Legislator Rechtsprechung & Gesetzgebung
VPB 92-3571 KI-generiert

Broadcaster Fees and Magazine Launch Case

Geschäftsnummer VPB 92-3571
Gericht / Behörde
Rechtsordnung Schweiz · Verwaltungspraxis der Bundesbehörden (VPB) (CH)
Entscheiddatum

Legislator-Zusammenfassung

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The court addressed two distinct issues: an increase in radio and television fees, which was deemed necessary for the broadcasters' operations, and the launch of a new magazine by a regional television station. Regarding the magazine, the court reasoned that, in accordance with a recent structural reform mandating increased entrepreneurial action from public broadcasting entities, the regional station was justified in launching the magazine as a self-sustaining marketing initiative to compete with other media, and this did not negatively impact the print press or have any relation to the fee increase.

Legislator-Regeste

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Art. 66 al. 1 LTF; Broadcaster Fees and Magazine Launch Case: Regarding the magazine, the court reasoned that, in accordance with a recent structural reform mandating increased entrepreneurial action from public broadcasting entities, the regional station was justified in launching the magazine as a self-sustaining marketing initiative to compete with other media, and this did not negatively impact the print press or have any relation to the fee increase.

Schlagwörter

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Radio- und Fernsehabgabe Medienrecht Auferlegung von Verfahrenskosten Publizität der Preise Bezugsrecht Zeitschriften

Zitierte Gesetzesbestimmungen

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Zentrale Rechtsfragen, extrahiert von Legislator

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Art. 66 al. 1 LTF

The court ordered the appellant to pay the costs of the federal proceedings.

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Volltext

Postulat Loeb François 74 N 2 mars 1993

puls geben, der dringend notwendig ist, damit wir nicht zu spät In diesem Zusammenhang habe ich etwas Mühe, die Interpel-

sind. lation Aubry zu verstehen. Die Frage hat beim Entscheid des

Hier ist eine ungeheure Entwicklung im Gange, und wir sollten Bundesrates vom 18. November über die Gebührenerhöhung

diese Entwicklung nicht verschlafen. überhaupt keine Rolle gespielt.

Es geht hier um zwei verschiedene Themen: Es geht einerseits

Präsident: Der Interpellant ist von der Antwort des Bundesra- um die Erhöhung der Radio- und Fernsehgebühren - diese

tes befriedigt. Gebühren haben Radio und Fernsehen dringend nötig -, an-

derseits geht es um die neue Zeitschrift des Westschweizer

Fernsehens, das hier unternehmerisch gehandelt hat. Wir ha-

ben im Rahmen der jüngsten Strukturreform derSRG-Sie ha-

ben das mit dem neuen Radio- und Fernsehgesetz bestätigt -

#ST# 92.3368 vermehrtes unternehmerisches Handeln und Denken verlangt

und auch gefordert Jedes Medium der SRG soll eine selb-

Interpellation Aubry ständige Betriebseinheit bilden und über einen eigenen unter-

Erhöhung der Radio- nehmerischen Ermessensspielraum verfügen. Das wurde im

und Fernsehgebühren Rahmen des Radio- und Fernsehgesetzes ganz klar von der

und neues Magazin «Hublot» Mehrheit gefordert; Sie können das in den Protokollen nach-

lesen.

Hausses des taxes Deshalb soll das Westschweizer Fernsehen auch mit einer ex-

de la radio et de la télévision ternen Publikation hier Marketing betreiben können. Es soll

et parution du magazine «Hublot» sich gegenüber der grossen Konkurrenz, die heute gerade in

diesem Bereich besteht, wenigstens in der Schweiz, Frau Au-

Diskussion - Discussion bry, durchsetzen können. «Hublot» stellt einen neuen Kommu-

nikationskanal zwischen den Sponsoren, die wir dringend

Siehe Jahrgang 1992, Seite 2788-Voir année 1992, page 2788 suchen und die Ihr Parteikollege Mühlemann von uns oder

von der SRG gefordert hat, damit man diese Kooperations-

möglichkeiten mit ihnen realisieren kann.

Irgendwie braucht es diesen Kommunikationskanal zwischen

den möglichen Sponsoren - zwischen denjenigen, die bereit

M™ Aubry: Ceci intéresse uniquement les Romands et pas les sind zu unterstützen - und der SRG und natürlich auch dem

Suisses alémaniques. Cette interpellation avait deux points Publikum. So gesehen ist «Hublot» auch keine Konkurrenz zu

bien précis. Le premier est tombé, c'était la hausse des rede- übrigen Presseerzeugnissen. Ich kann Ihnen sagen: Die Fi-

vances télévision et radio qui a déjà été décidée par le Conseil nanzierung dieses Kommunikationskanals erfolgt aus den ei-

fédéral. Nous n'y reviendrons donc pas, même si nous la dé- genen Werbeeinnahmen, die dieses Organ, dieser Kommuni-

plorons. kationskanal, erzielt. Die Zeitschrift ist also selbsttragend. Das

Le deuxième point concerne le magazine «Hublot». Ce maga- neue Magazin steht somit in keinem Zusammenhang mit der

zine cause de nombreux soucis à la presse quotidienne. Il a Erhöhung der Empfangsgebühren.

