VPB 92-3245 · Verwaltungspraxis der Bundesbehörden (1987-2017)
Legislator-Zusammenfassung
KI-generiertDer Bundesrat wird gebeten, innerhalb eines Jahres ein de- Aus diesem Grunde haben die Schweiz, die Niederlande und dieses Ziel erreichen will. unternommen, um die Industrieländer, die sich an der Zweiten
Legislator-Regeste
KI-generiertVPB 92-3245 · Verwaltungspraxis der Bundesbehörden (1987-2017): lierte Massnahmen aufgezeigt werden, wie in dieser Quellen- Erklärung die Schweiz, Österreich und Liechtenstein umfasst.
Volltext
Motion du groupe écologiste 46 N 1er mars 1994
aux habitants et aux habitantes de ce pays, n'était pas réelle- sich insbesondere dazu, ein nationales Programm zur Be-
ment pris en considération, il faudrait trouver d'autres moyens kämpfung der Klimaänderungen auszuarbeiten, ein Inventar
pour le faire respecter. L'information, pour le moment, nous der Treibhausgasemissionen zu erstellen und der Konferenz
paraît primordiale ainsi que la simplification du formulaire de der Vertragsparteien periodisch über die im Rahmen des na-
demande. tionalen Programms getroffenen Massnahmen Bericht zu er-
statten. Die meisten Industrieländer haben formell ihre Absicht
erklärt, diesen Verpflichtungen bereits vor Inkrafttreten der
Konvention nachzukommen.
Was die Verpflichtung der Industrieländer (Staaten der OECD
#ST# 92.3245 und Osteuropas) zur Stabilisierung der C02-Emissionen be-
trifft, so hält das Übereinkommen fest, dass diese Länder «na-
Motion der grünen Fraktion tionale Politiken (beschliessen) und entsprechende Massnah-
Senkung der CO2-Emissionen men zur Abschwächung der Klimaänderungen (ergreifen), in-
dem sie ihre anthropogenen Emissionen von Treibhausgasen
Motion du groupe écologiste begrenzen und ihre Treibhausgassenken und -Speicher
Réduction des émissions schützen und erweitern». Diese Länder müssen ferner inner-
de gaz carbonique halb von sechs Monaten nach Inkrafttreten des Übereinkom-
mens und danach in regelmässigen Abständen «ausführliche
Angaben über (diese) Politiken und Massnahmen (machen)
sowie über ihre sich daraus ergebenden voraussichtlichen an-
thropogenen Emissionen von nicht durch das Montrealer Pro-
Wortlaut der Motion vom 17. Juni 1992 tokoll geregelten Treibhausgasen.... (bis zum Ende dieses
Mit Genugtuung hat die grüne Fraktion aus den Medien zur Jahrzehnts), mit dem Ziel die anthropogenen Emissionen
Kenntnis genommen, dass sich die Schweiz am Rio-Gipfel zu- von Kohlendioxid und anderen nicht durch das Montrealer
sammen mit Österreich und Liechtenstein dazu verpflichtet Protokoll geregelten Treibhausgasen auf das Niveau von 1990
hat, bis zum Jahr 2000 den CO2-Ausstoss auf das Niveau von zurückzuführen». In dieser Formulierung ist die Verpflichtung
1990 zu senken. Die vom Bundesrat abgegebene Verpflich- zur Stabilisierung der Emissionen bis zum Jahre 2000 zwar
tung ist ein erster Schritt in die richtige Richtung. enthalten, jedoch nicht unzweideutig festgeschrieben.
1. Der Bundesrat wird gebeten, innerhalb eines Jahres ein de- Aus diesem Grunde haben die Schweiz, die Niederlande und
tailliertes Konzept vorzulegen, mit welchen Massnahmen er Österreich in Rio erhebliche diplomatische Anstrengungen
dieses Ziel erreichen will. unternommen, um die Industrieländer, die sich an der Zweiten
2. Da aus den Energiestatistiken der letzten Jahre ersichtlich Weltklimakonferenz im November 1990 in Genf zur Stabilisie-
ist, dass die grössten CO2-Emissions-2unahmen aus dem Ver- rung ihrer C02-Emissionen bis zum Jahr 2000 verpflichtet hat-
kehr zu verzeichnen sind (d. h. eine Zunahme von 80 Prozent ten, zu einer formellen Erneuerung dieser Verpflichtung zu be-
bei den Treibstoffen seit 1970; die Zunahme des Treibstoffver- wegen. Infolge dieser Initiative haben die Mitgliedstaaten der
brauchs von über 4 Prozent im letzten Jahr zeigt, dass dieser Europäischen Gemeinschaft eine eigene gemeinsame Erklä-
Trend noch nicht gebrochen ist), sollen insbesondere detail- rung in diesem Sinne abgegeben, während die ursprüngliche
lierte Massnahmen aufgezeigt werden, wie in dieser Quellen- Erklärung die Schweiz, Österreich und Liechtenstein umfasst.
gruppe die CO2-Emissionen gesenkt werden sollen. Letztere Staaten verpflichten sich, die Konvention möglichst
rasch zu ratifizieren, und werden «mit der Durchführung jener
Texte de la motion du 17 juin 1992 Massnahmen fortfahren, die nötig sind, um als ersten Schritt
C'est avec satisfaction que le Groupe écologiste a appris par bis zum Jahre 2000 mindestens eine Stabilisierung ihrer C02-
les médias qu'au Sommet de Rio, la Suisse, en même temps Emissionen auf dem Niveau von 1990 zu erreichen und darauf,
que l'Autriche et le Liechtenstein, s'était engagée à abaisser gestützt auf nationale Strategien auf der Grundlage der besten
d'ici l'an 2000 les émissions de gaz carbonique au niveau de verfügbaren wissenschaftlichen, technischen und ökonomi-
1990. L'engagement pris par le Conseil fédéral constitue un schen Kenntnisse, ihre Emissionen von C02 und anderen
premier pas dans la bonne direction. Treibhausgasen, die nicht unter das Protokoll von Montreal fal-
1. Le Conseil fédéral est prié de présenter, dans le délai d'une len, zu reduzieren». Die Erklärung unterstreicht gleichermas-
année, une conception détaillée indiquant les mesures qu'il sen die Notwendigkeit, laufende Bestrebungen zur Entwick-
envisage de prendre pour atteindre cet objectif. lung von marktwirtschaftlichen Elementen zu intensivieren
2. Comme les statistiques sur la consommation d'énergie éta- und diese Anstrengungen auf internationaler Ebene zu koordi-
blies ces dernières années montrent que les plus fortes aug- nieren. Sie ruft schliesslich alle Regierungen dazu auf, ge-
mentations d'émissions de gaz carbonique proviennent du meinsam auf eine rasche und abgestimmte Einführung von In-
trafic (c'est-à-dire une augmentation de 80 pour cent pour les strumenten wie die CO2-Abgabe hinzuarbeiten.
