Mühleberg Nuclear Power Plant Safety Report and Operating Permit
Legislator-Zusammenfassung
KI-generiertThis interpellation concerns a Swiss Federal Commission for the Safety of Nuclear Installations (KSA) report on the Mühleberg Nuclear Power Plant. The report highlighted several concerns regarding increased radioactivity with higher power output, risks to personnel due to higher radiation levels and aging plant components, issues with radioactive waste treatment, vulnerability of plant structures, and the need for enhanced weld inspection and age monitoring. The Swiss Federal Council, in its response, acknowledged these points and stated that it had granted an operating permit until 2002 with conditions and improvements, deeming the overall safety picture positive and the risks from a power increase to be adequately compensated by retrofitting.
Legislator-Regeste
KI-generiertMühleberg Nuclear Power Plant Safety Report and Operating Permit: The report highlighted several concerns regarding increased radioactivity with higher power output, risks to personnel due to higher radiation levels and aging plant components, issues with radioactive waste treatment, vulnerability of plant structures, and the need for enhanced weld inspection and age monitoring. The Swiss Federal Council, in its response, acknowledged these points and stated that it had granted an operating permit until 2002 with conditions and improvements, deeming the overall safety picture positive and the risks from a power increase to be adequately compensated by retrofitting.
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Interpellation Strahm Rudolf 628 19 mars 1993
#ST# 92.3153 Frage: Wird der Bundesrat die periodische Prüfung der
Schweissnähte anordnen? Wird er die Durchführung der
Interpellation Strahm Rudolf Ueberprüfung periodisch kontrollieren?
6. Unterhaltsarbeiten
KSA-Gutachten «Mit zunehmendem Alter der Anlage müssen gegebenenfalls
zum Atomkraftwerk Mühleberg aus Sicherheitsgründen auch gewisse Prüf- und Unterhaltsar-
Expertise de la CSA beiten intensiviert werden.» (S. 5-16)
Frage: Welche Prüf- und Unterhaltsarbeiten werden dem KKM
sur la centrale nucléaire de Mühleberg in Zukunft zusätzlich auferlegt? Hält der Bundesrat die Gefahr
neuer, alterungsbedingter Haarrisse für tragbar?
7. Weitere Verbesserungen
«Es werden noch weitere Verbesserungen, beispielsweise
zum Schütze redundanter Ausrüstungen im Reaktorgebäude
gegen die Gefahr eines gleichzeitigen Ausfalls durch Brand
Wortlaut der Interpellation vom 20. März 1992 oder Ueberflutung, oder die Erweiterung des Umfangs der
Die Eidgenössische Kommission für die Sicherheit von Kern- Wiederholungsprüfungen am Reaktordruckbehälter empfoh-
anlagen (KSA) hat in ihrer Stellungnahme zur unbefristeten len. »(S. 5-17)
Betriebsbewilligung (Gesuch) für das Kernkraftwerk Mühle- Frage: Wird der Bundesrat diesen verbesserten Schutz redun-
berg (KKM) einige schwerwiegende Vorbehalte angebracht danter Ausrüstungen im Reaktorgebäude tatsächlich fordern?
und Empfehlungen aufgestellt. Wir bitten den Bundesrat um 8. Ueberwachung der Alterung
eine Stellungnahme zu diesen Vorbehalten und Empfehlun- «Die HSK empfiehlt, in Ergänzung zu den bestehenden Pro-
gen der KSA. grammen für wiederkehrende Prüfungen, die Abwicklung ei-
1. Vermehrte Radioaktivität bei Leistungserhöhung nes Alterungs-Ueberwachungsprogramms zur Auflage zu ma-
«Die erhöhte Leistung hat auch radiologische Auswirkungen chen. »(S. 5-18)
in Form erhöhter Dosisleistungen innerhalb und ausserhalb Frage: Wird der Bundesrat die Alterung überwachen lassen?
der Anlage und grösserer Aktivitätsabgaben an die Umwelt. Welche speziellen Ueberwachungsmassnahmen wird er an-
Die höhere mittlere Leistung des Reaktorkerns könnte die ordnen?
