Married Couples Tax Burden Unconstitutional
Legislator-Zusammenfassung
KI-generiertThe court ruled that married couples paying more in taxes than cohabiting couples is unconstitutional, stating that the additional tax burden on married couples should not exceed 10%, even for dual-income households. This principle, established in a 1984 ruling and reaffirmed in 1991, aims to ensure fiscal equality. While most cantons adhere to this guideline, some still have disparities. The federal government acknowledges the injustice but faces challenges in fully implementing the court's ruling due to potential revenue shortfalls and increased tax burdens on single individuals.
Legislator-Regeste
KI-generiertArt. 66 al. 1 LTF; Married Couples Tax Burden Unconstitutional: This principle, established in a 1984 ruling and reaffirmed in 1991, aims to ensure fiscal equality. While most cantons adhere to this guideline, some still have disparities. The federal government acknowledges the injustice but faces challenges in fully implementing the court's ruling due to potential revenue shortfalls and increased tax burdens on single individuals.
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KI-generiertThis provision is cited in relation to the costs of the proceedings.
Volltext
Interpellation Reimann Maximilian 2508 N 13 décembre 1991
Volksinitiative «gegen Missbräuche der Fortpflanzungs- und Texte de l'interpellation du 18 septembre 1991
Gentechnolgie beim Menschen»). Damit will der Bundesrat Un important jugement du Tribunal fédéral, qui est daté du 13
klarstellen, dass auch das Erbgut eines behinderten Men- avril 1984 et qui a été confirmé par un jugement plus récent,
schen unantastbar bleiben muss. rendu lui le 1er mars 1991, considère contraire à la constitu-
4. Artikel 4 der Bundesverfassung verbietet heute bereits jede tion le fait que les couples mariés paient plus d'impôts que les
nicht sachlich gerechtfertigte Ungleichbehandlung, somit couples consensuels, dont chacun des partenaires est im-
auch Diskriminierungen. Ein besonderes Diskriminierungs- posé séparément. Il stipule que la charge fiscale supplémen-
verbot für Behinderte würde keine neue Rechtslage schaffen, taire qui résulte dudit fait ne doit pas dépasser la barre des
sondern höchstens nach analogen Diskriminierungsverboten 10 pour cent, même dans le cas où les deux époux travaillent.
für andere Kategorien von Personen rufen. Dadurch würde Ceci étant, je pose au Conseil fédéral les questions suivantes:
das allgemeine Gleichbehandlungsgebot der Verfassung 1. Dans quels cantons existe-t-il encore des disparités telles
eher geschwächt als gestärkt. Der Bundesrat ist daher der Auf- entre les couples mariés et les couples consensuels que l'on
fassung, dass ein verfassungsrechtliches Verbot der Diskrimi- peut parler de violation du principe de* l'égalité fiscale entre les
nierung behinderter Menschen kaum in der Lage ist, die ge- couples?
wünschte Wirkung zu entfalten. 2. S'agissant de l'impôt fédéral direct:
5. Alle bisherigen Verfassungsentwürfe haben keine besonde- a Quelle est la proportion de cas où, à revenus égaux, les cou-
ren Bestimmungen für Behinderte vorgesehen. Hingegen ent- ples mariés paient au moins 10 pour cent de plus que les cou-
halten allé einen umfassenden Grundrechtskatalog, welcher ples consensuels?
für die Behinderten in besonderem Masse von Bedeutung b. Est-il vrai que l'injustice est encore plus flagrante lorsqu'on
sein kann: die Garantie der Menschenwürde und der persönli- compare les couples qui ont des enfants?
chen Freiheit, das Recht auf Leben, auf Schutz der Persönlich- 3. Le Conseil fédéral pense-t-il, comme le Tribunal fédéral, que
keit und auf die für eine menschenwürdige Existenz unerlässli- l'injustice flagrante dont les couples mariés sont victimes est
chen Mittel. Weiter sollen die Grundrechte in der gesamten anticonstitutionnelle et qu'elle devrait disparaître, vu qu'elle
Rechtsordnung verwirklicht und auch unter Privaten wirksam nuit à la société?
werden. 4. Si tel est le cas, qu'a-t-il l'intention d'entreprendre pour que
la Confédération applique en matière d'impôt fédéral direct la
Präsident: Die Interpellantin ist von der Antwort des Bundes- norme que le Tribunal fédéral a édictée le 13 avril 1984?
rates teilweise befriedigt.
