Postulate on Female Participation and Transparency in European Integration Negotiations Rejected
Legislator-Zusammenfassung
KI-generiertThe parliamentary debate concerns a postulate requesting the Federal Council to define principles for preparatory work and negotiations regarding European integration, emphasizing female participation and transparency. The Federal Council proposed rejecting the postulate, deeming it premature to outline principles and asserting its prerogative in appointing delegations. However, proponents argued that a more inclusive and transparent process, involving broader societal segments and potentially a dedicated delegate for European affairs, was crucial for building public support for future integration efforts, especially given the perceived shortcomings in the handling of the EEA negotiations. Ultimately, the postulate was rejected by the majority.
Legislator-Regeste
KI-generiertPostulate on Female Participation and Transparency in European Integration Negotiations Rejected: The Federal Council proposed rejecting the postulate, deeming it premature to outline principles and asserting its prerogative in appointing delegations. However, proponents argued that a more inclusive and transparent process, involving broader societal segments and potentially a dedicated delegate for European affairs, was crucial for building public support for future integration efforts, especially given the perceived shortcomings in the handling of the EEA negotiations. Ultimately, the postulate was rejected by the majority.
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KI-generiertVolltext
Interpellatin du groupe démocrate-chrétien 742 N 27 avril 1993
Unter diesen Umständen erachtet es der Bundesrat als ver- Europa, Männer das Monopol beanspruchen. Die Frauen
früht, bereits auf die einzuhaltenden Grundzüge der Vorberei- konnten nur noch in der Endphase der Diskussion um den
tungsarbeiten und Verhandlungen - wie dies die Verfasser EWR eingreifen. Die Skepsis vieler Frauen war begründet; die
des Postulates dem Bundesrates nahelegen - einzugehen. Nachteile des hauptsächlich von Männern ausgehandelten
Der Bundesrat legt Wert darauf, im Einklang mit der bisherigen EWR waren eben für die Frauen besonders gross.
Praxis bei der Delegationszusammensetzung seinen Hand- Eine zukünftige Integration der Schweiz in Europa wird ohne
lungsspielraum zu wahren. volle Gleichberechtigung und Mitbestimmung der Frauen
nicht möglich sein, das gilt schon für die Verhandlungsdele-
Rapport écrit du Conseil fédéral gation.
du 24 février 1993 Die zwei letzten Punkte des Postulates, die Veröffentlichung
Compte tenu du climat intérieur, des négociations d'adhésion der Zusammensetzung der vorbereitenden Gremien und der
n'entrent pas en ligne de compte pour 1993 et en général Verhandlungsdelegationen und die regelmässige Information
aussi longtemps que les conditions politiques externes et in- des Parlaments und der Bevölkerung über den Stand der Vor-
ternes ne seront pas réunies. bereitungsarbeiten und der Verhandlungen, sind eigentlich
Dans ces circonstances, le Conseil fédéral considère qu'il est eine Selbstverständlichkeit
prématuré d'entrer en matière sur les principes que les au- Wir bitten Sie, das Postulat entgegen dem Antrag des Bundes-
teurs du postulat l'invitent à respecter durant les travaux pré- rates anzunehmen.
paratoires et les négociations. Par ailleurs, selon une pratique
constante, le Conseil fédéral se réserve toute latitude dans la Bundesrat Cotti: Diese Diskussion haben wir während den
désignation des délégations. letzten zwei Tagen geführt. Ich möchte der Antwort des Bun-
desrates vom 24. Februar eigentlich nichts hinzufügen. Die
Schriftliche Erklärung des Bundesrates Grundsätze, worauf sich die Autorin des Postulates stützt, sind
Der Bundesrat beantragt, das Postulat abzulehnen. an sich nicht bestritten - bis auf die Frage der objektiven, for-
mellen Kompetenz des Bundesrates, seine eigenen Delega-
Déclaration écrite du Conseil fédéral tionen zu bestellen. Mais le Conseil fédéral a raison de dire
Le Conseil fédéral propose le rejet du postulat. que, dans ces circonstances, il serait prématuré d'entrer en
matière sur des principes qui devront être appliqués le mo-
Frau Misteli: Die grüne Fraktion hat gestern schon darauf hin- ment venu. Quand ce sera le cas, nous en aurons discuté pen-
gewiesen, dass sie eine umfassende Analyse des Bundesra- dant ces deux jours.
