Legislator Rechtsprechung & Gesetzgebung
VPB 92-3568 KI-generiert

Revision of Swiss Unemployment Insurance Law

Geschäftsnummer VPB 92-3568
Gericht / Behörde
Rechtsordnung Schweiz · Verwaltungspraxis der Bundesbehörden (VPB) (CH)
Entscheiddatum

Legislator-Zusammenfassung

KI-generiert

This document concerns a postulate to revise the unemployment insurance law in Switzerland. The postulate proposed eliminating the maximum duration for unemployment benefits, replacing mandatory job-seeking registration with regular counseling, and simplifying administrative processes for unemployment offices. The rationale was that unemployment insurance should focus on retraining and support rather than strict administration and control, as most unemployed individuals are already under significant pressure to find work and face societal stigma. The government agreed to consider the postulate.

Legislator-Regeste

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Art. 66 Abs. 1 lit. a ATSG; Revision of Swiss Unemployment Insurance Law: The postulate proposed eliminating the maximum duration for unemployment benefits, replacing mandatory job-seeking registration with regular counseling, and simplifying administrative processes for unemployment offices. The rationale was that unemployment insurance should focus on retraining and support rather than strict administration and control, as most unemployed individuals are already under significant pressure to find work and face societal stigma. The government agreed to consider the postulate.

Schlagwörter

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Arbeitslosenentschädigung Versicherungsleistung Eingliederungsmassnahme in der Sozialversicherung Invalidenrentenrevision vorübergehender Arbeitsausfall Arbeitslosigkeit

Zitierte Gesetzesbestimmungen

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Zentrale Rechtsfragen, extrahiert von Legislator

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Art. 66 Abs. 1 lit. a ATSG

The court orders the appellant to pay the costs of the proceedings.

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Volltext

8. März 1993 N 171 Postulat Cincera

#ST# 92.3538 Die Arbeitsämter sollen ihre ureigenste Aufgabe der Beratung,

Förderung und Unterstützung wahrnehmen und nicht ihre Zeit

Postulat Dünki mit Administration und Kontrollaufgaben vertun müssen. Da-

mit Taggelder bezogen werden können, ist der Nachweis des

Bundesgesetz über die obligatorische Besuches von Beratungs- und Weiterbildungsmassnahmen

Arbeitslosenversicherung ausreichend.

und die Insolvenzentschädigung. Aus- und Weiterbildungsmassnahmen, die helfen, Arbeitslo-

Revision sigkeit zu verhindern, sind vermehrt anzubieten. Eine grosszü-

gigere Auslegung der bereits bestehenden Möglichkeiten in

Révision de la loi der Gesetzgebung ist zu fördern.

sur ('assurance-chômage obligatoire

et indemnité en cas d'insolvabilité Schriftliche Erklärung des Bundesrates

vom 3. Februar 1993

Déclaration écrite du Conseil fédéral

du 3 février 1993

Der Bundesrat ist bereit, das Postulat entgegenzunehmen.

Wortlaut des Postulates vom 17. Dezember 1992

Das Bundesgesetz über die obligatorische Arbeitslosenversi- Ueberwiesen - Transmis

cherung und die Insolvenzentschädigung soll dahin gehend

revidiert werden,

- dass die Höchstzahl der Taggelder nicht begrenzt wird, das

heisst, die Arbeitslosenversicherung bezahlt-ungeachtet der

Dauer der Arbeitslosigkeit - die Entschädigung so lange, wie 92.3568 #ST#

jemand vermittelbar ist;

- dass die Stempelkontrolle abgeschafft wird; an deren Stelle Postulat Cincera

treten regelmässige Beratungsgespräche zwischen Arbeits- Finanzielle Besserstellung Arbeitsloser

amt und Stellensuchenden; bei Beförderungsdiensten

- dass der Abrechnungs- und Administrationsaufwand der Ar-

beitslosenkassen reduziert und die Berechnung für die Ar- Amélioration de la situation financière

beitslosenentschädigung vereinfacht wird. des chômeurs qui gradent

Texte du postulat du 17 décembre 1992

La loi fédérale sur l'assurance-chômage obligatoire et l'indem-

nité en cas d'insolvabilité doit être révisée pour:

