Cartel Commission Transformation and Procedural Reform
Legislator-Zusammenfassung
KI-generiertThe court considered a motion to transform the secretariat of the federal cartel commission into a federal office for competition and to improve investigation procedures, particularly regarding efficiency and the legal status of those involved. The court reasoned that while free and fair competition is essential for a liberal market economy, and internationalization presents challenges, the current structure of the cartel commission is insufficient to meet these demands. Furthermore, improvements to legal protection within cartel procedures are needed. Consequently, the court agreed to transform the motion into a postulate, acknowledging the need for action but allowing for further deliberation on the best course forward.
Legislator-Regeste
KI-generiertArt. 269a OR; Cartel Commission Transformation and Procedural Reform: The court reasoned that while free and fair competition is essential for a liberal market economy, and internationalization presents challenges, the current structure of the cartel commission is insufficient to meet these demands. Furthermore, improvements to legal protection within cartel procedures are needed. Consequently, the court agreed to transform the motion into a postulate, acknowledging the need for action but allowing for further deliberation on the best course forward.
Schlagwörter
KI-generiertZitierte Gesetzesbestimmungen
KI-generiertVerwandte Entscheide
KI-generiertZentrale Rechtsfragen, extrahiert von Legislator
KI-generiertCited as the legal basis for amending regulations concerning rent adjustments for older apartments to support the subsidization of new apartments and to account for increased maintenance needs.
Volltext
19. Juni 1992 N 1205 Motion Spoerry
les possibilités de simplifier la procédure d'autorisation. Le halb in seinem neusten Aussenwirtschaftsbericht unmissver-
Conseil fédéral est prêt à recevoir l'intervention sous forme de ständlich zu erkennen gegeben, dass er gewillt ist, unverzüg-
postulat, mais pas sous forme de motion. lich die notwendigen Massnahmen zu treffen, um die Wettbe-
werbskraft der Schweizer Wirtschaft auf internationaler Ebene
Schriftliche Erklärung des Bundesrates weiter zu stärken. Eine Vorbedingung dazu bildet die Verbes-
Déclaration écrite du Conseil fédéral serung der Konkurrenzfähigkeit des Binnensektors.
Le Conseil fédéral propose de transformer la motion en pos- Der EWR-Vertrag sieht ein Kartellverbot nur für jene Fälle vor,
tulat. die sich auf den grenzüberschreitenden Handel zwischen den
Vertragsparteien des EWR auswirken. Der Bundesrat hat nun
Präsident: Der Vorstoss wird von Herrn Borer Roland be- das Vorhaben in die Legislaturziele aufgenommen, das Kar-
kämpft Die Diskussion wird verschoben. tellgesetz grundlegend im Sinne des europäischen Rechts zu
revidieren.
Verschoben - Renvoyé Beide Entwicklungen stellen die Verfahrens- und Institutionen-
frage grundlegend neu. Der Bundesrat hat sich deshalb schon
in der Antwort auf das Postulat Eisenring (90.706) vorbehalten,
gegebenenfalls entsprechende Anträge zu stellen.
Zusätzlich sind sich Bundesrat, Kartellkommission und betrof-
#ST# 92.3088 fene Kreise darin einig, dass heute in der Wettbewerbspolitik
gravierende Effizienz- und Verfahrensprobleme bestehen. Es
Motion Loeb François besteht deshalb schon heute unabhängig von den genannten
neuen Entwicklungen ein Handlungsbedarf.
Bundesamt für Wettbewerb Um Doppelspurigkeiten zu vermeiden, hat der Vorsteher des
Office fédéral de la concurrence Eidgenössischen Volkswirtschaftsdepartements (EVD) be-
schlossen, einen Vorentwurf für eine Revision des Kartellge-
setzes ausarbeiten zu lassen, der eine effizientere Regelung
bringt, und damit dem Bundesrat die Vorlage einer entspre-
chenden Botschaft an das Parlament zu ermöglichen. Die
Wortlaut der Motion vom 12. März 1992 Frage des Wettbewerbs wird zudem durch die vom Bundesrat
Der Bundesrat wird beauftragt, möglichst rasch das jetzige Se- eingesetzte interdépartementale Arbeitsgruppe für die Revita-
kretariat der eidgenössischen Kartellkommission in ein Bun- lisierung der schweizerischen Wirtschaft geprüft werden.
desamt für Wettbewerb zu überführen. Zudem ist das Untersu- Die vom Motionär vorgeschlagenen Massnahmen verfahrens-
chungsverfahren, insbesondere dessen Effizienz und die rechtlicher und organisatorischer Art werden dabei ausdrück-
Rechtsstellung der Betroffenen, zu verbessern. lich geprüft. Gleichzeitig ist das Problem der marktmächtigen
Unternehmen einer Neubeurteilung zu unterziehen, allenfalls
Texte de la motion du 12 mars 1992 auch die Frage der Fusionskontrolle.
