Embassy Location Policy in Jerusalem Upheld
Legislator-Zusammenfassung
KI-generiertThe court maintained its stance that there was no reason to change its policy regarding Jerusalem's status, despite recent geopolitical shifts. It clarified that international law does not formally recognize a capital city, but rather states. Problems arise only when a city's territorial affiliation is disputed, which is the case with Jerusalem due to its contested status stemming from its declaration as Israel's capital. Given this international dispute and the general practice of other nations maintaining their embassies in Tel Aviv, the court saw no grounds to relocate the Swiss embassy from Tel Aviv to Jerusalem, deeming the legal and practical conditions unchanged.
Legislator-Regeste
KI-generiertArt. 24sexies Ab, Art. 16 gr, Art. 24sexies Abs. 5 BV; Embassy Location Policy in Jerusalem Upheld: It clarified that international law does not formally recognize a capital city, but rather states. Problems arise only when a city's territorial affiliation is disputed, which is the case with Jerusalem due to its contested status stemming from its declaration as Israel's capital. Given this international dispute and the general practice of other nations maintaining their embassies in Tel Aviv, the court saw no grounds to relocate the Swiss embassy from Tel Aviv to Jerusalem, deeming the legal and practical conditions unchanged.
Schlagwörter
KI-generiertZitierte Gesetzesbestimmungen
KI-generiertVerwandte Entscheide
KI-generiertZentrale Rechtsfragen, extrahiert von Legislator
KI-generiertCited as the basis for the direct applicability of constitutional provisions for the protection of moorlands.
Volltext
21. Juni 1991 N 1363 Interpellation Ruf
Orient. Or une paix équitable et durable a pour préalable la re- rusalem-West und Ostvereinigt-zur israelischen Hauptstadt
connaissance du droit à l'existence de l'Etat d'Israël. erklärte. Diesem einseitigen Akt ist bis heute die internationale
Les Israéliens considèrent Jérusalem comme leur capitale. Anerkennung versagt geblieben, und zwar in Anwendung des
C'est dans cette ville que se trouvent le Ministère des affaires völkerrechtlichen Grundsatzes, wonach gewaltsamer Ge-
étrangères, la Knesset et le siège de la présidence. La Bible bietserwerb bis zum Abschluss einer friedensvertraglichen
fournit elle aussi des indications selon lesquelles Jérusalem Regelung keinerlei Rechtswirkungen zu bewirken vermag.
appartient au peuple d'Israël. Dieser Friedensvertrag ist in bezug auf Jerusalem bis heute
A cet égard, je prie le Conseil fédéral de bien vouloir répondre nicht zustande gekommen. Als Folge des umstrittenen Status
aux questions suivantes: von Jerusalem hat die überwiegende Mehrzahl aller Staaten,
1. Estime-t-il lui aussi qu'après la guerre du Golfe et vu l'ordre die in Israel eine diplomatische Mission unterhalten, ihre Ver-
nouveau qui en découle dans la région, le moment est venu de tretung in Tel-Aviv errichtet. Auch die schweizerische Bot-
reconnaître Jérusalem comme capitale de l'Etat d'Israël et de schaft befindet sich seit Aufnahme der diplomatischen Bezie-
transférer l'ambassade de Suisse de Tel-Aviv à Jérusalem? hungen in Tel-Aviv. Eine Verlegung wird aus den obgenannten
2. Maintient-il la réponse qu'il a donnée à la question ordinaire Gründen nicht erwogen.
Oester, Zurich, le 16 septembre 1985, dans laquelle il disait Währendem Jerusalem, wie angedeutet, bis heute nur von
qu'il ne voyait aucun motif de changer d'attitude face à la ques- ganz wenigen Ländern als Hauptstadt akzeptiert worden ist,
tion de Jérusalem puisque les conditions juridiques et concrè- wurde das erwähnte Ost-Berlin von sämtlichen Staaten, die im
tes n'avaient pas changé? Laufe der Jahrzehnte nach dem Zweiten Weltkrieg die DDR als
3. Ne pense-t-il pas lui aussi que l'issue de la guerre du Golfe souveränen Staat anerkannten, als Sitz ihrer Botschaften ge-
et la retenue d'Israël sur le plan militaire (même après les atta- wählt. Wenn die Schweiz ihre Vertretung ebenfalls in Ost-Ber-
ques de fusées irakiennes) ont beaucoup modifié les condi- lin eröffnete, so geschah dies somit im Einklang mit der einhel-
tions concrètes? ligen Praxis der Völkergemeinschaft.
4. Au cas où le Conseil fédéral se déclarerait défavorable à un
transfert de notre ambassade à Jérusalem, nous le prions de Präsident: Der Interpellant ist von der Antwort des Bundesra-
nousfaire savoir pourquoi, dans d'autres cas, il aaccepté sans tes teilweise befriedigt.
réserve des capitales qui étaient également contestables du
point de vue du droit international, par exemple Berlin-Est
comme capitale de l'ancienne République démocratique alle-
mande?
