Road Traffic Act Amendment: Enhanced Penalties for Repeat Offenders
Legislator-Zusammenfassung
KI-generiertThis motion proposes amending the Road Traffic Act to impose stricter penalties for repeat offenders who endanger traffic safety. The core of the proposal is a three-tiered system: a minimum two-month license suspension for serious violations, a one-year suspension for a second offense within ten years, and a ten-year suspension for a third offense within the same period. The aim is to deter reckless driving, particularly speeding and other dangerous behaviors, by treating them similarly to drunk driving, and to remove incorrigible offenders from the road to protect public safety.
Legislator-Regeste
KI-generiertArt. 90 Ziff. 2 SVG, Art. 17 SVG; Road Traffic Act Amendment: Enhanced Penalties for Repeat Offenders: The core of the proposal is a three-tiered system: a minimum two-month license suspension for serious violations, a one-year suspension for a second offense within ten years, and a ten-year suspension for a third offense within the same period. The aim is to deter reckless driving, particularly speeding and other dangerous behaviors, by treating them similarly to drunk driving, and to remove incorrigible offenders from the road to protect public safety.
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KI-generiertThe motion proposes amendments to Article 17 of the Road Traffic Act concerning the duration of driving license suspension.
The increased penalties are aimed at serious endangerment of road safety, as defined in Article 90, item 2 of the Road Traffic Act.
Volltext
10. Dezember 1992 1233 Motion Bühler Robert
#ST# 92.3399 être retiré pour une des infractions susmentionées, ou si le
conducteur se rélève incorrigible.
Motion Bühler Robert L'aggravation des sanctions vise surtout à réprimer la mise en
danger grave de la sécurité des usagers de la voie publique,
Strassenverkehrsgesetz. Verschärfter au sens de l'article 90 chiffre 2 de la LCR, et non la simple viola-
Ausweisentzug bei wiederholter Gefährdung tion des règles de la circulation. Il y a lieu en particulier d'assi-
der Verkehrssicherheit miler l'excès de vitesse et les autres comportements dange-
Loi sur la circulation routière. reux à la conduite en état d'ivresse.
La durée minimale du retrait de permis en cas d'infraction
Retrait de permis prolongé en cas de mise grave doit être de deux mois, soit le minimum actuel en cas de
en danger répétée de la sécurité routière conduite en état d'ébriété. La récidive doit être punie par une
sévère aggravation de la sanction. Le modèle à trois degrés
doit servir de ferme mesure de dissuasion pour les conduc-
teurs à risque.
Il est notoire que, en raison de la faible probabilité de se faire
Wortlaut der Motion vom 29. September 1992 surprendre par la police, un conducteur peut être tenté de vio-
Der Bundesrat wird ersucht, eine Aenderung des Strassen- ler les règles de la circulation jusqu'à ce qu'il subisse un retrait
verkehrsgesetzes (SVG, SR 741.01) im folgenden Sinn vor- répété de permis.
zulegen: Le retrait de 10 ans, enfin, doit permettre de s'assurer que les
Artikel 17, Dauer der Führerausweis-Entzuges conducteurs manifestement incorrigibles, qui constituent une
Die Dauer des Entzuges von Führer- oder Lernfahrausweisen menace pour la sécurité, doivent être mis rigoureusement
ist nach den Umständen festzusetzen; sie beträgt jedoch bei hors d'état de circuler, afin de protéger les autres usagers de la
grober Verkehrsregelverletzung, bei Fahren in angetrunke- voie publique.
nem Zustand sowie bei Vereitelung einer Blutprobe: Les sanctions proposées, ainsi que la période de 10 ans, s'ins-
1. mindestens 2 Monate; pirent de la pratique suivie actuellement dans plusieurs can-
2. mindestens ein Jahr, wenn dem Führer innert zehn Jahren tons à l'égard des conducteurs pris de boisson.
seit Ablauf eines früheren Entzuges erneut wegen einer der er-
wähnten Widerhandlungen oder allgemeiner Unverbesser- Mitunterzeichner - Cosignataires: Büttiker, Loretan, Onken,
lichkeit der Ausweis entzogen werden muss; Rhinow, Seiler Bernhard, Simmen (6)
3. zehn Jahre, wenn dem Führer innert zehn Jahren seit Ablauf
eines früheren Entzuges zum dritten Mal der Ausweis wegen Bühler Robert: Mit meinem Vorstoss will ich nicht die kleinen
einer der erwähnten Widerhandlungen oder allgemeiner Un- Verkehrssünder treffen. Diese zu kriminalisieren wäre falsch.
