Switzerland v. USA: Horse Meat Import Ban and GATT Principles
Legislator-Zusammenfassung
KI-generiertThe court addressed an inquiry regarding the importation of horse meat from the USA, prompted by concerns over alleged cruel transport conditions for the animals. The court stated that while national animal welfare laws allow for import restrictions, a complete ban on horse meat from the USA would be considered protectionist and violate GATT principles unless it could be proven that the meat posed a direct health risk to humans or animals in Switzerland. Since the border veterinary service cannot verify transport conditions in the country of origin, and Switzerland cannot conduct systematic controls abroad, an import ban is not justifiable, although the government supports international efforts to establish multilateral animal welfare standards.
Legislator-Regeste
KI-generiertArt. 9 Absatz, Art. 4 de la loi sur l'aménagement du territoire; Switzerland v. USA: Horse Meat Import Ban and GATT Principles: The court stated that while national animal welfare laws allow for import restrictions, a complete ban on horse meat from the USA would be considered protectionist and violate GATT principles unless it could be proven that the meat posed a direct health risk to humans or animals in Switzerland. Since the border veterinary service cannot verify transport conditions in the country of origin, and Switzerland cannot conduct systematic controls abroad, an import ban is not justifiable, although the government supports international efforts to establish multilateral animal welfare standards.
Schlagwörter
KI-generiertZitierte Gesetzesbestimmungen
KI-generiertVerwandte Entscheide
KI-generiertZentrale Rechtsfragen, extrahiert von Legislator
KI-generiertCited to explain the authorities' duty to inform the public about plans and procedures.
Volltext
20. März 1992 N 663 Interpellation Rebeaud
#ST# 91.3360 bereit ist, sich aus blossen Freihandelsinteressen an grausa-
men Verstössen gegen die Menschlichkeit zu beteiligen.
Interpellation Weder Hansjürg
Schriftliche Stellungnahme des Bundesrates
Pferdefleisch aus den USA vom 22. Januar 1992
Viande de cheval Rapport écrit du Conseil fédéral
en provenance des Etats-Unis du 22 janvier 1992
Die Schweiz führte 1990 4602 Tonnen Pferdefleisch ein. Da-
von stammten 2239 Tonnen (49 Prozent) aus den USA Wei-
tere Herkunftsländer sind Kanada, Australien, Argentinien und
Belgien. Das Fleisch wird beim Import durch den grenztierärzt-
lichen Dienst des Bundesamtes für Veterinärwesen geprüft
Wortlaut der Interpellation vom 4. Oktober 1991
Die Prüfung beschränkt sich aber auf fleischhygienische Be-
Die USA sind der grösste Rerdefleisch-Lieferant in die
lange.
Schweiz. Immer wieder erreichen uns aus den USA Berichte
Ziel des Allgemeinen Zoll- und Handelsabkommens Gatt ist
über grausamste, mehrtägige Schlachtpferde-Transporte in
es, die den Handel beschränkenden Massnahmen an der
die dortigen riesigen, zentralisierten Schlachthöfe. Viele Tiere
Grenze sowie die handelsrelevanten negativen Auswirkungen
gehen unter den unerträglichen Qualen ein. Ich ersuche des-
binnenstaatlicher Regelungen abzubauen. Ausnahmen von
halb den Bundesrat, diese Missstände durch eine Delegation,
dieser Zielsetzung, zum Beispiel aus Tierschutzgründen, sind
welcher Tierschützer angehören, untersuchen zu lassen und
an den Grundsatz der Verhältnismässigkeit gebunden.
bei der US-Regierung zugunsten humaner Bedingungen bei
Im Rahmen des Gatt ist ein Einfuhrverbot für ein Lebensmittel
Schlachttier-Transporten zu intervenieren. Sollte dies zu kei-
nur zulässig, wenn nachgewiesen werden kann, dass das Le-
ner Besserung führen, wäre der Import von Rerdefleisch aus
bensmittel Gesundheit und Leben von Mensch und Tier auf
den USA gestützt auf Artikel XX Litera b des Gatt-Abkommens
dem Gebiet der Eidgenossenschaft gefährdet Diese Voraus-
zu verbieten.
