit-
punkt auch auf eine informierte Bevölkerung zählen könnten.
Abstimmung - Vote Wer diesen Prozess nicht auslösen will, nimmt einmal mehr in
Für den Ordnungsantrag Rechsteiner 42 Stimmen Kauf, dass eine sachlich längst fällige Entscheidung weiter in
Dagegen 72 Stimmen den Schubladen des Bundesrates schlummert und eben -wie
die Erfahrung von 1986 zeigt - auf diesen fragwürdigen
Vollmer, Sprecher der Minderheit: Die Minderheit der Aussen- «nächstmöglichen Zeitpunkt» wartet Man könnte aber auch
politischen Kommission empfiehlt Ihnen, dieser parlamentari- interpretieren, wer dieser Initiative nicht Folge geben wolle,
schen Initiative Folge zu geben. wünsche die Teilnahme der Schweiz an dieser völkerumspan-
Sie haben aus dem schriftlichen Bericht der Kommission erse- nenden Organisation gar nicht, wie das sehr viele Uno-Gegner
hen können, dass Ihnen die Aussenpolitische Kommission - seinerzeit bei der Abstimmung von 1986 in diesem Rat hier be-
mit einem in einer 27köpfigen Kommission nicht gerade über- zeugt haben.
zeugenden Resultat von 9 zu 4 Stimmen-empfiehlt, der Initia- Es geht nicht um die Frage, ob das heutige Funktionieren der
tive keine Folge zu geben. Uno über alle Zweifel erhaben ist. Es gibt dazu - da sind sich,
Das ist für die Minderheit völlig unverständlich. Die Uno-Frage glaube ich, auch der Bundesrat und die Aussenpolitische
ist unseres Erachtens ein klassisches Beispiel dafür, wie man Kommission einig - heute schlicht und einfach keine Alterna-
politische Entscheidungen vor sich herschiebt Schon viele tive.
Initiative parlementaire. Adhésion à l'ONU 1058 N 7 juin 1993
Ich möchte Sie im Namen der Minderheit bitten: Stimmen Sie defensive und ängstliche Haltung schon beim ersten Versuch
dieser Initiative zu, geben Sie ihr Folge! Setzen Sie damit ein Mitte der achtziger Jahre versagt hat. Dasselbe ist zur Begrün-
Zeichen dafür, dass die Uno-Frage auch in diesem Rat de- dung der Kommissionsmehrheit bei der Ablehnung der Initia-
blockiert wird, dass ein Prozess in der Bevölkerung ausgelöst tive zu sagen, welche es dem Bundesrat überlassen möchte,
wird, der es dann möglich macht, dass wir in einem späteren die öffentliche Meinung zuerst vorzubereiten. Abgesehen da-
Zeitpunkt auf eine informierte Bevölkerung zählen und so den von, dass mit dieser paternalistischen Haltung keine Abstim-
längst fälligen Schritt eines Uno-Beitritts für unser Land vollzie- mung zu gewinnen ist, gehört eine Frage von dieser grund-
hen können. sätzlichen Bedeutung auch in die Verantwortung des Parla-
Ich bitte Sie deshalb: Stimmen Sie mit der Kommissionsmin- mentes und nicht nur in diejenige des Bundesrates.
derheit dafür, dieser Initiative Folge zu geben. Acht Jahre nach dem ersten Anlauf ist es nun überfällig, dass
sich die Schweiz an der politischen Weltorganisation beteiligt,
Rechsteiner: In Ergänzung zu Herrn Vollmer noch ein paar was ja auch dem immer wieder postulierten Anspruch auf eine
Bemerkungen. Vor kurzem hat das Fürstentum Liechtenstein universelle Aussenpolitik entspricht. Das Volk muss Gelegen-
seinen Beitritt zur Uno erklärt Damit ist die Schweiz praktisch heit erhalten, sich über diese Frage erneut auszusprechen.
