Federal Council Supports Legal Basis for Breathalyzers, Rejects Experimental Testing
Legislator-Zusammenfassung
KI-generiertThe motion proposed creating legal grounds for systematic breathalyzer tests for drivers and, in the interim, conducting experimental tests in various regions. The Federal Council agreed to the first part, supporting the creation of legal foundations. However, it rejected the second part, arguing that it lacked the authority and means to conduct such experiments, as canton laws govern enforcement. The Council also noted that any experiment would need to be voluntary, potentially skewing results, and thus proposed accepting only the first point of the motion.
Legislator-Regeste
KI-generiertArt. 106 Absatz, Art. 106 al. 2 SVG; Federal Council Supports Legal Basis for Breathalyzers, Rejects Experimental Testing: The Federal Council agreed to the first part, supporting the creation of legal foundations. However, it rejected the second part, arguing that it lacked the authority and means to conduct such experiments, as canton laws govern enforcement. The Council also noted that any experiment would need to be voluntary, potentially skewing results, and thus proposed accepting only the first point of the motion.
Schlagwörter
KI-generiertZitierte Gesetzesbestimmungen
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KI-generiertCited to state that cantons are responsible for implementing the law, which is why the federal council cannot conduct trials.
Volltext
Motion du groupe socialiste 2158 N 9 octobre 1992
#ST# 92.3102 Schriftliche Stellungnahme des Bundesrates
vom 31. August 1992
Motion Gonseth Rapport écrit du Conseil fédéral
du 31 août 1992
Systematische Atemluftkontrollen 1. Gesetzliche Grundlage für systematische Atemluftkontrol-
(Alkohol am Steuer) len: Der Bundesrat ist bereit, Ziffer 1 der Motion entgegenzu-
Contrôles systématiques à l'éthylomètre nehmen.
2. Durchführung eines Versuchs in verschiedenen Landestei-
len: Der Bundesrat hat weder die Kompetenz noch die Mittel,
Versuche mit systematischen Atemluftkontrollen durchzufüh-
ren. Gemäss Artikel 106 Absatz 2 SVG sind die Kantone zu-
ständig, dieses Gesetz durchzuführen.
Wortlaut der Motion vom 18. März 1992 Mangels gesetzlicher Grundlage könnte ein solcher Versuch
Der Bundesrat wird eingeladen: ohnehin nur auf freiwilliger Basis durchgeführt werden, was
1. so rasch wie möglich die gesetzlichen Grundlagen zu schaf- die Resultate verfälschen würde. Daher ist Ziffer 2 der Motion
fen, damit im Strassenverkehr systematische Atemluftkontrol- abzulehnen.
len durchgeführt werden können;
2. in der Zwischenzeit im Sinne eines Versuches in verschie- Schriftliche Erklärung des Bundesrates
denen Landesteilen systematische Atemluftkontrollen durch- Déclaration écrite du Conseil fédéral
zuführen und wissenschaftlich auswerten zu lassen. Der Bundesrat beantragt, Ziffer 1 der Motion zu überweisen
und Ziffer 2 abzulehnen.
Texte de la motion du 18 mars 1992
Le Conseil fédéral est chargé: Ziff.1-Ch.1
1. d'élaborer aussi vite que possible les bases légales autori- Ueberwiesen - Transmis
sant les contrôles systématiques à l'éthylomètre sur la per-
sonne des conducteurs; Ziff. 2-Ch. 2
2. dans l'intervalle et à titre d'essai, de faire effectuer des Abgelehnt - Rejeté
contrôles de ce type dans diverses régions du pays et d'en
présenter les résultats dans un rapport scientifique.
Mitunterzeichner - Cosignataires: Bär, Diener, Gardiol, Hol-
lenstein, Jori, Meier Hans, Meier Samuel, Meyer Theo, Misteli,
Schmid Peter, Steffen, Weder Hansjürg, Wiederkehr (13)
#ST# 92.3117
Schriftliche Begründung - Développement par écrit
Weltweit steht die Schweiz mit ihrem Pro-Kopf-Alkoholkonsum Motion
von elf Litern an drittvorderster Stelle, und alkoholbedingte der sozialdemokratischen Fraktion
Unfälle im Strassenverkehr stellen bei uns eines der schwer- Lex-Friedrich-Liberalisierung.
wiegendsten sozialen Probleme dar. Ersatzgesetzgebung
1990 wurden in der Schweiz 7433 Alkoholunfälle registriert
(die Dunkelziffer dürfte viel höher sein). Dabei gab es 158 Tote Motion
und 3413 Verletzte. Etwa jeder fünfte Verkehrstote ist ein Opfer du groupe socialiste
des Alkohols. Lex Friedrich.
