Switzerland's Yugoslav War Aid Policy: Local Focus with Targeted Admission and European Coordination
Legislator-Zusammenfassung
KI-generiertThe Swiss Federal Council affirmed its priority of providing local aid to victims of the Yugoslav civil war but acknowledged the necessity of offering protection in Switzerland in certain cases, having already agreed to temporarily admit 2,000 children and later an additional 1,000 individuals, while also easing visa requirements for those with existing ties. The Council further committed to coordinating any future acceptance of displaced persons with other European nations and increased humanitarian aid to 30 million Swiss francs, all while emphasizing that its policy aligned with other European states that also prioritized on-site assistance.
Legislator-Regeste
KI-generiertSwitzerland's Yugoslav War Aid Policy: Local Focus with Targeted Admission and European Coordination: The Council further committed to coordinating any future acceptance of displaced persons with other European nations and increased humanitarian aid to 30 million Swiss francs, all while emphasizing that its policy aligned with other European states that also prioritized on-site assistance.
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KI-generiertVerwandte Entscheide
KI-generiertVolltext
9. Oktober 1992 N 2183 Interpellation Bühlmann
jorité mais ont fait, s'agissant des détails dans une matière Zudem hat die Caritas bereits signalisiert, dass sie bereit wäre,
aussi exigeante au niveau juridique et discutée au niveau poli- ein Kontingent von Kriegsflüchtlingen aus Bosnien-Herzego-
tique, l'objet de toute une série d'objections, en partie impor- wina zu betreuen.
tantes. La punissabilité de l'organisation criminelle et le droit Angesichts all dieser Fakten gibt es genug Gründe, ein Kontin-
de la confiscation doivent être réexaminés fondamentalement gent von Kriegsflüchtlingen in der Schweiz vorübergehend
avec pour conséquence que la Commission d'experts de la aufzunehmen.
partie générale du Code pénal suisse devra être associée à
ces travaux Cette commission d'experts terminera ses travaux Schriftliche Stellungnahme des Bundesrates
à la fin de cette année. Le message et les prescriptions remo- vom 31. August 1992
delées concernant l'organisation criminelle et la confiscation Rapport écrit du Conseil fédéral
ainsi que le droit de communication du financier devraient, du 31 août 1992
conformément au souhait du Conseil fédéral, être adoptés Der Bundesrat bekräftigt seinen Grundsatz, wonach humani-
avant le milieu de l'année 1993. täre Hilfe für die vom Bürgerkrieg in Jugoslawien betroffene
Bevölkerung in erster Priorität durch Hilfe vor Ort zu erfolgen
Präsident: Der Interpellant ist von der Antwort des Bundesra- hat. Er vertritt die Auffassung, dass durch diese Form der Un-
tes befriedigt. terstützung den Bedürfnissen der Bürgerkriegsopfer am be-
sten Rechnung getragen werden kann, erlaubt sie doch die
notwendige Fürsorge in relativer Nähe zur Heimat und zu den
Angehörigen und damit im vertrauten kulturellen und sprachli-
chen Umfeld der Betroffenen. Hinzu kommt, dass mit den zur
Verfügung stehenden Mitteln in den ehemaligen jugoslawi-
schen Staaten einer weit grösseren Zahl von Menschen gehol-
fen werden kann, als dies in der Schweiz möglich wäre.
#ST# 92.3257 Der Bundesrat verkennt jedoch nicht die Notwendigkeit, in ge-
wissen Fällen vom Grundsatz der Hilfe vor Ort abzuweichen
Interpellation Bühlmann und Bürgerkriegsflüchtlingen in der Schweiz den erforderli-
Aufnahme von Kriegsflüchtlingen chen Schutz zu gewähren. Entsprechend hat er am 1. Juli
1992 die befristete Aufnahme von 1000 Kindern aus Kroatien
aus Bosnien-Herzegowina und Kroatien und Bosnien-Herzegowina und am 20. Juli 1992 zur Entla-
Accueil de réfugiés de guerre stung der Erstaufnahmeländer die Aufnahme von weiteren
de Bosnie-Herzégovine et de Croatie 1000 Personen beschlossen. Durch gelockerte Visumsbe-
stimmungen zugunsten von Kriegsopfern aus Bosnien-Herze-
gowina hat der Bundesrat zudem sichergestellt, dass Perso-
nen, die über ein bestehendes Beziehungsnetz in der Schweiz
verfügen, auf Einladung hin bei ihren Verwandten Zuflucht fin-
Wortlaut der Interpellation vom 18. Juni 1992 den können. Dementsprechend halten sich heute neben rund
Ist der Bundesrat bereit, ein Kontingent von Kriegsflüchtlingen 190 000 Staatsangehörigen mit Jahresaufenthalts- oder Nie-
aus Bosnien-Herzegowina und Kroatien vorübergehend in der derlassungsbewilligung und rund 40 000 Saisonniers und
Schweiz aufzunehmen? Kurzaufenthaltern, die hier arbeiten dürfen, auch 50000 bis
60 000 Jugoslawen mit Touristenvisa oder befristeten Aufent-
Texte de l'interpellation du 18 juin 1992 haltsbewilligungen in der Schweiz auf.
