Advertising Claims Burden of Proof and Labor Law Health and Safety Amendments
Legislator-Zusammenfassung
KI-generiertThe court discussed amendments to two federal laws to align them with European Union directives under the European Economic Area agreement. For the Consumer Information Law, the amendments involved primarily formal adjustments and a significant change introducing a reversal of the burden of proof for factual claims in advertising, requiring advertisers to prove their claims' accuracy. For the Labor Law, the changes primarily aimed to broaden its scope to include health and safety provisions mandated by EU directives, with specific exclusions for certain sectors like agriculture.
Legislator-Regeste
KI-generiertArt. 4 Bst, Art. 13a führt, Art. 13a Absatz, Art. 3a noch, Art. 13a UWG, Art. 8 ZGB; Advertising Claims Burden of Proof and Labor Law Health and Safety Amendments: For the Consumer Information Law, the amendments involved primarily formal adjustments and a significant change introducing a reversal of the burden of proof for factual claims in advertising, requiring advertisers to prove their claims' accuracy. For the Labor Law, the changes primarily aimed to broaden its scope to include health and safety provisions mandated by EU directives, with specific exclusions for certain sectors like agriculture.
Schlagwörter
KI-generiertZitierte Gesetzesbestimmungen
KI-generiertVerwandte Entscheide
KI-generiertZentrale Rechtsfragen, extrahiert von Legislator
KI-generiertThe provision is cited as the legal basis for reversing the burden of proof for factual claims in advertising.
Mentioned as the classic distribution of the burden of proof, from which Article 13a UWG deviates.
Cited as the equivalent provision in EU law for the reversal of burden of proof in advertising.
This provision is enacted to issue declaration regulations as required by Directive 71/307/EEC.
This article is mentioned for a formal adjustment concerning the scope of application and definitions.
These articles are mentioned for formal adjustments to terminology and wording.
Volltext
Eurolex Information des consommateurs 734 27 août 1992
Frau Simmen, Berichterstatterin: Bei Artikel 3 Buchstaben k, l Ch.ll
und m und auch bei Artikel 4 Buchstabe d handelt es sich um Proposition de la commission
rein formale Anpassungen, die keinen materiellen Inhalt ha- Adhérer au projet du Conseil fédéral
ben. Trotzdem ein Wort dazu: In Artikel 3 besteht eine ziemli-
che Konfusion. Die Konjunktionen «und», «oder» sowie die Angenommen -Adopté
Kommas kommen mir vor wie Flöhe, die herumhüpfen und
sich nirgends richtig hinsetzen wollen. Beim Buchstaben k Gesamtabstimmung - Vote sur l'ensemble
muss es statt «den Bar- oder den Gesamtkaufpreis» «den Bar- Für Annahme des Entwurfes 24 Stimmen
und den Gesamtkaufpreis» heissen. (Einstimmigkeit)
In Buchstabe l ist das «oder» zwar richtig, sitzt aber an der fal-
schen Stelle. Es müsste heissen «eindeutig zu bezeichnen,
klare Angaben über den Nettobetrag des Kredits oder die Ge- An den Nationalrat-Au Conseil national
samtkosten .... zu machen».
Im übrigen schlägt Ihnen die Kommission Aenderungen der
Terminologie vor, wie sie aus der Vorlage zum Konsumkredit-
gesetz, das Sie heute morgen angenommen haben, hervorge-
hen. Es heisst nicht mehr «Kleinkredit», sondern «Konsumkre-
dit». Man spricht von den «Gesamtkosten» und verzichtet auf #ST# 92.057-19
die umständliche alte Formulierung. Auch das sind lediglich
redaktionelle Aenderungen für eine einheitliche Terminologie. EWR. Anpassung des Bundesrechts
(Eurolex)
Angenommen gemäss modifiziertem Antrag der Kommission Bundesgesetz über die Information
Adopté selon la proposition modifiée de la commission der Konsumentinnen und Konsumenten.
