Federal Council rejects mandatory pet food ingredient labeling, citing existing regulations and proven safety of ethoxyquin.
Legislator-Zusammenfassung
KI-generiertThe Federal Council proposed to convert a motion into a postulate concerning the mandatory labeling of pet food ingredients, arguing that scientific studies show the preservative ethoxyquin is safe at recommended dosages and is permitted in animal feed, and that consumer protection regarding ingredients is largely governed by existing private directives and potentially by consumer information laws, with the government only intervening if agreements fail or serious health issues arise.
Legislator-Regeste
KI-generiertArt. 3 dieses, Art. 3 Konsumenteninformationsgesetz vom 5. Oktober 1990, Art. 4 Konsumenteninformationsgesetz vom 5. Oktober 1990; Federal Council rejects mandatory pet food ingredient labeling, citing existing regulations and proven safety of ethoxyquin: dazu bereits privatrechtliche Richtlinien bestehen. Der Ver- timalere Zukunftschancen bietet als bei einem EWR-Beitritt.
Schlagwörter
KI-generiertZitierte Gesetzesbestimmungen
KI-generiertVerwandte Entscheide
KI-generiertZentrale Rechtsfragen, extrahiert von Legislator
KI-generiertCited as the legal basis for potentially requiring product declarations for pet food if agreements between consumer and industry organizations are insufficient or not fulfilled.
Cited as the legal basis for the Federal Council's authority to regulate product declarations by ordinance if necessary.
Volltext
19. März 1993 575 Motion Keller Rudolf
Texte de la motion du 21 septembre 1992 Was den Zusatzstoff Ethoxyquin betrifft, zeigen zahlreiche wis-
Allergies, lésions des reins et du foie, malformations: de nom- senschaftliche Studien - unter anderem der FDA (Food and
breux éleveurs de chiens incriminent les agents de conserva- Drug Administration) - auf, dass bei zweckmässigem Einsatz
tion ajoutés aux aliments pour animaux und bei der empfohlenen Dosierung von höchstens 150 Milli-
Les producteurs d'aliments pour animaux mélangent des gramm pro Kilo Alleinfuttermittel die Tiere keiner Gefahr aus-
conservateurs à la nourriture. Or certains, dont l'éthoxyquine, gesetzt werden. Ethoxyquin ist ein Antioxydans, das dazu bei-
ne sont pas inoffensifs. Cette substance, interdite dans l'ali- trägt, dass zum Beispiel Fett nicht ranzig wird. Es ist in der
mentation humaine, est toutefois autorisée dans la nourriture Schweiz für die Nutztierfuttermittel zugelassen. Laut Experten
pour animaux. gibt es keinen Anlass, diesen Stoff zu verbieten.
L'éthoxyquine aurait pu être remplacée depuis longtemps par
un autre conservateur ne présentant aucun danger. Schriftliche Erklärung des Bundesrates
Le consommateur n'a pas même le moyen de savoir ce que Déclaration écrite du Conseil fédéral
contiennent les aliments qu'il achète puisque le producteur Der Bundesrat beantragt, die Motion in ein Postulat umzuwan-
n'a pas l'obligation d'y adjoindre une déclaration. deln.
S'il existe bien des directives, édictées par la Société pour l'ali-
mentation des animaux familiers, concernant la fabrication et Ueberwiesen als Postulat-Transmis comme postulat
la commercialisation de ces produits, elles ne sont d'aucun
secours aux consommateurs, car les fabricants n'estiment
pas indispensable de les renseigner. La Confédération quant
à elle ne fait rien non plus.
