Maternity Leave Pay Amendment Rejected, Postulate Favored
Legislator-Zusammenfassung
KI-generiertThe motion proposed amending the Swiss Civil Code and other laws to ensure that employed women receive full salary during the legally mandated maternity leave prohibition from work. The government acknowledged the inadequacy of current provisions, especially in light of European integration and a proposed EU directive, but rejected the motion's obligatory form. It favored addressing the issue via a postulate, allowing for further deliberation on the duration and financing of maternity leave benefits, while also committing to present a solution in the upcoming legislative period.
Legislator-Regeste
KI-generiertArt. 35 Abs. 2 ArG, Art. 324a Abs. 2 OR, Art. 89bis Absatz; Maternity Leave Pay Amendment Rejected, Postulate Favored: tion du Code des obligations ainsi que des lois qui doivent être beiten zur Gesetzgebung in Angriff genommen worden.
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KI-generiertVerwandte Entscheide
KI-generiertVolltext
4. Oktober 1991 1967 Motion Salvioni
#ST# 91.3039 Alle erwerbstätigen Wöchnerinnen müssen für die Dauer des
vom Gesetzgeber auferlegten Arbeitsverbots, durch die obli-
Motion Segmüller gationenrechtliche Verpflichtung des Arbeitgebers zur Lohn-
fortzahlung, entschädigt werden. Dem Arbeitgeber soll es frei-
Europafähige Lohnfortzahlungspflicht gestellt bleiben, ob er die Kosten selber tragen oder eine Versi-
bei Mutterschaft cherung abschliessen will.
Paiement du salaire
durant la maternité conformément Schriftliche Stellungnahme des Bundesrates
vom 28. August 1991
à la réglementation européenne Rapport écrit du Conseil fédéral
du 28 août 1991
Arbeitnehmerinnnen, die dem Arbeitsgesetz unterstehen, dür-
fen in den acht Wochen nach der Niederkunft nicht beschäftigt
werden (Art. 35 Abs. 2 ArG); diese Frist kann auf Verlangen der
Wortlaut der Motion vom 4. März 1991 Wöchnerin bis auf sechs Wochen verkürzt werden, wenn ein.
Das Problem der fehlenden Deckung des Erwerbsausfallswe- ärztliches Zeugnis ihre Arbeitsfähigkeit bescheinigt. Der Lohn-
gen Mutterschaft bedarf in Anbetracht der fortschreitenden In- anspruch der Schwangeren und Wöchnerinnen ist im Obliga-
tegration in Europa dringend der Lösung. tionenrecht geregelt: Im ersten Dienstjahr dauert er drei Wo-
Der Bundesrat wird daher beauftragt, das Obligationenrecht chen, in den weiteren Dienstjahren besteht er während einer
zu ändern sowie die weiteren notwendigen Gesetzesanpas- verhältnismässig längeren Zeit (Art. 324a Abs. 2 OR). Gross-
sungen vorzunehmen, damit die Lohnfortzahlungspflicht bei zügiger ist die Regelung für das Bundespersonal: Der be-
Mutterschaft während der ganzen Dauer des Beschäftigungs- zahlte Mutterschaftsurlaub beträgt in den zwei ersten Dienst-
verbots gewährleistet ist. jahren zwei Monate und danach vier Monate (vgl. Art. 61
Abs. 2bis der Beamtenordnung l).
Texte de la motion du 4 mars 1991 Der Bundesrat erachtet die geltende Regelung der Lohnfort-
Le fait qu'il subsiste des lacunes dans le paiement du salaire zahlung bei Mutterschaft für unbefriedigend. Im Hinblick auf
durant la maternité exige d'urgence une solution qui entre den Vorschlag zu einer EG-Richtlinie (90/C 281/04), der den
dans le cadre de l'intégration européenne. Schwangeren und Wöchnerinnen das Einkommen während
Le Conseil fédéral est donc chargé de préparer une modifica- 14 Wochen garantieren will, sind denn auch Vorbereitungsar-
tion du Code des obligations ainsi que des lois qui doivent être beiten zur Gesetzgebung in Angriff genommen worden.
adaptées, de sorte qu'en cas de maternité, le paiement du sa- Der Bundesrat beabsichtigt, die Verbesserung der Lohnfort-
laire soit garanti pendant toute la durée de l'interdiction de tra- zahlung bei Mutterschaft auch unabhängig von den EWR- und
vailler. allfälligen EG-Verhandlungen so speditiv an die Hand zu neh-
men, dass in der kommenden Legislaturperiode den Räten
Mitunterzeichner - Cosignataires: Keine - Aucun eine Lösung des Problems im Sinne einer Verbesserung der fi-
nanziellen Situation von Schwangeren und Wöchnerinnen un-
Schriftliche Begründung - Développement par écrit terbreitet wird.
