Legislator Rechtsprechung & Gesetzgebung
VPB 92-3517 KI-generiert

Radio DRS Accused of Sabotaging Signature Campaign

Geschäftsnummer VPB 92-3517
Gericht / Behörde
Rechtsordnung Schweiz · Verwaltungspraxis der Bundesbehörden (VPB) (CH)
Entscheiddatum
Ausgang Abgewiesen (Dismissed)

Legislator-Zusammenfassung

KI-generiert

A parliamentary inquiry was raised concerning allegations that a radio station, Radio DRS, deliberately sabotaged a signature collection campaign by blocking the initiative committee's dedicated telephone number. The committee rejected the radio station's explanation of a technical malfunction, arguing the systematic blocking via two of the radio's phone lines was an abusive act requiring government intervention. The Federal Council responded that while the Swiss Broadcasting Corporation (SRG) must respect the law, any potential criminal or civil violations were matters for the courts, and that the government, as a concession authority, lacked direct intervention powers in such disputes.

Legislator-Regeste

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Art. 3 des Radio- und Fernsehgesetzes; Radio DRS Accused of Sabotaging Signature Campaign: The committee rejected the radio station's explanation of a technical malfunction, arguing the systematic blocking via two of the radio's phone lines was an abusive act requiring government intervention. The Federal Council responded that while the Swiss Broadcasting Corporation (SRG) must respect the law, any potential criminal or civil violations were matters for the courts, and that the government, as a concession authority, lacked direct intervention powers in such disputes.

Schlagwörter

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fehlende Unterschrift parlamentarische Initiative Wahlfälschung Gebrauch einer falschen Urkunde E-Government Missbrauch einer Fernmeldeanlage

Zitierte Gesetzesbestimmungen

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Art. 3 des Radio- und Fernsehgesetzes
This provision is cited by the Federal Council to state that the Federal Council, as the licensing authority, has no means of intervention in such cases.
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Zentrale Rechtsfragen, extrahiert von Legislator

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Art. 3 des Radio- und Fernsehgesetzes

This provision is cited by the Federal Council to state that the Federal Council, as the licensing authority, has no means of intervention in such cases.

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Volltext

19. März 1993 N 633 Interpellation Moser

#ST# 92.3517 Le comité d'initiative n'accepte pas la version de la radio DRS,

qui fait état d'un problème technique. On ne voit absolument

Interpellation Moser pas pourquoi cette radio aurait programmé deux numéros de

téléphone (le 061/352278 et le 061/352304) sur le

Sabotage einer Unterschriftensammlung numéro 155 du comité d'initiative, si ce n'est à des fins abusi-

durch Radio DRS ves! A nos yeux, l'attitude de la radio DRS est scandaleuse du

Sabotage par la radio DRS point de vue politique et elle nécessite l'intervention du

d'une recolte de signatures DFTCE. A cet égard, nous prions le Conseil fédéral de répon-

dre aux questions suivantes:

1. En sa qualité d'autorité octroyant les concessions et d'auto-

rité de surveillance de la SSR, est-il disposé à faire examiner

ce cas?

2. Quelles conséquences tire-t-il de cette affaire?

Wortlaut der Interpellation vom 15. Dezember 1992 3. Quelles mesures pense-t-il prendre pour lutter contre les

Das Initiativkomitee «für eine freiheitliche Medienordnung pratiques abusives des organes de la SSR, notamment celle

ohne Medien-Monopole» sammelt zurzeit Unterschriften in dont il est question?

der ganzen Schweiz. Um eine möglichst effiziente Unterschrif-

tensammlung zu ermöglichen, richtete das Initiativkomitee Mitunterzeichner - Cosignataires: Allenspach, Aubry, Binder,

durch die PTT eine sogenannte 155er Telefonnummer ein, mit Bischof, Blocher, Bonny, Borer Roland, Borradori, Bortoluzzi,

welcher Unterschriftenbogen für die Initiative kostenlos be- Cincera, Daepp, Dettling, Dreher, Fehr, Fischer-Hägglingen,

stellt werden können. Seit der Einrichtung dieser Dienstlei- Fritschi Oscar, Giezendanner, Giger, Hegetschweiler, Jenni

stung gingen täglich zwischen 40 und 50 Bestellungen für Un- Peter, Keller Rudolf, Kern, Maspoli, Mauch Rolf, Maurer,

terschriftenbogen ein. Nach gut zwei Wochen erfolgreicher Miesch, Müller, Neuenschwander, Reimann Maximilian, Ruf,

Aktion gingen plötzlich nur noch drei bis vier Bestellungen pro Scherrer Jürg, Stalder, Stamm Luzi, Steffen, Steinemann, Wit-

Tag ein, obschon die Leitung den ganzen Tag angewählt tenwiler (36)

wurde. Eine Fangschaltung der PTT brachte nun Erstaunli-

ches an den Tag: Die 155er Nummer des Initiativkomitees Schriftliche Begründung - Développement par écrit

wurde missbräuchlich durch das Radio DRS, Direktion Basel, Der Urheber verzichtet auf eine Begründung und wünscht

blockiert Die Ermittlung der PTT hat ergeben, dass die mani- eine schriftliche Antwort.

pulierten Anrufe systematisch und abwechslungsweise über

zwei Telefonnummern von Radio DRS über eine Computerlei- Schriftliche Stellungnahme des Bundesrates

tung an die 155er Nummer des Initiativkomitees erfolgten. vom 3. Februar 1993

Diese höchst unwürdige Sabotage der Unterschriftensamm- Rapport écrit du Conseil fédéral

lung durch das Radio DRS wird nun von deren Direktion mit ei- du 3 février 1993

ner angeblichen Panne bei der SoftwarederUebermittlungsge- 1. Wie jede andere natürliche und juristische Person hat auch

räte, die an der Computerleitung angeschlossen sind, erklärt. die Schweizerische Radio- und Fernsehgesellschaft (SRG) die

