Legislator Rechtsprechung & Gesetzgebung
VPB 92-3087 KI-generiert

Subsidized Housing Acquisition and Market Distortion

Geschäftsnummer VPB 92-3087
Gericht / Behörde
Rechtsordnung Schweiz · Verwaltungspraxis der Bundesbehörden (VPB) (CH)
Entscheiddatum

Legislator-Zusammenfassung

KI-generiert

The court considered whether subsidies for housing construction were being misused. Specifically, it was alleged that some housing cooperatives were acquiring existing properties at inflated prices, driving up rents and distorting the market, contrary to the program's intent to encourage new construction. The court reasoned that while the program's primary goal is to increase housing supply through new builds, the acquisition of existing housing with subsidies, if done at inflated prices, could indeed undermine the program's objectives and potentially fuel speculation. Therefore, the court acknowledged the need for stricter oversight and transparency to ensure funds are used appropriately and do not contribute to market distortions or excessive costs.

Legislator-Regeste

KI-generiert

Subsidized Housing Acquisition and Market Distortion: Erster Hinweis zu einer meines Erachtens denkbar schlechten mais désastreuses, à la spéculation immobilière.

Schlagwörter

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subventionierter Wohnbau Grundstücksmarkt Marktmiete Anschaffungskosten Antisubventionsverfahren Darlehen und Subventionen
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Volltext

9. März 1993 N 205 Interpellation Schnider

ordnungspolitischen Bedenken nicht verhehlt. Wenn heute de logements en Suisse qui doit être, de loin, la tâche priori-

weit über 30 Prozent der Neubauwohnungen mit WEG-Gel- taire de l'office concerné. Mais, le fait de pouvoir, en tant que

dern realisiert werden, wird es problematisch. Die generelle, maître d'ouvrage d'utilité publique, soustraire également d'an-

objektbezogene Subventionierung erlaubt eben den WEG- ciens logements à la spéculation immobilière et de consacrer

Anwendern eine höhere Investitionsbereitschaft, bei welcher aux fins d'acquisition de ces logements anciens des montants

ein privater Investor nicht mehr mithalten kann. Auf die Länge de la LCAP, ne doit pas être exclu. D'ailleurs, vous-même ne

wird damit - und diese Gefahr zeigt sich - die Privatinitiative l'excluez pas en principe: vous demandez que cela reste mo-

gelähmt, und zwar gerade im Neubaubereich, wo sie wichtig déré. Je crois que si je cite le chiffre de 1992 où, parmi les

wäre. Oder aber es werden - ich habe das mehrfach in der Pra- 10 664 logements encouragés, il y a eu en tout et pour tout

xis gesehen - auch dort Bundesmittel beansprucht, wo dies 712 acquisitions de logements locatifs qui existaient déjà, je

an sich gar nicht erforderlich wäre, wo die privaten Mittel zur montre un ordre de grandeur qui va tout àfait dans le sens des

Verfügung stünden. Dazu kommt, dass die Feststellung des priorités dont je viens de parler.

Bundesrates in der Antwort auf die Interpellation je nach der Deuxième point, la spéculation. Sur cette question, j'ai dit que

wirtschaftlichen Entwicklung rasch ändern könnte. Es heisst si l'on pouvait soustraire à la spéculation des immeubles exis-

dort, es sei bisher im Rahmen dieser Bürgschaftsverpflichtun- tants, c'était une bonne chose. Mais il est bien clair que si,

gen kein einziger Franken ausgegeben worden - es ist also comme il semble que cela ait été le cas quelquefois, en réalité

kein Verlust aus der Einlösung solcher Bürgschaften entstan- on n'a pas tellement soustrait d'immeubles à la spéculation,

den. Das WEG-Modell rechnet jedoch bekanntlich nach der on n'a peut-être pas contribué à la spéculation en faisant ces

Anfangsverbilligung mit späteren vorprogrammierten Kosten- achats, mais on a été plutôt trop haut dans le prix finalement

schüben, und ich frage: Was passiert, wenn die Löhne dieser payé, alors je pense que nous ne faisons pas correctement

Entwicklung nicht mehr folgen können? Vor dieser Gefahr ste- notre travail et qu'il faut, en effet, tout faire pour qu'à aucun

hen wir heute meines Erachtens. moment on ne puisse nous faire le reproche justifié d'avoir

Zum zweiten Bereich meiner Interpellation: Es war und ist mir contribué, d'une manière ou d'une autre, à relancer, précisé-

ein Anliegen, dass Missbräuche, wie sie zumindest bis vor kur- ment, la spéculation immobilière. J'ai le souvenir d'avoir

zer Zeit vorgekommen sind und wofür ich auch Indizien habe, donné par deux fois dans mon département des ordres très

untersucht und ausgeräumt werden. Ich möchte Ihnen drei précis à l'Office fédéral du logement pour qu'il se garde

Hinweise ganz konkreter Natur geben. comme de la peste de ces contributions parfois involontaires,

Erster Hinweis zu einer meines Erachtens denkbar schlechten mais désastreuses, à la spéculation immobilière.