Je charge donc le Conseil fédéral d'élaborer des directives #ST# 92.3485
claires instaurant l'obligation d'apposer sur ces produits des
déclarations claires. Motion Keller Rudolf
Verbesserung der wirtschaftlichen
Mitunterzeichner-Cosignataires: Borradori, Keller Rudolf, Ruf, Rahmenbedingungen
Stalder, Steffen, Weder Hansjürg (6)
Amélioration des conditions-cadres
Schriftliche Begründung - Développement par écrit économiques
Der Urheber verzichtet auf eine Begründung und wünscht
eine schriftliche Antwort
Schriftliche Stellungnahme des Bundesrates
vom 27. Januar 1993 Wortlaut der Motion vom 7. Dezember 1992
Rapport écrit du Conseil fédéral Der Bundesrat wird beauftragt, Arbeitsgruppen aus Vertretern
du 27 janvier 1993 der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer, der Wirtschaft, der
Der Bereich Futtermittel für Heimtiere ist in der Schweiz ge- Behörden, der Politik usw. einzusetzen mit dem Auftrag, An-
setzlich kaum geregelt. Aufgrund der allgemeinen Bestim- träge zuhanden des Bundes zu erarbeiten, welche die wirt-
mungen des Lebensmittelgesetzes über den Täuschungs- schaftlichen Rahmenbedingungen gegenüber der EG ver-
schutz hat das Bundesamt für Veterinärwesen immerhin ange- bessern.
ordnet, dass jede Packung mit Tierfutter, die in Metzgereien
angeboten wird, unmissverständlich als Tierfutter gekenn- Texte de la motion du 7 décembre 1992
zeichnet sein muss. Auf allen Packungen und Versandgebin- Le Conseil fédéral est chargé d'instituer des groupes de travail
den von Hunde- und Katzenfutter ausländischer Herkunft composés de représentants des travailleuses et des travail-
muss darauf hingewiesen werden, dass es sich um Tierfutter leurs, de l'économie, des autorités, de la politique, entre au-
handelt Ueberdies sind Name und Adresse des ausländi- tres, avec mandat de formuler des propositions à l'intention de
schen Lieferanten (offen oder verschlüsselt) sowie das Ur- la Confédération, afin d'améliorer les conditions-cadres de
sprungsland anzugeben. l'économie suisse par rapport à la CE.
Die Zusammensetzung oder die Angabe der Zusatzstoffe ist
somit jedoch gesetzlich nicht vorgeschrieben. Anders wäre Mitunterzeichner-Cosignataires: Bischof, Borradori, Maspoli,
die Lage, wenn die Schweiz dem EWR beigetreten wäre. Die Ruf, Stalder, Steffen (6)
EG hat mehrere Richtlinien erlassen, die auch den Bereich
Futtermittel für Heimtiere abdecken. In der Schweiz bleibt al- Schriftliche Begründung - Développement par écrit
lerdings die Möglichkeit bestehen, gemäss dem Konsumen- Die Ablehnung des EWR-Vertrages, anlässlich der Abstim-
teninformationsgesetz vom 5. Oktober 1990 eine Produktede- mung vom 6. Dezember 1992, darf nicht bedeuten, dass wir
klaration zu vereinbaren. Laut Artikel 3 dieses Gesetzes soll auf dem Status quo sitzenbleiben. Wir müssen vielmehr eine
dies über Vereinbarungen zwischen Konsumenten- und Wirt- Politik machen, die den europäischen Rahmenbedingungen
schaftsorganisationen erfolgen. Nur wenn innert angemesse- optimal gerecht wird. Künftig sollte vermehrt eine Wirtschafts-
ner Frist kein Abkommen zustande gekommen ist oder wenn politik betrieben werden, die den in der Abstimmung geäus-
eine Vereinbarung unzureichend erfüllt wird, kann der Bund serten Bedenken wegen der Einwanderung, des Lohndum-
subsidiär intervenieren und nach Artikel 4 die Deklaration pings, der Arbeitslosigkeit und des Demokratiedefizits Rech-
durch Verordnung regeln. nung trägt und der schweizerischen Wirtschaft sowie den Ar-
Die Konsumentenorganisationen räumen der Deklaration der beitnehmerinnen und Arbeitnehmern durch entsprechend
Futtermittel für Heimtiere nicht Priorität ein, um so mehr als bessere Rahmenbedingungen mindestens gleich gute bis op-
dazu bereits privatrechtliche Richtlinien bestehen. Der Ver- timalere Zukunftschancen bietet als bei einem EWR-Beitritt.