#ST# 91.3028
Mitunterzeichner- Cosignataires: Dünki, Widmer, Zwygart (3)
Interpellation Ruf
Schriftliche Begründung - Développement par écrit Schutz des Flachmoors Saanenmöser
Der Urheber verzichtet auf eine Begründung und wünscht
eine schriftliche Antwort. Sauvegarde du bas-marais
de Saanenmöser
Schriftliche Stellungnahme des Bundesrates
vom 8. Mai 1991
Rapport écrit du Conseil fédéral
du 8 mai 1991
Der Bundesrat sieht auch im Lichte der neuesten Entwicklung Wortlaut der Interpellation vom 24. Januar 1991
im Mittleren Osten und nach dem Ende des Konfliktes um Irak Kürzlich hat der Regierungsrat des Kantons Bern eine Be-
und Kuwait keine Veranlassung, seine Haltung in der Jerusa- schwerde des bernischen Naturschutzverbands gegen die Er-
lem-Frage zu ändern, wie er sie zuletzt in seiner Antwort auf die weiterung des Golfplatzes Saanenland aus formellen Grün-
Einfache Anfrage Oester vom 16. September 1985 dargelegt den abgewiesen. Die nun immer drohendere Realisierung die-
hat. Was die Frage einer Verlegung der Schweizer Botschaft ses Projekts würde ein Flachmoor von voraussichtlich nationa-
von Tel-Aviv nach Jerusalem betrifft, haben sich die tatsächli- ler Bedeutung zerstören, das im provisorischen Inventar des
chen und rechtlichen Voraussetzungen auch im Lichte des Bundes über schützenswerte Flachmoore (Anhang zum Ver-
Endes des Golfkrieges und der Zurückhaltung Israels nach nehmlassungsentwurf der Flachmoorverordnung) enthalten
den irakischen Raketenangriffen nicht massgeblich verändert. ist.
Wie in der Antwort auf die Einfache Anfrage Oester ausgeführt, Bereits im Frühling/Sommer 1990 hatte Bundesrat Flavio Cotti
gibt es im diplomatischen Verkehr nicht eine formelle Anerken- die Berner Regierung wiederholt aufgefordert, das betroffene
nung einer bestimmten Stadt als Hauptstadt durch ausländi- Flachmoor Saanenmöser provisorisch zu schützen, da die
sche Staaten. Das Völkerrecht kennt nur die Anerkennung von verfassungsmässigen Moorschutzbestimmungen gemäss Ar-
Staaten als gleichwertige Völkerrechtssubjekte durch die an- tikel 24sexies Absatz 5 der Bundesverfassung direkt anwend-
deren Staaten. Welche Stadt als Hauptstadtsitz der Regie- bar seien. Nichtsdestotrotz bewilligte der Regierungsrat Ende
rung, der gesetzgebenden Behörde und damit auch im Nor- Mai 1990 die entsprechende Ueberbauungsordnung. Im Au-
malfall der dort etablierten ausländischen Vertretungen ist, be- gust 1990 genehmigte sodann der Grosse Rat einen Staats-
stimmt jeder Staat grundsätzlich selbst. Es gibt auch Staaten, beitrag von 1,2 Millionen Franken an die Vergrösserung des
bei denen sich mehrere Städte in diese Funktion teilen. Pro- Golfplatzes.