Aenderung
Art. 4 Bst. d
Antrag der Kommission EEE. Adaptation du droit fédéral
Zustimmung zum Entwurf des Bundesrates (Eurolex)
Loi fédérale sur l'information
Art. 4 let. d des consommatrices et consommateurs.
Proposition de la commission Modification
Adhérer au projet du Conseil fédéral
Botschaft l und Beschlussentwurf vom 27. Mai 1992 (BBIV1 )
Message l et projet d'arrêté du 27 mai 1992 (FF V1 )
Frau Simmen, Berichterstatterin: Es handelt sich hier darum,
dass auf der zweiten Zeile das Wort «Kleinkreditvertrag» durch
das Wort «Konsumkreditvertrag» ersetzt wird.
Angenommen -Adopté
Antrag der Kommission
Eintreten
Art. 13a(neu) Proposition de la commission
Antrag der Kommission Entrer en matière
Zustimmung zum Entwurf des Bundesrates
M. Cottier, rapporteur: La loi fédérale sur l'information des
Art. 13a (nouveau) consommatrices et des consommateurs date du 5 octobre
Proposition de la commission 1990 seulement Lors de son adoption, nous l'avions déjà im-
Adhérer au projet du Conseil fédéral prégnée d'un esprit cosmopolite et européen. En effet, le prin-
cipe de non-discrimination est déjà inscrit dans cette loi. En
Frau Simmen, Berichterstatterin: Das ist nun die materielle outre, elle prévoit que les normes internationales doivent éga-
Aenderung des Gesetzes. Artikel 13a führt neu für Tatsachen- lement être prises en compte. Par ces mesures, le législateur
behauptungen in der Werbung die Beweislastumkehr ein, wo- suisse a voulu supprimer toute barrière non tarifaire qui pour-
bei der Wortlaut jenem von Artikel 6 der Richtlinie Nr. 84/450 rait constituer une entrave aux échanges commerciaux.
entspricht Danach kann der Richter vom Werbenden verlan- L'adaptation du droit suisse à l'acquis communautaire ne
gen, dass dieser die Richtigkeit von in der Werbung enthalte- concerne que la directive 71/307 qui règle les dénominations
nen Tatsachenbehauptungen beweist Das hat zur Folge, textiles. En effet, la loi donne au Conseil fédéral la compétence
dass für den ganzen Bereich der irreführenden Werbung zivil- d'édicter par voie d'ordonnance des dispositions dans la me-
prozessual von der klassischen Beweislastverteilung nach Ar- sure où la directive 71/307 l'exige. La commission a changé la
tikel 8 ZGB abgewichen werden kann. Die generelle Beweis- version du Conseil fédéral parce que le contenu allait au-delà
lastumkehr wird allerdings durch eine Angemessenheitsklau- de la règle du strict minimum que le Parlement s'est fixée
sel revidiert Es heisst in Artikel 13a Absatz 1 UWG: «.... wenn comme ligne de conduite de la discussion Eurolex L'applica-
dies unter Berücksichtigung der berechtigten Interessen des tion de cette directive ne changera pratiquement rien. Sur une
Werbenden.... angemessen erscheint» Der Richter hat dies base conventionnelle, dont les partenaires sont les organisa-
zu beurteilen. tions des consommatrices et des consommateurs d'une part
Aus Absatz 1 geht ebenfalls hervor, dass die Beweislastum- et les associations économiques d'autre part, les industries
kehr auf Tatsachenbehauptungen in der Werbung beschränkt suisses du textile dans leur majorité appliquent déjà ces pres-
ist und sich nicht generell auf alle Unlauterkeitstatbestände criptions européennes.
bezieht Ferner ist es lediglich eine zivilprozessuale Angele- C'est ainsi qu'à l'unanimité la commission vous propose d'ap-
genheit; strafprozessrechtliche Bestimmungen würden der prouver la modification de la loi sur l'information des consom-
Unschuldsvermutung nach EMRK widersprechen. Sie sind in matrices et des consommateurs.
der Richtlinie nicht vorgesehen.
