Parliamentary Postulates on Employment, Industry, and Housing
Legislator-Zusammenfassung
KI-generiertThis document contains several parliamentary postulates and their related responses. One postulate, by Rudolf Keller, concerns providing aid to long-term unemployed individuals by exploring options for temporary or permanent employment within federal administration or public institutions and investigating mandatory work programs with a living wage. The Federal Council agreed to consider this postulate. Another postulate, by François Loeb, seeks to integrate the textile and clothing industry into the European single market, as the current EWR agreement does not adequately address its key demands, such as passive refinement traffic and simplified origin rules. The Federal Council acknowledges this concern and will seek transitional solutions. Additionally, a postulate by Baumberger suggests differentiating regional cost limits for housing construction subsidies to support construction in high-cost areas, to which the Federal Council agreed. Finally, a postulate by Maître proposes easing control regulations for unemployment insurance given the deteriorating economic situation and rising unemployment, a measure the Federal Council also agreed to explore.
Legislator-Regeste
KI-generiertArt. 21 AVIV; Parliamentary Postulates on Employment, Industry, and Housing: neuen Zinskonditionen in der Regel sogar vorteilhafter. Der Li- tes integriert beziehungsweise kumuliert wurden.
Schlagwörter
KI-generiertZitierte Gesetzesbestimmungen
KI-generiertVerwandte Entscheide
KI-generiertVolltext
18. Dezember 1992 N 2753 Postulat Keller Rudolf
Ab 1. Januar 1993 wird eine neue Finanzierungsvereinbarung Schriftliche Begründung - Développement par écrit
zwischen der Schweizerischen Bankiervereinigung und dem Die Textil- und Bekleidungsindustrie ist zu Recht enttäuscht
Eidgenössischen Volkswirtschaftsdepartement zur Anwen- über den in ihrem Gebiet unbefriedigenden materiellen Gehalt
dung kommen. Danach kann jeder Pflichtlagerhalter, unab- des EWR-Vertrages. Die wesentlichsten Forderungen in be-
hängig von seiner Grosse oder individuellen Bonität, sein La- zug auf den passiven Veredelungsverkehr und die Vereinfa-
ger bei den Geschäftsbanken zum günstigen Libor-Satz (Ab- chung der Ursprungsregeln wurden nicht erfüllt. Eine volle
kürzung für «London inter-bank offered rate») finanzieren. Da- Teilnahme am europäischen Binnenmarkt für die Textilwirt-
bei kann er zwischen Laufzeiten von drei, sechs oder zwölf schaft wird deshalb erst bei einem Beitritt der Schweiz zur EG
Monaten wählen. Der Bund garantiert die gewährten Kredite. möglich sein.
Diese Garantie erlaubt dem Schuldner, den günstigen Libor in Von einem einzigen europäischen Markt im Sinne des EWR
Anspruch zu nehmen. Damit leistet der Bund indirekt seinen kann nur gesprochen werden, wenn auch im Textil- und Be-
Beitrag zur Verbilligung der Pflichtlagerfinanzierung. Die kleidungsbereich mindestens die zollrechtliche Diskriminie-
Schweizerische Nationalbank wird im Rahmen ihrer Ge- rung im passiven Veredelungsverkehr beseitigt wird. Die Tex-
schäftsbedingungen weiterhin bereitsein, Pflichtlagerwechsel til- und Bekleidungsindustrie ist die viertwichtigste Exportindu-
zu rediskontieren. strie der Schweiz und kann weitere Verluste auf dem für sie ent-
3. Mit dieser neuen Finanzierungsform wird der gesetzliche scheidenden EG-Markt nicht länger hinnehmen. Dies gilt um
Auftrag, die Kreditbeschaffung zu niedrigem Zins zu ermögli- so mehr, als auch für den Warenverkehr mit Osteuropa die ent-
chen, erfüllt. Auch den Anliegen des Postulates ist damit Rech- sprechenden Abkommen der Efta mit denen der EG nicht ab-
nung getragen. Im Vergleich zur bisherigen Lösung sind die gestimmt und auch nicht im Sinne eines gemeinsamen Mark-
neuen Zinskonditionen in der Regel sogar vorteilhafter. Der Li- tes integriert beziehungsweise kumuliert wurden.
