Parliament Rejects Cantonal Initiative on "Rail 2000" Route, Approves Council's Authority for Fee
Legislator-Zusammenfassung
KI-generiertThe Parliament debated two proposals concerning the "Rail 2000" project. The first, a competency article, sought to grant the Federal Council the authority to prepare a performance-related heavy vehicle fee, aligning with European efforts and cost-truth principles. The second, a cantonal initiative, demanded a specific route for a new railway line and an additional credit, but the Parliament rejected it, deeming it premature and an improper interference in the ongoing planning approval process, arguing that detailed cost analyses and definitive route decisions were necessary before parliamentary approval of any additional funds.
Legislator-Regeste
KI-generiertArt. 36quater Antrag, Art. 36quater BV, Art. 93 BV; Parliament Rejects Cantonal Initiative on "Rail 2000" Route, Approves Council's Authority for Fee: The first, a competency article, sought to grant the Federal Council the authority to prepare a performance-related heavy vehicle fee, aligning with European efforts and cost-truth principles. The second, a cantonal initiative, demanded a specific route for a new railway line and an additional credit, but the Parliament rejected it, deeming it premature and an improper interference in the ongoing planning approval process, arguing that detailed cost analyses and definitive route decisions were necessary before parliamentary approval of any additional funds.
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KI-generiertCited as the legal basis for the cantonal initiative requesting a federal decision regarding the railway line.
Volltext
«Rail 2000». Coûts 280 28 avril 1993
Ich ersuche Sie deshalb, aus internationalem Gesichtspunkt, deutlicht die Stossrichtung in dem Sinne, dass die Schwerver-
unbedingt auf den Beschlussentwurf C einzutreten. kehrsabgabe künftig entweder leistungs- oder verbrauchsab-
hängig sein kann. Man sucht nach einer einheitlichen Lösung
Bundespräsident Ogi: Die Ausgangslage ist ganz einfach; es in Europa, in der EG, wie dies heute wiederholt dargelegt
geht hier darum: Wollen Sie dem Bundesrat die Kompetenz wurde. Dies drängt sich mit zunehmender Internationalisie-
geben, dass er eine leistungsabhängige Schwerverkehrsab- rung der Transporte unter allen Umständen auf. Die detaillierte
gabe vorbereiten kann, oder wollen Sie das nicht? Das ist die Ausgestaltung dieser Abgabe hat aber auf dem späteren Ge-
Ausgangslage. setzgebungsweg zu erfolgen.
Es handelt sich hier um einen Kompetenzartikel, und Kompe- In Absatz 2 wird das Prinzip der Kostendeckung verankert und
tenzübertragung ist auch mit etwas Vertrauen verbunden. Das ebenfalls die Zweckbindung festgehalten. Im Unterschied
Vertrauen in den Bundesrat wird gerechtfertigt, indem wir Ih- zum Treibstoffzollartikel wird in Absatz 3 der Gesetzgeber aus-
nen dann auch etwas vorlegen werden. drücklich verpflichtet, bei der Bemessung der kantonalen An-
Mit diesem Kompetenzartikel unterstreichen wir den Willen, teile «die besonderen Auswirkungen der Abgabe in Berg- und
die Bereitschaft, die leistungsabhängige Schwerverkehrsab- Randgebieten zu berücksichtigen».
gabe - wenn sie kommt - möglichst europaverträglich auszu- Die Kommission hat keine Aenderungen vorgenommen, son-
gestalten und auch einzuführen. Dieser Kompetenzartikel - dern hat den Artikel 36quatergemäss Beschluss des National-
haben Sie doch keine Angst, Herr Loretan! - muss ja von Volk rates übernommen und diesem zugestimmt.
und Ständen noch angenommen werden.
