Relevance of EEA-Related Equalization Payments Motion Found Moot
Legislator-Zusammenfassung
KI-generiertThe court dismissed a motion that sought to obligate the federal council to increase regional equalization payments to cantons experiencing temporary fiscal losses due to the European Economic Area. The court reasoned that the motion was no longer relevant because the European Economic Area agreement had been rejected, rendering the original premise for the motion obsolete. Therefore, the court concluded that the motion should be withdrawn.
Legislator-Regeste
KI-generiertArt. 108 al. 1 let. a LTF; Relevance of EEA-Related Equalization Payments Motion Found Moot: The court reasoned that the motion was no longer relevant because the European Economic Area agreement had been rejected, rendering the original premise for the motion obsolete. Therefore, the court concluded that the motion should be withdrawn.
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KI-generiertVerwandte Entscheide
KI-generiertZentrale Rechtsfragen, extrahiert von Legislator
KI-generiertThe appeal was declared inadmissible because it was filed against a final decision.
Volltext
Interpellation Büttiker 12 1er mars 1993
Ich muss Sie deshalb dringend bitten, die Motion Rhyner zu Texte de la motion du 28 septembre 1992
überweisen und damit den Bundesrat zu verpflichten, im Rah- La réalisation des quatre libertés entraînera un renforcement
men einer neuen Finanzordnung den Wohnungsbau nicht zu- de la concurrence dans les pays de l'EEE, la pression concur-
sätzlich zu belasten. rentielle sera notamment plus soutenue dans les régions fron-
talières de la Suisse.
Bundesrat Stich: Es ist auch für mich klar, dass Wohnen ein Le degré de sensibilité se fera en particulier plus fort en Suisse
elementares Recht des Bürgers sein sollte und dass er sich romande où le marché intérieur: commerce, artisanat, cons-
eine Wohnung leisten können sollte. Aber hier muss ich ganz truction et génie civil, voire certaines branches industrielles,
einfach sagen: Sie rennen offene Türen ein! Der Bundesrat hat ressentira en direct les effets de la différence des prix pratiqués
Ihnen nichts vorgeschlagen, was im Moment zu einer Verteue- outre-frontière.
rung führen würde, wirklich nichts. Dès lors, afin de faire face aux répercussions régionales tem-
Dieses Geschäft ist jetzt bei Ihnen zur Behandlung. Ich kann poraires dues à l'EEE, nous invitons le Conseil fédéral à aug-
nicht für Sie entscheiden. Sie werden über die neue Finanz- menter les montants compensatoires au titre de la péréqua-
ordnung entscheiden. tion régionale, aux cantons qui subiraient une perte de subs-
Diese Motion könnte ich allerhöchstens vielleicht für die über- tance fiscale passagère du fait de la mise en oeuvre de l'EEE.
nächste oder für die nächste Finanzordnung akzeptieren, im
Jahre 2004. Aber jetzt entscheiden Sie über die Finanzord- Mitunterzeichner - Cosignataires: Béguin, Bloetzer, Cavadini
nung. Es liegt an Ihnen, ob Sie das durchsetzen wollen, ja oder Jean, Delalay, Martin Jacques, Petitpierre, Reymond, Roth,
nein. Ich kann Ihnen da nicht helfen. Salvioni (9)
Deshalb beantrage ich Ihnen, die Motion abzuschreiben. Aber
wenn Ihnen das Wohnen am Herzen liegt, könnten Sie bei- M. Flückiger: Deux minutes suffiront pour rappeler que ma
spielsweise bei den Ihnen bekannten Banken dafür eintreten, motion du 28 septembre 1992 s'inscrivait dans la logique des
dass sie mit den Zinssätzen heruntergehen; denn seien wir préparatifs engagés en vue de la participation suisse à l'Es-
uns bewusst: Wir haben in der Schweiz zwischen 350 und 400 pace économique européen. Après le rejet de l'Accord EEE,
Milliarden Franken Hypothekarschulden; 1 Prozent würde force est d'admettre que ladite motion doit être rangée au mu-
eine Erleichterung von 3,5 bis 4 Milliarden Franken geben. Das sée des illusions perdues. Par ailleurs, il ne saurait être ques-
wäre viel besser als jedes Beschäftigungsprogramm und jede tion d'introduire une demande en réparation du préjudice subi
Steuerermässigung! du fait du choix majoritaire puisque, cantons frontaliers ou pas,
Ich bitte Sie also, die Motion abzuschreiben, so gut sie auch c'est toute la Suisse qui fera les frais de l'«étourderie démocra-
gemeint ist. tique» du 6 décembre 1992.