carburants depuis 1970; l'augmentation de plus de 4 pour Diese Absichtserklärung der Schweiz gründet auf dem Be-
cent de l'an dernier montre que cette tendance ne régresse schluss vom 31. Oktober 1990, in dem der Bundesrat der
toujours pas), il conviendra notamment d'indiquer des mesu- Schweizer Delegation an der Zweiten Weltklimakonferenz die
res détaillées visant à réduire les émissions de gaz carbonique Instruktion erteilt, sich dafür einzusetzen, «die C02-Emissio-
occasionnées par le trafic. nen bis zum Jahr 2000 auf dem Niveau von 1990 mindestens
zu stabilisieren». Dies entspricht den Zielen des Aktionspro-
Sprecherin - Porte-parole: Gonseth gramms «Energie 2000», den Gesamtverbrauch der fossilen
Energien und die CO2-Emissionen zwischen 1990 und 2000
Schriftliche Begründung mindestens zu stabilisieren und anschliessend zu senken,
Die Urheber verzichten auf eine Begründung und wünschen das Wachstum des Elektrizitätsverbrauchs in den neunziger
eine schriftliche Antwort. Jahren zunehmend zu dämpfen und die Nachfrage ab 2000 zu
stabilisieren sowie den Beitrag der neuen erneuerbaren Ener-
Développement par écrit gien deutlich zu steigern. Diese Ziele wurden vom Bundesrat
Les auteurs renoncent au développement et demandent bestätigt in den Beschlüssen vom 7. November 1990 und
une réponse écrite. 27. Februar 1991 und in seinem Beschluss vom 29. April 1992
betreffend die Richtlinien für die schweizerische Delegation für
Schriftliche Stellungnahme des Bundesrates die Verhandlungen über die Klimakonvention.
vom 24. März 1993 In seiner Eröffnungsansprache vom 6. November 1990 an-
Die Schweiz hat am 12. Juni 1992 in Rio de Janeiro das Über- lässlich der obenerwähnten Konferenz hatte der Bundespräsi-
einkommen der Vereinten Nationen über Klimaänderungen dent daran erinnert, dass die Schweiz sich «als Minimalziel die
unterzeichnet. Durch diese Unterzeichnung verpflichtet sie Stabilisierung» ihrer CO2-Emissionen «bis zum Jahr 2000 auf
I.März 1994 N 47 Motion der grünen Fraktion
dem Niveau von 1990» gesetzt habe, und betont, dieses Ziel En ce qui concerne l'obligation des pays développés (pays de
solle in erster Linie durch Energiesparmassnahmen und eine l'OCDE et Europe de l'Est) en matière de stabilisation des
Steigerung der Energieeffizienz erreicht werden. émissions de CO2, la formule retenue dans la convention sti-
1. Zur Erreichung dieses Ziels sind folgende Instrumente her- pule que ces pays doivent adopter «des politiques nationales
vorzuheben: et prend(re) en conséquence les mesures voulues pour atté-
- Der Energieartikel der Bundesverfassung und der Bundes- nuer les changements climatiques en limitant (leurs) émis-
beschluss für eine sparsame und rationelle Energienutzung, sions anthropiques de gaz à effet de serre et en protégeant et
der 1991 angenommen wurde. Auf der Grundlage dieser juri- renforçant (leurs) puits et réservoirs». Ces pays doivent égale-
stischen Instrumente sind verschiedene Massnahmen vorge- ment soumettre à la Conférence des parties, dans les six mois
sehen oder bereits getroffen worden, insbesondere in den Be- suivant l'entrée en vigueur de la convention, puis à intervalles
reichen Einsparung und rationelle Nutzung von Energie, For- périodiques, «des informations détaillées sur (ces) politiques
schung nach Energien, die kein C02 freisetzen, Erlass von Be- et mesures, de même que sur les projections qui en résultent
stimmungen zur Begrenzung des Energieverbrauchs von Ap- quant aux émissions anthropiques (de gaz à effet de serre)
paraten, Gebäuden und Motorfahrzeugen, Forschungsförde- (d'ici à la fin de la présente décennie), dans le but de ramener
rung im Bereich Energie sowie Aktivitäten in den Bereichen In- à leurs niveaux de 1990 les émissions anthropiques de
formation, Ausbildung und Beratung. dioxyde de carbone et d'autres gaz à effet de serre non régle-
- Das Aktionsprogramm «Energie 2000» (Beschlüsse des mentés par le Protocole de Montréal». Bien que contenue
Bundesrates vom 7. November 1990 und vom 27. Februar dans cette formulation, l'obligation de stabiliser les émissions
1991), dessen Ziel die Stabilisierung des Gesamtverbrauchs d'ici à l'an 2000 est exprimée de manière ambiguë.
fossiler Energien und damit der CO2-Emissionen bis zum C'est pourquoi, à Rio, la Suisse, les Pays-Bas et l'Autriche ont
Jahr 2000 und deren anschliessende Verminderung ist Glei- fait d'importants efforts diplomatiques afin d'amener les pays
chermassen bezweckt es die zunehmende Dämpfung und an- industrialisés qui, lors de la deuxième Conférence mondiale
schliessende Stabilisierung des Elektrizitätsverbrauchs und sur le climat tenue à Genève en novembre 1990, s'étaient en-
eine Erhöhung des Beitrags der neuen erneuerbaren Ener- gagés à stabiliser leurs émissions de C02 d'ici à l'an 2000, à
gien. Das Programm sieht die Realisierung von umwelt- réitérer formellement cet engagement. A la suite de cette initia-
schonenden technischen Möglichkeiten zum Ausbau der tive, les pays membres des Communautés européennes ont
Wasserkraft um 5 Prozent vor ebenso wie die Leistungserhö- fait une déclaration communautaire en ce sens, la déclaration
hung der bestehenden Kernkraftwerke bis zum Jahr 2000 um d'origine réunissant finalement la Suisse, l'Autriche et le Liech-
10 Prozent. tenstein. Ces derniers s'engagent à ratifier la convention dans
Wie der zweite Jahresbericht des EVED zum Aktionspro- les plus brefs délais et «continueront la mise en oeuvre des
gramm «Energie 2000» vom September 1992 zeigt, müssen mesures nécessaires pour stabiliser au moins, dans un pre-
die Anstrengungen zur Verwirklichung der Massnahmen des mier temps, leurs émissions de CO2 d'ici à l'an 2000 au niveau
Aktionsprogramms auf allen Ebenen (Bund, Kantone, Ge- de 1990, et pour réduire ensuite leurs émissions de CO2 et
meinden, Wirtschaft und Private) wesentlich verstärkt werden, d'autres gaz à effet de serre non réglementés par le Protocole
wenn dessen Ziele erreicht werden sollen. de Montréal sur la base de leurs politiques et stratégies natio-
- Der Bundesrat hat - wie in der Legislaturplanung erwähnt - nales et en tenant compte des meilleures connaissances
weiterhin die Absicht, eine C02-Abgabe auf fossilen Energie- scientifiques, techniques et économiques disponibles». La dé-
trägern vorzuschlagen. Diese Abgabe ist auch Bestandteil des claration souligne également la nécessité d'intensifier les tra-
Massnahmenplans «Energie 2000». Bei der Einführung soll vaux en cours visant à l'élaboration d'instruments économi-
eine möglichst weitgehende Abstimmung mit anderen westli- ques et de coordonner ces efforts au niveau international. Elle
chen Industriestaaten, insbesondere der EG, angestrebt wer- lance enfin un appel à tous les gouvernements de se joindre
den. Bei der Abgabebemessung ist der bereits gegebenen aux efforts déployés en vue d'une introduction rapide et com-
Fiskalbelastung, insbesondere der Treibstoffe, Rechnung zu mune d'instruments tels qu'une taxe sur le CO2.