Es geht also darum: Wollen Sie, dass der Bundesrat handelt, Jagmetti: Darf ich bei dieser Gelegenheit als Nichtkommissi-
führt - gouverner, c'est prévoir! -, also etwas vorbereitet, zu onsmitglied einen Wunsch an den Bundesrat richten?
dem Sie dann immer noch nein sagen können? Wenn sie ja Wenn wir eine leistungsabhängige Schwerverkehrsabgabe
sagen würden, müsste noch das Bundesgesetz konkretisiert einführen, besteht natürlich die Gefahr, dass man in eine Un-
werden; dieses Bundesgesetz würde dem fakultativen Refe- termotorisierung der Lastwagen ausweicht. Es wäre für unser
rendum unterstehen. Transitland ausserordentlich schlecht, wenn geschlichen
Ich würde Sie nicht begreifen, wenn Sie diesem Kompetenzar- würde oder mit dem Motor auf dem letzten Zacken und einer
tikel nicht zustimmen würden, zu dem Sie noch mehrmals Rauchwolke den Gotthard hinaufgefahren würde; damit ist
Stellung nehmen können, den Sie noch modellieren und aus- uns nicht gedient
gestalten können, wie Sie das für richtig erachten - wenn Sie Ich wäre froh, wenn sich der Bundesrat in den Verhandlungen
diesem Handlungsbedarf, der doch gegeben ist (flankierende auf internationaler Ebene dafür einsetzen könnte, dass ein
Massnahmen haben Sie vom Bundesrat verlangt), nicht zu- ausreichendes Verhältnis zwischen Leistung und Gewicht des
stimmen würden. Wir würden dann wiederum kostbare Zeit Fahrzeuges vorhanden ist, wie wir das in der Schweiz kennen,
verlieren, und wir könnten die flankierenden Massnahmen, die und dass dies durchgesetzt wird, damit die Nachteile, die mit
praktisch alle Fraktionen vom Bundesrat verlangt haben, nicht einer Untermotorisierung verbunden sind, behoben sind.
umsetzen. Auch die Kostenwahrheit wäre dann in Frage ge-
stellt: die Kostenwahrheit, die auch dieser Rat immer wieder Angenommen -Adopté
gefordert hat
Ich bitte Sie, zur Kenntnis zu nehmen, dass auch in Luzern Ziff. II
(Umweltministerkonferenz!) vielleicht etwas passiert; ich Antrag der Kommission
weiss nicht, was, ich habe keine Ahnung. Aber wir sollten uns Zustimmung zum Beschluss des Nationalrates
vorbereiten; wir sollten dem Bundesrat die Möglichkeit geben,
dass er in diesen Fragen vorangehen kann, dass er seine Posi- Ch.ll
tion, die er sich in Europa in der Verkehrspolitik erkämpft hat, Proposition de la commission
nicht aufgeben muss, dass er nicht gebremst wird. Adhérer à la décision du Conseil national
Ich möchte Sie dringend bitten, dem Nichteintretensantrag
der Minderheit Loretan nicht zuzustimmen und auch hier der Angenommen -Adopté
Mehrheit der Kommission, dem Bundesrat und dem National-
rat zu folgen. Es ist ein verkehrspolitisch gesehen sehr ent- Gesamtabstimmung - Vote sur l'ensemble
scheidender Schritt und für Sie die Stunde der Wahrheit Für Annahme des Entwurfes 21 Stimmen
(Einstimmigkeit)
Abstimmung - Vote
Für den Antrag der Mehrheit 23 Stimmen
Für den Antrag der Minderheit 10 Stimmen
An den Nationalrat-Au Conseil national
Detailberatung - Discussion par articles
Titel und Ingress, Ziff. l Einleitung
Antrag der Kommission #ST# 91.306
Zustimmung zum Beschluss des Nationalrates
Standesinitiative Bern
Titre et préambule, eh. l introduction SBB-NeubaustreckeMattstetten-Rothrist
Proposition de la commission (Kantonsvariante)
Adhérer à la décision du Conseil national
Initiative du canton de Berne
Angenommen -Adopté Nouveau tronçon Mattstetten-Rothrist
des CFF (variante proposée par le canton)
Art. 36quater
Antrag der Kommission
Zustimmung zum Beschluss des Nationalrates
Proposition de la commission