das einzige Land der Erde geblieben, das der Uno noch nicht Voraussetzung dafür, dass sich das Volk neu aussprechen
angehört. Ich meine, schon deshalb sprechen zwingende kann, ist aber jetzt ein Grundsatzentscheid des Parlamentes
Gründe dafür, dass auch die Schweiz diesen überfälligen zu einem Uno-Beitritt, der ja auch der bürgerlichen Program-
Schritt endlich nachholt Es gibt nämlich keine Alternative zur matik prinzipiell entspricht
Uno als weltumspannende politische Organisation. Die Uno
mag sicher ihre Fehler haben: Ihre Struktur muss reorgani- Fischer-Hägglingen, Berichterstatter: Wir haben in der März-
siert, sie muss auch demokratisiert werden. Auch wirkt der Ein- session 1992 in diesem Rat eingehend über den Uno-Beitritt
satz der Uno oft hilflos, wenn wir beispielsweise an die bosni- diskutiert. Damals lagen verschiedene Motionen vor. Der Rat
sche Tragödie denken. Trotzdem: Wer macht es besser? Es hat damals diese Vorstösse abgelehnt Bei dieser Gelegenheit
gibt keine reale Alternative zur Uno. hat der Bundesrat seine Meinung dargelegt und dabei seine
Bei den nach Ende des kalten Krieges aufbrechenden Natio- Ueberlegungen noch einmal festgehalten, die er bereits im
nalitätenkonflikten beispielsweise ist die Uno noch unentbehr- Bericht über die Legislaturplanung 1991-1995 festgehalten
licher geworden als vorher. Das betrifft auch die Schweiz; sie hat: dass er uns im Laufe dieser Legislatur seinen Bericht über
kann sich nicht heraushalten, nach dem 6. Dezember 1992 die Aussenpolitik und über die Neutralität unterbreiten werde.
noch weniger als vorher. Der Uno-Beitritt sei weiterhin ein Ziel unserer Aussenpolitik.
Wir wissen zwar, dass die Schweizer Stimmbürgerinnen und Herr Bundesrat Felber hat in der Aussenpolitischen Kommis-
Stimmbürgerden Uno-Beitritt 1986verworfen haben. Seither sion diese Haltung einmal mehr unterstrichen und dabei auch
hat sich aber nicht nur die Welt verändert, sondern auch das gewisse Ueberlegungen für das weitere Vorgehen in dieser
Bild der Uno, das sich ausgerechnet damals, Mitte der achtzi- Frage gemacht
ger Jahre, im Westen auf einem Tiefpunkt befand. Das hat sich Es ist wichtig, dass wir die einzelnen Schritte in der Aussenpo-
seither markant geändert 1986 noch war das Hauptargument litik aufeinander abstimmen, und wir müssen uns fragen, was
gegen einen Uno-Beitritt die Neutralität- und das nicht nur in Priorität hat Gegenwärtig liegt in unserem Rat eine Vorlage
der gegnerischen Abstimmungspropaganda, sondern auch über Blauhelme. Diese werden wir diese oder nächste Woche
in der Auswertung des Urnenganges beispielsweise in der in diesem Parlament behandeln. Es ist damit zu rechnen, dass
Vox-Analyse. Die Neutralität als Argument gegen einen Uno- diese Vorlage in der Bevölkerung sehr umstritten sein wird -
Beitritt sticht aber heute, nach der praktisch diskussionslosen ein Referendum ist nicht auszuschliessen.
Beteiligung der Schweiz an den Irak-Sanktionen der Uno, defi- Wir sind der Auffassung, dass wir diese wichtige Vorlage nicht
nitiv nicht mehr. War doch genau diese Beteiligung an Wirt- durch eine Vermischung mit der Frage über den Uno-Beitritt
schaftssanktionen der umstrittene Konfliktfall mit der Neutrali- gefährden sollten. Wir glauben, es sei richtig, dass wir zuerst
tät Allfällige militärische Massnahmen sind im Zusammen- die Frage der Blauhelme in diesem Rat diskutieren und even-
hang mit der Neutralität ohnehin kein Problem, da sich nach tuell das Volk in der Volksabstimmung überzeugen.
den Satzungen der Uno kein Staat daran beteiligen muss. Weiter stehen noch verschiedene andere gewichtige aussen-
In der Debatte von Anfang 1992 sprachen für den Bundesrat politische Fragen an. Ich denke vor allem an die Diskussionen
und für bürgerliche Sprecher zwei Argumente gegen eine bal- über das Gatt und die Frage unserer Stellung zu Europa
dige zweite Uno-Abstimmung: Die Priorität liege zum einen bei Aus all diesen Gründen sind wir der Auffassung, dass der
der bevorstehenden Abstimmung über den Beitritt zu den Uno-Beitritt in der gegenwärtigen Situation nicht erste Priorität
Bretton-Woods-lnstitutionen und zum ändern bei der Abstim- hat Wir sollten uns zuerst auf die Vorlage über die Blauhelme
mung über den EWR. Beide Gründe gegen eine zweite Auf- konzentrieren und dann erst die Frage Gatt und Europa weiter-
lage der Uno-Abstimmung sind heute obsolet geworden. diskutieren. Es könnte sonst nämlich sein, dass der Bürger in-
Der Beitritt zu den Bretton-Woods-lnstitutionen ist vom Volk bezug auf aussenpolitische Fragen das Gefühl bekommt, er
klar gutgeheissen worden. Gehört die Schweiz jetzt aber auch werde überfordert und müsse zuviel auf einmal entscheiden.
