Parliamentary Control Over Government Personnel Management Upheld
Legislator-Zusammenfassung
KI-generiertThis case involves a motion calling for parliamentary control over personnel management, planning, and growth limitations within the government. The court ruled to uphold the motion, rejecting the government's request to treat parts of it as a mere postulate. The court reasoned that maintaining the motion's binding form was crucial to signaling a serious commitment to personnel ceiling, especially given the current financial climate. Allowing the government to proceed with its own timeline, as a postulate would permit, risked sending the wrong message internally and hindering the achievement of the motion's objectives.
Legislator-Regeste
KI-generiertBst. A,B-Let.A,B, Bst. C-LetC; Parliamentary Control Over Government Personnel Management Upheld: The court ruled to uphold the motion, rejecting the government's request to treat parts of it as a mere postulate. The court reasoned that maintaining the motion's binding form was crucial to signaling a serious commitment to personnel ceiling, especially given the current financial climate. Allowing the government to proceed with its own timeline, as a postulate would permit, risked sending the wrong message internally and hindering the achievement of the motion's objectives.
Schlagwörter
KI-generiertZitierte Gesetzesbestimmungen
KI-generiertVerwandte Entscheide
KI-generiertZentrale Rechtsfragen, extrahiert von Legislator
KI-generiertThese provisions concern the proposed measures in personnel management and planning, which were ultimately approved for further consideration.
This provision relates to limiting staff growth, and the decision indicates it was transmitted for further review.
Volltext
Interpellation Beerll 436 10 juin 1992
Der Einleitungsabschnitt der Motion legt eigentlich die ganze rungen zu machen. Ich habe sie in der Privatwirtschaft ge-
Problematik, die mit diesem Vorstoss angesprochen wird, dar. macht und habe gesehen, dass das nicht sehr viel oder nichts
Fehlende Instrumente in der Personalpolitik und ein mangel- bringt
haftes Informationssystem verunmöglichen es dem Parla- In bezug auf die Voraussetzung für die Gesetzesänderung
ment, seine Kompetenzen in bezug auf die Kontrolle des Per- glauben wir, dass es nicht sehr sinnvoll ist, dies in einer ver-
sonalbestandes wirkungsvoll wahrzunehmen. Zur Behebung bindlichen Form zu machen. Wenn die Zuständigkeit für die
dieses Missstandes werden mit der Motion Massnahmen in Stellenplafonierung versuchsweise und auf eine Legislatur be-
drei Bereichen gefordert, und zwar im Personalmanagement fristet vom Parlament an den Bundesrat übertragen wird,
(Bst A), im Bereich der Planung (Bst B) sowie in der Begren- bringt es meines Erachtens nichts, wenn man dann gerade
zung des Stellenwachstums (Bst. C). Insofern ist der Titel der wieder zurückgeht Der Bundesrat hat in der Legislaturpla-
Motion «Stellenplafonierung» eigentlich zu eng. Immerhin sol- nung ganz klar gesagt, dass es ein Nullwachstum gebe, wobei
len die in den beiden erstgenannten Bereichen zu treffenden das dank dem Abbau beim Militärdepartement jetzt noch rela-
Massnahmen dazu dienen, das im Buchstaben C angestrebte tiv einfach zu erreichen ist. Aber Sie können versichert sein:
Ziel zu erreichen. Auch der Bundesrat ist der Meinung, das Militärdepartement
In Buchstabe A verlangt die Motion vom Bundesrat, dass er sei personell und finanziell nicht ein Selbstbedienungsladen
die erforderlichen Instrumente für eine quantitative und quali- für die übrigen Departemente. Sie können versichert sein,
tative Personalpolitik schafft Im Vordergrund steht hier vor al- dass wir alles tun, um allfällige weitere Stellen, die verlangt
lem das Personal Controlling. Darüber finden Sie entspre- werden müssen, auch durch Einsparungen in den zivilen De-
chende Ausführungen im schriftlichen Bericht Hinzufügen partementen aufzufangen.
möchte ich allerdings, dass sich die Kommission angesichts Sie sollten jetzt zumindest einmal den Versuch wagen, dem
der Schwierigkeiten, die insbesondere die Einführung qualita- Bundesrat die Möglichkeit geben, und zu zeigen, wie weit er
tiver Instrumente der Personalpolitik mit sich bringt, keinerlei am Ende der Legislaturperiode ist. Wünschenswert wäre da-
Illusionen hingibt, dieses Ziel könnte in nächster Zeit vollstän- bei, dass das Parlament und einzelne Gruppen dann nicht den
dig verwirklicht werden. Bundesrat unterlaufen würden, indem sie alle möglichen Stel-
Was den Buchstaben B betrifft, so ist für die 44. Legislaturperi- lenbegehren selber stellen und unterstützen. Das würden wir
ode das Ziel des Nullwachstums anvisiert Zu erreichen ist es nicht sehr schätzen. Aber Sie sollten den Versuch einmal wa-
allerdings nur dank des Stellenabbaus im EMD. Zu Euphorie gen und es dabei belassen.
