Federal Council Rejects Motion for Stricter Separation of Powers in State Institutions
Legislator-Zusammenfassung
KI-generiertThe Federal Council proposes to reject a motion calling for a clear separation of powers in state and semi-state institutions by preventing federal parliamentarians from serving on supervisory boards or administrative councils. The Council argues that existing laws already address conflicts of interest and clearly delineate responsibilities between the Federal Assembly and the Federal Council. While acknowledging potential issues, the Council is willing to consider limiting parliamentary roles in such bodies during future legislative revisions, but believes the current framework adequately manages the separation of powers and conflict of interest concerns.
Legislator-Regeste
KI-generiertArt. 85 Ziff. 11 BV, Art. 7 Bst, Art. 13 Bst, Art. 3bis Absatz, Art. 18 des Bundesgesetzes über die politischen Rechte; Federal Council Rejects Motion for Stricter Separation of Powers in State Institutions: The Council argues that existing laws already address conflicts of interest and clearly delineate responsibilities between the Federal Assembly and the Federal Council. While acknowledging potential issues, the Council is willing to consider limiting parliamentary roles in such bodies during future legislative revisions, but believes the current framework adequately manages the separation of powers and conflict of interest concerns.
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KI-generiertThe court considered this article in relation to incompatibility provisions when discussing potential restrictions on electing parliamentarians to supervisory bodies.
Volltext
9. Oktober 1992 N 2169 Motion Keller Rudolf
#ST# 92.3187 Räte auf eine klare Formulierung der Ueberschriften zu achten
ist Die Bundeskanzlei hat daher in seinem Auftrag die Depar-
Motion Bischof temente auf das Anliegen des Motionärs aufmerksam ge-
macht, damit diese ihre Aemter auffordern, die Ueberschriften
Eidgenössische Abstimmungen. von Erlassen, die den eidgenössischen Räten vorgelegt wer-
Verständliche Formulierungen den, mit besonderer Sorgfalt zu wählen. Die Ueberschriften
auf Stimmzetteln sollen so formuliert werden, dass sie jeder Bürger verstehen
Votations fédérales. kann.
Gleiche Anweisungen erhielten auch die Vertreter der Bundes-
Bulletins de vote rédigés kanzlei in den Redaktionskommissionen des Parlamentes.
dans un langage intelligible
Schriftliche Erklärung des Bundesrates
Déclaration écrite du Conseil fédéral
Der Bundesrat beantragt, die Motion als erledigt abzu-
schreiben.
Wortlaut der Motion vom 3. Juni 1992
Der Bundesrat wird beauftragt, bei den Formulierungen auf Abgeschrieben - Classé
den Stimmzetteln für die eidgenössischen Abstimmungsvorla-
gen, zuhanden des Schweizervolkes, eine für alle verständli-
che Sprache zu wählen.
Texte de la motion du 3 juin 1992 #ST# 92.3288
Le Conseil fédéral est chargé de veiller à ce que le texte figu-
rant sur les bulletins de vote des objets fédéraux soumis au
verdict populaire soit rédigé dans un langage accessible atout Motion Keller Rudolf
le monde. Gewaltentrennung in staatlichen
Mitunterzeichner - Cosignataires: Borradori, Keller Rudolf,
und halbstaatlichen Institutionen
Maspoli, Mauch Rolf, Ruf, ScherrerWerner, Stalder, Steffen (8) Institutions publiques
et semi-publiques.