den globalen Institutionen im Finanzbereich an, so kann das Wir haben bei der EWR-Abstimmung gesehen, wie schwierig
Abseitsstehen bei der politischen Weltorganisation unter die- es ist, dem Volk eine aussenpolitische Vorlage in so kurzer Zeit
sem Gesichtspunkt nicht mehr gerechtfertigt werden. Aber zu unterbreiten. Ich glaube, es braucht auch bei der Diskus-
auch der zweite Grund, das knappe Nein zum EWR-Abkom- sion um den Uno-Beitritt eine gute Vorbereitung durch den
men, spricht nicht gegen den Uno-Beitritt Wie die Propa- Bundesrat
ganda der Gegner, aber auch die Auswertung des Urnengan- Nun: was heisst Folge geben, wie vorhin gesagt wurde? Folge
ges überhaupt aufzeigen, haben bei der Verwerfung des geben heisst, dass die Kommission, nach einem allfälligen Ja
EWR-Abkommens viele Aengste vor allem wirtschaftlicher Na- in unserem Rat heute, den Uno-Beitritt auch materiell beraten
tur, aber auch institutionelle Bedenken, beispielsweise im Zu- und uns in absehbarer Zeit einen Antrag unterbreiten muss.
sammenhang mit der direkten Demokratie, eine Rolle ge- Dadurch - glaube ich - würde der ganze Fahrplan, den sich
spielt Ein Uno-Beitritt tangiert nun weder unsere Institutionen der Bundesrat und das Parlament vorgenommen haben,
wie die direkte Demokratie noch hat er wirtschaftliche Konse- durcheinander geraten.
quenzen, beispielsweise bei der Freizügigkeit; dies im Unter- Wir tun gut daran, dieser parlamentarischen Initiative heute
schied zum Gatt Aus dem EWR-Nein kann also nicht auf ein keine Folge zu geben, wenn wir die anderen Vorlagen nicht
zweites Nein zum Uno-Beitritt geschlossen werden. gefährden wollen.
Der Bundesrat möchte den Uno-Beitritt frühestens in der näch-
sten Legislaturperiode wieder aufgreifen. Diese Haltung der M. Eggly, rapporteur: Le groupe socialiste, dans cette affaire,
Aengstlichkeit widerspricht aber nicht nur den gewandelten nous met mal à l'aise. En effet, notamment en demandant le
Verhältnissen in der Uno-Frage. Sie sollte auch deshalb für ei- vote par appel nominal tout à l'heure, il a l'air de vouloir nous
nen zweiten Anlauf nicht massgebend sein, weil genau diese faire prendre position sur le fond. Mais, au nom de la majorité
7. Juni 1993 N 1059 Parlamentarische Initiative. Schweizer Fahrende
de la commission, Mesdames et Messieurs les socialistes, je Walter, Friderici Charles, Fritschi Oscar, Früh, Giezendanner,
vous le demande: à qui vous adressez-vous? La majorité du Giger, Gobet, Gros Jean-Michel, Grossenbacher, Gysin, Hari,
Conseil national, comme la majorité du Conseil des Etats, est Heberlein, Hegetschweiler, Hess Otto, Hess Peter, Iten Jo-
pour l'entrée de la Suisse à l'ONU. Il l'était hier, il l'est au- seph, Jäggi Paul, Jenni Peter, Keller Anton, Keller Rudolf,
jourd'hui et il le sera certainement demain. Alors pour qui et Kern, Kühne, Leu Josef, Leuba, Loeb François, Mamie, Mauch
pour quoi cette démonstration? Rolf, Maurer, Miesch, Moser, Mühlemann, Müller, Narbel, Ne-
En commission, finalement, il y avait aussi une majorité qui biker, Neuenschwander, Oehler, Perey, Pnilipona, Rebeaud,
était, sur le fond, pour l'entrée de la Suisse à l'ONU. Moi- Reimann Maximilian, Rohrbasser, Ruckstuhl, Rutishauser, Ry-
même, qui remplace ici le rapporteur de langue française, je chen, Sandoz, Savary, Scheidegger, Scherrer Jürg, Scheurer
me suis battu à l'époque pour l'entrée de la Suisse à l'ONU. Rémy, Schmied Walter, Schnider, Schwab, Seiler Hanspeter,