verbesserlichkeit der Ausweis entzogen werden muss. Die vorgeschlagene Verschärfung zielt im wesentlichen auf
Die Verschärfung zielt im wesentlichen auf die schwere Ge- die schwere Gefährdung der Verkehrssicherheit Einerseits
fährdung der Verkehrssicherheit (Art. 90 Ziff. 2 SVG), und nicht sollen Raser und bewusste Risikofahrer härter angepackt und
auf die einfache Verkehrsregelverletzung. Raserei und andere Unbelehrbare aus dem Verkehr gezogen werden. Anderer-
gefährliche Vergehen sollen rechtlich dem Fahren in ange- seits soll erreicht werden, dass im Strassenverkehr wieder ver-
trunkenem Zustand angeglichen werden. mehrt die allgemeine Sorgfalts- und Rücksichtspflicht Einzug
Die Mindestdauer beim ersten Ausweisentzug wegen schwe- hält. Jeder Verkehrsteilnehmer, der sich korrekt verhält, sollte
rer Gefährdung soll zwei Monate betragen - wie bisher beim darauf vertrauen können, dass sich die anderen Beteiligten an
Fahren in angetrunkenem Zustand. Für den Wiederholungs- geltende Regelungen halten und ihn nicht mutwillig ge-
fall soll hingegen automatisch eine massive Verschärfung der fährden.
Massnahme drohen. Das vorgeschlagene Dreistufenmodell Nicht wenige der im Strassenverkehr verletzten oder tödlich
wird sich namentlich unter den Risikofahrern rasch etablieren verunfallten Personen hatten sich korrekt verhalten. Sie wur-
und dadurch zu einer abschreckenden Sanktionsandrohung den das Opfer von vermeidbarem Fehlverhalten einer relativ
werden. kleinen Minderheit.
Zu beachten ist, dass bei der relativ kleinen Wahrscheinlich- Seit Einreichung der Motion - das ist erst knapp drei Monate
keit, von der Polizei erfasst zu werden, ein Lenker notorisch die her- sind 150 Menschen im Strassenverkehr getötet und zirka
Verkehrsregeln missachten muss, bis es schliesslich zu einem 2000 verletzt worden. Uebersetzte Geschwindigkeit ist sehr oft
wiederholten Ausweisentzug kommt. die Ursache. Sie mag auf Unerfahrenheit zurückzuführen sein,
Der Ausweisentzug von 10 Jahren schliesslich soll sicherstel- und da können verschiedene Massnahmen wie Aufklärung,
len, dass erwiesenermassen unverbesserliche Risikofahrer Appelle, Erziehungskurse usw. wirksam sein. Für Wiederho-
zum Schutz der übrigen Verkehrsteilnehmer konsequent aus lungstäter - ich scheue mich nicht, hier das Wort «Täter» zu
dem Verkehr gezogen werden. verwenden -, die aus Charaktermängeln rücksichtslos fahren,
Dieses Konzept, wie auch der Zeitrahmen von zehn Jahren, kann nur der vorübergehende oder dauernde Ausweisentzug
orientiert sich an der heutigen Praxis verschiedener Kantone für Abhilfe sorgen. Dazu kommt, dass die Administrativbehör-
betreffend Fahren in angetrunkenem Zustand. den - hier geht es um Administrativ/verfahren - relativ rasch
handeln können, rascher als Strafbehörden.
Das vorgeschlagene Dreistufenmodell soll insbesondere Ra-
Texfe de la motion du 29 septembre 1992 serei rechtlich dem Fahren in angetrunkenem Zustand anglei-
Le Conseil fédéral est chargé de modifier la loi sur la circula- chen; das gleiche gilt für die Vereitelung einer Blutprobe. Der
tion routière (LCR, RS 741.01 ) conformément à ce qui suit: Ausweisentzug von 10 Jahren - dritte Stufe - ist eine harte
Article 17, Durée du retrait de permis de conduire Massnahme und soll sicherstellen, dass erwiesenermassen
La durée du retrait du permis de conduire ou d'élève conduc- unverbesserliche Risikofahrer zum Schütze der übrigen Ver-
teur sera fixée selon les circonstances, mais elle sera néan- kehrsteilnehmer konsequent aus dem Verkehr gezogen wer-
moins, en cas de violation grave des règles de la circulation, den können.
de conduite en état d'ébriété, ainsi qu'en cas de refus d'un test Das Ziel des Vorstosses ist aber nicht in erster Linie die ver-
sanguin: schärfte Ahndung von Verkehrsregelverletzungen, sondern
1. de deux mois au minimum; die präventive Wirkung solcher Verschärfungen.
