Unemployment Insurance Revisions: Benefit Duration and Military Service Compensation
Legislator-Zusammenfassung
KI-generiertThe court considered two postulates concerning revisions to unemployment insurance law. The first proposed removing the maximum duration for unemployment benefits, replacing the current time-based limit with a criterion of employability, and eliminating the "stamping" requirement in favor of regular counseling sessions, while also simplifying administrative tasks for unemployment offices. The second postulate sought an administrative solution to compensate unemployed individuals who perform mandatory military service for the financial loss incurred compared to those who do not serve, suggesting that unemployment insurance funds could contribute to these payments to prevent a loss of skilled personnel for the army. The Federal Council indicated its willingness to accept both postulates.
Legislator-Regeste
KI-generiertUnemployment Insurance Revisions: Benefit Duration and Military Service Compensation: The first proposed removing the maximum duration for unemployment benefits, replacing the current time-based limit with a criterion of employability, and eliminating the "stamping" requirement in favor of regular counseling sessions, while also simplifying administrative tasks for unemployment offices. The second postulate sought an administrative solution to compensate unemployed individuals who perform mandatory military service for the financial loss incurred compared to those who do not serve, suggesting that unemployment insurance funds could contribute to these payments to prevent a loss of skilled personnel for the army. The Federal Council indicated its willingness to accept both postulates.
Schlagwörter
KI-generiertVerwandte Entscheide
KI-generiertVolltext
8. März 1993 N 171 Postulat Cincera
#ST# 92.3538 Die Arbeitsämter sollen ihre ureigenste Aufgabe der Beratung,
Förderung und Unterstützung wahrnehmen und nicht ihre Zeit
Postulat Dünki mit Administration und Kontrollaufgaben vertun müssen. Da-
mit Taggelder bezogen werden können, ist der Nachweis des
Bundesgesetz über die obligatorische Besuches von Beratungs- und Weiterbildungsmassnahmen
Arbeitslosenversicherung ausreichend.
und die Insolvenzentschädigung. Aus- und Weiterbildungsmassnahmen, die helfen, Arbeitslo-
Revision sigkeit zu verhindern, sind vermehrt anzubieten. Eine grosszü-
gigere Auslegung der bereits bestehenden Möglichkeiten in
Révision de la loi der Gesetzgebung ist zu fördern.
sur ('assurance-chômage obligatoire
et indemnité en cas d'insolvabilité Schriftliche Erklärung des Bundesrates
vom 3. Februar 1993
Déclaration écrite du Conseil fédéral
du 3 février 1993
Der Bundesrat ist bereit, das Postulat entgegenzunehmen.
Wortlaut des Postulates vom 17. Dezember 1992
Das Bundesgesetz über die obligatorische Arbeitslosenversi- Ueberwiesen - Transmis
cherung und die Insolvenzentschädigung soll dahin gehend
revidiert werden,
- dass die Höchstzahl der Taggelder nicht begrenzt wird, das
heisst, die Arbeitslosenversicherung bezahlt-ungeachtet der
Dauer der Arbeitslosigkeit - die Entschädigung so lange, wie 92.3568 #ST#
jemand vermittelbar ist;
- dass die Stempelkontrolle abgeschafft wird; an deren Stelle Postulat Cincera
treten regelmässige Beratungsgespräche zwischen Arbeits- Finanzielle Besserstellung Arbeitsloser
amt und Stellensuchenden; bei Beförderungsdiensten
- dass der Abrechnungs- und Administrationsaufwand der Ar-
beitslosenkassen reduziert und die Berechnung für die Ar- Amélioration de la situation financière
beitslosenentschädigung vereinfacht wird. des chômeurs qui gradent
Texte du postulat du 17 décembre 1992
La loi fédérale sur l'assurance-chômage obligatoire et l'indem-
nité en cas d'insolvabilité doit être révisée pour:
- que soit supprimé le nombre maximum d'indemnités journa- Wortlaut des Postulates vom 18. Dezember 1992
lières, donc pour que l'assurance-chômage indemnise une Der Bundesrat wird aufgefordert, raschestmöglich eine admi-
personne au chômage aussi longtemps qu'elle peut être nistrativ einfache Lösung für den finanziellen Verlust zu
placée; suchen, welchen Beförderungsdienst leistende Arbeitslose
- que soit abolie l'obligation de timbrer et qu'elle soit rempla- gegenüber den nicht diesen Dienst leistenden Arbeitslosen er-
cée par des entretiens à intervalle régulier entre les personnes leiden, wobei daran gedacht werden könnte, die Arbeitslosen-
en quête d'un emploi et l'office du travail; kasse an den ausgleichenden Zahlungen zu beteiligen.
