Switzerland Ratifies Anti-Doping Convention
Legislator-Zusammenfassung
KI-generiertThis case concerns the ratification of the Council of Europe's Anti-Doping Convention, which aims to harmonize efforts against doping in sports, including extending controls beyond competitions and holding individuals beyond athletes accountable. The Swiss government proposed a financial contribution to anti-doping efforts and the establishment of a domestic laboratory for analysis, aligning with the convention's principles. The court considered the convention's scope, penalty structures, analysis procedures, and funding, ultimately approving the ratification to combat doping effectively.
Legislator-Regeste
KI-generiertArt. 22 TSchG, Art. 68 GRN, Art. 68 RCN, Art. 22 LPA; Switzerland Ratifies Anti-Doping Convention: The Swiss government proposed a financial contribution to anti-doping efforts and the establishment of a domestic laboratory for analysis, aligning with the convention's principles. The court considered the convention's scope, penalty structures, analysis procedures, and funding, ultimately approving the ratification to combat doping effectively.
Schlagwörter
KI-generiertVerwandte Entscheide
KI-generiertZentrale Rechtsfragen, extrahiert von Legislator
KI-generiertCited as a limitation for extending the convention to animal sports.
Volltext
22. September 1992 N 1667 Doping. Konvention des Europarates
Texte du postulat du 8 septembre 1992 Wichtig ist, dass Kontrollen nicht mehr nur während, sondern
Le Conseil fédéral est chargé d'indiquer, dans un bref rapport auch ausserhalb der Wettkämpfe gefordert werden.
complémentaire au message, l'ampleur des augmentations Dopingbekämpfung in der Schweiz wird heute ausschliesslich
de personnel et de dépenses prévisibles en application de la durch den SLS betrieben, der dafür jährlich über eine halbe
loi, indépendamment des augmentations directement liées au Million Franken aufwendet; Mittel, die der eigentlichen Sport-
Traité EEE. Cette évaluation devrait tenir compte de la situation förderung abgehen. Die Schweiz ist eines der wenigen Län-
dans d'autres pays européens de dimensions comparables à der, die bis heute keine Beiträge an die Dopingkontrolle lei-
la Suisse, et des intentions du Conseil fédéral quant au déve- sten. In Uebereinstimmung mit der Konvention soll der Bund
loppement souhaitable de la statistique suisse. in Zukunft an die Kosten der Dopingkontrollen einen jährli-
chen Beitrag von 500 000 Franken leisten; 200 000 Franken
M. Borei François, rapporteur: Lors de l'intervention de sollen der Eidgenössischen Sportschule und deren For-
M. Cotti, conseiller fédéral, j'ai cru comprendre qu'il acceptait schungsinstitut für Massnahmen im Bereich der Aufklärung
le postulat Je ne vois donc pas de raison de le développer und Erziehung und für wissenschaftliche Arbeiten zugespro-
plus longuement. chen werden. Diese Beträge sind in der Finanzplanung enthal-
ten und für 1993 budgetiert.
Ueberwiesen - Transmis Am 2. Juni 1992 hat der Ständerat dem Bundesbeschluss
über die Europäische Konvention gegen Doping einstimmig
zugestimmt
92.015
Erwägungen der Kommission
#ST#
Folgende Punkte gaben vor allem Anlass zur Diskussion in der
Doping. Kommission: die Begrenzung der Konvention auf den Human-
Konvention des Europarates bereich, die Frage des Strafmasses, der Durchführung der
Dopage. Analysen und der Finanzierung.
Convention du Conseil de l'Europe -Zur Begrenzung: Die Kommission nahm mit Befriedigung
zur Kenntnis, dass Bestrebungen im Gange sind, die Konven-
Botschaft und Beschlussentwurf vom 12. Februar1992 (BBII11345) tion auch auf den Tiersport auszuweiten. Grenzen werden hier
Message et projet d'arrêté du 12 février 1992 (FF II 1321 ) bereits durch das Tierschutzgesetz gezogen (Art. 22 TSchG).
