Motion for a Pan-European Free Trade Zone
Legislator-Zusammenfassung
KI-generiertThis motion proposed creating a pan-European free trade zone from the Atlantic to the Urals. The explanation highlighted the differences between the economic and political goals of the EC and EFTA, the instability in Eastern Europe, and the need for a market-economy-based free trade area, independent of the EC, to foster prosperity and employment. The Federal Council, while disagreeing with some assessments, supported the initiative's core idea, noting ongoing efforts to establish free trade agreements with Central and Eastern European countries, which could serve as a foundation for a broader zone. The Council recommended transforming the motion into a postulate.
Legislator-Regeste
KI-generiertArt. 93 LTF; Motion for a Pan-European Free Trade Zone: The explanation highlighted the differences between the economic and political goals of the EC and EFTA, the instability in Eastern Europe, and the need for a market-economy-based free trade area, independent of the EC, to foster prosperity and employment. The Federal Council, while disagreeing with some assessments, supported the initiative's core idea, noting ongoing efforts to establish free trade agreements with Central and Eastern European countries, which could serve as a foundation for a broader zone. The Council recommended transforming the motion into a postulate.
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KI-generiertZitierte Gesetzesbestimmungen
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Volltext
13. Dezember 1991 2485 Motion Mauch Rolf
soumis et, au besoin, proposera au Parlement d'adapter les Darüber hinaus bilden durch das Hinzukommen der früheren
bases légales correspondantes. Pour l'heure, il n'est pas en- DDR als neue deutsche Bundesländer die Unsicherheit über
core possible de préciser s'il sera donné suite à la motion dans die Form der Assoziierung derost-mitteleuropäischen Staaten
la forme exigée. sowie Instabilität und Entwicklungsbedürftigkeit der südlichen
EG-Staaten selbst Unsicherheitsfaktoren, die von der EG
Schriftliche Erklärung des Bundesrates (noch) nicht bewältigt sind.
Der Bundesrat beantragt, die Motion in ein Postulat umzuwan- Schliesslich stellen die neuesten Entwicklungen im Osten Eu-
deln. ropas bisher völlig unbekannte, nicht einkalkulierte und noch
nirgends abschliessend durchdachte, mächtige Faktoren dar,
Déclaration écrite du Conseil fédéral welche alle bisherigen Konstellationen als nicht mehr gültig er-
Le Conseil fédéral propose de transformer la motion en postu- scheinen lassen, aber unausweichlich bewältigt werden müs-
lat sen. Das fordert zweifellos einen lang andauernden Prozess in
der zeitlichen Grössenordnung von mindestens einer Genera-
Ueberwiesen aïs Postulat - Transmis comme postulat tion. Während nämlich EG-Westeuropa einer politischen Ver-
einheitlichung (wenigstens oberflächlich-verbal) und einer
umfassend marktgerichteten Wirtschaftsordnung zustrebt,
läuft im Osten Europas gerade der gegenteilige Prozess ab:
Unabhängigerklärung und Verselbständigung von zuneh-
#ST# 91.3298 mend mehr Nationalstaaten mit einer angestrebten Autonomi-
sierung der Wirtschaft gegenüber dem bisherigen zentralen
Motion Mauch Rolf Machtkoloss UdSSR.
Initiative Dieser Gegensatz zwischen dem politischen Koloss auf töner-
für gesamteuropäischen Freihandelsraum nen Füssen mit Zentral-Brüssel auf der einen und der buch-
stäblich vitalen Notwendigkeit des Auf- und Ausbaus einer li-
Création d'une grande zone beralen Marktwirtschaft auf der anderen Seite lahmt gegen-
européenne de libre-échange wärtig und wohl noch auf einige Zeit die dringend notwendige
wirtschaftliche Weiterentwicklung. Politik und Wirtschaft ent-
wickeln sich nicht im Gleichschritt Das ist aber auch nicht nö-
tig; ein grosser Wirtschaftsraum setzt nicht einen gleich gros-
sen einheitlichen Staat voraus, sondern auch viele autonome
Wortlaut der Motion vom 19. September 1991 Einzelstaaten können sich in einem nach den Regeln der
Der Bundesrat wird eingeladen, unverzüglich die Initiative zum Marktwirtschaft funktionierenden Freihandelsraum zusam-
Aufbau eines das gesamte Europa-vom Atlantik bis zum Ural menfinden. Politische Blockierung verhindert die wirtschaftli-
- umfassenden Freihandelsraumes zu ergreifen. che Dynamik nicht - darf sie nicht verhindern.