A tout le moins, conclurai-je le non-développement de ma mo-
Bühler Robert: Ich habe die Motion unterschrieben. Mir tion par le rappel d'une situation connue du Conseil fédéral,
scheint, das Vorgehen, wie Herr Bundesrat Stich es vor- mais sur laquelle on me permettra d'insister par opportunité
schlägt, ist richtig. Aber er müsste nur noch sagen: Die Motion en période de mauvaise conjoncture économique. Dans les
ist erheblich zu erklären und gleichzeitig abzuschreiben. Dann régions du pays les moins favorisées géographiquement,
ist alles in Ordnung. (Zwischenruf Bundesrat Stich: So wäre ich donc économiquement par rapport au centre de décision, on
einverstanden!) Die Motion ist erheblich zu erklären. Das Anlie- a parfois l'impression d'une indifférence croissante des nantis
gen wird aufgenommen. Dessen Erfüllung ist aber schon un- en dépit du fédéralisme et des solidarités qu'il est censé géné-
terwegs, deshalb kann man den Vorstoss abschreiben. rer. Dubitatif, on ne peut s'empêcher de comparer les moyens
Ich bitte Sie, mit einer kleinen Nuance dem Herrn Bundesrat zu engagés en matière d'infrastructure auxquels la Confédéra-
folgen. tion participe financièrement selon que la région - canton ou
groupe de cantons- est influente ou modeste. Si l'on veut bien
Rhyner: Das ist mehr als eine Nuance! réfléchir aux effets d'une politique qui, schématiquement, s'ex-
prime ainsi: le 7 mars, 20 centimes de taxes supplémentaires
Abgeschrieben - Classé sur l'essence, sinon le robinet des subventions pour l'achève-
ment des dernières routes nationales en construction sera
coupé; ou encore, les CFF doivent économiser: fort bien, ils le
feront sur le dos du trafic régional, on comprendra alors les
#ST# 92.3395 frustrations qui s'expriment en région excentrée.
Sur l'objet précis de la motion, comme déjà dit, on ne peut que
Motion Flückiger constater que les conditions pertinentes d'une bonne suite ne
Zeitlich begrenzte Hilfe an sont pas données ni ne le seront avant longtemps. Par consé-
quent, je retire purement et simplement cette motion.
einzelne Regionen
Aides régionales temporaires Zurückgezogen - Retiré
Wortlaut der Motion vom 28. September 1992
Die Verwirklichung der vier Freiheiten wird zur Folge haben, #ST# 92.3398
dass die Konkurrenz in den Ländern des EWR grösser wird.
Der Konkurrenzdruck wird namentlich in den Grenzregionen Interpellation Büttiker
der Schweiz stärker sein. Münzprobleme ohne Ende
Besonders die französische Schweiz wird davon empfindlich
getroffen werden. Dort wird der einheimische Markt, Handel, Des problèmes sans fin sur
Handwerk, Bauwesen und gewisse Industriezweige, den Ein- le marché des monnaies métalliques
fluss der Preisunterschiede zum Ausland direkt zu spüren be-
kommen. Damit die zeitlich begrenzten, nachteiligen Auswir-
kungen auf einzelne Regionen besser aufgefangen werden
können, ersuchen wir den Bundesrat, die Ausgleichszahlun-
gen im Rahmen des regionalen Finanzausgleichs für diejeni- Wortlaut der Interpellation vom 28. September 1992
gen Kantone zu erhöhen, die durch die Verwirklichung des Das Debakel bei den Jubiläumsgoldmünzen 1991 mit Verlu-
EWR eine vorübergehende Einbusse der Steuereinkünfte hin- sten in zweistelliger Millionenhöhe ist noch nicht abgeschlos-
nehmen müssen. sen, und schon zeichnen sich aufgrund der schlechten Vorbe-
1. März 1993 13 Interpellation Büttiker
Stellungen für das silberne 20-Franken-Stück, das am 20. Ok- reits ein neuer Münzenärger anbahnen, denn das auf den
tober 1992 in Umlauf kommen soll, neue Probleme ab. Des- 20. Oktober 1992 in Umlauf gekommene silberne 20-Fran-
halb frage ich den Bundesrat an: ken-Stück wird den vom Finanzdepartement veranschlagten
1. Welche Lehren und Konsequenzen wurden aus dem Jubilä- Prägegewinn von 10 Millionen Franken nur etwa zur Hälfte er-
umsgoldmünzen-Debakel 1991 gezogen? reichen.