Adhérer à la décision du Conseil national Wortlaut der Initiative vom 8. Juli 1991
Die Linienführung für die SBB-Neubaustrecke Mattstetten-
Küchler, Berichterstatter: Im Titel des Beschlussentwurfes C Rothrist ist bekanntlich umstritten. Das von den SBB kürzlich
sowie in Absatz 1 von Artikel 36quater BV hat der Nationalrat beim Bundesamt für Verkehr eingereichte Projekt wird von
eine Ergänzung vorgenommen. Diese Ergänzung gibt eigent- den betroffenen Regionen und Gemeinden abgelehnt Die
lich die Stossrichtung des Beschlussentwurfes wieder. Er ver- Kantone Bern und Solothurn, die Planungsverbände und Ge-
28. April 1993 281 «Bahn 2000». Kosten
meinden setzen sich deshalb für die umweltfreundlichere Vari- Die Standesinitiative verlangt als zweites einen Zusatzkredit
ante «Kantone» ein. Diese Variante hätte allerdings, vor allem für die Mehrkosten dieser von den Kantonen Bern und Solo-
wegen zusätzlicher Tunnelbauten, Mehrkosten von einigen thurn vorgeschlagenen Linienführungen.
hundert Millionen Franken zur Folge, welche nach Auffassung Im Bundesbeschluss vom 19. Dezember 1986 betreffend das
der SBB in dem von den eidgenössischen Räten festgelegten Konzept «Bahn 2000», der in der Volksabstimmung vom 6. De-
Kreditrahmen nicht Platz hätten. zember 1987 angenommen wurde, sind nur die beiden End-
Es ist somit ein politischer Entscheid über einen Zusatzkredit punkte der neuen Linie Mattstetten-Rothrist festgelegt. Die
für die Verwirklichung des Konzepts «Bahn 2000» notwendig. eidgenössischen Räte haben willentlich darauf verzichtet, die
Aus diesem Grund hat der Grosse Rat des Kantons Bern an Details der Linienführung im Bundesbeschluss selbst festzule-
seiner Sitzung vom 30. Mai 1991 beschlossen, gestützt auf Ar- gen. Dies ist Sache des Plangenehmigungsverfahrens. Die-
tikel 93 der Bundesverfassung eine Standesinitiative für einen ses richtet sich nach dem Bundesbeschluss vom 21. Juni
Bundesbeschluss einzureichen, welcher für den Bau dieser 1991 über das Plangenehmigungsverfahren für Eisenbahn-
Bahnlinie die Kantonsvariante (unter Einschluss des entspre- Grossprojekte.
chenden Zusatzkredits) vorsieht. Der heutige Stand des Plangenehmigungsverfahrens ist fol-
gender: Das Vorprüfungsverfahren gemäss dem erwähnten
Texte de l'initiative du 8 juillet 1991 Bundesbeschluss für die von den Schweizerischen Bundes-
Comme on le sait, le tracé du nouveau tronçon de la ligne CFF bahnen eingereichten Pläne betreffend die Strecke Mattstet-
Mattstetten-Rothrist est contesté. Les régions et les commu- ten-Rothrist wurde im Sommer 1992 abgeschlossen. In die-
nes concernées rejettent le projet présenté récemment à l'Of- ser Phase hatten die betroffenen Kantone Bern, Solothurn und
fice fédéral des transports par les CFF. Les cantons de Berne Aargau die Möglichkeit, sich zum Projekt zu äussern. Die Kan-
et de Soleure, les associations d'aménagement et les commu- tone Bern und Solothurn verlangten, wie schon erwähnt, we-
nes se prononcent donc pour la variante proposée par le can- sentliche Aenderungen der Linienführung. Anschliessend
ton, plus respectueuse de l'environnement. Cette variante oc- wurden die interessierten Bundesämter konsultiert. Die Unter-
casionnerait cependant des frais supplémentaires de quel- lagen gingen dann zusammen mit den Stellungnahmen und
ques centaines de millions de francs, principalement en raison einem Bericht wieder an den Bauherrn (SBB), der über die de-
du plus grand nombre de tunnels, ce qui excède, de l'avis des finitiv aufzulegenden Pläne entscheiden muss.