bleme ergeben sich bei dieser Ordnung lediglich da, wo die Der Bundesrat wird um die Beantwortung folgender Fragen
territoriale Zugehörigkeit einer Stadt, die zur Hauptstadt erklärt gebeten:
werden soll, völkerrechtlich umstritten ist. Dies ist bei Jerusa- 1. In der Fragestunde des Nationalrates vom 24. September
lem der Fall. 1990 antwortete Bundesrat Cotti auf entsprechende Fragen
Jerusalem samt näherer Umgebung wurde von der Uno- des Interpellanten betreffend des Schutzes des Flachmoors
Generalversammlung noch vor Gründung des Staates Israel Saanenmöser u. a.:
zu einer für Juden und Araber gleichermassen zugänglichen «Wir haben auf einen dringlichen Bundesbeschluss verzichtet,
Stadt unter internationaler Schirmherrschaft bestimmt. Nach weil wir von den Kantonen Gewähr erhalten hatten, dass der
der Gründung des Staates Israel und des Waffenstillstandes, provisorische - ich unterstreiche: provisorische - Schutz tat-
der den Kämpfen zwischen Juden und Arabern folgte, wurde sächlich gewährleistet wäre. Ich werde demnächst auch mit
der westliche Teil der Stadt von Israel, der östliche von Jorda- der Berner Behörde Kontakt aufnehmen; denn es geht natür-
nien verwaltet. Nach dem Krieg von 1967 geriet auch der östli- lich nicht, dass man auf Umwegen von der allgemeinen - ich
che Teil unter israelische Kontrolle. möchte sagen: stillschweigenden-Vereinbarung abrückt, die
Am 30. Juli 1980 verabschiedete das israelische Parlament ein in diesem Frühjahr zur allgemeinen Zufriedenheit getroffen
Verfassungsgesetz, welches das gesamte Gebiet der Stadt Je- wurde. Ich möchte Ihnen mit Genugtuung sagen, dass der
Interpellation Carobbio 1364 N 21 juin 1991
Fall, den Sie erwähnen, der einzige mir bisher bekannte ist, in d'empêcher la destruction imminente du bas-marais de Saa-
dem über die Entscheide dieses Frühjahres hinweg gleich- nenmöser, c'est-à-dire au moins jusqu'à l'édiction de l'ordon-
sam versucht wird, sich über diesen provisorischen Schutz nance sur la protection des bas-marais et l'établissement d'un
wegzusetzen.» inventaire définitif, probablement en 1992? Envisage-t-il le cas
Wie beurteilt der Bundesrat die Handlungsweise der Berner échéant de refuser la demande d'autorisation de défrichement
Behörden in dieser Angelegenheit vor dem Hintergrund der qui lui sera adressée, ou encore d'appliquer l'article 16 de la
von Bundesrat Cotti erwähnten «stillschweigenden Vereinba- loi sur la protection de la nature et du paysage et de placer la
rung», namentlich unter dem Aspekt des Grundsatzes von zone concernée sous la protection directe de la Confédéra-
Treu und Glauben? tion?
2. Welche konkreten Schritte hat der Bundesrat seit Sommer/
Herbst 1990 unternommen, um - gemäss entsprechenden Mitunterzeichner - Cosignataires: Keine - Aucun
Ankündigungen von Bundesrat Cotti in der gleichen Frage-
stunde des Nationalrates - die Berner Behörden zu veranlas- Schriftliche Begründung - Développement par écrit
sen, keine Präjudizien vor der definitiven Inventarisierung der Der Urheber verzichtet auf eine Begründung und wünscht
zu schützenden Flachmoore von nationaler Bedeutung zu eine schriftliche Antwort.
schaffen?
3. Welche Massnahmen gedenkt der Bundesrat im einzelnen Schriftliche Stellungnahme des Bundesrates
zu treffen, um die drohende Zerstörung des Flachmoors Saa- vom 8. Mai 1991
nenmöser vorläufig - mindestens bis zum Erlass der Flach- Rapport écrit du Conseil fédéral
moorverordnung und des definitiven Inventars (voraussicht- du 8 mai 1991
lich 1992) - zu verhindern? Ist der Bundesrat bereit, nötigen- 1. Nach Meinung des Bundesrates ist Artikel 24sexies Ab-
falls die erforderliche eidgenössische Rodungsbewilligung zu satz 5 der Bundesverfassung direkt anwendbar. Mit dieser
verweigern oder sogar Artikel 16 des Natur- und Heimat- Frage wird sich aber noch das Bundesgericht beschäftigen
schutzgesetzes anzuwenden und das fragliche Gebiet direkt müssen, weil der vom Interpellanten erwähnte Entscheid des
unter den Schutz des Bundes zu stellen? Regierungsrates des Kantons Bern vom Schweizerischen
Bund für Naturschutz angefochten worden ist.
Texfe de l'interpellation du 24 Januar 1991 2. Am 16. November 1990 fand eine Begehung bezüglich Ro-
Récemment, le Conseil-Exécutif du canton de Berne a rejeté dungsgesuch im fraglichen Perimeter statt. Hierbei wieder-
pour des motifs d'ordre formel un recours déposé par l'Asso- holte das federführende Bundesamt für Umwelt, Wald und
ciation cantonale bernoise pour la protection de la nature Landschaft (Buwal) den Standpunkt des Bundesrates. Inzwi-
contre l'agrandissement du terrain de golf de Saanenmöser. schen ist auch das Inventar der Flachmoore von nationaler Be-
Or ce projet, qui risque de plus en plus d'être réalisé, détruirait deutung, in welchem das fragliche Objekt unter der Num-
un bas-marais probablement d'importance nationale, mer 374 enthalten ist, in Vernehmlassung gegangen.