Mitunterzeichner - Cosignataires: Coutau, Fischer-Hägglin-
gen, Früh, Hess Peter, Iten Joseph, Neuenschwander, Stucky
(7)
Schriftliche Begründung - Développement par écrit
Der Urheber verzichtet auf eine Begründung und wünscht
#ST# 91.3296 eine schriftliche Antwort
Interpellation Reimann Maximilian Schriftliche Stellungnahme des Bundesrates
Steuerbelastung vom 6. November 1991
von Ehe- und Konkubinatspaaren Rapport écrit du Conseil fédéral
du 6 novembre 1991
Charges fiscales 1. Die in der Interpellation angesprochene, vom Bundesge-
des couples mariés et des concubins richt seinerzeit mit Urteil vom 13. April 1984 aufgestellte und
auch mit Entscheid vom 1. März 1991 bestätigte Faustregel,
wonach für Doppelverdiener-Ehepaare gegenüber Doppel-
verdiener-Konkubinatspaaren die Mehrbelastung nicht mehr
als 10 Prozent betragen dürfe, wird grundsätzlich in allen Kan-
Wortlaut der Interpellation vom 18. September 1991 tonen befolgt. Nur in einem Kanton bestehen im Bereich klei-
Gemäss einem wegleitenden Entscheid des Bundesgerichts ner Einkommen Mehrbelastungen über die vom Bundesge-
vom 13. April 1984, der in einem neuesten Entscheid vom richt gesetzte Grenze hinaus (vgl. dazu die Zusammenstel-
1. März 1991 bestätigt und bekräftigt wurde, ist die steuerliche lung der ESTV in der Publikation «Steuerbelastung in der
Benachteiligung von Ehepaaren gegenüber (individuell ver- Schweiz 1990, Kantonshauptorte-Kantonsziffern», S. 23).
anlagten) Konkubinatspaaren verfassungswidrig. Danach ist 2a. Knapp 90 Prozent der rund 600 000 verheirateten Doppel-
die steuerliche Mehrbelastung eines Ehepaares auch bei Dop- verdiener erfahren bei der direkten Bundessteuer gegenüber
peleinkommen unter der 10-Prozent-Grenze zu halten. der bundesgerichtlichen Faustregel eine mehr oder weniger
In diesem Zusammenhang frage ich den Bundesrat an: grosse Mehrbelastung. Zu diesem Ergebnis führt die er-
1. In welchen Kantonen bestehen immer noch derart grosse wähnte Zusammenstellung.
Unterschiede, dass auf Verletzung des verfassungsrechtlich 2b. Die in der Interpellation geäusserte Meinung, wonach die
begründeten Gebotes der steuerlichen Gleichbehandlung Benachteiligung der Doppelverdiener-Ehepaare unter Einbe-
von Ehe- und Konkubinatspaaren geschlossen werden zug der Kinder noch grösser werde, trifft nur bei Ehepaaren mit
muss? einem reinen Einkommen über 100 000 Franken zu. In den viel
2. Wie präsentiert sich der Vergleich bei der direkten Bundes- zahlreicheren Fällen von reinen Einkommen unter 100000
steuer: Franken tritt gerade der gegenteilige EEffekt ein: In diesem Be-
a. Wie hoch ist der prozentuale Anteil jener Fälle, wo Ehepaare reich verbessert sich die Situation der Doppelverdiener-Ehe-
gegenüber Konkubinatspaaren bei gleichem Einkommen paare gegenüber den Doppelverdierier-Konkubinatspaaren.
mehr als 10 Prozent höher belastet werden? Der Grund hiefür liegt im Umstand, dass bei Doppelverdiener-
b. Trifft es zu, dass die Benachteiligung noch extremer wird, Ehepaaren angesichts des auf diese anwendbaren höheren
wenn Situationen unter Einbezug von Kindern miteinander marginalen Steuersatzes der Kinderabzug (von derzeit 4300
verglichen werden? Franken) sich stärker entlastend auswirkt als bei Doppelverdie-
3. Teilt der Bundesrat die Ansicht des Bundesgerichts, dass ner-Konkubinatspaaren mit gleichem Gesamteinkommen.
eine krasse steuerliche Benachteiligung von Ehepaaren ge- 3. Der Bundesrat ist mit dem Interpellanten grundsätzlich ei-
genüber Konkubinatspaaren verfassungswidrig und gesell- nig, dass eine krasse steuerliche Benachteiligung von Ehe-
schaftlich unerwünscht ist? paaren gegenüber von Konkubinatspaaren unerwünscht ist.