2. Wäre es denkbar, die beschlossene Einschmelzaktion zu Die schweizerische Numismatikszene spricht offen von einem
stoppen, damit die Einschmelzkosten zu sparen und die 250- völlig missratenen Münzenbild. Das Stacheldrahtmotiv auf ei-
Franken-Goldstücke auch an den PTT-Schaltern anzubieten? ner Münze, die der Flüchtlingsmutter des Zweiten Weltkrieges,
Verlangen die PTTfür eine solche Aktion mehr als die Banken? Gertrud Kunz, gewidmet ist, vermag wohl den künstlerischen
3. Trifft es zu, dass für das silberne 20-Franken-Stück anstatt Ansprüchen einer Insiderjury durchaus zu genügen. Allein,
mit dem vorgeschlagenen Prägegewinn von 10 Millionen das Stacheldrahtmotiv passt nicht zu Gertrud Kunz, und an
Franken nur mit einem solchen von 4 bis 4,5 Millionen Franken den Münzenmarkt, an die Käufer der Münzen, wurde einmal
gerechnet werden kann? mehr nicht gedacht
4. Welche Massnahmen hat der Bundesrat vorgesehen bezie- In der Präsentation der Münzen, bei der Vermeidung von Prä-
hungsweise bereits ergriffen, um ein erneutes Münzendeba- gemängeln, beim Marketing oder bei der Zusammensetzung
kel zu verhindern? der Jury müssen unbedingt neue Wege eingeschlagen wer-
5. Ist der Bundesrat nicht auch der Ansicht, dass bei der Mün- den. Sonst stehen wir bald wieder vor der bangen Frage, wie
zenpräsentation, bei der Verhinderung von Prägemängeln ein neues Münzendebakel mit entsprechenden Millionenver-
und vor allem beim Münzenmarketing sofort etwas passieren lusten für den Bund, was vor allem der Kulturbereich «ausba-
muss? den müsste», gerade noch rechtzeitig abgewendet werden
6. Wäre es nicht sinnvoll, bei der Auswahl von Münzmotiven kann, Herr Bundesrat.
neben der Jury vermehrt auch die Käufer in den Entschei-
dungsprozess einzubeziehen? Wäre es nicht besser, minde- Bundesrat Stich: Der Herr Interpellant spricht von einem De-
stens eine Seite der Münzen an die Geldmotive anzupassen? bakel der Jubiläumsgoldmünzen 1991 mit Verlusten in zwei-
stelligen Millionenbeträgen. Diese Annahme trifft nicht zu. Ver-
Texte de l'interpellation du 28 septembre 1992 luste sind aus dieser Aktion für den Bund keine entstanden, im
L'échec désastreux de la vente des pièces d'or frappées pour Gegenteil: Per Ende März 1992 wurde gegenüber der Finanz-
les 700 ans de la Confédération, qui a déjà coûté plusieurs di- delegation der eidgenössischen Räte ein Prägegewinn der
zaines de millions de francs, entraînera encore d'autres per- Sondermünzen 1991 von 27,5 Millionen Franken ausgewie-
tes. De plus, vu le petit nombre de commandes faites à sen. Damit ist der Prägegewinn wesentlich tiefer ausgefallen
l'avance, nous allons au-devant de nouveaux problèmes avec als erwartet. Es sind jedoch allgemein zu hohe Erwartungen in
la pièce de vingt francs en argent, qui doit entrer en circulation diese Münzen gesteckt worden. Dies zeigte sich auch in den
le 20 octobre 1992. Je demande au Conseil fédéral de répon- allzu umfangreichen Bestellungen der Banken, was zu unver-
dre aux questions suivantes: hältnismässig grossen Rückflüssen an die Nationalbank
1. Quelles conclusions a-t-il tirées de l'échec de 1991 ? führte und damit die Beantragung eines Nachtragskredites für
2. Pourrait-on arrêter la fonte des pièces afin d'économiser les 1992 notwendig machte. Auch im zweiten Quartal 1992 erfolg-
coûts qu'elle entraîne et vendre les pièces d'or de 250 francs ten noch erhebliche Rückflüsse an Goldmünzen. Nach Be-
aux guichets des bureaux de poste? Les PTT demandent-ils kanntgabe der Herabsetzung der Auflage auf 490 000 Stück
plus que les banques pour participer à cette opération? versiegten diese jedoch. Weil auch der Goldpreis inzwischen
3. Est-il vrai que la frappe des pièces de vingt francs en argent massiv gesunken ist, dürfte sich der Prägegewinn mittlerweile
rapportera sans doute seulement 4 à 4,5 millions de francs au auf gegen 20 Millionen Franken reduziert haben.
