Parliament Approves Treaty on Bank Account Surveillance for Criminal Proceedings
Legislator-Zusammenfassung
KI-generiertThe Parliament debated a motion to allow for the surveillance of bank accounts in criminal proceedings, particularly in relation to international legal assistance and money laundering. One faction argued this could infringe upon banking secrecy by allowing general surveillance for minor offenses, preferring a more limited scope focused on serious crimes and money laundering, specifically in the context of an agreement with Australia. The government acknowledged the need to examine legal frameworks for bank account surveillance, similar to telephone tapping, to combat international crime, stating that while banking secrecy remains important, it must yield in cases of serious criminality and that the outcome of these examinations would be reported to Parliament. The Parliament ultimately voted to approve the treaty with Australia.
Legislator-Regeste
KI-generiertArt. 68 GRN, Art. 6XLRCN Ce, Art. 68 RCN, Art. 93 Absatz, Art. 4 chiffre 2 de la convention, Art. 93 Absatz 2 der Bundesverfassung; Parliament Approves Treaty on Bank Account Surveillance for Criminal Proceedings: One faction argued this could infringe upon banking secrecy by allowing general surveillance for minor offenses, preferring a more limited scope focused on serious crimes and money laundering, specifically in the context of an agreement with Australia. The government acknowledged the need to examine legal frameworks for bank account surveillance, similar to telephone tapping, to combat international crime, stating that while banking secrecy remains important, it must yield in cases of serious criminality and that the outcome of these examinations would be reported to Parliament. The Parliament ultimately voted to approve the treaty with Australia.
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KI-generiertZentrale Rechtsfragen, extrahiert von Legislator
KI-generiertCited as the basis for the commission's postulat, obliging contracting parties to consider special investigation techniques like bank account surveillance.
Cited as the constitutional basis for the canton of Valais' initiative concerning coordination and acceleration of project authorization procedures.
Volltext
2. März 1993 N 53 Rechtshilfe. Vertrag mit Australien
Das Postulat der Mehrheit birgt eine Gefahr in sich, weil es Bundesrat Koller: Wie Sie unserer schriftlichen Stellung-
ganz allgemein die Ueberwachung der Bankkonten im Straf- nahme haben entnehmen können, ist der Bundesrat bereit,
prozess anstrebt, so dass wir mit dem Bankgeheimnis, mit ei- das Postulat der Kommission entgegenzunehmen. Dies gilt
nem anderen Rechtsgut, in Konflikt kommen könnten. Wir auch für das Postulat der Minderheit der Kommission, soweit
müssen uns fragen: Wollen wir das effektiv, wollen wir, dass es nicht - was vor allem die Postcheckkonten anbelangt - als
bei irgendeiner geringfügigen strafrechtlichen Angelegenheit erfüllt abgeschrieben werden kann.
die Ueberwachung von Bankkonten angeordnet werden Zur Frage von Herrn Reimann Maximilian folgendes: Wir ha-
kann? Diese Gefahr birgt die Version der Mehrheit in sich. Wir ben in der schriftlichen Stellungnahme zum Postulat der Min-
müssen uns wirklich fragen: Wollen wir ein solches Postulat derheit der Kommission ausdrücklich auf die Rechtsprobleme
dem Bundesrat zur Ueberprüfung überweisen, oder können hingewiesen, die wir bei der Prüfung dieses zusätzlichen Mit-
Sie, Herr Bundesrat, eine Erklärung abgeben, dass sich der tels der Bankkontenüberwachung zu analysieren und nach-
Prüfungsantrag, der Prüfungsspielraum, beispielsweise auf her zu lösen haben. Es ist einmal das Problem der Kompetenz-
die schwere Kriminalität beschränken soll? ausscheidung zwischen Bund und Kantonen, und es sind
Kollege Rechsteiner deutete mit seinem Wort «insbesondere» auch Probleme, die wir eigentlich ganz analog im Bereich der
wohl an, dass es auch bei ihm primär um die internationale Telefonabhörung kennen. Der Bundesrat hat sich jüngst auf-
Rechtshilfe geht, aber so wie wir ihn kennen, liebäugelt er grund eines Berichtes Ihrer Geschäftsprüfungskommission
zweifellos damit, über diese Hintertür ganz allgemein eine At- ohnehin bereit erklärt, diese ganze Frage der Voraussetzun-
tacke gegen das Bankgeheimnis zu reiten. gen derTelefonabhörungen neu zu überprüfen.