Mit der zunehmenden Integration der Schweiz in das Europa Wichtige grundsätzliche Fragen sind aber noch offen: so in be-
der Bürger ist es unerlässlich, die Harmonisierung in der So- zug auf die Finanzierung des Mutterschaftsurlaubs (Lohnfort-
zial- und Familienpolitik zwischen der Schweiz und Europa zahlungspflicht des Arbeitgebers und/oder Mutterschaftsver-
voranzutreiben. Die EG- und Efta-Länder gewähren allen er- sicherung); so in bezug auf seine Dauer (es sei daran erinnert,
werbstätigen Frauen Mutterschaftsurlaub mit Lohnfortzah- dass ein Postulat Jaggi (87.987) eine Lohnfortzahlung von
lung, unabhängig vom Einkommen. Es gibt in Europa nur ein 16 Wochen möchte).
Land, die Schweiz, welches zwar das Arbeitsverbot, nicht aber Aus diesen Gründen lehnt der Bundesrat die verbindliche
die Lohnfortzahlung kennt. Form der Motion ab, ist aber bereit, den Vorstoss als Postulat
Im Hinblick auf die mit EWR und EG verbundenen flankieren- entgegenzunehmen.
den Politiken, wovon die Sozial- und Familienpolitik einen
wichtigen Bestandteil bildet, ist-im Gegensatz zur Argumen- Schriftliche Erklärung des Bundesrates
tation des Bundesrates - die schnelle Schliessung dieser Déclaration écrite du Conseil fédéral
Lücke dringend, nicht zuletzt aus Gründen der Wettbewerbssi- Der Bundesrat beantragt, die Motion in ein Postulat umzuwan-
tuation auf dem Arbeitsmarkt (immerhin sind in der Schweiz deln.
38 Prozent aller Erwerbstätigen Frauen).
In Verfassung und Gesetz verlangen wir den Schutz von Mut- Ueberwiesen als Postulat - Transmis comme postulat
ter und Kind. Das im Arbeitsgesetz verankerte Arbeitsverbot
soll erwerbstätige Wöchnerinnen schützen. Der Mutterschaifts-
schutz ist aber erst verwirklicht, wenn er auch finanziell abgesi-
chert ist.
Wegen der bis heute gültigen Gleichbehandlung von Mutter-
schaft und Krankheit richtet sich die Lohnfortzahlungspflicht
nach Dienstjahren und beträgt im 1. Dienstjahr nur drei Wo-
chen. Alle bisherigen Lösungsversuche zur Schaffung einer #ST# 91.3097
eigentlichen Mutterschaftsversicherung waren erfolglos. Dies
ist nicht länger verantwortbar. Motion Salvioni
Frauen in den typischen, oft schlecht bezahlten Frauenberu-
fen sind vom heutigen Arbeitsverbot ohne Lohnfortzahlung Landesschutzgesetz
besonders hart betroffen: Beruflich vielfach schlecht organi- Loi sur la sécurité du pays
siert, haben sie selten eine Interessenvertretung auf ihrer
Seite. Viele Frauen stehen in einem Arbeitsverhältnis, wo sie
nicht von Gesamtarbeitsverträgen oder besonderen Abma-
chungen zwischen den Sozialpartnern profitieren können.
Daher erscheint der Weg über eine Aenderung des Obligatio- Wortlaut der Motion vom 21. März 1991
nenrechts der am schnellsten realisierbare, mindestens bis Der Bundesrat soll gemäss Artikel 89bis Absatz 3 BV in Abwei-
zur Schaffung einer auch die nichterwerbstätigen Mütter erfas- chung von der Verfassung sofort ein Landesschutzgesetz und
senden, an eine Sozialversicherung angelehnten, umfassen- ein auf dieses Gesetz anwendbares Datenschutzgesetz auf
den Mutterschaftsversicherung. dem Wege der dringlichen Bundesratsbeschlüsse erlassen.