Le Conseil fédéral est chargé de transformer le plus rapide-
ment possible le secrétariat actuel de la Commission fédérale Schriftliche Erklärung des Bundesrates
des cartels en un Office fédéral de la concurrence. Il convient Déclaration écrite du Conseil fédéral
en outre d'améliorer le procédure d'enquête, notamment sur Der Bundesrat beantragt, die Motion in ein Postulat umzuwan-
le plan de l'efficacité et du statut juridique des personnes et or- deln.
ganisations concernées.
Ueberwiesen als Postulat - Transmis comme postulat
Mitunterzeichner - Cosignataires: Bührer Gerold, Nabholz,
Scheidegger, Tschopp (4)
Schriftliche Begründung - Développement par écrit
Wettbewerb ist der zentrale Punkt einer freien und liberalen #ST# 92.3138
Marktwirtschaft Der Wettbewerb in der Schweiz ist durch Ab-
sprachen mehr eingeschränkt als in anderen, insbesondere Motion Spoerry
EG-Ländern. Eine Schätzung geht davon aus, dass in unse-
rem Lande mehr als die Hälfte der Preise auf Absprachen beru- Mietzinsausgleich
hen odersich nicht frei bilden können. Um im kommenden in- Péréquation des loyers
ternationalen Wettbewerb, ob mit oder ohne EWR, bestehen
zu können, ist dem freien Wettbewerb in unserem Lande
grösste Bedeutung beizumessen. Der Aufbau und die Perso-
naldotation der jetzigen Kartellkommissionsorganisation sind
nicht in der Lage, die Aufgabe der Wettbewerbsüberwachung Wortlaut der Motion vom 20. März 1992
vollumfänglich zu gewährleisten. Die internationale grenz- Das geltende Mietrecht orientiert sich weitgehend an der Ko-
überschreitende Wettbewerbsüberwachung wird künftig in stenmiete. Dies hat auf dem Wohnungsmarkt auch für die Mie-
der Kommissionsorganisation noch mehr Kräfte binden, so ter bei weitem nicht nur Vorteile. Der Uebergang zur Markt-
dass die Binnenaufgaben noch weniger wahrgenommen wer- miete ist daher als Ziel postuliert, stellt aber einen Prozess dar,
den können. Eine Ueberführung in ein Bundesamt ist aber bei dem es noch einige Probleme zu lösen gibt Der Bundesrat
auch von Bedeutung, um den Rechtsschutz innerhalb der Kar- wird daher eingeladen, als Sofortmassnahme den Artikel 269a
tell-Verfahren, der zurzeit ungenügend ist, zu verbessern. OR (Miete und Pacht) so zu ergänzen, dass die folgenden
Massnahmen zulässig werden:
Schriftliche Stellungnahme des Bundesrates 1. Mietzinse von Altwohnungen dürfen angemessen erhöht
vom 27. Mai 1992 werden, wenn der Ertrag daraus zur gezielten Verbilligung von
Rapport écrit du Conseil fédéral Neuwohnungen innerhalb eines Gesamtbestandes verwen-
du 27 mai 1992 det wird.
Der Bundesrat teilt die Auffassung des Motionärs, dass mög- 2. Bei der Erhöhung der Mietzinse von Altwohnungen darf
lichst freier und fairer Wettbewerb eine notwendige Vorausset- dem gesteigerten Unterhaltsbedarf einer Altliegenschaft
zung für die Funktionsfähigkeit einer liberalen Marktwirtschaft Rechnung getragen werden.