lieu des 10 millions prévus? Rückflüsse gab es bisher bei allen als Zahlungsmittel aner-
4. Quelles mesures le Conseil fédéral a-t-il prises ou prévu de kannten Gedenkmünzen, allerdings nicht in diesem Umfang.
prendre pour éviter un nouvel échec? Diese Münzen wieder in Umlauf zu bringen ist praktisch fast
5. Ne pense-t-il pas lui aussi qu'il faut réagir immédiatement en unmöglich. In den Medien wird oft dem unbefriedigenden Su-
améliorant la présentation des pièces, en veillant à ce qu'elles jet die Schuld am enttäuschenden Verkaufserfolg gegeben.
n'aient pas de défauts et surtout en prenant des mesures de Dies mag zum Teil zutreffen. Es darf jedoch nicht übersehen
marketing? werden, dass im Falle der Sondermünzen 1991 die Aufnahme-
6. Ne serait-il pas judicieux d'accroître la participation des fähigkeit des Marktes überschätzt worden ist.
acheteurs à la décision que prend le jury quant au choix des Wie konnte dies geschehen? Wie wird überhaupt das Präge-
sujets représentés sur les pièces? Ne vaudrait-il pas mieux volumen der Gedenkmünzen festgelegt? Um mehr Marktnähe
qu'une des faces de la pièce porte un sujet la désignant zu gewinnen, werden seit Mitte der achtziger Jahre vor Prä-
comme numéraire? gung der Münzen der Handel und die Banken aufgefordert,
ihre Bestellungen einzureichen. Anschliessend legt das Fi-
Mitunterzeichner-Cosignataires: Bühler Robert, Cottier, Gem- nanzdepartementaufgrund der Bestellungseingänge das Prä-
perli, Loretan, Rhinow, Ruesch, Schallberger, Schmid Carlo gevolumen der auszugebenden Gedenkmünzen fest Dieses
(8) an sich bewährte Vorgehen hat bei den Sondermünzen 1991
nicht gespielt, da das spekulative Element, das mit der Her-
Büttiker: Bei den Jubiläumsgoldmünzen 1991 haben wir- ausgabe von Edelmetallmünzen verbunden ist, zu überhöh-
das ist bekannt - ein echtes Debakel erlebt Dem Bund sind ten Bestellungen geführt hat. Der massive Rückgang des
bekanntlich Prägegewinne in einem hohen, zweistelligen Mil- Goldpreises, die aufgetretenen Qualitätsprobleme bei den
lionenbetrag entgangen: Schlechte Präsentation, immer wie- Goldmünzen sowie die doch beschränkte Aufnahmefähigkeit
der auftauchende Prägemängel und ungenügendes Marke- des Marktes bewirkten in der Folge die unerwartet grossen
ting haben dazu geführt, dass der Bund auf fast der Hälfte der Rückflüsse.
Münzen sitzengeblieben ist. In dieser schwierigen Situation Zu den aufgeworfenen Fragen nimmt der Bundesrat wie folgt
wäre es für den Bund vorteilhafter gewesen, die Flucht nach Stellung:
vorne anzutreten, indem man die Einschmelzkosten hätte ein- Zu Frage 1 : Welche Lehren und Konsequenzen müssen aus
sparen und die 250-Franken-Goldstücke am Postschalter dem unbefriedigenden Ergebnis der Sondermünzen 1991 ge-
hätte abgeben können. Dies hätte zugleich die gewünschte zogen werden? Wir stellen fest, dass das geltende Bundesge-
Wirkung gehabt, in der denkbar einfachsten Form den Geld- setz über das Münzwesen den Anforderungen für die Heraus-
charakter der Münzen einem breiten Publikum zu demon- gabe von Edelmetallgedenkmünzen, insbesondere von Gold-
strieren. münzen, nicht zu genügen vermag. Der Umstand, dass die
Alles Innovative wurde unterlassen, und aus den gemachten Gedenkmünzen, mit Ausnahme der zum Nominalwert ver-
Fehlern wurden bei den zuständigen Stellen die Lehren nicht kauften Sammlermünzen, nicht über dem Nennwert, d. h. mit
gezogen. Sonst würde sich im Finanzdepartement nicht be- einem Agio, herausgegeben werden können, öffnet der Spe-
Interpellation Büttiker 14 1er mars 1993
kulation Tür und Tor. Wir werden daher zu gegebener Zeit eine der Innenseite des Kombi-Etuis braune Flecken auf der Silber-
Aenderung des Bundesgesetzes über das Münzwesen bean- münze.
