Legislator Rechtsprechung & Gesetzgebung
VPB 92-401 KI-generiert

Parliamentary Initiative on Drug Law Amendments Regarding Addict Dealers

Geschäftsnummer VPB 92-401
Gericht / Behörde
Rechtsordnung Schweiz · Verwaltungspraxis der Bundesbehörden (VPB) (CH)
Entscheiddatum
Ausgang Abgewiesen (Dismissed)

Legislator-Zusammenfassung

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This case concerns a parliamentary initiative to amend drug laws to allow for more lenient sentencing of addicts who engage in small-scale drug dealing solely to finance their own consumption, distinguishing them from profit-driven dealers. The court's reasoning focused on the existing law's elasticity and the judiciary's desire to differentiate between drug trafficking and personal use, finding that drawing a clear line between profit-motivated and self-consumption-motivated dealing would be difficult, and that the initiative, while aiming for decriminalization, could lead to partial legalization of hard drug trafficking.

Legislator-Regeste

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Art. 19 begeht, Art. 19a nur, Art. 68 GRN, Art. 68 RCN, Art. 19 BetmG, Art. 11 oder; Parliamentary Initiative on Drug Law Amendments Regarding Addict Dealers: The court's reasoning focused on the existing law's elasticity and the judiciary's desire to differentiate between drug trafficking and personal use, finding that drawing a clear line between profit-motivated and self-consumption-motivated dealing would be difficult, and that the initiative, while aiming for decriminalization, could lead to partial legalization of hard drug trafficking.

Schlagwörter

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Betäubungsmittelhandel parlamentarische Initiative Betäubungsmittelabhängigkeit Widerhandlungen betreffend Hanf Strafzumessung Gesetzesänderung
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Zentrale Rechtsfragen, extrahiert von Legislator

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Artikel 19a Ziffer 1 des Betäubungsmittelgesetzes

This provision is the subject of the parliamentary initiative and is discussed extensively in the context of how it is applied and potentially revised.

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Volltext

Initiatives parlementaires. Loi sur les stupéfiants 1180 N 14 juin 1993

pour une part importante, de subventions publiques de l'Etat 1. Celui qui, sans droit, aura consommé intentionnellement

de son lieu de résidence. des stupéfiants ou celui qui aura commis une infraction au

La nouvelle réglementation de l'imposition des frontaliers ap- sens de l'article 19 chiffre 1 pour assurer directement sa pro-

porte sans aucun doute à la Confédération et aux cantons pre consommation est passible des arrêts ou de l'amende.

concernés des recettes supplémentaires. Les cantons intéres-

sés ont approuvé, lors de la procédure de consultation, le pro- Frau Segmüller unterbreitet im Namen der Kommission den

tocole modifiant ladite convention. folgenden schriftlichen Bericht:

Antrag der Kommission Gestützt auf Artikel 21 ter des Geschäftsverkehrsgesetzes un-

Die einstimmige Kommission (bei einer Enthaltung) beantragt terbreiten wir Ihnen den Bericht der Kommission für soziale Si-

Ihnen, dem Bundesbeschluss über ein Protokoll zur Aende- cherheit und Gesundheit über die am 30. Januar 1992 von

rung des Doppelbesteuerungsabkommens mit der Bundesre- Herrn Tschäppät Alexander eingereichte parlamentarische In-

publik Deutschland zuzustimmen. itiative. Die Kommission hörte am 18. November 1992 den In-

itianten an.

Proposition de la commission Geltendes Recht:

La commission vous propose à l'unanimité moins une absten- Artikel 19a Ziffer 1 im geltenden Betäubungsmittelgesetz

tion d'approuver l'arrêté fédéral relatif à un protocole modifiant (BetmG) lautet: «1. Wer unbefugt Betäubungsmittel vorsätz-

la convention de double imposition avec la République fédé- lich konsumiert oder wer zum eigenen Konsum eine Wider-

rale d'Allemagne. handlung im Sinne von Artikel 19 begeht, wird mit Haft oder

mit Busse bestraft.»