Bei über 0,5 Promille Alkohol im Blut erhöht sich die Unfall- Législation de substitution
gefahr um das Zweifache, bei 0,8 Promille um das Vierfache
und bei 1,5 Promille ist die Unfallgefahr 16mal so gross wie in
nüchternem Zustand. Die Gefahr eines alkoholbedingten Un-
falles ist in den Nächten des Wochenendes besonders gross.
In der Schweiz wird die Unfallprävention dadurch stark er- Wortlaut der Motion vom 19. März 1992
schwert, dass die meisten Leute die Erfahrung machen, dass Der Bundesrat wird beauftragt, bundesgesetzliche Bestim-
das Führen eines Fahrzeuges sich mit Alkoholkonsum durch- mungen auf dem Gebiet der Raumplanung oder des Boden-
aus vereinen lässt und keine Konsequenzen nach sich zieht, rechts zu erlassen, die sicherstellen, dass die für den EWR auf-
denn bisher sind in der Schweiz Atemlufttests nur bei begrün- zuhebende Lex Friedrich auf den Zeitpunkt des Inkrafttretens
detem Verdacht möglich. des EWR-Vertrages durch gleich wirksame Bestimmungen er-
Ausländische Studien zeigen nun sehr deutlich, dass syste- setzt wird. Insbesondere geht es um bundesrechtliche Be-
matische Atemluftkontrollen im Strassenverkehr verbunden schränkungsmöglichkeiten des Zweit- und Ferienwohnungs-
mit guter Oeffentlichkeitsarbeit sehr wirksam zur Verhütung baus sowie der Parahotellerie. Die gesetzlichen Anpassungen
von alkoholbedingten Unfällen sind: haben so rasch zu erfolgen, dass sie in Zusammenhang mit
- Ohne grösseren Polizeieinsatz wurden in Den Haag 1986 ei- der Eurolex parlamentarisch behandelt werden können.
nige Monate lang systematische Reihen-Atemlufttests durch-
geführt Die Zahl der Fahrer mit mehr als 0,5 Promille Blutalko- Texte de la motion du 19 mars 1992
holkonzentration ging an Wochenenden von 12 auf 8 Prozent Le Conseil fédéral est chargé d'édicter des dispositions léga-
zurück. les dans le domaine de l'aménagement du territoire ou du
- In Sidney wurde eine Untersuchung während drei Jahren droit foncier, dispositions assurant que la Lex Friedrich, qui
mit erhöhtem Polizeieinsatz durchgeführt Die Massnahmen devra être supprimée dans la perspective de l'EEE, sera rem-
wurden wie in Den Haag breit veröffentlicht Jeder neunte placée, au moment de l'entrée en vigueur de l'Accord sur
Führerscheinbesitzer musste mit einer Kontrolle pro Jahr l'EEE, par des dispositions tout aussi efficaces. Le droit fédéral
rechnen. Die Zahl der Unfälle mit tödlichem Ausgang verrin- devra notamment permettre de restreindre la parahôtellerie
gerte sich um 20 Prozent, an Wochenenden sogar um ainsi que la construction de résidences secondaires et d'ap-
40 Prozent partements de vacances. Les adaptations des lois devront
Der Nutzen solch verbesserter Polizeikontrollen übertrifft die avoir lieu assez rapidement pour pouvoir être traitées par le
Kosten bei weitem. Besonders wichtig ist dabei auch die Prä- Parlement en même temps qu'Eurolex.
vention des immateriellen Schadens, welcher sich nicht in
Zahlen ausdrücken lässt Sprecher-Porte-parole: Bundi
Schweizerisches Bundesarchiv, Digitale Amtsdruckschriften
Archives fédérales suisses, Publications officielles numérisées
Archivio federale svizzero, Pubblicazioni ufficiali digitali
Motion Gonseth Systematische Atemluftkontrollen (Alkohol am Steuer)
Motion Gonseth Contrôles systématiques à l'éthylomètre
In Amtliches Bulletin der Bundesversammlung
Dans Bulletin officiel de l'Assemblée fédérale
In Bollettino ufficiale dell'Assemblea federale
Jahr 1992
Année
Anno
Band V
Volume
Volume
Session Herbstsession
Session Session d'automne
Sessione Sessione autunnale
Rat Nationalrat
Conseil Conseil national
Consiglio Consiglio nazionale
Sitzung 17
Séance
Seduta
Geschäftsnummer 92.3102
Numéro d'objet
Numero dell'oggetto
Datum 09.10.1992 - 08:00
Date
Data
Seite 2158-2158
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Ref. No 20 021 674
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