- que diminuent les tâches administratives des caisses de
chômage et que soit simplifié le calcul des indemnités. Texte du postulat du 18 décembre 1992
Le Conseil fédéral est invité à trouver, dans les plus brefs dé-
Mitunterzeichner - Cosignataires: Grendelmeier, Maeder, lais, une solution simple qui permettra de compenser le man-
Meier Hans, Meier Samuel, Sieber, Weder Hansjürg, Wieder- que à gagner dont sont victimes les chômeurs qui gradent par
kehr, Züger, Zwygart (9) rapport aux chômeurs qui ne gradent pas. Il pourrait notam-
ment faire en sorte que les caisses de chômage compensent
Schriftliche Begründung - Développement par écrit en partie ce manque à gagner.
Die bestehende Arbeitslosenversicherung soll in eine Weiter-
bildungsversicherung umgewandelt werden. Die gegenwär- Mitunterzeichner - Cosignataires: Baumberger, Bezzola,
tige Gesetzgebung und Praxis der Arbeitslosenversicherung Bonny, Borer Roland, Bortoluzzi, Bührer Gerold, Chevallaz,
ist geprägt von Kontrolle und Administration. Sie geht davon Columberg, Comby, Dettling, Dünki, Fehr, Fischer-Seengen,
aus, dass der oder die Arbeitslose mehr oder weniger unter Frey Walter, Fritschi Oscar, Giezendanner, Gros Jean-Michel,
Druck gesetzt werden muss, damit er oder sie sich Mühe gibt, Gysin, Hari, Heberlein, Hess Otto, Iten Joseph, Jenni Peter,
eine neue Stelle zu finden. Und dass jeder oder jede Arbeits- Leu Josef, Leuba, Loeb François, Mauch Rolf, Meier Hans,
lose -zumindest tendenziell- Gefahr läuft, diese Arbeitslosen- Miesch, Moser, Narbel, Nebiker, Neuenschwander, Sandoz,
versicherung zu missbrauchen. Savary, Schmid Peter, Schmied Walter, Schnider, Schwab,
Die Haltung verkennt vollkommen, dass die überwiegende Seiler Hanspeter, Stamm Luzi, Steffen, Steinemann, Tschup-
Mehrheit der Arbeitslosen allein durch die Tatsache, dass sie pert Karl, Verterli, Wanner, Wittenwiler, Wyss Paul, Zölch, Zwy-
keine Stelle haben, persönlich unter einen massiven Druck ge- gart (50)
raten. Nach wie vor wird in unserer Gesellschaft Arbeitslosig-
keit stigmatisiert, und die betroffenen Arbeitnehmerinnen und Schriftliche Begründung - Développement par écrit
Arbeitnehmer laufen Gefahr, an den Rand unserer Gesell- Als Folge der regressiven Wirtschaftslage rücken immer mehr
schaft gedrängt und damit zu Aussenseitern zu werden. Arbeitslose in die Rekrutenschule ein.
Die Arbeitslosenversicherung hat demzufolge die Aufgabe, Wenn sie sich für die Weiterausbildung zur Verfügung stellen,
betroffene Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer so schnell wird ihnen für die Dienstzeit der Erwerbsausfall und der Sold
wie möglich wieder in die Arbeitswelt zu integrieren. ausbezahlt Damit erhalten sie für die Zeit des Beförderungs-
Das Bezugsrecht für Arbeitslosentaggelder darf nicht be- dienstes monatlich rund 1000 Franken weniger, als wenn sie
grenzt werden. Ist eine Arbeitslose oder ein Arbeitsloser aus- nicht Dienst leisten würden und statt dessen die Arbeitslosen-
gesteuert, besteht die Gefahr, dass sie oder er zum Fürsorge- entschädigung beziehen würden.
fall und somit noch schwerer vermittelbar wird. Die Erfahrung Der Armee gehen als Folge dieser finanziellen Benachteili-
zeigt, dassniemand rascher eine Stelle findet, nur weil sie oder gung ausbildungswillige Kader verloren. Es wäre daher sinn-
er von der Aussteuerung bedroht ist voll, zwischen der Erwerbsausfallkasse und der Arbeitslosen-
Die Stempelkontrolle ist abzuschaffen. kasse eine ausgleichende Lösung zu finden. Die von der Ar-
Schweizerisches Bundesarchiv, Digitale Amtsdruckschriften
Archives fédérales suisses, Publications officielles numérisées
Archivio federale svizzero, Pubblicazioni ufficiali digitali
Postulat Dünki Bundesgesetz über die obligatorische Arbeitslosenversicherung und die
Insolvenzentschädigung. Revision
Postulat Dünki Révision de la loi sur l'assurance-chômage obligatoire et indemnité en cas
d'insolvabilité
In Amtliches Bulletin der Bundesversammlung
Dans Bulletin officiel de l'Assemblée fédérale
In Bollettino ufficiale dell'Assemblea federale
Jahr 1993
Année
Anno
Band I
Volume
Volume
Session Frühjahrssession
Session Session de printemps
Sessione Sessione primaverile
Rat Nationalrat
Conseil Conseil national
Consiglio Consiglio nazionale
Sitzung 06
Séance
Seduta
Geschäftsnummer 92.3538
Numéro d'objet
Numero dell'oggetto
Datum 08.03.1993 - 14:30
Date
Data
Seite 171-171
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Ref. No 20 022 356
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