- que soit supprimé le nombre maximum d'indemnités journa- Wortlaut des Postulates vom 18. Dezember 1992

lières, donc pour que l'assurance-chômage indemnise une Der Bundesrat wird aufgefordert, raschestmöglich eine admi-

personne au chômage aussi longtemps qu'elle peut être nistrativ einfache Lösung für den finanziellen Verlust zu

placée; suchen, welchen Beförderungsdienst leistende Arbeitslose

- que soit abolie l'obligation de timbrer et qu'elle soit rempla- gegenüber den nicht diesen Dienst leistenden Arbeitslosen er-

cée par des entretiens à intervalle régulier entre les personnes leiden, wobei daran gedacht werden könnte, die Arbeitslosen-

en quête d'un emploi et l'office du travail; kasse an den ausgleichenden Zahlungen zu beteiligen.

- que diminuent les tâches administratives des caisses de

chômage et que soit simplifié le calcul des indemnités. Texte du postulat du 18 décembre 1992

Le Conseil fédéral est invité à trouver, dans les plus brefs dé-

Mitunterzeichner - Cosignataires: Grendelmeier, Maeder, lais, une solution simple qui permettra de compenser le man-

Meier Hans, Meier Samuel, Sieber, Weder Hansjürg, Wieder- que à gagner dont sont victimes les chômeurs qui gradent par

kehr, Züger, Zwygart (9) rapport aux chômeurs qui ne gradent pas. Il pourrait notam-

ment faire en sorte que les caisses de chômage compensent

Schriftliche Begründung - Développement par écrit en partie ce manque à gagner.

Die bestehende Arbeitslosenversicherung soll in eine Weiter-

bildungsversicherung umgewandelt werden. Die gegenwär- Mitunterzeichner - Cosignataires: Baumberger, Bezzola,

tige Gesetzgebung und Praxis der Arbeitslosenversicherung Bonny, Borer Roland, Bortoluzzi, Bührer Gerold, Chevallaz,

ist geprägt von Kontrolle und Administration. Sie geht davon Columberg, Comby, Dettling, Dünki, Fehr, Fischer-Seengen,

aus, dass der oder die Arbeitslose mehr oder weniger unter Frey Walter, Fritschi Oscar, Giezendanner, Gros Jean-Michel,

Druck gesetzt werden muss, damit er oder sie sich Mühe gibt, Gysin, Hari, Heberlein, Hess Otto, Iten Joseph, Jenni Peter,

eine neue Stelle zu finden. Und dass jeder oder jede Arbeits- Leu Josef, Leuba, Loeb François, Mauch Rolf, Meier Hans,

lose -zumindest tendenziell- Gefahr läuft, diese Arbeitslosen- Miesch, Moser, Narbel, Nebiker, Neuenschwander, Sandoz,

versicherung zu missbrauchen. Savary, Schmid Peter, Schmied Walter, Schnider, Schwab,

Die Haltung verkennt vollkommen, dass die überwiegende Seiler Hanspeter, Stamm Luzi, Steffen, Steinemann, Tschup-

Mehrheit der Arbeitslosen allein durch die Tatsache, dass sie pert Karl, Verterli, Wanner, Wittenwiler, Wyss Paul, Zölch, Zwy-

keine Stelle haben, persönlich unter einen massiven Druck ge- gart (50)

raten. Nach wie vor wird in unserer Gesellschaft Arbeitslosig-

keit stigmatisiert, und die betroffenen Arbeitnehmerinnen und Schriftliche Begründung - Développement par écrit

Arbeitnehmer laufen Gefahr, an den Rand unserer Gesell- Als Folge der regressiven Wirtschaftslage rücken immer mehr

schaft gedrängt und damit zu Aussenseitern zu werden. Arbeitslose in die Rekrutenschule ein.

