Propylene Glycol as Dairy Cow Feed Additive and Milk Quota Policy
Legislator-Zusammenfassung
KI-generiertThis case concerns an interpellation regarding the potential prohibition of propylene glycol as a feed additive for dairy cows. The interpellant raised concerns about public health, citing its use in human food products and questioning its safety. The Federal Council, however, recommended rejecting the interpellation, stating that propylene glycol is permitted in animal feed by EG legislation and is fully metabolized by the animals without residues in milk or meat. The Federal Council's analysis concluded that reducing milk prices was economically more advantageous than reducing milk quotas, as quota reduction could lead to negative price impacts in other agricultural sectors and increased direct payments to farmers.
Legislator-Regeste
KI-generiertPropylene Glycol as Dairy Cow Feed Additive and Milk Quota Policy: lenglykol nicht nur den Kühen verabreicht wird, sondern sogar höhten Importabschöpfungen berücksichtigt werden.
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KI-generiertVolltext
Interpellation Strahm Rudolf 1686 N 29 septembre 1993
giemanko, das durch die Divergenz zwischen Futteraufnahme #ST# 92.3551
und Milchleistung entstehen kann, auszugleichen. Ein über-
mässiger Körperfettabbau, der für die Gesundheit der Kühe Interpellation Strahm Rudolf
und die Qualität der Milch sowie der daraus hergestellten Pro-
dukte negative Folgen haben könnte, wird verhindert. Die Senkung der Milchkontingente
Substanz wird im Körper der Tiere direkt und vollständig ver- oder des Milchpreises.
wertet Es entstehen weder in der Milch noch im Fleisch ir- Wirtschaftliche Auswirkungen
gendwelche Rückstände. Der Vorteil von 1,2-Propandiol ge- Réduction des contingents laitiers
genüber Kraftfutterkomponenten wie beispielsweise Getreide
liegt in der direkten Verfügbarkeit für den Stoffwechsel der ou baisse du prix du lait.
Kühe. Conséquences économiques
1,2-Propandiol ist, gemäss der Verordnung über die in Le-
bensmitteln zulässigen Zusatzstoffe, sogar in den folgenden
Lebensmitteln zugelassen: Konditorei- und Zuckerwaren
(ohne Gebäckanteil) sowie Wasser- und Fettglasuren. Die ma-
ximale Dosierung beträgt 10g/kg. Dies bedeutet, dass 1,2-Pro- Wortlaut der Interpellation vom 17. Dezember 1992
pandiol in Cremeschnitten und anderen Patisseriewaren Die Agrarpolitik des Bundes steht vor der Grundsatzfrage, ob
durch den Menschen direkt verzehrt wird, ohne dass dadurch in Zukunft der Milchpreis gesenkt oder besser die Milchkontin-
irgendwelche negative Folgen auftreten. gente zurückgenommen werden sollen. Nach einer Faust-
In der EG-Futtermittelgesetzgebung ist 1,2-Propandiol als regel bringt eine Verminderung der Milchkontingente
Zusatzstoff für Futtermittel für Nutz- und Heimtiere zugelas- um 2,5 Prozent für die Bundeskasse eine ungefähr gleiche
sen. Aus den erwähnten Gründen sehen wir für ein Verbot Entlastung und den Bauern weniger Einkommenseinbusse
von 1,2-Propandiol in der Fütterung von Milchkühen keinerlei als eine Milchpreissenkung um 5 Prozent.
Veranlassung. Wir bitten den Bundesrat, die folgenden Fragen aufgrund ei-
ner Begutachtung durch eine neutrale Stelle zu beantworten:
Schriftliche Erklärung des Bundesrates 1. Wie sind aufgrund einer realen Modellrechnung die Kosten
Déclaration écrite du Conseil fédéral der Alternativen (Opportunity costs)? Konkret: Wie sind die
Der Bundesrat beantragt, die Motion abzulehnen. Auswirkungen von Milchpreissenkungen und, alternativ, von
Milchkontingentrücknahmen
Bischof: Ich höre einige Leute lachen; ich sehe aber, dass es a auf die Bundeskasse?
diesmal nicht von seilen der Bauern kommt b. auf das landwirtschaftliche Einkommen?
Bei meiner Motion vom 7. Dezember 1992 habe ich den Bun- 2. Um wieviel müssen die Direktzahlungen an die Land-
desrat gebeten, zusammen mit der FAG, der Eidgenössischen wirtschaftsbetriebe erhöht werden, um eine Verminderung
Forschungsanstalt fürviehwirtschaftliche Produktion, gesetzli- von 100 Millionen Franken Subventionen zur Käse- und/oder
che Bestimmungen auszuarbeiten, damit das Frostschutzmit- Butterüberschussverwertung so zu kompensieren, dass das
tel Propylenglykol, das den Kühen verabreicht wird, verboten bäuerliche Nettoeinkommen (landwirtschaftliche Einkom-
wird. men) gleich bleibt?