Entwicklung einer Genossenschaft, nämlich der «Habitat Ma troisième et dernière réponse consistera à dire que si nous

8000»: Diese Genossenschaft wurde am 1. Februar 1991 ins ne sommes pas entrés formellement en matière pour la mise

Handelsregister eingetragen. 1992 war sie bereits Eigentüme- en place d'une sorte d'expertise sur les coûts et d'une analyse

rin von 1218 Wohnungen in 119 Häusern. Das waren offen- de ces coûts au moyen d'un organe spécifique, je peux vous

sichtlich nicht Neubauten. Ich halte eine solche Entwicklung donner la garantie ici qu'en tout cas le sérieux de ce contrôle

für bedenklich. sera établi. Je vais examiner si, dans le cadre du contrôle insti-

Zweiter Hinweis: Konkretes Vorgehen: Am 30. Januar 1991 tutionnel existant, nous pouvons ouvrir un chapitre particulier

fand in Weiningen im Kanton Zürich eine betreibungsamtliche et approfondi sur cette question, car évidemment, ce n'est pas

Steigerung statt. Ausgerufen wurde bei einer betreibungsamt- du contrôle courant comme on le fait des dépenses ordinaires

lichen Schätzung von 9,3 Millionen zu 9 Millionen Franken. Ein de la Confédération. Je crois que vous avez raison, on aura

erstes Gebot eines privaten Investors betrug 9,1 Millionen. tout intérêt, nous en tout premier, à avoir de la transparence

Was passierte? Die Genossenschaft Habitat 8000 ersteigerte dans ce domaine et c'est dans cet esprit que je vous promets

mit einem nächsten Gebot-nicht zu 9,5 oder zu 10 Millionen, de vous donner réponse ultérieurement sur ce que nous au-

sondern zu 12,5 Millionen Franken. rons entrepris en vue de déclencher cette transparence.

So geht es nicht. So werden Mittel des WEG fehlalloziert

Es gibt weitere ähnliche Fälle; ich kenne solche in Schaffhau- Präsident: Der Interpellant ist von der zusätzlichen Antwort

sen, in Gockhausen, in Winterthur. Ich bin gerne bereit, Herrn des Bundesrates befriedigt.

Bundesrat Delamurazdie Einzelheiten bekanntzugeben.

Es ist auch klar, dass die Mieten steigen, wenn Sie bei einem

Verkehrswert von 10 Millionen Franken zu 12,5 Millionen er-

steigern. Das WEG geht von der Kostenmiete aus. Die Mieten

müssen zwangsläufig steigen, und das war und ist nicht der #ST# 92.3087

Sinn der WEG-Mittel.

Der Bundesrat hat eine detaillierte Ueberprüfung dieser er- Interpellation Schnider

wähnten Missbräuche abgelehnt. Ich meine doch: zu Unrecht. Probleme der Bauwirtschaft

Der Bundesrat verweist zwar auf die Eidgenössische Finanz-

kontrolle, aber es kann vielleicht nicht schaden, wenn man im ländlichen Raum

diese auf gewisse konkrete Fälle hinweist und ihr den Auftrag Problèmes

gibt, hier ein mehreres zu tun. de l'industrie du bâtiment

Ich ersuche daher den Bundesrat, nun dieser Ueberprüfungs- dans les régions rurales

aufgabe nachzukommen. Dies scheint mir um so gerechtfer-

tigter, als meine Erfahrungen aus dem Grossraum Zürich of- Diskussion - Discussion

fenbar nicht ganz isoliert dastehen. Ich habe nach der Publika-

tion meiner Interpellation in der Presse mehrfach Briefe erhal- Siehe Jahrgang 1992, Seite 1259-Voir année 1992, page 1259

ten, namentlich auch aus dem Räume Bern.