ist Die Oeffnung der Märkte bewirkt eine Internationalisierung
des Wettbewerbs und stellt eine gewaltige Herausforderung Texte de la motion du 20 mars 1992
und Chance für die Unternehmen dar. Der Bundesrat hat des- En matière de calcul des loyers, le droit de bail actuel retient
Motion Loeb François 1206 N 19 juin 1992
pour paramètres essentiels davantage les coûts que les condi- Schriftliche Stellungnahme des Bundesrates
tions du marché. Sur le marché du logement, cela n'a pas que vom 13. Mai 1992
des avantages pour les locataires. Aussi faudra-t-il passer un Rapport écrit du Conseil fédéral
jour ou l'autre au système des loyers calculés aux conditions du 13 mai 1992
du marché, ce qui présuppose que certains problèmes aient Die in der Motion enthaltenen Probleme sind dem Bundesrat
été préalablement résolus. J'invite donc le Conseil fédéral à bekannt Gerade innerhalb von Genossenschaften kommt es
prendre une mesure immédiate qui consistera à compléter heute bereits vor, dass ein interner Mietzinsausgleich zwi-
l'article 269a du Code des obligations (Loyer et bail) en autori- schen Alt- und Neuwohnungen durchgeführt wird, indem die
sant les mesures suivantes: Mieten von älteren Liegenschaften leicht angehoben werden,
1. Les loyers des logements anciens peuvent être raisonna- um dadurch die teureren Neubauwohnungen verbilligen zu
blement relevés si le produit qui en résulte sert à abaisser les können. Ebenso wird in der Praxis der Schlichtungsbehörden
loyers des logements neufs d'un même propriétaire; nicht selten eine jährliche Mietzinserhöhung von bis zu 1 Pro-
2. Pour calculer le relèvement des loyers des logements an- zent unter dem Titel Kostensteigerungen zugelassen. Die so
ciens, on pourra tenir compte du fait que les logements an- angesparten Kosten sollen dereinst dazu dienen, später vor-
ciens ont besoin de davantage d'entretien que les logements zunehmende Unterhaltsarbeiten zu bezahlen. Auf diese Weise
neufs. hat der Mieter diese Aufwendungen nicht auf einmal bei deren
Entstehung zu entrichten. Die Gerichtspraxis steht dieser
Mitunterzeichner-Cosignataires: Keine -Aucun Handhabung aus verständlichen Gründen eher zurückhal-
tend gegenüber, ist doch die Kontrolle über die zweckorien-
Schriftliche Begründung - Développement par écrit tierte Verwendung solch angehäufter Gelder mitunter recht
Das geltende Mietrecht lässt eine Mietzinserhöhung nur unter problematisch.
bestimmten Voraussetzungen zu. Es orientiert sich dabei weit- Der Bundesrat hat kürzlich die Studienkommission «Markt-
gehend an der Kostenmiete und kaum an der Marktmiete. miete» eingesetzt, die unter anderem die Gesetzgebung über
Diese Vorschriften tragen mit dazu bei, dass die Mietzinsunter- die Gestaltung der Mietzinse und besonders die Auswirkun-
schiede zwischen gleichwertigen älteren und neueren oder gen der Marktmiete überprüfen soll. Die in der Motion formu-
neu erstellten Wohnungen sehr hoch sind. Das befriedigt un- lierten Anliegen sind von dieser Kommission in ihre Untersu-
ter verschiedenen Gesichtspunkten nicht chungen miteinzubeziehen. Der Bundesrat erklärt sich dem-
Eigentümer eines grossen Wohnungsbestandes - vor allem zufolge bereit, den Vorstoss als Postulat entgegenzunehmen.
institutionelle Anleger - würden daher unter Umständen gerne
den Mietzins der preisgünstigen Altwohnungen leicht anhe- Schriftliche Erklärung des Bundesrates
ben, um dafür die neuen teuren Wohnungen billiger abgeben Déclaration écrite du Conseil fédéral
zu können. Da der Altbestand an Wohnungen in der Regel weit Der Bundesrat beantragt, die Motion in ein Postulat umzuwan-
grösser ist als die Zahl der neu erstellten Wohnungen, könnte deln.
mit einer geringfügigen Anhebung des Mietzinses für die Alt-
wohnungen eine spürbare Entlastung bei den neuen Woh- Präsident: Der Vorstoss wird von Herrn de Dardel bekämpft
nungen erreicht werden. Es gibt Beispiele, die belegen, dass Die Diskussion wird verschoben.
eine Erhöhung von 20 Franken pro Monat bei den günstigen
Altwohnungen die teuren Neuwohnungen monatlich um Verschoben - Renvoyé
mehrere hundert Franken verbilligen könnte.