Das will die Kommissionsminderheit nicht Deshalb be- Nun kann ich natürlich das Resultat dieser Prüfungen nicht
schränkt sich unser Antrag auf den Bereich dieses Abkom- vorwegnehmen. Ich glaube, dafür müssen Sie Verständnis ha-
mens, auf die Geldwäscherei. Von Ihrer Antwort, Herr Bundes- ben. Aber das zeigt, in welche Richtung unsere Analysen ge-
rat, machen wir es abhängig, ob wir unser Postulat als Er- hen werden; es ist ganz klar, dass das Bankgeheimnis natür-
gänzung oder als Alternative zum Postulat der Mehrheit be- lich gewahrt bleibt. Hingegen steht auch fest, dass das Bank-
trachten. geheimnis im Bereich der Kriminalität immer zurücktreten
Die anderen Unterschiede zwischen den beiden Versionen musste. Und bei der Prüfung dieses zusätzlichen Mittels der
sind, wie Ihrer Stellungnahme bereits zu entnehmen war, Bankkontenüberwachung werden wir natürlich, analog zur Te-
offensichtlich nicht mehr von Belang. Wir haben mit Genug- lefonabhörung, genau zu prüfen haben, aufgrund welcher Ta-
tuung davon Kenntnis genommen, dass bei den Postkonten ten wir zu diesem ausserordentlichen Strafverfolgungsmittel
der Geldwäscherei bereits nach geltendem Recht ein Riegel greifen wollen. Aber das Resultat werden wir Ihnen natürlich
vorgeschoben werden kann, zumindest theoretisch. Wie es erst nach Abschluss dieser Prüfungen bekanntgeben können.
in der Praxis aussieht, sei offengelassen. Ebenfalls mit Ge- So viel zu Ihrer Frage. Im übrigen kennen Sie unsere Stellung-
nugtuung ist zu konstatieren, dass auch vorgesehen ist, die nahme.
Wechselstuben künftig besser in die Ueberwachung mit ein-
zubeziehen. Posfu/af93.3023
Ueberwiesen - Transmis
M. Borradori, rapporteur: La commission a présenté un pos-
tulat qui invite le Conseil fédéral à examiner l'opportunité de Postulat 93.3024
créer, spécialement en relation avec l'entraide judiciaire inter-
nationale, des bases juridiques pour la surveillance de comp- Bankkonten und Wechselstuben
tes bancaires dans le cadre de procès pénaux et àfaire rapport Comptes bancaires et bureaux de change
de cela au Parlement. Ueberwiesen - Transmis
Les raisons qui soutiennent ce postulat sont les suivantes: l'ar-
ticle 4 chiffre 2 de la convention oblige les parties contractan- Postkonten - Comptes postaux
tes à envisager l'introduction de techniques spéciales d'inves- Abgeschrieben - Classé
tigation afin de faciliter le dépistage des produits délictueux.
Parmi ces techniques sont citées aussi les ordonnances de
surveillance des comptes bancaires. Dans le message, on
peut lire qu'une partie des mesures citées dans la convention
sont déjà applicables en Suisse. En revanche, la Suisse ne
connaît jusqu'ici aucune réglementation légale qui prévoit, à la
manière d'un contrôle téléphonique par exemple, la surveil- #ST# 92.075
lance permanente des comptes bancaires pour une certaine
durée. Afin que la convention ne reste pas un instrument vide Rechtshilfe.
et abstrait, la commission a pensé qu'il faudrait inviter le Vertrag mit Australien
Conseil fédéral à examiner l'opportunité de créer une base lé- Entraide judiciaire.