Schriftliche Begründung - Développement par écrit Séparation des pouvoirs
Immer wieder kommt es vor, dass bei eidgenössischen Ab-
stimmungsvorlagen Fremdwörter bzw. Fachausdrücke ge-
wählt werden (jüngstes Beispiel «Bretton Woods»), bei wel-
chen die Sachbezogenheit der Vorlage auf den ersten Blick
nicht ersichtlich, zum Teil auch nicht verständlich ist Allzuoft
werden die Vertreter des Parlamentes nach dem Sinn und Wortlaut der Motion vom 19. Juni 1992
dem Inhalt einer Vorlage gefragt, da die Formulierungen un- Der Bundesrat wird beauftragt, die gesetzlichen Grundlagen
klar sind und der Stimmbürger, verunsichert durch die ge- so anzupassen, dass in staatlichen oder halbstaatlichen Insti-
wählten Fachausdrücke, sich nicht mehr sicher ist, wozu er ei- tutionen, über welche die eidgenössischen Räte die Oberauf-
gentlich ja oder nein sagen soll. sicht ausüben (PTT, SBB usw.), zwecks klarer Gewaltentren-
Der Bundesrat wird aufgrund dieser Tatsache gebeten, bei der nung und der Vermeidung von Interessenkonflikten keine eid-
Ausarbeitung der Formulierungen für die Stimmzettel zuhan- genössischen Parlamentarier in Aufsichtskommissionen und
den des Stimmbürgers darauf zu achten, dass einerseits eine Verwaltungsräten Einsitz nehmen können.
klare Formulierung gewählt wird und anderseits die dabei ver-
wendeten Fachausdrücke einer breiten Bevölkerungsschicht Texte de la motion du 19 juin 1992
bekannt sind. En vue de séparer clairement les pouvoirs et d'éviter les
conflits d'intérêts, le Conseil fédéral est chargé d'adapter la lé-
Schriftliche Stellungnahme des Bundesrates gislation de manière à empêcher tout parlementaire fédéral de
vom 19. August 1992 siéger dans les commissions de surveillance et les conseils
Rapport écrit du Conseil fédéral d'administration des institutions étatiques et semi-étatiques
du 19 août 1992 sur lesquelles les Chambres fédérales exercent leur haute sur-
Der Bundesrat entschied vor zehn Jahren, dass auf die Stimm- veillance (PTT, CFF, etc.).
zettel für die eidgenössischen Volksabstimmungen wörtlich
die offiziellen Ueberschriften der Gesetze und Bundesbe- Mitunterzeichner-Cosignataires: Bischof, Ruf, Stalder, Steffen
schlüsse, wie sie von den eidgenössischen Räten verabschie- (4)
det wurden, zu setzen sind; bei Volksinitiativen sind die Ueber-
schriften zu verwenden, die zusammen mit dem Entscheid Schriftliche Begründung - Développement par écrit
über die Vorprüfung im Bundesblatt publiziert wurden. Von Der Urheber verzichtet auf eine Begründung und wünscht
sehr wenigen Ausnahmen abgesehen hat man sich in den eine schriftliche Antwort.
letzten Jahren an dieses Prinzip gehalten.
Würde der Bundesrat von diesem objektiven Kriterium abwei- Schriftliche Stellungnahme des Bundesrates
chen und im Sinne des Urhebers der Motion versuchen, den vom 24. August 1992
Text auf den Stimmzetteln verständlicher zu formulieren, Rapport écrit du Conseil fédéral
setzte er sich der Kritik aus, er wolle die öffentliche Meinung du 24 août 1992
manipulieren oder die Frage in missbräuchlicher Weise ver- Institutionen, über welche die eidgenössischen Räte mittelbar
einfachen. Zu einer Aenderung der bisherigen Praxis sieht der die Oberaufsicht ausüben (Art. 85 Ziff. 11 BV), gibt es derzeit
Bundesrat um so weniger Anlass, als die Abstimmungserläu- über 500.
terungen, die jeder Bürgerin und jedem Bürger vor der Abstim- Nur in Ausnahmefällen kommt dem Parlament eine unmittel-
mung zugestellt werden, gerade das Ziel haben, die dem Volk bare Prüfungspflicht zu, so u. a die Genehmigung der Voran-
unterbreiteten Vorlagen samt ihren bisweilen nicht sehr leicht schläge, der Jahresrechnung und des Geschäftsberichtes der
verständlichen Titeln zu erklären. SBB oder die Genehmigung der Jahresrechnung und des Ge-
Der Bundesrat ist der Ansicht, dass schon bei der Ausarbei- schäftsberichtes der PTT (Art 7 Bst c des Bundesgesetzes
tung der Erlasse und später bei der Ueberprüfung der Texte über die Schweizerischen Bundesbahnen, SR 742.31, sowie
durch die Redaktionskommissionen der eidgenössischen Art. 13 Bst e des PTT-Organisationsgesetzes, SR 781.0). Die
Postulat Pini 2170 N 9 octobre 1992
Aufgabe der Oberaufsicht hat indessen in beiden Fällen der Schriftliche Begründung - Développement par écrit
Bundesrat wahrzunehmen. Somit sind die Befugnisse von L'auteur renonce au développement et demande une
Bundesversammlung und Bundesrat klar umschrieben und réponse écrite.