setzung ist im Falle des Pferdefleischs aus den USA eindeutig
nicht erfüllt. Ein Einfuhrverbot würde als protektionistische
Texte de l'interpellation du 4 octobre 1991 Massnahme interpretiert, die dem Liberalisierungsziel des
Les Etats-Unis sont le plus gros fournisseur de viande cheva- Gatt im Agrarwelthandel zuwiderliefe.
line de la Suisse. Il est question, à intervalles réguliers, des Das Tierschutzgesetz gibt zwar in Artikel 9 Absatz 1 dem Bun-
conditions inacceptables dans lesquelles, des jours durant, desrat die Möglichkeit, Einfuhrbeschränkungen aus Gründen
les chevaux promis à l'abattage sont acheminés vers des abat- des Tierschutzes zu erlassen. Es darf indessen nicht generell
toirs gigantesques. Beaucoup de bêtes meurent pendant le angenommen werden, dass Rerdefleisch in den USA auf tier-
voyage dans d'atroces souffrances. Je demande donc au quälerische Weise gewonnen wird. Weil der grenztierärztliche
Conseil fédéral de nommer une délégation, dont feraient par- Dienst an der Grenze nicht feststellen kann, ob das Rerd, von
tie des membres des sociétés de protection des animaux et dem das Fleischstück stammt, im Herkunftsland tierschutzge-
qui aurait pour mission d'enquêter sur cet état de fait. Je lui de- recht transportiert wurde, Hesse sich ein Einfuhrverbot nicht
mande aussi d'intervenir auprès du gouvernement des Etats- rechtfertigen. Es liegt ausserhalb der Möglichkeiten der
Unis pour qu'il veille à ce que le transport des chevaux se fasse schweizerischen Bundesbehörden, in den Produktionslän-
dans des conditions moins déplorables. Si son intervention dern systematische amtliche Kontrollen der Transportbedin-
n'avait aucun effet, il pourrait, fort de l'article XX, lettre b, de gungen der Schlachttiere durchzuführen.
l'Accord sur le GATT, interdire l'importation de viande cheva- Der Bundesrat setzt sich für eine Lösung der Tierschutzproble-
line en provenance de ce pays. matik auf multilateraler Ebene ein. Nur wenn internationale
Normen über den Tierschutz bestehen, wird es möglich sein,
Mitunterzeichner-Cosignataires: Keine -Aucun. im Fall von Verstössen gegen solche Regeln mit Massnahmen
an der Grenze reagieren zu können.
Schriftliche Begründung - Développement par écrit
Es kann der Schweiz aus ethischen Gründen nicht egal sein, Präsident: Der Interpellant verzichtet auf seinen Antrag auf
wenn ihr tierische Produkte geliefert werden, welche unter Diskussion.
Missachtung elementarster zivilisierter Achtung und Rück-
sichtnahme gegenüber fühlenden und leidenden Lebewesen
erzeugt werden. In der Schweiz wird zurzeit versucht, mit der
Weidemast von Pferden einen alternativen Erwerbszweig für
die Landwirtschaft in den Hügelgebieten aufzubauen - analog
zum bewährten «Natura-Beef» aus Mutterkuhhaitung. Die
Konkurrenzierung dieser einheimischen Produktion mit rück-
sichtslos erzeugter Importware ist - neben dem Tierschutz- #ST# 91.3270
aspekt- ebenfalls unfair und kann nicht Sinn und Zweck eines
internationalen Freihandels sein. Wenn dieser gedeihen soll, Interpellation Rebeaud
ist es notwendig, dass ethische Schranken allseitig respektiert
werden. Wo nicht, wie im Falle der amerikanischen Schlacht- Einhaltung von Bundesrecht im Wallis
pferde-Transporte, ist es richtig und unverzichtbar, mit Boy- Respect du droit fédéral en Valais
kott-Sanktionen zu reagieren.