Die Antwort des Bundesrates kann mich nicht beruhigen, im Bei diesen Berechnungen sollen sowohl die Verwertungsver-
Gegenteil: sie schockiert mich. Da das Antigefriermittel Propy- luste als auch die möglichen Mehreinnahmen durch die er-
lenglykol nicht nur den Kühen verabreicht wird, sondern sogar höhten Importabschöpfungen berücksichtigt werden.
in den Lebensmitteln vorhanden ist, bin ich in grosser Sorge
um die Allgemeingesundheit unseres Volkes. Obwohl be- Texte de l'interpellation du 17 décembre 1992
hauptet wird, dass die Verabreichung von Propylenglykol bei Dans le cadre de sa politique agricole, la Confédération doit
den Kühen in keiner Weise auf die Milch oder das Fleisch aujourd'hui choisir entre deux mesures: soit baisser les prix du
übertragen werden könne und auch die Zugabe in gewissen lait, soit réduire les contingents laitiers. En principe, lorsqu'on
Lebensmitteln - Cremeschnitten und anderen Patisseriewa- réduit les contingents laitiers de 2,5 pour cent, la diminution
ren - unbedenklich sei, bin ich der Ueberzeugung, man sollte de la charge du compte laitier est à peu près la même que
dies einmal gewissenhaft prüfen. lorsqu'on baisse le prix du lait de 5 pour cent; pour les pay-
Mich interessiert an und für sich nicht die lakonische Antwort sans en revanche, une telle réduction des contingents en-
des Bundesrates, dass dieser Zusatzstoff in der EG-Futtermit- traîne moins de pertes de revenus que la baisse du prix du lait.
telgesetzgebung zugelassen sei. Wie oft hörte man in den letz- Nous prions le Conseil fédéral de faire faire une expertise par
ten Jahren negative Beispiele im Bereich der Lebensmittel un organe neutre et, sur cette base, de répondre aux ques-
usw., die aus den EG-Staaten kamen! Ich denke da zum Bei- tions suivantes:
spiel an den Weinskandal in Italien und an Oesterreich - es ist 1. Sur la base d'un calcul en termes réels, quels sont les coûts
zwar noch nicht in der EG -, das wegen diesem Frostschutz in de chacune des variantes (opportunity costs)? En d'autres ter-
den Weinen arg kritisiert wurde. mes: quels sont les effets d'une baisse du prix du lait et ceux
Ich will damit einfach argumentieren, dass nicht alles, was in d'une réduction des contingents laitiers
den EG-Staaten oder überhaupt im Ausland zugelassen ist, a sur les caisses fédérales?
auch optimal für unser Land sein muss. Bei der Verabreichung b. sur le revenu agricole?
von Propylenglykol an Kühe liegt der einzige Vorteil gegen- 2. De combien faudrait-il augmenter les paiements directs
über Kraftfutterkomponenten in der direkten Verfügbarkeit für aux exploitations agricoles pour compenser une diminution
den Stoffwechsel der Kühe. Ein schwaches Argument! de 100 millions de francs des subventions pour la mise en va-
Da der Bundesrat keinerlei Absichten hegt, die Verabreichung leur des excédents de fromage et/ou de beurre, de façon que
dieses Giftstoffes zu unterbinden, da dieses Propylenglykol in le revenu agricole net reste le même?
der EG-Gesetzgebung verankert ist, und dementsprechend Dans ces calculs, il faut tenir compte des coûts de mise en va-
diesen Vorstoss ablehnt, sehe ich mich nun erst recht veran- leur et des recettes supplémentaires pouvant résulter de l'aug-
lasst, meinen Vorstoss aufrechtzuerhalten. mentation des prélèvements sur les importations.
Ich bitte Sie, diese Motion zu überweisen.
Mitunterzeichner - Cosignataires: Aguet, Bäumlin, Béguelin,
Abstimmung - Vote Bodenmann, Borei François, Brügger Cyrill, Carobbio, Cas-
Für Ueberweisung der Motion 24 Stimmen par-Hutter, Danuser, de Dardel, Eggenberger, Fankhauser,
Dagegen 22 Stimmen von Feiten, Goll, Hafner Ursula, Hämmerle, Herczog, Hu-
bacher, Jeanprêtre, Leemann, Leuenberger Ernst, Leuenber-
ger Moritz, Marti Werner, Mauch Ursula, Meyer Theo, Rech-
steiner, Ruffy, Steiger Hans, Tschäppät Alexander (29)
29. September 1993 N 1687 Interpellation Strahm Rudolf
Schriftliche Begründung - Développement par écrit Aus den vorstehenden Darlegungen geht auch hervor, dass
Der Urheber verzichtet auf eine Begründung und wünscht im Falle einer vollen Kompensation des gesamten Minderein-
eine schriftliche Antwort. kommens der Landwirtschaft (2. Frage des Interpellanten) die
erforderlichen zusätzlichen Direktzahlungen bei beiden
Schriftliche Stellungnahme des Bundesrates Varianten den Betrag von 105 Millionen Franken, um den die
vom 1. September 1993 Milchrechnung entlastet würde, erheblich übersteigen
Rapport écrit du Conseil fédéral müssten.