2. d'un an minimum lorsque le permis doit à nouveau, pen- Ich bitte Sie, die Motion zu überweisen.
dant les dix ans qui suivent l'expiration d'un retrait antérieur,
être retiré pour une des infractions susmentionnées, ou si le Bundesrat Koller: Der Bundesrat geht mit den beiden Grund-
conducteur se révèle incorrigible; anliegen des Motionärs einig. Diese bestehen darin, dass die
3. de dix ans lorsque le permis doit, pour la troisième fois au Mindestentzugsdauer des Führerausweises bei grober Ver-
cours des dix ans qui suivent l'expiration d'un retrait antérieur, kehrsregelverletzung und Vereitelung der Blutprobe derjeni-
Formation, marché du travail, concurrence. Interventions 1234 10 décembre 1992
gen beim Fahren in angetrunkenem Zustand angeglichen 92.3211
wird. Das ist gerechtfertigt, weil wirklich keinerlei Grund be-
steht, beispielsweise rücksichtslose Raser gegenüber Alko- Motion Coutau
holtätern zu bevorzugen. Auch das weitere Ziel des Vorstos-
ses - längere Mindestentzugsdauer bei gefährlichen Wieder- Belebung der Wirtschaft und
holungstätern - soll bei der nächsten SVG-Revision zusam- Stärkung des Wettbewerbs
men mit einer Reihe anderer Massnahmen zur Erhöhung der Revitalisation de l'économie. Renforcement
Verkehrssicherheit - ich nenne die Atemprobe ohne Anzei- de la concurrence
chen von Angetrunkenheit, Zweiphasenausbildungsmodell,
Punktesystem usw. - in einem Vernehmlassungsverfahren zur Fortsetzung - Suite
Diskussion gestellt werden.
Wenn wir trotzdem, Herr Bühler Robert, nur Annahme als Po- Siehe Seite 1211 hiervor - Voir page 1211 ci-devant
stulat beantragen, so deshalb, weil Ihre Motion sehr detaillierte
Bestimmungen enthält, die uns sowohl bei der Eröffnung wie
nach dem Vernehmlassungsverfahren überhaupt keine Hand-
lungsfreiheit mehr lassen würden. Es sind dies vor allem die
Fristen und Tatbestände, die noch einer Ueberprüfung bedür-
fen. Zudem rechtfertigt eine 10 Jahre zurückliegende Verfeh- Präsident: Herr Plattner hat heute Geburtstag; ich möchte
lung, auch wenn sie schwer war, nicht automatisch in jedem ihm herzlich gratulieren. (Beifall)
Fall die vorgesehene Verschärfung. Ausnahmen müssen
nach dem Verschuldensprinzip möglich werden.
Wir haben zudem mit Ihren Fristen gewisse Schwierigkeiten, Uhlmann: Das engagierte Votum unseres Bundesrates Jean-
weil sie der Revision von Admas, dem zentralen Register der Pascal Delamuraz von gestern hat mich schon etwas betroffen
Verwaltungsmassnahmen, die wir aufgrund des Postulates gemacht Volk und Stände haben den EWR-Vertrag abge-
Gadient jüngst durchgeführt haben, widersprechen. Hier soll- lehnt, das wissen Sie. Demokratie und Rechtsstaatlichkeitver-
ten wir noch eine gewisse Handlungsfreiheit bewahren, wäh- langen, dass dieser Entscheid des Souveräns als absolut ver-
rend wir in den beiden Hauptanliegen mit Ihnen einiggehen. bindlich akzeptiert wird. Es ist verständlich, dass dies für die
Aber aus diesem mehr formellen Grund müssen wir Sie bitten, Unterlegenen und auch für den Bundesrat im ersten Augen-
die Motion nur als Postulat zu überweisen. blick nicht einfach ist. Aber Behörden, Parlament, Parteien,
Wirtschaftsverbände und Gewerkschaften müssen zur Kennt-
Bühler Robert: Vorerst danke ich dem Bundesrat, dass er be- nis nehmen, dass sich das Volk und die Stände für einen ande-
reit ist, diese verschärften Bestimmungen in die nächste Revi- ren Weg als den vorgezeigten entschieden haben. Ich möchte
sion des Gesetzes aufzunehmen. das hier in aller Deutlichkeit sagen.
