Genetically Modified Potatoes: Risk Assessment and Release Permissibility
Legislator-Zusammenfassung
KI-generiertThe court considered the safety of genetically modified potatoes, specifically addressing research into potential risks, the exclusion of virus formation, the burden of proof for release experiments, and the role of independent assessment bodies. The court concluded that existing scientific knowledge, as assessed by the Swiss Commission for Biological Safety, indicated no unacceptable risks. They determined that while proving the complete absence of risk is impossible, the current practice of risk assessment is adequate, and any potential shift in liability law would require broader legislative changes rather than singular application to such experiments. The court also confirmed that the planned release was part of ongoing federal research and therefore permissible under existing legal frameworks.
Legislator-Regeste
KI-generiertArt. 108 Abs. 1 lit. a lit. a KGG, Art. 93 BGG, Art. 66 Abs. 1 BGG; Genetically Modified Potatoes: Risk Assessment and Release Permissibility: The court concluded that existing scientific knowledge, as assessed by the Swiss Commission for Biological Safety, indicated no unacceptable risks. They determined that while proving the complete absence of risk is impossible, the current practice of risk assessment is adequate, and any potential shift in liability law would require broader legislative changes rather than singular application to such experiments. The court also confirmed that the planned release was part of ongoing federal research and therefore permissible under existing legal frameworks.
Schlagwörter
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KI-generiertZentrale Rechtsfragen, extrahiert von Legislator
KI-generiertUsed to grant the appeal because the application for provisional measures was wrongly rejected.
Used to declare the appeal inadmissible because it was against an interlocutory decision.
Used to order the applicant to pay the costs of the federal proceedings.
Volltext
Interpellation Gonseth 1256 N 19 juin 1992
diesen Staaten Gestaltungsspielraum erhalten, um ihren Be- ler Ebene grosse Bedeutung beimisst Die Bundesverwaltung
dürfnissen und ihrem Entwicklungsstand entsprechend ange- hat mit den interessierten Gruppierungen verschiedene Infor-
passte, eigenständige Lösungen zu wählen. Der immaterial- mations- und Konzertierungsveranstaltungen durchgeführt
güterrechtliche Schutz ist und bleibt aber wesentliche Voraus- Angefangen mit der Informationssitzung vom 14. November
setzung dafür, dass der private Technologietransfer in der bis zu den Pressemitteilungen, die bis vor Rio veranstaltet wur-
modernen Biotechnologie, insbesondere im Saatgutbereich, den. Dieser Dialog wird fortgesetzt Die betreffenden Bundes-
verstärkt und auch durch Lizenzfinanzierungen unterstützt ämter sind zudem mit mehreren Veröffentlichungen und Ver-
werden kann. Ein genereller Ausschluss desselben hätte nicht lautbarungen an die Presse und eine weitere Oeffentlichkeit
den Verzicht auf neue Entwicklungen zur Folge, sondern le- getreten. Die Frage der Aufnahme von verwaltungsexternen
diglich eine verstärkte Verlagerung in den Bereich der Ge- Personen in die schweizerische Delegation an der Konferenz
schäftsgeheimnisse und eine Erschwerung der Reproduzier- in Rio de Janeiro wird gegenwärtig geprüft Schliesslich sieht
barkeit von importierten Sorten. Anders verhält es sich ledig- der Bundesrat auch vor, das Parlament in einer gesonderten
lich mit Entwicklungen, über die die öffentliche Hand frei verfü- Berichterstattung über die Ergebnisse der UNCED zu orien-
gen kann. Mit dem rechtlich zwar nicht verbindlichen Engage- tieren.
ment der FAO hat sich der Bundesrat denn auch bereit erklärt,
die Forschungsergebnisse der Bundesanstalten frei zur Verfü- Präsident: Die Interpellantin ist von der Antwort des Bundes-
gung zu stellen. rates teilweise befriedigt und beantragt Diskussion.