ist hier also kein Anlass, und wir werden am Ende dieser Legis- Wie weit wir mit den Instrumenten kommen, ist ohnehin eine
laturperiode sehen, ob dieses Ziel wirklich erreicht worden ist offene Frage, und deshalb scheint mir ein Postulat die ange-
Wie Sie dem Antrag der Kommission entnehmen können, messene Form zu sein.
möchte der Bundesrat die Punkte 4 und 5 lediglich als Po-
stulat übernehmen, während Ihre Kommission gemäss dem Bst.A,B-Let.A,B
Beschluss des Nationalrates an der Motionsform festhält Da- Ueberwiesen - Transmis
bei unterscheidet sich der Standpunkt des Bundesrates nicht
eigentlich in der Sache selbst, wohl aber in der Vorgehens- Bst. C-LetC
weise von jenem des Nationalrates und Ihrer Kommission. Der
Bundesrat befürchtet, der von der Motion geforderte Bundes- Präsidentin: Der Bundesrat beantragt, diesen Teil der Motion
beschluss, der für eine ganze Legislaturperiode die Zustän- nur als Postulat zu überweisen. Ist die Kommission nach den
digkeit für die Stellenplafonierung versuchsweise vom Parla- Ausführungen des Bundesrates mit der Umwandlung einver-
ment auf den Bundesrat übertragen soll, könne erst 1996 in standen?
Kraft treten. Diese Sorge des Bundesrates teilt Ihre Kommis-
sion nicht Die Einführung der in Buchstabe A geforderten In- Schiesser, Berichterstatter: Die Kommission hat an ihrer letz-
strumente der Personalpolitik wird noch einige Zeit beanspru- ten Sitzung einstimmig beschlossen, an der Motionsform fest-
chen. Sollte der Bundesrat damit wider Erwarten rascher vor- zuhalten.
anschreiten, so hindert uns nichts daran, auf unseren Ent-
scheid zurückzukommen und eine raschere Gangart einzu- Abstimmung - Vote
schlagen. Wenn Sie indessen heute auf die verpflichtende Für Ueberweisung der Motion 19 Stimmen
Form der Motion in diesem Bereich verzichten, so mag das in Dagegen 2 Stimmen
der Sache selbst nicht allzugrosse Auswirkungen haben. Wir
würden aber in bezug auf die Ernsthaftigkeit unserer Bestre-
bungen im Hinblick auf eine Plafonierung der Stellen ganz fal-
sche Zeichen setzen. Heute müssen Sie die Zügel in die
Hände nehmen und an der Motionsform festhalten. Loslassen #ST# 92.3157
können wir immer noch, wenn sich die Lage anders ent-
wickeln sollte als vorausgesehen. Angesichts der Lage der Interpellation Beerli
Bundesfinanzen ist aber eine strikte Linie angesagt Wenn Sie
in diesem Punkt heute nachgeben und dem Bundesrat folgen, Revision Beamtengesetz
dann setzen Sie Zeichen, die innerhalb der Bundesverwaltung Statut des fonctionnaires
mit grosser Wahrscheinlichkeit falsch gedeutet werden, und
wir werden das angestrebte Ziel kaum erreichen.
Aus diesen Gründen bitte ich Sie namens Ihrer Geschäftsprü-
fungskommission, dem Nationalrat zu folgen und den ge-
samten Vorstoss in der Form der Motion zu überweisen und Wortlaut der Interpellation vom 20. März 1992
also nicht auf den Antrag des Bundesrates einzuschwenken. Trifft es zu, dass der Bundesrat beabsichtigt, den eidgenössi-
schen Räten noch im Jahre 1992 eine Vorlage zur Revision des
Bundesrat Stich: Der Bundesrat beantragt Ihnen, den Buch- Beamtengesetzes zu unterbreiten, die namentlich eine Flexibi-
staben C betreffend eine Gesetzesvorlage zur Stellenplafonie- lisierung des Dienstverhältnisses auf der Stufe Amtsdirektoren
rung nur als Postulat zu überweisen. Ich bin mit Herrn Schies- und Generaldirektoren SBB und PTT vorsieht? Ist es richtig,
ser absolut einverstanden, wenn er gewisse Bedenken hat, ob dass in der Folge bei der Bestimmung der Gehälter den Lei-
Personalpolitik, Stellenplafonierung und Stellenzuteilung mit stungsanforderungen und der Verantwortung Rechnung ge-
qualitativen Merkmalen realistisch seien. Ich selber bin einige tragen werden soll?