tragen. Das Münzmarketing wurde bisher bewusst nicht besonders
Die Herausgabe einer Goldmünze war ein einmaliges, mit gepflegt, um nicht künstlich eine Nachfrage zu stimulieren. Die
dem Jubiläum der Eidgenossenschaft verbundenes Ereignis. 20-Franken-Gedenkmünzen können am Bankschalter ja je-
Die Herausgabe weiterer Goldmünzen steht gegenwärtig derzeit gegen eine 20-Franken-Banknote eingetauscht wer-
nicht zur Diskussion. Dagegen werden ab diesem Jahr an- den. Wir beabsichtigen jedoch, wie unter Ziffer 3 bereits er-
stelle der 5-Franken-Gedenkmünzen aus Kupfernickel 20- wähnt, durch gezielte Werbung und Schaffung zusätzlicher
Franken-Gedenkmünzen aus Silber herausgegeben. Verkaufsstellen, den Kreis der festen Abnehmer der schweize-
Zu Frage 2: Hierzu ist festzuhalten, dass bis heute nur beschä- rischen Gedenkmünzen zu erweitern. Grossflächige Werbung
digte Goldmünzen eingeschmolzen worden sind. Die Abgabe in der Schweiz kommt dagegen erst nach Anpassung des
der Sondermünzen 1991 an PTT-Schaltern wurde im Frühjahr Münzgesetzes und der Ausgabe der Gedenkmünzen mit ei-
dieses Jahres eingehend geprüft, wobei schliesslich nur der nem Agio in Frage.
Verkauf der Silbermünzen realisiert werden konnte. Es war Zu Frage 6: Um den gewünschten Prägegewinn von 10 Millio-
von vornherein klar, dass die Abgabe der Goldmünzen mit nen Franken pro Jahr erreichen zu können, muss gemäss An-
Etui zu 280 Franken erfolgen müsste, um die Banken nicht zu sicht des Bundesrates der Sujetwahl sowie der Darstellung
benachteiligen. Trotz der damit verbundenen logistischen des Sujets verstärkt Beachtung geschenkt werden. Für 1993
Probleme erklärten sich die PTT-Betriebe grundsätzlich bereit, hat der Bundesrat die Herausgabe einer Gedenkmünze zum
auch Goldmünzen zu verkaufen, vorausgesetzt, dass durch 500-Jahr-Jubiläum von Paracelsus beschlossen. In den Jah-
die Verkaufsprovision sämtliche Kosten der PTT inklusive ei- ren 1994 bis 1997 soll eine Serie «Landschaften der Schweiz»
nes angemessenen Gewinn- und Risikozuschlages abge- herausgegeben werden. Das sind Sujets, die eine gewisse An-
deckt werden könnten. Entscheidend für den Verzicht auf den ziehungskraft zu haben versprechen. Damit auch die Münzbil-
Verkauf der Goldmünzen an den PTT-Schaltern waren der in Zukunft vermehrt dem Geschmack der Käufer entspre-
schliesslich die Zinskosten auf dem brachliegenden Kapital chen, wurde die dafür zuständige Jury durch Zuzug je eines
unverkaufter Bestände im Betrage von jährlich etwa 15 Fran- Vertreters des Münzhandels und der Banken entsprechend er-
ken pro Münze. weitert.
Die Banken erhielten für die Verteilung und den Verkauf der Der Vorschlag, mindestens eine Seite der Gedenkmünzen an
Goldmünzen eine Provision von 4 Franken pro Münze. Sie die Motive der Umlaufmünzen anzupassen, ist weniger sinn-
konnten jedoch ihre Bestellungen zum Teil sofort weitergeben voll. Eine Münze kann nicht einer Persönlichkeit oder einem
und damit Zinskosten vermeiden. Die von Banken in Reserve Ereignis gewidmet sein, wenn die Bildseite die stehende Hel-
gehaltenen Münzen verursachen dagegen ebenfalls Zinsko- vetia darstellt. Zudem müssen Bild- und Wertseite der Münze
sten, für welche sie keine Vergütung erhalten. Eine Abgabe eine Einheit darstellen. Mit der Vorgabe der Wertseite würde
der Goldmünzen an PTT-Schaltern würde kaum viel bringen. die Gestaltung der Bildseite erheblich beeinträchtigt.