Wahrscheinlichkeit von Brennelementschäden im Betrieb und 9. Schutz Kommandoraum
bei Störfällen erhöhen.» (KSA-Gutachten, S. 6-4) «Beim KKM sind gegenwärtig weder eine Steuerstelle (Haupt-
Frage: Wie kann der Bundesrat eine Leistungserhöhung im kommandoraum oder Susan-Kommandoraum) noch ein Not-
zwanzigjährigen Altreaktor im Kernkraftwerk Mühleberg nach fallraum entsprechend den neuen behördlichen Anforderun-
dieser Aussage der KSA verantworten? gen geschützt» (S. 7-18)
2. Gefährdung des Personals Frage: Gedenkt der Bundesrat, das KKM zur entsprechenden
«Die Strahlenbelastung des Personals in den KKW hat den Si- Ausrüstung der Steuerstellen entsprechend den neuen be-
cherheitsbehörden in den letzten Jahren ständige Sorge be- hördlichen Anforderungen zu verpflichten?
reitet. Die Neubeurteilung der Risikofaktoren bestärkt gegen- 10. Notfallkonzept
wärtig diese Besorgnis. Im Falle des KKM ist die Situation pro- «Die KSA kommt zum Schluss, dass der Notfallschutz für die
blematisch infolge der hohen Dosisleistungen im Drywell. Bevölkerung in der Umgebung des KKM entsprechend den
Diese dürften bei einer Leistungserhöhung noch ansteigen. behördlichen Anforderungen vorbereitet ist. Die KSA kann
Die fortschreitende Alterung kann zudem zu vermehrten strah- sich aber vorstellen, dass die konkrete Durchführung von Not-
lenintensiven Arbeiten führen.» (S. 4-6) fallschutzmassnahmen in einer Agglomeration der Grosse
«Beim KKM wird die Einhaltung von reduzierten Grenz- und Berns mit einer entsprechenden Anhäufung von sensitiven
Dichtwerten (für das Personal) besondere Anstrengungen er- Betrieben besondere Probleme aufwerfen würde.» (S. 7-20)
fordern. »(S. 5-16) Frage: Hält der Bundesrat das Notfallschutzkonzept für den
Frage: Welche speziellen Massnahmen schreibt der Bundes- Fall eines Unfalls im KKM für ausreichend? Ist das Konzept der
rat zum Schutz des Personals vor? Wird er aufgrund der KSA- «vertikalen Evakuation» (Flucht in die Keller) überhaupt ge-
Empfehlung eine Reduktion der Dosen für das Personal eignet?
durchsetzen?
3. Behandlung der Pannenabfälle Texte de l'interpellation du 20 mars 1992
«Der Rest der Mischabfälle und die übrigen Filter, welche in- La Commission fédérale pour la sécurité des installations nu-
folge des Vorkommnisses (Haarrisse) im Jahre 1986 stark kon- cléaires (CSA) a, dans son expertise relative à l'autorisation
taminiert sind, sowie die Harze und Schlämme können wegen d'exploitation illimitée de la centrale nucléaire de Mühleberg,
Ueberschreitung der Dosislimiten in Mol nicht verarbeitet wer- émis de sérieuses réserves et formulé diverses recommanda-
den. Im Moment laufen weitere Abklärungen zur Lösung die- tions. Nous prions le Conseil fédéral de donner son avis à ce
ses Problems. »(S. 4-18) sujet.