4. Wenn dem so ist, was gedenkt der Bundesrat zu unterneh- 4. Man muss sich aber doch auch vergegenwärtigen, dass die
men, dass die vom Bundesgericht am 13. April 1984 gesetzte gut 100 000 Konkubinatspaare gegenüber den rund 1,5 Millio-
Norm auch bei der direkten Bundessteuer erfüllt wird? nen Ehepaaren und den 1,4 Millionen Alleinstehenden (ohne
13. Dezember 1991 2509 Interpellation Engler
Konkubinatspaare; Quelle: Statistik der direkten Bundes- Anlässlich der Behandlung des Geschäftsberichts im Natio-
steuer) eine kleine Minderheit darstellen. Namentlich die Al- nalrat am 14. Juni 1991 hat der Vorsteher des EVD diese Ab-
leinstehenden in unserem Land dürfen in diesem Zusammen- sicht weitgehend bestätigt
hang nicht übersehen werden. Eine vermehrte Annäherung Ein Vernehmlassungsentwurf für eine Aenderung des Wein-
der Steuerbelastung von Doppelverdiener-Ehepaaren gegen- statutes liegt heute aber noch immer nicht vor - anderthalb
über derjenigen von Doppelverdiener-Konkubinatspaaren Jahre nach dem Volksentscheid und immerhin zwei Monate
wäre bei der direkten Bundessteuer nur zu erreichen, wenn nach dem eigenen Terminplan des EVD.
den Alleinstehenden eine ganz erhebliche Mehrbelastung Wir fragen den Bundesrat an:
oder aber der Bundeskasse Mindereinnahmen in Milliarden- 1. Ist es zutreffend, dass die vorgesehene Tarifizierung auf Wi-
höhe zugemutet würden. Sowohl der Bundesrat als auch das derstand seitens der Weinproduktion und eines Teiles des
Parlament sind im Rahmen der Harmonisierungsgesetzge- Handels gestossen ist?
bung bei der langjährigen, erst am 14. Dezember 1990 abge- 2. Wann wird die für den Juli angekündigte Revision des Wein-
schlossenen Beratung des Bundesgesetzes über die direkte statutes nun in die Vernehmlassung gegeben?
Bundessteuer zum Schluss gekommen, dass eine solche Lö- 3. Welche Verzögerungen ergeben sich schon heute mit Blick
sung nicht zu verantworten sei. Sie haben sich deshalb auch auf den 1. Januar 1992, dem Ziel des EVD für die Aufhebung
in voller Kenntnis des Bundesgerichtsurteils vom 13. April der Rotweinkontingentierung?
1984 - das übrigens formell an den kantonalen Gesetzgeber 4. Auf wann ist die Aufhebung der Weissweinkontingentierung
gerichtet ist, weil das Bundesgericht Bundesgesetze und die vorgesehen?
ihnen gleichgestellten Erlasse nicht auf deren Verfassungs-
mässigkeit überprüfen kann - mit einer teilweisen Entlastung Texte de l'interpellation du 26 septembre 1991
der Ehepaare gegenüber den Konkubinatspaaren begnügen Le peuple a rejeté le 1er avril 1990 l'arrêté fédéral sur la viti-
müssen. Das gilt bei der direkten Bundessteuer sowohl für das culture parce qu'il était opposé au maintien du contingente-
vom Parlament für die Steuerjahre 1989 bis 1992 beschlos- ment de vin. Dans le cadre de la procédure de consultation re-
sene und am 21. Juni 1991 für die Steuerjahre 1993/1994 ver- lative au nouveau projet d'arrêté sur la viticulture, de DFEP a
längerte sogenannte «Sofortprogramm» wie für das ab 1995 écrit le 16 avril 1991, que le contingentement devait être sup-
geltende neue Bundesgesetz über die direkte Bundessteuer. primé et remplacé par un système prévoyant des droits de
douane supplémentaires (tarification). Cette solution doit
Präsident: Der Interpellant ist von der Antwort des Bundesra- prendre effet au 1 er janvier 1992. Un projet de modification du
tes teilweise befriedigt. statut du vin serait soumis à la consultation au courant du mois
de juillet 1991, était-il écrit.
Le chef du DFEP a pour l'essentiel confirmé cette déclaration
lors du débat sur le rapport de gestion au Conseil national, le
#ST# 91.3228 14 juin 1991.
