Federal Council Clarifies Cheese Union's Ski Team Sponsorship
Legislator-Zusammenfassung
KI-generiertThe Swiss Federal Council responded to an interpellation regarding a cheese union's sponsorship of the national ski team, clarifying that while federal contributions to the union were substantial, the sponsorship was an independent marketing decision within the union's purview, not a direct use of taxpayer funds for sports sponsorship. The Council noted that the union's decision was a strategic business choice aimed at promoting cheese sales internationally and that any potential impact on budgetary guidelines or oversight mechanisms was not present.
Legislator-Regeste
KI-generiertArt. 7 BVO, Art. 8 Absatz; Federal Council Clarifies Cheese Union's Ski Team Sponsorship: The Council noted that the union's decision was a strategic business choice aimed at promoting cheese sales internationally and that any potential impact on budgetary guidelines or oversight mechanisms was not present.
Schlagwörter
KI-generiertZitierte Gesetzesbestimmungen
KI-generiertVerwandte Entscheide
KI-generiertVolltext
Interpellation Jori 2210 N 9 octobre 1992
se i loro versamenti sono stati effettuati e se sono consentiti 1. Quel est le montant des subventions fédérales à l'Union
dall'uso commerciale, vale a dire se sono in relazione con l'at- suisse du commerce de fromage?
tività commerciale. Spetta al contribuente fornire all'autorità di 2. Le Conseil fédéral a-t-il été informé du projet de contrat de
tassazione convincenti prove al riguardo. Nell'ambito delle l'union?
sue competenze di vigilanza sulla riscossione dell'imposta fe- 3. Quel montant l'union s'est-elle engagée à verser annuelle-
derale diretta, l'Amministrazione federale delle contribuzioni ment à notre équipe de ski?
opera controlli saltuari su incarti fiscali. In ogni singolo caso si 4. Que pense le Conseil fédéral en principe de l'utilisation des
appura parimenti se i costi aziendali fatti valere dai contribuenti recettes fiscales pour le parrainage du sport de compétition?
sono consentiti dall'uso commerciale. L'Amministrazione fe- 5. Le Conseil fédéral est-il disposé àfaire en sorte qu'à l'avenir,
derale delle contribuzioni chiarirà nondimeno se riguardo alle pour des raisons relevant de la politique économique, les re-
tangenti e bustarelle e a simili prestazioni si renderanno ne- cettes fiscales soient réservées au sport de masse et que le
cessarie nuove direttive dettagliate all'attenzione delle Ammi- parrainage à des fins commerciales soit laissé à l'économie?
nistrazioni cantonali per l'imposta federale diretta
Mitunterzeichner - Cosignataires: Bundi, Caspar-Hutter, Da-
Präsident: Der Interpellant beantragt Diskussion. nuser, Goll, Gross Andreas, Hafner Ursula, Hämmerle, Her-
czog, Hubacher, Ledergerber, Meyer Theo, Steiger (12)
Abstimmung - Vote
Für den Antrag auf Diskussion offensichtliche Mehrheit
Dagegen Minderheit Schriftliche Begründung-Développement par écrit
Der Urheber verzichtet auf eine Begründung und wünscht
Verschoben - Renvoyé eine schriftliche Antwort
Schriftliche Stellungnahme des Bundesrates
vom 31. August 1992
Rapport écrit du Conseil fédéral
du 31 août 1992
Das Bundesgesetz vom 27. Juni 1969 über die Käsemarktord-
nung unterstellt die Schweizerische Käseunion der Kontrolle
des Staates. Das Gesetz lässt ihr jedoch die Freiheit, die
Grundsätze für eine optimale Käsevermarktung selber festzu-
legen. Der Gesetzgeber hat bewusst darauf verzichtet, in der
#ST# 92.3186 Käseunion nur ein ausführendes Organ zu sehen. Vielmehr
soll die Eigenverantwortung der beteiligten Fachverbände
Interpellation Jöri und Grosshandelsfirmen zum Zug kommen. Der Sponsoring-
Sponsoring der Käseunion entscheid des Verwaltungsrates der Käseunion bedeutet in
beim Swiss Ski Pool diesem Sinne einen unternehmungspolitischen Entscheid
über eine bestimmte künftige Werbe- und Absatzstrategie. Als
Parrainage de l'équipe nationale solcher steht er im Prinzip öffentlich-rechtlich nur dann zur Dis-
de ski assuré par l'Union suisse kussion, wenn dadurch behördliche Budgetvorgaben oder
du commerce de fromage die institutionalisierten Aufsichts- und Kontrollmechanismen
nicht respektiert würden. Dies ist nicht der Fall.