Zeit, zwölf Jahre lang, Personalchef gewesen, und ich muss
sagen: Der Einsatz des Personals ist eine Führungsaufgabe, Texte de l'interpellation du 20 mars 1992
die Ihnen kein Instrument der Welt ersetzen kann. Aber es ist Est-il exact que le Conseil fédéral envisage de présenter aux
zweifellos richtig, dass man versucht, auch hier einmal Erfah- Chambres fédérales, en 1992 encore, un projet de révision du
10. Juni 1992 437 Motion Reymond
Statut des fonctionnaires, prévoyant notamment un assouplis- Texte de la motion du 2 mars 1992
sement des rapports de service au niveau de fonction des di- Le Conseil fédéral est invité
recteurs d'office et des directeurs généraux des CFF et des 1. à débloquer sans tarder des crédits conjoncturels pour la
PTT? Est-il exact que, par voie de conséquence, il sera tenu construction des routes nationales, en prélevant à cet effet un
compte des exigences du poste et des responsabilités pour montant de 100 millions de francs au moins dans le Fonds rou-
déterminer le salaire? tier;
2. à veiller, dans la répartition des travaux, à ce que les crédits
Mitunterzeichner-Cosignataires: Keine-Aucun supplémentaires soient accordés en priorité aux entreprises
des cantons les plus touchés par la crise du bâtiment et du gé-
Frau Beerli: Ich möchte die Zeit der Ausharrenden nicht lange nie civil;
in Anspruch nehmen. Lieber die Flexibilisierung des Dienstver- 3. à soumettre en conséquence aux Chambres une demande
hältnisses des höheren Kaders der Bundesverwaltung wurde de crédits complémentaires sur le budget 1992 de la Confédé-
bereits viel gesprochen und geschrieben. ration.
Am 27. November 1990 überwies der Nationalrat eine Motion
zur Totalrevision des Beamtengesetzes, und am 18. Septem-
ber 1991 wurde im Nationalrat mit 75 zu 28 Stimmen der parla- Mitunterzeichner-Cosignataires: Cavadini Jean, Coutau (2)
mentarischen Initiative Allenspach Folge gegeben, welche
dasselbe Anliegen vertritt Am 25. Februar 1992 beschloss die
Staatspolitische Kommission des Nationalrates, die Behand- M. Reymond: Vous avez connaissance de la motion par les
lung der Initiative Allenspach auszusetzen und die Vorlage des textes écrits figurant dans le fascicule en votre possession.
Bundesrates abzuwarten. Im schriftlichen Bericht der Kom- Vous vous souvenez que cette motion a été déposée il y a déjà
mission zur Behandlung der Initiative Allenspach im National- trois mois. Lors de la discussion du budget 1992 en effet, les
rat kann man lesen, die Botschaft des Bundesrates zur Teilre- Chambres fédérales ont voté un montant de 1,279 milliard de
vision des Beamtengesetzes werde für den Herbst/Winter francs au poste de la construction des routes nationales. Les
1991 erwartet; bis heute liegt sie noch nicht vor. Chambres fédérales ont donc soustrait du projet du Conseil
Fast bei jeder Neubesetzung einer Stelle im höheren Kader fédéral, dans le budget, une somme de 120 millions de francs
entstehen jedoch nach wie vor Probleme, vor allem in bezug environ.
auf die zweite Säule. Ich erlaube mir daher, dem Bundesrat die Le 4 septembre 1990 pourtant, le Conseil des Etats acceptait
in meiner Interpellation formulierten Fragen vorzulegen. la motion de M. Cavadini Jean concernant l'achèvement du ré-
seau des routes nationales en l'an 2000. Le 3 décembre de la
Bundesrat Stich: Mit der Verordnung vom 30. Januar 1991 même année, le Conseil national en faisait de même avec la
über das Dienstverhältnis von Generalsekretären und Informa- motion jumelle de M. Kohler Raoul, (ex-) conseiller national.
