Military Bands Reduction and National Defense Spirit
Legislator-Zusammenfassung
KI-generiertThis case concerns a proposal to reduce the number of military bands as part of the "Armée 95" reform, which the proposer argued would diminish their crucial role as a link between the army and the public, thereby weakening national defense spirit. The Federal Council acknowledged the importance of military bands but stated that a complete fulfillment of the proposal was impossible due to personnel and structural limitations arising from the reform, though it agreed to increase the size of some remaining bands and allow for officer training paths for band leaders, ultimately accepting the proposal in principle while considering it substantially fulfilled.
Legislator-Regeste
KI-generiertArt. --; Military Bands Reduction and National Defense Spirit: The Federal Council acknowledged the importance of military bands but stated that a complete fulfillment of the proposal was impossible due to personnel and structural limitations arising from the reform, though it agreed to increase the size of some remaining bands and allow for officer training paths for band leaders, ultimately accepting the proposal in principle while considering it substantially fulfilled.
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KI-generiertThe motion was adopted.
Volltext
Postulat Bühler Robert 1132 2 décembre 1992
glaube, sie wissen auch um die Bedeutung dieses Auftrages. Mitunterzeichner - Cosignataires: Bloetzer, Büttiker, Danioth,
Deshalb haben die Vertreter der Amerikaner auch spezielle In- Frick, Iten Andréas, Loretan, Morniroli, Ruesch, Schiesser,
formationsveranstaltungen durchgeführt - im Wallis, in Genf, Schule, Simmen (11)
in Freiburg, soweit ich weiss-, um gezielt Kontakte in solchen
Regionen zu suchen. Sie sind selbstverständlich jederzeit be-
reit, auf Wunsch von Regionen weitere derartige Veranstaltun-
gen durchzuführen, falls das Bedürfnis dafür besteht Bühler Robert: Der Vorstoss «Militärspiele» betrifft eines der
wirkungsvollsten Bindeglieder zwischen Armee und Bevölke-
M. Flückiger: J'exprime ma gratitude à M. leconseillerfédéral rung. Die Anzahl Spiele soll mit der Armeereform 95 von 92 auf
pour les informations actualisées qu'il nous a données, qui zirka 50 reduziert werden.
laissent supposer que les retombées économiques que l'on Die Militärmusik hat mindestens drei Hauptaufgaben zu erfül-
peut attendre des compensations prévues dans le cadre de la len: eine militärische, eine kulturelle und schliesslich - das ist
fabrication du F/A-18 satisferont l'ensemble des régions de von mir aus gesehen ihre Hauptfunktion - eine Scharnierfunk-
notre pays. Je crois que d'un certain point de vue psychologi- tion zwischen Armee und Bevölkerung. Damit ist auch die För-
que, dans le contexte qui est connu, cela n'est pas indifférent, derung des Wehrwillens verbunden.
Monsieur le Conseiller fédéral. Aussi, je me déclare satisfait et 1. Zur militärischen Aufgabe: Die Trompeter verrichten einer-
vous remercie encore une fois. seits Sanitätsdienst, und andererseits haben sie musikalische
Aufträge der Truppen zu erfüllen: Fahnenübernahmen, Fah-
nenabgaben usw. Unter diesem Gesichtspunkt mag die mas-
sive Kürzung von weit über 40 Prozent eine gewisse Berechti-
#ST# 92.3392 gung haben; denn der Truppenbestand der «Armee 95» wird
in etwa analog gekürzt
Postulat Bühler Robert 2. Zur kulturellen Aufgabe: Die Pflege der konzertanten Musik
gehört zum kulturellen Auftrag der Militärspiele wie die Pflege
«Armée 95». Militärspiele der volkstümlichen Tradition. Die schweizerische Militärmusik
«Armée 95». Fanfares militaires ist mit unserem zivilen Blasmusikwesen stark verwachsen. Ich
zitiere Albert Benz, der Ihnen ja nicht unbekannt ist: «Unser Mi-
lizsystem ermöglicht eine einzigartige Durchdringung ziviler
und militärischer Blasmusik: Beide geben, beide nehmen.»
Aus diesem Grunde ist es z. B. den Obwaldnern und Nidwald-
Wortlaut des Postulates vom 24. September 1992 nern nicht gleichgültig, ob ihre Militärspiele den Bestand von
Die Armee verfügt zurzeit über 92 Regiments- und Bataillons- Bataillonsspielen oder Regimentsspielen aufweisen. Die Ba-
spiele sowie über das Schweizer Armeespiel. Dazu kommen taillonsspiele sind Brass-Band-Formationen. Und weil in Ob-
die acht Rekrutenspiele pro Jahr, die mit fortgeschrittener Aus- walden und Nidwaiden ausschliesslich Harmoniemusik-Ver-
bildung als vollwertige Militärspiele eingesetzt werden kön- eine bestehen, finden ihre Holzbläser keine Verwendung in
nen. Gemäss momentanem Planungsstand der «Armee 95» den Militärspielen. Eine entsprechende Korrektur ist schon
sollen die Bestände der Militärspiele unverhältnismässig ge- längst fällig; deshalb die Forderung des Postulates: «Schaf-
kürzt werden, nämlich um rund 40 Prozent fung von Regimentsspielen.»