Eintreten wird ohne Gegenantrag beschlossen Praxis des Bundesgerichtes:

L'entrée en matière est décidée sans opposition Bereits der geltende Gesetzestext würde im Sinne des Oppor-

tunitätsprinzips eine Differenzierung zulassen zwischen Dro-

Detailberatung - Discussion par articles genhändlern, die aus reiner Gewinnsucht handeln, und süch-

tigen Dealern, die ausschliesslich zur Finanzierung des eige-

Titel und Ingress, Art. 1,2 nen Konsums Kleinhandel betreiben. Eine solche Auslegung

Antrag der Kommission entspricht sogar erklärterweise der Absicht des Gesetzgebers,

Zustimmung zum Entwurf des Bundesrates wie sie anlässlich der Teilrevision des Betäubungsmittelgeset-

zes 1975 zum Ausdruck gekommen ist.

Titre et préambule, art. 1,2 Das Bundesgericht verhindert mit seiner Rechtspraxis jedoch

Proposition de la commission eine derartige Auslegung, indem es sich an einer klaren Unter-

Adhérer au projet du Conseil fédéral scheidung zwischen Handel und Konsum orientiert und über-

dies Handel mit Heroin ab 12 Gramm (nach additivem Verfah-

Angenommen -Adopté ren) bereits als schweren Fall einstuft.

Beratungen in der Kommission:

Gesamtabstimmung - Vote sur l'ensemble 1. Argumentation der Befürworter

Für Annahme des Entwurfes 113 Stimmen Die vorliegende Initiative möchte erreichen, dass der Drogen-

(Einstimmigkeit) süchtige, der zur direkten Finanzierung des Eigenbedarfs mit

Drogen handelt, im Sinne des Opportunitätsprinzips milder

bestraft werden kann als ein Drogenhändler, der aus Gewinn-

An den Ständerat-Au Conseil des Etats sucht handelt

Die Initiative strebt nicht eine Liberalisierung der Betäubungs-

mittelgesetzgebung an, sie will mit dem geänderten Wortlaut

von Artikel 19a nur erreichen, dass dem Willen des Gesetzge-

bers Nachachtung verschafft wird, wie er anlässlich der Teilre-

vision des BetmG 1975 unmissverständlich zum Ausdruck ge-

bracht wurde.

#ST# 92.401 Ein Grossteil der Drogensüchtigen finanziert sich den Eigen-

konsum durch Drogenkleinhandel. Alternativen dazu sind

Parlamentarische Initiative Prostitution oder Beschaffungskriminalität wie z. B. Einbrü-

(Tschäppät Alexander) che, Entreissdiebstähle usw. Das Bundesgericht lässt eine

Betäubungsmittelgesetz. Privilegierung nach Artikel 19a nur für reine Vorbereitungs-

Revision von Artikel 19a Ziffer 1 handlungen für den Eigenkonsum gelten. Für Süchtige, die

zur unmittelbaren Deckung des Eigenbedarfs Handel betrei-

Initiative parlementaire ben, entfällt diese Privilegierung bereits. Somit bringt Arti-

(Tschäppät Alexander) kel 19a Ziffer 1 praktisch nur jenen Drogensüchtigen eine Er-

Loi sur les stupéfiants. leichterung, welche ihren Konsum aus eigenem Vermögen

Révision de l'article 19a chiffre 1 bestreiten können.

Im weiteren entspricht es der Rechtspraxis des Bundesgerich-

Kategorie III, Art 68 GRN - Catégorie III, art 68 RCN tes, Handel mit über 12 Gramm Heroin - im additiven Verfah-

ren berechnet - grundsätzlich als schweren Fall einzustufen.

Auch durch die Hände eines Kleinhändlers gehen innert weni-

ger Tage 12 Gramm - insbesondere, als hier nicht die Rede

von reinem Heroin ist, sondern vom handelsüblichen ge-

Wortlaut der Initiative vom 30. Januar 1992 streckten Stoff, welcher in der Regel nur 10 bis 20 Prozent rei-

Es sei Artikel 19a Ziffer 1 des Betäubungsmittelgesetzes nes Heroin enthält

(BetmG) wie folgt zu revidieren: Die Konsequenz: Vom Gesetz belangte drogensüchtige Klein-

1. Wer unbefugt Betäubungsmittel vorsätzlich konsumiert händler müssen mit einer Minimalstrafe von einem Jahr Zucht-

oder wer zur Deckung des unmittelbaren Eigenbedarfs eine haus bestraft werden. Die Gefängnisse werden dadurch mit

Widerhandlung im Sinne von Artikel 19 Ziffer 1 begeht, wird Drogensüchtigen überfüllt, obwohl sie in keiner Weise für die

mit Haft oder mit Busse bestraft Behandlung und Resozialisierung von Drogensüchtigen ein-

gerichtet sind. Der Drogenkonsum wird auch während dem

Texte de l'initiative du 30 Janvier 1992 Strafvollzug fortgeführt - was nicht zuletzt auch dazu führt,

L'article 19a chiffre 1 de la loi fédérale sur les stupéfiants dass im Gefängnis oft ursprünglich nicht süchtige Insassen

(LStup) est à modifier comme il suit: ebenfalls zu Drogenkonsumenten werden.