tes und des Parlamentes vermisst, weshalb der EWR-Vertrag Deshalb bleibe ich beim Antrag des Bundesrates.
gescheitert ist. Wir sind überzeugt, dass einer der Gründe die
Art war, wie die Diskussion über die Möglichkeiten der schwei- Abstimmung - Vote
zerischen Integration in Europa geführt worden ist. Die wider- Für Ueberweisung des Postulates Minderheit
sprüchlichen, zum Teil demagogischen Aussagen hatten bei Dagegen offensichtliche Mehrheit
einem grossen Teil der Bevölkerung Aengste geweckt, wo-
nach ein Beitritt zum EWR - so wie er sich vor der Abstimmung
darstellte - keinen Vorteil versprach. Die grüne Fraktion will
aber, dass die Diskussion über die Integration der Schweiz in
Europa weitergeführt wird. Wir wollen, dass sie unter Einbezug #ST# 92.3597
aller Bevölkerungsschichten verstärkt geführt wird und dass
das Parlament dem Bundesrat bestimmte Vorgaben zur Dele- Interpellation
gationszusammensetzung macht. Nur so entsteht in der der christlichdemokratischen Fraktion
schweizerischen Bevölkerung ein breit abgestützter Dialog Delegierter des Bundesrates
über die zukünftigen Optionen. für Europafragen
In bezug auf das Gesuch um Aufnahme von Beitrittsverhand-
lungen der Schweiz mit der EG fordern wir deshalb den Bun- Interpellation
desrat auf, in Brüssel die Veröffentlichung des Avis zu bewir- du groupe démocrate-chrétien
ken. Dieser steckt den Rahmen einer möglichen Option für die Délègue du Conseil fédéral
Verhandlungen über die EG-Mitgliedschaft ab. Diese Forde- pour les questions européennes
rung an den Bundesrat hat gestern Frau Bär gestellt. Wir war-
ten auf die Antwort Diskussion - Discussion
Der Verhandlungsspielraum mit der EG ist in letzter Zeit grös-
ser geworden. In einer Entschliessung des EG-Parlamentes Siehe Seite 616 hiervor - Voir page 616 ci-devant
vom letzten Januar werden die EG-Kommission und der EG-
Rat aufgefordert, die dringlichsten institutionellen Reformen
im Rahmen der nächsten Beitrittsverhandlungen mit den Efta-
Staaten zu vereinbaren. Das ist im Klartext eine Aufforderung
an die bereits beitrittswilligen Efta-Staaten, im Rahmen der Oehler: Unsere Fraktion hat im Anschluss an die Volksabstim-
Beitrittsverhandlungen Vorschläge zur demokratischen und mung vom 6. Dezember 1992 dem Bundesrat vorgeschlagen
institutionellen Reform der EG zu unterbreiten. Das sind ganz bzw. ihm die Frage gestellt, ob es nicht tunlich wäre, die Fra-
neue Töne, die leider bei uns nicht zur Kenntnis genommen gen, die künftig im Hinblick auf unsere Zusammenarbeit mit
werden. Europa auftreten, von einem Delegierten des Bundesrates für
Die Efta-Grünen haben an einer gemeinsamen Tagung dar- Europafragen behandeln zu lassen. Es ist meines Erachtens
aus bereits die ersten Konsequenzen gezogen und fordern ein falscher Schluss, wenn der Bundesrat im ersten Abschnitt
ihre Regierungen auf, dem Angebot der EG zu folgen und un- seiner Antwort schreibt, der Bundesrat beabsichtige weiterhin,
ter den Efta-Staaten eine gemeinsame Verhandlungsposition selbst die Entscheide zu fällen, die in diesem Bereich notwen-
bezüglich Demokratisierung der EG zu erarbeiten. dig seien; das ist richtig. Unsere Absicht besteht nicht darin,
Wir, die grüne Fraktion, sehen darin günstigere Perspektiven dem Bundesrat das Handeln zu verunmöglichen, sondern