aufgeteilt, so dass das Problem der Gewaltentrennung bei der
Wahl eines Parlamentariers in die Verwaltungsräte der beiden Schriftliche Stellungnahme des Bundesrates
genannten Institutionen nur noch in abgeschwächter Form vom 15. Juni 1992
besteht Rapport écrit du Conseil fédéral
Weiter wird die Gefahr von Interessenkonflikten durch zwei Be- du 15 juin 1992
stimmungen des Parlamentsrechts entschärft: Le Conseil fédéral n'est pas habilité à demander un arrêt des
-Artikel 3bis Absatz 1 Buchstabe b des Geschäftsverkehrsge- condamnations des réfractaires au recensement fédéral de la
setzes (SR 171.11): Offenlegung der Interessenbindungen; population. C'est l'article 3c de la loi fédérale sur le recense-
-Artikel 14 des Geschäftsreglements des Nationalrates ment fédéral de la population (RS 431.112), ajouté sur la base
(SR 171.13): Unvereinbarkeit von Mitgliedschaft in Kommissio- de l'arrêté du 23 juin 1988 de l'Assemblée fédérale, qui fixe la
nen und Verwaltungsräten (Wahlbehörde Bundesrat) mit der manière de procéder en cas de violation de l'obligation de
Zugehörigkeit zu parlamentarischen Kontrollkommissionen. fournir des renseignements. La loi stipule que les personnes
Trotzdem hat sich der Bundesrat bei der Wahl von Parlamenta- qui violent intentionnellement l'obligation de renseigner sont
riern in die Verwaltungsräte der erwähnten Institutionen stets passibles d'une amende de 3000 francs au plus. Elle dit
grosse Zurückhaltung auferlegt Der Bundesrat ist dennoch expressément que la poursuite des infractions incombe aux
bereit, bei einer Revision dergenannten gesetzlichen Grundla- cantons.
gen, aber auch bei ähnlichen staatlichen oder halbstaatlichen Seule une amnistie ou une abolition - que les deux Chambres
Institutionen, bei denen dem Parlament eine unmittelbare Prü- peuvent autoriser en vertu du 7e alinéa de l'article 85 de la
fungspflicht zukommt, abklären zu lassen, ob die Möglichkeit, Constitution fédérale- permettrait de renoncer d'une manière
Parlamentarier in Aufsichtskommissionen oder Verwaltungs- générale à condamner les réfractaires au recensement fédéral
räte zu wählen, eventuell eingeschränkt werden müsste (in An- de la population.
lehnung an Art 18 des Bundesgesetzes über die politischen
Rechte; Unvereinbarkeitsbestimmung; SR 161.1). Schriftliche Erklärung des Bundesrates
Déclaration écrite du Conseil fédéral
Schriftliche Erklärung des Bundesrates Le Conseil fédéral propose de rejeter le postulat
Déclaration écrite du Conseil fédéral
Der Bundesrat beantragt, die Motion in ein Postulat umzu- Abgelehnt-Rejeté
wandeln.
Ueberwiesen als Postulat - Transmis comme postulat
#ST# 92.3170
Postulat Pini
#ST# 92.3155 700 Jahre Freiheits-Charta von Biasca.
Rückführung
Postulat Zisyadis aus dem Landesmuseum in Zürich
Verzicht auf Bestrafung Postulato Pini
der Volkszählungsverweigerer 700° della «Carta della libertà»
Réfracta i res au rencensement di Biasca.
fédéral. Arrêt des condamnations Destinazione Sala d'onore
Casa Cavaliere G. B. Pellanda
Postulat Pini
700e anniversaire de la Charte
Wortlaut des Postulates vom 20. März 1992 de franchise de la commune de Biasca.