Das Initiativkomitee akzeptiert die von Radio DRS verbreitete allgemeine Rechtsordnung zu respektieren. Wo dies nicht der

Erklärung nicht, es handle sich um eine «technische Störung». Fall ist, sind die Verantwortlichen durch die zuständigen In-

Es ist in keiner Weise ersichtlich, weshalb denn Radio DRS Ba- stanzen im Rahmen der dafür vorgesehenen Verfahren zur Re-

sel zwei Telefonnummern (Tel. 061/352278 und 352304) auf chenschaft zu ziehen. Sollte im vorliegenden Fall eine Telefon-

die 155er Nummer des Initiativkomitees programmieren soll, leitung des Initiativkomitees absichtlich blockiert worden sein,

wenn nicht zum Zwecke des Missbrauchs! Das Vergehen von wäre es Sache der zuständigen Gerichtsbehörden, die betref-

Radio DRS Basel ist unserer Meinung nach aus staatspoliti- fenden Mitarbeiter von Radio DRS straf- oder zivilrechtlich zu

scher Sicht skandalös und bedarf der Intervention des EVED. belangen. Das Initiativkomitee hat mit einem Strafantrag die

Wir bitten den Bundesrat in diesem Zusammenhang um die notwendigen Schritte zur strafrechtlichen Abklärung des Vor-

Beantwortung folgender Fragen: falles eingeleitet.

1. Ist der Bundesrat als Konzessions- und Aufsichtsbehörde 2. Der Vorfall in Basel betrifft allenfalls das Straf- und nicht das

der SRG bereit, diesen Fall untersuchen zu lassen? Medienrecht beziehungsweise die Konzession der SRG. Ge-

2. Welche Konsequenzen zieht der Bundesrat aus dieser mäss dem rechtsstaatlich grundlegenden Prinzip der Gewal-

Affäre? tentrennung ist es daher Sache der zuständigen Gerichte, ent-

3. Was gedenkt der Bundesrat als Vorkehrung gegen miss- sprechende Rechtsverletzungen festzustellen. Folglich müss-

bräuchliche Handlungen einer SRG-lnstitution, wie im vorlie- ten allfällige Massnahmen gegen Radio DRS oder dessen Mit-

genden Fall, zu unternehmen? arbeiter durch den Strafrichter oder durch die zuständigen Or-

gane der SRG veranlasst werden.

Texte de l'interpellation du 15 décembre 1992 3. Wie unter Punkt 2 dargelegt, liegen beim vorliegenden

Le comité qui a lancé l'initiative «pour un régime libéral des Sachverhalt allfällige Massnahmen beim Strafrichter oder bei

médias et une suppression des monopoles» récolte actuelle- der SRG. Das Radio- und Fernsehgesetz gibt dem Bundesrat

ment des signatures dans toute la Suisse. Afin que cette ré- als Konzessionsbehörde keine entsprechenden Eingriffs-

colte soit des plus efficaces, il s'est adressé aux PTT pour ou- möglichkeiten.

vrir une ligne téléphonique sur le 155. Cette ligne permet de

commander gratuitement des listes destinées à recueillir des Präsident: Der Interpellant ist von der Antwort des Bundesra-

signatures pour l'initiative. Au début de l'opération, 40 à tes nicht befriedigt und verlangt Diskussion.

50 listes étaient commandées quotidiennement. Mais au bout

de deux semaines fructueuses, les commandes ont brusque- Abstimmung - Vote

ment chuté, se stabilisant à trois ou quatre par jour, alors que Für den Antrag auf Diskussion offensichtliche Mehrheit

les abonnés continuaient à appeler ce numéro toute la jour- Dagegen Minderheit

née. Grâce à un dispositif d'interception, les PTT ont démas-

qué une pratique surprenante: le numéro en question avait été Verschoben - Renvoyé

bloqué abusivement par la direction de la radio DRS à Baie.

L'enquête menée par les PTT a révélé que tous les appels

aboutissaient en alternance sur deux lignes de la radio DRS

raccordées au numéro 155 par une ligne informatisée.

La direction de la radio DRS prétend que ce sabotage honteux

est dû à une panne du logiciel équipant les appareils de trans-

mission qui sont raccordés à la ligne informatisée.

Schweizerisches Bundesarchiv, Digitale Amtsdruckschriften

Archives fédérales suisses, Publications officielles numérisées

Archivio federale svizzero, Pubblicazioni ufficiali digitali

Interpellation Moser Sabotage einer Unterschriftensammlung durch Radio DRS

Interpellation Moser Sabotage par la radio DRS d'une recolte de signatures

In Amtliches Bulletin der Bundesversammlung

Dans Bulletin officiel de l'Assemblée fédérale

In Bollettino ufficiale dell'Assemblea federale

Jahr 1993

Année

Anno

Band I

Volume

Volume

Session Frühjahrssession

Session Session de printemps

Sessione Sessione primaverile

Rat Nationalrat

Conseil Conseil national

Consiglio Consiglio nazionale

Sitzung 16

Séance

Seduta

Geschäftsnummer 92.3517

Numéro d'objet

Numero dell'oggetto

Datum 19.03.1993 - 08:00

Date

Data

Seite 633-633

Page

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Ref. No 20 022 497

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