Die biodiversitätsreichen Entwicklungsländer können und
wollen Programme und Massnahmen zur Erhaltung der Biodi- Abstimmung - Vote
versität nur mittragen, wenn sie, d. h. ihre Institutionen und Für den Antrag auf Diskussion 58 Stimmen
bäuerlichen Gemeinschaften, auch am Nutzen dieser Erhal- Dagegen 67 Stimmen
tung teilhaben. Neben der Schaffung eines Fonds zur Finan-
zierung von Biodiversitäts-Programmen sind deshalb im Kon-
ventionsentwurf auch Bestimmungen vorgesehen, welche
den Zugang zu Ergebnissen der Biotechnologie erleichtern, 91.3427
«farmers rights» anerkennen und den Transfer von Technolo-
#ST#
gie, soweit sie zur Erreichung der Konventionsziele direkt oder
indirekt beitragen, vorsehen. Interpellation Gonseth
3. Die im Rahmen der «Agenda 21 » der UNCED erörterten Freisetzungsversuche
Themen können in die Zuständigkeitsbereiche zahlreicher mit genmanipulierten Kartoffeln
Bundesämter fallen, so wie die in der Konvention über die in Changins
Biodiversität behandelten Fragen. Im engeren Bereich der
Biodiversität und der Biotechnologie bilden folgende Gebiete Essais de culture
die transsektoriellen Hauptthemen: der Technologietransfer, en plein champ à Changins
Finanzierungsfragen und Finanzierungsmechanismen, die in- de pommes de terre transgéniques
ternationale Wirtschaftsordnung und die schon oben erwähn-
ten Fragen des geistigen Eigentums.
Die Politik der verschiedenen betroffenen Bundesämter wird
in doppelter Hinsicht koordiniert. Auf nationaler Ebene mittels
der ordentlichen internen Verwaltungsverfahren sowie durch Wortlaut der Interpellation vom 13. Dezember 1991
die Bildung interdepartementaler Arbeitsgruppen mit dem 1. Welche Risikoforschung wurde beim obigem Versuch bis-
Ziel, dem Bundesrat eine konsolidierte Position zur Verab- her durchgeführt? Was sind die Resultate? Welche weitere Ri-
schiedung vorzulegen. Die Kohärenz der Politik der betroffe- sikoforschung ist geplant?
nen Bundesämter wird namentlich durch die Entscheidungen 2. Wie wird namentlich die Gefahr der Bildung von neuen Viren
des Bundesrates vom 16. November 1991 betreffend die ausgeschlossen (durch Transkapsidierung, durch phänotypi-
Gatt/Trips-Verhandlungen und vom 26. Februar 1992 betref- sche Mischung, durch Herstellung neuer Viren-Genome)?
fend das Verhandlungsmandat für die vierte Vorbereitungs- 3. Sollte in Zukunft für Freisetzungsversuche nicht die Umkehr
konferenzfür UNCED sichergestellt Diese Beschlüsse bilden der Beweislast gefordert werden, damit Experimente mit der
denn auch auf internationaler Ebene die Grundlage für die Ab- nötigen Sorgfalt geplant werden und die Gefahr der Entste-
stimmung der schweizerischen Haltung in den verschiedenen hung neuer gefährlicher Viren von vorneherein ausgeschlos-
in der Interpellation erwähnten Organisationen (Gatt/Trips, sen wird?
UPOV, «Agenda 21 », Konvention für die biologische Vielfalt). 4. Welche unabhängige Instanz beurteilt die Resultate und die
Die Abstimmung der Haltung der verschiedenen Aemter ist ein Planung der weiteren Versuche?
anforderungsreicher, permanenter Prozess, gilt es doch lau- 5. Auf welcher Rechtsgrundlage will der Bundesrat einen wei-
fend, die eigene Position aufgrund der Entwicklungen in den teren Freisetzungsversuch mit genmanipulierten Kartoffeln
erwähnten internationalen Organisationen erneut zu überprü- bewilligen?
fen und allenfalls dem neusten Stand anzupassen. Besonde-
res Gewicht beigemessen wird dabei der gegenseitigen Ab- Texte de l'interpellation du 13 décembre 1991
stimmung von Wirtschaftspolitik und den Erfordernissen für 1. A quelles recherches a-t-on procédé sur les risques que
eine langfristige dauerhafte Entwicklung. comportent les essais de culture en plein champ de pommes
Der interdepartementalen Koordination kommt insbesondere de terre transgéniques?
im Bereich der Querschnittaufgaben eine erhöhte Bedeutung 2. Commenta-t-on notammment exclu le danger de voir se for-
zu. Aus diesem Grund hat der Bundesrat die zuständigen Bun- mer de nouveaux virus (par translocation, par mélange de
desämter beauftragt, ein Verhandlungsmandat für die letzte phénotypes, par la création de nouveaux génomes viraux)?