band für Heimtiernahrung, dem die Haupthersteller und -ver-
treiber von Futtermitteln für Heimtiere angehören, hat nämlich Schriftliche Stellungnahme des Bundesrates
Richtlinien zur Zusammensetzung und Hygiene, Etikettierung, vom 27. Januar 1993
Aufmachung und Werbung herausgegeben. Rapport écrit du Conseil fédéral
Sollte keine Deklaration zustande kommen und sollten sich du 27 janvier 1993
als Folge der Beimischung von nichtdeklarierten Zusatzstof- Der Bundesrat teilt die Meinung des Motionärs, dass unsere
fen in Tierfutter ernsthafte Probleme für die Gesundheit der Rahmenbedingungen nach dem negativen Ausgang der Ab-
Tiere ergeben, wird der Bundesrat prüfen, ob er von der Kom- stimmung vom 6. Dezember angepasst werden müssen.
petenz nach Artikel 4 des Konsumenteninformationsgesetzes Er ist indessen nicht der Meinung, dass für die Ausarbeitung
Gebrauch macht und die Deklaration mittels Verordnung ein- entsprechender Vorschläge weitere Arbeitsgruppen ins Leben
führt. gerufen werden müssen. Zum einen verweist er auf die von
Motion du groupe démocrate-chrétien 576 N 19 mars 1993
ihm eingesetzte interdépartementale Arbeitsgruppe «Revitali- #ST# 92.3599
sierung», welche zu seinen Händen Vorschläge ausgearbeitet
hat Zum ändern ist an die verschiedenen, bereits bestehen- Motion
den parlamentarischen und aussserparlamentarischen Kom- der christlichdemokratischen Fraktion
missionen zu erinnern, über die weitere Vorschläge in den po-
litischen Entscheidprozess eingespeist werden können.
Verbesserung der Rahmenbedingungen
Schliesslich steht als Folge von Eurolex ein Fundus an Re- Motion
formvorschlägen zur Verfügung, den es auszuwerten und um- du groupe démocrate-chrétien
zusetzen gilt Amélioration des conditions-cadres
Mit anderen Worten: Dem Bundesrat, seinen Delegationen
und den Departementsvorstehern stehen bereits heute genü-
gend Gremien und Kontaktmöglichkeiten zur Verfügung, um
sich über die zur Diskussion stehenden Probleme orientieren
zu lassen. So sind beispielsweise die wichtigsten von markt-
wirtschaftlichen Grundsätzen abweichenden Praktiken hin- Wortlaut der Motion vom 18. Dezember 1992
länglich bekannt. Der Bundesrat wird aufgefordert, den eidgenössischen Räten
die folgenden gesetzlichen Anpassungen zur Verbesserung
Schriftliche Erklärung des Bundesrates der Rahmenbedingungen für die schweizerische Wirtschaft
Déclaration écrite du Conseil fédéral zur Beschlussfassung vorzulegen.
Der Bundesrat beantragt, die Motion abzulehnen. 1. Sicherung des Bildungs- und Forschungsstandortes
Schweiz
Abgelehnt-Rejeté Die Hochschulförderung muss durch flexiblere Grundsätze
über die Berufung und Anstellung der Professoren geändert
werden, damit der Hochschulstandort Schweiz wettbewerbs-
fähig bleibt
#ST# 92.3598 Zur besseren Transparenz und Kontrolle der eingesetzten
staatlichen Mittel müssen Forschungsprojekte durch Evalua-
Motion tionen vermehrt auf Effizienz geprüft werden.
Die HWV und HTL sind so als Fachhochschulen zu konzipie-
der christlichdemokratischen Fraktion ren, dass sie als solche international anerkannt werden.
Abbau von Marktzutrittsbarrieren 2. Vermeidung von Diskriminierungen innerhalb der Schweiz
Motion Kantonale Berufsausübungsbewilligungen und Ausbildungs-
du groupe démocrate-chrétien ausweise müssen in der ganzen Schweiz anerkannt werden.
Démantèlement des obstacles Die Limite der öffentlichen Ausschreibung von Bundesaufträ-
au commerce international gen ist an das EWR-Niveau anzupassen.
Die durch den Bund unterstützten kantonalen und kommuna-
len Investitionen müssen gesamtschweizerisch ausgeschrie-
ben werden. Es darf keine Diskriminierungen von Bewerbern
aus anderen Kantonen geben.