Ich danke Herrn Bundesrat Delamuraz, wenn er sich dieser

Probleme, die meines Erachtens echte Probleme sind, an-

nimmt, damit das WEG seine Ziele wirklich erreichen kann.

Schnider: Mit meiner Interpellation forderte ich den Bundes-

M. Delamuraz, conseiller fédéral: Ma réponse tiendra en trois rat auf, vielen kleinen Bauunternehmern und Handwerkern,

points. Tout d'abord, je crois qu'il faut revenir, Monsieur deren Auftragslage sich ständig verschlechtert, mit angepass-

Baumberger, sur la question du principe de l'affectation de ten Mittel zu helfen. Ich denke an den Wohnungsbau und die

ces fonds selon la loi fédérale encourageant la construction et ihm auferlegten Vorschriften. Damit würde nicht nur den klei-

l'accession à la propriété de logements, la fameuse LCAP, en nen Unternehmen in ihrer unerfreulichen Situation geholfen;

allemand WEG. Il est évident que ces moyens doivent être es könnten auch dringend notwendige Strukturverbesserun-

consacrés en toute priorité à la construction de logements gen in der Landwirtschaft vorgenommen werden. Ich erwähne

nouveaux. C'est cette contribution à l'enrichissement de l'offre vor allem Bauten, welche aus Tier- und Gewässerschutzgrün-

Motion Maspoli 206 N 9 mars 1993

den dringend saniert werden sollten. Auf jeden Fall geht für #ST# 92.3484

mich und viele meiner Kollegen die Rechnung nicht auf, wenn

Tier- und Gewässerschutz gesetzlich geregelt und zur Verwirk- Motion Maspoli

lichung dieser Aufgaben laufend Kürzungen vorgenommen

werden, so dass keine Möglichkeit besteht, den auferlegten Errichtung eines Innovationsfonds

Vorschriften gerecht zu werden. Création d'un fonds d'innovation

Deshalb meine Frage, Herr Bundesrat: Was gedenken Sie zu

unternehmen - gerade nach der Ablehnung des Antrages

Bühler Simeon beim vorherigen Geschäft -, um den auferleg-

ten Vorschriften im Bereich Tier- und Gewässerschutz bald-

möglichst gerecht zu werden, was gleichzeitig die Beschäfti- Wortlaut der Motion vom 7. Dezember 1992

gungslage im ländlichen Raum ankurbeln würde? Nach der Ablehnung des EWR-Beitritts, anlässlich der Abstim-

mung vom 6. Dezember 1992, errichtet der Bundesrat einen

M. Delamuraz, conseiller fédéral: J'observe que l'arrêté fédé- Innovationsfonds in der Höhe von 350 Millionen Franken (ent-

ral urgent que vous venez d'adopter, s'il n'a pas été muni de la sprechend dem jährlichen Aufwand, den der EWR gekostet

clause supplémentaire que M. Bühler Simeon voulait y ajou- hätte), mit dem innovative, arbeitsplatzsichernde und wert-

ter, peut tout de même atteindre marginalement un certain schöpfende Wirtschaftsprojekte unterstützt werden. Der

nombre d'objectifs visés par M. Schnider à ce titre. Je pense Fonds gewährt Zinsvergünstigungen für zum genannten

que l'arrêté fédéral urgent est une réponse concrète à une par- Zweck benötigte Darlehen.

tie de l'interpellation de M. Schnider. J'ajoute que si le Conseil

fédéral - c'était en novembre de l'année passée - a dit non à Texte de la motion du 7 décembre 1992

un postulat Schnider du 19 juin 1992 qui va dans la même di- Au lendemain du scrutin du 6 décembre 1992, par lequel l'ad-

rection, il n'aurait aujourd'hui plus à le rejeter dans la mesure hésion à l'EEE a été rejetée, le Conseil fédéral est chargé de

où, précisément, entre temps, les dispositions contenues créer un fonds d'innovation doté de 350 millions de francs, soit

dans l'arrêté fédéral urgent ont vu le jour et qu'elles viennent l'équivalent de ce que la Suisse aurait dû débourser chaque

d'être retenues par votre conseil. année si elle avait adhéré à l'EEE. Ce fonds aura pour vocation

