Federal Council Postpones Ban on Cruel Breeding Practices for Further Investigation
Legislator-Zusammenfassung
KI-generiertThe Federal Council was asked to propose a ban on cruel breeding practices in animal protection law, citing the example of turkeys bred for meat production so extensively that they cannot walk normally. The Council acknowledged that while "cruel breeding" is not explicitly defined, it is covered by general principles prohibiting unjustified pain, suffering, or harm to animals. However, they noted that proving the direct link between breeding and such conditions can be difficult, and other factors like feeding and housing also play a role. The Council also mentioned an international agreement to protect livestock from cruel breeding, which Switzerland was considering. Ultimately, the motion was converted into a postulate, requesting the Federal Council to further investigate the matter.
Legislator-Regeste
KI-generiertArt. 2 Absatz, Art. 2 Abs. 3 ATSG; Federal Council Postpones Ban on Cruel Breeding Practices for Further Investigation: The Council acknowledged that while "cruel breeding" is not explicitly defined, it is covered by general principles prohibiting unjustified pain, suffering, or harm to animals. However, they noted that proving the direct link between breeding and such conditions can be difficult, and other factors like feeding and housing also play a role. The Council also mentioned an international agreement to protect livestock from cruel breeding, which Switzerland was considering. Ultimately, the motion was converted into a postulate, requesting the Federal Council to further investigate the matter.
Schlagwörter
KI-generiertZitierte Gesetzesbestimmungen
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KI-generiertCited as the basis for prohibiting causing pain, suffering, or harm to animals.
Volltext
Motion Weder Hansjürg 854 N 29 avril 1993
#ST# 91.3293 gung von Schäden und Störungen mit. Im Zusammenhang
mit einer gesetzlichen Regelung müssen verschiedene
Motion Weder Hansjürg Aspekte mit berücksichtigt werden, so u. a der Import von Tie-
ren mit angezüchteten Mängeln und Ausnahmen im Rahmen
Verbot von Qualzüchtung der Forschung. Die in der Begründung der Motion angeführ-
Interdiction des pratiques ten Masttruten stammen von ausländischen Zuchtlinien ab.
d'élevage cruelles Der ständige Ausschuss des Europäischen Uebereinkom-
mens zum Schutz von Tieren in landwirtschaftlichen Tierhal-
tungen vom 10. März 1976 hat 1991 eine Ergänzung des
Uebereinkommens zum Schutz der Nutztiere vor quäleri-
schen Züchtungen verabschiedet. Das Ministerkomitee des
Wortlaut der Motion vom 18. September 1991 Europarates hat den Zusatz am 15. November1991 zur Unter-
Der Bundesrat wird ersucht, ein Verbot von Qualzüchtung im zeichnung aufgelegt. Gegenwärtig wird die Unterzeichnung
durch die Schweiz geprüft.
Tierschutzgesetz vorzulegen.
Schriftliche Erklärung des Bundesrates
Texte cte la motion du 18 septembre 1991 Déclaration écrite du Conseil fédéral
Le Conseil fédéral est chargé de soumettre aux Chambres une Der Bundesrat beantragt, die Motion in ein Postulat umzu-
nouvelle disposition de la loi sur la protection des animaux wandeln.
interdisant les pratiques d'élevage cruelles.
Ueberwiesen als Postulat - Transmis comme postulat
Mitunterzeichner - Cosignataires: Aguet, Baerlocher, Bär,
Bäumlin, Brügger, Danuser, Diener, Dünki, Fankhauser, Gar-
diol, Grendelmeier, Günter, Hafner Rudolf, Hafner Ursula,
Jeanprêtre, Kühn, Leutenegger Oberholzer, Longet, Maeder,
Meier Hans, Meier Samuel, Pitteloud, Ruffy, Schmid Peter,
Stocker, Thür, Ulrich, Wiederkehr (28)
#ST# 92.3120
Schriftliche Begründung - Développement par écrit
In der Schweiz werden Truten gemästet, die derart einseitig Motion Weder Hansjürg
auf Fleisch gezüchtet sind, dass sie nicht mehr normal gehen
können. Sie taumeln wie betrunken und müssen sich nach
Abschaffung der Preisbevorzugung
kurzer Strecke immer wieder niederlegen. Das Skelettwachs- für helles Kalbfleisch
tum ist derart im Ungleichgewicht mit dem züchterisch be- Viande de veau claire.
schleunigten Fleischansatz, dass die Tiere genetisch bedingt Abolition du prix de faveur
nicht mehr artgerecht leben können. Es muss klar von einer
züchterischen Tierquälerei, d. h. von einer Qualzüchtung, ge-
sprochen werden. Das Deutsche Tierschutzgesetz verbietet
Qualzüchtungen in Paragraph 11 b.
Wie das Beispiel mit den Masttruten zeigt, ist es dringend, Wortlaut der Motion vom 19. März 1992
dass auch in der Schweiz ein solches Verbot erlassen wird. Es Der Bundesrat wird beauftragt, die Preisbevorzugung für hel-
besteht auch die Gefahr, dass in Zukunft mit gentechnischen les Kalbfleisch abzuschaffen.