Die einzelnen Fragen beantworten wir wie folgt:
1. Im Durchschnitt der beiden letzten Rechnungsjahre der Kä-
seunion beliefen sich die Bundesbeiträge, Siloverbotszulagen
Wortlaut der Interpellation vom 3. Juni 1992 eingerechnet, auf 470,6 Millionen Franken bei einem Absatz-
Wie der Presse zu entnehmen war, tritt die Schweizerische Kä- volumen von 81 277 Tonnen Käse pro Jahr. Jedes im In- und
seunion für drei Jahre als Generalsponsor des Swiss Ski Pools Ausland verkaufte Kilo Unionskäse belastete somit die Milch-
beziehungsweise der Skinationalmannschaft auf. Sicher wird rechnung im Durchschnitt mit Fr. 5.79 oder rund 47 Rap-
damit die Vermarktung unseres Käses auf dem internationalen pen/kg verkäster Milch.
Markt verbessert Neben den werbetechnischen Aspekten 2. Die zuständigen Departementsvorsteher kannten die Ver-
stellen sich aber auch noch grundsätzliche und politische Fra- tragsabsicht der Käseunion.
gen zu einem Sponsoring im Spitzensport mit Steuergeldern. 3. Die jährliche Verpflichtung als Generalsponsor beläuft sich
1. Wie hoch belaufen sich die Bundesbeiträge an die Käse- auf 1,8 Millionen Franken. Für die eigentliche Werbeaktivität
union? im Umfeld der Skifahrer ist ein gleich hoher Betrag eingesetzt
2. Wurde der Bundesrat über die Vertragsabsicht der Käse- 4. Der Bundesrat setzt im vorliegenden Fall nicht zielgerichtet
union orientiert? Steuergelder ein für Sponsoring im Spitzensport, sondern
3. Wie hoch sind die jährlichen Verpflichtungen der Käseunion stellt ausschliesslich fest, dass die Käseunion im Rahmen der
gegenüber dem Swiss Ski Pool? ihr vorgegebenen Kompetenzen eine entsprechende Aktivität
4. Welche Meinung vertritt der Bundesrat grundsätzlich be- zur Absatzförderung von jährlich rund 81 000 Tonnen Hart-
züglich der Verwendung von Steuergeldern für Sponsoring im käse im In- und Ausland beschlossen hat. Im übrigen geht der
Spitzensport? Bundesrat davon aus, dass Sportsponsoring sowenig als
5. Ist der Bundesrat bereit, in Zukunft darauf hinzuwirken, dass blosse Unterstützung qualifiziert werden kann wie irgendeine
Steuergelder auch aus ordnungspolitischer Sicht dem Brei- Inseratenwerbung: Was hierangestrebt wird, ist die Werbewir-
tensport zugute kommen und das kommerzielle Sponsoring kung. Erfahrungszahlen aus der letzten Skisaison zeigen,
der Wirtschaft überlassen wird? dass allein die Schweizer Skifahrer(innen) für umgerechnet
über 22 Millionen Franken Werbezeit im Fernsehen des In-
Texte de l'interpellation du 3 juin 1992 und Auslandes zu sehen waren. Ohne diese konkrete Gegen-
Selon des nouvelles parues dans la presse, l'Union suisse du leistung müsste der Entscheid der Käseunion in der Tat kri-
commerce de fromage assurera trois ans durant le parrainage tisch beurteilt werden.
du «Swiss Ski Pool», notre équipe nationale de ski. L'écoule- 5. Der autonome Entscheid der Käseunion, innerhalb vorge-
ment de notre fromage sur le marché international en sera cer- gebener öffentlich-rechtlicher Rahmenbedingungen eine be-
tainement facilité. Cependant, les problèmes qui se posent ne stimmte Marketingaktivität über das Sponsoring der Schwei-
sont pas seulement d'ordre publicitaire; le parrainage d'un zer Nationalmannschaft zu entfalten, hat mit der aus völlig än-
sport de compétition au moyen de recettes fiscales a aussi des dern Gründen zu unterstützenden Förderung des Breiten-
aspects politiques et soulève des questions de principe. sportes durch die öffentliche Hand nichts zu tun.