Der sich abzeichnende eher bescheidene Erfolg beim Verkauf
der Silbermünzen via PTT-Schalter bestätigt diese Annahme. Büttiker: Ich möchte Herrn Bundesrat Stich für die sehr um-
Zu Frage 3: Es trifft zu, dass aus dem Verkauf der 20-Franken- fangreiche Antwort danken. Ich bin von der Antwort befriedigt
Silbermünze, die Gertrud Kurz gewidmet ist, nur ein Prägege- mit der Ausnahme, dass man natürlich, wenn man Ziele nicht
winn von 4,5 Millionen Franken erwartet werden kann. Für die erreicht, auch Verluste zugeben kann - ohne Haarspalterei zu
Budgetierung wurde ein Bestellvolumen von gegen 1 Million betreiben.
Münzen angenommen, entsprechend ungefähr 40 Prozent
der bestellten Silbersondermünzen 1991. Handel und Banken
bestellten jedoch nur 325 000 Stück. Dabei darf nicht überse-
hen werden, dass Banken und Handel für Münzen, die zum Schluss der Sitzung um 20.00 Uhr
Nennwert verkauft werden, keine Provision erhalten und somit La séance est levée à 20 h 00
die Zinskosten nicht gedeckt sind.
Auch die gegenwärtige wirtschaftliche Lage sowie das Münz-
sujet hatten einen nicht zu unterschätzenden Einfluss auf die
Bestellmenge. Trotzdem wird der bisher mit den 5-Franken-
Gedenkmünzen erzielte Prägegewinn von 3,5 Millionen Fran-
ken um rund 1 Million Franken übertroffen. Es wird unsere Auf-
gabe sein, den Markt in den kommenden Jahren weiter auszu-
bauen.
Die Finanzverwaltung prüft gegenwärtig zusammen mit dem
Bundesamt für Kultur die Erschliessung weiterer Absatzka-
näle. Damit sowie mittels einer vermehrten Oeffentlichkeitsar-
beit soll inskünftig die Bestellmenge beziehungsweise der
Prägegewinn erhöht werden.
Zu Frage 4: Die geforderten Massnahmen zur Förderung der
Akzeptanz der schweizerischen Gedenkmünzen werden in
den Ausführungen zu den Fragen 5 und 6 dargestellt.
Zu Frage 5: Es ist grundsätzlich zu bemerken, dass auch in der
Vergangenheit die Münzbilder und die Prägequalität nicht so
schlecht waren, wie dies manchmal dargestellt wird, hat doch
die Eidgenössische Münzstätte schon verschiedene interna-
tionale Auszeichnungen erhalten. Prägemängel sind bisher
praktisch keine aufgetreten.
Die bei den Sondermünzen 1991 festgestellten Materialmän-
gel, an denen spezialisierte und renommierte Schweizer Lie-
feranten mitbeteiligt waren, sind auf ein Zusammentreffen
verschiedener unglücklicher Umstände zurückzuführen: Bei
der Produktion der Goldrondellen des Zulieferanten sowie
bei der Münzprägung erfolgte eine Verunreinigung der Gold-
münze durch Silberstaub, was verschiedentlich zu rotbrau-
nen Punkten auf der Münze führte. Zudem verursachten ge-
ringe Schwefelanteile in der Druckfarbe des Schriftzuges auf
Schweizerisches Bundesarchiv, Digitale Amtsdruckschriften
Archives fédérales suisses, Publications officielles numérisées
Archivio federale svizzero, Pubblicazioni ufficiali digitali
Interpellation Büttiker Münzprobleme ohne Ende
Interpellation Büttiker Des problèmes sans fin sur le marché des monnaies métalliques
In Amtliches Bulletin der Bundesversammlung
Dans Bulletin officiel de l'Assemblée fédérale
In Bollettino ufficiale dell'Assemblea federale
Jahr 1993
Année
Anno
Band I
Volume
Volume
Session Frühjahrssession
Session Session de printemps
Sessione Sessione primaverile
Rat Ständerat
Conseil Conseil des Etats
Consiglio Consiglio degli Stati
Sitzung 01
Séance
Seduta
Geschäftsnummer 92.3398
Numéro d'objet
Numero dell'oggetto
Datum 01.03.1993 - 18:15
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Data
Seite 12-14
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