Legislator Rechtsprechung & Gesetzgebung
VPB 92-075 KI-generiert

Parliament Approves Treaty on Bank Account Surveillance for Criminal Proceedings

Geschäftsnummer VPB 92-075
Gericht / Behörde
Rechtsordnung Schweiz · Verwaltungspraxis der Bundesbehörden (VPB) (CH)
Entscheiddatum
Ausgang Gutgeheissen (Allowed)
Kostenauflage keine Kosten erhoben

Legislator-Zusammenfassung

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The Parliament debated a motion to allow for the surveillance of bank accounts in criminal proceedings, particularly in relation to international legal assistance and money laundering. One faction argued this could infringe upon banking secrecy by allowing general surveillance for minor offenses, preferring a more limited scope focused on serious crimes and money laundering, specifically in the context of an agreement with Australia. The government acknowledged the need to examine legal frameworks for bank account surveillance, similar to telephone tapping, to combat international crime, stating that while banking secrecy remains important, it must yield in cases of serious criminality and that the outcome of these examinations would be reported to Parliament. The Parliament ultimately voted to approve the treaty with Australia.

Legislator-Regeste

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Art. 68 GRN, Art. 6XLRCN Ce, Art. 68 RCN, Art. 93 Absatz, Art. 4 chiffre 2 de la convention, Art. 93 Absatz 2 der Bundesverfassung; Parliament Approves Treaty on Bank Account Surveillance for Criminal Proceedings: One faction argued this could infringe upon banking secrecy by allowing general surveillance for minor offenses, preferring a more limited scope focused on serious crimes and money laundering, specifically in the context of an agreement with Australia. The government acknowledged the need to examine legal frameworks for bank account surveillance, similar to telephone tapping, to combat international crime, stating that while banking secrecy remains important, it must yield in cases of serious criminality and that the outcome of these examinations would be reported to Parliament. The Parliament ultimately voted to approve the treaty with Australia.

Schlagwörter

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Bankgeheimnis internationale Geldwäscherei schwere Kriminalität parlamentarische Aufsicht Völkerrechtliche Verträge Bankauskunft
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Zentrale Rechtsfragen, extrahiert von Legislator

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Art. 4 chiffre 2 de la convention

Cited as the basis for the commission's postulat, obliging contracting parties to consider special investigation techniques like bank account surveillance.

Art. 93 Absatz 2 der Bundesverfassung

Cited as the constitutional basis for the canton of Valais' initiative concerning coordination and acceleration of project authorization procedures.

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Volltext

2. März 1993 N 53 Rechtshilfe. Vertrag mit Australien

Das Postulat der Mehrheit birgt eine Gefahr in sich, weil es Bundesrat Koller: Wie Sie unserer schriftlichen Stellung-

ganz allgemein die Ueberwachung der Bankkonten im Straf- nahme haben entnehmen können, ist der Bundesrat bereit,

prozess anstrebt, so dass wir mit dem Bankgeheimnis, mit ei- das Postulat der Kommission entgegenzunehmen. Dies gilt

nem anderen Rechtsgut, in Konflikt kommen könnten. Wir auch für das Postulat der Minderheit der Kommission, soweit

müssen uns fragen: Wollen wir das effektiv, wollen wir, dass es nicht - was vor allem die Postcheckkonten anbelangt - als

bei irgendeiner geringfügigen strafrechtlichen Angelegenheit erfüllt abgeschrieben werden kann.

die Ueberwachung von Bankkonten angeordnet werden Zur Frage von Herrn Reimann Maximilian folgendes: Wir ha-

kann? Diese Gefahr birgt die Version der Mehrheit in sich. Wir ben in der schriftlichen Stellungnahme zum Postulat der Min-

müssen uns wirklich fragen: Wollen wir ein solches Postulat derheit der Kommission ausdrücklich auf die Rechtsprobleme

dem Bundesrat zur Ueberprüfung überweisen, oder können hingewiesen, die wir bei der Prüfung dieses zusätzlichen Mit-

Sie, Herr Bundesrat, eine Erklärung abgeben, dass sich der tels der Bankkontenüberwachung zu analysieren und nach-

Prüfungsantrag, der Prüfungsspielraum, beispielsweise auf her zu lösen haben. Es ist einmal das Problem der Kompetenz-

die schwere Kriminalität beschränken soll? ausscheidung zwischen Bund und Kantonen, und es sind

Kollege Rechsteiner deutete mit seinem Wort «insbesondere» auch Probleme, die wir eigentlich ganz analog im Bereich der

wohl an, dass es auch bei ihm primär um die internationale Telefonabhörung kennen. Der Bundesrat hat sich jüngst auf-

Rechtshilfe geht, aber so wie wir ihn kennen, liebäugelt er grund eines Berichtes Ihrer Geschäftsprüfungskommission

zweifellos damit, über diese Hintertür ganz allgemein eine At- ohnehin bereit erklärt, diese ganze Frage der Voraussetzun-

tacke gegen das Bankgeheimnis zu reiten. gen derTelefonabhörungen neu zu überprüfen.