Beschluss des Ständerates vom 2. Juni 1992 International geregelt ist Doping beim Pferdesport (Die
Décision du Conseil des Etats du 2 juin 1992 schweizerischen Proben werden in England untersucht)
Kategorie V, Art. 68 GRN - Catégorie V, art 68 RCN - Zur Frage der Strafmasse: Gemäss Dopingstatut ist der SLS
treuhänderisch für Kontrollen wie Strafen verantwortlich.
Kritisiert wird, dass die Strafkriterien nicht einheitlich sind. Hier
besteht eine Regelungsnotwendigkeit Die internationalen
Verbände erlassen Vorgaben, an die die nationalen Verbände
Herr Etique unterbreitet im Namen der Kommission den fol- in den meisten Sportarten gebunden sind. Zwischen den
genden schriftlichen Bericht: Sportarten bestehen jedoch Unterschiede, und das ist das
Stossende. Aktiv werden kann nur die privatrechtliche Organi-
ZurVorlage: Im Jahre 1967 verabschiedete das «Comité direc- sation IOC, in welcher die 38 internationalen Sportverbände
teur du développement du sport» (CDDS) eine Resolution, die der Olympiasportarten vertreten sind. Eine Harmonisierung
zum Ziele hatte, Doping im Sport in Europa gemeinsam zu be- bei den Disziplinar- und Straf massnah men, welche die Grund-
kämpfen. Auf dieser Resolution wurde 1984 eine Charta be- rechte der Sportler respektiert, soll und muss erreicht werden.
gründet, die auf der Charta des Internationalen Olympischen Heute kann nur der Athlet zur Rechenschaft gezogen werden,
Komitees (IOC) beruhte. Diese Charta wurde am 16. Novem- nicht jedoch der Arzt oder der Trainer. Die Konvention sieht
ber 1989 in eine Konvention umgewandelt und von der vor, dass auch das Umfeld einbezogen werden kann. In der
Schweiz unter Vorbehalt der Ratifizierung unterzeichnet Seit Schweiz möchte man zum Beispiel Verbandsärzte einsetzen,
demi. März 1991 ist sie i n Kraft. die im Falle von Doping ausgeschlossen werden könnten.
Mit Botschaft vom 12. Februar 1992 beantragt der Bundesrat -Zur Durchführung der Analysen: Jährlich werden in der
dem Parlament die Genehmigung dieser Konvention, die Nor- Schweiz rund 1300 Proben genommen, von denen 10 bis 15
men zur Vereinheitlichung der Dopingbekämpfung festlegt. positiv sind. Der SLS plant, in Zukunft jährlich 1500 Proben
Die Unterzeichnerstaaten verpflichten sich, diesen im Rahmen durchzuführen. Bis 1988 bestand in Magglingen ein Analyse-
ihrer verfassungsmässigen Möglichkeiten nachzukommen. Labor, das jedoch aus finanziellen und personellen Gründen
Ziel dieses ersten internationalen Abkommens mit Gesetzes- geschlossen worden ist Die Analysen für die Schweiz werden
kraft auf diesem Gebiet ist es, Doping im Sport koordiniert zu seither in Köln vorgenommen. Am 1. April 1992 wurde an der
bekämpfen. Wiederholt haben in den letzten Jahren Doping- Universität Lausanne ein Dopinglabor eröffnet, das vom IOC
fälle gezeigt, wie dringend eine Bekämpfung durch vereinheit- anerkannt worden ist Die Kommission legt Wert darauf, dass
lichte Massnahmen angezeigt ist. in Zukunft die schweizerischen Proben nicht mehr in Köln,
Es darf aber nicht übersehen werden, dass nicht nur der Spit- sondern in Lausanne analysiert werden.
zen-, sondern auch der Breitensport zunehmend von der Pro- -Zur Finanzierung: Es wurden Zweifel geäussert, ob der in
blematik des Doping betroffen wird. Zu einem Problem ist der Botschaft vorgesehene neue Bundesbeitrag von 500 000
auch die missbräuchliche Anwendung von Anabolika in Fit- Franken angesichts der Finanzlage des Bundes und der Sa-
nesszentren geworden. Deshalb ist auch eine umfassende nierungsprogramme realistisch sei. Ueber die Finanzierung
Prävention unerlässlich. sei anlässlich der Beratung des Voranschlages zu befinden.