Frage: Welche Lösung zur Behandlung der Pannenabfälle 1. Radioactivité accrue en cas d'augmentation de la puis-
sind vorgesehen? sance
4. Sicherung von Anlageteilen «Une puissance accrue a aussi des incidences radiologiques
«Das Maschinenhaus eines KKW wird nicht gegen die Einwir- sous forme de débit de doses plus élevé, tant à l'intérieur qu'à
kungen von aussen geschützt Aus diesem Grunde - und l'extérieur de l'installation, et d'un plus fort rejet de substances
auch weil das Gebäude einige potentiell sehr grosse Gefah- radioactives dans l'environnement. Une puissance moyenne
renquellen beinhaltet-entspricht es der neueren Praxis, keine plus élevée du réacteur pourrait augmenter le risque de dom-
für die nukleare Sicherheit wichtigen Anlageteile im Gebäude mages aux éléments combustibles en cours de fonctionne-
unterzubringen. Dies ist aber beim KKM nicht durchwegs der ment normal, ainsi qu'en cas de dérangement» (p. 6-4 de
Fall.»(S. 5-8) l'expertise CSA).
Frage: Wie beurteilt der Bundesrat die Verletzlichkeit der Anla- Question: Comment le Conseil fédéral peut-il, compte tenu de
geteile? Welche Massnahmen leitet er daraus ab? cette déclaration, répondre d'une augmentation de la puis-
5. Prüfung von Schweissnähten sance du réacteur de la centrale de Mühleberg, lequel date
«Die KSA empfiehlt, dass der Betreiber auch an den bisher d'une vingtaine d'années?
nicht prüfbaren Schweissnähten, insbesondere an den zwei 2. Dangers pour le personnel
Rundnähten im Kernbereich, periodisch zerstörungsfreie Prü- «La dose d'exposition du personnel aux radiations dans la
fungen vornimmt und interpretiert. Hier zeichnen sich neue centrale préoccupe depuis plusieurs années les autorités
Entwicklungen ab, indem mit fortgeschrittenen Manipulatoren chargées de la sécurité. La récente réévaluation des facteurs
auch bisher nicht zugängliche Stellen geprüft werden kön- de risque aggrave encore ce souci. En ce qui concerne la cen-
nen.» (S. 5-11) trale de Mühleberg, la situation est très problématique en rai-
19. März 1993 N 629 Interpellation Strahm Rudolf
son de la haute dose de radiation dans l'enceinte sèche (dry- Question: Le Conseil fédéral pense-t-il ordonner que la cen-
well). Ces dangers seraient encore accrus par une augmenta- trale de Mühleberg équipe ses locaux de commandement
tion de la puissance. En outre, la vétusté croissante risque de d'une manière conforme aux exigences?
nécessiter de plus fréquents travaux sous haute dose de radia- 10. Plan d'urgence
tions.» (p. 4-6) «La CSA conclut que la protection de la population en cas de
«S'agissant de Mühleberg, l'observation des valeurs limites et situation d'urgence aux environs de la centrale de Mühleberg
des valeurs indicatives (pour le personnel) exigera des efforts est conforme aux prescriptions des autorités. Elle pense néan-
particuliers.»(p. 5-16) moins que la mise en oeuvre des mesures d'urgence dans
Question: Quelles mesures le Conseil fédéral pense-t-il pres- une agglomération aussi importante que celle de Berne, qui
crire pour protéger le personnel? Procédera-t-il à un abaisse- comprend de nombreuses implantations vulnérables, pose-
ment de la dose limité pour tenir compte de la recommanda- rait des problèmes particuliers.» (p. 7-20)
tion de la CSA? Question: Le Conseil fédéral tient-il le plan d'urgence prévu en
3. Evacuation des déchets en cas de dérangement cas d'accident de la centrale de Mühleberg pour suffisant? Le
«Les résidus des déchets mixtes, ainsi que les filtres, fortement plan dénommé «évacuation verticale» (occupation des abris
contaminés par suite de la fissure de 1986, de même que les souterrains) est-il vraiment adéquat?