tragen. Die laufenden Vorbereitungsarbeiten haben auch die Une telle initiative de la Suisse se base sur la décision du
Notwendigkeit zur Erreichung des Stabilisierungsziels und die 31 octobre 1990, par le biais de laquelle le Conseil fédéral
Lenkungswirkung darzulegen sowie Fragen der Mittelrück- donne l'instruction à la délégation suisse de s'engager, lors de
erstattung und einer stufenweisen Einführung mit einzu- la Deuxième conférence mondiale sur le climat, en faveur
schliessen. d'une «stabilisation au moins des émissions de CO2 d'ici à
2. Die Massnahmenplanung ist für alle Bereiche in vollem l'an 2000 au niveau de 1990». Cet objectif est fixé dans le Pro-
Gang. Das trifft auch für den Verkehrsbereich zu. Der Hand- gramme d'action «Energie 2000», qui vise à stabiliser la
lungsbedarf ist hier unbestritten. Als besonders vordringlich consommation d'agents fossiles, donc les émissions de CO2,
erachtet der Bundesrat die Senkung des spezifischen Treib- d'ici à l'an 2000, pour les réduire ensuite, à atténuer progressi-
stoffverbrauchs. Leider haben sich die Verhandlungen über vement entre 1990 et 2000, la demande d'électricité, puis de la
freiwillige Vereinbarungen verzögert Die Gespräche werden stabiliser, ainsi qu'à accroître sensiblement la contribution des
aber fortgesetzt, damit noch dieses Jahr die ersten Zielwert- nouvelles énergies renouvelables. Ces objectifs ont été confir-
vereinbarungen zustande kommen. més par le Conseil fédéral par les décisions des 7 novembre
In Anbetracht dieser Überlegungen ist der Bundesrat der An- 1990 et 27 février 1991 et par sa décision du 29 avril 1992
sicht, dass mit dem Aktionsprogramm «Energie 2000» das ge- concernant les lignes directrices de la délégation suisse aux
forderte Konzept zur Erreichung des Stabilisierungsziels be- négociations sur la Convention sur les changements climati-
steht und die in der Motion geforderten Massnahmen sich auf ques. Dans son allocution d'ouverture faite le 6 novembre
dem Wege der Realisierung befinden. 1990 à l'occasion de ladite conférence, le président de la
Confédération avait rappelé que la Suisse s'était fixé «pour ob-
jectif minimal de stabiliser» ses émissions de gaz carbonique
Rapport écrit du Conseil fédéral «d'ici l'an 2000 au niveau de 1990» et avait souligné qu'afin de
du 24 mars 1993 réaliser cet objectif la priorité serait accordée à des mesures
La Suisse a signé, le 12 juin 1992 à Rio de Janeiro, la Conven- d'économie d'énergie et d'accroissement de l'efficacité éner-
tion des Nations Unies sur les changements climatiques. Par gétique.
cette signature, elle s'engage, notamment, à élaborer un pro- 1. A cette fin, la Confédération s'est dotée des instruments sui-
gramme national de lutte contre les changements climatiques, vants:
à produire un inventaire d'émissions de gaz à effet de serre et à - l'article constitutionnel sur l'énergie et l'arrêté fédéral relatif à
faire rapport périodiquement à la Conférence des parties sur l'utilisation rationnelle de l'énergie, adopté en 1991. Sur la
les mesures prises dans le cadre de son programme national. base de ces instruments juridiques, diverses mesures ont été
La plupart des pays industrialisés ont formellement annoncé et seront prises, notamment dans les domaines des écono-
leur intention d'honorer ces obligations avant même l'entrée mies et de l'utilisation rationnelle de l'énergie, de la recherche
en vigueur de la convention. d'énergies sans libération de CO2, de la promulgation de dis-
Motion du groupe écologiste 48 N 1er mars 1994
positions visant à limiter la consommation d'énergie des appa- Bundesrat Cotti hat in Rio ausserdem die konkrete Verpflich-
reils, bâtiments et véhicules à moteur, de l'encouragement à la tung abgegeben, die C02-Emissionen bis zum Jahr 2000 auf
recherche en matière d'énergie, ainsi que des activités d'infor- den Stand von 1990 zu senken. Wir Grünen begrüssen diese
mation, déformation et de conseil; Verpflichtung. Sie ist auch Anlass unserer Motion.
- le Programme d'action «Energie 2000» (décisions du CF des Das schöne öffentliche Versprechen von Bundesrat Cotti in
7 novembre 1990 et 27 février 1991), dont l'objectif est de sta- Rio ist das eine. Nun müssen aber auch konkrete Taten folgen,
biliser la consommation d'agents fossiles, donc les émissions wenn nicht alles wieder einmal Schall und Rauch gewesen
de C02, d'ici à l'an 2000, pour les réduire ensuite; il vise égale- sein soll. Sie, Frau Bundesrätin, haben nun das Erbe angetre-
ment à atténuer progressivement la demande d'électricité, ten, und wir Grünen hoffen, dass wenigstens Sie es nicht bei
pour ensuite la stabiliser, et à accroître la contribution des nou- blossen Worten bewenden lassen.
velles énergies renouvelables. Le programme comporte la Zuviel Zeit ist seit dem Rio-Gipfel ohne konkrete Taten verflos-
mise en oeuvre des possibilités de développer, sans atteintes sen. Die bisherige Bilanz von «Energie 2000» ist äusserst ma-
notables à l'environnement, l'exploitation des forces hydrauli- ger, und gemäss Experten ist das Programm ohnehin nicht
ques à raison de 5 pour cent, ainsi que l'augmentation d'un genügend. Die Vernehmlassung zu einer Energie/C02-
facteur de 10 pour cent de la puissance des centrales nucléai- Abgabe ist zum x-tenmal angekündigt Können Sie, Frau Bun-
res existantes d'ici l'an 2000. desrätin, bestätigen, dass diese Vernehmlassung wirklich im
Comme il ressort du 2e rapport du DFTCE consacré au pro- März anläuft und dass darin genügend griffige Instrumente
gramme d'action «Energie 2000» (publié en septembre 1992), vorgesehen sind?