tionschefs der Departemente hat der Bundesrat bei einem Teil Le respect de cette décision aurait impliqué l'acceptation d'un
des höchsten Kaders das Dienstverhältnis bereits flexibilisiert. crédit minimum de 1,65 milliard de francs pour la présente an-
Er beabsichtigt, es bei weiteren Kaderbediensteten zu flexibili- née. Entre-temps, la situation conjoncturelle s'est très forte-
sieren, was allerdings nur gestützt auf eine noch zu schaffende ment dégradée dans les cantons romands, spécialement
gesetzliche Grundlage möglich ist dans le secteur de la construction et du génie civil. Or, le ré-
Der Bundesrat hat das Finanzdepartement daher beauftragt, seau des routes nationales n'est pas encore achevé, et de loin,
ihm noch 1992 eine entsprechende Teilrevision des Beamten- dans les cantons les plus touchés par cette crise. Il paraît donc
gesetzes zu unterbreiten. Die Revision soll vorab eine Flexibili- judicieux d'employer cet instrument pour relancer la conjonc-
sierung der Anstellungsmodalitäten unter Einschluss der Pen- ture et induire une reprise des activités économiques des ré-
sionskasse für höhere Kader ermöglichen. Die Gehälter sollen gions concernées. Les moyens financiers sont d'ailleurs à dis-
insbesondere vermehrt gute Leistungen berücksichtigen. position dans le Fonds routier et les travaux d'étude terminés
représentent une réserve de travail pour un montant supérieur
Präsidentin: Die Interpellantin ist von der Antwort des Bun- à 1,5 milliard de francs à l'échelon fédéral.
desrates befriedigt Il serait en outre financièrement très intéressant pour la Confé-
dération et les cantons d'adjuger certains chantiers, le plus ra-
pidement possible. Les prix de soumission sont actuellement
favorables, les adjudications agiraient comme des mesures
de relance, tout en étant prises en charge par le Fonds routier.
Les finances cantonales retrouveraient une nouvelle masse
#ST# 92.3048 fiscale dans les prochaines années et les caisses de chômage
seraient allégées d'une part des allocations versées aux de-
Motion Reymond mandeurs d'emplois.
Freigabe von zusätzlichen En 1990, le produit net des droits d'entrée sur les carburants
Mitteln aus dem Strassenfonds s'est élevé à 3,066 milliards de francs, dont 601 millions pour
la caisse générale de la Confédération. A l'heure où le Conseil
Déblocage de 100 millions de francs fédéral entend prélever 25 centimes supplémentaires par litre
supplémentaires du Fonds routier de carburant, sous la forme d'une augmentation des droits de
base, ce qui procurerait plus de 800 millions de francs pour
une utilisation non affectée, il est nécessaire de faire un geste
significatif en faveur de l'économie des cantons les plus tou-
chés par la crise.
Wortlaut der Motion vom 2. März 1992 En outre, si les Chambres acceptent d'augmenter les droits de
Der Bundesrat wird eingeladen: base sur les carburants dès le début de 1993, il est très peu
1. zur Ankurbelung der Konjunktur ohne Verzug Kredite für probable qu'un référendum sera lancé contre cette décision.
den Nationalstrassenbau bereitzustellen und zu diesem La prise en considération de cette motion apparaîtrait comme
Zweck dem Strassenfonds einen Betrag von mindestens 100 un signe positif pour les milieux routiers qui comprendraient
Millionen Franken zu entnehmen; ainsi que les impôts indirects versés par les utilisateurs des
2. bei der Vergabe der Arbeiten dafür zu sorgen, dass die zu- transports individuels privés ne sont pas uniquement destinés
sätzlichen Mittel in erster Linie jenen Kantonen gewährt wer- à assainir les finances de la Confédération en lui fournissant
den, die von der Krise im Baugewerbe am meisten betroffen une réserve sans intérêt, mais qu'ils sont utilisés conformé-
sind; ment aux objectifs pour lesquels ils sont prélevés.
3. den Räten die Bewilligung von Nachtragskrediten zum Vor- Vu la situation conjoncturelle, je vous demande d'accepter la
anschlag 1992 zu beantragen. motion.
Schweizerisches Bundesarchiv, Digitale Amtsdruckschriften
Archives fédérales suisses, Publications officielles numérisées
Archivio federale svizzero, Pubblicazioni ufficiali digitali
Interpellation Beerli Revision Beamtengesetz
Interpellation Beerli Statut des fonctionnaires
In Amtliches Bulletin der Bundesversammlung
Dans Bulletin officiel de l'Assemblée fédérale
In Bollettino ufficiale dell'Assemblea federale
Jahr 1992
Année
Anno
Band III
Volume
Volume
Session Sommersession
Session Session d'été
Sessione Sessione estiva
Rat Ständerat
Conseil Conseil des Etats
Consiglio Consiglio degli Stati
Sitzung 06
Séance
Seduta
Geschäftsnummer 92.3157
Numéro d'objet
Numero dell'oggetto
Datum 10.06.1992 - 08:00
Date
Data
Seite 436-437
Page
Pagina
Ref. No 20 021 427
Dieses Dokument wurde digitalisiert durch den Dienst für das Amtliche Bulletin der Bundesversammlung.
Ce document a été numérisé par le Service du Bulletin officiel de l'Assemblée fédérale.
Questo documento è stato digitalizzato dal Servizio del Bollettino ufficiale dell'Assemblea federale.