Die Militärspiele wirken als Bindeglied zwischen Volk und Ar- Nachwuchssorgen bestehen keine; denn nur zirka ein Drittel
mee und tragen wesentlich zu einem guten Image der Truppe der Interessenten kann heute berücksichtigt werden. Also aus
bei. Zweifellos stärken sie den Wehrwillen und fördern auf ihre kultureller Sicht ist ein massiver Abbau der Militärspiele kaum
Art die Wehrbereitschaft. begründbar.
Die radikale Kürzung hätte zur Folge, dass die Präsenz der 3. Zur dritten Aufgabe: Bindeglied. Die Militärspiele sind ein
Spiele in der Oeffentlichkeit stark zurückginge und sie so ihren hervorragendes Bindeglied zwischen Bevölkerung und Ar-
Oeffentlichkeitsauftrag wie ihre PR-Aufgabe nicht mehr wahr- mee. Nachdem die Armee immer mehr aus dem Bild der
nehmen könnten. Städte und Dörfer verschwunden ist, markieren die Militär-
Der Bundesrat wird, um auch in Zukunft die Präsenz der Mili- spiele auf sympathische und positive Weise die Präsenz der
tärspiele in der Oeffentlichkeit sicherstellen zu können, gebe- Armee in der Oeffentlichkeit. Sie sind ein starkes PR-Mittel, um
ten, dafür besorgt zu sein, dass mit der «Armee 95» folgende der vermehrten Armeefeindlichkeit entgegenzuwirken und
Spiele aufgestellt werden: 70 Regimentsspiele zu 62 Mann den Wehrwillen zu stärken. Einem Drittel der zivilen Spielein-
und das Schweizer Armeespiel. satzgesuche kann schon heute nicht mehr entsprochen
werden.
Texte du postulat du 24 septembre 1992 Durch die einschneidende Reduktion der Militärmusikbe-
L'armée dispose actuellement de 92 fanfares de régiment et stände werden die noch verbleibenden Spiele mehr funktio-
de bataillon ainsi que de la fanfare de l'armée suisse. A ce chif- nale Aufträge innerhalb der Armee übernehmen müssen.
fre il faut ajouter les 8 fanfares d'écoles de recrues par an qui Dazu kommen längere Reisezeit, zum Teil die Fünftagewoche
peuvent, lorsque leur formation est assez avancée, être enga- und der Zweijahresrhythmus.
gées comme véritable fanfare militaire. Or selon l'état actuel Zusammenfassend muss zu diesem Punkt gesagt werden,
d'avancement du Plan directeur de l'armée 95, il est prévu de dass die Anzahl Militärspiele als Bindeglied zwischen Bevölke-
réduire de façon disproportionnée l'effectif des fanfares militai- rung und Armee keine massive Kürzung erträgt, ja dem Wehr-
res, soit d'environ 40 pour cent willen schädlich ist Den Militärspielen kommt in Zukunft eine
Les fanfares militaires sont un élément de liaison entre le peu- noch grössere Bedeutung in wehrpsychologischer Hinsicht
ple et l'armée et contribuent pour une part importante à la zu; das müsste auch in der Armeereform berücksichtigt
bonne image de la troupe. Il ne fait aucun doute qu'elles ren- werden.
forcent la volonté de défense et favorisent à leur façon la pré- Mit dem Postulat fordern wir den Bundesrat auf, auf die Proble-
paration à la défense. matik zurückzukommen. Ein kleiner Schritt - wie ich gehört
La réduction radicale prévue aurait pour conséquence une habe - wurde bereits getan. Ich weiss auch, dass die im Po-
forte diminution des prestations publiques des fanfares et cel- stulat genannte optimale Zahl von 71 Spielen nicht erreicht
les-ci ne seraient plus en mesure de remplir leur mandat de werden kann. Fachleute sehen den Bestand von 61 Spielen
contact avec la population et leur tâche de relations publiques. aber als das äusserste Minimum. Dies wäre immer noch eine
Le Conseil fédéral est prié de faire en sorte que la présence Kürzung von 34 Prozent
des fanfares militaires au sein de la population continue d'être In diesem Sinne hoffe ich, Herr Bundesrat - Sie sind ja auch
assurée et que le Plan directeur de l'armée 95 prévoie ein Liebhaber von Blasmusik und von Militärspielen -, dass
70 fanfares de régiment de 62 hommes et la fanfare de l'armée Sie dem Postulat wohlgewogen sind und dass Sie, meine Da-
suisse. men und Herren, das Postulat überweisen.