il convient de renforcer à tous les niveaux (fédéral, cantonal, Mit unserer Motion fordern wir vom Bundesrat ein konkretes,
communal, ainsi que dans les milieux économiques et privés) detailliertes Konzept, mit welchen Massnahmen er sein Ziel,
les efforts de mise en oeuvre des mesures prévues dans le die Senkung der CCyEmissionen auf den Stand von 1990,
programme d'action si l'on veut atteindre les objectifs fixés. Le fristgerecht erreichen will. Wir können nicht akzeptieren, dass
Conseil fédéral rappelle à ce propos sa volonté de poursuivre der Bundesrat unsere Motion in ein Postulat umwandeln las-
ces objectifs, quelles que soient les difficultés; sen will. Damit zeigt er, dass er seine Hausaufgaben nicht
- le Conseil fédéral n'a pas l'intention de renoncer à proposer ernst nimmt Oder können Sie, Frau Bundesrätin, mir sagen,
une taxe CO2 sur les énergies fossiles (mesure d'ailleurs men- wie Sie das Ziel ohne ein klares Konzept erreichen wollen?
tionnée dans le programme de législature). Cette taxe figure In der Schweiz trägt das CO2 mit 74 Prozent weitaus am stärk-
également au nombre des mesures prévues dans le cadre du sten zum Klimaeffekt bei, und der kürzlich vorgestellte Bericht
programme «Energie 2000». Elle devra faire l'objet d'une har- der interdepartementalen Arbeitsgruppe bestätigt, dass in der
monisation avec les mesures similaires qui seront prises par Schweiz verheerende Folgen zu befürchten sind, wenn wir
d'autres pays industrialisés, et notamment la CE. En ce qui wirklich nichts gegen den Klimaeffekt unternehmen.
concerne le taux de taxation, il devra être fixé compte tenu de Es ist deshalb wichtig, dass ein Fahrplan erstellt ist Seit der er-
la pression fiscale existante, tout particulièrement en matière sten Absichtserklärung durch den Bundesrat am 31. Oktober
de carburants. Les travaux préparatoires devront notamment 1990 ist leider wenig realisiert worden. Genau so, wie es viel-
démontrer la nécessité de stabiliser les émissions de CO2 et la leicht der Luftreinhalte-Verordnung geht, welche heute reali-
réalité de l'effet incitatif visé, et éclairer les aspects de la redis- siert sein müsste, wird es wahrscheinlich der Absichtserklä-
tribution du produit et de l'introduction par étapes. rung zur C02-Verminderung ergehen, wenn wir kein klares
2. Des mesures sont prises dans tous les domaines, et notam- Konzept haben.
ment en matière de transports, où personne ne conteste la né- Besonders enttäuschend bei der bundesrätlichen Antwort ist,
cessité d'agir. De l'avis du Conseil fédéral, la mesure la plus dass beim grössten Emittenten, dem motorisierten Verkehr,
urgente est d'abaisser la consommation de carburant Les né- bei welchem der CO2-Ausstoss immer noch steigend ist, keine
gociations en vue d'accords volontaires sur une telle réduc- griffigen Massnahmen geplant sind, sondern dass der Bun-
tion n'ont malheureusement pas abouti dans les délais pré- desrat immer noch auf eine freiwillige Reduktion des Treib-
vus. Les entretiens se poursuivent cependant, de façon que stoffverbrauchs hofft Das hat nach bisherigen Erfahrungen
les premiers accords chiffrés puissent être conclus encore aber nichts gebracht.
avant la fin de cette année. Die amtlich auferlegte Beschränkung ist übrigens auch eine
Au vu de ces considérations, le Conseil fédéral estime que le Massnahme, die unter anderem die Kantone Baselland und
programme «Energie 2000» constitue la conception voulue Basel-Stadt in ihren Massnahmenplänen zur Luftreinhalte-Ver-
pour atteindre l'objectif de stabilisation et que les mesures de- ordnung fordern. In seiner Stellungnahme zur Motion der
mandées dans la motion sont en cours de mise en oeuvre. Kommission für Umwelt, Raumplanung und Energie (Urek)
vom 2. Februar 1994, die eine Verminderung des Benzinver-
Schriftliche Erklärung des Bundesrates brauchs bei Motorfahrzeugen ebenfalls verlangt, kündigt der
Der Bundesrat beantragt, die Motion in ein Postulat umzu- Bundesrat lediglich an, sich auf eine Verordnung über Ver-
wandeln. brauchszielwerte beschränken zu wollen.
Frau Bundesrätin, gehen Sie mit mir nicht einig, dass dies nie-
mals genügend sein wird? Mit einer Zielwerteverordnung wird
Déclaration écrite du Conseil fédéral uns die Automobilindustrie noch lange verschaukeln und wei-
Le Conseil fédéral propose de transformer la motion en pos- terhin die altbekannten «Spritsäufer» produzieren und verkau-
tulat fen können, obwohl die Konstrukteure längst Autos entwickelt
haben, die im Durchschnitt zwischen 2 und 3 Liter Benzin auf
Antrag ScherrerJürg 100 Kilometer verbrauchen.
Ablehnung des Vorstosses, auch als Postulat Mit der Zustimmung zur Alpen-Initiative hat die Bevölkerung
deutlich gezeigt, dass ihr die Sorge und der Schutz unserer
Umwelt sehr wichtig sind und sie bereit ist, dafür Einschrän-
Proposition ScherrerJürg kungen in Kauf zu nehmen. Mit dem Ja hat die Bevölkerung
Rejeter l'intervention, même sous forme de postulat eine zukunftsweisendere Haltung eingenommen als der mut-
lose und inkonsequente Bundesrat Es ist nun an der Zeit,
Gonseth Ruth (G, BL): In der Herbstsession 1993 in Genf ha- dass sich auch der Bundesrat dieser fortschrittlichen Gangart
ben Sie mit grossem Mehr dem Rahmenübereinkommen der anschliesst Damit die Versprechungen von Rio eingelöst
Vereinten Nationen über Klimaänderungen zugestimmt. Mit werden können, braucht es unsere Motion und ein klares
dieser Zustimmung haben Sie erkannt, dass Handlungsbe- Konzept
darf zur Senkung aller Treibhausgase besteht Mit der Ratifizie- Wir bitten Sie deshalb, Frau Bundesrätin, unsere Motion als
rung und dem Inkrafttreten der Klimakonvention am 21. März Motion entgegenzunehmen; wir möchten Sie auch bitten, den
1994 ist unser Land auch zur Ausarbeitung und Umsetzung ei- hinterbänklerischen Antrag Scherrer Jürg, der nicht einmal ein
nes nationalen Programms verpflichtet Postulat überweisen möchte, abzulehnen.
