Legislator Rechtsprechung & Gesetzgebung
VPB 92-3067 KI-generiert

Senate Ratifies Treaty with Australia, Addresses Shared Parental Authority

Geschäftsnummer VPB 92-3067
Gericht / Behörde
Rechtsordnung Schweiz · Verwaltungspraxis der Bundesbehörden (VPB) (CH)
Entscheiddatum
Ausgang Gutgeheissen (Allowed)

Legislator-Zusammenfassung

KI-generiert

The Senate voted to ratify a mutual legal assistance treaty with Australia, recognizing the necessity of such an agreement to combat increasing international crime and noting that the treaty aligns with Swiss policy and domestic law. The Senate also debated a motion to allow for shared parental authority for divorced parents; a minority proposed forwarding it as a motion, while the majority favored a postulation, arguing that the matter is already part of a broader divorce law revision and requires further discussion. Ultimately, the Senate decided to transmit the motion as a motion, thus mandating the Federal Council to address the issue of shared parental authority.

Legislator-Regeste

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Art. 1, Art. 2; Senate Ratifies Treaty with Australia, Addresses Shared Parental Authority: The Senate also debated a motion to allow for shared parental authority for divorced parents; a minority proposed forwarding it as a motion, while the majority favored a postulation, arguing that the matter is already part of a broader divorce law revision and requires further discussion. Ultimately, the Senate decided to transmit the motion as a motion, thus mandating the Federal Council to address the issue of shared parental authority.

Schlagwörter

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elterliche Gewalt Völkerrechtliche Verträge gegenseitige Unterstützung Vertragsänderung Hausgewalt eingetragene Partnerschaft

Zitierte Gesetzesbestimmungen

KI-generiert
Art. 1
Cited as part of the title and preamble of the treaty that was subject to ratification.
Art. 2
Cited as part of the title and preamble of the treaty that was subject to ratification.
KI-generiert

Zentrale Rechtsfragen, extrahiert von Legislator

KI-generiert
Art. 1

Cited as part of the title and preamble of the treaty that was subject to ratification.

Art. 2

Cited as part of the title and preamble of the treaty that was subject to ratification.

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Volltext

10. Dezember 1992 1231 Motion des Nationalrates

#ST# 92.075 pendant été élaboré afin de satisfaire aux exigences pratiques

des rapports mutuels en matière d'entraide judiciaire.

Rechtshilfe.

Vertrag mit Australien Considérations de la commission

La Commission des affaires juridiques du Conseil des Etats a

Entraide judiciaire. traité cet objet le 10 novembre 1992. Elle a fait les constata-

Traité avec l'Australie tions suivantes:

Compte tenu de l'augmentation importante des actes de crimi-

Botschaft und Beschlussentwurf vom 9. September 1992 (BBIV1185) nalité internationale, favorisée par la mobilité accrue et le pro-

Message et projet d'arrêté du 9 septembre 1992 (FF V1181 )

grès techniques réalisés dans tous les secteurs, la situation

actuelle n'est plus satisfaisante. Un traité sur l'assistance judi-

ciaire réciproque en matière pénale correspond donc aux ob-

jectifs politiques de la Suisse, qui entend renforcer sa contribu-

tion à la lutte contre la criminalité internationale et à sa répres-

Herr Zimmerli unterbreitet im Namen der Kommission den fol- sion.

genden schriftlichen Bericht: Enfin, le présent Traité sur l'entraide judiciaire en matière pé-

nale conclu avec l'Australie n'est en rien contraire au droit

/Ausgangs/age suisse en vigueur, dont les principes essentiels sont res-

Der am 25. November 1991 mit Australien unterzeichnete pectés.

Rechtshilfevertrag in Strafsachen regelt den Rechtshilfe-

verkehr zwischen den beiden Staaten und soll die Antrag der Kommission

Zusammenarbeit bei der Verbrechensbekämpfung und -Ver- Aus diesen Gründen beantragt die Kommission einstimmig,

folgung verstärken. den Bundesrat zur Ratifikation des Rechtshilfevertrags in Straf-

Bis anhin gab es keine vertragliche Grundlage für den Rechts- sachen mit Australien zu ermächtigen.

hilfeverkehr zwischen der Schweiz und Australien. Die Rechts-

hilfe in Strafsachen regelte sich nach dem jeweiligen inner- Proposition de la commission

staatlichen Recht, womit für die Schweiz das Bundesgesetz Pour ces raisons, la commission propose à l'unanimité d'habi-

über die internationale Rechtshilfe in Strafsachen zur Anwen- liter le Conseil fédéral à ratifier le Traité entre la Suisse et l'Aus-

dung kommt. tralie sur l'entraide judiciaire en matière pénale.