bor wird normalerweise nur beim Interbankgeschäft oder für Der EWR-Vertrag ist mangelhaft, wenn er lebenswichtige Inter-
erstklassige Schuldner und ab 5 Millionen Franken gewährt. essen von Teilen der Industrie nicht berücksichtigt. Der Bun-
Dank der Bundesgarantie gilt dieser Satz nun für alle Pflicht- desrat soll rasch nach Möglichkeiten suchen, tragbare Ueber-
lagerhalter. Ohne die neuen Finanzierungsvereinbarung hät- gangslösungen für den Textil- und Bekleidungsbereich zu fin-
ten 90 Prozent der Pflichtlagerhalter aufgrund ihres zu kleinen den. Dabei sind entweder bilaterale oder multilaterale (zusam-
individuellen Volumens nicht die Möglichkeit, sich zu Libor- men mit den anderen Efta-Staaten) Möglichkeiten ins Auge zu
Bedingungen zu refinanzieren. Für den Bund ändert sich auf- fassen.
grund der neuen Finanzierungsform nichts. Sein Engagement
beschränkt sich weiterhin auf die Garantieerklärung gegen- Schriftliche Erklärung des Bundesrates
über den Banken. vom 2. November 1992
Déclaration écrite du Conseil fédéral
Schriftliche Erklärung des Bundesrates du 2 novembre 1992
Déclaration écrite du Conseil fédéral Der Bundesrat ist bereit, das Postulat entgegenzunehmen.
Der Bundesrat beantragt, das Postulat als erfüllt abzu-
schreiben. Ueberwiesen - Transmis
Abgeschrieben - Classé
#ST# 92.3306
Postulat Keller Rudolf
#ST# 92.3171 Hilfe für Langzeitarbeitslose
Aide aux chômeurs de longue durée
Postulat Loeb François
Integration
der Textil- und Bekleidungsindustrie
in den europäischen Binnenmarkt
Wortlaut des Postulates vom 24. August 1992
Intégration au marché unique Es ist zu prüfen, ob ausgesteuerten Arbeitslosen, deren offizi-
européen de l'industrie elle Arbeitslosenentschädigung im Rahmen der eidgenössi-
des textiles et de l'habillement schen Bestimmungen abgelaufen ist, bei frei werdenden Stel-
len-wo möglich-eine Anstellung (temporär oder fest) beider
Bundesverwaltung oder in öffentlich-rechtlichen Institutionen
angeboten werden kann. Der Gesamtbestand an Stellen soll
dadurch also nicht erhöht werden.
Wortlaut des Postulates vom 1. Juni 1992 Weiter ist zu prüfen, ob verbindliche Arbeitseinsatzprogramme
Der Integrationsstand im Textilbereich wird auch nach einer für alle Langzeitarbeitslosen durchgeführt werden können,
allfälligen Ratifizierung des EWR-Vertrages durch Volk und wobei der Lohn mindestens existenzsichernd sein müsste.
Stände unbefriedigend bleiben. Der Bundesrat wird eingela-
den zu prüfen, welche Schritte zu unternehmen sind, damit Texte du postulat du 24 août 1992
auch die Textil- und Bekleidungsindustrie mit Inkraftsetzung II convient d'examiner s'il est possible d'offrir à des chômeurs
des EWR am europäischen Binnenmarkt teilnehmen kann. en fin de droit des emplois (temporaires ou fixes) dans l'admi-
nistration fédérale ou dans des institutions de droit public, lors-
Texte du postulat du 1er juin 1992 que des postes se libèrent et que les conditions le permettent
Dans le domaine de l'industrie textile, le degré d'intégration Une telle mesure ne doit pas entraîner d'augmentation du
restera insuffisant même au cas où peuple et cantons approu- nombre total des postes de travail.
veraient l'Accord EEE. Le Conseil fédéral est invité à examiner En outre, il convient d'examiner si des programmes d'occupa-
quelles mesures devraient être prises pour que l'industrie des tion obligatoires peuvent être mis en place pour tous les chô-
textiles et de l'habillement puisse également participer au mar- meurs de longue durée. Dans ce cas, la rémunération devrait
ché unique européen à l'entrée en vigueur de l'Accord EEE. assurer aux bénéficiaires au moins le minimum vital.
