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VPB 91-3249 KI-generiert

Agricultural Payments: Ensuring Fairness for Part-Time and Mountain Farmers

Geschäftsnummer VPB 91-3249
Gericht / Behörde
Rechtsordnung Schweiz · Verwaltungspraxis der Bundesbehörden (VPB) (CH)
Entscheiddatum
Ausgang Gutgeheissen (Allowed)

Legislator-Zusammenfassung

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The Federal Council was asked to ensure that direct payments under new agricultural law consider farmers with secondary agricultural activities, particularly in mountain and pre-Alpine regions. The request highlighted that these part-time farmers, often smallholders, are crucial for landscape maintenance and preventing rural depopulation, and should not be disadvantaged compared to lowland farmers. The council agreed to consider the postulate, acknowledging that current regulations may disadvantage cattle farmers with extended periods of alpine grazing due to reduced cost contributions based on fodder availability, and that milk sheep should be treated equally to milk goats regarding contribution levels.

Legislator-Regeste

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Agricultural Payments: Ensuring Fairness for Part-Time and Mountain Farmers: The request highlighted that these part-time farmers, often smallholders, are crucial for landscape maintenance and preventing rural depopulation, and should not be disadvantaged compared to lowland farmers. The council agreed to consider the postulate, acknowledging that current regulations may disadvantage cattle farmers with extended periods of alpine grazing due to reduced cost contributions based on fodder availability, and that milk sheep should be treated equally to milk goats regarding contribution levels.

Schlagwörter

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Direktzahlungen an Landwirtschaftsbetriebe Landwirtschaftsrecht Unterhaltsbeiträge Gemeinsame Pauschalregelung für landwirtschaftliche Erzeuger Beitragsdauer bäuerlicher Grundbesitz
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Volltext

4. Oktober 1991 1989 Postulat Schnider

Texte du postulat du 21 juin 1991 #ST# 91.3249

Le Conseil fédéral est invité à tenir compte de manière appro-

priée des agriculteurs travaillant la terre à titre accessoire Postulat Schnider

lorsqu'on application des nouveaux articles 31 a et 31 b de la loi

sur l'agriculture il introduira les paiements directs. Il veillera de Kosten beitrage

même à ne pas pénaliser les agriculteurs de montagne par an Viehhalter im Berggebiet

rapport à ceux de la plaine à qui les paiements directs vont être und in der voralpinen Hügelzone

étendus.

Contributions aux frais

Mitunterzeichner - Cosignataires: Blatter, Bürgi, Columberg, des détenteurs de bétail

Keller, Kühne, Ruckstuhl, Schnider (7) de la région de montagne

et de la région préalpine des collines

Schriftliche Begründung - Développement par écrit

Im Berggebiet und insbesondere in allen Randgebieten wird

der Sektor Landwirtschaft zum grössten Teil durch die Neben-

erwerbslandwirtschaft abgedeckt. Grösstenteils handelt es

sich um Kleintierhalter, d. h. Halter von Schafen und Ziegen. Wortlaut des Postulates vom 21. Juni 1991

Diese Nebenerwerbslandwirte sind für die Berg- und Randre- Der Bundesrat wird eingeladen, die Alpung bei der Berück-

gionen aus verschiedenen Gesichtspunkten gesehen von ei- sichtigung der Rauhfuttergrundlage stärker zu gewichten, und

ner entscheidenden Bedeutung. Ohne Nebenerwerbsbewirt- zwar wie folgt:

schaftung würden viele Randgebiete nicht mehr landwirt- Rindvieh, Kleinvieh und Pferde: 60 bis 90 Tage Alpung 25 Pro-

schaftlich genutzt. Diese Nutzung ist für die Erhaltung einer zent; 91 bis 120 Tage Alpung 35 Prozent; über 120 Tage Al-

gepflegten Landschaft und zum Schutz gegen Naturgewalten pung 45 Prozent.

von grösster Bedeutung. Alle diese Nebenerwerbslandwirte Zudem wird der Bundesrat ersucht zu prüfen, die Milchschafe

und hierbei vor allem die Kleinviehhalter (Schafe und Ziegen) in bezug auf die Beitragshöhe den Milchziegen gleichzustel-

erbringen durch ihre nebenberufliche Tätigkeit eine Leistung, len.

die durch den Staat als gemeinwirtschaftliche Aufgabe zu ent-

schädigen ist. Mit der Förderung der Nebenerwerbslandwirte Texfe du postulat du 21 juin 1991

kann man die Abwanderung aus den Berggebieten stoppen Le Conseil fédéral est invité, en tenant compte de la base four-

oder wenigstens massgeblich verhindern. ragère, à augmenter la pondération du temps d'alpage

Insbesondere sollen durch die Direktzahlungen das Bergge- comme il suit:

biet und die Randregionen gegenüber dem Talgebiet besser- Bovins, ovins, caprins et équidés: de 60 à 90 jours d'alpage

gestellt werden. Neben den Kriterien der Fläche sind die 25 pour cent; de 91 à 120 jours 35 pour cent; plus de 120 jours

Standortnachteile mit erschwerten Produktionsbedingungen, 45 pour cent.

aber auch der Einkommensrückstand beim Paritätslohn in En outre, il est prié d'examiner la possibilité d'assimiler les bre-

den regionalpolitisch benachteiligten Regionen zu berück- bis laitières aux chèvres soumises au contrôle laitier en ma-

sichtigen. tière d'octroi des contributions.