CFF, le crédit fixé par les Chambres fédérales. Die öffentliche Planauflage mit Einsprachemöglichkeit wurde
Il faut donc prendre une décision politique sur la nécessité im Januar 1993 eröffnet. Die SBB haben die Variante aufge-
d'octroyer un crédit additionnel pour la réalisation du projet legt, die das Vorprüfungsverfahren durchlaufen hat. Die von
«Rail 2000». Pour cette raison, le Grand Conseil du canton de den Kantonen Solothurn und Bern vorgeschlagenen Varian-
Berne a décidé, le 30 mai 1991, de présenter, conformément à ten wurden von den SBB nicht übernommen. Die Pläne müs-
l'article 93 de la Constitution fédérale, une initiative en faveur sen vom EVED genehmigt werden, und gegen dessen Ent-
d'un arrêté fédéral prévoyant la construction de ce tronçon se- scheid in bezug auf allfällige Einsprachen kann beim Bundes-
lon les propositions du canton ainsi que le crédit additionnel gericht Verwaltungsgerichtsbeschwerde erhoben werden.
nécessaire. Nach Ansicht der Kommission für Verkehr und Fernmeldewe-
sen darf sich in dieser Phase des Verfahrens das Parlament
Herr Danioth unterbreitet im Namen der Kommission den fol- nicht einmischen, schon gar nicht einseitig zugunsten von
genden schriftlichen Bericht: zwei einzelnen Kantonen, zumal noch keine genügenden
Grundlagen zur Beurteilung der Varianten vorliegen.
Am 30. Mai 1991 beschloss der Grosse Rat des Kantons Bern Ein Bundesbeschluss, wie ihn der Grosse Rat des Kantons
auf Antrag von Markus Ruf (SD) und gegen den Antrag des Bern beantragt, müsste den Bundesbeschluss von 19. De-
Regierungsrates eine Standesinitiative einzureichen. zember 1986 betreffend das Konzept «Bahn 2000» abändern
Der Beschluss des Grossen Rates vom 30. Mai 1991 verpflich- und wäre damit auch wieder dem Referendum unterstellt. Al-
tete zudem den Regierungsrat des Kantons Bern, beim Bun- lerdings wäre es sehr problematisch und auch gegen die
desrat zu intervenieren, damit dieser den eidgenössischen Rä- Grundsätze der Referendumsdemokratie und der Aufgaben-
ten ein Zusatzkreditbegehren für die Finanzierung der Vari- teilung zwischen Legislative und Exekutive, einen vom Volk
ante «Kantone» unterbreite. genehmigten Bundesbeschluss nachträglich wieder zu än-
dern, nur um bewusst offengelassene Einzelheiten der Linien-
Erwägungen der Kommission führung, die das Konzept nicht grundsätzlich berühren, im Er-
Die Kommission für Verkehr und Fernmeldewesen hat die lass selbst aufzunehmen.