14. Juni 1993 N 1181 Parlamentarische Initiativen. Betäubungsmittelgesetz

Drogenfachleute weisen schon seit langem darauf hin, dass dants qui se livrent à un petit commerce pour financer leur pro-

Drogensüchtige nicht in den Strafvollzug gehören. pre consommation. Cette interprétation correspond même ex-

Auch die Eidgenössische Betäubungsmittelkommission be- plicitement à l'intention du législateur telle qu'il l'a exprimée

antragt in ihrem Bericht von 1989 (Ziff. 4.4.2), «zu prüfen, ob für lors de la révision partielle de la loi fédérale sur les stupéfiants

denjenigen Täter, der ausschliesslich zur Bestreitung seiner de 1975.

schweren Sucht Handel treibt, ein niedrigerer Strafrahmen be- La pratique judiciaire du Tribunal fédéral n'autorise toutefois

reitgestellt werden kann. Damit liesse sich dem unterschiedli- pas une interprétation dans ce sens, dans la mesure où ce-

chen Unrechtsgehalt und der suchtbedingten starken Beein- lui-ci différencie clairement entre commerce et consommation

trächtigung der Fähigkeit, vernunftgemäss zu handeln, besser et considère en outre le commerce d'héroïne à partir de

Rechnung tragen, als dies mit der heutigen Regelung möglich 12 grammes (selon une procédure additive) comme un cas

ist. » grave.

2. Argumente gegen die Initiative Délibérations au sein de la commission:

Das geltende Gesetz ist elastisch genug. Auch im Falle einer 1. Argumentation des partisans de l'initiative

Verurteilung nach Artikel 19 BetmG kann das Gericht ein ge- La présente initiative vise à ce que le toxicomane qui se livre au

ringeres Strafmass anwenden oder eine Therapie verfügen, in- commerce uniquement pour financer sa propre consomma-

dem es gemäss Artikel 11 oder Artikel 44 des Strafgesetzbu- tion de drogue soit moins sévèrement réprimé qu'un trafiquant

ches dem Verurteilten verminderte Zurechnungsfähigkeit zu- qui agit dans un but lucratif.

billigt L'initiative ne demande pas une libéralisation de la législation

Das Bundesgericht will in der Rechtsprechung eine Unter- en matière de stupéfiants, elle entend seulement, par le biais

scheidung zwischen Handel und Konsum von Drogen vorneh- d'une modification de l'article 19a, respecter a posteriori la vo-

men. Eine solche Unterscheidung ist auch in der Praxis durch- lonté du législateur exprimée clairement à l'occasion de la révi-

führbar. Hingegen dürfte es schwierig bis unmöglich sein, sion partielle de la LStup de 1975.

eine klare Trennlinie zwischen Handel aus Gewinnstreben Une grande partie des toxicomanes financent leur propre

und Handel zur Finanzierung von Eigenkonsum zu ziehen. consommation par un petit commerce de stupéfiants, les solu-

Auch wenn mit der Initiative primär eine Entkriminalisierung tions alternatives à cette pratique étant la prostitution, ou la cri-

der an Drogensucht Erkrankten angestrebt wird, handelt es minalité (cambriolages, vols à l'arraché, etc.). Le Tribunal fédé-

sich dabei letztlich doch um eine Erleichterung und Teillegali- ral ne privilégie, conformément à l'article 19a, que les actes à

sierung des Handels mit harten Drogen. caractère purement préparatoire en vue d'une consommation

Hängige Vorstösse: personnelle. Ce privilège échappe déjà aux toxicomanes se li-

-90.411 Motion Bühler Simeon. Koordinierte Drogenpolitik vrant au commerce afin de couvrir directement leurs propres

- Ad 87.232 Motion der Kommission für Gesundheit und Um- besoins. C'est ainsi que l'article 19a chiffre 1, ne décharge

welt. Betäubungsmittelgesetz. Revision que les personnes dépendantes en mesure de financer leur