du 1er septembre 1993 Wie die nachstehende Tabelle zeigt, würde eine Kontingents-
Die von uns veranlasste Abklärung durch das Institut für Agrar- kürzung (trotz Wegfalls gewisser Kosten für die Tierhaltung)
ökonomie und Agrarrecht der Hochschule St. Gallen hat erge- wegen der grossen Auswirkungen in den ändern Sektoren ins-
ben, dass eine Kontingentskürzung nur bei einer statischen, gesamt mehr Beiträge erfordern als eine Grundpreissenkung.
kurzfristigen Betrachtungsweise zu einem günstigeren Ver- Die vorgenannten Ueberlegungen waren denn auch massge-
hältnis zwischen dem Einkommensrückgang bei den Milch- bend für den Entscheid des Bundesrates vom 26. April 1993,
produzenten und den Sparmöglichkeiten in der Milchrech- nicht die Milchmenge zurückzunehmen, sondern den Milch-
nung führen würde als eine entsprechende Senkung des preis zu kürzen.
Milchgrundpreises (Reduktion der Verwertung von Produkten
mit einem hohen Verwertungsaufwand). Bereits mittelfristig er- 1. Grundpreissenkung Erlös Milch- Kon-
geben sich jedoch bei einer Grundpreisreduktion Vorteile: An- von5Rp./kg(-4,67%) Landwirt- rechnung sumenten
gebotsausdehnungen bei ändern Agrarprodukten nach einer schaft
Kontingentskürzung würden in der heutigen Situation wieder Mio Fr. Mio Fr. M io Fr.
zu höheren Interventionskosten des Bundes und zu Einkom- 5 Rp./kg Reduktion auf 3 Mio t -150
menseinbussen für die gesamte Landwirtschaft führen (Preis-
Reduktion Kuhhalterbeiträge1 - 10 - 10
druck beim Fleisch und Futtergetreide). Zudem sind auch die Aufwandminderung von 5 Rp./kg
möglichen Einflüsse der noch laufenden Gatt-Verhandlungen
auf 1,9 M io t2 - 95
und das Verhältnis der Schweiz namentlich zur EG in den Ver-
Weitergabe maximal
gleich einzubeziehen und auch die Auswirkungen auf die Kon- anKonsumten(1,1 Mio t)3 - 55
sumenten zu berücksichtigen.
Wie die nachstehende, vereinfachte Berechnung zeigt, müss- Total -160 -105 - 55
ten die Milchkontingente, um die gleiche Einsparung von
105 Millionen Franken in der Milchrechnung zu erzielen wie 2. Kontingentskürzung von 3,85%
bei einer Grundpreissenkung von 5 Rappen/kg (-4,67 Pro-
Erlösminderung im Milchsektor4 -123
zent), um 4,86 Prozent gekürzt werden. Die direkte Erlösmin- Erlöserminderung
derung der Milchproduzenten beliefe sich (Stand August ausserhalb Milchsektor5 - 90
1993) auf 123 Millionen Franken und wäre damit an sich gerin- Aufwandminderung6 - 61
ger als bei einer Grundpreissenkung (160 Millionen Franken). zusätzl. Importabschöpfung7 - 44
Wegen der als Folge einer Kontingentskürzung eintretenden
Verlagerung der Mengenprobleme in andere Sektoren wür- Total -213 -105 0
den aber insbesondere beim Fleisch und beim Getreide die 1
Die Beiträge an Kuhhalter, die keine Milch in Verkehr bringen, werden
Produzentenpreise sinken, was in der Landwirtschaft zu zu- entsprechend der Grundpreissenkung reduziert.
sätzlichen Einkommenseinbussen von schätzungsweise rund Von der Verkehrsmilchmenge von 3 Millionen Tonnen werden rund
80 bis 100 Millionen Franken führen würde (es würden rund 1,9 Millionen Tonnen zu Produkten verarbeitet, die verbilligt werden
müssen (Käse und Butter).
