Night Work for Women Authorization Case
Legislator-Zusammenfassung
KI-generiertThis case concerns an interpellation regarding the authorization of night work for women and the labor law. The interpellant expressed concern that a canton's authorization for a watchmaking company to permit night work for women contradicted the Federal Council's assurance to revise labor law for better protection. The Federal Council reiterated its commitment to national law reflecting the denunciation of an ILO convention, emphasizing that labor law revisions would enhance protection for all workers at night. The Council informed cantons of the ongoing prohibition of night work for women and requested adherence to current practices. Regarding the specific authorization, the Federal Council alerted the cantonal authorities to the legal situation and urged them to revoke it. Subsequently, the canton's public economy department, following an appeal, annulled the authorization concerning night work for women, thus satisfying the interpellant's request.
Legislator-Regeste
KI-generiertArt. 51 WEG; Night Work for Women Authorization Case: Projekt als Teil einer innerhalb der Bundesverwaltung betrie- de l'entrée en vigueur de la révision de la loi sur le travail.
Schlagwörter
KI-generiertVerwandte Entscheide
KI-generiertVolltext
19. Juni 1992 N 1257 Interpellation Spielmann
Mitunterzeichner-Cosignataires: Bäumlin, Bühlmann, Diener, #ST# 92.3045
Gardiol, Hafner Rudolf, Hafner Ursula, Hollenstein, Meier
Hans, Misteli, Rebeaud, Weder Hansjürg (11 ) Interpellation Spielmann
Schriftliche Begründung-Développement par écrit Nachtarbeit für Frauen
Die Urheberin verzichtet auf eine Begründung und wünscht . und Arbeitsgesetz
eine schriftliche Antwort Travail de nuit des femmes
Schriftliche Stellungnahme des Bundesrates
et loi sur le travail
vom 13. Mai 1992
Rapport écrit du Conseil fédéral
du 13 mai 1992
1. Eine Risikoforschung bedingt umfangreiche, mehrjährige
Projekte, die nur in Angriff genommen werden können, wenn Wortlaut der Interpellation vom 2. März 1992
die mutmasslichen Risiken präzis umrissen und in entspre- Nach der Aufkündigung des Uebereinkommens mit der Inter-
chende Arbeitshypothesen formuliert werden können. Die nationalen Arbeitsorganisation (IAO) über die Nachtarbeit der
möglichen biologischen Risiken, die der Versuch in Changins Frauen im Gewerbe hat der Bundesrat die Ansicht vertreten,
beinhalten könnte, wurden aufgrund der bestehenden wis- dass sich zum besseren Schutz der Arbeitnehmerinnen, die in
senschaftlichen Erkenntnisse durch die Interdisziplinäre unserem Land Nachtarbeit leisten, eine Revision des Arbeits-
Schweizerische Kommission für Biologische Sicherheit in For- gesetzes aufdrängt
schung und Technik (SKBS) beurteilt. Die Kommission hat im Die Bewilligung, welche der Kanton Solothurn der Uhrenfirma
Februar 1992, wie bereits zuvor im Jahre 1991, festgestellt, ETA ausgestellt hat, widerspricht nun aber der Zusicherung
dass die Durchführung des in Changins geplanten Versuches des Bundesrates und verletzt eindeutig die Prinzipien unseres
keine untragbaren Risiken beinhaltet Rechtsstaates.
2. Die Möglichkeit, dass sich andere Kartoffelviren durch hete- Ich fordere den Bundesrat auf, seiner Zusicherung treu zu blei-
rologe Entkapsidierung in das Hüllprotein des Y-Virus, das in ben und die vom Kanton Solothurn ausgestellte Bewilligung
den transgenen Kartoffeln entsteht, einkapseln könnten, wird aufzuheben.
für den in Changins zur Pflanzung vorgesehenen Kartoffelklon
geprüft Derartige Viren wurden bisher nicht festgestellt Texte de l'interpellation du 2 mars 1992
Mischungen von Kartoffelviren oder Kreuzungen von Virus- Après la dénonciation par le gouvernement suisse de la
Genomen, mit unterschiedlicher Schadwirkung, können un- convention de l'Organisation internationale du travail (OIT), le
abhängig von der geplanten Versuchstätigkeit stattfinden. Conseil fédéral a estimé qu'une révision de la loi sur le travail
3. Die Fragestellung der Interpellantin lässt vermuten, dass s'imposait pour protéger davantage les travailleuses noctur-
die Trägerschaft eines Freisetzungsversuches zum voraus nes avant l'introduction du travail de nuit des femmes dans no-
den Beweis erbringen soll, dass keine Gefahr entstehen wird. tre pays.