Ich bin mit der Umwandlung in ein Postulat einverstanden. Es geht jetzt darum, dass wir aufgrund dieses Entscheides das
Beste aus der Situation machen - und zwar gemeinsam. Da
Ueberwiesen als Postulat - Transmis comme postulat geht es nicht an, dass man jetzt wieder Horrorszenarien ent-
wickelt. Ich bin an sich sehr froh darüber, dass heute morgen
im «Tages-Anzeiger» bereits klar aufgezeigt worden ist, dass
diese Situation für die Wirtschaft auch eine Chance bedeutet.
Ich will jetzt nicht weiter auf diese Situation eingehen; ich
#ST# 92.3209 möchte einfach bitten, dass jetzt alle, ob Befürworter oder
Gegner, objektiv an der Sache arbeiten und nicht irgendwel-
Motion Kündig che Schuldzuweisungen vornehmen.
Reform des schweizerischen Aus- Ich bin einverstanden, wenn der Bundesrat den Teil meines
Vorstosses, der Bundesrecht betrifft, als Motion übernimmt
und Weiterbildungssystems und den anderen Teil als Postulat
Formation de base et formation
continue. Réforme du système suisse M. Coutau: Pour ma part, j'ai été aussi extrêmement impres-
sionné par les déclarations que le chef du Département de
Fortsetzung - Suite l'économie publique nous a communiquées hier après-midi,
mais je dois dire à M. Uhlmann que je n'ai jamais entendu
Siehe Seite 1209 hiervor - Voir page 1209 ci-devant dans le discours de M. Delamuraz un refus quelconque du
verdict populaire. Je l'ai entendu regretter ce verdict, mais je
ne l'ai pas entendu le mettre en cause. Par conséquent, je
m'étonne que l'on puisse lui faire les reproches que vous ve-
nez de lui adresser.
D'autre part, en ce qui concerne la motion et le texte que nous
avons déposés, je remercie le Conseil fédéral d'avoir accepté
cinq propositions sous forme de motion et une proposition
92.3210 sous forme de postulat Je m'en satisfais et je vous invite à sui-
vre cette recommandation.
Motion Uhlmann
Iten Andreas: Die Einschätzung der Lage der Schweiz nach
Reformen in der schweizerischen der Abstimmung vom 6. Dezember durch Bundesrat Delamu-
Arbeitsmarktpolitik raz war sehr aufschlussreich und zeigt, mit welchen wirtschaft-
Réforme de la politique du marché lichen und politischen Schwierigkeiten wir in Zukunft zu rech-
du travail en Suisse nen haben. Ich schliesse mich dem an, was Herr Coutau so-
eben in Erwiderung auf das Votum von Herrn Uhlmann gesagt
Fortsetzung- Suite hat Ich glaube, Herr Delamuraz hat nicht den demokratischen
Entscheid bestritten, sondern auf die Konsequenzen und Fol-
Siehe Seite 1210 hiervor - Voir page 1210 ci-devant gen hingewiesen, die sich kurz nach der Abstimmung ab-
zeichnen. Das war legitim, und das war auch richtig so.
Langfristig führt kein Weg an einem Vertrag mit der EG vorbei;
davon bin ich überzeugt Da hilft es auch nichts, wenn Chri-
stoph Blocher die Ablehnung des EWR-Vertrages als morali-
Schweizerisches Bundesarchiv, Digitale Amtsdruckschriften
Archives fédérales suisses, Publications officielles numérisées
Archivio federale svizzero, Pubblicazioni ufficiali digitali
Motion Bühler Robert Strassenverkehrsgesetz. Verschärfter Ausweisentzug bei
wiederholter Gefährdung der Verkehrssicherheit
Motion Bühler Loi sur la circulation routière. Retrait de permis prolongé en cas de mise en
danger répétée de la sécurité routière
In Amtliches Bulletin der Bundesversammlung
Dans Bulletin officiel de l'Assemblée fédérale
In Bollettino ufficiale dell'Assemblea federale
Jahr 1992
Année
Anno
Band VI
Volume
Volume
Session Wintersession
Session Session d'hiver
Sessione Sessione invernale
Rat Ständerat
Conseil Conseil des Etats
Consiglio Consiglio degli Stati
Sitzung 08
Séance
Seduta
Geschäftsnummer 92.3399
Numéro d'objet
Numero dell'oggetto
Datum 10.12.1992 - 08:00
Date
Data
Seite 1233-1234
Page
Pagina
Ref. No 20 022 269
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