gale pour la surveillance des comptes bancaires. En définitive,
la commission a voulu ainsi donner un signal pour une meil-
Traité avec l'Australie
leure concrétisation de la convention. C'est surtout au niveau Botschaft und Beschlussentwurf vom 9. September 1992 (BBIV1185)
de la Confédération que doivent être examinées les bases juri- Message et projet d'arrêté du 9 septembre 1992 (FF V1181 )
diques, car ce n'est pas le but du postulat de résoudre d'ores Beschluss des Ständerates vom 10. Dezember 1992
et déjà la question des compétences entre Confédération et Décision du Conseil des Etats du 10 décembre 1992
cantons, question qui peut donc rester ouverte. Kategorie V, Art. 68 GRN - Catégorie V, art. 6XLRCN
Ce postulat a eu la préférence en commission sur une autre
proposition, celle de M. Reimann Maximilian, par 10 voix
contre 9, avec le «Stichentscheid» du président. Cette der-
nière vise, d'une part, un champ d'application plus étroit en
limitant expressément le mandat d'examen dans le cadre de Herr Engler unterbreitet im Namen der Kommission den fol-
la convention du Conseil de l'Europe. Donc seule la conven- genden schriftlichen Bericht:
tion fait l'objet du mandat. D'autre part, cette proposition veut
que les comptes postaux et les bureaux de change soient Ausgangslage
aussi considérés dans le mandat. Pour terminer, cette propo- Der am 25. November 1991 mit Australien unterzeichnete
sition vise à ce que le Conseil fédéral puisse examiner aussi Rechtshilfevertrag in Strafsachen regelt den Rechtshilfe-
si l'on doit intervenir au niveau des lois fixant les procédures verkehr zwischen den beiden Staaten und soll die
pénales cantonales, dans la mesure où il y aurait une néces- Zusammenarbeit bei der Verbrechensbekämpfung und -Ver-
sité d'agir. folgung verstärken.
Initiative du canton du Valais 54 2 mars 1993
Bis anhin gab es keine vertragliche Grundlage für den Rechts- Proposition de la commission
hilfeverkehr zwischen der Schweiz und Australien. Die Rechts- La commission propose à l'unanimité d'habiliter le Conseil
hilfe in Strafsachen regelte sich nach dem jeweiligen inner- fédéral à ratifier le Traité entre la Suisse et l'Australie sur
staatlichen Recht, womit für die Schweiz das Bundesgesetz l'entraide judiciaire en matière pénale.
über die internationale Rechtshilfe in Strafsachen zur Anwen-
dung kommt. Eintreten wird ohne Gegenantrag beschlossen
Der vorliegende Vertrag lehnt sich eng an das Europäische L'entrée en matière est décidée sans opposition
Uebereinkommen über die Rechtshilfe in Strafsachen, das
Bundesgesetz über internationale Rechtshilfe in Strafsachen Detailberatung - Discussion par articles
und den Staatsvertrag zwischen der Schweiz und den USA
über gegenseitige Rechtshilfe in Strafsachen an. Aus Rück- Titel und Ingress, Art. 1,2
sicht auf die angelsächsische Rechtstradition Australiens Antrag der Kommission
wurde jedoch ein unabhängiger Vertrag erarbeitet, der den Zustimmung zum Beschluss des Ständerates
praktischen Erfordernissen der gegenseitigen Rechtshilfe zu
genügen vermag. Titre et préambule, art. 1,2
Proposition de la commission
Erwägungen der Kommission Adhérer à la décision du Conseil des Etats
Die Kommission für Rechtsfragen des Nationalrates hat sich
an ihrer Sitzung vom 18. Januar 1993 mit dieser Vorlage be- Angenommen -Adopté
fasst Sie hält dazu folgendes fest:
Angesichts der stark gewachsenen internationalen Kriminali- Gesamtabstimmung - Vote sur l'ensemble
tät, bedingt durch die Zunahme der Mobilität und des techni- Für Annahme des Entwurfes 105 Stimmen
schen Fortschritts auf allen Gebieten, vermag die geltende Si- Dagegen 3 Stimmen
tuation nicht zu befriedigen. Ein gegenseitiger Rechtshilfever-
trag in Strafsachen entspricht der Politik der Schweiz, einen
verstärkten Beitrag zur Bekämpfung und Verfolgung der inter- An den Bundesrat-Au Conseil fédéral
nationalen Kriminalität zu leisten.
Der vorliegende Rechtshilfevertrag in Strafsachen mit Austra-
lien steht schliesslich in keinem Widerspruch zum geltenden
schweizerischen Recht, dessen wichtigste Grundsätze beach-
tet werden.
M. Engler présente au nom de la commission le rapport écrit #ST# 92.300
suivant:
Standesinitiative Wallis
Le traité signé le 25 novembre 1991 règle les modalités de l'en- Koordination und Beschleunigung
traide judiciaire en matière pénale entre la Suisse et l'Australie von Projektbewilligungsverfahren
et entend renforcer la coopération des deux pays dans la pour-
suite et la répression des activités criminelles.