Eintreten wird ohne Gegenantrag beschlossen
Angenommen -Adopté Le conseil décide sans opposition d'entrer en matière
Ziff. II Titel und Ingress, Ziff. I Ingress
Antrag der Kommission Antrag der Kommission
Zustimmung zum Entwurf des Bundesrates Zustimmung zum Entwurf des Bundesrates
27. August 1992 735 Eurolex. Arbeitsgesetz
Titre et préambule, eh. l préambule ten für Sicherheit und Gesundheitsschutz bei Benutzung per-
Proposition de la commission sönlicher Schutzausrüstungen durch Arbeitnehmer bei der Ar-
Adhérer au projet du Conseil fédéral beit und die Richtlinie Nr. 90/270 über die Mindestvorschriften
bezüglich der Sicherheit und des Gesundheitsschutzes bei
Angenommen -Adopté der Arbeit an Bildschirmgeräten.
Auf den ersten Blick scheint unser geltendes Arbeitsgesetz ei-
Art. 4 Abs. 2 (neu) nen relativ weiten Geltungsbereich zu haben. In den Artikeln 2
Antrag der Kommission bis 4 stehen eine ganze Anzahl von Ausnahmen im betriebli-
Er erlässt Deklarationsvorschriften, soweit die Richtlinie chen und persönlichen Geltungsbereich. Die Gründe für die
71/307/EWG des Rates vom 26. Juli 1971 es verlangt. Ausnahmen sind verschieden. Zum einen sind sie politischer
Natur: Der Gesetzgeber wollte es den Gemeinwesen wie Bun-
Art. 4 al. 2 (nouveau) desverwaltung, Kantonen und Gemeinden überlassen, die Ar-
Proposition de la commission beitsbedingungen für ihre Bediensteten zu regeln. Dann gibt
II édicté des dispositions concernant la déclaration dans la es Gründe juristischer Natur: die Regelung durch internatio-
mesure où la directive no 71/307/CEE du Conseil du 26 juillet nale Abkommen, wie etwa für das fliegende Personal der vor-
1971 l'exige. wiegend im internationalen Luftverkehr tätigen Betriebe oder
die Arbeitnehmer der Rheinschiffahrt oder Personen mit Diplo-
Angenommen -Adopté matenstatus. Gründe praktischer Natur für Ausnahmen sind:
Berufe der Landwirtschaft und der Fischerei, die vom Wetter
Ziff. Il abhängig sind oder spezielle Rahmenbedingungen aufwei-
Antrag der Kommission sen, wie zum Beispiel die Personen des geistlichen Standes.
Zustimmung zum Entwurf des Bundesrates Diese Bestimmungen haben zur Folge, dass die ausgenom-
menen Betriebe und Personen bis heute nicht an die Vorschrif-
Ch.ll ten über die Arbeitszeit und die Gesundheitsvorsorge gebun-
Proposition de la commission den gewesen sind. Wir müssen gewisse Korrekturen anbrin-
Adhérer au projet du Conseil fédéral gen, um dem Gemeinschaftsrecht zu genügen. Ich betone
hier ausdrücklich: Das Gemeinschaftsrecht kennt bis anhin
Angenommen -Adopté keine Regelung über die Arbeitszeit, deshalb beschränkt sich
die vorliegende Revision allein auf die Ausdehnung des Gel-
Gesamtabstimmung - Vote sur l'ensemble tungsbereiches für die Bestimmungen über Gesundheitsvor-
Für Annahme des Entwurfes 28 Stimmen sorge. Ich darf Ihnen sagen, dass wir auch bei dieser Revision
(Einstimmigkeit) gewisse Ausnahmen vorgesehen haben. Insbesondere ha-
ben wir auch weiterhin die Landwirtschaft ausgeklammert
Ihre Kommission empfiehlt Ihnen einstimmig, einzutreten und
An den Nationalrat-Au Conseil national den Abänderungen zuzustimmen. Sie haben einen Abände-
rungsantrag der Kommission ausgeteilt erhalten. Ich werde zu
Artikel 3a noch kurz sprechen.