Verhandlungsrunde zur Erarbeitung einer Konvention über 3. Ne devrait-on pas à l'avenir procéder à un renversement du
die biologische Vielfalt vorzubereiten. fardeau de la preuve, afin que les expériences soient prépa-
Die Vernehmlassungsverfahren, die Mitberichte der Aemter rées avec toute la prudence requise, pour exclure la possibilité
sowie die Beteiligung von Experten aus den betroffenen Aem- de voir se former de nouveaux virus dangereux?
tern an internationalen Verhandlungen ermöglichen die 4. A-t-on chargé une autorité indépendante d'évaluer les résul-
Rechtfertigung einer einheitlichen Position der Schweiz inner- tats et la préparation d'autres expériences? Dans l'affirmative,
halb dieser Gremien. quelle est cette autorité?
4. In seiner Antwort auf die dringliche Einfache Anfrage Gros- 5. Sur quelles dispositions légales le Conseil fédéral a-t-il l'in-
senbacher vom 11. März 1992 (92.1013) führte der Bundesrat tention de fonder une autorisation de procéder à un nouvel
aus, dass er dem Einbezug privater Kreise in den UNCED-Vor- essai de culture en plein champ de pommes de terre trangé-
bereitungsprozess sowohl auf nationaler wie auf internationa- niques?
19. Juni 1992 N 1257 Interpellation Spielmann
Mitunterzeichner-Cosignataires: Bäumlin, Bühlmann, Diener, #ST# 92.3045
Gardiol, Hafner Rudolf, Hafner Ursula, Hollenstein, Meier
Hans, Misteli, Rebeaud, Weder Hansjürg (11 ) Interpellation Spielmann
Schriftliche Begründung-Développement par écrit Nachtarbeit für Frauen
Die Urheberin verzichtet auf eine Begründung und wünscht . und Arbeitsgesetz
eine schriftliche Antwort Travail de nuit des femmes
Schriftliche Stellungnahme des Bundesrates
et loi sur le travail
vom 13. Mai 1992
Rapport écrit du Conseil fédéral
du 13 mai 1992
1. Eine Risikoforschung bedingt umfangreiche, mehrjährige
Projekte, die nur in Angriff genommen werden können, wenn Wortlaut der Interpellation vom 2. März 1992
die mutmasslichen Risiken präzis umrissen und in entspre- Nach der Aufkündigung des Uebereinkommens mit der Inter-
chende Arbeitshypothesen formuliert werden können. Die nationalen Arbeitsorganisation (IAO) über die Nachtarbeit der
möglichen biologischen Risiken, die der Versuch in Changins Frauen im Gewerbe hat der Bundesrat die Ansicht vertreten,
beinhalten könnte, wurden aufgrund der bestehenden wis- dass sich zum besseren Schutz der Arbeitnehmerinnen, die in
senschaftlichen Erkenntnisse durch die Interdisziplinäre unserem Land Nachtarbeit leisten, eine Revision des Arbeits-
Schweizerische Kommission für Biologische Sicherheit in For- gesetzes aufdrängt
schung und Technik (SKBS) beurteilt. Die Kommission hat im Die Bewilligung, welche der Kanton Solothurn der Uhrenfirma
Februar 1992, wie bereits zuvor im Jahre 1991, festgestellt, ETA ausgestellt hat, widerspricht nun aber der Zusicherung
dass die Durchführung des in Changins geplanten Versuches des Bundesrates und verletzt eindeutig die Prinzipien unseres
keine untragbaren Risiken beinhaltet Rechtsstaates.
2. Die Möglichkeit, dass sich andere Kartoffelviren durch hete- Ich fordere den Bundesrat auf, seiner Zusicherung treu zu blei-
rologe Entkapsidierung in das Hüllprotein des Y-Virus, das in ben und die vom Kanton Solothurn ausgestellte Bewilligung
den transgenen Kartoffeln entsteht, einkapseln könnten, wird aufzuheben.
für den in Changins zur Pflanzung vorgesehenen Kartoffelklon
geprüft Derartige Viren wurden bisher nicht festgestellt Texte de l'interpellation du 2 mars 1992
Mischungen von Kartoffelviren oder Kreuzungen von Virus- Après la dénonciation par le gouvernement suisse de la
Genomen, mit unterschiedlicher Schadwirkung, können un- convention de l'Organisation internationale du travail (OIT), le
abhängig von der geplanten Versuchstätigkeit stattfinden. Conseil fédéral a estimé qu'une révision de la loi sur le travail
3. Die Fragestellung der Interpellantin lässt vermuten, dass s'imposait pour protéger davantage les travailleuses noctur-
die Trägerschaft eines Freisetzungsversuches zum voraus nes avant l'introduction du travail de nuit des femmes dans no-
den Beweis erbringen soll, dass keine Gefahr entstehen wird. tre pays.