Der vorliegende Vertrag lehnt sich eng an das Europäische

Uebereinkommen über die Rechtshilfe in Strafsachen, das Zimmerli, Berichterstatter: Die Kommission für Rechtsfragen

Bundesgesetz über internationale Rechtshilfe in Strafsachen hat zu diesem Geschäft einen schriftlichen Bericht erstattet.

und den Staatsvertag zwischen der Schweiz und den USA Ich erlaube mir, darauf zu verweisen, und beantrage Ihnen na-

über gegenseitige Rechtshilfe in Strafsachen an. Aus Rück- mens der einstimmigen Kommission, den Bundesrat zur Rati-

sicht auf die angelsächsische Rechtstradition Australiens fizierung des Rechtshilfevertrages für Straftaten mit Australien

wurde jedoch ein unabhängiger Vertrag erarbeitet, der den zu ermächtigen.

praktischen Erfordernissen der gegenseitigen Rechtshilfe zu

genügen vermag. Eintreten wird ohne Gegenantrag beschlossen

Le conseil décide sans opposition d'entrer en matière

Erwägungen der Kommission

Die Kommission für Rechtsfragen des Ständerates hat sich an Gesamtberatung - Traitement global du projet

ihrer Sitzung vom 10. November 1992 mit dieser Vorlage be-

fasst. Titel und Ingress, Art. 1,2

Sie hält dazu folgendes fest: Titre et préambule, art. 1,2

Angesichts der stark gewachsenen internationalen Kriminali-

tät, bedingt durch die Zunahme der Mobilität und den techni- Gesamtabstimmung - Vote sur l'ensemble

schen Fortschritt auf allen Gebieten, vermag die geltende Si- Für Annahme des Entwurfes 19 Stimmen

tuation nicht zu befriedigen. Ein gegenseitiger Rechtshilfever- (Einstimmigkeit)

trag in Strafsachen entspricht der Politik der Schweiz, einen

verstärkten Beitrag zur Bekämpfung und Verfolgung der inter-

nationalen Kriminalität zu leisten. An den Nationalrat-Au Conseil national

Der vorliegende Rechtshilfevertrag in Strafsachen mit Austra-

lien steht schliesslich in keinem Widerspruch zum geltenden

schweizerischen Recht, dessen wichtigste Grundsätze beach-

tet werden.

#ST# 92.3067

M. Zimmerli présente au nom de la commission le rapport

écrit suivant: Motion des Nationalrates

(Zisyadis)

Situation Aufteilung der elterlichen Gewalt bei

Le traité signé le 25 novembre1991 règle les modalités de l'en- geschiedenen Eltern

traide judiciaire en matière pénale entre la Suisse et l'Australie

et entend renforcer la coopération des deux pays dans la pour- Motion du Conseil national

suite et la répression des activités criminelles. (Zisyadis)

Jusqu'ici, l'entraide judiciaire entre la Suisse et l'Australie ne Partage de l'autorité parentale

reposait sur aucune base contractuelle. L'entraide judiciaire entre parents divorces

en matière pénale se fondait sur la législation interne de cha-

que Etat, la Suisse appliquant la loi fédérale sur l'entraide inter-

nationale en matière pénale.

Le présent traité s'inspire fortement de la Convention euro-

péenne d'entraide internationale en matière pénale, de la loi Wortlaut der Motion vom 19. Juni 1992

fédérale sur l'entraide judiciaire en matière pénale et du Traité Das schweizerische Recht kennt die Teilung der elterlichen

entre la Confédération suisse et les Etats-Unis d'Amérique sur Gewalt im Scheidungsfall nicht. Seit der Verabschiedung des

l'entraide judiciaire en matière pénale. Eu égard à la tradition Grundsatzes der Rechtsgleichheit zwischen Mann und Frau

juridique anglo-saxonne de l'Australie, un traité séparé a ce- sind keine Anpassungen erwogen worden. Zweifellos wirken

Motion du Conseil national 1232 10 décembre 1992

die steigende Zahl geschiedener Paare und die veränderten Plattner, Sprecher der Minderheit: Ich möchte kurz begrün-

Lebensgewohnheiten ganz allgemein zugunsten neuartiger den, warum die nicht ganz so kleine Minderheit der Meinung