Standesinitiative am 22. Februar 1992 erstmals behandelt Sie Die Finanzierung von «Bahn 2000» wurde seinerzeit in einem
beschloss, die Beratungen zu sistieren, bis der Bericht über separaten und nicht dem Referendum unterstellten Erlass, ge-
das Vorprüfungsverfahren gemäss Bundesbeschluss vom regelt: im Bundesbeschluss vom 17. Dezember 1986 über ei-
21. Juni 1991 über das Plangenehmigungsverfahren für Ei- nen Verpflichtungskredit für die Verwirklichung des Konzepts
senbahn-Grossprojekte vorliegt. Dieses Verfahren wurde im «Bahn 2000», Teil SBB. Damit wurde ein Verpflichtungskredit
Sommer 1992 abgeschlossen. Die Kommission nahm die Be- von 5,4 Milliarden Franken bewilligt für die vier Neubau-
ratungen am 20. Oktober 1992 wieder auf und beauftragte strecken sowie für zahlreiche Ausbauvorhaben auf dem gan-
eine Subkommission, zusätzliche Abklärungen vorzuneh- zen Netz der SBB.
men. Die Subkommission tagte am 27. November 1992 und Das Parlament kann sich im jetzigen Zeitpunkt auch nicht zur
hörte Delegationen der Kantone Bern und Solothurn an. Sie Frage eines allfälligen Zusatzkredites äussern. Dies ist erst
besichtigte die Linienführung im Gelände und liess sich durch möglich, wenn die Linienführung von den zuständigen Behör-
Vertreter der SBB orientieren. Aufgrund dieser Vorarbeiten den definitiv festgelegt ist und für die entsprechenden Vorpro-
schloss die Gesamtkommission die Beratung der Standesin- jekte genügend präzise Kostenberechnungen vorliegen. Es
itiative am 5. Februar 1993 ab. wäre zudem auch nicht sinnvoll, separat einen Zusatzkredit
Die Standesinitiative verlangt vom eidgenössischen Parla- aufgrund der Wünsche eines einzelnen Kantons zu bewilligen.
menteinen Bundesbeschluss, der die von den Kantonen Bern Der Kredit müsste allenfalls die Gesamtheit der zu erwarten-
und Solothurn verlangte Linienführung der Neubaustrecke den Mehr- und Minderkosten bei allen Vorhaben der SBB für
zwischen Mattstetten und Rothrist festlegen soll. Die Initiative «Bahn 2000» berücksichtigen.
gibt keine weiteren Angaben über die Linienführung. Die wich- Die Kommission für Verkehr und Fernmeldewesen ist der An-
tigste Forderung des Kantons Bern im Vorprüfungsverfahren sicht, dass der Bundesrat und das Parlament sich in absehba-
ist der 8,155 Kilometer lange Munibergtunnel anstelle von 4 rer Zeit mit den bei «Bahn 2000» aufgetauchten Problemen ge-
kürzeren Tunnels mit insgesamt rund 1,8 Kilometern Länge. nerell befassen müssen. Dazu braucht es umfassende Grund-
Der Kanton Solothurn verlangt einen rund 6,3 Kilometer lan- lagen, die das Departement erarbeiten muss. Die Kommission
gen Tunnel Oesch-Oenz anstelle von vier kürzeren Tunnels beantragt deshalb ein entsprechendes Postulat Dieses Vor-
von etwa 1,8 Kilometern Gesamtlänge. gehen kommt auch der Absicht des Vorstehers des EVED ent-
«Rail 2000». Coûts 282 28 avril 1993
gegen, der dieser Tage eine Ueberprüfung des Konzepts La Commission des transports et des télécommunications est
«Bahn 2000» und eine Beschränkung auf maximal 8 Milliarden de l'avis qu'il serait particulièrement inopportun que le Parle-
Franken angekündigt hat ment s'immisce dans cette procédure, en particulier en faveur