Dies entspricht aber der bereits üblichen Praxis. Soll damit L'autorisation délivrée par le canton de Soleure à l'entreprise
aber gesagt werden, dass das Fehlen sämtlicher Risiken horlogère ETA ne respecte pas les engagements pris par le
nachgewiesen werden soll, bedeutet dies ein faktisches Ver- Conseil fédéral et constitue en fait une violation des principes
bot sämtlicher Versuche, da es einen Versuch ohne jedes Ri- régissant notre état de droit
siko nicht geben kann. Anderseits kann der Vorschlag der In- Je demande au Conseil fédéral d'être fidèle à ses engage-
terpellantin als Anregung für eine Anpassung des Haftpflicht- ments en suspendant l'autorisation délivrée par le canton de
rechtes verstanden werden. Die Trägerschaft eines Versuches Soleure.
müsste dann bei an sie gerichteten Schadenersatzforderun-
gen nachweisen, dass der geltend gemachte Schaden nicht Mitunterzeichner- Cosignataires: Zisyadis (1 )
von ihrem Versuch her rührt Dies widerspricht grundsätzlich
den heute geltenden haftpflichtrechtlichen Regelungen und Schriftliche Begründung - Développement par écrit
kann nicht in singulärer Form festgelegt werden. L'auteur renonce au développement et demande une
4. Die Beurteilung der Fragen betreffend die biologische Si- réponse écrite.
cherheit und die Sicherheitsmassnahmen bei der Planung
des Versuches in Changins wurde durch die SKBS wahrge- Schriftliche Stellungnahme des Bundesrates
nommen. Sie stützte sich dabei insbesondere auf eine Gruppe vom 29. April 1992
von Forschern, die in verschiedenen Instituten des Bundes Rapport écrit du Conseil fédéral
und an Universitäten tätig sind. du 29 avril 1992
5. Die Bewilligung zur Erneuerung des Freisetzungsversu- Le Conseil fédéral réitère son engagement à ne traduire dans
ches mit gentechnisch veränderten Kartoffeln in Changins le droit national les effets de la dénonciation de la convention
wird, wie im Jahre 1991, aufgrund der Tatsache, dass dieses No 89 de l'OIT sur le travail de nuit des femmes qu'au moment
Projekt als Teil einer innerhalb der Bundesverwaltung betrie- de l'entrée en vigueur de la révision de la loi sur le travail.
benen Forschung gilt, erteilt Celle-ci devra améliorer la protection des personnes des deux
sexes occupées la nuit
Präsident: Die Interpellantin ist von der Antwort des Bundes- Dès la décision de dénoncer la convention prise, l'OFIAMT en
rates teilweise befriedigt und beantragt Diskussion. a informé tous les cantons et leur a demandé de respecter
l'interdiction du travail de nuit des femmes toujours en vigueur
Abstimmung - Vote et de maintenir la pratique actuelle.
Für den Antrag auf Diskussion 58 Stimmen En ce qui concerne l'autorisation délivrée à ETA SA, l'OFIAMT
Dagegen 70 Stimmen a attiré l'attention des autorités soleuroises sur la situation juri-
dique et les a invitées à retirer l'autorisation.
Entre-temps, le Département de l'économie publique du can-
ton de Soleure a accepté un recours déposé par la Fédération
des travailleurs de la métallurgie et de l'horlogerie et a annulé
l'autorisation, dans la mesure où elle concerne le travail de nuit
des femmes. Cette décision satisfait à la demande de l'inter-
pellateur.
Präsident: Der Interpellant ist von der Antwort des Bundesra-
tes nicht befriedigt und beantragt Diskussion.
Interpellation Baumberger 1258 N 19 juin 1992
Abstimmung - Vote 2. Quel montant a déjà été alloué au titre de la LCAP pour
Für den Antrag auf Diskussion 55 Stimmen l'aquisition de logements anciens?
Dagegen 71 Stimmen 3. Le Conseil fédéral ne pense-t-il pas qu'il serait impossible
d'améliorer la situation sur le marché sans construire de nou-
veaux logements, même si l'on parvenait à réduire le prix de la
surface habitable pour les anciens logements bénéficiant de
#ST# 92.3073 ces subventions (au lieu de l'augmenter)?