2. Dezember 1992 1133 Postulat Bühler Robert
Bundesrat Villiger: Es wäre traurig, wenn ein Chef EMD, der ren und sich in einem Kurs im Zwischenjahr Konzerttournees
über 20 Jahre selber in der Dorfmusik geblasen hat, kein Herz widmen. Mit etwas Kreativität könnte man hier etwas heraus-
für die Blasmusik hätte. holen, damit die Auftritte doch möglichst befriedigend ver-
Der Bundesrat verkennt natürlich die Bedeutung der Militär- laufen.
spiele als wichtiges Bindeglied Armee-Bevölkerung -wie das Herr Bühler, als Sie das Postulat einreichten, war der Tiefpunkt
Herr Bühler Robert geschildert hat - nicht. Die Aufgaben der der Planung erreicht, auch in der KML, und ich habe deshalb
Spiele sind unbestritten. Sie sind auch in der «Armee 95» für das Einreichen Ihres Vorstosses Verständnis. Ich habe ge-
nötig. gen den ursprünglichen Beschluss der KML festgelegt, dass
Der Stellenwert der Militärspiele in der neuen Armee wird da- wir wieder um 5 Spiele aufstocken, nämlich den Panzerbriga-
durch noch unterstrichen, dass für die Spielführer und für die den und den Flieger- und Flab-Truppen noch je ein Spiel ge-
Spielinstruktoren in der «Armee 95» eine neue Gradstruktur ben. In einer nächsten Sitzung haben wir das Aufstocken der
eingeführt wird, und es wird die Möglichkeit zur Ausbildung Bataillonsspiele und in der Zwischenzeit zugleich diese Mög-
zum Offizier eingeführt. Das war ein altes Anliegen. Ein Militär- lichkeit der Offizierslaufbahn beschlossen. Von der Einrei-
spiel mit 60 Mann ist ja grösser als ein durchschnittlicher Füsi- chung Ihres Postulates bis heute haben wir das Maximum des
lierzug. Das, glaube ich, ist auch vom Prestige her, von den Möglichen erreicht
Möglichkeiten her, die man den Musikanten bietet, positiv zu In diesem Sinne schlage ich Ihnen vor, das Postulat anzuneh-
werten. men, es aber gleichzeitig als erfüllt abzuschreiben.
Nun stelle ich aber fest: Wie in vielen Bereichen wachsen auch
hier mit jedem Zugeständnis anscheinend die Ansprüche. Das Bühler Robert: Vorerst möchte ich mich ganz herzlich dafür
Postulat von Herrn Bühler Robert liegt an sich genau in der bedanken, dass man diese Bataillonsspiele in Regiments-
Richtung, wie der Bundesrat und das EMD die «Armee 95» se- spiele umwandelt Das ist ein Anliegen insbesondere des
hen. Es kann von der Stossrichtung her angenommen und in Blasmusikwesens. Ferner danke ich auch, dass der Tiefpunkt
wesentlichen Punkten auch realisiert werden, aber nicht in al- korrigiert wurde und jetzt mehr Spiele geschaffen werden.
len. Die vollständige Verwirklichung ist aus Gründen, die ich Einerseits könnte ich ja zufrieden sein, aber ich möchte trotz-
jetzt aufzählen möchte, nicht möglich: dem am Postulat festhalten. Ich halte nicht an diesen 71 Spie-
Man kann beim heutigen Stand nicht mehr von einem radika- len im Total fest, aber ein Minimum von 61 sollte erreicht wer-
len Abbau der Militärspiele sprechen. Heute zählen die 93 Mili- den. Das würde bedeuten, dass noch etwa 6 solche Spiele
tärspiele rund 4600 Angehörige. «Armee 95» wird nicht mit un- nicht aufgehoben werden sollten. Das sind 350 Soldaten
gefähr 50, sondern mit 54 Spielen einen Soll-Bestand von mehr, und deshalb bitte ich Sie: Stimmen Sie diesem Postulat
rund 3380 oder einen Kontrollbestand von 3920 Bläsern auf- zu, damit der Bundesrat noch einmal diese Problematik über-
weisen. Der Abbau der Anzahl Spiele entspricht also einer Re- prüfen kann und eventuell doch noch einige zusätzliche Mili-
duktion um rund 40 Prozent. Weil wir den Bestand aller neuen tärspiele schaffen wird!