été distribué à 760 000 exemplaires dans toutes les boîtes aux Es ist bei der SRG, bei den PTT, bei den SBB immer wieder das

lettres de Suisse romande gratuitement. Et ce qui dérange gleiche. Bei den Budgets, bei den Rechnungen verlangt man

c'est justement la gratuité à un moment où la presse écrite su- von uns unternehmerisches Handeln. Wir gehen dann hin -

bit un net recul de la publicité. Je vous rappellerai une chose mit A-Post - zu diesen Unternehmungen und sagen ihnen:

importante: en ce moment les petits journaux en Suisse ro- «Unternehmerisch handeln, bitte. Man erwartet von Ihnen,

mande ont perdu le 22,2 pour cent de leur publicité, et leur pa- dass.... usw.» Und wenn sie dann etwas unternehmen, eben

rution est mise en péril. Or, nous avons besoin de journaux ré- unternehmerisch handeln, dann wird immer wieder kritisiert

gionaux, nous avons besoin de diversité dans la presse, mais Ich glaube, wir sollten hier etwas Grosszügigkeit entwickeln;

nous n'avons pas besoin d'une concurrence déloyale gratuite wir sollten nicht die Lust am Scheitern entwickeln, sondern wir

de la télévision. De tous côtés, on la trouve inadmissible. Et la sollten die Lust am Reüssieren, am Erfolg, entwickeln.

télévision va publier deux fois, peut-être trois fois par an ce ma-

gazine qui, jugé par une certaine presse, ne semble pas d'un Präsident: Die Interpellantin ist von der Antwort des Bundes-

niveau très élevé. Selon des statistiques fiables, la télévision a rates nicht befriedigt.

déjà capté régulièrement 4 pour cent du total de la manne pu-

blicitaire et les journaux ont vu leur part de publicité descendre

de 37 à 32 pour cent. En janvier, la presse quotidienne a cons-

taté une réduction de 12 pour cent des annonces par rapport

au mois de janvier précédent.

On a parlé dans la réponse du Conseil fédéral de marketing,

mais est-ce réellement une image de marque que ces photo-

graphies rapidement sous-titrées du magazine «Hublot»? A #ST# 92.3571

mes yeux, elle n'est pas très élevée, aux yeux des spécialistes,

non plus. Je pense que, comme marketing, la télévision ro- Postulat Loeb François

mande est fort bien servie puisque toute la journée elle passe Mehrsprachige Sendungen

sur le petit écran pour se faire valoir. an Radio und Fernsehen

Je vous demande, Monsieur le Président de la Confédération,

de faire appliquer, parce que ceci est quand même assez ur- Radio et télévision.

gent, le cahier des charges de la télévision suisse romande Emissions plurilingues

afin d'éviter, avec la presse écrite, une concurrence que nous

appellerons déloyale.

Bundespräsident Ogi: Wenn ich jetzt das wieder höre und

auch die Diskussion von vorhin etwas analysiere, habe ich Wortlaut des Postulates vom 18. Dezember 1992

manchmal schon den Eindruck: Wir haben irgendwie in den Der Bundesrat wird gebeten, möglichst rasch dafür zu sorgen,

letzten Jahren eine Lust am Scheitern entwickelt, eine Verliebt- dass die SRG in den deutschsprachigen Programmen regel-

heit ins Scheitern, anstatt eine Verliebtheit in den Erfolg. Ich mässig mehrsprachige Sendungen, an denen gleichzeitig

möchte grundsätzlich sagen: Man muss in den Erfolg verliebt mehrere Landessprachen beteiligt sind, am Radio und Fern-

sein und nicht ins Scheitern. sehen durchführt.

2. März 1993 N 75 Postulat Loeb François

Texte du postulat du 18 décembre 1992

Le Conseil fédéral est prié de veiller sans retard à ce que la

SSR prévoie dans les programmes de la radio et de la télévi-

sion alémaniques des émissions dans lesquelles plusieurs

langues nationales sont utilisées.

Mitunterzeichner - Cosignataires: Bonny, Couchepin, Gysin,

Nabholz (4)

Schriftliche Begründung - Développement par écrit

Die SRG hat unter anderem die Aufgabe, zur Verständigung

innerhalb des Landes beizutragen. Mehrsprachige Sendun-

gen (von der Diskussionssendung, in der jeder in seiner Mut-

tersprache spricht, bis zur Sportübertragung) sind in sehr vie-

len Variationen möglich. Solche Sendungen sollten rasch auf-

genommen werden, da deutsch-französische Gemein-

schaftsprojekte bereits in diese Richtung stossen und es unse-

rem mehrsprachigen Land gut anstünde, hier Pionierarbeit

zum Wohle der gegenseitigen Verständigung zu leisten.

Schriftliche Erklärung des Bundesrates

vom 3. Februar 1993

Déclaration écrite du Conseil fédéral

du 3 février 1993

Der Bundesrat ist bereit, das Postulat als Prüfungsauftrag ent-

gegenzunehmen.

Ueberwiesen - Transmis

Schluss der Sitzung um 13.00 Uhr

La séance est levée à 13 h 00

Schweizerisches Bundesarchiv, Digitale Amtsdruckschriften

Archives fédérales suisses, Publications officielles numérisées

Archivio federale svizzero, Pubblicazioni ufficiali digitali

Postulat Loeb François Mehrsprachige Sendungen an Radio und Fernsehen

Postulat Loeb Radio et télévision. Emissions plurilingues

In Amtliches Bulletin der Bundesversammlung

Dans Bulletin officiel de l'Assemblée fédérale

In Bollettino ufficiale dell'Assemblea federale

Jahr 1993

Année

Anno

Band I

Volume

Volume

Session Frühjahrssession

Session Session de printemps

Sessione Sessione primaverile

Rat Nationalrat

Conseil Conseil national

Consiglio Consiglio nazionale

Sitzung 02

Séance

Seduta

Geschäftsnummer 92.3571

Numéro d'objet

Numero dell'oggetto

Datum 02.03.1993 - 08:00

Date

Data

Seite 74-75

Page

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Ref. No 20 022 338

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