J'ai été battu, mais je suis prêt, quand il le faudra, à me battre à Spoerry, Stalder, Steffen, Steinegger, Steinemann, Stucky,
nouveau. Donc, la question n'est pas une question de fond. En Theubet, Verterli, Wick, Wittenwiler, Wyss Paul, Wyss William,
fait, en demandant le vote par appel nominal tout à l'heure, Zolch.Zwahlen.Zwygart (102)
vous voulez faire une sorte de show. C'est un trompe-l'oeil, car
il ne s'agit pas d'une question de fond. Für den Antrag der Minderheit (Folge geben) stimmen:
En réalité, qu'est-ce qu'a décidé la commission? La commis- Votent pour la proposition de la minorité (donner suite):
sion a pris acte des débats qui avaient eu lieu à la session de Aguet, Bär, Baumann, Béguelin, Bodenmann, Brügger Cyrill,
mars ici même. Elle a pris note du fait que le Conseil fédéral Brunner Christiane, Bühlmann, Bundi, Carobbio, Danuser,
désirait que la question de l'ONU, qui reste dans son plan de de Dardel, David, Diener, Duvoisin, Eggenberger, Fankhau-
législature, soit plutôt posée dans la prochaine législature. Le ser, Fasel, von Feiten, Gardiol, Goll, Gonseth, Grendelmeier,
Conseil fédéral a l'intention, nous a-t-on dit, de mettre cette Gross Andreas, Haering Binder, Hafner Ursula, Hämmerle,
question dans le cadre des Grandes lignes pour la législature Herczog, Hollenstein, Hubacher, Jaeger, Jeanpretre, Jori, Le-
1995-1999. De plus, on nous l'a expliqué en commission, il dergerber, Leemann, Leuenberger Ernst, Maeder, Marti Wer-
risque d'y avoir une confusion du débat sur l'ONU et du débat ner, Mauch Ursula, Meier Hans, Meier Samuel, Meyer Theo,
sur les casques bleus. Rechsteiner, Ruffy, Schmid Peter, Steiger, Strahm Rudolf,
Mesdames et Messieurs les socialistes, vous qui voulez abso- Thür, Vollmer, Weder Hansjürg, Zbinden, Ziegler Jean, Züger
lument - et vous avez raison sur ce point - que la Suisse s'en- (53)
gage en faveur de la solidarité, de la participation au maintien
de la paix, de la prévention des conflits, vous allez, j'imagine, Der Stimme enthalten sich - S'abstiennent:
soutenir le projet de loi fédérale concernant les troupes suis- Comby, Guinand, Hafner Rudolf, Nabholz, Segmüller, Seiler
ses chargées d'opérations en faveur du maintien de la paix Rolf, Stamm Judith, Stamm Luzi, Suter (9)
Vous savez pourtant que ce projet de loi va être combattu, et
cela notamment par des gens qui sont contre l'adhésion de la Abwesend sind - Sont absents:
Suisse à l'ONU et qui prétendront que c'est l'engrenage vers Bäumlin, Blocher, Borei François, Borradori, Bühler Simeon,
l'adhésion de la Suisse à l'ONU, alors que, sans appartenir en- Caccia, Caspar-Hutter, Cavadini Adriano, Cotti, Ducret, Eti-
core à l'ONU, nous pouvons déjà participer plus largement à que, Fischer-Seengen, Frey Claude, Hildbrand, Leuenberger
son oeuvre, notamment avec ces casques bleus, éventuelle- Moritz, Maitre, Maspoli, Matthey, Misteli, Pidoux, Pini, Poncet,
ment des casques bleus suisses. Le référendum contre cette Raggenbass, Robert, Ruf, Scherrer Werner, Schmidhalter,
loi fédérale concernant les troupes suisses chargées d'opéra- Sieber, Spielmann, Tschäppät Alexander, Tschopp, Tschup-
tions en faveur du maintien de la paix sera sûrement lancé et il pert Karl, Wanner, Wiederkehr, Zisyadis (35)
faudra sûrementfaire une campagne ace sujet. Nous la ferons
beaucoup plus facilement si nous pouvons dire que la Suisse Frau Haller, Vizepräsidentin, stimmt nicht