résines et les boues, ne peuvent plus être traités à Mol (Belgi-
que), en raison du dépassement des limites de doses. Des Schriftliche Begründung - Développement par écrit
éclaircissements sont en cours pour résoudre ce problème.» Der Urheber verzichtet auf eine Begründung und wünscht
(p. 4-18) eine schriftliche Antwort
Question: Quelle solution prévoit-on pour le traitement des dé-
chets en cas de dérangement? Schriftliche Stellungnahme des Bundesrates
4. Sécurité des parties de l'installation vom 14. Dezember 1992
«La halle des machines d'une installation nucléaire n'est pas Rapport écrit du Conseil fédéral
protégée des effets d'origine externe. Par conséquent, et aussi du 14 décembre 1992
en raison du fait que le bâtiment présente des sources de dan- Die Eidgenössische Kommission für die Sicherheit von Kern-
gers potentiels extrêmement importantes, la pratique actuelle anlagen (KSA) kommt in ihrer Stellungnahme vom Dezember
veut qu'aucune partie de l'installation importante pour la sécu- 1991 zum Gesuch der BKW zu folgenden Schlussfolge-
rité soit abritée dans le bâtiment. Or tel n'est pas le cas à rungen:
Mühleberg.»(p. 5-8) «Die Beurteilung der bisherigen Betriebsführung und des ak-
Question: Comment le Conseil fédéral évalue-t-il la vulnérabi- tuellen Sicherheitsstandes des Kernkraftwerks Mühleberg hat
lité des diverses parties de l'installation et quelles mesures ein insgesamt positives Bild ergeben. Durch umfangreiches
prévoit-il à cet égard? Nachrüsten hat der Betreiber seine Anlage weitgehend dem
5. Contrôle des joints de soudure aktuellen und international anerkannten Stand der Technik an-
«La CSA recommande que l'exploitant fasse des examens pé- geglichen. Dieses Nachrüsten ist allerdings in einzelnen Punk-
riodiques non destructifs des joints de soudure, y compris de ten noch nicht abgeschlossen; auch in Zukunft ist mit weiteren
ceux qui jusqu'ici n'étaient pas vérifiables, et en particulier des Anpassungen zu rechnen.... Gestütztauf ihre eingehende Be-
deux joints circulaires dans la zone du coeur du réacteur, et urteilung und unter Berücksichtigung der empfohlenen Aufla-
qu'il analyse les résultats de ces examens. Un progrès techni- gen sieht die KSA deshalb keine Gründe, welche gegen die
que a en effet été réalisé dans ce domaine, en ce que des télé- Erteilung einer unbefristeten Betriebsbewilligung für das Kern-
manipulateurs perfectionnés permettent d'examiner des en- kraftwerk Mühleberg sprechen.
droits jusqu'ici inaccessibles.» (p. 5-11) Auch bei der um 10 Prozent auf 1097 MW erhöhten Reaktorlei-
Question: Le Conseil fédéral pense-t-il ordonner l'examen pé- stung werden die bisher geltenden quantitativen Sicherheits-
riodique des joints de soudure? Fera-t-il contrôler périodique- grenzwerte nach wie vor eingehalten und auch keine Erfah-
ment l'exécution des examens? rungswerte verletzt, so dass die Anlage auch bei dieser Lei-
6. Travaux de maintenance stung die Bestimmungen des Atomgesetzes erfüllt Von die-
«Avec la vétusté croissante des installations, il faudra le cas sem Gesichtspunkt aus gibt es somit nach Auffassung der
échéant intensifier certains travaux de contrôle et de mainte- KSA keine Gründe, weshalb die beantragte Leistungserhö-
nance, aux fins de la sécurité.» (p. 5-16) hung verweigert werden müsste. Weil aber die Leistungserhö-
Question: Quels travaux de contrôle et d'entretien supplémen- hung inhärent zu einer - im vorliegenden Fall leicht überpro-
taires entend-on imposeràlacentralede Mühleberg? Le Conseil portionalen - Zunahme der Dosen und des Risikos führt, ist es
fédéral juge-t-il acceptable le risque de nouvelles fissures? auch für Fachleute eine Ermessensfrage, ob ihr auch zuge-
7. Autres améliorations stimmt werden sollte; darüber sind auch in der KSA die Mei-
«D'autres améliorations sont recommandées, notamment en nungen geteilt.