Mitunterzeichner - Cosignataires: Cavadini Adriano, Dünki, Mitunterzeichner-Cosignataires: Bischof, Borradori, Maspoli,
Gros Jean-Michel, Heberlein, Stucky.Wyss Paul (6) Ruf, Stalder, Steffen (6)
Postulat Maître 2754 N 18 décembre 1992
Schriftliche Begründung - Développement par écrit Mitunterzeichner - Cosignataires: Allenspach, Binder, Cin-
Die Arbeitslosigkeit in der Schweiz wird, wie entsprechende cera, David, Dettling, Gysin, Hegetschweiler, Keller Anton,
Studien zeigen, in den nächsten Jahren auf einem hohen Ni- Kühne, Leu Josef, Segmüller, Seiler Rolf, Spoerry, Stamm Ju-
veau verharren. Dies führt zu einem weiteren Anstieg der Lang- dith, Vetterli.Wick (16)
zeitarbeitslosen mit all seinen negativen Folgen, wie zum Bei-
spiel dem Gefühl des Ausgestossen- und Unnützseins, dem Schriftliche Begründung - Développement par écrit
der neuen Armut usw. Der Statistik über die bisher mit WEG-Geldern geförderten Ob-
Verstärkt wird dieser Trend gemäss der Konjunkturfor- jekte kann entnommen werden, dass die entsprechenden
schungsstelle (KOF) durch eine weitere Liberalisierung des Zahlen nur schlecht mit der Wohnbevölkerung und mit dem
Arbeitsmarktes im Zuge der Annäherung an die EG, indem in- Leerwohnungsindex der jeweiligen Kantone korrelieren. Dies
ländische Arbeitskräfte nicht mehr prioritär behandelt werden, dürfte damit zusammenhängen, dass es in den Kantonen mit
das heisst, dass bisher schwervermittelbare Schweizer und überdurchschnittlichem Kostenniveau naturgemäss schwe-
niedergelassene ausländische Arbeitnehmer nicht mehr be- rerfällt, die zur Subventionierung berechtigenden Grenzen der
vorzugt integriert oder eingearbeitet werden. Es findet zuneh- Erstellungskosten gemäss der einschlägigen Verordnung
mend eine Art Sozialdumping am schweizerischen Arbeits- des Eidgenössischen Volkswirtschaftsdepartementes einzu-
markt statt halten.
Für viele, vor allem ältere Langzeitarbeitslose, wird nun aber Um auch in den Gebieten mit hohem Kostenniveau und ent-
die Zeit der Nichterwerbstätigkeit beziehungsweise Stellensu- sprechend ausgeprägtem Wohnungsmangel die Erstellung
che und Weiterbildung zur psychischen Belastung und Nega- einer grösseren Anzahl von Wohnungen und Einfamilienhäu-
tivqualifikation. Der Sinn der Arbeit wird zur unerreichbaren sern fördern zu können, drängt es sich auf, die Grenzen der
Hoffnung, die Hoffnung zur Hoffnungslosigkeit Erstellungskosten regional zu differenzieren.
In diesem Sinn ist es daher unbedingt notwendig, dass ausge-
steuerte Arbeitslose mittels einer Temporärbeschäftigung Schriftliche Erklärung des Bundesrates
(und bei Eignung durch eine Festanstellung) oder Einsatzpro- vom 2. November 1992
grammen vom Bund, Kantonen und Gemeinden nach Mög- Déclaration écrite du Conseil fédéral
lichkeit wieder in den Arbeitsmarkt reintegriert werden. Min- du 2 novembre 1992
destens gibt das dem Arbeitnehmer und der Arbeitnehmerin, Der Bundesrat ist bereit, das Postulat entgegenzunehmen.
wenn er oder sie dann immer noch keine Arbeit gefunden hat,
das Gefühl, etwas Sinnvolles für sein oder ihr Geld getan zu Ueberwiesen - Transmis
haben, und auch das weitere Recht auf Stempeln. Damit
werden auch die Gemeinden und Kantone finanziell etwas
entlastet.