Die Schweiz ist aufgerufen, die drohende bzw. absehbare
fexfe de la motion du 19 septembre 1991 Blockierung des wirtschaftlichen Liberalisierungs- und Auf-
Le Conseil fédéral est chargé de prendre sans retard une initia- bauprozesses in Europa durch innovatives, konstruktives Tä-
tive en faveur de la création d'une zone de libre-échange en- tigwerden zu überwinden und den Anstoss für die wirtschaftli-
globant l'Europe entière de l'Atlantique à l'Oural. che europäische Weiterentwicklung bei nationaler staatlicher
Selbständigkeit der Völker zu geben. Analog zur Liberalisie-
Mitunterzeichner-Cosignataires: Keine -Aucun rung des weltweiten Handels im Rahmen des Gatt ist deshalb
- über die Brüsseler Wirtschafts-, Währungs- und politische
Schriftliche Begründung - Développement par écrit Union hinaus und davon im Prinzip unabhängig - der Rahmen
EG und Efta verhandeln seit längerer Zeit intensiv über Ziel, Art für einen gesamteuropäischen Freihandelsraum zu schaffen.
und Modalitäten der Schaffung eines Europäischen Wirt- In Marktwirtschaft und Freihandel liegt die Zukunft für einen
schaftsraums (EWR). Ein solcher sollte die bisherigen Mit- breit abgestützten Wohlstand und gesicherte Vollbeschäfti-
gliedländer der EG und der Efta umfassen, also vereinfacht gung im gesamten Europa Nur so wird es gelingen, allen Eu-
ausgedrückt, die mehr oder weniger industrialisierten Staaten ropäern - auch den jungen Staaten und ihren wirtschaftlich
des bisher als «freies Westeuropa» umschriebenen Raums. unterentwickelten Bevölkerungen - die notwendigen Impulse
Auf dem Weg zu diesem Ziel zeigen sich sowohl beträchtliche zu verleihen und die befürchteten Erschütterungen zu vermei-
sachliche und politische Probleme und Widerstände als auch den. Andernfalls geht Europa schweren Zeiten entgegen.
neue ausserordentliche, bisher nicht für möglich gehaltene
Veränderungen in Mittel- und Osteuropa, welche die gesamte Schriftliche Stellungnahme des Bundesrates
Entwicklung Europas im Rahmen der Weltordnung wie auch vom 6. November 1991
die anvisierten bzw. neu anzuvisierenden Ziele in einem völlig Rapport écrit du Conseil fédéral
neuen Licht erscheinen lassen. du 6 novembre 1991
Bezüglich der westeuropäischen Wirtschaftsländer ist an die Der Bundesrat teilt nicht alle Einschätzungen über die europäi-
im wesentlichen unterschiedlichen Zielsetzungen des EG- sche Architektur, die in der Begründung zur vorliegenden Mo-
Wirtschaftsblocks mit (macht-)politischen Wertvorstellungen tion wiedergegeben sind. Der Bundesrat ist andererseits im
einerseits und die politisch freiheitlich, selbständig und unab- wesentlichen einverstanden mit der Idee der Motion: für ihn ist
hängig strukturierten Staaten der Efta andererseits zu erin- die Ausarbeitung von Handelsverträgen, die bis zum Freihan-
nern. Schon aufgrund der bisher gegebenen Verhältnisse del mit den mittel- und osteuropäischen Staaten führen sollen,
scheint eine Einigung der beiden Staatengruppen bzw. die ge- ein prioritäres Ziel. Das Ziel ist verfolgt worden, seit die Staaten
forderte Unterwerfung der Efta-Staaten unter die EG-Rechts- jener Region den Uebergang zu einem demokratischen, plu-
normen ohne Mitspracherecht ein zurzeit noch absolut Unge- ralistischen und marktwirtschaftlichen System begonnen ha-
wisses Unterfangen zu sein. Schon allein aus schweizeri- ben.