ce qui concerne la protection des équipements redondants Die Mehrzahl der von der HSK in ihrem Gutachten empfohle-
dans le bâtiment du réacteur contre le danger d'un accident nen Auflagen betreffen Themen, welche die KSA in der vorlie-
dû à un brûlage ou à un débordement, ainsi que l'extension genden Stellungnahme eingehend behandelt hat; sie ist da-
des examens périodiques sur le caisson du réacteur.» bei zu ähnlichen Schlussfolgerungen gekommen wie die
(p. 5-17) HSK Weil damit auch die Belange der KSA ausreichend ge-
Question: Le Conseil fédéral compte-t-il ordonner l'améliora- deckt sind, verzichtet sie auf die Empfehlung zusätzlicher Auf-
tion de la sécurité des équipements redondants dans le bâti- lagen.»
ment du réacteur? Gestützt auf das umfassende Gutachten der Hauptabteilung
8. Surveillance du vieillissement für die Sicherheit der Kernanlagen (HSK) und die zitierte Stel-
«La Division principale de la sécurité des installations nucléai- lungnahme der KSA hat der Bundesrat den BKW am 14. De-
res (DSN) recommande de compléter les programmes d'exa- zember 1992 die Bewilligung für den weiteren Betrieb des
mens périodiques par une surveillance du vieillissement de Kernkraftwerkes Mühleberg erteilt Die Bewilligung ist bis
l'installation.» (p. 5-18) 31. Dezember 2002 befristet und sieht eine Leistungserhö-
Question: Le Conseil fédéral entend-il ordonner une telle sur- hung von 997 auf 1097 MW vor. Sie enthält verschiedene von
veillance du vieillissement? Quelles mesures spécifiques der HSK und der KSA vorgeschlagene Bedingungen und Auf-
compte-t-il imposer? lagen. Gleichzeitig wurden die BKW verpflichtet, im Hinblick
9. Salle de commande auf den Fristablauf Alternativen zu evaluieren und innert einer
«La centrale de Mühleberg ne possède actuellement ni poste vom Eidgenössischen Verkehrs- und Energiewirtschaftsde-
de commandement - salle de commande principale ou sys- partement festzulegenden Frist zu unterbreiten. Die mit der
tème d'évacuation de puissance résiduelle (Susan) - ni local Leistungserhöhung zusammenhängende geringfügige Zu-
de l'état-major d'urgence, qui soient conformes aux normes nahme des Risikos wird nach Beurteilung der HSK durch die
actuelles.» (p. 7-18) verschiedenen Nachrüstungen mindestens kompensiert. Für
Interpellation Rebeaud 630 N 19 mars 1993
Einzelheiten verweisen wir auf den Entscheid des Bundesra- 4. Soll diese Gleichstellung über eine Abstufung der PTT-
tes vom 14. Dezember 1992. Gebühren oder über eine Abgeltung des Bundes an die PTT
verwirklicht werden?
Präsident: Der Interpellant ist von der Antwort des Bundesra- 5. Was will der Bundesrat unternehmen, damit die Hörbehin-
tes nicht befriedigt und verlangt Diskussion. derten die Vermittlungsstellen benützen können, ohne von
den Kosten abgeschreckt zu werden? Welchen zeitlichen Rah-
Abstimmung - Vote men sieht er dafür vor?
Für den Antrag auf Diskussion offensichtliche Mehrheit
Dagegen Minderheit Texte de l'interpellation du 9 octobre 1992
L'exploitation de relais permettant aux malentendants de com-
Verschoben - Renvoyé muniquer entre eux ou avec des personnes entendantes par
téléphone a mis au jour une très forte demande parmi la popu-
lation malentendante de Suisse. De 1988 à 1991, le nombre de
communications de ce type a passé de moins de 1000 à plus
de 8000 par mois. La demande potentielle, établie par compa-
#ST# 92.3441 raison avec des pays où ce service est plus développé,
comme le Canada ou la Suède, serait de quelque 30 000 com-
Interpellation Rebeaud munications par mois.