Standen früher Mittel im Vordergrund, welche im Wettkampf
eine Leistungssteigerung brachten, sind es heute fast aus- M. Etique présente au nom de la commission le rapport écrit
schliesslich Aufbaumittel, die in der Vorbereitungsphase des suivant:
Wettkampfes wirken, sogenannte anabole Steroide.
Die Konvention umreisst die gemeinsame Verantwortung, Projet: En 1967, le «Comité directeur du développement du
eine sinnvolle Aufgabenteilung und enge Zusammenarbeit sport» (CDDS) a adopté une résolution qui avait pour but de
zwischen privatrechtlichen Sportorganisationen und staatli- lutter contre le dopage en Europe. Sur la base de cette résolu-
chen Stellen. tion, une Charte a été établie en 1984 qui s'appuye sur la
Zwei Tage nach der Unterzeichnung der Konvention, am Charte du Comité International Olympique (CIO). Cette charte
18. November 1989, hat der Schweizerische Landesverband a été transformée, le 16 novembre 1989, en une convention si-
für Sport (SLS) ein neues Dopingstatut verabschiedet, das alle gnée par la Suisse sous réserve de ratification. Elle est en vi-
Vorgaben der Dopingkonvention des Europarates erfüllt. gueur depuis le 1er mars 1991.
Dopage. Convention du Conseil de l'Europe 1668 N 22 septembre 1992
Le Conseil fédéral, dans son message du 12 février 1992, de- Aujourd'hui, seul l'athlète doit rendre des comptes et non pas
mande au Parlement d'approuver la ratification de cette le médecin ou l'entraîneur. La convention prévoit que l'entou-
convention qui fixe les normes d'harmonisation pour la lutte rage puisse être inclus. En Suisse, on aimerait par exemple
contre le dopage. Les Etats signataires s'engagent à s'y engager des médecins de fédération qui pourraient être ex-
conformer dans le cadre de leurs dispositions constitutionnel- clus en cas de dopage.
les respectives. Le but de ce traité, le premier dans ce domaine - La réalisation des analyses: chaque année, environ
avec force de loi, est de lutter contre le dopage dans le sport, 1300 échantillons sont prélevés, dont environ 10 à 15 sont po-
de façon coordonnée. A plusieurs reprises durant ces derniè- sitifs. L'ASS prévoit de prélever à l'avenir 1500 échantillons.
res années, on a pu constater combien il était urgent de lutter Jusqu'en 1988, il existait un laboratoire pour les analyses, à
contre ce phénomène par des mesures harmonisées. Macolin, qui a cependant été fermé pour des raisons financiè-
Il ne faut cependant pas occulter le fait qu'il n'y a pas que le res et personnelles. Les analyses sont dès lors effectuées à
sport d'élite qui est concerné par le problème du dopage, mais Cologne. Le 1er avril 1992, un laboratoire, reconnu par le CIO,
aussi de plus en plus le sport de masse. L'utilisation abusive a été ouvert à l'Université de Lausanne. La commission tient à
d'anabolisants est de plus en plus répandue dans les centres ce que les analyses ne soient plus désormais envoyées à Co-
de fitness. C'est pourquoi une prévention globale est indis- logne, mais qu'elles soient effectuées à Lausanne.
pensable. - Le financement: des doutes ont été exprimés à propos de
Si, autrefois, les moyens dopants qui étaient au premier plan savoir si la contribution de la Confédération, de 500000
contribuaient à une amélioration des performances lors des francs, prévue dans le message était réaliste au vu de la situa-
compétitions, ceux qui sont utilisés aujourd'hui sont presque tion financière de la Confédération et du programme d'assai-
exclusivement des substances entraînant notamment un ac- nissement II faudra prendre une décision concernant le
croissement musculaire, qui agissent dans la phase prépara- financement, à la suite de la discussion sur les prévisions
toire de la compétition, et dénommés stéroïdes anabolisants. budgétaires.
La convention esquisse les responsabilités communes, une
judicieuse répartition des tâches et une collaboration étroite Antrag der Kommission
entre les associations sportives relevant du droit privé et les or- Die Kommission beantragt einstimmig und ohne Enthaltun-
ganismes d'Etat gen, dem Bundesbeschluss über die Europäische Konvention
Deux jours après la signature de la convention, le gegen Doping zuzustimmen.