I.März 1994 N 49 Motion der grünen Fraktion
Scherrer Jürg (A, BE): Die Panikmache und die Desinforma- Misteli Marguerite (G, SO): Die grüne Fraktion ist nicht damit
tion in bezug auf das CO2 gehören ins gleiche Kapitel wie das einverstanden, dass die Motion in ein «zahnloses» Postulat
1984 von Linken und Grünen erfolgreich lancierte Waldster- umgewandelt werden soll. Es ist von einiger Symbolträchtig-
beszenario. Seit 1984 folgt auf dieser Welt und besonders in keit, dass dies gerade heute geschehen soll: am 1. März 1994,
diesem Land ein Katastrophenszenario dem anderen, und die dem Stichtag für die Erreichung der Grenzwerte der in der Luft-
Lösungsvorschläge der Verhinderer sind immer dieselben. reinhalte-Verordnung aufgeführten Luftschadstoffe. Auch die
Zuerst behaupten sie, es werde eine unheilvolle Katastrophe auf Ende dieses Jahres zu erreichenden Emissionsgrenz-
über unser Land hereinbrechen; nur, wenn wir Konsumver- werte des Luftreinhalte-Konzepts werden wir nicht erreichen.
zicht übten, und nur dann, wenn das Schweizervolk ihren Vor- Dies ist für uns von der politischen Aussage her nicht zu akzep-
stellungen nachgebe, gebe es möglicherweise eine Rettung. tieren, sind doch inzwischen eine grosse Anzahl von Experten
Und die Rettung besteht jetzt, beim C02, in einer massiven fis- der Meinung, dass diese Grenzwerte minimal sind und zum
kalischen Mehrbelastung unserer Volkswirtschaft Beispiel die Übersäuerung des Bodens nicht im notwendigen
Es ist mir klar, dass Leute, die ihren Lohn vom Staat beziehen Ausmass zu reduzieren vermögen. Wir protestieren heute also
und sich nie dem Wettbewerb in der Privatwirtschaft stellen in aller Form gegen diese zögerliche Umsetzung der schwei-
mussten, keine Ahnung davon haben, was es heisst, jeden zerischen Luftreinhalte-Politik.
Tag den wirtschaftlichen Überlebenskampf zu bestehen, je- Bei der Umsetzung der von uns eingegangenen Verpflichtun-
den Tag am Morgen zeitig aufzustehen, zur Arbeit zu gehen, gen, bis ins Jahr 2000 die CO2-Emissionen auf dem Stande
um erstens die Wirtschaft am Leben zu erhalten und zweitens von 1990 zu stabilisieren, zeigt sich genau das gleiche Bild.
das Steuersubstrat, von dem unser Staat nicht schlecht lebt, Wir stehen heute schon im Jahre 1994, also kurz vor der Halb-
aufzubringen. zeit Die CO2-Emissionen steigen nach wie vor. Wenn wir die
Das Waldsterben war einer der grössten Flops dieses Jahr- graue Energie einbeziehen, steht die Schweiz im Pro-Kopf-
hunderts. Die sogenannte Klimakatastrophe wird wahrschein- Ausstoss von C02 über dem Durchschnitt der westeuropäi-
lich der grösste Flop dieses Jahrtausends; ich kann Ihnen nur schen Länder. Wir sind also nicht die Avantgarde in Europa
nicht sagen, ob die Wahrheit in diesem oder im nächsten Jahr- Wir sind nicht der Auffassung, dass dazu nur eine Mass-
tausend über Sie «hereinbrechen» wird. nahme - z. B. CO2-Abgaben - genügen würde, aber es wäre
Es gibt nämlich beim CO2 nicht nur diese Pseudowissenschaf- schon schön, wenn sich diese wenigstens endlich konkretisie-
ter, die es mit gütiger Hilfe der linken Medien geschafft haben, ren würde. Es braucht ein Bündel, einen Mix, von Massnah-
sich in der Öffentlichkeit lautstark kundzutun. Es gibt auch an- men. Es ist unbestritten: Die grössten CO2-Zunahmen sind
dere Wissenschafter, welche als absolut seriös zu bezeichnen beim motorisierten Verkehr zu verzeichnen. Also braucht es
sind, die längst den Nachweis erbracht haben, dass alles, was technische Massnahmen, z. B. Motoren mit kleinerem Treib-
heute angeblich völlig neu sei, nämlich die Erderwärmung, hö- stoffverbrauch, politische, gesetzliche Massnahmen, z. B. die
here C02-Konzentrationen, mehr Naturkatastrophen, schon Luftreinhalte-Verordnung und die Massnahmenpläne; ein Vor-
einmal da war. Nur hatten wir eben früher keine Grünen, die stoss dazu wird heute noch behandelt, oder marktwirtschaftli-
aus diesen Katastrophenszenarien materielles und politisches che Massnahmen, z. B. die CO2-Abgaben; finanzpolitische
Kapital zu schlagen versuchten. Massnahmen, z. B. die Internalisierung der externen Kosten
Aber wenn Sie eine CO2-Steuer einführen, wenn es schon sein des motorisierten Verkehrs, und freiwillige Massnahmen, von
muss, die Fiskallasten dieser Volkswirtschaft noch massiv zu denen ja sehr viel gehalten wird, z. B. die freiwillige Umstel-
erhöhen, dann denken Sie daran, hier nicht nur den Privatver- lung vom Auto auf den öffentlichen Verkehr.
kehr zu besteuern, und denken Sie daran, nicht nur Ölheizun- Solche Massnahmen sind alle irgendwo in der Pipeline oder
gen zu besteuern usw., sondern denken Sie zuallererst daran, schon rechtskräftig, nur das freiwillige Umsteigen vom Auto
den elektrisch betriebenen öffentlichen Verkehr zu besteuern! auf den öffentlichen Verkehr findet nirgendwo statt Aber eben:
Es ist längst bekannt, dass beim öffentlichen Verkehr der Per- Alles lässt auf sich warten.
sonenkilometer, welcher sich auf der Bahn abwickelt, eine hö- Der Vorschlag des Bundesrates, die Motion in ein Postulat um-
here CO2-Produktion zur Folge hat als der private motorisierte zuwandeln, ist für uns ein weiteres Zeichen, dass der Bundes-
Verkehr. Das ist längst bekannt! Denn der öffentliche Verkehr rat das Programm «Energie 2000» nicht entsprechend den ur-
hat einen Wirkungsgrad von nur 30 Prozent, wenn man den sprünglichen Zielsetzungen durchsetzen will. Damit gibt er
europaweiten Einsatz der Primärenergie, welche wiederum zu den Vertretern des «ungebremsten» motorisierten Verkehrs
90 Prozent aus der Verbrennung fossiler Energieträger produ- freie Fahrt, haben diese doch schon erklärt, dass zum Beispiel
ziert wird, einbezieht der kleinere CO2-Ausstoss bei Dieselmotoren sofort durch
Jetzt muss ich ganz speziell Frau Gonseth ansprechen. Frau grössere, stärkere Motoren kompensiert werden soll.