Wortlaut der Motion vom 18. Dezember 1992 3. Beschleunigung von Bewilligungs- und Einsprachever-
Der Bundesrat wird beauftragt, den eidgenössischen Räten fahren
eine Vorlage zu unterbreiten, welche die Voraussetzungen da- Es sind Fristen für Bewilligungsverfahren und die notwendi-
für schafft, dass die Schweiz die bestehenden internationalen gen Sanktionen im Falle der Nichtbeachtung von Fristen ein-
technischen Normen anerkennt und auf schweizerische Son- zuführen.
dermassnahmen und Kontrollvorgänge im Regelfall verzich- Bewilligungsverfahren (raumplanerisch, umweltrechtlich
tet Ausnahmen dürfen nur nach einer kritischen Prüfung zu- usw.) müssen in einem Leitverfahren zusammengefasst wer-
gelassen werden. den (Verfahrenskoordination), und der Instanzenzug in sol-
chen Verfahren soll gesamtschweizerisch auf drei Instanzen
Texte cte la motion du 18 décembre 1992 beschränkt werden.
Le Conseil fédéral est chargé de soumettre aux Chambres un Bestimmungen über die Einspracheberechtigung sind so zu
projet mettant en place les conditions qui permettront à la ändern, dass gleichartige Masseneinsprachen zusammenge-
Suisse de reconnaître les normes techniques internationales fasst und in einem Verfahren erledigt werden können (z. B.
et de renoncer aux mesures spéciales et aux contrôles qui lui eine gemeinsame öffentliche Anhörung der Einsprecher und
sont propres. Des exceptions ne devraient être admises der Experten).
qu'après un examen critique. 4. Schnellere Erschliessung von Bauland
Bauinvestitionsprojekte sollen durch die schnelle Erschlies-
Sprecher-Porte-parole: Hess Peter sung von Bauland durch Gemeinden und Private realisiert
werden. Zur Sicherstellung der Realisierung müssen die Er-
Schriftliche Begründung schliessungskredite im Rahmen gebundener Ausgaben gel-
Die Urheber verzichten auf eine Begründung und wünschen ten. Das kantonale Recht muss vorsehen, dass Grundeigentü-
eine schriftliche Antwort. mer Bauland selber erschliessen können.
5. Erleichterung der Kapitalbeschaffung
Développement par écrit Emissionsabgaben auf Eigenkapital müssen auf 1 Prozent re-
Les auteurs renoncent au développement et demandent duziert werden, und die Emissionsabgaben auf Risiko- und
une réponse écrite. Fremdkapital müssen abgebaut werden.
Schriftliche Erklärung des Bundesrates Texte afe la motion du 18 décembre 1992
vom 3. Februar 1993 Le Conseil fédéral est chargé de soumettre aux Chambres les
Der Bundesrat ist bereit, die Motion entgegenzunehmen. adaptations du droit énumérées ci-dessous, afin de fournir un
cadre plus favorable à l'économie suisse.
Déclaration écrite du Conseil fédéral 1. Assurer l'attrait de la Suisse en matière de formation et de
du 3 février 1993 recherche
Le Conseil fédéral est prêt à accepter la motion. Dans le domaine universitaire, il faut assouplir les règles qui
commandent la nomination et l'engagement des professeurs,
Ueberwiesen - Transmis afin que les hautes écoles suisses restent compétitives.
Schweizerisches Bundesarchiv, Digitale Amtsdruckschriften
Archives fédérales suisses, Publications officielles numérisées
Archivio federale svizzero, Pubblicazioni ufficiali digitali
Motion Keller Rudolf Verbesserung der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen
Motion Keller Rudolf Amélioration des conditions-cadres économiques
In Amtliches Bulletin der Bundesversammlung
Dans Bulletin officiel de l'Assemblée fédérale
In Bollettino ufficiale dell'Assemblea federale
Jahr 1993
Année
Anno
Band I
Volume
Volume
Session Frühjahrssession
Session Session de printemps
Sessione Sessione primaverile
Rat Nationalrat
Conseil Conseil national
Consiglio Consiglio nazionale
Sitzung 16
Séance
Seduta
Geschäftsnummer 92.3485
Numéro d'objet
Numero dell'oggetto
Datum 19.03.1993 - 08:00
Date
Data
Seite 575-576
Page
Pagina
Ref. No 20 022 435
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