Federal Council's Limited Role in Cantonal Pension Oversight
Legislator-Zusammenfassung
KI-generiertThe motion requested that the federal government support cantonal oversight authorities in managing their numerous tasks related to occupational pensions (LPP) due to increasing financial difficulties and a backlog in audits. The Federal Council argued that the existing federal framework, which is strongly federalist, limits its direct intervention in the organizational and procedural aspects of cantonal oversight, especially in the non-mandatory sector of occupational pensions. While acknowledging the concerns and agreeing to consider efficiency in the upcoming LPP revision, the Federal Council proposed transforming the motion into a postulate, which was ultimately accepted.
Legislator-Regeste
KI-generiertArt. 61 Absatz, Art. 61 al. 1 BVG, Art. 64 BVG, Art. 102 Ziffer 2 der Bundesverfassung; Federal Council's Limited Role in Cantonal Pension Oversight: The Federal Council argued that the existing federal framework, which is strongly federalist, limits its direct intervention in the organizational and procedural aspects of cantonal oversight, especially in the non-mandatory sector of occupational pensions. While acknowledging the concerns and agreeing to consider efficiency in the upcoming LPP revision, the Federal Council proposed transforming the motion into a postulate, which was ultimately accepted.
Schlagwörter
KI-generiertZitierte Gesetzesbestimmungen
KI-generiertVerwandte Entscheide
KI-generiertZentrale Rechtsfragen, extrahiert von Legislator
KI-generiertCited in the written reasoning to establish the cantonal nature of the supervisory authority.
Cited in the written reasoning to define the supervisory competence of the Federal Council.
Cited in the written reasoning to establish the supervisory function of the Federal Council over cantons.
Volltext
Motion Keller Rudolf 1390 N 18 juin 1993
#ST# 93.3106 Texte cte la motion du 30 novembre 1992
Le Conseil fédéral est chargé de prendre des mesures et
Motion Aubry d'édicter des recommandations au niveau fédéral pour aider
les cantons à venir à bout des nombreuses tâches de contrôle
Zugang der Presse de la LPP afin que les autorités cantonales de surveillance
zu den Bundesratssitzungen puissent à l'avenir accomplir leur travail de façon optimale.
Accès de la presse
aux séances du Conseil fédéral Mitunterzeichner-Cosignataires: Bischof, Ruf, Stalder, Steffen
(4)
Schriftliche Begründung - Développement par écrit
Im Zuge der zunehmenden wirtschaftlichen Schwierigkeiten
Wortlaut der Motion vom 15. März 1993 nehmen die finanziellen Probleme in der beruflichen Vorsorge
Der Bundesrat wird gebeten, seine Sitzungen, die bis heute ebenfalls stark zu. Zahlungsschwierigkeiten häufen sich, wirt-
geheim abgehalten werden, für die gesamte schweizerische schaftlich bedrängte Arbeitgeber holen sich Darlehen aus ih-
Presse zu öffnen. Wie festgestellt wurde, sind bei der Sitzung rer Vorsorgestiftung usw. Die Aufsichtsbehörden sind offen-
über die Departementszuteilung eine Gruppe von Journali- sichtlich nicht in der Lage, auf die veränderte wirtschaftliche Si-
sten bis in Einzelheiten über die Voten und Meinungen der ein- tuation rasch zu reagieren und die Kontrolle der Stiftungen ef-
zelnen Bundesräte informiert worden. Zwei Journalisten - fektiv vorzunehmen. Es liegt daher im Interesse aller Betroffe-
vom «Tages-Anzeiger» und vom «Nouveau Quotidien» - wur- nen, die Kontrollinstrumente der Aufsichtsbehörden zu ver-
den über die Verhandlungen informiert; die gesamte übrige bessern. Laut Artikel 61 Absatz 1 BVG ist die Aufsichtsbehörde
Schweizer Presse ist vollständig übergangen worden. eine zentrale kantonale Instanz. Es gibt kantonale Aufsichts-
behörden, die heute noch Abschlüsse aus den Jahren 1989
Texte de la motion du 15 mars 1993 und 1990 von ihnen unterstellten Pensionskassen zu prüfen
Le Conseil fédéral est prié d'ouvrir à toute la presse suisse ses haben. Die Revision der Freizügigkeit in der beruflichen Vor-
séances qui, jusqu'ici, étaient tenues secrètes. On a remarqué sorge und die BVG-Revision 1995 werden für die Aufsichtsbe-
que, lors de la séance déterminant le choix des départements, hörden mit Sicherheit noch grössere Belastungen bringen.
un groupe de presse a été renseigné dans les détails sur les Deshalb sollte gehandelt werden, bevor die Aufsichtsbehör-
votes et les discussions de chaque conseiller fédéral. Seuls den unter ihrer Last zusammenbrechen und ihre Aufgaben
deux journalistes du «Tages-Anzeiger» et du «Nouveau Quoti- nicht mehr ordnungsgemäss wahrnehmen können.
dien» ont été renseignés sur les débats, le reste de la presse
helvétique ayant été complètement ignorée.