Der Bundesrat wird beauftragt, dem Parlament eine Revision consommation par leurs propres moyens.

des Betäubungsmittelgesetzes und allenfalls weitere gesetzli- De plus, la pratique judiciaire du Tribunal fédéral tend à consi-

che Massnahmen im Bereich der Drogenbekämpfung rasch- dérer en principe comme un cas grave le commerce de plus

möglichst zu unterbreiten. de 12 grammes d'héroïne, en appliquant une procédure addi-

- 92.3116 Postulat Onken. Revision des Betäubungsmittelge- tive. 12 grammes d'héroïne peuvent également, en l'espace

setzes de quelques jours, passer entre les mains d'un petit trafiquant,

- 92.3265 Postulat Morniroli. CH-Drogenkonzept en particulier comme ici, lorsqu'il ne s'agit pas d'héroïne pure,

-92.441 n Parlamentarische Initiative der grünen Fraktion. Re- mais de la substance coupée répandue sur le marché, qui ne

vision des Betäubungsmittelgesetzes contient en général que 10 à 20 pour cent d'héroïne pure.

(Bericht der vorberatenden Kommission liegt vor) Les petits trafiquants en état de dépendance appréhendés par

-92.452 n Parlamentarische Initiative Bischof. Bekämpfung la justice doivent être condamnés à une peine minimale d'une

des Drogenkonsums. Verfassungsgrundlage année d'emprisonnement Les prisons regorgent de toxico-

- 92.312 s Standesinitiative Solothurn. Legalisierung des Dro- manes malgré le fait qu'elles ne disposent d'aucune infra-

genkonsums und Betäubungsmittelmonopol structure pour le traitement et la réinsertion de ceux-ci. La

Angemeldete Volksinitiativen: consommation de drogue se poursuit pendant l'accomplisse-

-Jugend ohne Drogen (Ablauf der Sammelfrist: 15. Juni ment de la peine, ce qui entraîne souvent aussi une consom-

1994) mation de drogue chez les détenus non dépendants à l'ori-

- Für eine vernünftige Drogenpolitik (Ablauf der Sammelfrist: gine.

18. November 1994) Les spécialistes affirment depuis longtemps que la place des

Arbeiten der Verwaltung: toxicomanes n'est pas dans le système pénitentiaire.

Gemäss Auskunft der zuständigen Amtsstellen sieht der Bun- La Commission fédérale des stupéfiants demande, dans son

desrat zurzeit keine Veranlassung, an den Strafnormen des rapport de 1989 (ch. 4.4.2) qu'«on étudie la possibilité de pré-

Betäubungsmittelgesetzes Aenderungen vorzunehmen. voir des peines moins lourdes pour les délinquants qui se li-

vrent au trafic uniquement dans le but de satisfaire leur grave

M™ Segmüller présente au nom de la commission le rapport dépendance. Cela permettrait de mieux prendre en compte

écrit suivant: qu'on ne peut le faire avec la réglementation actuelle le degré

de culpabilité et la diminution considérable de la capacité

En vertu de l'article 21 ter de la loi sur les rapports entre les d'agir de façon responsable qu'entraîné la dépendance».

conseils, nous vous soumettons le rapport de la Commission 2. Arguments contre l'initiative

de la sécurité sociale et de la santé publique sur l'initiative par- La loi en vigueur est suffisamment souple. Dans le cas d'une

lementaire déposée le 30 janvier 1992 par M. Tschäppät condamnation en vertu de l'article 19 LStup, le tribunal peut

Alexander. La commission a entendu l'auteur de l'initiative le prononcer une peine moins lourde ou ordonner une thérapie,

18 novembre 1992. reconnaissant ainsi au condamné, conformément à l'article 11

Loi en vigueur: ou à l'article 44 du Code pénal, une responsabilité limitée.