Initiative du canton du Valais
Jusqu'ici, l'entraide judiciaire entre la Suisse et l'Australie ne Coordination et accélération
reposait sur aucune base contractuelle. L'entraide judiciaire des procédures d'autorisation de projets
en matière pénale se fondait sur la législation interne de cha-
Beschluss des Ständerates vom 10. Dezember 1992
que Etat, la Suisse appliquant la loi fédérale sur l'entraide inter- Décision du Conseil des Etats du 10 décembre 1992
nationale en matière pénale. Kategorie V, Art 68 GRN - Catégorie V, art. 68 RCN
Le présent traité s'inspire fortement de la Convention euro-
péenne d'entraide internationale en matière pénale, de la loi
fédérale sur l'entraide judiciaire en matière pénale et du Traité
entre la Confédération Suisse et les Etats-Unis d'Amérique sur
l'entraide judiciaire en matière pénale. Eu égard à la tradition Wortlaut der Initiative vom 18. Juni 1992
juridique anglo-saxonne de l'Australie, un traité séparé a ce- Gestützt auf Artikel 93 Absatz 2 der Bundesverfassung be-
pendant été élaboré, afin de satisfaire aux exigences pratiques antragt der Stand Wallis den eidgenössischen Räten, die Ge-
de rapports mutuels en matière d'entraide judiciaire. setzgebung auf eidgenössischer Ebene derart anzupassen,
dass - in Berücksichtigung der grundlegenden Volksrechte -:
Considérations de la commission 1. eine schnellere Durchführung der Bewilligungsverfahren er-
La Commission des affaires juridiques du Conseil national a möglicht wird, vor allem durch die Ausschaltung von Doppel-
traité cet objet le 18 janvier 1993. Elle a fait les constatations spurigkeiten auf allen Stufen der öffentlichen Hand;
suivantes: 2. den Entscheidungsinstanzen Behandlungsfristen ange-
Compte tenu de l'augmentation importante des actes de crimi- setzt werden;
nalité internationale, favorisée par la mobilité accrue et le pro- 3. die Integration von Spezialbewilligungen in ein einziges
grès techniques réalisés dans tous les secteurs, la situation oder koordiniertes Verfahren möglich wird;
actuelle n'est plus satisfaisante. Un traité sur l'assistance judi- 4. die finanzielle Verantwortlichkeit derjenigen geregelt wird,
ciaire réciproque en matière pénale correspond donc aux ob- welche mutwillig Einsprachen erheben und die Verfahren in
jectifs politiques de la Suisse, qui entend renforcer sa contribu- die Länge ziehen.
tion à la lutte contre la criminalité internationale et à sa répres-
sion. Texte de l'initiative du 18 juin 1992
Enfin, le présent Traité sur l'entraide judiciaire en matière pé- Basé sur l'article 93 alinéa 2 de la Constitution fédérale, l'Etat
nale conclu avec l'Australie n'est en rien contraire au droit du Valais demande aux Chambres fédérales d'adapter la lé-
suisse en vigueur, dont les principes essentiels sont gislation au niveau fédéral de telle façon que -tenant compte
respectés. des droits fondamentaux du peuple:
1. une exécution plus rapide des procédures d'autorisation
Antrag der Kommission soit rendue possible, essentiellement par l'élimination de dou-
Die Kommission beantragt einstimmig, den Bundesrat zur Ra- bles voies sur tous les niveaux des collectivités publiques;
tifikation des Rechtshilfevertrages in Strafsachen mit Austra- 2. l'on impose des délais de traitement aux instances de déci-
lien zu ermächtigen. sion;
Schweizerisches Bundesarchiv, Digitale Amtsdruckschriften
Archives fédérales suisses, Publications officielles numérisées
Archivio federale svizzero, Pubblicazioni ufficiali digitali
Rechtshilfe. Vertrag mit Australien
Entraide judiciaire. Traité avec l'Australie
In Amtliches Bulletin der Bundesversammlung
Dans Bulletin officiel de l'Assemblée fédérale
In Bollettino ufficiale dell'Assemblea federale
Jahr 1993
Année
Anno
Band I
Volume
Volume
Session Frühjahrssession
Session Session de printemps
Sessione Sessione primaverile
Rat Nationalrat
Conseil Conseil national
Consiglio Consiglio nazionale
Sitzung 02
Séance
Seduta
Geschäftsnummer 92.075
Numéro d'objet
Numero dell'oggetto
Datum 02.03.1993 - 08:00
Date
Data
Seite 53-54
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Ref. No 20 022 328
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