Heute ist aber ein solches Vorgehen kaum realisierbar. Sobald
der Mietzins einer Altwohnung auch nur leicht stärker angeho-
ben wird, als dies die geltenden strengen Mieterschutzvor-
schriften zulassen, kann der Mieter Einsprache erheben. Da- #ST# 91.3319
bei kann der Mieter geschützt werden, obwohl der Vermieter
nicht aus Gewinnstreben handelte, sondern mit dem erhöhten Motion Loeb François
Ertrag aus den Altwohnungen die kaum mehr bezahlbaren Beteiligung des Bundes
Mieten der Neuwohnungen verbilligen wollte. an der Berner Flughafengesellschaft
Der Bundesrat wird daher gebeten, eine gesetzliche Regelung
Alpar AG
vorzuschlagen, welche mithelfen könnte, das grosse Gefalle
zwischen Alt- und Neuwohnungen etwas abzubauen, ohne Participation de la Confédération
dass dadurch soziale Härten entstehen und ohne dass der à l'Alpar
Vermieter überhöhte Gewinne einstreicht Eine solche Neure-
gelung wäre als Sofortmassnahme ein vertretbarer Schritt in
Richtung Marktmiete.
Die gleiche Zielrichtung verfolgt der Vorschlag, bei Mietzinsen
von Altwohnungen eine gegenüber Neuwohnungen höhere Wortlaut der Motion vom 26. September 1991
Mietzinsanpassung zu gestatten, sofern der Ertrag daraus als Der Bundesrat wird beauftragt, anlässlich der nächsten Kapi-
Rückstellung für den Unterhalt der Liegenschaft verwendet talerhöhung der Berner Flughafengesellschaft Alpar AG eine
wird. Dieser ist bei einer Altwohnung ohne Zweifel aufwendi- Beteiligung des Bundes am Aktienkapital im Umfange von
ger als bei einer neuen Liegenschaft Da aber der laufende Un- 3 Millionen Franken zu erwerben.
terhalt einer Liegenschaft keinen gesetzlichen Grund für eine
Mietpreiserhöhung darstellt, kann sich der Eigentümer veran- Texte afe la motion du 26 septembre 1991
lasst sehen, neben dem normalen Unterhalt wertvermehrende Le Conseil fédéral est chargé, à l'occasion de la prochaine
Investitionen vorzunehmen, die eine Mietzinsanpassung er- augmentation décapitai de la société Alpar-concessionnaire
lauben. «Sanfte» Renovationen werden durch das geltende de l'aéroport de Berne-Belp - de veiller à une prise de partici-
Mietrecht somit keineswegs begünstigt, und das Gefalle zwi- pation de la Confédération au capital-actions pour un montant
schen den Mietzinsen von Alt- und Neuwohnungen wird trotz de trois millions de francs.
unterschiedlichem Unterhaltsbedarf nicht gemildert Die vor-
geschlagene Massnahme hätte eine Verstetigung der Miet- Mitunterzeichner - Cosignataires: Dietrich, Frey Claude, Koh-
zinsanpassungen zur Folge, was auch im Interesse der Mieter ler, Rychen, Sager, Zölch (6)
sein muss, weil damit unerwünschte Mietpreissprünge verhin-
dert werden könnten. Schriftliche Begründung - Développement par écrit
Der Bundesrat wird daher eingeladen, auch für diesen Pro- Die Alpar AG ist Konzessionsnehmerin auf dem Flughafen
blemkreis die entsprechende gesetzliche Aenderung vorzu- Bern-Belp. Im Jahre 1986 wurde sie durch eine Kapitalerhö-
schlagen. hung aus den Kreisen der Berner Wirtschaft privatisiert Als
Schweizerisches Bundesarchiv, Digitale Amtsdruckschriften
Archives fédérales suisses, Publications officielles numérisées
Archivio federale svizzero, Pubblicazioni ufficiali digitali
Motion Spoerry Mietzinsausgleich
Motion Spoerry Péréquation des loyers
In Amtliches Bulletin der Bundesversammlung
Dans Bulletin officiel de l'Assemblée fédérale
In Bollettino ufficiale dell'Assemblea federale
Jahr 1992
Année
Anno
Band III
Volume
Volume
Session Sommersession
Session Session d'été
Sessione Sessione estiva
Rat Nationalrat
Conseil Conseil national
Consiglio Consiglio nazionale
Sitzung 16
Séance
Seduta
Geschäftsnummer 92.3138
Numéro d'objet
Numero dell'oggetto
Datum 19.06.1992 - 08:00
Date
Data
Seite 1205-1206
Page
Pagina
Ref. No 20 021 282
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