Gonseth, Ihnen möchte ich eigentlich sagen: Schusterin, blei- Die grüne Fraktion fordert Sie deshalb auf, die Motion als Mo-
ben Sie bei Ihrem Leisten. Wenn Sie die Automobilindustrie tion zu überweisen und dadurch hier im Rat die Verbindlichkeit
angreifen und ihr unterstellen, sie verschaukle die Politiker, der von uns beschlossenen Grenzwerte bei den CO2-Emissio-
dann, Frau Gonseth, gebe ich diesen Vorwurf an Sie zurück. nen zu demonstrieren und nicht mit Herrn Scherrer Jürg ins
Auch mir ist natürlich bekannt, dass es Laborfahrzeuge gibt, 19. Jahrhundert des reduktionistischen Denkens zurückzufal-
die mit zwei bis drei Litern pro 100 Kilometer laufen. Aber es ist len. Die Luftverschmutzung scheint auch in den Köpfen eini-
nicht so, wie Sie als Laien glauben, dass diese Fahrzeuge be- ger Parlamentarier Auswirkungen zu haben!
reits produktionsreif sind. Wissen Sie, Frau Gonseth, ein Auto-
mobilimporteur und -hersteller, der sich am Markt stellen, der Steiger Hans (S, ZH): Die sozialdemokratische Fraktion ist für
um Marktanteile kämpfen muss und diese Marktanteile auch die Überweisung dieser Motion; es ist für uns gerade bei die-
erhöhen will, würde ein Auto, welches zwei bis drei Liter Treib- sem Datum-Frau Misteli hat es erwähnt-wichtig, dass diese
stoff pro 100 Kilometer verbraucht und produktionsreif ist, Motion auch überwiesen wird. Es gab gestern und heute im
heute auf den Markt bringen. Alles andere wäre dumm. Und Land - gestern vor diesem Haus - Proteste gegen die Nicht-
Sie wollen ja unseren Automobilherstellern nicht Dummheit einhaltung der Luftreinhalte-Verordnung. Hier im Saale
unterstellen. herrscht Schweigen - bis jetzt auf dieses Votum von Frau
Wenn ich aber die neueste grüne Forderung höre, dass die Misteli. Man kann sich nur peinlich berührt an die ganzen De-
CO2-Steuer zur Finanzierung der Arbeitslosenkasse verwen- batten in einer Waldsession erinnern, die ich damals intensiv
det werden solle, dann wird mir natürlich endgültig klar, wohin verfolgt habe, und sie mit dem vergleichen, was wir heute als
der Hase läuft. Es geht doch bei dieser fiskalischen Belastung Resultat - als Versagen - bei der Luftreinhalte-Verordnung
der Wirtschaft um nichts weiter, als diejenigen zu finanzieren, haben.
welche sich auf Kosten der Allgemeinheit ein schönes, ange- Hier geht es um CO2, hier geht es um die Klimafrage. Aber eine
nehmes Leben leisten wollen. Das ist doch der eigentliche ganz grosse Parallele ist von vornherein da Auch hier wird die
Grund. Bereitschaft zum Handeln-vor allem im Bereich Verkehr-ent-
Schieben Sie diesen Vorstössen einen Riegel vor, und lehnen scheidend, ausschlaggebend sein. Bei der Umsetzung von
Sie die Motion ab! «Rio» darf sich dieses traurige Spiel nicht noch einmal wieder-
Motion du groupe écologiste 50 N 1er mars 1994
holen, dieses Spiel von schönen Versprechen, von guten Be- ce que nos enfants, nos personnes âgées, les membres les
richten und schliesslich einer fehlenden Umsetzung in der plus fragiles de notre société ne souffrent pas dans leur chair
Praxis. des conséquences de la pollution de l'air.
Die ersten Indizien dafür sind durchaus schon da Wir haben Sur la base du programme «Energie 2000» et sur celle des en-
vor kurzer Zeit vom Bund einen - von mir aus gesehen - sehr gagements pris à Rio, le Conseil fédéral et mon département
guten Bericht zur Klimafrage erhalten, erstellt von einer Ar- notamment ont procédé aux mesures suivantes: nous avons
beitsgruppe, die eingesetzt worden war. Aber ein erstes Indiz, pu achever le rapport sur le réchauffement planétaire et la
das skeptisch stimmen kann, ist dort schon das Kleinge- Suisse, qui fournit la base d'une stratégie nationale. Le
druckte auf der ersten Seite - das man auch lesen muss -; es Conseil fédéral a pris connaissance de ce rapport le 7 février
ist eine Absetzbewegung des Bundesrates, dass die Mass- de cette année, après quoi ce rapport a pu être remis aux auto-
nahmen, die Vorschläge in diesem Bericht, nicht abgesegnet rités internationales chargées d'examiner la participation
seien, nicht schon die Meinung des Bundesrates seien. suisse au programme de Rio. Ce rapport contient les éléments
Ich glaube, dass es der falsche Weg wäre, so früh schon auf d'un programme national pour lutter contre les émissions de
diese Art von dem abzurücken, was von der Schweiz in Rio gaz à effets de serre et répond déjà très largement au voeu ex-
pionierhaft erklärt worden ist Die Ablehnung dieses Vorstos- primé par la motion.
ses an diesem 1. März wäre ein - auch psychologisch - ver- Le programme dont il s'agit reposera sur les programmes sec-
heerendes Zeichen dafür, dass das Spiel wiederholt werden toriels existants, d'un côté, «Energie 2000» et «Stratégie de
soll. lutte contre la pollution de l'air», d'un autre côté, sur des mesu-
res prises dans tous les autres secteurs responsables d'émis-
Bircher Peter (C, AG) : Die geradezu beleidigenden Äusserun- sions de gaz à effet de serre et, finalement, de mesures dans le
gen von Herrn Scherrer Jürg rufen mich auch an dieses Red- domaine de l'information, de l'éducation, de la recherche et du
nerpult Denn im Klartext hat er an sich auch die Stimmbürger développement Ce programme sera développé dans ses dé-
beleidigt, die am vorletzten Sonntag ein deutliches, auch um- tails par un groupe institué dans le cadre du comité responsa-
weltpolitisches Zeichen gesetzt haben. Es zeugt schon von ble du Suivi de Rio sur la base du rapport qui vient d'être
unglaublicher Arroganz, Daten und Fakten, Tatsachen und achevé.
Tatbestände derart in der Luft herumzuwirbeln und sie nicht Si, dans les petites lettres, on précise bien qu'il s'agit d'un tra-
wahrhaben zu wollen. vail d'un groupe interdépartemental et non pas d'une prise de
Ich bin sehr beeindruckt über die Ergebnisse, die im neuen Kli- position définitive du Conseil fédéral, je crois qu'il ne faut y voir
mabericht aufscheinen, an dem immerhin zehn Bundesämter aucune intention de distanciation, mais tout simplement la vo-
gearbeitet haben. Das alles als Luft oder nichtexistent zu erklä- lonté de remettre sans le moindre filtre les conclusions de ce
ren, betrachte ich als eine Katastrophe - nicht nur als eine Kli- groupe de travail à l'opinion publique. Je suis persuadée que
makatastrophe, sondern als Katastrophe im Sinne der seriö- j'aurai l'occasion de retrouver au cours des années à venir des
sen Meinungsbildung und auch der Dialogfindung in diesem conclusions, des éléments, des statistiques, des données ex-
Parlament. traits de ce rapport à l'appui de propositions que vous ferez au
Es ist natürlich so, dass nicht nur der Verkehr, sondern sicher Conseil fédéral.