puisqu'il figure dans l'inventaire provisoire des bas-marais di- 3. Es muss betont werden, dass die Zusammenarbeit mit dem
gnes d'être protégés qui a été dressé par la Confédération (cf. Kanton Bern trotz dieses Streitpunktes auf einer konstruktiven
appendice du projet d'ordonnance sur la protection des bas- und befriedigenden Basis steht. Der Rodungsentscheid wird
marais envoyé en consultation). durch das Buwal erst dann getroffen, wenn das Flachmoorin-
Au cours du premier semestre de 1990 déjà, le conseiller fédé- ventar bereinigt ist, denn es ist nicht zweckmässig, während
ral Flavio Cotti avait exhorté à plusieurs reprises le gouverne- der laufenden Vernehmlassung und vor einer definitiven Be-
ment bernois à protéger le bas-marais de Saanenmöser à titre wertung des Objektes einen Rodungsentscheid zu fällen. So-
provisoire, considérant que les dispositions de la Constitution lange der Rodungsentscheid noch aussteht, besteht keine un-
fédérale sur la sauvegarde des marais (article 24sexies, 5e ali- mittelbare Gefährdung des Objektes und mithin kein Anlass
néa) étaient directement applicables. L'exécutif bernois a mal- für das Eidgenössische Departement des Innern, Artikel 16
gré tout accordé à la fin mai 1990 l'autorisation nécessaire à la des Natur- und Heimatschutzgesetzes anzuwenden.
réalisation du projet. En août de la même année, le Grand
Conseil a à son tour approuvé l'octroi d'une contribution can- Präsident: Der Interpellant ist von der Antwort des Bundesra-
tonale de 1,2 million de francs en faveur de l'agrandissement tes teilweise befriedigt.
du terrain de golf.
Le Conseil fédéral est invité à répondre aux questions suivan-
tes:
LLors de l'heure des questions du Conseil national du
24 septembre 1990, le conseiller fédéral Flavio Cotti a répondu
de la manière suivante aux questions posées par le soussigné #ST# 91.3055
sur la sauvegarde du bas-marais de Saanenmöser:
«Si nous avons renoncé à édicter un arrêté fédéral urgent,
c'est que les cantons nous ont certifié qu'une protection était
Interpellation Carobbio
effectivement assurée, à titre provisoire cependant. Je pren-
Bekanntmachungen der Bundesämter
drai prochainement contact avec les autorités bernoises, car in italienischer Sprache
un canton ne saurait s'écarter, par des voies détournées, d'un Interpellanza Carobbio
accord tacite passé au début de cette année à la satisfaction Comunicazioni dei servizi federali.
générale. Je suis heureux de pouvoir dire que le cas dont vous Uso della lingua italiana
parlez est le seul connu à ce jour.» (traduction de la Chancelle-
rie fédérale) Interpellation Carobbio
Que pense le Conseil fédéral de la façon de procéder des au- Publications des services fédéraux.
torités bernoises, dans le contexte de l'accord tacite men- Version italienne
tionné par le conseiller fédéral Flavio Cotti, plus particulière-
ment en regard du principe de la bonne foi?
2. Quelles démarches le Conseil fédéral a-t-il entreprises de-
puis le second semestre de 1990? Est-il, comme le conseiller
fédéral Flavio Cotti l'a annoncé à l'occasion de l'heure des Wortlaut der Interpellation vom 7. März 1991
questions précitée, intervenu auprès des autorités bernoises Im Januar dieses Jahres hat der Dienst «Strassenrechnung»
pour éviter que des précédents soient créés avant l'établisse- der Sektion Transporte, Abteilung Raumwirtschaft, des Bun-
ment d'un inventaire définitif des bas-marais d'importance na- desamtes für Statistik die Gemeinden in einem Brief auf Aen-
tionale? derungen in der Pflicht zur Ausfüllung der Formulare für die
3. Quelles mesures le Conseil fédéral entend-il prendre afin Strassenrechnung 1988 und 1989 aufmerksam gemacht.
Schweizerisches Bundesarchiv, Digitale Amtsdruckschriften
Archives fédérales suisses, Publications officielles numérisées
Archivio federale svizzero, Pubblicazioni ufficiali digitali
Interpellation Ruf Schutz des Flachmoors Saanenmöser
Interpellation Ruf Sauvegarde du bas-marais de Saanenmöser
In Amtliches Bulletin der Bundesversammlung
Dans Bulletin officiel de l'Assemblée fédérale
In Bollettino ufficiale dell'Assemblea federale
Jahr 1991
Année
Anno
Band III
Volume
Volume
Session Sommersession
Session Session d'été
Sessione Sessione estiva
Rat Nationalrat
Conseil Conseil national
Consiglio Consiglio nazionale
Sitzung 16
Séance
Seduta
Geschäftsnummer 91.3028
Numéro d'objet
Numero dell'oggetto
Datum 21.06.1991 - 08:00
Date
Data
Seite 1363-1364
Page
Pagina
Ref. No 20 020 088
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