Das will die Kommissionsminderheit nicht Deshalb be- Nun kann ich natürlich das Resultat dieser Prüfungen nicht

schränkt sich unser Antrag auf den Bereich dieses Abkom- vorwegnehmen. Ich glaube, dafür müssen Sie Verständnis ha-

mens, auf die Geldwäscherei. Von Ihrer Antwort, Herr Bundes- ben. Aber das zeigt, in welche Richtung unsere Analysen ge-

rat, machen wir es abhängig, ob wir unser Postulat als Er- hen werden; es ist ganz klar, dass das Bankgeheimnis natür-

gänzung oder als Alternative zum Postulat der Mehrheit be- lich gewahrt bleibt. Hingegen steht auch fest, dass das Bank-

trachten. geheimnis im Bereich der Kriminalität immer zurücktreten

Die anderen Unterschiede zwischen den beiden Versionen musste. Und bei der Prüfung dieses zusätzlichen Mittels der

sind, wie Ihrer Stellungnahme bereits zu entnehmen war, Bankkontenüberwachung werden wir natürlich, analog zur Te-

offensichtlich nicht mehr von Belang. Wir haben mit Genug- lefonabhörung, genau zu prüfen haben, aufgrund welcher Ta-

tuung davon Kenntnis genommen, dass bei den Postkonten ten wir zu diesem ausserordentlichen Strafverfolgungsmittel

der Geldwäscherei bereits nach geltendem Recht ein Riegel greifen wollen. Aber das Resultat werden wir Ihnen natürlich

vorgeschoben werden kann, zumindest theoretisch. Wie es erst nach Abschluss dieser Prüfungen bekanntgeben können.

in der Praxis aussieht, sei offengelassen. Ebenfalls mit Ge- So viel zu Ihrer Frage. Im übrigen kennen Sie unsere Stellung-

nugtuung ist zu konstatieren, dass auch vorgesehen ist, die nahme.

Wechselstuben künftig besser in die Ueberwachung mit ein-

zubeziehen. Posfu/af93.3023

Ueberwiesen - Transmis

M. Borradori, rapporteur: La commission a présenté un pos-

tulat qui invite le Conseil fédéral à examiner l'opportunité de Postulat 93.3024

créer, spécialement en relation avec l'entraide judiciaire inter-

nationale, des bases juridiques pour la surveillance de comp- Bankkonten und Wechselstuben

tes bancaires dans le cadre de procès pénaux et àfaire rapport Comptes bancaires et bureaux de change

de cela au Parlement. Ueberwiesen - Transmis

Les raisons qui soutiennent ce postulat sont les suivantes: l'ar-

ticle 4 chiffre 2 de la convention oblige les parties contractan- Postkonten - Comptes postaux

tes à envisager l'introduction de techniques spéciales d'inves- Abgeschrieben - Classé

tigation afin de faciliter le dépistage des produits délictueux.

Parmi ces techniques sont citées aussi les ordonnances de

surveillance des comptes bancaires. Dans le message, on

peut lire qu'une partie des mesures citées dans la convention

sont déjà applicables en Suisse. En revanche, la Suisse ne

connaît jusqu'ici aucune réglementation légale qui prévoit, à la

manière d'un contrôle téléphonique par exemple, la surveil- #ST# 92.075

lance permanente des comptes bancaires pour une certaine

durée. Afin que la convention ne reste pas un instrument vide Rechtshilfe.

et abstrait, la commission a pensé qu'il faudrait inviter le Vertrag mit Australien

Conseil fédéral à examiner l'opportunité de créer une base lé- Entraide judiciaire.

gale pour la surveillance des comptes bancaires. En définitive,

la commission a voulu ainsi donner un signal pour une meil-

Traité avec l'Australie

leure concrétisation de la convention. C'est surtout au niveau Botschaft und Beschlussentwurf vom 9. September 1992 (BBIV1185)

de la Confédération que doivent être examinées les bases juri- Message et projet d'arrêté du 9 septembre 1992 (FF V1181 )

diques, car ce n'est pas le but du postulat de résoudre d'ores Beschluss des Ständerates vom 10. Dezember 1992

et déjà la question des compétences entre Confédération et Décision du Conseil des Etats du 10 décembre 1992

cantons, question qui peut donc rester ouverte. Kategorie V, Art. 68 GRN - Catégorie V, art. 6XLRCN