de deux cantons seulement, alors même que la documenta-
M. Danioth présente au nom de la commission le rapport écrit tion est insuffisante pour apprécier les variantes.
suivant: Un arrêté fédéral, tel que le propose le Grand Conseil du can-
ton de Berne, modifierait l'arrêté fédéral du 19 décembre 1986
Le 30 mai 1991, le Grand Conseil du canton de Berne a ac- concernant le projet «Rail 2000» et soumettrait ainsi ce dernier
cepté, sur proposition de M. Markus Ruf (DS), contre l'avis du à nouveau au référendum. Quoi qu'il en soit, modifier un arrêté
Conseil-Exécutif, une initiative du canton. fédéral adopté par le peuple, dans le seul but d'y ajouter la
En outre, sur décision du Grand Conseil du 30 mai 1991, le description détaillée des tracés sans modifier fondamentale-
Conseil-Exécutif a dû intervenir auprès du Conseil fédéral pour ment le concept, serait très problématique et irait à rencontre
que celui-ci soumette aux Chambres fédérales une demande du principe de la démocratie référendaire et de celui de la sé-
de crédit additionnel en vue du financement de la «variante paration des pouvoirs entre l'exécutif et le législatif.
des cantons». Le financement de «Rail 2000» a été réglé dans un acte législa-
tif séparé qui n'a pas été soumis au référendum: l'arrêté fédé-
Considérations de la commission ral du 17 décembre 1986 relatif au crédit d'engagement pour
La Commission des transports et des télécommunications a la réalisation du projet «Rail 2000», partie CFF. Un crédit d'en-
traité l'initiative cantonale pour la première fois le 22 février gagement de 5,4 milliards de francs a été accordé pour la
1992. Elle a décidé de suspendre le traitement de cette initia- construction de quatre nouveaux tronçons ainsi que de nom-
tive jusqu'à la présentation du rapport sur la procédure d'exa- breux aménagements sur l'ensemble du réseau des CFF.
men préliminaire selon la procédure d'approbation des plans A l'heure actuelle, le Parlement se trouve également dans l'im-
pour les grands projets ferroviaires. Cette procédure a abouti possibilité de se prononcer sur un éventuel crédit additionnel.
en été 1992. La commission a repris le traitement de cet objet, Cela ne sera possible qu'au moment où les tracés définitifs au-
le 20 octobre 1992, et a chargé une sous-commission de pro- ront été déterminés par les autorités compétentes et lorsque
céder à des élucidations supplémentaires. La sous-commis- l'on disposera d'évaluations des coûts suffisamment précises.
sion a siégé le 27 novembre 1992 et a entendu des déléga- Il ne serait en outre pas judicieux d'accorder séparément un
tions des cantons de Berne et de Soleure. Elle a visité le tracé crédit additionnel sur la base des souhaits d'un seul canton.
dans le terrain et s'est fait informer par des représentants des Le crédit devrait, dans tous les cas, prendre en considération
CFF. Sur la base de ces travaux préliminaires, le plénum de la l'ensemble des frais supplémentaires et les diminutions de
commission a achevé le traitement de l'initiative cantonale, le coûts auxquels il y a lieu de s'attendre pour tous les projets
5 février 1993. des CFF relatifs à «Rail 2000».
L'initiative exige, avant tout, une décision du Parlement fédéral La Commission des transports et des télécommunications est
en faveur du tracé demandé par les cantons de Berne et de de l'avis que le Conseil fédéral et le Parlement devront bientôt
Soleure pour la nouvelle ligne ferroviaire entre Rothrist et Matt- s'occuper des problèmes apparus dans le domaine de
stetten. L'initiative ne donne aucune autre indication sur le «Rail 2000» en général. Pour ce faire, il est nécessaire de dis-
tracé. La requête la plus importante du canton de Berne en poser de documents exhaustifs que le département doit éla-
matière de procédure d'examen préliminaire concerne le tun- borer. C'est la raison pour laquelle la commission propose de
nel du Muniberg, d'une longueur de 8,155 kilomètres au lieu déposer un postulat Cette manière de faire rejoint les inten-
de quatre petits tunnels d'une longueur totale de près de tions du chef du DFTCE qui a récemment annoncé un réexa-
1,8 kilomètre. Le canton de Soleure demande la construction men du concept «Rail 2000» et une limitation des coûts à
d'un tunnel de près de 6,3 kilomètres entre Oesch et Oenz au 8 milliards de francs au maximum.
lieu de quatre petits tunnels d'une longueur totale de
1,8 kilomètre. Antrag der Kommission
L'initiative demande en deuxième lieu un crédit additionnel Die Kommission beantragt, der Initiative keine Folge zu
pour les coûts supplémentaires engendrés par les tracés pro- geben.
posés par les cantons de Berne et de Soleure.