L'article 19a chiffre 1 de la loi en vigueur sur les stupéfiants est Le Tribunal fédéral désire introduire une différenciation entre

libellé comme suit: «1. Celui qui, sans droit, aura consommé commerce et consommation de drogues dans la jurispru-

intentionnellement des stupéfiants ou celui qui aura commis dence. Une telle distinction est également applicable dans la

une infraction à l'article 19 pour assurer sa propre consomma- pratique judiciaire. Par contre, il s'avère difficile sinon impossi-

tion est passible des arrêts ou de l'amende.» ble de délimiter clairement entre commerce à but purement lu-

Pratique du Tribunal fédéral: cratif et commerce en vue du financement d'une consomma-

Le texte de loi en vigueur autoriserait déjà, selon le principe tion personnelle.

d'opportunité, une distinction entre les trafiquants, qui agis- Même si l'initiative vise avant tout à une décriminalisation de

sent uniquement dans un but lucratif, et les revendeurs dépen- personnes victimes de la dépendance, elle demande malgré

Initiatives parlementaires. Loi sur les stupéfiants 1182 N 14 juin 1993

tout une dépénalisation et une légalisation partielle du trafic 3. die Abgabe von sogenannt harten Drogen an süchtige Per-

des drogues dures. sonen durch die Kantone zulässig ist; die Rahmenbedingun-

Interventions pendantes: gen werden durch Bund und Kantone festgelegt;

-90.411 Motion Bühler Simeon. Politique coordonnée de la 4. Prävention und Ausstiegshilfen verstärkt werden.

drogue

- Ad 87.232 Motion de la Commission de la santé publique et Texte ofe l'initiative du 9 octobre 1992

de l'environnement Loi sur les stupéfiants. Révision La loi fédérale sur les stupéfiants et, le cas échéant, d'autres

Le Conseil fédéral est chargé de soumettre au plus vite au Par- lois seront modifiées de sorte:

lement une révision de la loi sur les stupéfiants et au besoin 1. qu'acquérir ou posséder des stupéfiants pour sa consom-

d'autres mesures légales dans le domaine de la lutte contre la mation personnelle ne soit plus un délit;

drogue. 2. que la culture, la transformation, le commerce et la consom-

- 92.3116 Postulat Onken. Révision de la loi sur les stupéfiants mation de chanvre ne soient plus interdits;

- 92.3265 Postulat Morniroli. Lutte contre la drogue. Définition 3. que la distribution de drogues dites dures aux toxicomanes

d'un concept par les cantons soit autorisée, les conditions étant fixées par la

- 92.441 n Initiative parlementaire du groupe écologiste. Stu- Confédération et les cantons;

péfiants. Révision de la loi 4. que la prévention et les moyens visant à encourager le se-

(le rapport à ce sujet de la commission chargée de l'examen vrage soient renforcés.

préalable de l'objet)

-92.452 n Initiative parlementaire Bischof. Lutte contre la Sprecherin - Porte-parole: Hollenstein

consommation de stupéfiants. Base constitutionnelle

- 92.312 é Initiative du canton de Soleure. Légalisation de la Frau Segmüller unterbreitet im Namen der Kommission den

consommation de drogues et monopole des stupéfiants folgenden schriftlichen Bericht:

Initiatives populaires annoncées:

- Jeunesse sans drogue (délai pour la récolte des signatures: Gestützt auf Artikel 21ter des Geschäftsverkehrsgesetzes un-

15 juin 1994) terbreiten wir Ihnen den Bericht der Kommission für soziale Si-

- Pour une politique de la drogue raisonnable (délai pour la ré- cherheit und Gesundheit über die am 9. Oktober 1992 von der

colte des signatures: 18 novembre 1994) grünen Fraktion eingereichte parlamentarische Initiative. Die

Travaux de l'administration: Kommission hörte am 8. Januar 1993 die Sprecherin der In-

D'après les informations fournies par les offices compétents, itianten an.

le Conseil fédéral ne voit pour l'heure pas la nécessité de mo- Beratungen in der Kommission:

difier les normes pénales de la loi fédérale sur les stupéfiants. 1. Argumentation der Befürworter

Die Politik der Prohibition ist gescheitert. Trotz einem aufwen-

Antrag der Kommission digen Repressionsapparat hat sich ein Schwarzmarkt gebil-

Die Kommission beantragt mit 13 zu 9 Stimmen: det, auf dem die Drogenmafia Milliardenumsätze tätigt Die

Mehrheit überhöhten Schwarzmarktpreise können von den Süchtigen

Der Initiative Folge geben nicht mehr mit Einkünften aus Lohnarbeit bezahlt werden. Die

Minderheit Folge davon ist eine zunehmende Ausgrenzung der Drogen-

(Bortoluzzi, Aubry, Deiss, Jäggi Paul, Philipona, Pidoux, Ry- süchtigen, welche sich den Konsum nur noch mit Prostitution

chen, Scheurer Rémy) oder kriminellen Handlungen finanzieren können.