Die eidgenössische Volkszählung 1990 wurde in zahlreichen Restauration de la Salle d'honneur
Kantonen durch Antwortverweigerungen beeinträchtigt, die de la maison du chevalier Pellanda
wahrscheinlich mit der Angst vieler Bürger vor einer Fichie-
rung verbunden war.
Je nach Kanton sind den Verweigerern gegenüber sehr unter-
schiedliche Haltungen eingenommen worden: Hier wurde ver-
urteilt, dort füllten die lokalen Behörden die Erhebungsformu- Wortlaut des Postulates vom 1. Juni 1992
lare selber aus. Die Innenausstattung des Empfangs- und Ehrensaals aus
Angesichts der Ungleichheit in der Behandlung der Boykot- dem Patrizierhaus des Giovanni Battista Pellanda (16. Jh.) in
teure der Volkszählung 1990 wird der Bundesrat ersucht, bei Biasca (TI) befindet sich mit allen Einrichtungsgegenständen
den Kantonen einen allgemeinen Verzicht auf ihre Bestrafung in einem Depot des Landesmuseums in Zürich und ist somit
zu fordern. für das Publikum nicht zugänglich. Der Bundesrat wird er-
sucht, schnell abzuklären, ob es möglich ist, diese Innenaus-
Texte du postulat du 20 mars 1992 stattung, die im Besitz des Bundes ist, an ihren ursprünglichen
Le rencensement fédéral 1990 a été perturbé dans de nom- Platz im Haus des Cavaliere Pellanda, das heute unter Denk-
breux cantons par des refus de répondre, liés vraisemblable- malschutz steht, zurückzuführen. Es wäre wünschbar, wenn
ment à des craintes en rapport avec un fichage des citoyens. dies noch in diesem Jahr geschehen könnte, weil Biasca 1992
Selon les cantons, des attitudes très diverses sont apparues à 700 Jahre Freiheits-Charta von Biasca feiert
l'égard des réfractaires: ici des condamnations, là des rem- Die Gemeinde Biasca hat mit Unterstützung des Kantons und
plissages de feuilles de recensement par les autorités locales des Bundes das Haus des Cavaliere Pellanda von 1976 bis
elles-mêmes. 1988 restauriert Mit diesem Postulat möchte ich dem Bundes-
Au vu de la diversité de traitement infligé aux réfractaires, le rat deutlich machen, wie gross die Erwartung der Bevölke-
Conseil fédéral est invité à demander aux cantons un arrêt des rung, der Gemeindebehörde und der Burgergemeinde ist,
condamnations des réfractaires au recensement fédéral 1990. dass aus Anlass der Gedenkfeier zur Freiheits-Charta dieses
wertvolle Zeugnis der Geschichte (der drei oberen Tessinertä-
Mitunterzeichner-Cosignataires: Goll, Spielmann (2) ler) noch dieses Jahr nach Biasca zurückkommt
Schweizerisches Bundesarchiv, Digitale Amtsdruckschriften
Archives fédérales suisses, Publications officielles numérisées
Archivio federale svizzero, Pubblicazioni ufficiali digitali
Motion Keller Rudolf Gewaltentrennung in staatlichen und halbstaatlichen Institutionen
Motion Keller Rudolf Institutions publiques et semi-publiques. Séparation des pouvoirs
In Amtliches Bulletin der Bundesversammlung
Dans Bulletin officiel de l'Assemblée fédérale
In Bollettino ufficiale dell'Assemblea federale
Jahr 1992
Année
Anno
Band V
Volume
Volume
Session Herbstsession
Session Session d'automne
Sessione Sessione autunnale
Rat Nationalrat
Conseil Conseil national
Consiglio Consiglio nazionale
Sitzung 17
Séance
Seduta
Geschäftsnummer 92.3288
Numéro d'objet
Numero dell'oggetto
Datum 09.10.1992 - 08:00
Date
Data
Seite 2169-2170
Page
Pagina
Ref. No 20 021 686
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