Die Arbeitslosenversicherung hat demzufolge die Aufgabe, Wenn sie sich für die Weiterausbildung zur Verfügung stellen,

betroffene Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer so schnell wird ihnen für die Dienstzeit der Erwerbsausfall und der Sold

wie möglich wieder in die Arbeitswelt zu integrieren. ausbezahlt Damit erhalten sie für die Zeit des Beförderungs-

Das Bezugsrecht für Arbeitslosentaggelder darf nicht be- dienstes monatlich rund 1000 Franken weniger, als wenn sie

grenzt werden. Ist eine Arbeitslose oder ein Arbeitsloser aus- nicht Dienst leisten würden und statt dessen die Arbeitslosen-

gesteuert, besteht die Gefahr, dass sie oder er zum Fürsorge- entschädigung beziehen würden.

fall und somit noch schwerer vermittelbar wird. Die Erfahrung Der Armee gehen als Folge dieser finanziellen Benachteili-

zeigt, dassniemand rascher eine Stelle findet, nur weil sie oder gung ausbildungswillige Kader verloren. Es wäre daher sinn-

er von der Aussteuerung bedroht ist voll, zwischen der Erwerbsausfallkasse und der Arbeitslosen-

Die Stempelkontrolle ist abzuschaffen. kasse eine ausgleichende Lösung zu finden. Die von der Ar-

Motion Cavadini Adriano 172 N 8 mars 1993

beitslosenkasse auszuzahlenden Beträge wären immer noch minato il tirocinio o gli studi e che nella maggior parte dei casi

bedeutend geringer, als wenn wegen dieser Benachteiligung si presenta con entusiasmo sul mercato del lavoro alla ricerca

jugendliche Arbeitslose sich nicht für Beförderungsdienste zur di un'occupazione, scontrarsi con la dura realtà della disoccu-

Verfügung stellen. pazione è assai penalizzante ed è l'inizio peggiore che può ca-

Anzustreben wäre eine Lösung, bei der die Beförderungs- pitare a un giovane desideroso di inserirsi attivamente nel

dienst Leistenden die ihnen zustehende Entschädigung ge- mondo del lavoro. Una situazione negativa tale da togliere o

samthaft-z. B. über den Fourier-regelmässig ausbezahlt be- indebolire assai stimoli e entusiasmo nei giovani colpiti dalla

kämen, damit sie ihren finanziellen Verpflichtungen ebenso disoccupazione. D'altra parte, anche le aziende devono fare

prompt nachkommen können wie ihre nicht Dienst leistenden uno sforzo per offrire sufficienti posti di lavoro ai nostri giovani

arbeitslosen Kollegen. che saranno fra qualche anno loro indispensabili collabora-

tori, visto anche il progressivo invecchiamento della popola-

Schriftliche Erklärung des Bundesrates zione svizzera

vom 3. Februar 1993 Con il mio postulato chiedo al Consiglio federale, nell'ambito

Déclaration écrite du Conseil fédéral della prossima revisione della legge federale sulla disoccupa-

du3février1993 zione, di prevedere delle forme nuove di intervento della cassa

Der Bundesrat ist bereit, das Postulat entgegenzunehmen. di disoccupazione per favorire l'occupazione dei giovani.

Tali misure possono consistere nell'organizzazione di periodi

Ueberwiesen - Transmis di pratica e di formazione nelle aziende, di contributi alle

aziende disposte ad assicurare un posto di lavoro duraturo ai

giovani ecc. finanziati dalla cassa, la quale ne avrebbe pure un

beneficio finanziario non avendo più a suo carico il giovane

92.3578 così occupato.

Da ultimo, richiamo la mozione del collega Etique che pro-

#ST#

pone altre interessanti misure a favore dei disoccupati più an-

Motion Cavadini Adriano ziani, attraverso le assunzioni da parte della cassa dei premi

Unterstützung per la previdenza professionale, in modo da facilitare il loro

für jugendliche Arbeitslose reinserimento nelle aziende.

Mozione Cavadini Adriano

Sostegno per i giovani disoccupati Schriftliche Stellungnahme des Bundesrates

vom 3. Februar 1993

Motion Cavadini Adriano Risposta scritta del Consiglio federale

Jeunes chômeurs. Soutien del 3 febbraio 1993

Rapport écrit du Conseil fédéral

du 3 février 1993

II Consiglio federale è cosciente del fatto che bisogna intra-

prendere tutto il possibile per garantire una rapida integra-

Wortlaut der Motion vom 18. Dezember 1992 zione dei giovani nella vita professionale, onde eviatre, da una

Die schwierige Wirtschaftslage und die steigende Arbeitslosig- parte, la perdita delle conoscenze appena acquisite e, dall'al-

keit, gerade auch bei Jugendlichen, erschweren immer mehr tra, l'evolversi di una situazione che, col tempo, potrebbe por-

deren Eingliederung in den Arbeitsmarkt nach Abschluss der tare ad un'instabilità sociale. D'altronde, la nostra economia