190000 Hektaren Futterflächen frei, und es entfiele ein Pro- 3
Die Konsumenten profitieren bei Konsummilch, Kpnsumrahm und
duktionspotential von etwa 23 000 Milchkühen). Für den Bund Frischmilchprodukten (ohne entrahmte Produkte; die Bewertung der
wäre im Falle einer Kontingentskürzung die Gesamtentla- Magermilch würde nicht ändern) im Ausmass von bis zu 55 Millionen
stung unter den heutigen Gegebenheiten auch geringer als Franken von der Grundpreissenkung. Kleine Packungsgrössen wür-
den vermutlich nicht billiger werden.
die genannten 105 Millionen Franken, da für einen Teil der frei- 4
Die Kontingentskürzung von 3,85 Prozent entspricht einer Milch-
werdenden Flächen namentlich Beiträge für Grünbrache und menge von 0,115 Millionen Tonnen. Erlösminderung = 0,115 Millio-
Anbauprämien für Futtergetreide gewährt werden müssten. nen Tonnen à 107 Rp./kg (Grundpreis bis Ende August 1993).
Die Verlagerung der Mengenprobleme in andere Sektoren führt insbe-
Diese mittelfristige, nicht statische Betrachtungsweise spricht sondere beim Fleisch und Getreide zu sinkenden Produzentenprei-
somit - auch nach Beurteilung durch das genannte Hoch- sen. Erlösminderung nach Schätzung des Bundesamtes für Landwirt-
schulinstitut - bereits eindeutig für eine Grundpreissenkung 6
schaft: rund 80 bis 100 Millionen Franken.
und nicht für eine Kontingentskürzung. Annahme: Die gesamte Minderproduktion von Milch muss nicht mehr
zu Butter verarbeitet werden. Dies entspricht einer Minderfabrikation
Während beide Varianten den Zielen der Gatt-Verhandlungen von rund 5500 Tonnen Butter. Auf dieser Menge fallen die Grenzver-
entgegenkommen, führt im weiteren nur die Senkung des 7
wertungskosten von etwa Fr. 11 .-je kg weg (Stand August 1993).
Milchgrundpreises zu einer erwünschten Verringerung der Abschöpfung auf einem zusätzlichen Import von rund 5500 Tonnen
von rund Fr. 8.-je kg (Stand August 1993).
Preisdifferenzen zwischen in- und ausländischen Produkten,
was den Anreiz zum «Einkaufstourismus» im angrenzenden
Ausland vermindern würde. Diese zunehmende Erscheinung Erklärung des Interpellanten: befriedigt
ist weder aus ökologischer noch aus versorgungs- und agrar- Déclaration de l'interpellateur: satisfait
politischer Sicht erwünscht. Zudem wird die Milchproduktion
den agrarpolitischen Zielen (u. a nachhaltige Nutzung der na-
türlichen Lebensgrundlagen, ökologische Riege der Kultur-
landschaft, dezentrale Besiedlung des Landes) am besten ge-
recht und stellt gegenüber der EG-Landwirtschaft den gün-
stigsten Sektor dar (geringere Kostennachteile). Aus diesem
Grunde sind auch aus integrationspolitischen Ueberlegungen
Massnahmen vorzuziehen, welche die Konkurrenzfähigkeit
unseres Milchsektors verbessern. Ferner profitieren bei einer
Grundpreissenkung auch die Konsumenten von entspre-
chend reduzierten Preisen (Konsummilch, Frischmilchpro-
dukte, Rahm). Die damit verbundene tendenzielle Abschwä-
chung des Anreizes zum Einkaufstourismus in das grenznahe
Ausland bewirkt auch einen entsprechenden Rückgang der
Verwertungsaufwendungen (Zunahme des Verbrauchs ver-
lustfreier inländischer Produkte).
Schweizerisches Bundesarchiv, Digitale Amtsdruckschriften
Archives fédérales suisses, Publications officielles numérisées
Archivio federale svizzero, Pubblicazioni ufficiali digitali
Interpellation Strahm Rudolf Senkung der Milchkontingente oder des Milchpreises.
Wirtschaftliche Auswirkungen
Interpellation Strahm Rudolf Réduction des contingents laitiers ou baisse du prix du lait.
Conséquences économiques
In Amtliches Bulletin der Bundesversammlung
Dans Bulletin officiel de l'Assemblée fédérale
In Bollettino ufficiale dell'Assemblea federale
Jahr 1993
Année
Anno
Band IV
Volume
Volume
Session Herbstsession
Session Session d'automne
Sessione Sessione autunnale
Rat Nationalrat
Conseil Conseil national
Consiglio Consiglio nazionale
Sitzung 07
Séance
Seduta
Geschäftsnummer 92.3551
Numéro d'objet
Numero dell'oggetto
Datum 29.09.1993 - 08:00
Date
Data
Seite 1686-1687
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