auch die Heizungen eine grosse Mitschuld an den CO2-Emis- «Energie 2000», ce programme qui joue un rôle essentiel dans
sionen tragen. Tatsache ist, dass wir im Moment das Öl, die- la réalisation des objectifs, bat son plein. Le 16 septembre
sen «endlichen» Rohstoff Öl, in unglaublichem Ausmass, weil 1993, M. Ogi, conseiller fédéral, à l'époque président de la
es so billig ist, zu Lasten unserer nächsten Generation ver- Confédération, a présenté le 3e rapport annuel et a rapporté
brennen; dass bis heute die in der Tat vielen schönen Worte in sur l'état d'avancement des travaux Vous savez que le pro-
«Rio» nur schöne Worte geblieben sind. gramme est basé sur le principe de la libre décision, c'est-à-
Ich bin der Meinung, dass man den Vorstoss als deutlichen dire qu'il repose largement sur des accords volontaires, mais
Akzent und Willenskundgebung dieses Parlamentes in Moti- qu'il a permis de rassembler en Suisse toutes les forces qui se
onsform überweisen soll, denn die ganze Geschichte ist ange- préoccupent de questions d'énergie et, en particulier, de la
sagt, auch mit dem Regierungsprogramm. Wir werden uns nécessaire économie d'énergie. Des centaines de projets ont
dann bei der nächsten Umweltdebatte wiedersehen; ich hoffe été mis en route ou ont été réalisés par des particuliers, par
auch, dass die CO2-Vorlage bald an dieses Parlament gelangt l'économie, par des communes, des cantons ou par la Confé-
dération, tels que, par exemple, le projet d'étiquetage pour les
Steinemann Walter (A, SG): Die Luftreinhalte-Verordnung ist appareils de bureau qui consomment peu d'énergie ou les
eine direkte Folge der Waldsterbehysterie, wie wir alle wissen. capteurs solaires avantageux pour les logements individuels.
Aufgrund von übertriebenen Befürchtungen sind übertriebene Les perspectives du programme «Energie 2000»: une chose
Grenzwerte gesetzt worden. Zudem sind diese Grenzwerte est déjà claire, la libre décision ne suffit plus si l'on veut attein-
schon zu Alarmwerten umfunktioniert worden, und dies ist dre les buts fixés en matière de politique énergétique et de po-
nicht statthaft Die Fraktion der Auto-Partei ist nicht bereit, wei- litique environnementale.
tere wirtschaftliche Einbrüche in Kauf zu nehmen, die infolge Aujourd'hui, le coût réel de l'énergie est inférieur à ce qu'il était
falscher Annahmen, Desinformation und Ähnlichem eintreten avant la crise pétrolière de 1973; de ce fait, les économies ne
werden. sont pas attrayantes. Qui a intérêt à économiser une matière
Wir bitten Sie, die Motion nicht zu überweisen. aussi bon marché que l'énergie? Et c'est la raison pour la-
quelle l'introduction d'une taxe d'incitation prend de plus en
Dreifuss Ruth, conseillère fédérale: Le Conseil fédéral, dans plus d'importance.
sa réponse du 24 mars 1993, vous propose de transformer en Vous m'avez demandé, Madame Gonseth, où en était la taxe
postulat la motion du groupe écologiste. S'il vous le propose, sur le C02. Je puis vous dire que les derniers travaux prépara-
c'est parce qu'il a le sentiment d'être sur la bonne voie, d'es- toires à l'intention du Conseil fédéral sont sur le point d'être
sayer de transposer honnêtement les engagements qui ont achevés, et que j'espère que l'on peut compter en semaines,
été pris. J'aimerais compléter la réponse par les dispositions et en peu de semaines, la distance qui nous sépare de l'ouver-
prises au cours de cette dernière année. ture de la procédure de consultation. Cette dernière devra du-
Préalablement, j'aimerais cependant intervenir quant à une rer suffisamment pour qu'il puisse y avoir un débat public sur
des remarques qui viennent d'être faites et qui relativisent les la base des propositions qui seront faites. J'espère ainsi que la
objectifs et les normes de l'ordonnance sur la protection de période entre la fin du printemps et le début de l'automne
l'air. Il est faux de dire que ces normes auraient été instituées pourra être consacrée à une discussion approfondie sur la
sur la base d'un vent de panique attisé avec je ne sais quelles taxe d'orientation que le Conseil fédéral proposera
intentions néfastes et que la preuve aurait été apportée A ce propos, je tiens à dire avec toute la détermination néces-
qu'elles ne sont pas justifiées. Ces normes ont été établies en saire que les arguments avancés par M. Scherrer Jürg et les
fonction de la santé de notre population, en harmonie avec pseudo-informations qu'il a données sur la volonté du Conseil
des normes internationales, et elles ont été fixées de façon à fédéral sont totalement faux II a parlé défiscalisation, definan-
I.März 1994 N 51 Motion Maspoli
cément de gens qui, aux frais de la collectivité, mèneraient une Hans, Meier Samuel, Meyer Theo, Misteli, Rebeaud, Rechstei-
vie dorée, en d'autres termes d'un lien entre la taxe sur le CO2 ner, Robert, Schmid Peter, Sieber, Spielmann, Steiger Hans,
et l'assurance-chômage. Il a essayé d'amener, là aussi, une Strahm Rudolf, Tschäppät Alexander, Tschopp, Vollmer, We-
insécurité dans la discussion en prêtant au Conseil fédéral des der Hansjürg, Wick, Wiederkehr, Zbinden, Züger, Zwygart (61)
intentions qui ne sont pas les siennes. La taxe sur le CO2 a
pour objectif de changer le comportement des habitants et Der Stimme enthalten sich -S'abstiennent:
des habitantes de ce pays, en ce qui concerne le gaspillage Borradori, David, Keller Rudolf, Maspoli, Ruf, Steffen (6)
actuel de l'énergie. Il ne sert à rien, il ne sert surtout pas à la
sérénité de l'examen des propositions que nous allons faire de /Abwesend sind - Sont absents:
lancer à l'avance de telles informations qui se révéleront Aregger, Baumberger, Bonny, Bortoluzzi, Brügger Cyrill,
fausses. Bürgi, Cavadini Adriano, Columberg, Comby, Couchepin,
En ce qui concerne la diminution de la consommation de car- Darbellay, de Dardel, Dormann, Gobet, Gysin, Hämmerle,
burant des véhicules, nous sommes dans une situation peut- Hess Peter, Hubacher, Jeanprêtre, Keller Anton, Leu Josef,
être plus difficile que nous ne l'imaginions au départ. Le Maitre, Marti Werner, Matthey, Mauch Rolf, Nabholz, Phili-
Conseil fédéral a chargé l'administration de préparer un projet pona, Pidoux, Pini, Ruffy, Rychen, Schweingruber, Segmüller,
d'ordonnance visant à réduire la consommation spécifique de Seiler Rolf, Stamm Judith, Stucky, Suter, Theubet, Thür, Wan-
carburant des véhicules, mais il a donné la préférence et la ner, Ziegler Jean, Zisyadis (42)
priorité à une convention volontaire, à condition que celle-ci
soit efficace et qu'elle soit prise dans un délai raisonnable. Präsidentin, stimmt nicht - Presidente, ne vote pas:
C'est pourquoi, parallèlement au contact avec les milieux et la Haller (1)
branche concernés, un projet d'ordonnance avec des valeurs
cibles est en préparation. Ce projet devra se baser sur les nou-
velles méthodes de mesures des gaz d'échappement que
l'Union européenne prévoit d'introduire en 1995. En l'état ac-
tuel des choses, l'ordonnance que nous sommes en train de
préparer pourrait entrer en vigueur dans le courant de 1995, si
les branches économiques perdent leurs chances de régle- #ST# 92.3244
menter de façon satisfaisante les normes en la matière.