4. Que pense-t-il du mauvais emploi de ces moyens financiers
substantiels, alors que la Confédération manque de fonds et
Interpellation Baumberger que le pays connaît des difficultés conjoncturelles?
Mit WEG-Bundesgeldern 5. Que fait le Conseil fédéral pour assurer sans délai que les
den Wohnungsbau und die Konjunktur faibles moyens dont il dispose atteignent dans toute la mesure
fördern oder überhöhte du possible l'objectif assigné par la loi, c'est-à-dire (outre l'en-
Immobilienpreise finanzieren? couragement de l'accession à la propriété) la promotion de la
construction de logements avantageux, et pour éviter les affec-
Effets pervers tations inadéquates?
des crédits ouverts
en vertu de la LCAP Mitunterzeichner-Cosignataires: Allenspach, Binder, Blatter,
Blocher, Bonny, Bortoluzzi, Bürgi, Cincera, Columberg, David,
Dettling, Engler, Epiney, Fehr, Fischer-Sursee, Fischer-Seen-
gen, Fritschi Oscar, Früh, Grossenbacher, Gysin, Heget-
schweiler, Hildbrand, Iten Joseph, Jäggi Paul, Kühne, Leu Jo-
Wortlaut der Interpellation vom 9. März 1992 sef, Miesch, Oehler, Raggenbass, Ruckstuhl, Segmüller,
Mit der Aenderung der Verordnung zum WEG hat der Bundes- Spoerry, Stamm Judith, Steinegger, Stucky, Vetterli, Wick, Wit-
rat die Möglichkeit, mit Hilfe von WEG-Geldern Altbauten zu er- tenwiler, Wyss, Zwahlen (40)
werben, ausgebaut Begründet wurde diese Ausweitung mit
der Möglichkeit, auf diese Weise Altwohnungen der Spekula- Schriftliche Begründung-Développement par écrit
tion zu entziehen. Verschiedene im Räume Zürich seither mit Es entspricht anerkannten Prinzipien, dass Aufgabe des Staa-
WEG-Unterstützung getätigte Liegenschaftenkäufe zeigen ein tes auf dem Gebiete des Wohnungsmarktes höchstens sein
anderes Bild (überhöhte Liegenschaftenpreise, steigende kann, zu einem ausreichend hohen Bestand an leerstehenden
Mietzinsen, Verschlechterung der Marktverhältnisse, vgl. die Wohnungen und damit zur Funktionsfähigkeit des Marktes
beiliegende Begründung). beizutragen. Solche Wohnungen müssen jedoch zu Markt-
Ich ersuche daher den Bundesrat um Beantwortung der fol- preisen zur Verfügung gestellt werden, während Sozialpolitik
genden Fragen: (mit Zuschüssen) bei der Verteilung des Wohnraumes subjekt-
1. Hat der Bundesrat Kenntnis von der erwähnten fragwürdi- bezogen zu erfolgen hat
gen Verwendung von WEG-Geldern? Ist er bereit, entspre- In einer ausgeprägt schwierigen Situation ist das WEG dar-
chende Fälle (namentlich im Hinblick auf die Höhe des Er- überhinausgegangen und will - um gleichzeitig den Markt zu
werbspreises, Bezahlung von Vermittlungsprovisionen und erweitern und sozialpolitische Bedürfnisse abzudecken - ne-
dergleichen) durch seine Finanzkontrolle detailliert abklären ben der Eigentumsförderung vor allem die Bereitstellung zu-
zu lassen und darüber zu berichten? sätzlicher Mietwohnungen in Neubauten verbilligen und damit