#ST# 92.057-41 Eintreten wird ohne Gegenantrag beschlossen
Le conseil décide sans opposition d'entrer en matière
EWR. Anpassung des Bundesrechts Detailberatung - Discussion par articles
(Eurolex)
Arbeitsgesetz. Aenderung
Titel und Ingress, Ziff. l Ingress, Art. 2 Abs. 1 Einleitung
EEE. Adaptation du droit fédéral Antrag der Kommission
(Eurolex) Zustimmung zum Entwurf des Bundesrates
Loi sur le travail. Modification
Titre et préambule, eh. l préambule, art. 2 al. 1 introduction
Botschaft II und Beschlussentwurf vom 15. Juni 1992 (BBIV 520) Proposition de la commission
Message II et projet d'arrêté du 15 juin 1992 (FFV506)
Adhérer au projet du Conseil fédéral
Angenommen -Adopté
Antrag der Kommission Art. 3 Einleitung, Bst. e
Eintreten Antrag der Kommission
Proposition de la commission Zustimmung zum Entwurf des Bundesrates
Entrer en matière (Die Aenderung betrifft nur den französischen Text)
Piller, Berichterstatter: Mit dem Abkommen über den EWR Art. 3 introduction, let. e
wird die Schweiz auch im Bereich Gesundheitsvorsorge und Proposition de la commission
Arbeitssicherheit den Acquis communautaire übernehmen. Introduction
Der Acquis enthält 16 Richtlinien, die bei uns ihr Gegenstück La loi ne s'applique pas non plus, sous réserve de l'article 3a:
in der Gesetzgebung über die Gesundheitsvorsorge (Arbeits- Let. e
gesetz) und die Arbeitssicherheit (Unfallversicherungsgesetz) Aux médecins-assistants, aux enseignants des écoles pri-
haben. Heute geht es um die Anpassung des Arbeitsgesetzes. vées, ni aux enseignants, assistants sociaux, éducateurs et
Der Geltungsbereich unseres Gesetzes ist weniger umfas- surveillants occupés dans des établissements;
send als jener der EG-Richtlinien, deshalb bedarf es einer Aus-
dehnung dieses Geltungsbereiches. Angenommen -Adopté
Folgende EG-Richtlinien erfordern die Anpassung: die Richtli-
nie Nr. 89/391 über die Durchführung von Massnahmen zur Art. 3a (neu)
Verbesserung der Sicherheit und des Gesundheitsschutzes Antrag der Kommission
der Arbeitnehmer bei der Arbeit; die Richtlinie Nr. 89/654 über Die Vorschriften des Gesetzes über die Gesundheitsvorsorge
Mindestvorschriften für Sicherheit und Gesundheitsschutz in sind jedoch auch anwendbar:
Arbeitsstätten; die Richtlinie Nr. 89/656 über Mindestvorschrif-
Schweizerisches Bundesarchiv, Digitale Amtsdruckschriften
Archives fédérales suisses, Publications officielles numérisées
Archivio federale svizzero, Pubblicazioni ufficiali digitali
EWR. Anpassung des Bundesrechts (Eurolex) Bundesgesetz über die Information der
Konsumentinnen und Konsumenten. Aenderung
EEE. Adaptation du droit fédéral (Eurolex) Loi fédérale sur l'information des
consommatrices et consommateurs. Modification
In Amtliches Bulletin der Bundesversammlung
Dans Bulletin officiel de l'Assemblée fédérale
In Bollettino ufficiale dell'Assemblea federale
Jahr 1992
Année
Anno
Band IV
Volume
Volume
Session Augustsession
Session Session d'août
Sessione Sessione di agosto
Rat Ständerat
Conseil Conseil des Etats
Consiglio Consiglio degli Stati
Sitzung 04
Séance
Seduta
Geschäftsnummer 92.057-19
Numéro d'objet
Numero dell'oggetto
Datum 27.08.1992 - 08:00
Date
Data
Seite 734-735
Page
Pagina
Ref. No 20 021 560
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