Die SAB (Schweizerische Arbeitsgemeinschaft für die Bergge-

biete) warnt davor, kleine Betriebe, insbesondere im Bergge- Mitunterzeichner - Cosignataires: Aregger, Blatter, Bonny,

biet, von den Unterstützungsmassnahmen auszuschliessen. Bundi, Bürgi, Columberg, Dietrich, Engler, EppenbergerSusi,

Der Trend in der neuen Agrarpolitik ist unverkennbar, Kleinbe- Fäh, Mari, Hildbrand, Hösli, Jung, Kühne, Müller-Wiliberg,

trieben keine Bundesmittel zukommen zu lassen und diese als Nussbaumer, Ruckstuhl, Schmidhalter, Schwab, Seiler Rolf,

zukünftige Aufstockungsflächen für grössere Bauern vorzuse- Steinegger.Tschuppert, Wanner (24)

hen. Diese Betriebe erbringen gemeinwirtschaftliche Leistun-

gen wie Erhaltung der Kulturlandschaft und der dezentralen Schriftliche Begründung - Développement par écrit

Besiedlung im gleichen Masse wie grössere Betriebe, und sie Kostenbeiträge werden heute nur für Tiere ausgerichtet, für die

sollen auch dafür entschädigt werden. Der Versuch der Aus- eine angemessene Rauhfuttergrundlage vorhanden ist. Wer-

grenzung könnte dazu führen, dass das Parlament die Mittel den Tiere gealpt, vermindert sich die minimale landwirtschaftli-

für eine neue Agrarpolitik zugunsten der grossen Betriebe che Nutzfläche je GVE nach der geltenden Verordnung wie

nicht bewilligen würde. folgt:

a. Rindvieh und Tiere der Pferdegattung: 60 bis 90 Tage Al-

Schriftliche Erklärung des Bundesrates pung 25 Prozent; 91 und mehr Tage Alpung 35 Prozent.

vom 28. August 1991 b. Ziegen und Schafe: 60 bis 90 Tage Alpung 25 Prozent; 91

Déclaration écrite du Conseil fédéral bis 120 Tage Alpung 30 Prozent; über 120 Tage Alpung

du 28 août 1991 40 Prozent.

Der Bundesrat ist bereit, das Postulat entgegenzunehmen. Durch diese heutige Regelung werden vor allem Rindviehhal-

ter mit einer langen Alpdauer (z. B. 150 Tage) benachteiligt, in-

Ueberwiesen - Transmis dem die Kostenbeiträge wegen ungenügender Rauhfutter-

grundlagen gekürzt werden. Diese Kürzung ist ungerechtfer-

tigt, weil diese Landwirte durch die lange Alpzeit auf dem

Stammbetrieb mit einer niedrigeren Rauhfuttergrundlage aus-

kommen.

Die Milchschafe sind den Milchziegen gleichzustellen, da der

Aufwand für die Haltung der Milchziegen wie der Milchschafe

gleich gross ist.

Schriftliche Erklärung des Bundesrates

vom 28. August 1991

Déclaration écrite du Conseil fédéral

du 28 août 1991

Der Bundesrat ist bereit, das Postulat entgegenzunehmen.

Ueberwiesen - Transmis

Schweizerisches Bundesarchiv, Digitale Amtsdruckschriften

Archives fédérales suisses, Publications officielles numérisées

Archivio federale svizzero, Pubblicazioni ufficiali digitali

Postulat Schnider Kostenbeiträge an Viehhalter im Berggebiet und in der voralpinen

Hügelzone

Postulat Schnider Contributions aux frais des détenteurs de bétail de la région de

montagne et de la région préalpine des collines

In Amtliches Bulletin der Bundesversammlung

Dans Bulletin officiel de l'Assemblée fédérale

In Bollettino ufficiale dell'Assemblea federale

Jahr 1991

Année

Anno

Band IV

Volume

Volume

Session Herbstsession

Session Session d'automne

Sessione Sessione autunnale

Rat Nationalrat

Conseil Conseil national

Consiglio Consiglio nazionale

Sitzung 16

Séance

Seduta

Geschäftsnummer 91.3249

Numéro d'objet

Numero dell'oggetto

Datum 04.10.1991 - 08:00

Date

Data

Seite 1989-1989

Page

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Ref. No 20 020 430

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