2. In welchem Umfange wurden WEG-Gelder bisher zum fördern.
Zwecke des Erwerbs von Altbauten eingesetzt? Mit der Aenderung der Verordnung zum WEG hat der Bundes-
3. Teilt der Bundesrat die Auffassung, dass es selbst dann, rat vor kurzem die Möglichkeit ausgebaut, mit Hilfe von WEG-
wenn Wohnraum in so erworbenen Altbauten im Ergebnis ver- Geldern auch Altbauten zu erwerben in der Meinung, auf diese
billigt (und nicht noch verteuert) würde, unmöglich wäre, ohne Weise Altwohnungen der Spekulation zu entziehen, diese mit
Ausweitung der Wohnungsanzahl durch Neuerstellung eine anderen Worten preisgünstig zu erhalten. Verschiedene im
Verbesserung der Marktsituation zu erreichen? Räume Zürich von Genossenschaftsverbänden/Stiftungen ge-
4. Wie stellt sich der Bundesrat angesichts der bestehenden tätigte Liegenschaftenerwerbe zeigen jedoch ein in verschie-
Finanzknappheit und der konjunkturellen Schwierigkeiten zur dener Hinsicht fragwürdiges Bild. So müssen mit WEG-Gel-
ineffizienten Verwendung bedeutender Geldmittel? dern (Bundesvorschüssen) jährlich erhebliche Kapitalkosten-
5. Wie sorgt der Bundesrat dafür, dass die knappen Mittel anteile (von einem Drittel bis gegen die Hälfte der erwähnten
ohne Verzug wieder möglichst vollständig dem gesetzlichen Erwerbskosten) getragen werden. Diese Gelder fehlen für die
Zwecke, das heisst (neben der Eigentumsförderung) der För- Erstellung verbilligter Neubauwohnungen, welche gleichzei-
derung des Wohnungsbaus durch Neuerstellung preisgünsti- tig auch den Wohnungsmarkt vergrössern und damit funkti-
ger Wohnungen zugeführt und Fehlallokationen unterbunden onsfähig machen würden. Sie fehlen auch für die Ueberwin-
werden? dung der bestehenden (in gewissen Regionen schwerwiegen-
den) konjunkturellen Schwierigkeiten.
Texte de l'interpellation du 9 mars 1992
En modifiant l'ordonnance relative à la LCAP, le Conseil fédé- Schriftliche Stellungnahme des Bundesrates
ral a étendu la possibilité d'acquérir des logements anciens vom 13. Mai 1992
grâce aux subventions allouées au titre de la LCAP. On voulait Rapport écrit du Conseil fédéral
par là-même soustraire des logements anciens à la spécula- du 13 mai 1992
tion. Les transactions immobilières effectuées depuis lors Die Bundeshilfe nach Wohnbau- und Eigentumsförderungs-
grâce à la LACP dans l'agglomération zurichoise ne répon- gesetz (WEG) beschränkt sich nicht nur auf die Förderung des
dent pas à cette attente (prix des logements excessifs, loyers Neubaues von Wohnungen; vielmehr soll auch ein Beitrag zur
en hausse, détérioration du marché, cf. développement ci- Erhaltung des Wohnungsbestandes geleistet werden. Seit je-
joint). her hat der Bund überdies die Tätigkeit der gemeinnützigen
Je demande au Conseil fédéral de répondre aux questions Bauträger bei der Bereitstellung von Wohnraum zu günstigen
suivantes: Mietzinsen unterstützt Der Bundesrat vertritt die Meinung,
1. Le Conseil fédéral est-il informé de l'utilisation contestable dass den gemeinnützigen Bauträgern auch beim Erwerb be-
des subventions de la LCAP? Est-il prêt à demander au stehender Altliegenschaften geholfen werden muss, damit
Contrôle des finances de faire la lumière sur des cas particu- dieser Wohnraum für wirtschaftlich schwache Haushalte finan-
liers (notamment en ce qui concerne le prix d'acquisition, le ziell tragbar bleibt Artikel 51 WEG gibt dazu die Möglichkeit
paiement de commissions, etc.) et à établir un rapport à ce Der Erwerb von Liegenschaften ist somit nicht erst durch die
sujet? Aenderung der Verordnung zum WEG vom 21. November
Schweizerisches Bundesarchiv, Digitale Amtsdruckschriften
Archives fédérales suisses, Publications officielles numérisées
Archivio federale svizzero, Pubblicazioni ufficiali digitali
Interpellation Spielmann Nachtarbeit für Frauen und Arbeitsgesetz
Interpellation Spielmann Travail de nuit des femmes et loi sur le travail
In Amtliches Bulletin der Bundesversammlung
Dans Bulletin officiel de l'Assemblée fédérale
In Bollettino ufficiale dell'Assemblea federale
Jahr 1992
Année
Anno
Band III
Volume
Volume
Session Sommersession
Session Session d'été
Sessione Sessione estiva
Rat Nationalrat
Conseil Conseil national
Consiglio Consiglio nazionale
Sitzung 16
Séance
Seduta
Geschäftsnummer 92.3045
Numéro d'objet
Numero dell'oggetto
Datum 19.06.1992 - 08:00
Date
Data
Seite 1257-1258
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Pagina
Ref. No 20 021 340
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