Je souhaite tout d'abord, pour répondre à votre dernière ques- de soutenir des projets d'innovations conduisant à la création

tion, Monsieur Schnider, comme je l'ai dit à M. Bühler tout à d'emplois et à l'accroissement de la valeur ajoutée. Il octroiera

l'heure, réexaminer les montants du budget de l'agriculture, des prêts à taux préférentiels pour le financement de ces

qui ont été régulièrement et systématiquement réduits dans projets.

ces domaines. Il fallait réduire où il n'y avait pas de dépenses

liées et on l'a fait d'une manière, je le répète, constante et sys- Mitunterzeichner - Cosignataires: Bischof, Borradori, Keller

tématique ces dernières années. Je pense que s'il est louable Rudolf, Ruf, Stalder, Steffen (6)

que nous participions tous, aussi avec ce budget, à la restric-

tion des dépenses de la Confédération, il y a un seuil en des- Schriftliche Begründung - Développement par écrit

sous duquel il n'est pas correct d'aller, car il rend finalement Der Urheber verzichtet auf eine Begründung und wünscht

inopérantes les interventions dans ce domaine, faute tout sim- eine schriftliche Antwort.

plement de moyens. Donc, dans le cadre du budget 1994 qui

est en préparation, j'examinerai, Monsieur Schnider, la possi- Schriftliche Stellungnahme des Bundesrates

bilité de retourner à des montants plus substantiels et le Parle- vom 27. Januar 1993

ment, en dernière analyse, aura à en disputer ici. Rapport écrit du Conseil fédéral

De plus, je pense que si une relance conjoncturelle ne peut du 27 janvier 1993

pas s'appliquer particulièrement et spécifiquement aux mon- Mit dem zu schaffenden Innovationsfonds sollen gemäss Mo-

tants concernant les améliorations foncières de constructions tionstext innovative, arbeitsplatzsichernde und wertschöp-

rurales, les crédits d'investissement à l'agriculture et d'aide à fende Projekte unterstützt werden. Die Zielsetzung dieses

l'investissement dans les régions de montagne, il me paraîtra Fonds - nicht jedoch das gewählte Instrument - ist somit na-

indispensable de voir dans le cadre du budget qui vient d'être hezu deckungsgleich mit jener der seinerzeitigen Vorlage

voté quels montants les collectivités publiques peuvent consa- über eine Innovationsrisikogarantie (Bundesbeschluss über

crer, le cas échéant, à de telles tâches, quand bien même, je le die Innovationsrisikogarantie für kleine und mittlere Unterneh-

sais bien, nous avons borné notre soutien à des constructions men). Diese ist 1985 in einer Referendumsabstimmung klar

publiques et qu'il s'agit, dans le problème que vous soulevez, abgelehnt worden. Der Bundesrat interpretiert dieses Abstim-

de constructions privées. C'est donc davantage dans le cadre mungsergebnis auch heute noch dahin gehend, dass die

du budget 1994 que nous devrons prendre nos moyens. umschriebene Aufgabe nach dem Willen des Souveräns pri-

mär von der Privatwirtschaft zu lösen sei. Dies um so mehr, als

Präsident: Der Interpellant ist von der Antwort des Bundesra- die genannte Vorlage selbsttragend ausgestaltet gewesen

tes teilweise befriedigt. war und nicht, wie die vorliegende Anregung, zu einer Subven-

tionierung unternehmerischer Investitionen geführt hätte.

Schriftliche Erklärung des Bundesrates

Déclaration écrite du Conseil fédéral

Der Bundesrat beantragt, die Motion abzulehnen.

Zurückgezogen - Retiré

Schweizerisches Bundesarchiv, Digitale Amtsdruckschriften

Archives fédérales suisses, Publications officielles numérisées

Archivio federale svizzero, Pubblicazioni ufficiali digitali

Interpellation Schnider Probleme der Bauwirtschaft im ländlichen Raum

Interpellation Schnider Problèmes de l'industrie du bâtiment dans les régions rurales

In Amtliches Bulletin der Bundesversammlung

Dans Bulletin officiel de l'Assemblée fédérale

In Bollettino ufficiale dell'Assemblea federale

Jahr 1993

Année

Anno

Band I

Volume

Volume

Session Frühjahrssession

Session Session de printemps

Sessione Sessione primaverile

Rat Nationalrat

Conseil Conseil national

Consiglio Consiglio nazionale

Sitzung 07

Séance

Seduta

Geschäftsnummer 92.3087

Numéro d'objet

Numero dell'oggetto

Datum 09.03.1993 - 08:00

Date

Data

Seite 205-206

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Ref. No 20 022 369

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