Voilà ce que nous avons fait. Il est clair que beaucoup reste à Motion Maspoli
faire. Je m'engage à mettre mon énergie au service de cette Emissionsfreie Kehrichtentsorgung.
cause.
Förderung
Persönliche Erklärung - Déclaration personnelle Elimination des ordures.
Scherrer Jürg (A, BE): Frau Bundesrätin, Sie haben mir pseu-
Techniques exemptes de nuisances
dowissenschaftliche Argumentation unterstellt. Sie haben mir
weiter unterstellt, dass die von mir präsentierten Fakten falsch
seien. Ich weise diese Vorwürfe zurück. Ich bin in der Lage,
sämtliche von mir vorgebrachten Argumente zu belegen.
Wortlaut der Motion vom 17. Juni 1992
Wenn Ihre Bundesämter die Fakten einseitig würdigen, ist das
Der Bundesrat wird beauftragt, im Bereich der Kehrichtentsor-
nicht mein, sondern Ihr Problem.
gung jene Technologien zu fördern, welche keine deponierten
Abfälle und nur ein Minimum an Schadstoffemissionen produ-
Namentliche Abstimmung - Vote par appel nominal zieren, wie zum Beispiel Thermoselect (Verfahren zur emissi-
onsfreien Rohstoffrückgewinnung).
Für Überweisung als Postulat stimmen:
Votent pour la transmission comme postulat: Texte de la motion du 17 juin 1992
Aguet, Allenspach, Aubry, Berger, Bezzola, Binder, Bischof, Le Conseil fédéral est chargé d'encourager, dans le domaine
Blocher, Borer Roland, Brunner Christiane, Bühler Simeon, de l'élimination des déchets, les technologies qui ne laissent
Bührer Gerald, Camponovo, Chevallaz, Cincera, Daepp, pas de résidus à entreposer et ne produisent qu'un minimum
Deiss, Dettling, Dreher, Ducret, Duvoisin, Eggly, Engler, Epi- de substances toxiques, comme le système Thermoselect
ney, Eymann Christoph, Fehr, Fischer-Hägglingen, Fischer- (procédé de valorisation des matières récupérables sans
Seengen, Fischer-Sursee, Frey Claude, Frey Walter, Friderici émissions polluantes).
Charles, Fritschi Oscar, Früh, Giezendanner, Giger, Graber,
Gros Jean-Michel, Hari, Heberlein, Hegetschweiler, Hess Mitunterzeichner - Cosignataires: Allenspach, Aubry, Bär,
Otto, Hildbrand, Iten Joseph, Jäggi Paul, Jenni Peter, Kern, Baumann, Bäumlin, Binder, Bischof, Blatter, Bonny, Borei
Kühne, Leuba, Loeb François, Mamie, Maurer, Miesch, Moser, François, Borer Roland, Borradori, Bortoluzzi, Brunner Christi-
Mühlemann, Müller, Marbel, Nebiker, Neuenschwander, Oeh- ane, Bühler Simeon, Bühlmann, Bührer Gerald, Bundi, Cin-
ler, Perey, Poncet, Raggenbass, Reimann Maximilian, Rohr- cera, Columberg, Couchepin, Daepp, Darbellay, David, Deiss,
basser, Ruckstuhl, Rutishauser, Sandoz, Savary, Scherrer Diener, Dreher, Dünki, Engler, Epiney, Eymann Christoph,
Jürg, Scherrer Werner, Scheurer Rémy, Schmidhalter, Fankhauser, Fehr, von Feiten, Fischer-Hägglingen, Fischer-
Schmied Walter, Schnider, Schwab, Seiler Hanspeter, Sursee, Frey Claude, Friderici Charles, Gardiol, Giger, Gobet,
Spoerry, Stalder,-Stamm Luzi, Steinegger, Steinemann, Stei- Gonseth, Grendelmeier, Gros Jean-Michel, Gross Andreas,
ner Rudolf, Tschuppert Karl, Verterli, Wittenwiler, Wyss Paul, Grossenbacher, Hafner Rudolf, Hafner Ursula, Haller, Häm-
Wyss William, Zölch, Zwahlen (90) merle, Hollenstein, Jaeger, Jeanprêtre, Jenni Peter, Keller An-
ton, Keller Rudolf, Kern, Kühne, Leemann, Leuba, Leuenber-
Für Überweisung als Motion stimmen: ger Ernst, Loeb François, Maeder, Matthey, Mauch Rolf, Meier
Votent pour la transmission comme motion: Hans, Meier Samuel, Miesch, Misteli, Moser, Mühlemann, Mül-
Bär, Baumann, Bäumlin, Béguelin, Bircher Peter, Blatter, Bo- ler, Nabholz, Narbel, Perey, Pini, Poncet, Raggenbass, Re-
denmann, Borei François, Bühlmann, Bundi, Caccia, Carob- beaud, Robert, Ruf, Rutishauser, Savary, Scherrer Jürg,
bio, Caspar-Hutter, Danuser, Diener, Dünki, Eggenberger, Scheurer Rémy, Schmid Peter, Schmidhalter, Schnider, Seg-
Fankhauser, Fasel, von Feiten, Gardiol, Goll, Gonseth, Gren- müller, Seiler Rolf, Sieber, Spielmann, Spoerry, Stalder,
delmeier, Gross Andreas, G rossen bâcher, Haering Binder, Stamm Luzi, Steffen, Steinegger, Steinemann, Strahm Rudolf,
Hafner Rudolf, Hafner Ursula, Herczog, Hollenstein, Jaeger, Theubet, Thür, Tschäppät Alexander, Tschopp, Tschuppert
Jori, Ledergerber, Leemann, Lepori Bonetti, Leuenberger Karl, Vetterli, Vollmer, Weder Hansjürg, Wiederkehr, Wittenwi-
Ernst, Leuenberger Moritz, Maeder, Mauch Ursula, Meier ler, Ziegler Jean, Zisyadis, Zölch, Züger, Zwygart (114)
Schweizerisches Bundesarchiv, Digitale Amtsdruckschriften
Archives fédérales suisses, Publications officielles numérisées
Archivio federale svizzero, Pubblicazioni ufficiali digitali
Motion der grünen Fraktion Senkung der CO2-Emissionen
Motion du groupe écologiste Réduction des émissions de gaz carbonique
In Amtliches Bulletin der Bundesversammlung
Dans Bulletin officiel de l'Assemblée fédérale
In Bollettino ufficiale dell'Assemblea federale
Jahr 1994
Année
Anno
Band I
Volume
Volume
Session Frühjahrssession
Session Session de printemps
Sessione Sessione primaverile
Rat Nationalrat
Conseil Conseil national
Consiglio Consiglio nazionale
Sitzung 02
Séance
Seduta
Geschäftsnummer 92.3245
Numéro d'objet
Numero dell'oggetto
Datum 01.03.1994 - 08:00
Date
Data
Seite 46-51
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