für den Verhandlungsprozess; wir wollen aber mitreden. So seine Grundlagen für die Entscheidungsfindung besser zu ge-
müssen diese Verhandlungen-ja schon die Vorbereitungsar- stalten. Das bedeutet im Klartext: Die Entscheidungen in ande-
beiten, wie das im Postulat gefordert wird - anders als die Ver- ren Regierungen über die Zusammenarbeit mit der Schweiz
handlungen zum EWR geführt werden. Die Bevölkerung und werden nicht mehr nur von der Verwaltung bzw. den einzelnen
EG-kritische Gruppen müssen breiter miteinbezogen werden. Verwaltungen in den Staaten gemacht, sondern Vorarbeiten
Es ist insbesondere nicht mehr möglich, dass für die Verhand- und Entscheidungsgrundlagen werden auf einer höheren
lungen über unsere Zukunft, die Zukunft in Westeuropa und in Stufe zusammengetragen. Das heisst, Herr Bundesrat, dass
27. April 1993 N 743 Interpellation der christlichdemokratischen Fraktion
wir von unserem Land aus alle persönlichen Beziehungen, die
von Schweizern zu Regierungen anderer Staaten bestehen,
nutzbar machen sollten.
Heute morgen wurde uns von Herrn Blocher klargemacht,
dass beispielsweise die Metzgermeister die Fragen beantwor-
ten und behandeln sollen, die ihren Bereich betreffen, und
dass man die Antworten nicht in der Verwaltung finden soll. Ich
teile diese Meinung, weil das Fachwissen zum Tragen kom-
men soll.
Ich teile auch die Meinung, dass wir die persönlichen Bezie-
hungen von Regierungsleuten spielen lassen müssen; das
bedeutet für uns, dass wir die langjährig gewachsenen Bezie-
hungen aus der Vergangenheit zu den Regierungschefs in an-
deren Staaten nun wieder aufnehmen müssen, damit dort
diese Vorarbeiten auch nicht über die Apparate getroffen wer-
den. Das, Herr Bundesrat, war letztlich unsere Auffassung.
Dass unter diesen Umständen einige Mitarbeiter im diplomati-
schen Korps nicht unbedingt Freude an einem derartigen De-
legierten haben werden, dafür haben wir Verständnis. Aber wir
werben ja nicht für Verständnis, sondern wir werben für die be-
ste Lösung unserer Probleme.
In diesem Sinne ist die CVP-Fraktion mit der Antwort nicht
ganz zufrieden. Wir nehmen für Sie in Anspruch, dass Sie bei
der Ausarbeitung dieser Beantwortung wohl Mitverantwor-
tung , aber keine aktive Mitarbeit hatten. Die Fraktion ist von der
Antwort nicht befriedigt
Schluss der Sitzung um 12.45 Uhr
La séance est levée à 12 h 45
Schweizerisches Bundesarchiv, Digitale Amtsdruckschriften
Archives fédérales suisses, Publications officielles numérisées
Archivio federale svizzero, Pubblicazioni ufficiali digitali
Interpellation der christlichdemokratischen Fraktion Delegierter des Bundesrates für
Europafragen
Interpellation du groupe démocrate-chrétien Délégué du Conseil fédéral pour les questions
européennes
In Amtliches Bulletin der Bundesversammlung
Dans Bulletin officiel de l'Assemblée fédérale
In Bollettino ufficiale dell'Assemblea federale
Jahr 1993
Année
Anno
Band II
Volume
Volume
Session Aprilsession
Session Session d'avril
Sessione Sessione di aprile
Rat Nationalrat
Conseil Conseil national
Consiglio Consiglio nazionale
Sitzung 02
Séance
Seduta
Geschäftsnummer 92.3597
Numéro d'objet
Numero dell'oggetto
Datum 27.04.1993 - 08:00
Date
Data
Seite 742-743
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Pagina
Ref. No 20 022 654
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