Malheureusement, en Suisse, les malentendants se heurtent à
Telefontarife für Hörbehinderte des barrières financières particulièrement sévères. Bien que
Tarifs du téléphone les services de relais téléphoniques soient soutenus par l'Ai,
pour les malentendants l'usage du téléphone reste beaucoup trop coûteux pour les
malentendants. Cela tient particulièrement au fait que les
conversations par relais exigent une double connexion, et que
les messages transmis par clavier de machine à écrire pren-
nent cinq à dix fois plus de temps que les messages oraux. Or,
Wortlaut der Interpellation vom 9. Oktober 1992 les PTT facturent la minute de téléphone au même prix pour les
Der Betrieb einer Vermittlungsstelle, die es Hörbehinderten er- malentendants et pour les entendants, ce qui signifie que la
laubt, sich untereinander oder mit normal Hörenden telefo- même conversation coûte au moins cinq à dix fois plus cher
nisch zu verständigen, hat gezeigt, dass dafür unter den Hör- pour un malentendant que pour une personne entendante.
behinderten der Schweiz eine sehr grosse Nachfrage besteht Dans leur politique générale à l'égard des handicapés, les au-
Die Zahl dieser Art von Telefongesprächen ist von 1988 bis torités fédérales et cantonales tendent à offrir aux handicapés
1991 von unter 1000 auf über 8000 pro Monat angestiegen. des conditions de vie quotidienne les plus proches possible
Verglichen mit Ländern, in denen dieser Dienst weiter ausge- de celles des non-handicapés. Ainsi supprime-t-on partout où
baut ist, wie in Kanada und Schweden, liegt die potentielle c'est possible les obstacles architecturaux pour les handica-
Nachfrage in der Schweiz bei rund 30 000 Gesprächen pro pés physiques, sans pour autant faire payer les travaux néces-
Monat. saires aux intéressés.
In der Schweiz stossen Hörbehinderte leider auf besonders Dans cette perspective, il serait équitable que la collectivité
grosse finanzielle Hindernisse. Obwohl die IV die Vermitt- prenne également à sa charge le surcoût résultant, pour les
lungsstellenfinanziell unterstützt, ist das Telefon für die Hörbe- malentendants, du recours au relais téléphonique. Cette exi-
hinderten viel zu teuer. Dies liegt vor allem daran, dass die Ge- gence est satisfaite dans de nombreux pays civilisés. Elle est
spräche über die Vermittlungsstelle doppelt geschaltet wer- conforme au but de la loi fédérale sur les télécommunications,
den müssen und dass die mit Schreibtelefonen übermittelten qui est de «garantir que les besoins de la population et de
Nachrichten fünf- bis zehnmal mehr Zeit brauchen als die l'économie dans le domaine des télécommunications soient
mündlichen Mitteilungen. Die PTT berechnen die Telefonmi- satisfaits dans toutes les parties du pays de manière sûre,
nute für Hörbehinderte zum gleichen Preis wie für die normal avantageuse et selon les mêmes principes» (art premier).