Vereinbarungen zwischen den Elternteilen, im Sinne einer Auf- ist, dass man trotzdem diese Motion als Motion überweisen

teilung der elterlichen Gewalt und des Sorgerechts und einer sollte.

neuen Regelung des Besuchsrechts. In den Gesetzen zahlrei- Es geht ja nicht darum, die Richter zu zwingen, die elterliche

cher europäischer Staaten ist diese Möglichkeit bereits ver- Gewalt bei Scheidungen zu teilen - die Diskussionen darüber,

ankert. wie und in welchen Fällen das genau passieren sollte, werden

Ich ersuche den Bundesrat, durch eine Gesetzesänderung die durch die Motion nicht berührt -, sondern es geht bei der Mo-

Möglichkeit zu schaffen, dass geschiedene Paare die elterli- tion darum, dem Richter nicht gesetzlich zu verbieten, eine sol-

che Gewalt teilen und ihre Kinderweiterhin gemeinsam erzie- che Lösung zu treffen.

hen können. Ich meine also, dass die Motion auch als Motion die Diskus-

sion nicht vorwegnimmt, die noch geführt werden muss, wenn

die Revision des Scheidungsrechts zur Behandlung in die

Texte de la motion du 19 juin 1992

Räte kommt Es wäre aber falsch, nun ein Zeichen zu setzen,

Le droit suisse ignore le partage de l'autorité parentale en cas

welches besagt, dass die ganze Sache nicht so wichtig sei,

de divorce. Depuis l'adoption du principe de l'égalité des

dass es also nicht notwendig sei, die Motion aufrechtzuerhal-

droits entre hommes et femmes, aucune adaptation n'a été

ten, sondern dass man sie nur in abgeschwächter Form über-

envisagée. Il est de plus incontestable que l'augmentation du

weisen solle.

nombre des couples divorcés, l'évolution des moeurs en gé-

Denn das Problem selber, dieses Verbot des gemeinsamen

néral, agit en faveur de nouveaux accords entre parents dans

Sorgerechts geschiedener Eltern, ist ein schwerwiegendes

le sens d'un partage de l'autorité, de la garde, et du droit de vi-

Problem. Sie werden alle in Ihrer näheren oder weiteren Um-

site. Sur le plan européen, de nombreux pays reconnaissent

gebung Scheidungsfälle kennen; und Sie wissen, dass es für

cette possibilité dans leur législation.

Eltern, die ohne Streit auseinandergehen wollen, oft sehr

Je demande au Conseil fédéral d'engager une refonte de la

schwierig ist, eine vernünftige Regelung zu finden, die auch

loi, afin de permettre aux parents divorcés de continuer à assu-

vom Richter unterstützt werden kann.

mer ensemble l'éducation de leurs enfants, par le biais de la

Ich bitte Sie deshalb - um kein falsches Zeichen zu setzen -,

possibilité de l'autorité parentale partagée.

bei der Ueberweisung dieser Forderung als Motion zu bleiben

und somit den Bundesrat ganz klar und zwingend zu beauftra-

Antrag der Kommission gen, bei der Revision des Scheidungsrechts auf diese Frage

Mehrheit einzugehen und das Verbot des gemeinsamen Sorgerechtes

Als Postulat beider Räte überweisen aufzuheben.

Minderheit

(Plattner, Béguin, Petitpierre) M. Petitpierre: Deux mots pour appuyer la position de la mi-

Als Motion überweisen norité: je n'aimerais pas que l'on puisse déduire de laforme ju-

ridique un affaiblissement de l'idée. Le Conseil fédéral était

prêt à accepter cette motion comme motion. Je trouve que l'on

Proposition de la commission

devient plus royaliste que le roi. On a là une idée qui est très

Majorité

forte, qui sera probablement contestée dans la consultation,

Transmettre comme postulat des deux Chambres

mais qui doit subsister jusqu'au bout et, même si la consulta-

Minorité

tion donne un résultat négatif, le Conseil fédéral a parfaitement

(Plattner, Béguin, Petitpierre)

la possibilité à la fin de présenter l'autorité parentale com-

Transmettre comme motion

mune comme une variante aux Chambres. Dans ce cas-là,

puisqu'une variante est possible, je ne vois pas pourquoi on

Zimmerli, Berichterstatter: Der Nationalrat hat am 19. Juni die- ne suit pas le Conseil fédéral qui est d'accord de recevoir une

ses Jahres eine Motion von Herrn Nationalrat Zisyadis diskus- motion selon laquelle, au moins, il est certain que l'autorité pa-

sionslos überwiesen, die darauf abzielte, durch Gesetzesän- rentale commune, quel que soit le résultat de la consultation,

derungen die Möglichkeit zu schaffen, dass geschiedene figurera comme une variante. Je n'aimerais pas que l'on