Motion Bonny 1968 N 4 octobre 1991
Texte de la motion du 21 mars 1991 de l'Etat, le recours au droit d'urgence aurait de toute manière
En se fondant sur la procédure de l'arrêté fédéral urgent déro- été une voie aux chances de succès limitées.
geant à la constitution (article 89bis, 3e alinéa, est), le Conseil Le Conseil fédéral partage également l'appréciation de l'au-
fédéral est chargé d'édicter immédiatement une loi sur la sé- teur de la motion qui estime que la protection des données
curité du pays et une loi sur la protection des données dont la sera un objet central de la législation sur la protection de l'Etat.
première constituerait la base. Le Conseil fédéral s'estime en mesure d'approuver comme
obligatoires les demandes matérielles de l'auteur de la mo-
Mitunterzeichner - Cosignataires: Bonny, Fäh, Frey Claude, tion, il ne peut par contre pas accepter ses suggestions quant
Früh, Martin, Mühlemann, Nabholz, Petitpierre, Pini, Rebeaud, à la forme juridique de la norme légale proposée.
Spalti, Stucky, Tschuppert, Weber-Schwyz (14)
Schriftliche Erklärung des Bundesrates
Schriftliche Begründung - Développement par écrit Déclaration écrite du Conseil fédéral
Suite aux révélations de la CEP, le Conseil fédéral n'a pris au- Le Conseil fédéral propose de transformer la motion en postu-
cune mesure en vue de garantir la sécurité du pays par la pré- lat.
servation des droits de la personnalité des personnes concer-
nées. Les autorités de police cantonales et, en partie, les auto- Ueberwiesen a/s Postulat - Transmis comme postulat
rités de police communales sont impuissantes et découra-
gées. Nul ne sait comment agir, en matière de lutte contre la
criminalité, dans des domaines sensibles tels le terrorisme, le 91.3209
trafic international des stupéfiants ou la criminalité violente.
#ST#
Apparemment, le chef ad intérim de la Police fédérale a fait
parvenir aux cantons, au début du mois de janvier, une com- Motion Bonny
munication ordonnant la tenue d'un fichier des Irakiens et des Abgeltung der Leistungen
sympathisants pro-irakiens présents en Suisse. des Schweizerischen Samariterbundes
Naturellement, les cantons ne souhaitent pas se voir exposés zugunsten der Eidgenossenschaft
à des critiques ultérieures du fait de l'absence de toute législa-
tion claire en matière de protection des données. Il s'ensuit Alliance des Samaritains.
une paralysie de nos systèmes de défense contre les diverses Indemnisation pour des prestations
formes de la criminalité internationale. N'étant pas certaine fournies à la Confédération
que le secret sera respecté, les services étrangers ne fournis-
sent plus d'informations à la Suisse. Il est urgent de combler
cette lacune. Cela ne sera possible que si le Conseil fédéral
édicté, par la procédure de l'arrêté fédéral urgent, une loi sur la
protection du pays qui définirait clairement les domaines dans Wortlaut der Motion vom 20. Juni 1991
lesquels les autorités sont habilitées à récolter des informa- Der Bundesrat wird beauftragt, die Leistungen des Schweizeri-
tions à titre préventif: il conviendra notamment de préciser schen Samariterbundes zugunsten des koordinierten Sani-
quels fichiers l'on entend introduire, ainsi que leurs buts. Si- tätsdienstes, des Zivilschutzes und anderer Bereiche des Ge-
multanément, il sera nécessaire d'édicter une loi sur la protec- sundheits- und Sozialwesens des Bundes finanziell abzugel-
tion des données, limitée au domaine de la sécurité du pays et ten.
applicable, en dérogation à la constitution, aux autorités fédé-
rales, cantonales et communales. Il sera ainsi possible de Texfe de la motion du 20 juin 1991
réactiver nos services, de garantir aux étrangers le maintien du Le Conseil fédéral est chargé d'indemniser l'Alliance des Sa-
secret et de préserver les droits des personnes fichées: plus maritains des prestations qu'elle fournit au service sanitaire
particulièrement, une instance indépendante de l'administra- coordonné, à la protection civile et à d'autres secteurs de la
tion devra contrôler que les principes de nécessité, de véracité santé et des affaires sociales dépendant de la Confédération.
et d'importance de l'information sont bien respectés.