In seiner Antwort auf das Postulat Weder Hansjürg vom 5. Ok-
tober 1990 betreffend Gatt-Verhandlungen und Einhaltung der
Tier- und Umweltschutzvorschriften hat der Bundesrat Import-
verbote aus tierschützerischen Gründen mit folgenden Worten Wortlaut der Interpellation vom 16. September 1991
abgelehnt: «Es geht nicht an, dass solche Bestimmungen zur Im Zusammenhang mit dem Ueberfall auf den Generalsekre-
Verdrängung der ausländischen Konkurrenz angewandt wer- tär des WWF im Wallis ist in diesem Kanton eine eindrückliche
den.» Diese Unterstellung muss mit aller Entschiedenheit zu- Serie ungeahndeter Verletzungen des Bundesgesetzes über
rückgewiesen werden. Damit, dass an Importprodukte ähnli- den Gewässerschutz, den Natur- und Landschaftsschutz so-
che Anforderungen gestellt werden, wie sie der inländische wie den Umweltschutz und das Forstwesen bekanntgewor-
Produzent erfüllen muss, wird die ausländische Konkurrenz den. Das ist um so schwerwiegender, als diese Rechtsverlet-
nicht verdrängt, sondern es wird nur eine ungerechte, unethi- zungen vor den Augen und mit vollem Wissen der Behörden
sche Benachteiligung der inländischen Produzenten beseitigt geschahen, die für die Einhaltung des Rechts zu sorgen ha-
und international ein Zeichen gesetzt, dass die Schweiz nicht ben. In dieser Atmosphäre ist es sogar vorgekommen, dass
Votations finales 664 N 20 mars 1992
Vertreter der Kantonsregierung die Bürger öffentlich aufgefor- 3. L'Office fédéral de l'aménagement du territoire a pris contact
dert haben, diese Gesetze zu missachten. Damit haben sie ge- avec les autorités valaisannes afin d'apporter une solution à di-
genüber den beschwerdeberechtigten Organisationen, na- vers cas à régler. Mais rien n'indique que les associations de
mentlich gegenüber dem WWF, eine Stimmung der Intole- protection de la nature et de l'environnement ne puissent exer-
ranz, ja der Feindseligkeit geschürt. cer leurs droits.
Ich ersuche daher den Bundesrat, folgende Fragen zu beant- 4. Comme indiqué précédemment, la Confédération n'a au-
worten: cune raison d'intervenir. A l'instar de tous les cantons, les au-
1. Ist ihm die Tatsache bekannt, dass im Wallis ein besonderes torités valaisannes sont tenues, en vertu de l'article 4 de la loi
Klima herrscht, welches ein normales Funktionieren des sur l'aménagement du territoire, de renseigner la population
Rechtsstaates nicht erlaubt? sur les plans établis, les objectifs qu'ils visent et le déroule-
2. Lieber welche politischen und rechtlichen Mittel verfügt er, ment de la procédure. Elles doivent en outre veiller à ce que la
um dem Recht Nachachtung zu verschaffen? population puisse participer de manière adéquate à rétablis-
3. Ist er bereit, bei den Walliser Behörden zu intervenieren, da- sement des plans. Par ailleurs, la Confédération satisfait aussi
mit in diesem Kanton die Natur- und Umweltschutzorganisa- les besoins d'information du grand public par le biais de ses
tionen die ihnen vom Gesetz zuerkannten Rechte ordnungs- nombreuses publications.
gemäss ausüben können?
4. Ist er bereit, bei den Walliser Behörden Schritte zu unterneh- Präsident: Der Interpellant beantragt Diskussion.
men, damit diese der Bevölkerung zu verstehen geben, dass
Abstimmung - Vote
das Bundesrecht überall, selbst im Wallis, zu respektieren ist?
Für den Antrag auf Diskussion 67 Stimmen
Dagegen Bestimmen
Texte de l'interpellation du 16 septembre 1991
A l'occasion du tabassage du secrétaire général du WWF en Verschoben - Renvoyé
Valais ont été mis en lumière, dans ce canton, une impression-
nante série de violations impunies des lois fédérales sur la pro-
tection des eaux, sur la protection de la nature et du paysage,
sur la protection de l'environnement et sur les forêts. Circons- 88.229
tance aggravante, ces violations ont souvent lieu au vu et au su
#ST#
des autorités chargées de les faire respecter. Dans ce climat,
on a même entendu des représentants de l'autorité cantonale Parlamentarische Initiative
inciter ouvertement les privés à ne pas respecter ces lois et ali- (Berger)
menter un climat d'intolérance, voire d'hostilité, à l'égard des Alkoholgesetz. Selbsthilfe im Obstbau
associations ayant qualité pour agir, notamment le WWF. Initiative parlementaire
A ce propos, le Conseil fédéral est prié de répondre aux ques- (Berger)
tions suivantes:
1. Est-il conscient du fait que le climat particulier régnant en
Loi sur l'alcool. Entraide en arboriculture
Valais ne permet pas un fonctionnement normal de l'Etat de Siehe Jahrgang 1991, Seite 2373 - Voir année 1991, page 2373
droit?