Ce postulat a eu la préférence en commission sur une autre

proposition, celle de M. Reimann Maximilian, par 10 voix

contre 9, avec le «Stichentscheid» du président. Cette der-

nière vise, d'une part, un champ d'application plus étroit en

limitant expressément le mandat d'examen dans le cadre de Herr Engler unterbreitet im Namen der Kommission den fol-

la convention du Conseil de l'Europe. Donc seule la conven- genden schriftlichen Bericht:

tion fait l'objet du mandat. D'autre part, cette proposition veut

que les comptes postaux et les bureaux de change soient Ausgangslage

aussi considérés dans le mandat. Pour terminer, cette propo- Der am 25. November 1991 mit Australien unterzeichnete

sition vise à ce que le Conseil fédéral puisse examiner aussi Rechtshilfevertrag in Strafsachen regelt den Rechtshilfe-

si l'on doit intervenir au niveau des lois fixant les procédures verkehr zwischen den beiden Staaten und soll die

pénales cantonales, dans la mesure où il y aurait une néces- Zusammenarbeit bei der Verbrechensbekämpfung und -Ver-

sité d'agir. folgung verstärken.

Initiative du canton du Valais 54 2 mars 1993

Bis anhin gab es keine vertragliche Grundlage für den Rechts- Proposition de la commission

hilfeverkehr zwischen der Schweiz und Australien. Die Rechts- La commission propose à l'unanimité d'habiliter le Conseil

hilfe in Strafsachen regelte sich nach dem jeweiligen inner- fédéral à ratifier le Traité entre la Suisse et l'Australie sur

staatlichen Recht, womit für die Schweiz das Bundesgesetz l'entraide judiciaire en matière pénale.

über die internationale Rechtshilfe in Strafsachen zur Anwen-

dung kommt. Eintreten wird ohne Gegenantrag beschlossen

Der vorliegende Vertrag lehnt sich eng an das Europäische L'entrée en matière est décidée sans opposition

Uebereinkommen über die Rechtshilfe in Strafsachen, das

Bundesgesetz über internationale Rechtshilfe in Strafsachen Detailberatung - Discussion par articles

und den Staatsvertrag zwischen der Schweiz und den USA

über gegenseitige Rechtshilfe in Strafsachen an. Aus Rück- Titel und Ingress, Art. 1,2

sicht auf die angelsächsische Rechtstradition Australiens Antrag der Kommission

wurde jedoch ein unabhängiger Vertrag erarbeitet, der den Zustimmung zum Beschluss des Ständerates

praktischen Erfordernissen der gegenseitigen Rechtshilfe zu

genügen vermag. Titre et préambule, art. 1,2

Proposition de la commission

Erwägungen der Kommission Adhérer à la décision du Conseil des Etats

Die Kommission für Rechtsfragen des Nationalrates hat sich

an ihrer Sitzung vom 18. Januar 1993 mit dieser Vorlage be- Angenommen -Adopté

fasst Sie hält dazu folgendes fest:

Angesichts der stark gewachsenen internationalen Kriminali- Gesamtabstimmung - Vote sur l'ensemble

tät, bedingt durch die Zunahme der Mobilität und des techni- Für Annahme des Entwurfes 105 Stimmen

schen Fortschritts auf allen Gebieten, vermag die geltende Si- Dagegen 3 Stimmen

tuation nicht zu befriedigen. Ein gegenseitiger Rechtshilfever-

trag in Strafsachen entspricht der Politik der Schweiz, einen

verstärkten Beitrag zur Bekämpfung und Verfolgung der inter- An den Bundesrat-Au Conseil fédéral

nationalen Kriminalität zu leisten.

Der vorliegende Rechtshilfevertrag in Strafsachen mit Austra-

lien steht schliesslich in keinem Widerspruch zum geltenden

schweizerischen Recht, dessen wichtigste Grundsätze beach-

tet werden.

M. Engler présente au nom de la commission le rapport écrit #ST# 92.300

suivant:

Standesinitiative Wallis

Le traité signé le 25 novembre 1991 règle les modalités de l'en- Koordination und Beschleunigung

traide judiciaire en matière pénale entre la Suisse et l'Australie von Projektbewilligungsverfahren

et entend renforcer la coopération des deux pays dans la pour-

suite et la répression des activités criminelles.