Regimentsspiele generell auf 62 Spielleute aufstocken, be-
trägt der Abbau an Militärmusikern nur rund 27 Prozent und Abstimmung - Vote
liegt damit natürlich erheblich unter dem Gesamtabbau der Ar- Für Ueberweisung des Postulates 18 Stimmen
meebestände. Man kann sagen, dass die Militärspiele bei der Dagegen 9 Stimmen
Reorganisation der Armee sogar ausgesprochen gut weg-
kommen. Präsident: Ich möchte Sie noch kurz daran erinnern, dass
Für die Aufstellung der 54 Spiele in der «Armee 95» stehen sich die Kantone Wallis und Freiburg besonders freuen, Sie
derzeit bloss etwas mehr als 3500 Militärbläser zur Verfügung, heute zu empfangen. Herr Schmidhalter und ich würden uns
von denen zudem wegen der Aufhebung der Heeresklassen sehr freuen, wenn möglichst viele Kolleginnen und Kollegen
ein nicht geringer Teil nach 1995 nur noch einen Wiederho- am Fest teilnehmen könnten. Der Zug ins Wallis fährt um 12.45
lungskurs oder überhaupt keinen mehr machen muss. Mit än- Uhr auf Gleis 2 und der Zug nach Freiburg um 16.05 auf
dern Worten: Es können schon aus Bestandesgründen bei Gleis 1 ab.
der «Armee 95» höchstens 54 Militärspiele aufgestellt werden,
und es wäre wenig sinnvoll, Militärspiele mit Angehörigen auf-
zustellen, die keinen Dienst mehr zu leisten haben. Mit der
Realisierung der «Armee 95» werden 37 Landwehr-Infanterie- Schluss der Sitzung um 11.40 Uhr
regimente und 5 Spitalregimente aufgelöst Der Bundesrat La séance est levée à 11 h 40
sieht keinen Sinn darin, die Spiele dieser aufgelösten Trup-
penkörper in der «Armee 95» wieder zu übernehmen, wenn
deren Bestand nicht gesichert werden könnte. Würden wir in
der «Armee 95» im Sinne des Postulates 70 Regimentsspiele
beibehalten, würde der heutige Gesamtbestand der Bläser
nur um etwas Prozent herabgesetzt Eine solche unverhältnis-
mässige Privilegierung würde nicht verstanden.
Hingegen - hier kann ich Herrn Bühler und auch dem Vertreter
von Obwalden eine gute Mitteilung machen - ist der Bundes-
rat bereit, die 8 geplanten Bataillonsspiele, die in gewissen
Halbkantonen beziehungsweise Kleinkantonen wichtig sind,
von 31 auf 62 Mann zu Regimentsspielen aufzustocken. Man
kann Harmoniespiele machen und dadurch wird der Personal-
abbau etwas kleiner, als wir ihn ursprünglich vorgesehen
haben. Dieser Gesamtbestand - hier gebe ich Herrn Bühler
recht - ist wichtig für das schweizerische Blasmusikwesen
überhaupt, weil die Armeebläser in den normalen Dorfblasmu-
siken eine Art Ferment sind und man stolz darauf ist, einen Mili-
tärtrompeter zu haben. Sie bringen Know-how und kulturelles
Gut ein, dessen sind wir uns bewusst
Der Bundesrat bestreitet auch nicht, dass die Militärspiele ab
1995 in der Oeffentlichkeit etwas weniger präsent sein werden
als heute. Aber man kann durch gute Koordination die Effizi-
enz dieser Auftritte fördern. Es ist z B. nicht undenkbar, dass
man den Zweijahresrhythmus bei gewissen Spielen durchbre-
chen könnte, indem die Betroffenen zwei Halbkurse absolvie-
Schweizerisches Bundesarchiv, Digitale Amtsdruckschriften
Archives fédérales suisses, Publications officielles numérisées
Archivio federale svizzero, Pubblicazioni ufficiali digitali
Postulat Bühler Robert "Armée 95". Militärspiele
Postulat Bühler "Armée 95". Fanfares militaires
In Amtliches Bulletin der Bundesversammlung
Dans Bulletin officiel de l'Assemblée fédérale
In Bollettino ufficiale dell'Assemblea federale
Jahr 1992
Année
Anno
Band VI
Volume
Volume
Session Wintersession
Session Session d'hiver
Sessione Sessione invernale
Rat Ständerat
Conseil Conseil des Etats
Consiglio Consiglio degli Stati
Sitzung 03
Séance
Seduta
Geschäftsnummer 92.3392
Numéro d'objet
Numero dell'oggetto
Datum 02.12.1992 - 08:00
Date
Data
Seite 1132-1133
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Pagina
Ref. No 20 022 243
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