Hörenden. Dies bedeutet, dass für einen Hörbehinderten das Dès lors, le Conseil fédéral est prié de dire:
gleiche Gespräch mindestens fünf- bis zehnmal teurer ist als 1. s'il considère comme satisfaisante la situation actuelle des
für einen normal Hörenden. usagers de relais téléphoniques;
Ziel der Behindertenpolitik der eidgenössischen und kantona- 2. s'il estime qu'une égalité de traitement entre personnes ma-
len Behörden ist es, für die Behinderten möglichst gleiche Le- lentendantes et personnes entendantes, mesurée à la quan-
bensbedingungen zu schaffen wie für die Nichtbehinderten. tité des messages transmis et non au temps d'occupation des
So werden bauliche Hindernisse für Körperbehinderte überall lignes téléphoniques, serait financièrement insupportable
beseitigt, wo es möglich ist, ohne deswegen die Betroffenen pour la collectivité;
die dafür notwendigen Arbeiten bezahlen zu lassen. 3. quelle serait la charge supplémentaire à supporter en
Deshalb wäre es nur gerecht, wenn das Gemeinwesen die Suisse, par habitant et par année, d'une telle égalité de traite-
Mehrkosten für Telefongespräche von Hörbehinderten eben- ment;
falls übernehmen würde. In zahlreichen zivilisierten Ländern 4. si cette égalité devrait être réalisée par des tarifs différenciés
ist diese Forderung erfüllt. Sie entspricht zudem dem Zweck des PTT ou par une subvention fédérale aux PTT;
des Fernmeldegesetzes, «das gewährleistet, dass die Fern- 5. ce qu'il compte entreprendre, et dans quels délais, pour
meldebedürfnisse von Bevölkerung und Wirtschaft in allen que les malentendants puissent utiliser les relais téléphoni-
Landesteilen zuverlässig, preiswert und nach den gleichen ques sans être dissuadés par les coûts.
Grundsätzen befriedigt werden können» (Art. 1). Mitunterzeichner - Cosignataires: Aguet, Béguelin, Blatter,
Der Bundesrat wird gebeten, folgende Fragen zu beant- Brügger Cyrill, Brunner Christiane, Caccia, Carobbio, Colum-
worten: berg, Comby, Darbellay, de Dardel, David, Deiss, Diener, Du-
1. Hält der Bundesrat die Situation der Benutzer der Vermitt- voisin, Eggly, Epiney, Etique, Frey Claude, Gardiol, Guinand,
lungsstellen für zufriedenstellend? Haller, Hollenstein, Jeanprêtre, Loeb François, Matthey, Mi-
2. Ist er der Ansicht, dass eine Gleichbehandlung von Hörbe- steli, Narbel, Robert, Ruffy, Scheurer Rémy, Schmid Peter, Sei-
hinderten und normal Hörenden, bemessen nach der Zahl der ler Rolf, Sieber, Spielmann, Stamm Judith, Suter, Theubet,
übermittelten Nachrichten und nicht nach der Zeit, während Thür, Tschopp, Weder Hansjürg, Wiederkehr, Ziegler Jean, Zi-
der die Telefonlinien besetzt sind, für die Gemeinschaft finan- syadis, Zwahlen (45)
ziell untragbar wäre?
3. Welche zusätzliche Belastung müsste in der Schweiz pro Schriftliche Begründung-Développement par écrit
Einwohner und Jahr bei einer solchen Gleichbehandlung in L'auteur renonce au développement et demande une
Kauf genommen werden? réponse écrite.
Schweizerisches Bundesarchiv, Digitale Amtsdruckschriften
Archives fédérales suisses, Publications officielles numérisées
Archivio federale svizzero, Pubblicazioni ufficiali digitali
Interpellation Strahm Rudolf KSA-Gutachten zum Atomkraftwerk Mühleberg
Interpellation Strahm Rudolf Expertise de la CSA sur la centrale nucléaire de Mühleberg
In Amtliches Bulletin der Bundesversammlung
Dans Bulletin officiel de l'Assemblée fédérale
In Bollettino ufficiale dell'Assemblea federale
Jahr 1993
Année
Anno
Band I
Volume
Volume
Session Frühjahrssession
Session Session de printemps
Sessione Sessione primaverile
Rat Nationalrat
Conseil Conseil national
Consiglio Consiglio nazionale
Sitzung 16
Séance
Seduta
Geschäftsnummer 92.3153
Numéro d'objet
Numero dell'oggetto
Datum 19.03.1993 - 08:00
Date
Data
Seite 628-630
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Ref. No 20 022 494
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