scher, innenpolitischer Sicht dürfte die auf Erhaltung der staat- Gegenwärtig werden im Rahmen der Efta Verhandlungen ge-
lichen Selbständigkeit und Unabhängigkeit gegründete Hal- führt, die zum Abschluss von Freihandelsverträgen für Indu-
tung des Souveräns, wie sie anlässlich des 700-Jahr-Jubilä- strieprodukte mit Polen, Ungarn und der Tschechoslowakei
ums in grosser Breite und repräsentativ zum Ausdruck kam, führen sollen. Diese Verträge umfassen nicht nur den Güter-
bei realistischer Betrachtungsweise einer Eingliederung unter handel, sondern auch andere Bereiche wie die öffentlichen
den monolithischen und zentralistischen, nicht demokrati- Märkte, die Staatsbeihilfen und das geistige Eigentum. Ein
schen und föderalistischen Aufbau der EG, der sich seiner- asymmetrischer Zollabbau wird nach einer Uebergangszeit
seits nicht substantiell ändern wird und kann, unüberwindbare (10 Jahre) zum Freihandel führen. Sobald die politischen und
Hindernisse in den Weg stellen. wirtschaftlichen Bedingungen erfüllt sind, könnte diese Vorge-
Motion du groupe Adl/PEP 2486 N 13 décembre 1991
hensweise auch auf andere Staaten der Region angewandt Die Realisierung des bisher diskutierten fahrleistungsabhän-
werden. gigen Oekobonus scheint dem Vernehmen nach auf grosse
Die Ausdehnung dieser Politik auf die Sowjetunion oder ge- Schwierigkeiten zu stossen (die Messgeräte sollen bei vielen
wisse Republiken, aus denen sie heute aufgebaut ist, muss im Fahrzeugen nicht montierbar sein). Die mit dieser Motion vor-
Lichte des dort laufenden Umwandlungsprozesses unter- geschlagene Lenkungsabgabe hat zum Ziel, den Verbrauch
sucht werden. von fossilen Treib- und Brennstoffen und damit den CO2-Aus-
Allerdings wird diese Politik alleine noch keine paneuropäi- stosszu reduzieren und die Sparer zu belohnen. Die anvisierte
sche Freihandelszone schaffen. Nur durch zusätzliche Ver- Verwendung der Mittel entspricht dem Verursacherprinzip.
träge zwischen den mittel- und osteuropäischen Ländern, den Die Lenkungsabgabe soll einmal erreichen, dass mehr Leute
lEfta-Staaten und der EG kann eine Homogenität der Regeln vom individuellen Motorfahrzeug auf das öffentliche Verkehrs-
erreicht werden. Auch in diesem Bereich bemüht sich die mittel umsteigen. Wer das öffentliche Verkehrsmittel benützt,
Schweiz, die Kompatibilität der verschiedenen Regimes zu wird begünstigt Die Begünstigung im Sinne von Tarifredukti-
verbessern. onsbeiträgen kann der Bund direkt in seinem Bereich vorneh-
Der Bundesrat erachtet eine solche Politik deshalb nicht als Al- men (SBB, PTTund konzessionierte Unternehmungen), aber
ternative, sondern als Zusatz zu seiner Politik der europäi- auch noch indirekt Kantonen und Gemeinden (z. B. zugun-
• sehen Integration. sten von günstigen Umweltabonnements oder Nulltarifen etc.)
zukommen lassen. Für abgelegene Berggebiete wären spezi-
Schriftliche Erklärung des Bundesrates elle Förderungsmassnahmen (wie z. B. umweltfreundliche
Déclaration écrite du Conseil fédéral Ruftaxis etc.) ins Auge zu fassen. Von solchen Massnahmen
Der Bundesrat beantragt, die Motion in ein Postulat umzuwan- darf ein erheblicher Umsteigeeffekt erwartet werden.
deln. Ein Teil der Erträge der Lenkungsabgabe soll alsdann gezielt
für Energiespar- und Umweltschutzmassnahmen eingesetzt
Ueberwiesen als Postulat - Transmis comme postulat werden. So soll in erster Linie der Sektor der alternativen Ener-
gien gefördert werden, insbesondere Pilotprojekte für Solar-
fahrzeuge und treibstoff-, abgas- und lärmarme Motorfahr-
zeuge (Forschung, Entwicklung und Erstserienherstellung).
Auch das Energiesparen im Bereiche der Wärme- und Haus-
technik sowie der industriellen Produktion soll aus den Mitteln
#ST# 90.673 der Abgabe gefördert werden. Finanzielle Anreize sind eine
Möglichkeit, den Verbrauch fossiler Brenn- und Treibstoffe zu
Motion Bund! vermindern.
Lenkungsabgabe Neuerdings auftretende Krankheiten weisen auf Zusammen-
hänge mit der Luftverschmutzung hin. Im Sinne des Kausalzu-
auf Treib- und Brennstoffen
sammenhangs soll deshalb ein weiterer Teil der Erträge der
Taxe d'incitation Lenkungsabgabe als Beitrag an die Krankenkassen verwen-
sur les carburants et les combustibles det werden.