Dies entspricht aber der bereits üblichen Praxis. Soll damit L'autorisation délivrée par le canton de Soleure à l'entreprise
aber gesagt werden, dass das Fehlen sämtlicher Risiken horlogère ETA ne respecte pas les engagements pris par le
nachgewiesen werden soll, bedeutet dies ein faktisches Ver- Conseil fédéral et constitue en fait une violation des principes
bot sämtlicher Versuche, da es einen Versuch ohne jedes Ri- régissant notre état de droit
siko nicht geben kann. Anderseits kann der Vorschlag der In- Je demande au Conseil fédéral d'être fidèle à ses engage-
terpellantin als Anregung für eine Anpassung des Haftpflicht- ments en suspendant l'autorisation délivrée par le canton de
rechtes verstanden werden. Die Trägerschaft eines Versuches Soleure.
müsste dann bei an sie gerichteten Schadenersatzforderun-
gen nachweisen, dass der geltend gemachte Schaden nicht Mitunterzeichner- Cosignataires: Zisyadis (1 )
von ihrem Versuch her rührt Dies widerspricht grundsätzlich
den heute geltenden haftpflichtrechtlichen Regelungen und Schriftliche Begründung - Développement par écrit
kann nicht in singulärer Form festgelegt werden. L'auteur renonce au développement et demande une
4. Die Beurteilung der Fragen betreffend die biologische Si- réponse écrite.
cherheit und die Sicherheitsmassnahmen bei der Planung
des Versuches in Changins wurde durch die SKBS wahrge- Schriftliche Stellungnahme des Bundesrates
nommen. Sie stützte sich dabei insbesondere auf eine Gruppe vom 29. April 1992
von Forschern, die in verschiedenen Instituten des Bundes Rapport écrit du Conseil fédéral
und an Universitäten tätig sind. du 29 avril 1992
5. Die Bewilligung zur Erneuerung des Freisetzungsversu- Le Conseil fédéral réitère son engagement à ne traduire dans
ches mit gentechnisch veränderten Kartoffeln in Changins le droit national les effets de la dénonciation de la convention
wird, wie im Jahre 1991, aufgrund der Tatsache, dass dieses No 89 de l'OIT sur le travail de nuit des femmes qu'au moment
Projekt als Teil einer innerhalb der Bundesverwaltung betrie- de l'entrée en vigueur de la révision de la loi sur le travail.
benen Forschung gilt, erteilt Celle-ci devra améliorer la protection des personnes des deux
sexes occupées la nuit
Präsident: Die Interpellantin ist von der Antwort des Bundes- Dès la décision de dénoncer la convention prise, l'OFIAMT en
rates teilweise befriedigt und beantragt Diskussion. a informé tous les cantons et leur a demandé de respecter
l'interdiction du travail de nuit des femmes toujours en vigueur
Abstimmung - Vote et de maintenir la pratique actuelle.
Für den Antrag auf Diskussion 58 Stimmen En ce qui concerne l'autorisation délivrée à ETA SA, l'OFIAMT
Dagegen 70 Stimmen a attiré l'attention des autorités soleuroises sur la situation juri-
dique et les a invitées à retirer l'autorisation.
Entre-temps, le Département de l'économie publique du can-
ton de Soleure a accepté un recours déposé par la Fédération
des travailleurs de la métallurgie et de l'horlogerie et a annulé
l'autorisation, dans la mesure où elle concerne le travail de nuit
des femmes. Cette décision satisfait à la demande de l'inter-
pellateur.
Präsident: Der Interpellant ist von der Antwort des Bundesra-
tes nicht befriedigt und beantragt Diskussion.
Schweizerisches Bundesarchiv, Digitale Amtsdruckschriften
Archives fédérales suisses, Publications officielles numérisées
Archivio federale svizzero, Pubblicazioni ufficiali digitali
Interpellation Gonseth Freisetzungsversuche mit genmanipulierten Kartoffeln in Changins
Interpellation Gonseth Essais de culture en plein champ à Changins de pommes de terre
transgéniques
In Amtliches Bulletin der Bundesversammlung
Dans Bulletin officiel de l'Assemblée fédérale
In Bollettino ufficiale dell'Assemblea federale
Jahr 1992
Année
Anno
Band III
Volume
Volume
Session Sommersession
Session Session d'été
Sessione Sessione estiva
Rat Nationalrat
Conseil Conseil national
Consiglio Consiglio nazionale
Sitzung 16
Séance
Seduta
Geschäftsnummer 91.3427
Numéro d'objet
Numero dell'oggetto
Datum 19.06.1992 - 08:00
Date
Data
Seite 1256-1257
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Pagina
Ref. No 20 021 339
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