De plus, le Conseil fédéral devra fournir périodiquement à la Mitunterzeichner - Cosignataires: Antille, Bundi, Burckhardt,
police fédérale les instructions nécessaires à la tenue des fi- Büttiker, Cavadini, Cincera, Dünki, Feigenwinter, Fischer-Sur-
chiers et à leur destruction lorsqu'ils seront devenus inutiles. see, Fischer-Seengen, Kühn, Neuenschwander, Philipona,
Enfin, il conviendra de garantir que l'information ne sert stricte- Heberlein, Reimann Fritz, Savary-Vaud, Schwab, Tschuppert,
ment qu'à la sécurité du pays au sens étroit du terme et qu'au- Ulrich, Wanner, Zwingli, Zwygart (22)
cun autre service n'en aura connaissance.
Schriftliche Begründung - Développement par écrit
Schriftliche Stellungnahme des Bundesrates Mit 55 000 ehrenamtlichen Mitgliedern erbringt der Schweize-
vom 28. August 1991 rische Samariterbund zugunsten des Bundes Leistungen im
Rapport écrit du Conseil fédéral Bereich des koordinierten Sanitätsdienstes, des Zivilschutzes
du 28 août 1991 sowie des Gesundheits- und Sozialwesens. Obwohl weitge-
Depuis la publication du rapport de la CEP DFJP, la collabora- hend ehrenamtlich gearbeitet wird, kann der Schweizerische
tion entre la police fédérale et les services cantonaux de police Samariterbund seit einigen Jahren seine Tätigkeit je länger, je
est plus difficile. Le Conseil fédéral est également préoccupé weniger aus eigener Kraft finanzieren. Die Jahresrechnung
par cette situation et par la réserve des services de renseigne- dieser gemeinnützigen Organisation ist trotz intensiver Selbst-
ments étrangers. Il partage l'avis de l'auteur de la motion et es- hilfe vor allem wegen der erbrachten Leistungen für die Oef-
time qu'il est nécessaire et urgent de créer de nouvelles bases fentlichkeit defizitär geworden. (Zurzeit werden seine Leistun-
légales pour l'ensemble des activités de protection de l'Etat. gen von der Eidgenossenschaft nur durch einen Beitrag von
La procédure de consultation relative au projet de loi sur la pro- 140 000 Franken abgegolten.)
tection de l'Etat élaboré par une commission d'experts sera Der jährliche Aufwand des Schweizerischen Samariterbundes
ouverte cette année encore. beträgt 6,5 Millionen Franken. Die Kosten für die der Eidge-
Le Conseil fédéral estime cependant, en accord avec le Tribu- nossenschaft erbrachten Leistungen übersteigen heute deut-
nal fédéral (jugement du 30 mai 1991 relatif à deux réclama- lich die Millionengrenze pro Jahr. Auch bei einer Abgeltung in
tions de droit public) et avec la grande majorité de la doctrine, der Grössenordnung von 1 Million Franken pro Jahr wären
que la Confédération dispose d'une base légale suffisante nach wie vor grosse Anstrengungen des Schweizerischen Sa-
pour la protection de la sécurité intérieure et extérieure. Il n'est mariterbundes hinsichtlich Eigenfinanzierung und Selbsthilfe
donc pas nécessaire d'édicter un arrêté fédéral urgent déro- erforderlich. Ohne Abgeltung wäre demgegenüber die finan-
geant à la constitution. Comme les avis divergent fondamenta- zielle Basis für den Fortbestand dieser traditionsreichen und
lement quant à l'importance politique à donner à la protection im Dienste unseres Volkes stehenden Organisation gefährdet.
Schweizerisches Bundesarchiv, Digitale Amtsdruckschriften
Archives fédérales suisses, Publications officielles numérisées
Archivio federale svizzero, Pubblicazioni ufficiali digitali
Motion Salvioni Landesschutzgesetz
Motion Salvioni Loi sur la sécurité du pays
In Amtliches Bulletin der Bundesversammlung
Dans Bulletin officiel de l'Assemblée fédérale
In Bollettino ufficiale dell'Assemblea federale
Jahr 1991
Année
Anno
Band IV
Volume
Volume
Session Herbstsession
Session Session d'automne
Sessione Sessione autunnale
Rat Nationalrat
Conseil Conseil national
Consiglio Consiglio nazionale
Sitzung 16
Séance
Seduta
Geschäftsnummer 91.3097
Numéro d'objet
Numero dell'oggetto
Datum 04.10.1991 - 08:00
Date
Data
Seite 1967-1968
Page
Pagina
Ref. No 20 020 399
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