Schriftliche Stellungnahme des Bundesrates
von November 1991
(Siehe Seite 2082 hiervor)
Wortlaut der Motion vom 17. September 1990 Rapport écrit du Conseil fédéral
Der Bundesrat wird beauftragt, so rasch als möglich eine Len- de novembre 1991
kungsabgabe auf fossilen Treib- und Brennstoffen einzufüh- (Voir page 2088 ci-devant)
ren, entweder über den Benzin- und Oelpreis oder in der Form Wir verweisen auf Teil II, Ziffern 15 und 16, unserer Stellung-
einer CO2-Abgabe. Die Mittel sollen zur Verbilligung der Tarife nahme.
des öffentlichen Verkehrs, für gezielte Energie- und Umwelt-
schutzmassnahmen sowie als Beiträge an die Krankenkassen Schriftliche Erklärung des Bundesrates
eingesetzt werden. Déclaration écrite du Conseil fédéral
Der Bundesrat beantragt, die Motion in ein Postulat umzuwan-
Texte de la motion du 17 septembre 1990 deln.
Le Conseil fédéral est chargé d'introduire le plus rapidement
possible une taxe d'incitation sur les carburants et les com- Präsident: Der Vorstoss wird von Herrn Scherrer Jürg be-
bustibles fossiles, soit en augmentant le prix de l'essence et kämpft Die Diskussion wird verschoben.
du pétrole, soit sous la forme d'une taxe sur le C02. Les fonds
ainsi obtenus serviront à réduire les tarifs des transports pu- Verschoben - Renvoyé
blics, à financer des mesures appropriées en matière d'écono-
mie d'énergie et de protection de l'environnement et à alimen-
ter les caisses-maladie.
#ST# 90.715
Mitunterzeichner - Cosignataires: Ammann, Bäumlin, Bircher
Silvio, Bodenmann, Borei François, Braunschweig, Brügger Motion der LdU EVP-Fraktion
Cyrill, Carobbio, Danuser, Eggenberger Georges, Euler, Marktwirtschaftliche Energiepolitik
Fankhauser, Haering Binder, Hafner Ursula, Haller, Jeanprê-
tre, Lanz, Leuenberger Ernst, Longet, Matthey, Mauch Ursula, Motion du groupe Adl/PEP
Neukomm, Pitteloud, Rechsteiner, Reimann Fritz, Stappung, Politique énergétique axée
Uchtenhagen, Ulrich, Vollmer, Ziegler Jean, Züger (31) sur l'économie de marché
Schriftliche Begründung - Développement par écrit
Die Situation des vergangenen Sommers mit den häufig über
den zulässigen Grenzen liegenden Ozonwerten zeigt, dass
die bisherigen Massnahmen nicht genügen. Die Luftverunrei- Wortlaut der Motion vom 24. September 1990
nigung hat eine Grenze erreicht, da nicht nur Pflanzen und Aufgrund der Annahme des Energieartikels und der Moratori-
Tiere, sondern zunehmend auch Menschen darunter leiden. ums-initiative am 23. September 1990 drängt sich die Anwen-
[Entschiedenere, wirksamere und raschere Massnahmen dung zusätzlicher, vor allem marktwirtschaftlich ausgestalte-
drängen sich auf. ter, energie- und umweltpolitischer Instrumente auf.
Schweizerisches Bundesarchiv, Digitale Amtsdruckschriften
Archives fédérales suisses, Publications officielles numérisées
Archivio federale svizzero, Pubblicazioni ufficiali digitali
Motion Mauch Rolf Initiative für gesamteuropäischen Freihandelsraum
Motion Mauch Rolf Création d'une grande zone européenne de libre-échange
In Amtliches Bulletin der Bundesversammlung
Dans Bulletin officiel de l'Assemblée fédérale
In Bollettino ufficiale dell'Assemblea federale
Jahr 1991
Année
Anno
Band V
Volume
Volume
Session Wintersession
Session Session d'hiver
Sessione Sessione invernale
Rat Nationalrat
Conseil Conseil national
Consiglio Consiglio nazionale
Sitzung 15
Séance
Seduta
Geschäftsnummer 91.3298
Numéro d'objet
Numero dell'oggetto
Datum 13.12.1991 - 08:00
Date
Data
Seite 2485-2486
Page
Pagina
Ref. No 20 020 725
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