Methoden derartige abnorme, qualvolle Züchtungen be-
schleunigt und in grösserem Umfang auftreten werden. Texte de la motion du 19 mars 1992
Das Verbot der Qualzucht sollte auch das Verbot der Haltung Le Conseil fédéral est chargé d'abolir le prix de faveur dont fait
derart gezüchteter Tiere beinhalten, da die Zucht ja im Ausland l'objet la viande de veau claire.
erfolgen könnte. Allerdings ist es kaum verständlich, dass das
Bundesamt für Veterinärwesen als Oberaufsichtsinstanz für Mitunterzeichner-Cosignataires: Bär, Baumann, Bäumlin, Bi-
den Tierschutz nicht schon längst aufgrund des gültigen Tier- schof, Borradori, Bühlmann, Carobbio, Danuser, Diener,
schutzgesetzes gegen diese Art von Trutenmast eingeschrit- Dünki, Fankhauser, von Feiten, Gardiol, Gonseth, Gross An-
ten ist. Die Mast derart leidender Tiere steht doch offensicht- dreas, Hafner Rudolf, Hollenstein, Jaeger, Leuenberger Ernst,
lich im Widerspruch zu Artikel 2 des Tierschutzgesetzes. Der Maspoli, Meier Hans, Meier Samuel, Misteli, Robert, Ruf, Ruffy,
Tierschutzvollzug wird ewig im argen liegen, wenn alles und Schmid Peter, Sieber, Stalder, Steffen, Thür, Wiederkehr, Zwy-
jedes zuerst detailliert vorgeschrieben werden muss, bis die gart (33)
zuständigen Vollzugsorgane endlich handeln.
Schriftliche Begründung - Développement par écrit
Schriftliche Stellungnahme des Bundesrates Die Schweizer Mastkälber werden gemäss den vom Bundes-
vom 29. April 1992 rat genehmigten, offiziellen Qualitätsanforderungen gemä-
Rapport écrit du Conseil fédéral stet In neun bis zwölf Wochen wächst ein Kalb zur Schlacht-
du 29 avril 1992 reife heran und wiegt dann 160 bis 180 Kilogramm. Auch über
Der Begriff «Qualzucht» umfasst Rassen, Schläge und Zuchtli- die Verwertung der Kälber wacht der Bund und sichert den
nien gezüchteter Tierarten, welche aufgrund ihrer Erbanlagen Bauern den Absatz zu offiziellen Richtpreisen. Die Schweizeri-
Körperstrukturen oder -funktionen ausbilden, die erhebliche sche Genossenschaft für Schlachtvieh- und Fleischversor-
Schäden oder funktionelle Störungen darstellen oder zu sol- gung (GSF) nimmt sich dieser Aufgabe an.
chen führen können. Die Qualzucht ist im Tierschutzgesetz Für die Bewertung der Kälber und die Festsetzung der Abnah-
nicht ausdrücklich aufgeführt. Sie wird aber grundsätzlich mepreise stützt sie sich auf eine Einschätzungstabelle. Neben
durch die allgemeinen Grundsätze von Artikel 2 Absatz 3 des den Kriterien «Fleischigkeit» und «Deckung des Schlachtkör-
Tierschutzgesetzes erfasst Danach darf niemand «ungerecht- pers» spielt dabei vor allem die Farbe des Fleisches eine Rolle:
fertigt einem Tier Schmerzen, Leiden oder Schäden zufügen je heller, desto höher der Preis. Das EVD wacht über die Ein-
oder es in Angst versetzen». Bisher wurde jedoch in unserem haltung der Kriterien und Richtpreise.
Land noch kein Verfahren wegen Zuchtmethoden, die als Um möglichst helles, weisses Fleisch zu erhalten, das am mei-
Qualzucht bezeichnet werden müssen, durchgeführt. sten einbringt, werden die Kälber bis zur Schlachtreife in der
Das eindeutige Zurückführen von Schäden und Störungen auf Regel mit Flüssignahrung in Form von Milch, Milchpulver und
Zuchtfaktoren ist schwierig; andere Faktoren, wie die Fütte- eiweissreichen Milchersatzprodukten gemästet Diese Ernäh-
rung oder die Haltungsbedingungen, bestimmen die Ausprä- rung entspricht aber keineswegs den natürlichen Bedürfnis-
Schweizerisches Bundesarchiv, Digitale Amtsdruckschriften
Archives fédérales suisses, Publications officielles numérisées
Archivio federale svizzero, Pubblicazioni ufficiali digitali
Motion Weder Hansjürg Verbot von Qualzüchtung
Motion Weder Interdiction des pratiques d'élevage cruelles
In Amtliches Bulletin der Bundesversammlung
Dans Bulletin officiel de l'Assemblée fédérale
In Bollettino ufficiale dell'Assemblea federale
Jahr 1993
Année
Anno
Band II
Volume
Volume
Session Aprilsession
Session Session d'avril
Sessione Sessione di aprile
Rat Nationalrat
Conseil Conseil national
Consiglio Consiglio nazionale
Sitzung 06
Séance
Seduta
Geschäftsnummer 91.3293
Numéro d'objet
Numero dell'oggetto
Datum 29.04.1993 - 08:00
Date
Data
Seite 854-854
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Ref. No 20 022 688
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