Schriftliche Stellungnahme des Bundesrates
Mitunterzeichner - Cosignataires: Keine - Aucun vom 1. Juni 1993
Rapport écrit du Conseil fédéral
Schriftliche Begründung - Développement par écrit du 1er juin 1993
1. Alle registrierten Vorsorgeeinrichtungen sowie die nicht re-
L'auteur renonce au développement et demande une
gistrierten Personalfürsorgestiftungen stehen unter einer öf-
réponse écrite.
fentlich-rechtlichen Aufsicht Nur wenige Vorsorgeträger, wie
Schriftliche Stellungnahme des Bundesrates die nicht registrierten Genossenschaften und Einrichtungen
vom 12. Mai 1993 öffentlichen Rechts, werden nicht beaufsichtigt
Rapport écrit du Conseil fédéral Die Aufsichtstätigkeit im Bereich der beruflichen Vorsorge ba-
du 12 mai 1993 siert auf dem bereits seit Jahren bestehenden und mit Einfüh-
Le Conseil fédéral partage les préoccupations exprimées rung des BVG weiterentwickelten System der Stiftungsauf-
dans la motion et relatives aux problèmes de discrétion indis- sicht. Sie ist betont föderalistisch konzipiert: Die kantonalen
pensable au bon fonctionnement du système collégial. C'est oder eidgenössischen Aufsichtsbehörden (BSV, EFD, BAV,
pour ces mêmes raisons qu'il propose de rejeter la motion. BPV) haben direkt und in eigenständiger Verantwortung die ih-
nen unterstellten Einrichtungen der beruflichen Vorsorge zu
Schriftliche Erklärung des Bundesrates beaufsichtigen. Es steht dem jeweiligen Gemeinwesen und
Déclaration écrite du Conseil fédéral somit auch den Kantonen frei, wie sie die Aufsichtstätigkeit ih-
Le Conseil fédéral propose de rejeter la motion. rer Behörden organisatorisch festlegen.
2. Der Rahmen für die Aufsichtszuständigkeit des Bundesra-
Abgelehnt - Rejeté tes im Bereich der beruflichen Vorsorge ist eng. Die Zuständig-
keit des Bundesrates als Oberaufsichtsbehörde gemäss Arti-
kel 64 BVG über die eidgenössischen und kantonalen Auf-
sichtsbehörden bezieht sich nur auf das Obligatorium der be-
ruflichen Vorsorge. In diesem Bereich kann der Bundesrat den
#ST# 92.3463 zuständigen Aufsichtsbehörden für die richtige und einheitli-
che Anwendung des Bundesrechts Weisungen erteilen. Die
Motion Keller Rudolf Weisungskompetenz des Bundesrates ist bis heute nur be-
Effizienzsteigerung züglich der Auskunftspflicht der Vorsorgeeinrichtungen an
der BVG-Aufsichtsbehörden ihre Versicherten angewandt worden.
3. Für den ausserobligatorischen Bereich der beruflichen Vor-
Autorité de surveillance de la LPP. sorge fehlt dem Bundesrat eine entsprechende Zuständigkeit.
Augmentation de l'efficacité Insbesondere vermag die Kompetenz des Bundesrates zur
Aufsicht über die Kantone gemäss Artikel 102 Ziffer 2 der Bun-
desverfassung keine Aufsichtszuständigkeit in obenerwähn-
tem Sinne zu begründen, sondern umschreibt bloss seine all-
gemeine Ueberwachungsfunktion zur Beachtung des Bun-
Wortlaut der Motion vom 30. November 1992 desrechts durch die Kantone. Mit dieser staatsrechtlichen
Der Bundesrat wird beauftragt, mit geeigneten Massnahmen Kontrolle über die Kantone übt der Bundesrat aber keinen Ein-
und Empfehlungen von Bundesseite her den Kantonen bei fluss auf Organisations- bzw. Verfahrensabläufe hinsichtlich
der Bewältigung der vielfältigen BVG-Kontrollaufgaben zu hel- der Aufsichtstätigkeit innerhalb der Kantone aus. Aus dem Stif-
fen, damit die kantonalen Aufsichtsbehörden ihre Arbeit künf- tungsrecht kann ebenfalls keine materiellrechtliche Oberauf-
tig optimal erfüllen können. sichtsfunktion des Bundesrates hergeleitet werden.