Schriftliche Erklärung des Bundesrates
vom 11. November 1992 92.3338
Déclaration écrite du Conseil fédéral
#ST#
du 11 novembre 1992
Der Bundesrat ist bereit, das Postulat entgegenzunehmen. Postulat Maitre
Verordnung
Ueberwiesen - Transmis zur Arbeitslosenversicherung (AVIV).
Erleichterungen bei den Kontrollen
Ordonnance
sur ('assurance-chômage (OACI).
#ST# 92.3325 Allégement des prescriptions de contrôle
Postulat Baumberger
Wohnbauförderung
Aide à la construction Wortlaut des Postulates vom 1. September 1992
de logements Angesichts der weiteren Verschlechterung der Wirtschaftslage
in der Schweiz und der massiv gestiegenen Arbeitslosenzah-
len in mehreren Kantonen bei gleichzeitiger deutlicher Ab-
nahme der Stellenangebote scheint es nicht angebracht und
zweckdienlich, die geltenden Bestimmungen über die Kon-
Wortlaut des Postulates vom 26. August 1992 trolle der Arbeitslosen durch die Arbeitsämter in der heutigen
Der Bundesrat wird eingeladen, eine Revision der Verordnung Form beizubehalten.
über die Erstellungskosten bei Wohnbauvorhaben in der Deshalb wird der Bundesrat ersucht, die Kontrollvorschriften,
Weise an die Hand zu nehmen, dass die zur Subventionierung namentlich in Artikel 21 AVIV, spürbar zu lockern.
berechtigenden Grenzen der Erstellungskosten regional (ent-
sprechend dem regionalen Kostenniveau) differenziert wer- Texte du postulat du 1er septembre 1992
den, so dass auch und gerade in Regionen mit überdurch- L'aggravation constante de la situation économique en
schnittlichem Kostenniveau eine ausreichende Zahl von Woh- Suisse, l'augmentation massive du nombre de chômeurs
nungen und Einfamilienhäusern gefördert werden kann. dans plusieurs cantons et, simultanément, la diminution im-
portante des offres d'emploi soulèvent la question de l'oppor-
Texte du postulat du 26 août 1992 tunité et de l'utilité de maintenir telles quelles les dispositions
Le Conseil fédéral est invité à entreprendre une révision de l'or- actuelles sur le contrôle du chômage à effectuer par les offices
donnance concernant le coût de construction des nouveaux du travail. C'est pourquoi le Conseil fédéral est invité à alléger
logements. Il s'agirait par là d'établir, suivant les régions, diffé- sensiblement les prescriptions de contrôle prévues notam-
rentes limites supérieures du coût de construction admissi- ment à l'article 21 de l'OACI.
bles pour l'obtention de l'aide fédérale. Ces limites seraient
adaptées au niveau des coûts de chaque région, de façon que Mitunterzeichner - Cosignataires: Béguelin, Berger, Brunner
dans les régions où ce niveau est élevé, un nombre suffisant Christiane, Chevallaz, Couchepin, Deiss, Eggly, Engler, Epi-
de logements et de maisons familiales puissent bénéficier de ney, Etique, Frey Claude, Leuenberger Moritz, Mamie, Pidoux,
l'encouragement à la construction. Tschopp, Zwahlen (16)
Schweizerisches Bundesarchiv, Digitale Amtsdruckschriften
Archives fédérales suisses, Publications officielles numérisées
Archivio federale svizzero, Pubblicazioni ufficiali digitali
Postulat Keller Rudolf Hilfe für Langzeitarbeitslose
Postulat Keller Rudolf Aide aux chômeurs de longue durée
In Amtliches Bulletin der Bundesversammlung
Dans Bulletin officiel de l'Assemblée fédérale
In Bollettino ufficiale dell'Assemblea federale
Jahr 1992
Année
Anno
Band VI
Volume
Volume
Session Wintersession
Session Session d'hiver
Sessione Sessione invernale
Rat Nationalrat
Conseil Conseil national
Consiglio Consiglio nazionale
Sitzung 15
Séance
Seduta
Geschäftsnummer 92.3306
Numéro d'objet
Numero dell'oggetto
Datum 18.12.1992 - 08:00
Date
Data
Seite 2753-2754
Page
Pagina
Ref. No 20 022 123
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