9. Oktober 1992 N 2211 Interpellation Bonny
Präsident: Der Interpellant beantragt Diskussion. Schrittliche Stellungnahme des Bundesrates
vom 31. August 1992
Abstimmung - Vote Rapport écrit du Conseil fédéral
Für den Antrag auf Diskussion 45 Stimmen du 31 août 1992
Dagegen 48 Stimmen Die heutige schweizerische Arbeitsmarkt- und Ausländerpoli-
tik räumt dem Schutz der einheimischen Erwerbstätigen vor
ausländischen Bewerbern einen hohen Stellenwert ein. In der
geltenden Verordnung über die Begrenzung der Zahl der Aus-
länder (BVO) wird der Schutzgedanke insbesondere durch die
Kontrolle der orts- und berufsüblichen Lohn- und Arbeitsbe-
dingungen sowie durch den Vorrang der einheimischen Ar-
beitskräfte verwirklicht. Auch die Einschränkungen der berufli-
chen und geographischen Mobilität der ausländischen Er-
#ST# 92.3239 werbstätigen wirken direkt zugunsten der Inländer (Schwei-
zer, niedergelassene Ausländer), weil diese sich frei auf dem
Interpellation Bonny Arbeitsmarkt bewegen können.
EWR. Prioritärer Schutz Im Zuge einer vermehrten Internationalisierung der Märkte hat
der inländischen Arbeitnehmer sich inzwischen jedoch gezeigt, dass diese Schutzwirkungen
längerfristig die Wettbewerbsfähigkeit einzelner Branchen be-
EEE. Protection prioritaire einträchtigen und damit den Standort Schweiz ernsthaft in
de la main-d'oeuvre du pays Frage stellen können.
Eine gewisse Oeffnung unseres Arbeitsmarktes ist daher uner-
lässlich. Der Europäische Wirtschaftsraum bildet für dieses
Vorhaben den geeigneten Rahmen.
In den Verhandlungen zum EWR-Abkommen wurden gegen-
Wortlaut der Interpellation vom 17. Juni 1992 über den EG- und Efta-Partnern zahlreiche Ausnahmen von
Ist der Bundesrat nicht auch der Meinung, dass das Wegfallen der Freizügigkeit während der Uebergangsfrist ausgehandelt
des Prinzips des Schutzes der einheimischen Arbeitskraft (vgl. insbesondere Protokoll 15). Die Uebergangsregelung er-
ohne jegliche Uebergangsfrist in einer wirtschaftlich und be- laubt es der Schweiz, ihr bisheriges Bewilligungssystem sowie
schäftigungspolitisch sehr unsicheren Zeit äusserst proble- insbesondere die Kontingentierung und Kontrolle der Lohn-
matisch ist? und Arbeitsbedingungen bei der Bewilligungserteilung für
Bürger aus dem EWR-Raum bis zum Ablauf der Uebergangs-
Texte de l'interpellation du 17 juin 1992 frist aufrechtzuerhalten. Dadurch kann der Schutz, wie dieser
Le Conseil fédéral est-il aussi d'avis que l'abandon, sans pé- heute durch den Vorrang für inländische Arbeitnehmer ange-
riode transitoire, du principe de la protection de la main-d'oeu- strebt wird, für eine begrenzte Anpassungszeit de facto weit-
vre indigène, dans une conjoncture économique très incer- gehend aufrechterhalten werden. Dies gilt umso mehr, als der
taine, notamment en ce qui concerne l'emploi, est extrême- Vorrang von Artikel 7 BVO in den letzten Jahren nur noch in
ment problématique? wenigen Fällen tatsächlich zum Tragen gekommen ist Aus-
serdem ist zu berücksichtigen, dass das Wegfallen der Priori-
Mitunterzeichner - Cosignataires: Bezzola, Binder, Bischof, tät für Inländer von den EG- wie auch den übrigen Efta-Part-
Blocher, Borer Roland, Borradori, Chevallaz, Cincera, Dett- nern in den Verhandlungen als wesentlicher Punkt und zen-
ling, Dreher, Eggenberger, Etique, Fehr, Fischer-Hägglingen, trale Voraussetzung eines liberalen Binnenmarktes und damit
Frey Walter, Fritschi Oscar, Giezendanner, Giger, Heget- des Abkommens überhaupt betrachtet wurde.