L'arrêté fédéral du 19 décembre 1986 concernant le projet Proposition de la commission
«Rail 2000», accepté en votation populaire le 6 décembre La commission propose de ne pas donner suite à l'initiative.
1987, ne désigne que les deux extrémités de la nouvelle ligne
Mattstetten-Rothrist Les Chambres fédérales ont elles-
mêmes volontairement renoncé à définir les détails du tracé
dans l'arrêté fédéral, car cette question relève de la procédure
d'approbation des plans, conformément à l'arrêté fédéral du
21 juin 1991 sur la procédure d'approbation des plans pour
les grands projets des chemins de fer. #ST# 93.3035
Les plans déposés par les Chemins de fer fédéraux pour le
tronçon Rothrist-Mattstetten ont fait l'objet de la procédure Postulat KVF-SR 91.306
d'examen préliminaire conformément à cet arrêté. Durant «Bahn 2000».
cette phase, les cantons concernés de Berne, de Soleure et Generelle Ueberprüfung
d'Argovie ont eu la possibilité de s'exprimer sur le projet Les
cantons de Berne et de Soleure ont proposé des modifications Postulat CTT-CE 91.306
essentielles du tracé. Ensuite, les offices fédéraux intéressés «Rail 2000».
ont été consultés. Les différents documents, accompagnés Examen général
d'un rapport et d'une prise de position, ont été retournés au
maître d'oeuvre (CFF) qui doit se prononcer de manière défini-
tive.
La publication des plans assortie de la possibilité de recours
s'est faite au début de janvier 1993. Les CFF ont présenté la Wortlaut des Postulates vom 5. Februar 1993
variante soumise à la procédure d'examen préliminaire. Ils Der Bundesrat wird eingeladen, dem Parlament einen Bericht
n'ont pas retenu les variantes proposées par les cantons de mit allfälligen Anträgen über eine generelle Ueberprüfung von
Berne et de Soleure. Ces plans devront être approuvés par le «Bahn 2000» zu unterbreiten. In diesem Zusammenhang ist
DFTCE. Il est alors possible de s'opposer à cette décision en auch über die Mehrkosten der von den Kantonen Bern und
déposant un recours de droit administratif devant le Tribunal Solothurn für die Neubaustrecken von «Bahn 2000» vorge-
fédéral. schlagenen Varianten Auskunft zu erteilen.
Schweizerisches Bundesarchiv, Digitale Amtsdruckschriften
Archives fédérales suisses, Publications officielles numérisées
Archivio federale svizzero, Pubblicazioni ufficiali digitali
Standesinitiative Bern SBB-Neubaustrecke Mattstetten-Rothrist (Kantonsvariante)
Initiative du canton de Berne Nouveau tronçon Mattstetten-Rothrist des CFF (variante
proposée par le canton)
In Amtliches Bulletin der Bundesversammlung
Dans Bulletin officiel de l'Assemblée fédérale
In Bollettino ufficiale dell'Assemblea federale
Jahr 1993
Année
Anno
Band II
Volume
Volume
Session Aprilsession
Session Session d'avril
Sessione Sessione di aprile
Rat Ständerat
Conseil Conseil des Etats
Consiglio Consiglio degli Stati
Sitzung 02
Séance
Seduta
Geschäftsnummer 91.306
Numéro d'objet
Numero dell'oggetto
Datum 28.04.1993 - 08:00
Date
Data
Seite 280-282
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Pagina
Ref. No 20 022 727
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