Der Initiative keine Folge geben Die drogenfreie Gesellschaft ist eine Illusion. Der Staat soll da-

her Massnahmen treffen, die einen risikoarmen Suchtmittel-

Proposition de la commission konsum ermöglichen und den Süchtigen Hilfe anbieten, wo

La commission propose, par 13 voix contre 9: sie darum ersuchen.

Majorité Die Initiative will nicht eine Liberalisierung im Sinne einer Frei-

Donner suite à l'initiative gabe aller Drogen erreichen, sondern eine Entkriminalisie-

Minorité rung und Legalisierung des Drogenkonsums. Produktion, Ver-

(Bortoluzzi, Aubry, Deiss, Jäggi Paul, Philipona, Pidoux, Ry- trieb und Verkauf der Drogen sollen staatlich geregelt und kon-

chen, Scheurer Rémy) trolliert werden.

Ne pas donner suite à l'initiative Vorteile einer Legalisierung:

- weniger Beschaffungskriminalität: tiefere Preise entschärfen

die Situation für die Suchtkranken - Polizei und Justiz werden

entlastet;

- das organisierte Verbrechen verliert eine seiner wichtigsten

Einnahmenquellen, wenn Produktion und Vertrieb durch le-

#ST# 92.441 gale Institutionen übernommen werden;

- gesundheitspolitisch: Krankheitsrisiken können gesenkt

Parlamentarische Initiative werden (Uebertragung von HIV, Hepatitis);

(grüne Fraktion) - die Voraussetzungen für eine Integration der Drogensüchti-

Revision des Betäubungsmittelgesetzes gen in die Gesellschaft werden erheblich verbessert;

- dank Besteuerung der Suchtmittel sind finanzielle Mittel vor-

Initiative parlementaire handen für eine bessere Prävention.

(groupe écologiste) 2. Argumente gegen die Initiative

Stupéfiants. Revision de la loi - Eine Drogenpolitik nach den Vorgaben dieser Initiative

würde die Schweiz weltweit isolieren. Bis heute praktiziert kein

Kategorie III, Art 68 GRN - Catégorie III, art 68 RCN Land eine solche Drogenpolitik, welche auch klar im Wider-

spruch zu Berichten und Uebereinkommen der Uno im Be-

reich der Drogenbekämpfung steht (Die Befürworter der In-

itiative halten dem entgegen, dass sich z. B. die internationale

Städtekonferenz mit 58 Städten aus 35 Ländern engagiert für

Wortlaut der Initiative vom 9. Oktober 1992 eine Aufhebung der Drogenprohibition einsetzt)

Das Betäubungsmittelgesetz und eventuelle weitere Gesetze - Die Legalisierung würde nicht ohne Einfluss auf das Kon-

sind dahin gehend zu ändern, dass: sumvolumen bleiben - nicht zuletzt auch wegen der tieferen

1. Erwerb und Besitz von Betäubungsmitteln zum Eigenkon- Preise.

sum straffrei sind; - Die Gefahr besteht, dass bei einer Legalisierung der Drogen

2. jeder Umgang mit Hanfkraut zulässig ist; die Zahl der Süchtigen zunimmt.

Schweizerisches Bundesarchiv, Digitale Amtsdruckschriften

Archives fédérales suisses, Publications officielles numérisées

Archivio federale svizzero, Pubblicazioni ufficiali digitali

Parlamentarische Initiative (Tschäppät Alexander) Betäubungsmittelgesetz. Revision von

Artikel 19a Ziffer 1

Initiative parlementaire (Tschäppät Alexander) Loi sur les stupéfiants. Révision de l'article

19a chiffre 1

In Amtliches Bulletin der Bundesversammlung

Dans Bulletin officiel de l'Assemblée fédérale

In Bollettino ufficiale dell'Assemblea federale

Jahr 1993

Année

Anno

Band III

Volume

Volume

Session Sommersession

Session Session d'été

Sessione Sessione estiva

Rat Nationalrat

Conseil Conseil national

Consiglio Consiglio nazionale

Sitzung 10

Séance

Seduta

Geschäftsnummer 92.401

Numéro d'objet

Numero dell'oggetto

Datum 14.06.1993 - 14:30

Date

Data

Seite 1180-1182

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Ref. No 20 022 829

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