Beschluss des Ständerates vom 3. März 1992
2. De quel moyens politiques et juridiques dispose-t-il pour Décision du Conseil des Etats du 3 mars 1992
obtenir que le respect du droit soit assuré?
3. Est-il disposé à entreprendre une démarche auprès des au- Schlussabstimmung - Vote final
torités valaisannes pour protéger, dans ce canton, le droit des Für Annahme des Entwurfes 98 Stimmen
associations de protection de la nature et de l'environnement Dagegen 47 Stimmen
à exercer normalement les fonctions qui leur sont dévolues de
par la loi? An den Ständerat-Au Conseil des Etats
4. Est-il disposé à entreprendre une démarche auprès des au-
torités valaisannes pour qu'elles fassent savoir à la population
que le droit fédéral doit être respecté partout, même en Valais?
Mitunterzeichner-Cosignataires: Aguet, Bär, Béguelin, Fierz,
Gardiol, Hafner Rudolf, Leutenegger Oberholzer, Longet,
Maeder, MeierHans, Pitteloud, Schmid Peter (12) #ST# 89.234
Schriftliche Begründung - Développement par écrit Parlamentarische Initiative
L'auteur renonce au développement et demande une
réponse écrite.
(Pini)
Militärstrafgesetzbuch.
Abschaffung der Todesstrafe
Schriftliche Stellungnahme des Bundesrates
vom 12. Februar 1992 Initiative parlementaire
Rapport écrit du Conseil fédéral (Pini)
du 12 février 1992 Code pénal militaire.
Le Conseil fédéral répond aux questions de l'interpellateur Abolition de la peine capitale
comme suit:
1. Le Conseil fédéral n'a pas connaissance de faits suggérant Siehe Jahrgang 1991, Seite 1939 - Voir année 1991, page 1939
qu'«un fonctionnement normal de l'Etat de droit» n'est pas Beschluss des Ständerates vom 2. März 1992
possible en Valais. Décision du Conseil des Etats du 2 mars 1992
2. Afin de garantir le respect du droit fédéral, diverses lois
aménagent des voies de recours ouvertes aux autorités fédé- Schlussabstimmung - Vote final
rales ainsi qu'aux associations nationales de protection de la Für Annahme des Entwurfes 145 Stimmen
nature et du paysage ou de protection de l'environnement Dagegen 6 Stimmen
Parfois, elles habilitent les autorités fédérales à décréter des
mesures de surveillance. Mais dans la plupart des cas, la An den Ständerat-Au Conseil des Etats
Confédération agit comme simple autorité de surveillance.
Quant aux moyens politiques d'intervention, ils ne peuvent
être utilisés que dans le cadre strict du fédéralisme.
Schweizerisches Bundesarchiv, Digitale Amtsdruckschriften
Archives fédérales suisses, Publications officielles numérisées
Archivio federale svizzero, Pubblicazioni ufficiali digitali
Interpellation Rebeaud Einhaltung von Bundesrecht im Wallis
Interpellation Rebeaud Respect du droit fédéral en Valais
In Amtliches Bulletin der Bundesversammlung
Dans Bulletin officiel de l'Assemblée fédérale
In Bollettino ufficiale dell'Assemblea federale
Jahr 1992
Année
Anno
Band II
Volume
Volume
Session Frühjahrssession
Session Session de printemps
Sessione Sessione primaverile
Rat Nationalrat
Conseil Conseil national
Consiglio Consiglio nazionale
Sitzung 12
Séance
Seduta
Geschäftsnummer 91.3270
Numéro d'objet
Numero dell'oggetto
Datum 20.03.1992 - 08:00
Date
Data
Seite 663-664
Page
Pagina
Ref. No 20 021 102
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