Initiative du canton du Valais

Jusqu'ici, l'entraide judiciaire entre la Suisse et l'Australie ne Coordination et accélération

reposait sur aucune base contractuelle. L'entraide judiciaire des procédures d'autorisation de projets

en matière pénale se fondait sur la législation interne de cha-

Beschluss des Ständerates vom 10. Dezember 1992

que Etat, la Suisse appliquant la loi fédérale sur l'entraide inter- Décision du Conseil des Etats du 10 décembre 1992

nationale en matière pénale. Kategorie V, Art 68 GRN - Catégorie V, art. 68 RCN

Le présent traité s'inspire fortement de la Convention euro-

péenne d'entraide internationale en matière pénale, de la loi

fédérale sur l'entraide judiciaire en matière pénale et du Traité

entre la Confédération Suisse et les Etats-Unis d'Amérique sur

l'entraide judiciaire en matière pénale. Eu égard à la tradition Wortlaut der Initiative vom 18. Juni 1992

juridique anglo-saxonne de l'Australie, un traité séparé a ce- Gestützt auf Artikel 93 Absatz 2 der Bundesverfassung be-

pendant été élaboré, afin de satisfaire aux exigences pratiques antragt der Stand Wallis den eidgenössischen Räten, die Ge-

de rapports mutuels en matière d'entraide judiciaire. setzgebung auf eidgenössischer Ebene derart anzupassen,

dass - in Berücksichtigung der grundlegenden Volksrechte -:

Considérations de la commission 1. eine schnellere Durchführung der Bewilligungsverfahren er-

La Commission des affaires juridiques du Conseil national a möglicht wird, vor allem durch die Ausschaltung von Doppel-

traité cet objet le 18 janvier 1993. Elle a fait les constatations spurigkeiten auf allen Stufen der öffentlichen Hand;

suivantes: 2. den Entscheidungsinstanzen Behandlungsfristen ange-

Compte tenu de l'augmentation importante des actes de crimi- setzt werden;

nalité internationale, favorisée par la mobilité accrue et le pro- 3. die Integration von Spezialbewilligungen in ein einziges

grès techniques réalisés dans tous les secteurs, la situation oder koordiniertes Verfahren möglich wird;

actuelle n'est plus satisfaisante. Un traité sur l'assistance judi- 4. die finanzielle Verantwortlichkeit derjenigen geregelt wird,

ciaire réciproque en matière pénale correspond donc aux ob- welche mutwillig Einsprachen erheben und die Verfahren in

jectifs politiques de la Suisse, qui entend renforcer sa contribu- die Länge ziehen.

tion à la lutte contre la criminalité internationale et à sa répres-

sion. Texte de l'initiative du 18 juin 1992

Enfin, le présent Traité sur l'entraide judiciaire en matière pé- Basé sur l'article 93 alinéa 2 de la Constitution fédérale, l'Etat

nale conclu avec l'Australie n'est en rien contraire au droit du Valais demande aux Chambres fédérales d'adapter la lé-

suisse en vigueur, dont les principes essentiels sont gislation au niveau fédéral de telle façon que -tenant compte

respectés. des droits fondamentaux du peuple:

1. une exécution plus rapide des procédures d'autorisation

Antrag der Kommission soit rendue possible, essentiellement par l'élimination de dou-

Die Kommission beantragt einstimmig, den Bundesrat zur Ra- bles voies sur tous les niveaux des collectivités publiques;

tifikation des Rechtshilfevertrages in Strafsachen mit Austra- 2. l'on impose des délais de traitement aux instances de déci-

lien zu ermächtigen. sion;

Schweizerisches Bundesarchiv, Digitale Amtsdruckschriften

Archives fédérales suisses, Publications officielles numérisées

Archivio federale svizzero, Pubblicazioni ufficiali digitali

Rechtshilfe. Vertrag mit Australien

Entraide judiciaire. Traité avec l'Australie

In Amtliches Bulletin der Bundesversammlung

Dans Bulletin officiel de l'Assemblée fédérale

In Bollettino ufficiale dell'Assemblea federale

Jahr 1993

Année

Anno

Band I

Volume

Volume

Session Frühjahrssession

Session Session de printemps

Sessione Sessione primaverile

Rat Nationalrat

Conseil Conseil national

Consiglio Consiglio nazionale

Sitzung 02

Séance

Seduta

Geschäftsnummer 92.075

Numéro d'objet

Numero dell'oggetto

Datum 02.03.1993 - 08:00

Date

Data

Seite 53-54

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Ref. No 20 022 328

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