18. Juni 1993 N 1391 Motion Suter
Für den ausserobligatorischen Bereich der beruflichen Vor- Schriftliche Begründung - Développement par écrit
sorge kann der Bundesrat demnach nur allgemeine Empfeh- Gegenwärtig ist-je nach Ausgang der Mehrwertsteuerabstim-
lungen an die Kantone richten. mung und der Auswirkungen des zweiten Sanierungspakets -
4. Wie hievor dargelegt, sieht die Verfassungs- und Gesetzes- mit jährlichen Defiziten von gegen 5 Milliarden Franken zu
ordnung im Bereich der beruflichen Vorsorge nicht vor, dass rechnen. Bis 1995 dürfte die Bundesschuld so auf 85 Milliar-
der Bundesrat Massnahmen zur organisatorischen Verbesse- den Franken steigen, wobei in dieser Schätzung die voraus-
rung der kantonalen Aufsichtstätigkeit beschliessen kann. Für sichtliche Schuld aus der Arbeitslosenversicherung von dann-
effizienzsteigernde Massnahmen im Sinne des Motionärs zumal rund 10 Milliarden Franken noch nicht enthalten ist und
durch den Bundesrat direkt besteht demnach kein Raum. zusätzlich noch erhebliche Schulden der SBB anfallen. Schon
Im Rahmen der anstehenden BVG-Revision ist der Bundesrat heute bezahlt der Bund tagtäglich 9 Millionen Franken an
jedoch bereit, dem aufsichtsrechtlichen Aspekt bei der Durch- Schuldzinsen. In dieser sehr schwierigen Situation sind auch
führung der beruflichen Vorsorge besonders Rechnung zu tra- vermehrte Sparanstrengungen in der Bundesverwaltung not-
gen und insbesondere dem Umfeld bzw. der schwieriger ge- wendig.
wordenen Wirtschaftslage mit ihren Auswirkungen auf die Vor- Die Motion verlangt die Aufhebung kostspieliger Doppelspu-
sorgeeinrichtungen und die Versicherten Beachtung zu rigkeiten im Aufbau der Bundesverwaltung: Die Ausgliede-
schenken. rung der Militärversicherung ist nicht gerechtfertigt; es handelt
sich um eine Sozialversicherung wie die Invaliden- oder Unfall-
Schriftliche Erklärung des Bundesrates versicherung. Eine Zusammenlegung ist ohne weiteres zu be-
Déclaration écrite du Conseil fédéral werkstelligen, ohne dass die Versicherten irgend einen Lei-
Der Bundesrat beantragt, die Motion in ein Postulat umzu- stungsabbau zu befürchten hätten. Auch zwischen den Bun-
wandeln. desämtern für Ausländerfragen und für Flüchtlinge bestehen
zahlreiche Ueberschneidungen, Verflechtungen und Querver-
Ueberwiesen als Postulat - Transmis comme postulat bindungen; hier lassen sich durch die geforderte Verschmel-
zung ebenfalls rationellere Abläufe herbeiführen und damit
Personal und Kosten ohne Leistungseinbusse einsparen. Die
gleiche Ausgangslage ist sodann im Verhältnis zwischen Per-
sonalamt und Versicherungskasse gegeben. Was schliesslich
#ST# 93.3180 das Bundesamt für Konjunkturforschung anbelangt, ist vor-
weg festzuhalten, dass der Bund lediglich einer Konjunkturfor-
Motion Suter schungsstelle bedarf, bestehen doch daneben allein in der
Schweiz noch etliche private, von der Wirtschaft getragene
Straffung der Bundesverwaltung Forschungsstellen, die das Ergebnis ihrer Arbeit ohne wei-
Restructuration de l'administration fédérale teres der Bundesverwaltung zur Verfügung stellen. Hierfür ei-
gens ein Bundesamt zu schaffen, ist ohnehin überrissen, zu-
mal an der ETH im KOF sehr kompetent und unabhängig (von
der Zentralverwaltung) mit Bundesmitteln Konjunkturfor-
schung betrieben wird.
Wortlaut der Motion vom 19. März 1993 Soweit damit für die Bedürfnisse des Bundesrates und der
Der Bundesrat wird aufgefordert, mit dem Sparen auch in der Bundesverwaltung überhaupt noch besondere Abklärungen
Verwaltung Ernst zu machen und folgende Verwaltungsabtei- zur Konjunkturentwicklung notwendig sind, liegt es nahe,
lungen je zu einer Einheit zu verschmelzen oder in einem be- diese Untersuchungen im und durch das Biga, das sich ja mit
stehenden Bundesamt einzugliedern, nämlich: der Binnenwirtschaft befasst, durchzuführen und wahrzu-
a Verschmelzung von Militär- und Sozialversicherung; nehmen.
b. Zusammenlegung von Personalamt und Versicherungs- Das Bundesamt für Konjunkturforschung kann somit ohne
kasse; Not aufgehoben und - mit seinem Restbestand - in das Biga
c. Schaffung eines Bundesamtes für Ausländerfragen und überführt werden.