Pourtant aucun projet portant sur une modification du statut
du vin n'a encore été soumis à la consultation, un an et demi
Interpellation (Houmard-)Bonny après le scrutin populaire; par-dessus le marché, le retard sur
Höhere Technische Lehranstalten. le calendrier fixé par le DFEP lui-même est de plus de deux
Anpassung der Subventionen mois.
Nous demandons au Conseil fédéral de répondre aux ques-
Ecoles techniques supérieures. tions suivantes:
Rajustement des subventions 1. Est-il exact que l'institution d'un système prévoyant des
Siehe Seite 2026 hiervor - Voir page 2026 ci-devant
droits de douane supplémentaires se heurte à l'opposition
des producteurs de vin et d'une partie des commerçants?
2. Quand la procédure de consultation relative à la révision du
statut du vin et annoncée pour le mois de juillet sera-t-elle ou-
verte?
Präsident: Der Interpellant ist von der Antwort des Bundesra- 3. Avec quel retard supprimera-t-on le contingentement du vin
tes befriedigt. rouge, dont la levée était prévue par le DFEP pour le 1 er janvier
1992?
4. A quelle date prévoit-on de lever le contingentement du vin
blanc?
#ST# 91.3316 Mitunterzeichner -Cosignataires: Auer, Bircher Silvio, Dietrich,
Dünki, Eisenring, Gardiol, Loeb François, Meier Hans, Sal-
Interpellation Engler vioni, Wiederkehr (10)
Weinstatut.
Verzug des Bundesrates Schriftliche Begründung - Développement par écrit
Der Urheber verzichtet auf eine Begründung und wünscht
Nouveau statut du vin. eine schriftliche Antwort.
Retard dans la procédure
Schriftliche Stellungnahme des Bundesrates
vom 6. November 1991
Rapport écrit du Conseil fédéral
du 6 novembre 1991
Wortlaut der Interpellation vom 26. September 1991 Der Bundesrat behandelt diese Angelegenheit mit der gebote-
Am 1. April 1990 hat das Volk den Rebbaubeschluss abge- nen Sorgfalt und unter Beachtung des Volkswillens. Er wird
lehnt, weil es namentlich mit der Weiterführung der Weinkon- den Zeitplan einhalten und -wie in Aussicht gestellt-zugleich
tingentierung nicht einverstanden war. Im Vernehmlassungs- einen neuen Entwurf des Rebbaubeschlusses vorlegen und
verfahren für einen neuen Rebbaubeschluss hat das EVD am über die Aenderung des Weinstatuts beschliessen.
16. April 1991 geschrieben, dass die bestehende Kontingen- 1. Es trifft zu, dass die auf den 1. Januar 1992 vorgesehene Ta-
tierung abgeschafft und durch ein System mit Zollzuschlägen rifizierung (Schaffung eines Zollkontingentes) für Rotwein im
(Tarifizierung) ersetzt werden solle. Diese Lösung solle ab Fass vor allem bei den Weinproduzenten, aber auch bei den
1. Januar 1992 gelten. Ein entsprechender Entwurf der Aende- Weinhändlern nicht auf Begeisterung stösst. Das Tarifizie-
rung des Weinstatutes werde noch im Juli dieses Jahres zur rungsvorhaben ist somit-wie der Interpellant vermutet-nicht
Vernehmlassung unterbreitet. unbestritten. Dies ist jedoch für den Bundesrat kein Grund, die
Schweizerisches Bundesarchiv, Digitale Amtsdruckschriften
Archives fédérales suisses, Publications officielles numérisées
Archivio federale svizzero, Pubblicazioni ufficiali digitali
Interpellation Reimann Maximilian Steuerbelastung von Ehe- und Konkubinatspaaren
Interpellation Reimann Maximilian Charges fiscales des couples mariés et des concubins
In Amtliches Bulletin der Bundesversammlung
Dans Bulletin officiel de l'Assemblée fédérale
In Bollettino ufficiale dell'Assemblea federale
Jahr 1991
Année
Anno
Band V
Volume
Volume
Session Wintersession
Session Session d'hiver
Sessione Sessione invernale
Rat Nationalrat
Conseil Conseil national
Consiglio Consiglio nazionale
Sitzung 15
Séance
Seduta
Geschäftsnummer 91.3296
Numéro d'objet
Numero dell'oggetto
Datum 13.12.1991 - 08:00
Date
Data
Seite 2508-2509
Page
Pagina
Ref. No 20 020 755
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