Paare die elterliche Gewalt teilen und ihre Kinder weiterhin ge- donne un signe politique négatif, comme si tout à coup cette

meinsam erziehen können. idée devait reculer dans l'esprit du prélégislateur, dans l'esprit

Der Bundesrat hat sich im National rat bereit erklärt, die Motion du département chargé de préparer le projet

entgegenzunehmen. Comme c'est une idée d'une extrême importance, je vous prie

Die Kommission für Rechtsfragen des Ständerates hat das Ge- de suivre la minorité, de maintenir l'idée de la motion que le

schäft am 10. November 1992 behandelt Das Anliegen der Conseil fédéral accepte, étant entendu que le Conseil fédéral

Motion ist - wie Sie wissen - bereits Gegenstand der laufen- est absolument libre de ne présenter cela que comme une va-

den Revision des Scheidungsrechts. Aus diesem Grund, und riante, suivant le résultat de la consultation.

auch weil die Frage noch ausdiskutiert werden muss, er-

scheint es der Mehrheit der Kommission für Rechtsfragen zur- Bundesrat Koller: Ich stelle mit Genugtuung fest, dass wir bei

zeit nicht opportun, eine materielle und isolierte Diskussion einer Ueberweisung einer Motion für einmal umgekehrte Rol-

einzig über dieses Problem durchzuführen, losgelöst von der len haben. Normalerweise möchte sich der Bundesrat jewei-

Revision des Scheidungsrechts. Sie ist der Meinung, dass die len nicht in allen Details binden. Hier haben wir nun die umge-

Frage aktuell ist - sie ist auch Gegenstand der Revision -, aber kehrte Situation. Der Bundesrat wäre bereit, sich zu binden,

sie ist nicht unbestritten. weil ein entsprechender Entwurf zur Revision des Schei-

Die Mehrheit der Kommission ist der Meinung, dass wir uns in dungsrechts bereits vorliegt Offenbar möchte sich jetzt die

dieser Einzelfrage jetzt nicht die Hände binden sollten, son- Mehrheit der Kommission nicht binden, sondern die Beratung

dern dass dieser Entscheid im Rahmen der Revision des der Vorlage über die Revision des Scheidungsrechts ab-

Scheidungsrechts zur Sprache kommen sollte. warten.

Deshalb ist die Kommissionsmehrheit der Auffassung, die Mo- Ich glaube, Sie haben zu entscheiden.

tion solle als Postulat beider Räte überwiesen werden, damit

wir in der Diskussion über die Revision des Scheidungsrech- Abstimmung - Vote

tes freie Hand haben und eine Lösung finden können, die ins- Für den Antrag der Minderheit

gesamt auch konsensfähig ist (Ueberweisung als Motion) 13 Stimmen

Wir unterstützen das Anliegen grundsätzlich, sind aber der Für den Antrag der Mehrheit

Meinung, es rechtfertige sich eine Ueberweisung in Postulats- (Ueberweisung als Postulat) 10 Stimmen

form. Sie sehen auf der Fahne, dass eine Kommissionsmin-

derheit anderer Auffassung ist

Schweizerisches Bundesarchiv, Digitale Amtsdruckschriften

Archives fédérales suisses, Publications officielles numérisées

Archivio federale svizzero, Pubblicazioni ufficiali digitali

Motion des Nationalrates (Zisyadis) Aufteilung der elterlichen Gewalt bei geschiedenen

Eltern

Motion du Conseil national (Zisyadis) Partage de l'autorité parentale entre parents

divorces

In Amtliches Bulletin der Bundesversammlung

Dans Bulletin officiel de l'Assemblée fédérale

In Bollettino ufficiale dell'Assemblea federale

Jahr 1992

Année

Anno

Band VI

Volume

Volume

Session Wintersession

Session Session d'hiver

Sessione Sessione invernale

Rat Ständerat

Conseil Conseil des Etats

Consiglio Consiglio degli Stati

Sitzung 08

Séance

Seduta

Geschäftsnummer 92.3067

Numéro d'objet

Numero dell'oggetto

Datum 10.12.1992 - 08:00

Date

Data

Seite 1231-1232

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Pagina

Ref. No 20 022 268

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