Le Conseil fédéral est-il prêt à permettre l'accueil, à titre provi- Mit seiner Politik steht der Bundesrat im Einklang mit den an-
soire, d'un contingent de réfugiés de guerre de Bosnie-Herzé- deren europäischen Aufnahmestaaten, die sich anlässlich der
govine et de Croatie? vom UNHCR anberaumten Konferenz vom 29. Juli 1992 in
Genf ebenfalls dem Vorrang von Hilfe vor Ort zugesprochen
Mitunterzeichner - Cosignataires: Bär, Baumann, Bäumlin, haben. Der Bundesrat hat am 24. August 1992 beschlossen,
Darbellay, Diener, von Feiten, Gardiol, Goll, Hafner Rudolf, weitere 15 Millionen Franken für humanitäre Hilfe zu leisten;
Hämmerle, Hollenstein, Jori, Loeb François, Maeder, Marti damit belauft sich die bisher gewährte Hilfe vor Ort auf insge-
Werner, Meier Hans, Meier Samuel, Misteli, Rebeaud, Rech- samt 30 Millionen Franken. Der Bundesrat schliesst jedoch
steiner, Robert, Schmid Peter, Seiler Rolf, Stamm Judith, Thür, auch für die Zukunft die Aufnahme weiterer Kontingente von
Tschäppät Alexander, Weder Hansjürg, Zwygart (28) Vertriebenen nicht aus, erachtet es aber als unabdingbar,
dass solche Aktionen mit den anderen europäischen Aufnah-
Schriftliche Begründung - Développement par écrit mestaaten möglichst koordiniert werden.
In der Fragestunde vom 15. Juni 1992 hat der Bundesrat zwei
in diesem Sinne lautende Fragen leider abschlägig beantwor- Präsident: Die Interpellantin ist von der Antwort des Bundes-
tet, mit der Begründung, er ziehe die Hilfe vor Ort einer Auf- rates teilweise befriedigt
nahme von Flüchtlingen in der Schweiz vor und es liege kein
entsprechendes Gesuch aus Kroatien oder Bosnien-Herzego-
wina vor.
Im Bericht der Arbeitsgruppe Asyl der Bundesratsparteien
vom 21. Februar 1992 steht folgendes:
«Schutzsuchende Ausländer aus Bürgerkriegsregionen,
vorab aus Europa, sind ausserhalb des Asylverfahrens vorläu-
fig aufzunehmen, bis die Situation im Herkunftsland geklärt ist
und eine Rückkehrerfolgen kann und muss.»
In der Weiterführung des Aktionsprogramms des Bundes zum
Asylbereich 1991-1993 vom 9. März 1992 steht unter den Ziel-
setzungen und politischen Absichten unter anderem:
«Die Schweiz ist bereit, Menschen aus europäischen Bürger-
kriegsgebieten vorübergehend Schutz zu gewähren.»
Laut Aussage des Leiters der kroatischen Flüchtlingshilfe ist
Kroatien ein einziges Flüchtlingslager; sie könnten ohne ver-
stärkte finanzielle Hilfe nur noch einen Monat durchhalten,
und andere Länder müssten bereit sein, Flüchtlinge aufzu-
nehmen.
Schweizerisches Bundesarchiv, Digitale Amtsdruckschriften
Archives fédérales suisses, Publications officielles numérisées
Archivio federale svizzero, Pubblicazioni ufficiali digitali
Interpellation Bühlmann Aufnahme von Kriegsflüchtlingen aus Bosnien-Herzegowina und
Kroatien
Interpellation Bühlmann Accueil de réfugiés de guerre de Bosnie-Herzégovine et de Croatie
In Amtliches Bulletin der Bundesversammlung
Dans Bulletin officiel de l'Assemblée fédérale
In Bollettino ufficiale dell'Assemblea federale
Jahr 1992
Année
Anno
Band V
Volume
Volume
Session Herbstsession
Session Session d'automne
Sessione Sessione autunnale
Rat Nationalrat
Conseil Conseil national
Consiglio Consiglio nazionale
Sitzung 17
Séance
Seduta
Geschäftsnummer 92.3257
Numéro d'objet
Numero dell'oggetto
Datum 09.10.1992 - 08:00
Date
Data
Seite 2183-2183
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Ref. No 20 021 704
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