schweiler, Hildbrand, Keller Rudolf, Kern, Maspoli, Mauch Insgesamt präsentiert sich die ausgehandelte Uebergangsre-
Rolf, Maurer, Miesch, Moser, Müller, Neuenschwander, Perey, gelung als für die Schweiz recht vorteilhaft und zwingt keinen
Pidoux, Pini, Poncet, Ruf, Sandoz, Savary, Scherrer Jürg, Vertragspartner zu einseitigen Vorleistungen. Der Schweiz
Scherrer Werner, Schmied Walter, Schnider, Seiler Hanspeter, wird so die Möglichkeit geboten, die volle Freizügigkeit für Per-
Stalder, Stamm Luzi, Steffen, Steinemann, Theubet, Tschup- sonen aus EG- und Efta-Staaten etappenweise einzuführen.
pert Karl, Vetterli, Wanner, Wittenwiler (50)
Präsident: Der Interpellant beantragt Diskussion.
Schrittliche Begründung - Développement par écrit
Eines der obersten Prinzipien unserer Arbeitsmarktpolitik ist Abstimmung - Vote
der prioritäre Schutz der einheimischen Arbeitskraft Dieser Für den Antrag auf Diskussion offensichtliche Mehrheit
Grundsatz hat die schweizerische Arbeitsmarktpolitik seit Dagegen Minderheit
Jahrzehnten geprägt und insbesondere in Zeiten von Rezes-
sionen (1975/1976,1981) als Leitlinie gedient Heute ist dieses Verschoben - Renvoyé
Prinzip u. a in Artikel 7 der Verordnung über die Begrenzung
der Zahl der Ausländer (BVO) verankert.
Der EWR-Vertrag sieht in einer seiner wesentlichen Stossrich-
tung die Freizügigkeit für Arbeitnehmer aller 19 EG- und Efta-
Staten vor. Um die damit für unsere Arbeitnehmerschaft ver-
bundenen Härten etwas zu lindern, sieht der EWR-Vertrag für
die Schweiz und Liechtenstein eine Uebergangsfrist von fünf
Jahren (bis 1. Januar 1998) vor, während welcher ein graduel-
ler Abbauprozess stattfinden soll.
Die näheren Modalitäten dieser Uebergangsfrist werden in ei-
nem Protokoll vom 12. September 1991 (Protocol on transitio-
nal periods on thè free movement of persons, Switzerland and
thè Principality of Liechtenstein) festgehalten. Alarmierend ist
dabei der Wortlaut von Artikel 8 Absatz 2. Danach gibt es für
die Bestimmungen des prioritären Schutzes der inländischen
Arbeitnehmer in der Schweiz und Liechtenstein überhaupt
keine Uebergangsfrist mehr. Diese Schutzbestimmungen fal-
len somit mit dem Inkrafttreten des EWR-Vertrages, evtl. also
bereitsauf 1. Januar 1993,dahin!
Schweizerisches Bundesarchiv, Digitale Amtsdruckschriften
Archives fédérales suisses, Publications officielles numérisées
Archivio federale svizzero, Pubblicazioni ufficiali digitali
Interpellation Jöri Sponsoring der Käseunion beim Swiss Ski Pool
Interpellation Jöri Parrainage de l'équipe nationale de ski assuré par l'Union suisse du
commerce de fromage
In Amtliches Bulletin der Bundesversammlung
Dans Bulletin officiel de l'Assemblée fédérale
In Bollettino ufficiale dell'Assemblea federale
Jahr 1992
Année
Anno
Band V
Volume
Volume
Session Herbstsession
Session Session d'automne
Sessione Sessione autunnale
Rat Nationalrat
Conseil Conseil national
Consiglio Consiglio nazionale
Sitzung 17
Séance
Seduta
Geschäftsnummer 92.3186
Numéro d'objet
Numero dell'oggetto
Datum 09.10.1992 - 08:00
Date
Data
Seite 2210-2211
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Pagina
Ref. No 20 021 727
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