peut faire cela, même si elle n'est pas à l'ONU. Mme Haller, vice-présidente, ne vote pas
Autrement dit, Mesdames et Messieurs les socialistes, aux
yeux de la majorité de la commission, vous desservez la cause
que vous prétendez servir. Vous ajoutez de la confusion, de la
complication; vous allez rendre plus difficile la campagne au
#ST# 91.425
sujet des casques bleus suisses, d'ailleurs, en commission,
Monsieur Vollmer, on vous l'a dit et on vous a même demandé Parlamentarische Initiative
de retirer l'initiative. Vous êtes allé devant votre groupe, vous (SGK-NR)
êtes revenu en commission en disant que les socialistes ne Zukunft für Schweizer Fahrende
voulaient pas retirer cette initiative. Aux yeux de la majorité de Initiative parlementaire
la commission, par conséquent, il s'agit là d'une démonstra-
tion qui, si je puis dire, est coupée de son objet, une démon-
(CSSS-CN)
stration que nous regrettons. Assurer l'avenir
Nous croyons que pour des questions d'opportunité nous de- des gens du voyage suisses
vons suivre le désir du Conseil fédéral et ne pas donner suite Bericht und Gesetzentwurf der Kommission vom 28. August 1991
maintenant à une initiative qui demande, en somme, un vote (BBIIV462)
rapide sur la question de l'ONU, un vote populaire qui n'est Rapport et projet de loi de la commission du 28 août 1991 (FF IV 449)
pas prioritaire. Stellungnahme des Bundesrates vom 16. September1991 (BBIIV473)
C'est la raison pour laquelle, au nom de la majorité de la com- Avis du Conseil fédéral du 16 septembre 1991 (FF IV 460)
mission, et sans encore une fois nullement préjuger le fond de Kategorie IV, Art. 68 GRN - Catégorie IV, art. 68 RCN
la question, nous vous demandons de ne pas donner suite à
cette initiative.
Namentliche Abstimmung - Vote par appel nominal
Antrag der Kommission
Für den Antrag der Mehrheit (keine Folge geben) stimmen: Eintreten
Votent pour la proposition de la majorité (ne pas donner suite) : Proposition de la commission
Allenspach, Aregger, Aubry, Baumberger, Berger, Bezzola, Entrer en matière
Binder, Bircher Peter, Bischof, Blatter, Bonny, Borer Roland,
Bortoluzzi, BührerGerold, Bürgi, Camponovo, Chevallaz, Cin- Allenspach, Berichterstatter: Die Kommission für soziale Si-
cera, Columberg, Couchepin, Daepp, Darbellay, Deiss, Dett- cherheit hat sich seit 1990 mit den Problemen einer wenig
ling, Dormann, Dreher, Dünki, Eggly, Engler, Epiney, Eymann geachteten und wenig geliebten nationalen Minderheit be-
Christoph, Fehr, Fischer-Hägglingen, Fischer-Sursee, Frey fasst: mit den Schweizer Fahrenden. Wir wissen, dass dieser
Schweizerisches Bundesarchiv, Digitale Amtsdruckschriften
Archives fédérales suisses, Publications officielles numérisées
Archivio federale svizzero, Pubblicazioni ufficiali digitali
Parlamentarische Initiative (sozialdemokratische Fraktion) Uno-Beitritt
Initiative parlementaire (groupe socialiste) Adhésion à l'ONU
In Amtliches Bulletin der Bundesversammlung
Dans Bulletin officiel de l'Assemblée fédérale
In Bollettino ufficiale dell'Assemblea federale
Jahr 1993
Année
Anno
Band III
Volume
Volume
Session Sommersession
Session Session d'été
Sessione Sessione estiva
Rat Nationalrat
Conseil Conseil national
Consiglio Consiglio nazionale
Sitzung 06
Séance
Seduta
Geschäftsnummer 92.439
Numéro d'objet
Numero dell'oggetto
Datum 07.06.1993 - 14:30
Date
Data
Seite 1055-1059
Page
Pagina
Ref. No 20 022 802
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