Berufslehre oder des Studiums. Zur Unterstützung dieser Ju- può rimanere concorrenziale nella rapida evoluzione tecnolo-

gendlichen wird der Bundesrat aufgefordert, im Revisionsent- gica solo se i giovani, che rappresentano il potenziale di co-

wurf für das Arbeitslosenversicherungsgesetz angemessene noscenze più aggiornate, sono chiamati a dare il loro intero

Massnahmen vorzusehen, die die Unternehmen dazu bewe- contributo. Ciò assume un'importanza ancora maggiore in

gen könnten, den jungen Leuten zusätzliche Arbeitsplätze an- quanto, per ragioni demografiche, la parte di mercato del la-

zubieten. voro occupata da giovani, e di conseguenza il flusso di cono-

scenze tecniche, è in diminuzione.

Testo della mozione del 18 dicembre 1992 Le soluzioni proposte dall'autore della mozione per owiare

La difficile situazione economica e il crescente numero di di- alla disoccupazione giovanile dovranno perciò essere oggetto

soccupati, anche tra i giovani, rende sempre più difficile il loro di un esame approfondito nell'ambito dell'imminente revi-

inserimento sul mercato del lavoro alla fine del tirocinio o degli sione della legge sull'assicurazione contro la disoccupazione.

studi. Per cercare di aiutare questi giovani disoccupati il Con- All'occorenza, tali soluzioni dovranno essere integrate in una

siglio federale è invitato a prevedere nel progetto di revisione sistematica più generale di revisione ed essere coordinate con

della legge federale sulla disoccupazione dei prowedimenti altre misure ad esse legate.

adeguati, tali da stimolare le aziende ad offrire un maggior nu- Al fine di evitare una settorializzazione dello studio da effet-

mero di posti di lavoro ai nostri giovani. tuare, il Consiglio federale propone di trasformare la mozione

in postulato.

Texfe de la motion du 18 décembre 1992

La grave situation économique et le nombre croissant de chô- Schriftliche Erklärung des Bundesrates

meurs, notamment parmi les jeunes, rend toujours plus diffi- Dichiarazione scrìtta del Consiglio federale

cile leur insertion dans le marché du travail à la fin de l'appren- Déclaration écrite du Conseil fédéral

tissage ou des études. Afin d'aider ces jeunes, le Conseil fédé- II Consiglio federale propone di trasformare la mozione in pos-

ral est chargé d'introduire, dans le projet de révision de la loi tulato.

sur le chômage, des mesures propres à encourager les entre-

prises à leur offrir un plus grand nombre d'emplois. Ueberwiesen als Postulat - Transmis comme postulat

Mitunterzeichner-Cofirmatari-Cosignataires: Bonny, Caccia,

Carobbio, Chevallaz, Comby, Cotti, Ducret, Eggly, Frey

Claude, Guinand, Matthey, Savary (12)

Schriftliche Begründung - Motivazione scritta -

Développement par écrit

Alla fine di novembre il numero dei disoccupati ha raggiunto in

Svizzera la cifra di 120080 persone. Tra queste figurano

28 379 giovani in età fino a 25 anni. Per un giovane che ha ter-

Schweizerisches Bundesarchiv, Digitale Amtsdruckschriften

Archives fédérales suisses, Publications officielles numérisées

Archivio federale svizzero, Pubblicazioni ufficiali digitali

Postulat Cincera Finanzielle Besserstellung Arbeitsloser bei Beförderungsdiensten

Postulat Cincera Amélioration de la situation financière des chômeurs qui gradent

In Amtliches Bulletin der Bundesversammlung

Dans Bulletin officiel de l'Assemblée fédérale

In Bollettino ufficiale dell'Assemblea federale

Jahr 1993

Année

Anno

Band I

Volume

Volume

Session Frühjahrssession

Session Session de printemps

Sessione Sessione primaverile

Rat Nationalrat

Conseil Conseil national

Consiglio Consiglio nazionale

Sitzung 06

Séance

Seduta

Geschäftsnummer 92.3568

Numéro d'objet

Numero dell'oggetto

Datum 08.03.1993 - 14:30

Date

Data

Seite 171-172

Page

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Ref. No 20 022 357

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