18 novembre 1989, l'Association Suisse du Sport (ASS) établit
un nouveau statut concernant le dopage, qui remplit toutes les Proposition de la commission
conditions de la Convention du Conseil de l'Europe contre le La commission recommande à l'unanimité et sans abstention
dopage. Il est désormais important que les contrôles ne soient d'approuver l'arrêté fédéral concernant la ratification de la
plus seulement effectués pendant les compétitions, mais Convention du Conseil de l'Europe contre le dopage.
aussi en dehors.
La lutte contre le dopage en Suisse est menée aujourd'hui ex- Eintreten wird ohne Gegenantrag beschlossen
clusivement par l'ASS qui y consacre chaque année un demi- Le conseil décide sans opposition d'entrer en matière
million de francs, moyens investis au détriment de l'encoura-
gement au sport. La Suisse est un des rares pays qui, jusqu'à Detailberatung - Discussion par articles
aujourd'hui, ne verse aucune subvention au contrôle antido-
page. En accord avec la convention, la Confédération verse- Titel und Ingress, Art. 1,2
rait une subvention annuelle de 500 000 francs pour les Antrag der Kommission
contrôles; 200 000 francs devraient être attribués à l'Ecole fé- Zustimmung zum Beschluss des Ständerates
dérale de sport et à son Institut de recherches pour l'exécution
de mesures en matière d'éducation et d'information ainsi que Titre et préambule, art. 1,2
pour des travaux scientifiques. Ces montants sont contenus Proposition de la commission
dans le plan financier et figurent au budget pour 1993. Adhérer à la décision du Conseil des Etats
Le 2 juin 1992, le Conseil des Etats a voté à l'unanimité l'arrêté
fédéral concernant la ratification de la Convention du Conseil Angenommen -Adopté
de l'Europe contre le dopage.
Gesamtabstimmung - Vote sur l'ensemble
Considérations de la commission Für Annahmedes Entwurfes 70 Stimmen
Les points suivants ont été particulièrement discutés par la (Einstimmigkeit)
commission: la restriction de la convention au domaine hu-
main, la question de la peine, la réalisation des analyses et le
financement An den Bundesrat-Au Conseil fédéral
- La restriction au domaine humain: la commission a pris
connaissance avec satisfaction que des tentatives sont en
cours pour élargir la convention au domaine du sport animal.
Des limites sont déjà fixées par la loi sur la protection des ani-
maux (art. 22 LPA). Le dopage pour les sports équestres est
réglé au niveau international. (Les échantillons suisses sont
examinés en Angleterre.)
- La peine: selon le statut contre le dopage, l'ASS est respon-
sable pour les contrôles comme pour les peines. Le fait que les
critères de la peine ne soient pas uniformes est critiqué. Ici, la
nécessité d'une réglementation se fait jour. Les organisations
internationales édictent des dispositions auxquelles les orga-
nisations nationales sont liées dans la plupart des sports. Mais
selon les différents sports, il y a des différences et cela est parti-
culièrement choquant Seul le CIO, organisation relevant du
droit privé, dans laquelle les 38 fédérations sportives interna-
tionales des différents sports olympiques sont représentées,
peut devenir actif.
Une harmonisation des mesures disciplinaires et des sanc-
tions, qui respectent les droits fondamentaux des sportifs, doit
être atteinte.
Schweizerisches Bundesarchiv, Digitale Amtsdruckschriften
Archives fédérales suisses, Publications officielles numérisées
Archivio federale svizzero, Pubblicazioni ufficiali digitali
Doping. Konvention des Europarates
Dopage. Convention du Conseil de l'Europe
In Amtliches Bulletin der Bundesversammlung
Dans Bulletin officiel de l'Assemblée fédérale
In Bollettino ufficiale dell'Assemblea federale
Jahr 1992
Année
Anno
Band V
Volume
Volume
Session Herbstsession
Session Session d'automne
Sessione Sessione autunnale
Rat Nationalrat
Conseil Conseil national
Consiglio Consiglio nazionale
Sitzung 02
Séance
Seduta
Geschäftsnummer 92.015
Numéro d'objet
Numero dell'oggetto
Datum 22.09.1992 - 08:00
Date
Data
Seite 1667-1668
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Ref. No 20 021 581
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