Flüchtlinge;
d. Überführung des Bundesamtes für Konjunkturfragen in das Schriftliche Stellungnahme des Bundesrates
Biga. vom 1. Juni 1993
Rapport écrit du Conseil fédéral
Texte de la motion du 19 mars 1993 dui juin 1993
Le Conseil fédéral est chargé de veiller à prendre aussi des Der Bundesrat teilt die Ansicht des Motionärs, dass bei der or-
mesures d'économies dans l'administration et d'opérer les ganisatorischen Gestaltung der Bundesverwaltung den Maxi-
restructurations suivantes: men der Wirtschaftlichkeit, Zweckmässigkeit und Sparsamkeit
a. fusion de l'assurance militaire et des assurances sociales; Nachachtung zu verschaffen ist. Er beabsichtigt, im Rahmen
b. regroupement de l'Office fédéral du personnel et de la der Regierungs- und Verwaltungsreform 1993 mittels einer Re-
Caisse fédérale d'assurance; vision des Verwaltungsorganisationsgesetzes die Organisati-
c. création d'un Office fédéral des étrangers et des réfugiés; onskompetenz des Bundesrates den veränderten Gegeben-
d. attribution de l'Office fédéral des questions conjoncturelles heiten anzupassen. Die departementalen Führungsstrukturen
à l'Ofiamt. sollen inskünftig rascher und besser mit den sachlichen Erfor-
dernissen in Uebereinstimmung gebracht werden können.
Mitunterzeichner- Cosignataires: Allenspach, Aubry, Berger, Eine Zusammenlegung von Bundesämtern ohne vorgängige
Binder, Borer Roland, Bühler Simeon, Camponovo, Cavadini materielle Prüfung ihrer Konsequenzen auf die Aufgabenerfül-
Adriano, Chevallaz, Cincera, Comby, Couchepin, Daepp, Dar- lung und auf die départementale Führungssituation erachtet
bellay, Dettling, Dreher, Eggly, Eymann Christoph, Fischer- der Bundesrat als nicht zweckmässig. Er ist aber bereit, die in
Hägglingen, Fischer-Seengen, Frey Claude, Friderici Charles, der Motion geforderten strukturellen Vereinfachungen zu un-
Früh, Giezendanner, Giger, Gobet, Gros Jean-Michel, Gysin, tersuchen.
Hafner Rudolf, Hegetschweiler, Jenni Peter, Kern, Leuba,
Loeb François, Mamie, Mauch Rolf, Miesch, Moser, Mühle-
mann, Nabholz, Marbel, Perey, Philipona, Pini, Poncet, Rohr- Schriftliche Erklärung des Bundesrates
basser, Rutishauser, Rychen, Sandoz, Savary, Scheurer Déclaration écrite du Conseil fédéral
Rémy, Schmied Walter, Seiler Hanspeter, Spoerry, Stamm Der Bundesrat beantragt, die Motion in ein Postulat umzuwan-
Luzi, Steinemann, Stucky, Theubet, Tschopp, Tschuppert deln.
Karl, Wanner, Weder Hansjürg, Wittenwiler, Wyss Paul, Zwah-
len.Zwygart (66) Ueberwiesen als Postulat- Transmis comme postulat
Schweizerisches Bundesarchiv, Digitale Amtsdruckschriften
Archives fédérales suisses, Publications officielles numérisées
Archivio federale svizzero, Pubblicazioni ufficiali digitali
Motion Keller Rudolf Effizienzsteigerung der BVG-Aufsichtsbehörden
Motion Keller Rudolf Autorité de surveillance de la LPP. Augmentation de l'efficacité
In Amtliches Bulletin der Bundesversammlung
Dans Bulletin officiel de l'Assemblée fédérale
In Bollettino ufficiale dell'Assemblea federale
Jahr 1993
Année
Anno
Band III
Volume
Volume
Session Sommersession
Session Session d'été
Sessione Sessione estiva
Rat Nationalrat
Conseil Conseil national
Consiglio Consiglio nazionale
Sitzung 16
Séance
Seduta
Geschäftsnummer 92.3463
Numéro d'objet
Numero dell'oggetto
Datum 18.06.1993 - 08:00
Date
Data
Seite 1390-1391
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Pagina
Ref. No 20 022 886
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